Beiträge von Dani2

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Ich habs leider jetzt erst gelesen, allerdings würde ich auch wie siebener in Richtung Schuhe + Untergrund tendieren.


    Ich komme selbst aus dem Futsal-Bereich und kenne da ganz viele, die meinen, sie müssen mit den ganz normalen Hallenschuhen anrücken. Diese Dünnen von Nike, Adidas und Co. Diejenigen haben immer ganz schnell Probleme an den Füßen gehabt, hatte ich selbst auch lange, weil ich (kann mich auch täuschen) mit Nike Mercurial gespielt habe. Ich hatte dann auch Probleme an der Ferse, war sogar mal beim Doc und hab nach einem Fernsensporn sehen lassen.


    Am Ende war es einfach für den harten Untergrund der falsche Schuh. Die Futsal-Böden sind recht hart, wie Parkett, da federt auch nicht viel. Deswegen brauchte ich ein wenig besser gepolsterte Schuhe, inzwischen habe ich keine Probleme mehr. Kann also sein, dass deine Jungs einfach auf einem harten Untergrund kicken (Hartplatz?) und deswegen Probleme haben.

    Ich habe das so verstanden, dass der DFB sich an die UEFA anpassen muss. Das heißt die C-Breitensport-Lizenz wird zur normalen C-Lizenz, der C-Leistungssport zur B-Lizenz. Hab mich damals aber auch gefragt, was aus der B-Lizenz wird.

    Der Führungsstil hat sich ja inzwischen wirklich zu einem sehr heiß diskutierten Thema gemacht. Wenn ich mal an meine alten Trainer zurückdenke, was auch nicht lange her ist, die waren alle komplett autoritär. Keine Widerrede, kein Meckern, sonst Liegestützen oder Ausschluss. Inzwischen hat sich da viel getan, was wohl auch daran liegt, dass die Trainer immer jünger werden (habe ich so zumindest das Gefühl).


    Ich glaube allerdings, dass es kein richtig oder falsch gibt, was den Führungsstil angeht. Man muss sich nur ein paar Fragen stellen. Dazu zählen für mich Leistungsstand, Erwartungshaltung, Alter der Spieler/innen, Geschlecht der Mannschaft, das eigene Bild, das Auftreten, das eigene Alter... Eben das insgesamte Bild der Mannschaft, des Trainers, des Vereins und vielleicht auch noch der Eltern. Wenn ein Trainer da nicht die richtige Mischung findet, fliegt er schnell auf die Schnauze.


    Allerdings und da würde ich Christof1984 widersprechen, ist es nicht situationsabhängig. Ich ziehe meine Linie durch, immer und überall. Das was du beschreibst, ist ja wieder ein Führungsstil.


    Bei Zodiak ist die Wahl wohl nur schweren Willens gefallen auf den autoritären Stil. Das soll beim besten Willen keine Kritik sein, aber ich glaube, dass es auch anders geht. Allerdings bin ich auch kein NLZ-Trainer. ;)


    Bei mir selbst ist es allerdings gar nicht so weit weg von Zodiak, obwohl wir durchaus im Breitensport unterwegs sind (noch). Ich blocke die Eltern komplett ab, da gibt es nur den nötigen Informationsfluss. Es gibt keine Gespräche, keine Beurteilungen, nichts verlässt die Mannschaft über mich. Anders ist es bei den Spielerinnen. Die Autorität liegt ganz klar bei mir, ich bestimme und gehe voraus. Allerdings ist dafür die Voraussetzung, dass ich alles, was ich fordere selbst umsetze. Ich höre allerdings auf jeden, probiere viel aus, was gewünscht oder vorgeschlagen wird.


    Ganz wichtig sind mir Einzelgespräche. Keine zwanghaften, sondern vor/nach dem Training. Vielleicht auf dem Weg zum Spiel im Auto, vielleicht beim Bälle aufpumpen. Immer mal wieder reinhören, bei jeder/m allerdings. Auch ein bisschen zwischen den Zeilen lesen. Ebenso wichtig finde ich es, die Gespräche innerhalb der Mannschaft zu hören. Das ist als Trainer schwer, wenn man aufpasst, bekommt man es allerdings mit und kann so vielem vorbeugen oder noch rechtzeitig reagieren.


    Geht man diesen Weg, habe ich festgestellt, werden die Eltern "miterzogen." Die Mädels machen selbst zu Hause Druck, sie wollen ins Training gehen und nicht der Familie zum Essen. Sie wollen pünktlich sein und meckern eben solange, bis die Eltern auch pünktlich losfahren.


    Das Ganze nennt sich dann im DFB-Jargon Kooperativ-Leistungsorientiert denke ich. Natürlich mit kleinen Anpassungen und in meinem Fall mit leichter Tendenz zum autoritäten-erfolgsorientierten Stil. Ist wohl auch nahe dran an deinem Prinzip, guenter. Auch wenn ich solche Einteilungen in Kategorien immer eher meiden würde, am besten ist es wohl, wenn man überall sammelt und das beste behält.

    Im Jugendbereich würde ich das Spiel einfach immer beenden und danach eine Beschwerde einreichen. Ganz wichtig ist aber, dass man mit den Kindern darüber spricht und es aufarbeitet.


    Was sie aber nicht sehen sollten, sind meckernde und keifende Trainer, "beleidigte" Trainer, die einfach aufgeben oder sogar ihre Mannschaft dazu anregen, mitzumachen. Allerdings ist man als Trainer in so einer Situation auch mal schnell überfordert, deswegen kühlen Kopf bewahren, das Spiel mit Anstand zu einem Ende bringen und danach erst reagieren. Sonst tut man da keinem Beteiligten einen Gefallen, bzw. nur dem Gegner.


    Ansonsten würde ich da allerdings addi73 zustimmen. Die Wahrnehmung des Trainers/der Trainerin ist oft eine andere. Man steigert sich da auch schnell rein. Ich habe so eine Art von Spiel noch nie selbst erlebt, klar regt man sich mal über Fouls auf oder fühlt sich benachteiligt, aber so krass? Ich habe meine Mannschaften auch schon mit den Worten: "Lasst ihnen keine einzige Sekunde Spaß" rausgeschickt und wir haben auf Zeit gespielt, diskutiert und uns aufgeführt, als gäbe es kein morgen mehr. Aber wir hätten niemals jemanden verletzt oder absichtlich hart gefoult. Ich glaube auch nicht, dass ein Trainer das einer C-Jugend beibringen kann, in meinem Fall war es eine sehr gute B und auch da hats ein paar Spiele gebraucht.


    Selbst im Herrenbereich, wo es gerne mal heißt: "Mach ihn halt weg, wenn er meint, er muss dribbeln", macht das kaum einer.

    Ich finde, dass du, Fußballbaron, zu viel in "Ranglisten" denkst. In deinem Kopf stehst du über uns und bist so ein bisschen der Allwissende, der dem gemeinen Volk erklärt, was es zu tun hat. Du bist privilegiert und hast mit unseren Problemen eigentlich nichts zu schaffen, weil du in einem ganz anderen Bereich trainierst.


    Vielleicht stimmt das, vielleicht auch nicht. Weder ich kann es nachweisen noch du offensichtlich. Mir ist es aber auch relativ egal, man sieht dir schon an, dass du eine Linie vertrittst und diese durchaus durchdacht und überlegt wirkt. Viele deiner Beiträge sind auch inhaltlich sehr gut, man merkt, dass du dich wirklich mit vielen Themen genau auseinandersetzt. Jedoch habe ich auch das Gefühl, dass du vieles hier nur in der Theorie vertrittst und vieles gar nicht wirklich umsetzt oder umsetzen kannst. Auch deshalb meine ich, dass viele User hier deine Vorschläge oder Ideen nicht gleich bewerten wie andere. Das liegt jedoch nicht an den Lesern, sondern an deinem Auftreten, das ich oben beschrieben habe und das einem diesen Verdacht nahe legt. Du weichst genaueren Rückfragen immer aus.


    Jetzt im Moment driftest du in dieses "Ich-gegen-den-Rest" ab und wirst noch ironischer, bissiger und reitest noch mehr auf Dingen rum, die dir missfallen. Deshalb glaube ich aber, macht dir das hier wunderbaren Spaß und du freust dich wahrscheinlich diebisch darüber, dass sich alles um dich dreht. Damit bestätigten wir dich nämlich unbewusst wieder in deiner Rangliste. Schließlich wollen alle deine Aufmerksamkeit, bzw. du hast die Aufmerksamkeit von allen. Solange dir das Spaß macht, muss es mich nicht unbedingt kümmern, allerdings finde ich es schon irgendwo schade.



    Da stimme ich dir sogar mal zu. ;)
    In einem Jahr kann man so unfassbar viel erreichen, da dürfte es eigentlich sogar nur einen kleinen Teil der Arbeit ausmachen, die Schwächeren auf eine Stufe mit den Anderen zu heben. Speziell in der G sind die Unterschiede noch nicht riesig groß. Und da stimmt es dann schon irgendwie, dass ein Kind, das in einem ganzen Jahr nicht aufholen kann, vielleicht einfach nicht Fußballer werden sollte.


    Wobei andererseits ich finde, dass man sich mit solchen Prognosen immer zurückhalten sollte. Keiner kann vorher sagen, wie sich ein Kind entwickelt und welche Schritte es noch macht. Außerdem würde ich niemals von etwas abraten, was dem Kind Spaß macht. Wobei eben die Frage ist, inwiefern es noch Spaß macht, wenn es ständig hinterherläuft.

    @Nitran beklagt sich, dass Tainergötterauf ratsuchende Neulinge direkt auf diesen einschlagen.


    Ist dem so?


    Ich glaube, dass das daran liegt, wie man sich selbst präsentiert. Ist die Frage durchdacht? Erkennt der Leser sofort andere Probleme?


    Ich bin selber noch jung, sowohl vom tatsächlichen Alter (19), als auch was die Trainertätigkeit angeht (bald vier Jahre). Trotzdem hat hier noch keiner auf mich eingeschlagen, sondern ich habe immer hilfreiche Antworten bekommen. Vielleicht sind auch ein paar Leute hier dünnhäutiger als ich, aber ich fand keinen einzigen Beitrag zu einer von mir gestellten Frage oder aufgestellen These überheblich.


    Fußballbaron da mal ausgenommen, das sage ich so ganz ehrlich. Wobei ich mit ihm/dir auch kein wirkliches Problem habe.

    Zitat


    trainiere eine G-Jugend und lege neben Koordination, Mini-Fussball sehr gesteigerten Wert auf das Dribbeln. Dabei machen wir sehr viele Dribbel-Spiele: Weißer Hai, Feuer/Wasser/Sturm, etc.


    Das ist meiner Meinung nach genau richtig. Beim Dribblen hat jedes Kind einen Ball, es sammelt viele Ballkontakte, es kann ausprobieren und freie Entscheidungen treffen.


    1. Mit der Innenseite anzufangen, ist sicher nicht verkehrt. Allerdings wurde uns das damals im leistungsorientierten Fußball verboten, wir sollten den Ball immer mit der Außenseite führen. Keine Ahnung, was richtig ist. Ich lasse im Training beides machen und bin selbst der Meinung, dass Innen für Dribblings mit Körper dazwischen gut ist, Außenseits bei schnellen Wendungen und Drehungen.


    2. Üben, üben, spielen. Irgendwann mal spielerisch anwenden können. Heißt für mich z.B 3 gegen 3 auf Dribbellinien. Schnelle Wendungen einbauen (180 und 90 Grad), vielleicht auch Körpertäuschungen. Die Jungs bringen das so oder so schon mit, haben sie ohnehin schon mal im Fernsehen aufgeschnappt.


    3. Da gibt es keine Linie, die man anwenden kann. Ich denke, dass ein Fortschritt erkennbar sein sollte.


    4. Wenn das Stellungsspiel mal kommt, haben die halt Probleme. Bis dahin, warum nicht? Sie lösen die Situation auf ihre Weise und damit irgendwo spielintelligent. Solche Dribbler gibt es bis in den Herrenbereich, die müssen dann halt dementsprechend schnell sein. Tempo ist wichtig, bringe sie dazu, dass sie im 1 gegen 1 kein Tempo rausnehmen, dann werden sie richtig stark.


    TW-Trainer


    Deinen Beitrag in allen Ehren, er beinhaltet viel richtiges, aber..


    Zitat


    Dabei kommen alle Bambinis beidfüssig zum Fussball.


    das ist definitiv falsch. Kein Kind ist beidhändig oder beidüssig, das wird durch Erbmaterial beeinflusst. Egal ob es nun um das Schreiben geht, um das Fußball spielen oder Snowboard fahren, es gibt immer eine besser ausgeprägte Seite. Es gibt Menschen, bei denen ist das weniger stark ausgeprägt, ich kann beispielsweise mit beiden Fußen vorne fahren auf dem Skateboard oder Snowboard und kann mit beiden Füßen gleich gut spielen, aber es gibt immer Unterschiede.


    Wer die Beidfüßigkeit "erlernt" hat, der berichtet am Anfang immer von dem Gefühl, etwas falsch zu machen. Die Seite fühlt sich ungewohnt an, irgendwie passt es nicht. Dieses Gefühl im Kopf abzutrainieren ist die größte Hürde. Danach sind wir aber wieder 100 Prozent auf einer Seite.


    Zitat


    Bleiben wir doch mal beim Spiel Fluss überqueren. Ich habe ein Kind das vorsichtig den Fluss überquert, aber den Pirat umspielen kann (Innenseite links und rechts). Ein anderes Kind spielt den Ball mit dem Spann wuchtig nach vorner und ist schnell am anderen Ufer, allerdings war der Ball wenig bis gar nicht unter Kontrolle.


    Lass sie es machen. Der Gegenspieler stellt sich darauf ein, irgendwann bekommt er keinen Ball mehr rüber. Kinder lernen ständig, dein Pirat wird das früher oder später bemerken und dementsprechend reagieren.

    Wie versprochen mal ein Bericht.


    Das mit der Taktik hat ganz ordentlich hingehauen. Wir haben die ersten 15 Minuten defensiv gespielt, da allerdings gleich einen Treffer nach einer Ecke gefangen. Dann war der Rest des Spiel ziemlich witzlos, der Gegner war schon durch, wir können nicht mehr aufsteigen. Dementsprechend war die Intensität nicht so wirklich da, der Gegner hatte wohl auch viele aus der A-Jugend dabei. Dementsprechend haben wir dann mal hoch, mal tief gespielt, das hat gut geklappt.


    Am Ende haben wir durch Drucksituationen aber kein Tor gemacht, da hat man gemerkt, dass wir uns aus den dann meist engen Räumen nicht ordentlich befreien konnten. Dafür haben wir aus der defensiven Formation raus gut gekontert und so am Ende ein 2:2 erreicht. Wie man das jetzt einordnen soll, weiß ich allerdings nicht.

    Schimanski


    Das hatte ich mir auch schon überlegt, weil es tatsächlich die gefährlichere von beiden Möglichkeiten ist. Allerdings spielen wir dann natürlich mit noch mehr Risiko, vor allem weil wir nur 180 Minuten haben, um das durchzuziehen.


    siebener, DSV


    Wir sprechen hier nicht mehr unbedingt von der Kreisklasse. Ich behaupte mal, dass meine Teamkameraden dass im Kopf durchaus umgesetzt bekommen, es ist halt nur die Frage, ob es im Spiel auch noch funktioniert. ;)



    Ich habe auf jeden Fall, ermutigt durch euch, gestern wie geplant eine Trainingseinheit zum Thema Angriffspressing durchgezogen. Wir hatten uns davor in der Kabine darüber unterhalten und sind zum Schluss gekommen, dass wir am Samstag in Wellen spielen wollen. Das heißt vorerst starten wir so, wie sie es am letzten Spieltag gesehen haben. Dann sobald sie sich darauf eingestellt haben, rücken wir vor und das etwa 15-20 Minuten lang. So kriegen wir einerseits wichtige Pausen, weil Angriffspressing ja doch recht anstrengend ist, andererseits ist auch ein neues Element drin.


    Dementsprechend also auf jeden Fall die Idee von DSV. Vielen Dank. :)
    Ich berichte dann am Wochenende, sobald ich dazu komme, wie es gelaufen ist.

    Ich bin jetzt nicht sonderlich Ehe-erfahren und dementsprechend wahrscheinlich der Falsche, um hier Tipps zu geben. Aber für mich übersiehst du vor allem eines: Das Gespräch mit deinem Mann.


    In meinen Augen ist das seine Aufgabe, den Fußball auch mal ruhen zu lassen und dir mal dafür zu danken, was du alles machst. Vielleicht übersieht er es einfach in all der Hektik. ;)

    Mal eine Frage, die mich seit Mitte der letzten Woche beschäftigt: Würdet ihr eure Spielweise für ein einziges Spiel komplett über den Kopf werfen?


    Hintergrund ist folgender: Wir haben am Wochenende unser letztes Saisonspiel gegen den Tabellenführer. Die sind deutlich zu gut für die Liga und haben bisher alles kurz und klein geschossen, im Hinspiel haben wir uns gerade so mit einem 4:2 über die Zeit gerettet, das hätte auch schlimmer ausfallen können. Unser Trainer ist im Urlaub, dementsprechend habe ich das Training zugeschoben bekommen. Jetzt spielen wir in der Mannschaft (die drei Kapitäne momentan) mit dem Gedanken, diese Woche den Trainingsplan, den er uns dagelassen hat, außen vor zu lassen und unser System in 2x90 Minuten umzustellen.


    Die Idee wäre von einem sehr defensiven 4-3-1-2 (das defensiv zu einem 4-4-2 mit zwei flachen Viererketten vor dem Strafraum wird) auf Angriffspressing umstellen. Der Gegner ist hinten anfällig, hat dafür aber in dieser Saison schon weit über 100 Tore (28 Spieltage) geschossen. Die Idee wäre, dass wir versuchen, uns bei gegnerischem Abstoß so weit zurückzuziehen, dass sie den kurzen Pass spielen, das hatten sie im Hinspiel schon immer gemacht. Dann wollen wir gesammelt rausschieben und den Gegner auf die Außen drängen, wo dann die Balleroberung und daraus hoffentlich eine Chance erfolgt.


    Wir wissen, dass sie bei unserem letzten Spiel zugesehen haben und da ihre Leute vor Ort hatten. Dementsprechend könnten wir sie also überraschen. Ein paar Dinge werden wir ohnehin tun (z.B Rückennummern durchtauschen), aber so eine komplett neue Taktik könnte doch auch was reißen? Meine Argumentation, mit der ich der Mannschaft das verkaufen möchte, wäre, dass wir praktisch nichts zu verlieren haben. Wir können so spielen, wie wir es immer tun und praktisch darauf warten, dass sie uns einen reinschießen oder wir können aktiv werden. Wenn es am Ende eine Niederlage wird, selbst wenn es richtig bitter wird, dann wissen wir immerhin, warum. Und eine Niederlage ist ohnehin egal, den Aufstieg haben wir am letzten Spieltag schon vergeigt. :P


    Mein Plan wäre deshalb, bis Dienstag/Donnerstag zwei Trainingseinheiten zu entwerfen, in denen wir die Spielweise einüben. Ein 11 gegen 11 müssten wir zusammenbekommen, ich würde aber auch erstmal in kleineren Gruppen trainieren lassen. z.B nur gegen eine Viererkette + Sechser.

    Zitat

    Die Mannschaft wird seit Februar immer besser und besser. Statt 0-22 Niederlagen (erstes Spiel als Co-Trainer) sind es nun schon Unentschiedene.


    Na immerhin. :)


    Zitat

    Aber diese entstehen auch nur, da die Kids nur Ausdauer für eine erste Halbzeit haben (4-1/6-2 Führung). Kondition ist derzeit auch ein Punkt des Trainings.


    Oha. Da sind gleich so viele Dinger drin, die nicht passen, da muss ich mal meine Meinung abgeben.


    1. Hast du dir mal überlegt, dass du vielleicht zu viel Druck ausübst und deinen Jungs deswegen das Selbstvertrauen nimmst? Du scheinst mir rechts ergebnisorientiert zu sein, das sollte man bei so einer Mannschaft vielleicht nicht unbedingt.


    2. In dem Alter bringt wohl jedes Kind die ausreichende Energie mit, um ein Fußballspiel dieser Länge zu absolvieren. Allerdings beginnt die Ermüdung vor allem im Kopf, deshalb denke daran, "richtig" zu wechseln. Nicht zu viel, sondern mit geplanten Abständen. Die Kinder sollen draußen zur Ruhe kommen, ehe sie wieder eingesetzt werden.


    3. Konditionstrainung (= Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit) würde ich maximal in der D-Jugend beginnen. Eher späte D oder gleich C-Jugend. In einer E kann das nicht nur schädlich sein, sondern ist meistens auch verschenkte Zeit. Ich würde dir raten, wenn du unbedingt an der Ausdauer feilen willst, dies im Training einfach so umzusetzen, dass es so gut wie nie Standzeiten gibt.


    Seitdem Post hier, sind zwei Spieler vom Trainingsbetrieb geflogen, einer geht so oder so hoch in die D-Jugend und der andere trainiert inzwischen wieder mit, ist vom Spielbetrieb bei den Spielen allerdings weiterhin ausgeschlossen. Sanktionen wurden also eingeführt, abundzu werden die Kasper auch vom Platz geschickt, damit sie draussen wieder zur Ruhe kommen.


    Schmeiß doch bitte bitte keine Kinder raus. Jeder von den Jungs hat Bock auf Fußball, also wenn schon eine Strafe, dann nur temporär.

    Ich komme leider nur selten zum antworten, dementsprechend wird es nicht mehr ganz zur Diskussion passen, sorry.


    Dani


    letzten Samstag, Nachbarsohn kommt vom Spiel zurück. "Na wie habt ihre gespielt?" "Gewonnen" "Und hast du auch ein Tor geschossen"


    Ist doch der ganz normal Ablauf. soll das in irgendeiner Form den Kinderfussball negativ beeinflussen.


    Ja, klar. Aber von Elternseite wird da die falsche Frage gestellt. Wie wäre es mit: "Und, wie ist es gelaufen?" Die Frage nach den geschossenen Toren (als aller erstes) ist egozentrisch und vermittelt die falsche Herangehensweise.



    Zitat

    ohne die Eltern wäre der Kinderfussball mangels Masse arm dran.


    viele Kinder spielen doch um ihren -Eltern zu gefallen, generell die allerstärkste Motivation für das was Kinder tun.


    mal überlegt warum die stärksten Abgänge bei Spielern in den Zeiraum fallen, wo die Eltern nicht mehr mit zum Sportplatz gehen?


    Vielleicht aber auch, weil die Eltern nicht mehr fahren, Schuhe putzen und bezahlen, Trikots waschen und das Diskutieren mit dem Trainer übernehmen? ;) Wer weiß, da gibt's leider keine Statstiken.


    Zitat

    das Elternproblem, und vieles andere, was da so negativ abgeht ist anders anzupacken.


    es fängt schon damit an, dass sich Personen in der G und F als Trainer dem eigendlichen _Sinne nach sehen.


    den Begriff Trainer dürfte es in diesem Bereich gar nicht geben


    Ja, da bin ich zu 100 Prozent bei dir. Ich denke, dass das aber ein Problem ist, dass man nie ganz behoben bekommt. Die Vereine sind froh, wenn sie einen Trainer finden, auch wenn es nur ein Vater ist. Der meint das doch auch nicht böse, sondern setzt nur das um, was er selbst mal gelernt hat.


    Und ich kenne nur wenige Trainer, die mit Lizenz im wirklichen Kinderfußball trainieren wollen, mich eingeschlossen. Ich will trainieren und nicht betreuen, deshalb bin ich dort auch nicht unterwegs. Und ich denke, es geht vielen anderen genauso.


    Einer meiner Söhne geht - zum Ausgleich - regelmässig ins Rugby. Wenn es jemanden interessiert können wir auch gern mal einen Thread Rugby vs. Fussball aufmachen.


    Absolut! Ich lasse im Training öfter mal Rugby (in abgeschwächter Form) zum Aufwärmen spielen, ist ein super Sport. :thumbup:


    Zum Thema: Wie so oft stehe ich der FPL kritisch gegenüber. Der Fokus sollte nicht auf einem Spiel ohne Schiedsrichter liegen, sondern auf einem Spiel ohne Eltern. Im Idealfall müsste man diesen komplett verbieten, bei den Spielen ihrer Kinder zuzusehen. In der Realität ist das nicht möglich, jedoch sollte ein gewisser Abstand immer eingehalten werden. Da sind dann auch die Trainer bzw. der Verein gefragt, dass sie eben einen Unparteiischen vor Ort haben, der darauf achtet. Unser Verein hat inzwischen Ordner an Spieltagen auf dem Rasenplatz, die darauf achten, dass die Eltern sich in den Elternzonen aufhalten.


    Das Problem wird so aber nicht gelöst. Dann ist beim Spiel Ruhe, in der Halbzeit, vor und nach dem Spiel wird trotzdem gehetzt. Da ist dann der Trainer gefragt, der absolut keine Ausbildung braucht, da zu intervenieren. Ich habe mit 17 Jahren mal einen Vater vom Platz geworfen, weil er seine Tochter mit Verletzung wieder ins Spiel schicken wollte, das sollte wohl auch jedem Erwachsenen möglich sein. Sonst sollte der Betreuer der Mannschaft immer vermitteln, dass es um Leistung und Erfolge (=Fortschritte) geht, nicht um Ergebnisse. Wenn die erste Frage der Eltern ist: "Wie viele Tore hast du geschossen?", dann sind wir immer noch bei einem alten Problem, das sich auch niemals ganz lösen lassen wird.

    Ich glaube, das trifft es so ziemlich genau, dieses sich selbst im Weg stehen. Sie schießt mit der Seite.


    Dann sollte es aber beim besten Willen nicht das Problem der Eltern oder des Mädchens sein, sondern der Trainer muss da, vor allem in jungen Jahren, eine saubere technische Basis legen. Allerdings handelt es sich um eine G-Jugend, wo ich da nicht allzu viel Fokus darauf legen würde. Dafür fehlt beim Training wohl einfach die Konzentration, die Kinder wollen nicht üben, sondern spielen.


    Jedoch sollte sie auch nichts falsches lernen. Also lasse sie doch mal als Rechtsfuß Profifußballer (wo auch immer ihr wohnt, vielleicht Schweinsteiger, Götze, oder auch eher Lena Lotzen - wie auch immer) anschauen, wie diese schießen und dann übt sie es ganz von selbst, wenn sie Spaß daran hat. Das fängt schon bei den ganz Kleinen an und geht hoch bis in die Herrenmannschaften, dass man die Schusstechniken von Stars nachmacht, sollte also kein Problem sein.

    Ich will mal gar nicht so viel auf das Drumherum in diesem Thema eingehen, sondern nur auf deine Frage zum Start.


    Ich denke, dass der Trainer sich da selbst gar keine großen Gedanken macht. Erwachsene denken anders als Kinder und gehen eben oft davon aus, dass die Kleinen auch schon viele Dinge selbst erkannt haben. Dass diese aber eigentlich sehnsüchtig auf Feedback warten, daran denken nur wenige Trainer. Ich glaube, dass euer Coach nach dem Spiel einfach zu manchen Spieler/innen etwas sagt, zu manchen nicht und sich selbst gar nicht darüber im Klaren ist, dass er jemanden benachteiligt.


    Vielleicht hilft dir ein Beispiel von mir selbst. Ich trainiere inzwischen die zweite Mädchenmannschaft. Am Anfang galt es die Kapitänsfrage zu klären, ich habe die Binde einem Mädchen gegeben, dass nicht viel laut sagt, dafür aber im Spiel viel geredet hat und den Teamkameraden weiterhilft. Sie hat dann natürlich ein, zweimal ein Spiel verpasst, da habe ich die Binde an eine ganz junge Spielerin gegeben. Die Jüngste in der Mannschaft, aber immer da und voller Kampfgeist. Dass ich dabei praktisch alle anderen Älteren ignoriert habe, habe ich gar nicht bedacht und habe mich dann gewundert, dass die Stimmung bisschen ins negative kippte. Ich dachte eben, dass allen anderen es schon klar wäre, warum die Kleine als Kapitänin anfängt.


    Zum Glück, und das solltest du auch tun, hat mich meine Co-Trainerin darauf hingewiesen, bzw. hatte das richtige Fingerspitzengefühl. Ich habe dann die Älteren das Aufwärmen leiten lassen und am Ende des Spiels nochmal kurz ein, zwei Sätze darüber verloren. Schon war die Geschichte vergessen und wir haben jetzt alles geklärt: Die Junge ist Kapitänin, wenn unsere erste Spielführerin nicht da ist, die anderen dürfen das Aufwärmen leiten und ihr so gut helfen, wie sie können.


    Also rede doch einfach mit dem Trainer, anstatt hier im Forum nach Hilfe zu suchen. Ich behaupte mal, er wird sein Verhalten sofort ändern. ;)