Ich habe zwar teilgenommen, konnte aber längst nicht zu jeder Frage etwas beitragen.
Ich finde es nämlich falsch die Fokussierung darauf zu legen, was es mit den Kindern macht. Für mich ist die FPL ein Eltern/Trainer-Erziehungsprogramm.
Ich habe zwar teilgenommen, konnte aber längst nicht zu jeder Frage etwas beitragen.
Ich finde es nämlich falsch die Fokussierung darauf zu legen, was es mit den Kindern macht. Für mich ist die FPL ein Eltern/Trainer-Erziehungsprogramm.
Wir hatten mal einen Jungen, bei dem hatte ich das Gefühl, dass nahezu alle Verhaltensweisen auf Asperbersyndrom hinweisen. Der war überhaupt nicht in die Gruppe zu integrieren und wurde von uns auch über die Eltern mehr oder weniger rausgeworfen. (hat geschlagen, getreten und gespuckt) Da musste man dann einfach die anderen Kinder schützen.
Beim Volleyball hatte ich mal ne Schul-AG. Da wurde ich einmal (!) laut und schwupps, hat sich ne Mutter über mich beschwert: "Mein Sohn kann nichts dafür, er hat AHDS und Dyskalkulie" Aha, na ja, rechnen soll er hier ja nicht.
Solche Kinder gehören in die Hände von Spezialisten, nicht in die ehrenamtlicher Sportler, die mit den Kindern Spaß haben sollen.
Die Frage ist ja, wie der Kontakt zu den Eltern ist. Ist das Kind vielleicht längst in Therapiel? Natürlich kann man mit den Eltern mal das Gespräch suchen und die Eltern bitten, sich mal ein Training anzuschauen um entweder deine Eindrücke zu bestätigen oder zu widerlegen... "Der X verschläft jetzt zum dritten Mal den Start beim Staffellauf. Ist er sonst auch so unaufmerksam?
Wir wissen zur Zeit um die Besonderheiten unserer Blümchenpflücker und kennen die Hintergründe. Das erleichtert das Ganze deutlich.
Es gibt Träumerle, das geht auf keine Kuhhaut. Andere Kinder, auch gerne ein halbes Jahr jünger, fordern in der gleichen Zeit, dass sich die Mitspieler freilaufen müssen, damit sie anspielbar sind. Wir haben auch von allem was dabei.
Nicht umsonst spricht man doch vom Blümchenpflücker und vom Türmchenbauer, oder? Die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsspanne ist noch so niedrig...
Wir hatten ein Kind, das sollte zu einem roten Hütchen laufen (vier Farben zur Auswahl), dieses berühren und wieder zurück. Ging nicht. Farbenblind war es nicht. Ein Versuch an meiner Hand klappte, nächster Versuch alleine? Keine Chance.
Da fragt man sich schon, wass die Grundschullehrer den ganzen Tag über erleben...
Toraus, der Torwart bekam den Ball und durfte ihn ohne weitere Regeln nach vorne bolzen. Unsere sind durchaus so abgezockt, den Ball dann einfach nach hinten ins aus zu schießen... ![]()
Das war dann "lasst die Kinder Spaß haben" in Reinform...
Wobei wir am WE bei einem Bambinihallenturnier waren und ohne Ecke gespielt werden sollte. Im Nachgang stellte sich heraus, dass kein Trainer damit so richtig zufrieden war. Hätte nur einer den Mumm gehabt, nach einer anderen Regelung zu fragen... Irgendwie ärgere ich mich dass ich auch nix gesagt hatte.
Joh... Ich durfte mich am Samstag Eltern gegenüber erklären warum wir immer noch nicht mit festen TW spielen und wann wir das denn endlich ändern. "Öhhh, in der E-Jugend." das Argument dass Manuel Neuer Zweitliganiveau aufm Feld haben soll und er das wahrscheinlich nicht im Tor gelernt hat, hat zumindest gezogen
Hab ich hier aufgeschnappt ![]()
Sehe ich auch so. Und den letzten 4 Aufrechten steckst du, wohin du gehen wirst. Dann ist es ihre Angelegenheit, ob sie dir folgen oder nicht.
Deswegen heißt es dann ja auch... 7. Sieger...6.Sieger..usw. jedes Kind bekommt eine Medallie oder kleinen Pokal.. jede Mannschaft einen Ball... so läuft das bei uns ab..Jede Mannschaft kommt komplett nach vorne...stellt sich auf eine Bank...da können Eltern dann Fotos machen....alle freuen sich, weil in dem Moment sind sie die Sieger! Wo ist da das Problem!!!!!?????
Sorry, aber wer hält denn jetzt die Kinder für doof?
Wenn Wertung, dann bitte richtig. Dann auch mit Halbfinale und Endspiel. Dann können die ausgeschiedenen Mannschaften schon zur nächsten Eisdiele fahren und ihre Wunden lecken. Denn genauso läuft das hier bei der E-Jugend. Da bleibt keiner freiwillig um sich was vom 7. Sieger anzuhören.
Manchmal kommt es mir vor als wenn ihr alle denkt das die Kinder Doof sind.
Natürlich sind dann 7 andere traurig, aber das gehört im Sport dazu, auch schon bei kleineren.
Natürlich gehört verlieren dazu und die Kinder sind traurig, wenn sie ein Spiel verlieren. Warum man aber bei einer Siegerehrung nochmal die Nase in den Dreck drücken muss und dem letzten auch noch unter müdem Applaus vor Augen führen muss, dass er der Looser ist, ist mir bei Kindern im Alter von 4-8 echt nicht klar.
Meine Kinder sind nicht doof. Mein Großer hat als Bambini ständig geheult nach Niederlagen und er hat sich am Ende über seine Medaille gefreut. Wenn es nach dir gehen würde, dann bekommen die ersten drei ne Medaille (bronze/silber/gold, wenn schon denn schon) und die anderen bekommen ne Urkunde. Na Glückwunsch...
Jetzt ist er acht. Er hat gerade auch über den Sport das verlieren gelernt und trägt es mit Fassung. Er ist bereit, nach den Sommerferien den nächsten Schritt zu gehen.
Grundgütiger... die Kinder sollen Spaß haben auch und gerade wenn der sportliche Erfolg auf sich warten lässt.
Wir hatten eine Anfrage für ein FS von einem Looserteam, die ein Jahr älter war. Die Betreuerin hat mir erzählt, dass sie von 31 Spielen nur drei mit unentschieden beenden konnten. Diese Teams gibts auch!
Aber so Trainer wie du verhaut diese nicht nur mit 16:0, ihr bejubelt auch noch das 16. Tor wie das erste und seid erst zufrieden, wenn diese vollkommen deprimiert am Boden liegen. Und zur Belohnung wollt ihr dass diese bei der Siegerehrung als erster aufgerufen werden...
Ich war gestern auch etwas erschrocken. In einer Whatsappgruppe für FS-Verabredung ergab sich mit einigen ne Diskussion über die FPL. Da waren sich die meisten einig, dass man Kindern mehr zutrauen müsse und natürlich Turniersieger dazu gehörten. Auch schon bei den Bambinis.
Mein Einwand, dass man auch das Verlieren in dem Alter erstmal lernen müsse und dass eben 7 Teams traurig sind, wenn einer der Turniersieger ist, wurde nicht weiter kommentiert.
Wir sind echt noch ganz am Anfang! Ich dachte hier im Kreis wären wir schon weiter. Oder hat die schweigende Masse diese Dorfbundesligisten einfach labern lassen? Keine Ahnung.
ja, das hatte ich schon verstanden.
Ich bin ja Volleyballerin und habe schon häufiger nach Paralellen gesucht... vorallem bei koordinativen Übungen und es gibt in meinen Augen nicht viele Gemeinsamkeiten mit Kifu.
Gerade bei den Kindern, da muss man den Volleyballern beibringen, beim Ballspielen zu stehen. Mit beiden Füßen aufm Boden... sonst geht das nicht. Vorallem die Kinder, die vom Fußball kommen tun sich da total schwer. Turner und Tennisspieler sind da massiv im Vorteil.
Der Stemmschritt etwa bringt Höhe und bremst den Impuls nach vorne komplett aus. Er bedarf aber eines intensiven Tiefgehens vor dem Sprung, beide Hände hinten. Dann gehen die Arme als Schwunghilfe mit hoch und es geht in die Bogenspannung, Schlagarm hinter dem Kopf. Vorallem: der Stemmschritt ist total Zeitintensiv.
Was sollte der TW davon gebrauchen können?
Auch hier würde ich bei den Basketballern abschauen. Die fangen die Bälle oben beim Rebound.
Das Format ist geil, und kostenlos dazu! Ich hab das schon gebookmarkt. Irgendwann, wenn meine Kinder größer sind, werde ich wieder als VB-Trainerin einsteigen...
Dümmer wird man nicht.
Das Pritschfangen ist aber für das Fangen eines harten schweren Balls komplett ungeeignet.
Beim Volleyball muss der Ball mit möglichst wenig Schwung zum Zuspieler (Pritscher) kommen und dieser leitet die Energie des Balls in eine veränderte Richtung. Daher wird die Energie nicht abgefedert im Sinne von abgebaut sondern das funktioniert wie bei einem Trampolin.
Was das Fangen für einen TW angeht, da würde ich eher zu den Basketballern schielen.
Aber danke für den Link, das werde ich mir mal bei Gelegenheit reinpfeifen
Hier im Kreis wird die FPL nicht besonders in Frage gestellt. Allerdings war letztes Jahr die Auslegung seitens des Kreises so extrem, dass es berechtigte Kritik gab.
Nur noch ein Trainer pro Team und die Kinder sollten die Ein- und Auswechselungen eigenständig vornehmen. Sehr witzig. Bambinis wechseln sich selber aus... ja nee, is klar.
Nee, da hab ich mich vielleicht misslich ausgedrückt. Ich finde diese Bescheinigungen unerträglich, solange man sich im echten Amateurbereich bewegt. Wenn jemand Geld fürs Kicken bekommt, kann man meinetwegen andere Regeln aufstellen. Aber bei Kindern geht das IMO garnicht.
Und die Idee dahinter deckt ja nur einen kleinen Teil ab. Ein Probetraining beim Handball kann man damit nicht aufhalten und die kommerziellen Fußballschulen profitieren sogar davon, dass sie Zusatztraining anbieten können...
Wir haben in unserem Kreis inzwischen eine jährliche Schulung, verpflichtend für einen je gemeldetem Team.
Ebenso die unterschiedliche Bewertung von Jugendlichen und Erwachsenen in einem Verein!
Die Bewertungsgrundlage sollte sein, dass ob man für das Spielen in einem Verein Zuwendungen bekommt oder nicht. Das Druckmittel Freigabe sollte eigentlich im echten Amateurbereich vollkommen ausreichen.
Aber beißt sich da nicht die Katze in den Schwanz, wenn sich die Eltern beschweren sollen?
In den "ambitionierten" Teams findet meist schon Selektion statt. Und wer nicht vollumfänglich mitzieht ist auch fix wieder aussortiert, oder? Welche Eltern haben also das Standing und/oder die Nerven zu sagen: das wird zu viel? Damit steht man idR alleine da weil auch auf Elternseite genug Heißdüsen die gegenteilige Meinung vertreten werden.
Ich habe kürzlich ein E-Jugend-Spiel beim Handball gesehen. Der Schiri war da eher Ausbilder für die Kinder. Wenn er was gepfiffen hatte (zumeist Schritte oder klammern), dann hat er dem Kind sein Fehlverhalten kurz erläutert: "du darfst nur drei Schritte machen". Das war den Kindern sehr zugewandt und in dieser Form echt nett.
Beim Volleyball treffen sich immer drei Teams jeder gegen jeden und der dritte pfeift. Dann stehen dort halt Kinder und müssen das Spiel leiten (Ein Schiedsgericht besteht aus 5 Personen, der 1. Schiri pfeift zunächst nur An- und Abpfiff, drin oder aus und grobe Netzfehler. Die Protokollführer zählen die Punkte und notieren den Rest) Das lief auch immer gut.
Bemerkenswert ist, dass den Kids diese zusätzlichen Ballkontakte an den Wochenenden unheimlich weiterhelfen. Das macht sich schon während der Hallensaison bemerkbar, spätestens aber, sobald es wieder nach draußen geht. Während andere Teams durch Leerlauf während der Wintermonate in ihrer Entwicklung ins Stocken geraten, haben unsere Jungs nochmal einen enormen Schub gemacht.
Diese Thesen lassen sich ja leider nie beweisen/widerlegen.
Meine Kinder machen die größte Entwicklungssprünge stets nach Pausen. Mein Kleiner etwa hat nach 4 Wochen süßem Nichtstun auf einmal Brustschwimmen raus gehabt und vier Bahnen am Stück gezogen.
Ich sehe auch die Gefahr, dass man die Kinder und auch die Familien mit so vielen Terminen überlastet. Aber wenn man in Vorfeld (vor einer Vereinsanmeldung) von einem solchen Pensum weiß, dann muss man auch im Nachgang nicht jammern...
Das ändert aber nichts an dem Einwand, dass manchmal weniger mehr ist. Einfach mal mit den Kindern in einen Trampolinpark oder ein Eis essen, dürfte sich mindestens genauso auswirken wie das 7 Turnier am dritten Wochenende.
"Zu" ist immer schlecht... zu viel, zu wenig, zu dick, zu dünn...
Ich finde auch, dass ihr beide - das Huhn und Andre - jeder auf seine Weise anstrengend seid...
