Beiträge von Goodie

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    Wir haben eine Pampersgruppe U5 aufgebaut und diese drei Jahre gehabt.
    Natürlich war eine Weiterentwicklung zu sehen. Die Frage ist doch eher: sind deine Ziele und Vorstellungen realistisch?


    Wenn du meinst, dass deine Truppe schon weiter ist als die beim DFB vorgeschlagenen Spielstunden für Bambinis, dann probiere es doch einfach aus. Nimm ein F-Jugendtraining her und überlege dir, ob 80% des Teams diese Aufgaben hinbekommen könnte. Vielleicht kannst du auch den Aufbau und die Inhalte so erleichtern, dass es alle schaffen können. DANN bist du wohl aufm richtigen Weg.
    Wenn du das ausprobierst, dann achte darauf ob alle bei der Sache sind. Ist eine Übung zu schwierig oder zu leicht, dann fangen die Kinder an Quatsch zu machen.
    Wir haben zum Beispiel das DFB-Schnupperabzeichen mit den Kindern gemacht, als sie 5 waren. Das haben sie gut hinbekommen und ist "zielgerichtet".


    Du hast einen 11er Jahrgang, richtig? Was die Aufstellung angeht: Klar schickt man den einen als Stürmer aufs Feld und den anderen als Abwehrspieler aber mal ehrlich... beim üblichen Knubbelfußball ist das doch eher eine grobe Idee denn eine Aufstellung. Die Kinder laufen nach spätestens 2 Min dorthin, wo sie sich wohlfühlen. Eine Rotation ist in meinen Augen noch quatsch.
    Wir achten darauf, dass das Team über die ganze Zeit gleichstark besetzt bleibt. Wir fangen nie mit der wohl stärksten Aufstellung an sondern mischen von Anfang an. So vermeidest du dass das Team im Spielverlauf abbaut oder dass du den dicken Paul dann doch nicht einwechselst, weil du unbedingt das 4:3 halten willst.
    Wir haben Spielfeste mit 3-4 Spielen und bei uns muss bei voller Besetzung jeder ein Spiel komplett aussetzen.
    Wenn am Rand 6 Kinder ein- und ausgewechselt werden sollen, dann ziehen sie dir die Shorts aus: "darf ich jetzt rein?"


    Beim Torwart stellen wir keinen ins Tor, der Angst hat. Ab und an haben wir TW-Übungen für alle gemacht und hatten am Ende von 13 Kindern zehn die ins Tor wollten - der eine öfter, andere nur ab und zu.


    Eltern... da hilft nur Aufklärung und permanentes Wiederholen der Philosophie. Guck mal hier https://www.dshs-koeln.de/file…ior14_04_ansichts_pdf.pdf auf Seite 14 des PDFs


    Wenn du die Fortschritte wissen willst, dann guck doch einfach mal im Verein bei einem Jahrgang höher. Die Unterschiede werden dir sofort auffallen.

    Hallo,
    wir werden in Kürze eine künftige F-Jugend übernehmen (Jahrgang 2010). Ich war schon beim aktuellen Bambinitrainer als Zaungast dabei und habe einen sehr positiven Eindruck von Eltern und Kindern erhalten. Wir werden unser neues Amt mit einem Elternabend starten, den ich aktuell vorbereite. Neben uns als Personen wollen wir natürlich auch unsere Schwerpunkte und Philosophie vorstellen.


    Vorstellungsrunde
    Ausbildungsziele/Schwerpunkte der F-Jugend
    Umfang von Turnieren und Freundschaftsspielen (da wurde bisher fast nichts gemacht)
    Spielrunde (wieviele Kinder werden nominiert, alle spielen alles etc.)
    Fairplayregeln (ich weiß nicht ob diese allen bekannt sind)
    ein paar rechtliche Dinge wie Aufsichtspflicht (Übergabe der Kinder), rechtzeitiges Abmelden wenn man nicht kann, Schmuck/Sportbrillen etc.
    Termine
    Sonstiges


    Jetzt würde ich gerne euer Schwarmwissen nutzen: Wo sind nach eurer Erfahrung die Fallstricke und Stolperstellen, die man leicht umgehen kann? Was sollten wir beachten?

    Das hat der Jahrgang über uns versucht und ist voll in die Hose gegangen, weil Kinder wie Eltern als Strafe empfunden haben, in die vierte "abgeschoben" zu werden. Da konnten die Trainer reden wie sie wollten... Das hat ziemlich viel Unruhe ausgelöst.

    Bleiben die Ergebnisse aus, muss man seine Methode der fußballerischen Ausbildung stark hinterfragen.

    Ist nicht genau das das Problem? Dass man schon Grundschüler mehr in einer "Ausbildung" denn in ihrem Hobby sieht? Dass man nicht mal warten kann, bis die Kinder aus dem Kleinfeldalter raus sind?
    Es wäre doch totaler Zufall wenn wir den einen, der er später in die Spitze ankommt, trainieren würde. Unser Augenmerk muss also doch auf den ganz normalen Sportlern liegen.

    Neben einer vernünftigen Kommunikation innerhalb des abgebenden Vereins sind nach meiner Ansicht vorallem die Eltern gefordert.
    Klar, wenn das arme Kind die überzogenen sportlichen Ziele von bekloppten Eltern zu erfüllen hat, wird es für das Kind eng.


    Aber mit einem normal gestrickten Elternhaus sollte das Kind noch genügend andere Ziele im Leben entwickeln.
    Die Kinder können sich auch nicht in den Kopf setzen, schwedischer König werden zu wollen. Und mit einem Notenschnitt von 3,8 auf der Gesamtschule dürfte das mit dem Medizinstudium auch schwer werden... Ziele dürfen ambitioniert sein, müssen aber auch realistisch sein.
    Hier muss man halt einfach gut auf sein Kind aufpassen und es ggf. auffangen, wenn es nicht reicht.


    Dem kindlichen Wunsch "ich werde Fußballprofi" sollte wohl im weiteren Verlauf und mit steigendem Alter auch mal die Auseinandersetzung über ein Leben in der Öffentlichkeit folgen.

    Es gibt Trainingsweltmeister, die die Leistung nie zum Wettkampf auf den Platz bekommen weil die Nerven versagen und es gibt Wettkampftypen, die einfach den Nervenkitzel und das Prickeln vom Wettkampf brauchen um auf Touren zu kommen.
    Die Wettkampftypen könnten sich selber fürs Training ambitionierte Ziele setzen und diese versuchen umzusetzen. "Ich laufe Steffi 8 mal erfolgreich ab, sonst esse ich morgen kein Eis" oder so ähnlich. Hier helfen im Training gewöhnlich Wettkampfformen und Aufgaben unter Zeitdruck.



    Ein zweiter Ansatzpunkt könnten die Trainingszeiten sein. Die Kinder sind heute zumeist von 6:30 Uhr mogens bis weit in den Nachmittag mit Schule und Betreuung beschäftigt. Dann nach Hause, umziehen und weiter zum Training. Die sind schlicht ko auch wenn sie das wegen dem heißgeliebten Fußball nie zugeben würden...


    Je älter die Kinder werden desto später das Training. Irgendwann kollidiert das auch mit Essenszeiten und Unterzuckerung oder ein zu voller Magen könnte eine Rolle spielen.


    Ob irgendwas davon zutrifft kannst nur du entscheiden

    Zitat von Das_Huhn

    Hier im Landkreis gibt es eine Handvoll E3/E1-Mannschaften, die den Rest an die Wand spielen, weil sie dafür bekannt sind, starke Spieler zu sammeln. Da müssen sich die anderen Vereine halt mal fragen, warum diese Vereine Magneten für starke Spieler sind. Da liegt viel in der Vereinsphilosophie begründet. Und der Rest darf nicht jammern, wenn sie gegen die Truppen ständig auf den Sack bekommen, sondern muss halt was ändern oder das akzeptieren.

    Da hast du vollkommen Recht. Wenn die Rahmenbedingungen klar definiert sind kann man das machen.
    Aber ich bin fest davon überzeugt, dass diese ambitionerten Vereine mit den gleichen Sorgen zu tun haben. Wie können wir die besten halten? Und die Antwort ist die gleiche: Gar nicht! Auch hier ziehen die besten weiter... Dazu kommt, dass diese Vereine jedes Jahr Kinder wegschicken, die "die Erwartungen nicht erfüllen!"
    Frag doch die Eltern mal. Wenn sie ehrlich sind, dann kommt dass bei diesen Vereinen eine bessere Ausbildung als im Dorfverein sein müsste, definitiv bessere Mitspieler um den eigenen Star und dass am Rand doch bitte 10 - 12 Scouts stehen, die ausgerechnet mein Kind casten für den nächsten Buli-Verein.


    Bei unserem Minimessi, den wir schon bei den Bambinis an einen solchen Verein verloren haben, meinte der Vater gar, dass der Junge jetzt seine Chance nutzen muss. (Ja nee, is klar. Kommt keine mehr bis zur Rente) Übrigens war dieser Junge auch ein schönes Beispiel dafür, dass der Einfluss der Trainer eher gering ist, denn er konnte das ja alles ohne dass wir dies geübt hätten. :D



    Warum man die Erwartung hat, dass die besten E-Jugendspieler im eigenen Verein bleiben, damit sie in 10 Jahren in der Kreisliga (ok, vielleicht sogar Bezirksklasse) spielen ist mir ein echtes Rätsel. Ich glaube, keiner hier im Forum würde seinem eigenen ambitionierten Kind zu diesem Weg raten. Die guten müssen irgendwann raus in die weite Welt (allerdings nicht schon in der E-Jugend, aber das ist ein anderes Thema). Vielleicht sollte man sich eher mal mit der A-/B-Jugend beschäftigen...

    Nun sind die Eltern der 3 besten verbliebenen Spieler auf uns zugekommen, dass sie für die kommende E1-Saison eine qualitative Aufwertung der Mannschaft erwarten, sonst wechseln sie den Verein.

    cool...
    Da soll also eine ganze Mannschaft um drei Kinder gebaut werden, nur damit diese Eltern zufrieden sein können? Ich sag dir was... die sind eh irgendwann weg. Verein als Dienstleister <X ? Ich glaube, solchen Eltern würde ich Trainingszeiten und Material anbieten. Sollen sie den Rest doch selber gestalten, neue Mitspieler finden und das Training dann genau auf ihre Kinder abgestimmt durchführen.


    @Das_Huhn, wir werden hier wahrscheinlich nie einer Meinung sein und das ist auch gar nicht nötig. Aber würdet ihr euch auch so bemühen, wenn die Eltern von drei Mittelprächtigen auf der Matte stünden und fordern würden, dass das Team niederklassiger spielen möge, damit ihre Kinder mehr Einsatzzeit bekommen?



    btw: nach meiner Beobachtung müssen auch die "ambitionierten" Vereine immer wieder Abgänge hinnehmen, dann halt in Richtung NLZs... Daraus resultierende "Rückschläge" wird es immer geben. Dazu ist die Konkurenz zumindest in unserer Region einfach viel zu groß. Reisende kann und will ich nicht aufhalten. Wir alle können nur ein Angebot machen, welches idealerweise im Einklang mit dem Verein steht. Dann steht es den Kindern und Eltern frei, zu kommen oder es zu lassen. Ich selber habe ja auch als Spieler den Verein/die Liga gewechselt. Das ist vollkommen legitim. Aber dass man ein Team um mich und meine Bedürfnisse zu bauen hätte - auf die Idee wäre ich im Leben nicht gekommen. Solche Anspruchshaltungen finde ich - insbesonders für 10-Jährige - krank.

    Bei uns im Kifu ist es doch eher so: Ergebnisorientiert bedeutet, dass der dicke Paule und seine gleichgesinnten möglichst am Spieltag im Schwimmbad sein sollten und nicht auf dem Fußballplatz. Denn sobald man das zweite Glied von der Ersatzbank auflaufen lässt wackelt doch oft das Ergebnis. Dabei kann die Strategie von @Goodie und wie auch ich sie spiele (nie mit der Stärksten Aufstellung beginnend) auch nicht als Ergebnisorientiert gelten.

    Nö, sehe ich noch etwas anders. Für mich wäre die Frage nicht, wie weit ich mit den besten 16 von 21 Spielern komme sondern wie weit komme ich mit ALLEN meinen Spielern. Und wenn das dann eben eine oder zwei Klassen niedriger ist, dann ist das eben so.



    Ich habe als Spielerin selber leidvolle Erfahrungen machen dürfen - nach dem Aufstieg aussortiert. Klar, objektiv betrachtet war für mich die Luft in der Oberliga zu dünn geworden, das Spiel zu schnell, ich selber zu klein für einen wirkungsvollen Block... Aber ich kann mich noch so gut daran erinnern, wie ich trotz vollem Trainingseinsatz nur noch auf der Bank saß und mich die Erfolge der anderen nicht mehr emotional berührt hatten. Die hatten mich abgehängt. Fertig.
    Ich habe dann, und das hätte ich zuvor nie für möglich gehalten , mitten in der Saison aufgehört. Ich bin dann in den Hobbybereich gewechselt. Die ist beim Volleyball inzwischen größer als der Leistungsbereich und konnte dort auf ähnlichem Niveau, nur in viel freundlicherem Umfeld weiter machen. Erst mit 30 hab ich gelernt, dass man viel mehr Spielpartner als Spielgegner braucht. Dass man in sportlichem Miteinander agieren kann und sich nicht schon fast feindlich gegenüberstehen muss.


    Daher bin ich auch so eine Breitensport-Überzeugte geworden.


    Selbst letzten Herbst, als wir die Qualifikation zur deutschen Hobbymeisterschaft gespielt haben, war der Umgang mit den Gegnern beim Turnier herzlich und abends feucht-fröhlich. Gerade den netten Berlinern habe ich den späteren Titel sehr gegönnt.




    Natürlich wird man den ergebnisorientierten Spieler mit dieser Philosophie nicht halten können. Zu verlockend ist der Nachbarverein, der mit großem Namen wirbt und gerade hier im Ruhrgebiet steht an jeder zweiten Straßenecke ein Stadion samt NLZ. Dann verliere ich aber lieber den Minimessi als drei nette Jungs, die sich jede Woche bemühen aber leider nicht mit ausreichendem Talent gesegnet sind.


    Ich lehne den Leistungsgedanken nicht perse ab. Ich bin ihm schließlich selber lange genug nachgeeilt. Ich finde, man kann auch leistungsmäßig Gas geben, solange es intern Lösungen für schwächere Spieler (zweite Mannschaft o.ä.) gibt.

    @Libra Wir starten nie mit der stärksten 7 sondern haben von Anfang an einen Paul in der Aufstellung. Damit müssen die Kinder umgehen. Dann kann ich im Spielverlauf den einen Paul für den anderen einwechseln und die Mannschaft bleibt durchgängig gleichstark besetzt.

    Völlig stur an "alle spielen genau gleich" würde ich auch nicht festhalten.
    Wenn man Kinder dabei hat, die noch sichtbar überfordert sind, dann tut man ihnen durchaus einen Gefallen wenn man sie nur kurz einsetzt.
    Wir hatten davon schon ein paar Fälle...


    Wir machen uns einen Kopp, wie man auch den Paul integriert bekommt und da kommt der Zwerg zu uns und sagt: "ich möchte schon spielen aber nicht so lange, das ist sonst so anstrengend!". Ein Anderer kam nach gefühlten 20 Sekunden Spielzeit zu mir, zeigte mir eine alte Schramme am Finger und meinte: "ich blute, ich muss wieder raus!"...
    Aber es sind ja auch diese Geschichten, die a) Spaß machen und b) in Erinnerung bleiben.


    Dank der Spielfeste, die hier im Kreis auch noch in der F2er gespielt werden, hat man pro Spieltag recht viel Spielzeit (3 x 20 Min) und kann so alle gut einsetzen.

    Ich habe mir formlos die Erlaubnis der Eltern eingeholt:


    Ich bin damit einverstanden, dass Fotos meiner Kinder in folgenden Medien verwendet werden:


    ja/nein Homepage
    ja/nein Presse
    ja/nein Vereinsheftchen
    ja/nein Facebook


    Das ganze als Tabelle pro Team, unterschreiben, fertig. Facebook wurde übrigens von allen verneint.
    Dazu hatte ich noch formuliert, dass die Nachnamen nicht verwendet werden.

    wir haben zum Thema Schusstechnik mit den Kindern folgendes gemacht: wir haben uns mit den Kindern (jeder hat einen Ball) in den Kreis gesetzt. Dann habe ich den Kindern gezeigt, dass die Schuhe Kuhlen haben, wo der Ball super rein passt. Nämlich an der Innenseite und an den Schnürsenkeln. Jeder sollte ausprobieren, ob man den Ball dort rein legen kann. Dann zum Vergleich die Schuhspitze, da fällt der Ball sofort runter. Also nicht gut.


    Mehr nicht. Dann haben wir die Kinder losgeschickt, auszuprobieren ob es mit den Schnürsenkeln/Innenseite oder der Pike besser geht. So gebrieft waren sich auch die Nixkönner schnell einig, dass es mit der Pike gar nicht klappt... :D:thumbup::D

    Elternabend einberufen! Und erklären, warum es zwingend notwendig ist, dass die schwächeren Spielzeit bekommen.
    Die Schere geht sonst immer weiter auseinander, du verlierst am Ende gefrustet die schlechtesten drei und schon ist dein Kader zu klein. DAS kann doch auch keine Lösung sein.


    In der künftigen Spielrunde gucken, dass man in eine schwächere Gruppe einsortiert wird damit du mit einer Truppe Erfolge feiern kannst. Zusätzlich zu "alle spielen" Freundschaftsspiele vereinbaren und mit den Trainern zum Beispiel vereinbaren, dass sie die besten daheim lassen sollen. Oder ambitionierte jüngere Jahrgänge einladen.
    Denn logisch, dass auch ihr Erfolgserlebnisse braucht!


    könnten deine Beste ab und zu in der E-Jugend Einsatzzeiten bekommen?