Bei uns im Kifu ist es doch eher so: Ergebnisorientiert bedeutet, dass der dicke Paule und seine gleichgesinnten möglichst am Spieltag im Schwimmbad sein sollten und nicht auf dem Fußballplatz. Denn sobald man das zweite Glied von der Ersatzbank auflaufen lässt wackelt doch oft das Ergebnis. Dabei kann die Strategie von @Goodie und wie auch ich sie spiele (nie mit der Stärksten Aufstellung beginnend) auch nicht als Ergebnisorientiert gelten.
Nö, sehe ich noch etwas anders. Für mich wäre die Frage nicht, wie weit ich mit den besten 16 von 21 Spielern komme sondern wie weit komme ich mit ALLEN meinen Spielern. Und wenn das dann eben eine oder zwei Klassen niedriger ist, dann ist das eben so.
Ich habe als Spielerin selber leidvolle Erfahrungen machen dürfen - nach dem Aufstieg aussortiert. Klar, objektiv betrachtet war für mich die Luft in der Oberliga zu dünn geworden, das Spiel zu schnell, ich selber zu klein für einen wirkungsvollen Block... Aber ich kann mich noch so gut daran erinnern, wie ich trotz vollem Trainingseinsatz nur noch auf der Bank saß und mich die Erfolge der anderen nicht mehr emotional berührt hatten. Die hatten mich abgehängt. Fertig.
Ich habe dann, und das hätte ich zuvor nie für möglich gehalten , mitten in der Saison aufgehört. Ich bin dann in den Hobbybereich gewechselt. Die ist beim Volleyball inzwischen größer als der Leistungsbereich und konnte dort auf ähnlichem Niveau, nur in viel freundlicherem Umfeld weiter machen. Erst mit 30 hab ich gelernt, dass man viel mehr Spielpartner als Spielgegner braucht. Dass man in sportlichem Miteinander agieren kann und sich nicht schon fast feindlich gegenüberstehen muss.
Daher bin ich auch so eine Breitensport-Überzeugte geworden.
Selbst letzten Herbst, als wir die Qualifikation zur deutschen Hobbymeisterschaft gespielt haben, war der Umgang mit den Gegnern beim Turnier herzlich und abends feucht-fröhlich. Gerade den netten Berlinern habe ich den späteren Titel sehr gegönnt.
Natürlich wird man den ergebnisorientierten Spieler mit dieser Philosophie nicht halten können. Zu verlockend ist der Nachbarverein, der mit großem Namen wirbt und gerade hier im Ruhrgebiet steht an jeder zweiten Straßenecke ein Stadion samt NLZ. Dann verliere ich aber lieber den Minimessi als drei nette Jungs, die sich jede Woche bemühen aber leider nicht mit ausreichendem Talent gesegnet sind.
Ich lehne den Leistungsgedanken nicht perse ab. Ich bin ihm schließlich selber lange genug nachgeeilt. Ich finde, man kann auch leistungsmäßig Gas geben, solange es intern Lösungen für schwächere Spieler (zweite Mannschaft o.ä.) gibt.