Der Führungsstil hat sich ja inzwischen wirklich zu einem sehr heiß diskutierten Thema gemacht. Wenn ich mal an meine alten Trainer zurückdenke, was auch nicht lange her ist, die waren alle komplett autoritär. Keine Widerrede, kein Meckern, sonst Liegestützen oder Ausschluss. Inzwischen hat sich da viel getan, was wohl auch daran liegt, dass die Trainer immer jünger werden (habe ich so zumindest das Gefühl).
Ich glaube allerdings, dass es kein richtig oder falsch gibt, was den Führungsstil angeht. Man muss sich nur ein paar Fragen stellen. Dazu zählen für mich Leistungsstand, Erwartungshaltung, Alter der Spieler/innen, Geschlecht der Mannschaft, das eigene Bild, das Auftreten, das eigene Alter... Eben das insgesamte Bild der Mannschaft, des Trainers, des Vereins und vielleicht auch noch der Eltern. Wenn ein Trainer da nicht die richtige Mischung findet, fliegt er schnell auf die Schnauze.
Allerdings und da würde ich Christof1984 widersprechen, ist es nicht situationsabhängig. Ich ziehe meine Linie durch, immer und überall. Das was du beschreibst, ist ja wieder ein Führungsstil.
Bei Zodiak ist die Wahl wohl nur schweren Willens gefallen auf den autoritären Stil. Das soll beim besten Willen keine Kritik sein, aber ich glaube, dass es auch anders geht. Allerdings bin ich auch kein NLZ-Trainer. 
Bei mir selbst ist es allerdings gar nicht so weit weg von Zodiak, obwohl wir durchaus im Breitensport unterwegs sind (noch). Ich blocke die Eltern komplett ab, da gibt es nur den nötigen Informationsfluss. Es gibt keine Gespräche, keine Beurteilungen, nichts verlässt die Mannschaft über mich. Anders ist es bei den Spielerinnen. Die Autorität liegt ganz klar bei mir, ich bestimme und gehe voraus. Allerdings ist dafür die Voraussetzung, dass ich alles, was ich fordere selbst umsetze. Ich höre allerdings auf jeden, probiere viel aus, was gewünscht oder vorgeschlagen wird.
Ganz wichtig sind mir Einzelgespräche. Keine zwanghaften, sondern vor/nach dem Training. Vielleicht auf dem Weg zum Spiel im Auto, vielleicht beim Bälle aufpumpen. Immer mal wieder reinhören, bei jeder/m allerdings. Auch ein bisschen zwischen den Zeilen lesen. Ebenso wichtig finde ich es, die Gespräche innerhalb der Mannschaft zu hören. Das ist als Trainer schwer, wenn man aufpasst, bekommt man es allerdings mit und kann so vielem vorbeugen oder noch rechtzeitig reagieren.
Geht man diesen Weg, habe ich festgestellt, werden die Eltern "miterzogen." Die Mädels machen selbst zu Hause Druck, sie wollen ins Training gehen und nicht der Familie zum Essen. Sie wollen pünktlich sein und meckern eben solange, bis die Eltern auch pünktlich losfahren.
Das Ganze nennt sich dann im DFB-Jargon Kooperativ-Leistungsorientiert denke ich. Natürlich mit kleinen Anpassungen und in meinem Fall mit leichter Tendenz zum autoritäten-erfolgsorientierten Stil. Ist wohl auch nahe dran an deinem Prinzip, guenter. Auch wenn ich solche Einteilungen in Kategorien immer eher meiden würde, am besten ist es wohl, wenn man überall sammelt und das beste behält.