Beiträge von Dani2

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    Um dir ein bisschen mehr Mut zu machen: Ja das geht. Ich habe mit 13-14 damit angefagen, war damals wirklich reiner Rechtsfuß, der Linke war eigentlich nur zum stehen. Es dauert und es macht wirklich nicht viel Spaß, aber es geht.


    Wenn du im Kopf einen Schuss mit links durchgehst, dann fühlt er sich am Anfang falsch an, irgendwie weißt du nicht, wie du trifft, wie du dich lehnst, etc. Wenn du das Gefühl wegbekommst, dann geht es ganz schnell. ;)

    Ich schließe mich da an, glaube aber auch, dass der Trainer gar keine so große Rolle spielt. Denkt mal selbst an eure Zeit als Jugendspieler zurück. Da waren es die Teamkameraden und der Erfolg, die Spaß gebracht haben. Der Trainer war so jemand wie der Organisator. Umso älter man wird, umso mehr rückt der Trainer in den Fokus und die Mitspieler werden unwichtiger, der Erfolg bleibt immer gleich wichtig.

    Das sind die Trainer, die "wahrscheins" gedacht haben, ich muss nur trainieren und der Rest interessiert mich nicht.

    Bei diesen Trainern habe ich aber genauso gerne Fußball gespielt, wie bei den Anderen. Erfolgreich waren wir mit diesen (zwei) deutlich öfter. Ich bin davon auch kein Säufer, Rechter oder Gemobbter geworden, darauf nimmt der Trainer auch keinen oder zumindest nur sehr kleinen Einfluss.

    Ich wollte nie perfekt sein, da es nicht realistisch ist. Ich war aber imm er in der Lage so zu denken: Diese Kinder brauchen mich, menschlich wie fußballerisch erwarten sie etwas von mir, sodass ich mich entwickeln muss.

    Es hört sich aber etwas danach an. Die Kinder brauchen dich als Trainer, als Vorbild, als Freund, als starke Schulter, als Elternersatz...? Natürlich muss man sich entwickeln und kann auch über das Training/Spiel hinausgehen, aber man ist als Trainer doch kein Rumdumpaket.

    Zitat von »Dani2«


    Ich bitte Dich um Deine Liste, ich möchte Deine Punkte mal lesen.

    Na steht doch da. :) Grundsätze sind: Fußballerisches Fachwissen, angebrachtes Sozialverhalten, ein gesundes Maß an Selbstkritik, eine gute (Selbst-)Organisation. Dazu habe ich mir vorgenommen, dass alle meine Mädels, trotz durchaus vorhandenem Erfolgsdruch durch Eltern/Verein immer mit einem Lachen auf den Trainingsplatz kommen, neue (echte) Freundinnen finden und körperlich auch fit oder zumindest gesund sind und bleiben.

    Wenn einer gemobbt wird, wenn einer nicht so gut ist wie die anderen, (kommt oft vor), wenn einer ein Alkoholproblem hat, hast Du vielleicht keine Freunde in der Mannschaft sondern Gegner mehr.
    Was ist Dein Mindestmaß am Erfolg?

    Kinder sind im Herzen alle super lieb und haben für solches Verhalten ihre Gründe. Du musst dann nur das offene Gespräch suchen und alles auf einer Ebene belassen, die noch mit dem Fußball zu tun hat. Ich hatte genau das Problem, das du ansprichst. Eine Spielerin war ganz neu, sie spielte sehr schlecht. Es gab das Team und es gab sie. Ich habe mir eine Gelegenheit gesucht, in der sie nicht da war, habe mit der Mannschaft gesprochen und ihnen gezeigt, wie hart sie arbeitet und dass sie so viel Spaß am Fußball hat. Inzwischen gehört sie genauso dazu, wie alle anderen auch. Das gehört für mich zum ganz normalen Sozialverhalten und zur Vorbildfunktion.
    Mein Mindestmaß an Erfolg hängt von der Mannschaft ab. Für mich selbst ist es immer das Maximum, das ich mit meinen Mitteln erreichen kann. Aber das betrifft nicht die Mannschaft, das sollte man trennen.

    Wenn Die Leute ständig bei Dir ins Spiel reinrufen, wenn sie Dir gar nicht helfen wollen, nicht fahren wollen, das Kind zum Platz schicken bei den Spielen, damit jemand es mitnimmt, dass musst Du die Eltern evtl. doch !erziehen!. Weltoffen sollte man sein, damit man neue Techniken und Taktiken im sozialen und sportlichen Bereichen umsetzen kann, natürlich sollte man gegen Rechtsextremismus kämpfen, gegen Diskriminierung, natürlich. Oder Warum fällt dieser Punkt weg, bist Du selbst ein Rechter? Wenn einer vo der Seite zu deinem Spieler ruft: Du brauner Drecksack, machst Du dann Deine Ohren zu ?

    Obwohl ich als Trainer noch relativ jung und damit vielleicht auch nicht die Autoritätsperson schlechthin bin, wurde ich erst ein einziges Mal von einem Vater angegangen. Er meinte, seine Tochter müsse trotz Verletzung wieder ins Spiel. Er hat sie angeschrien, er hat mich angeschrien und ist vom Platz geflogen. Ich nehme mir als 18-Jähriger nicht heraus, Erwachsene zu kritisieren, aber wenn sie in einen Bereich eingreifen, der sie nichts angeht, dann haben sie zu gehen.
    Ich verstehe deine Argumentation schon, alle diese Situationen können einen mal eiskalt erwischen. Aber es sind keine Hauptaufgaben, sondern Dinge, die passieren können und die wir als Trainer dann genauso lösen müssen, wie jeder andere Mensch es auch tun würde. Verstehst du was ich meine?

    Zitat von »Christof1984«


    Das ist nicht ganz richtig. Egal auf welchen niveau man eine Mannschaft trainiert, mann ist immer mit diversen "randthemen" konfrontiert.

    Die Frage ist, ob man sich ihnen stellt oder sie ignoriert.
    Stellt man sich Problemen wie - gesundheitsförderung der kids- "kind"gerechter umgang- kampf gegen alkohol und andere rauschmittel- kampf gegen rechts
    kann es schonmal unangenehm werden.
    Ignoriert man sie, kann es einen unter umständen die Mannschaft zerstören. Der Affe der nichts hört-sieht-sagt hat meiner Meinung nach die Falsche intention Trainer zu sein und ist äusserst schädlich für das Teamgeflecht.

    Ich glaube es gibt auch einen Mittelweg. So drastisch würde ich das nicht formulieren, stimme dir aber zu, ab einem bestimmten Zeitpunkt musst du eingreifen. Aber dann nur soweit, dass es auch noch deinen Zuständigkeitsbereich und deine Möglichkeiten miteinschließt. Nehmen wir mal den Alkohol. Wenn einer meiner Spieler ein Problem damit hat, dann kann ich als Trainer vorbildlich vorangehen, ihn vielleicht ein oder zwei mal darauf ansprechen. Mehr nicht. Dafür gibt es Eltern, Freunde, Verwandte oder höhere Instanzen. Wir sind "nur" Trainer, keine Allzweckwaffen.



    Ich gehe da zu 100% mit Ballgewinski

    Ich glaube, dass man das gar nicht alles so erfüllen muss. Es kommt doch auch einfach immer auf das Ziel darauf an, dass wir uns setzen. Ich kann ein menschlich sehr distanzierter Trainer sein, für den der Platz, das Spiel und das Training zählt. Dann fallen einige Punkte weg. Ich kann ein Trainer sein, der sich viel um die Jungs/Mädels kümmern will, der ihnen auch irgendwo ein Freund sein will, dann fallen andere Dinge weg.


    Ich kenne Trainer, bei denen ich bis heute nicht wüsste, ob sie verheiratet sind, ob sie Alkohol trinken, wie alt sie sind, sogar wo sie früher gespielt haben, weiß ich nicht. Für diese war es wichtig, dass wir pünktlich da sind, danach diszipliniert sind und pünktlich wieder gehen können. Dann kann ich gut die Hälfte deiner genannten Punkte streichen.


    Allerdings will jeder von uns irgendwie perfekt sein. Aber das kann man nur sehr schwer. Deswegen gibt es Co-Trainer, Eltern, Kapitäne und Führungsspieler, Jugendleiter. Vielleicht müssen manche von uns auch einfach lernen, Dinge aus der Hand zu geben.


    Deswegen würde meine Liste aus den Grundsätzen Fachwissen, angebrachtes Sozialverhalten, Selbstkritik, gute (Selbst-)Organisation sowie einigen selbst gesteckten Zielen bestehen.


    Ich habe mir beispielsweise vorgenommen, aus meiner Mannschaft auch neben dem Platz ein Team zu machen. Sie sollen sich nicht nur zum Training sehen, sondern Freunde werden, die zusammen viel durchmachen. Dazu kommt ein Mindestmaß an sportlichem Erfolg, der in dem Fall am Fortschritt gemessen wird.


    - kampf gegen alkohol und andere rauschmittel
    - kampf gegen rechts- kampf gegen diskreminierung
    - stärkung der demokratie in der gesellschaft und im sport
    - weltoffen sein
    - beteiligung an der lösungssuche für die herausforderungen im demographischen wandel
    - erzieher für kinder UND ELTERN


    Diese Punkte fallen dagegen ganz weg. Bei allem Respekt, aber das sind doch Dinge, um die wir uns wirklich nicht kümmern müssen. Wir gehen als gutes Beispiel voran, den Rest müssen die Eltern erledigen.

    Unabhängig davon zu wissen wie gut im Fußball bewandert bist oder selbst spielst, würde ich dir doch zuerst den Breitensport empfehlen. Viele halten sich als "zu gut" dafür, wechseln dann aber doch zurück, ist ja ganz logisch, dass man lieber in das Höhere möchte.


    Allerdings verpasst du sonst nahezu alle Teile der Technikschulung, im Leistungsfußball wird nur noch Taktik trainiert. Das heißt Individual/Gruppen -und Mannschaftstaktik in Spielformen.


    Vorbereiten kannst du dich recht wenig, vielleicht mit einigen Trainingsthemen (3gg1, 4gg2, 1+2gg2 offensiv...) auseinandersetzen oder eben den Breitensport-Kurs machen.

    Das Konzept gibt es auf jeden Fall, dass wird einem in der Trainerausbildung auch mit auf den Weg gegeben. Ich habe mal eben den entsprechend Zettel für die E-Jugend rausgeholt:


    -Trainingsgestaltung
    Spielformen im Vordergrund, erste Übergänge in die spezifische Technikschulung sind möglich, auch in längeren Formen, Schulung des peripheren Sehens --> mehrere Tore, mehrere Bälle, mehrere Fänger etc.


    -Technik
    hier wird die Basis der Technik gelegt, alles ist möglich. Versuche es zuerst einfach und dann schwerer, also beispielsweise Körptertäuschung -> Übersteiger usw.
    Die Kinder sollten alle Schussarten beherrschen, bzw zumindest öfters gemacht haben, auch so Dinge wie Fallrückzieher, Hüftdrehstoß und sollten verschiedene Techniken der Ballannahme aus verschiedenen Höhen beherrschen (Brust, Oberschenkel, Kopf, Innen, Außen)


    -Kondition
    Schwerpunkt auf Koordination, die Ausdauer sollte über Spielformen in Form von Fangen, Laufspiele, Wettbewerbe geschaffen werden, kein Krafttraining oder sonstiges Gedöns, über Dehnen kann wieder diskutiert werden, da halte ich mich mal bedeckt ;)


    -Taktik
    Einfache Individualtaktik wie Freilaufen, Positionen und eventuell kleine Ausflüge in die Gruppentaktik wie zum Beispiel beim 2gg2 (offensiver Fokus) zum Chancen herausspielen


    Übungen würde ich mir nur selten aus dem Internet oder aus irgendwelchen Büchern/Software etc. holen. Am besten selbst welche ausdenken und sich dann selbst fragen:


    -Entspricht das einer reellen Spielsituation? (Negativbeispiel ist dieses Anspielen - Auflegen - Schießen, das kommt so vielleicht alle 10 Spiele mal vor)
    -Ist eine hohe Wiederholungszahl gewährleistet? (Die Kinder sollen praktisch immer in Aktion sein)
    -Sind beide Füße gefordert?
    -Liegt der Fokus auf dem, was ich trainieren möchte? (Wenn ich die Ballannahme mit der Brust trainiere, dann wird das a) immer und überall benutzt und steht im Fokus, dass heißt kein Parcours, dann ein Doppelpass, ein Zuwurf und dann erst die Brustannahme und b) achte ich auf die saubere Ausführung DIESER Technik, wenn jemand den Ball mal falsch mit dem Oberschenkel runterholt im Spiel, ist erstmal egal, es geht um die Brustannahme)


    Danach im Training beobachten und eventuell nachbessern. Da schämen sich viele davor, dann zu sagen: "Jungs, war eine blöde Idee von mir, probieren wir es mal anders." So kriegt man schnell ein paar Übungen zusammen, die kann man dann umgestalten/verbessern oder einfach nur umbauen. Ich bewundere Trainer immer, die nur 1/4 Feld brauchen und mit einem Aufbau gleich 3 Übungen hinbekommen. :)

    Ich finde hingegen, dass die langen Abwürfe super rein passen. Beim normalen Fußball gibt es ja auch keine dementsprechende Regel, das ermöglicht verschiedene Herangehensweisen der Teams. Wenn du den Abwurf nicht erlaubst, nimmst du recht viel Tempo raus, weil jeder von hinten aufbauen muss.


    Aber was ich mich bei dem Kick-and-Rush-Thema frage, dass du angesprochen hast: Habt ihr mit oder ohne Seitenaus gespielt? Normalerweise müsste ja ohne gespielt werden, ich konnte allerdings beobachten, dass Futsal-Ball + Bande ganz schnell zu wildem Rumgekicke führt. ;)

    Ich hatte heute einen relativ deutlichen Vergleich. Wir spielen sonst in der Halle immer mit Futsal-Bällen, nur diesmal hatten wir leider keinen, weil keine Zeit mehr dafür war, einen zu holen.
    Das Ergebnis war erschreckend. In der ohnehin schon rutschigen Halle haben wir nach dem Fitness-Teil nur gespielt, das mache ich immer so. Also 30 Minuten Fitness, 60 Minuten freies Spiel mit maximal 3 Ballkontakten. Bisher hat das super geklappt, da war ich wirklich selbst überrascht. Aber heute mit dem Lederball war das eine einzige Katastrophe. Der Ball wird noch hin -und her geholzt, es gibt keine Kombinationen, ich musste ständig Freistöße wegen der 3 Ballkontakte Regel geben. Am Ende haben sich die Co-Trainerin und ich dann auch noch aufgeteilt und ein bisschen mitgespielt, kann man ja so kurz vor der Winterpause mal machen und mussten feststellen, dass es wirklich richtig eklig ist. Der Ball ist schnell, die Halle rutschig. Mit Futsal-Bällen ist das deutlich einfacher.


    Das einzige Problem dabei ist leider, dass sich unsere Jugendleitung konsequent weigert, bei den Hallenturnieren nach Futsal-Regeln zu spielen. Der Ball wird reingeschmissen, der Rest bleibt gleich. So erreicht man dann eine ganz komische Mischung, die so meiner Meinung nach keinen Sinn hat.

    Ich fand das ist echt ein interessantes Thema und vor allem eines, bei dem viele Fehler gemacht werden.


    Es kommt doch auch immer auf den Spielertyp an, den du da vor dir hast. Ich bin selber ein Spieler, der den Trainer relativ oft hinterfragt und darüber nachdenkt, was er da eigentlich macht. Mein Trainer letztes Jahr hat ständig reingerufen, rumgebrüllt und versucht jeden ideal zu stellen. Bei manchen hat das funktioniert, bei manchen wie mir überhaupt nicht. Irgendwann habe ich angefagen, alle Reinrufe von außen zu ignorieren, es war zu viel und auch oft an alle gerichtet.


    Das was raicoon gesagt hat, sehe ich genauso. Der Trainer ruft meinetwegen: "Super Jungs, klasse! Jetzt weiter so." Das kann er sich sparen. Wir haben ein Tor geschossen, wir wissen selbst, dass es super war. Wenn er aber reinruft: "Klasse Lauf Dani, so haben wir es im Training gebübt!", dann weiß ich, dass er mich angesprochen hat, dass ich etwas richtig gemacht habe und vor allem, dass er es gesehen hat.


    Aber das muss man dann dosiert machen. Es gibt diese Trainer, die jede Aktion kommentieren müssen. Aber wenn man sich in Häufigkeit, Lautstärke und Ton variiert und auch einfach mal die Zähne zusammen beißt (Rufen will man ja eigentlich immer) dann ist das viel effektiver.

    So jetzt haben wir zwei Spiele hinter uns gebracht, aber wirklich Besserung zeigt sich nicht. Es wird eher noch schlimmer. Am Mittwoch haben wir zu Hause gegen einen deutlich besseren Gegner noch aus einem 2:0 ein 2:2 gemacht und alles war super - Problem war aber, dass ich das Spiel kaum anführen kann als positives Beispiel, weil die zwei Problemmacherinnen nicht da waren und wir sie durch zwei Aushelferinnen aus der älteren Jugend ersetzt haben. Das hat aber erstaunlich gut funktioniert, die beiden haben dem Team oft geholfen, auch wenn es meistens nicht durch fußballerisches Können sondern einfach durch Erfahrung passiert ist.


    Gestern war aber leider wieder ein Rückschritt, wenn nicht sogar die negative Krönung der Saison. Wir führen 1:0, bekommen dann den Ausgleich und wieder geht es von vorne los. Es wird gemeckert, die Stürmerinnen hören auf zu laufen (wir konnten nicht wechseln, waren nur zu siebt angereist), meine taktischen Anweisungen wurden komplett ignoriert. Etwa 20 Minuten vor Schluss hat mich dann ein Mädchen alle paar Sekunden gefragt, ob sie endlich ausgewechselt wird, ich habe ihr erklärt, dass wir dann in Unterzahl spielen und sie soll bitte einfach weiterspielen. Sie war nicht körperlich am Ende, das würde ich schon erkennen, sie hatte einfach keine Lust mehr. Das Ergebnis war dann ungefähr folgender Trialog: Torhüterin: "Es hat wieder keiner aufgepasst vor dem Spiel!" Stürmerin: "Halt die Fre-undsoweiter, ich geh jetzt raus." Ich: "Komm ihr seid ein Team, reißt euch zusammen, es sind nur noch 10 Minuten, danach haben wir Zeit, über so etwas zu diskutieren." Stürmerin: "Nein ist mir egal, das Team ist mir völlig egal." Dann geht sie raus, wird von ihrem Vater nach Hause gefahren und ist einfach weg. Das Ergebnis: Aus einem 1:1 wird ein 1:5 beim Vorletzten, wir machen die 20 Gegentore in den letzten 6 Spielen voll, davor hatten wir in 5 Spielen gerade mal 6.


    Was würdet ihr denn machen? Der Vater hatte mich schonmal gefragt, ob die Spannungen an seiner Tochter liegen, das merken inzwischen auch die Eltern. Ich habe damals noch gesagt, dass zu einem Streit immer mehrere dazugehören und das Ganze sich mit der Zeit schon entspannen wird, aber so kann es nicht weitergehen.

    Danke für eure Antworten erst mal. :)


    Das Leistungsgefälle ist gar nicht so groß, wie es erscheinen mag. Auch die Älteren haben davor nicht im Verein gespielt, jede Spielerin ist erst dieses Jahr eingeschrieben worden. Es gibt lediglich eine Spielern, die sehr krass abfällt und eine, die deutlich heraus sticht. Nur körperlich sind logischerweise massive Unterschiede vorhanden.


    Einen Wechselplan hatte ich mir ebenfalls schon überlegt, musste allerdings feststellen, dass der kaum funktioniert, weil ich eigentlich mit keiner Spielerin (abgesehen von der Kapitänin) fest planen kann. Dafür gibt es viel zu viele kurzfristige Absagen. Dementsprechend hab ich mich immer am Training orientiert und versucht, nach Trainingsbeteiligung aufzustellen. Angefangen habe ich recht oft mit den etwas schwächeren Spielerinnen, um dann im Verlaufe des Spiels praktisch besser zu werden. Die Idee mit den Blockwechseln finde ich aber interessant, das werde ich definitiv mal ausprobieren. Ich war bisher immer davon überzeugt, dass so ein Wechsel noch mehr Unruhe rein bringt, als einzelne Spielerinnen Stück für Stück auszutauschen.


    Das Gestreite konzentriert sich gar nicht so stark auf die "Schwächeren", sondern viel mehr auf Spielerinnen im gleichen Alter. Die vier 2001er scheinen sich untereinander nicht wirklich abzukönnen, da jede beschuldigt dann immer die Anderen. Die einzige die sich heraushält ist, mal wieder, die Kapitänin. Die ist für ihr Alter schon extrem weit, sehr ruhig, redet nicht viel, aber wenn dann sehr überlegt. Die Jüngeren werden meist gelobt und ich habe immer so das Gefühl, dass jede diese auf ihre Seite ziehen will.


    Meine Libera, überragendes Wort übrigens ;), ist bei weitem nicht die beste Spielerin. Aber sie ist sehr zweikampfstark und hat als einige von wenigen auch das Talent dafür, das Spiel zu beruhigen, es mal zu beobachten und so viele Pässe abzufangen oder Situationen zu bereinigen, bevor es gefährlich wird. Ich habe sie schon öfter mal am Ende nach vorne geschickt und hinten jemand anderes absichern lassen, aber offensiv wirkt sie auf mich immer etwas verloren, weiß irgendwie nicht so recht, wo sie stehen muss und verliert sehr viele Bälle, weil sie unter Druck immer überhastet reagiert. Diesen Druck hat sie ganz hinten nur äußerst selten. Meine so gesehen stärkste Spielerin spielt im Mittelfeld und ackert sich da wirklich Spiel für Spiel ab, ist aber auch unsere beste Torschützin.


    Überhaupt habe ich im Mittelfeld eigentlich nur eine Spielerin, die für diese Position wirklich geeignet ist. Ich versuche immer viel Positionswechsel, dass jede mal überall spielt, aber wirklich aufgefallen ist mir noch keine, die die richtigen Voraussetzungen für diese Position mitbringt. Entweder wir haben Stürmerinnen, die dann vorne stehen bleiben oder Verteidigerinnen, die nicht mit nach vorne rücken. In den Sturm wollen dagegen alle, die Außenspielerpositionen sind so oder so recht gut besetzt.


    TW-Trainer


    Gerade eben erst gelesen. ;)
    So ein Feedback hilft mir auf jeden Fall, ich versuche sowieso immer alles aufzusaugen, was ich so zu hören bekomme.


    Eine Co-Trainerin habe ich, aber die soll auch immer draußen bleiben (wollen die Mädchen selbst). Finde ich auch besser so, meine Trainer waren bisher auch nie mit in der Kabine. Die Ansprache werde ich mal draußen probieren, aber da ist es schwer, irgendetwas aufzuzeichnen und damit arbeite ich immer recht gerne, weil ich das Gefühl habe, dass sie es dann besser verstehen.


    Ich versuche eigentlich überhaupt keinen Druck zu machen. Auch das habe ich von einem super Jugendtrainer, der hat uns praktisch nicht von Spiel zu Spiel schauen lassen, sondern irgendwie von Training zu Training. Also immer daran erinnert, wo wir besser geworden sind und welche Auswirkungen das Training schon hatte. Der Typ war echt super, war aber leider nach einer Saison schon wieder weg. :pinch:


    Ich hatte bisher immer den Plan, dass wir uns nach einem Tor zurückziehen. Aber die Idee mit dem Gegenpressing finde ich super, da ist aber nur die Frage, wie das umgesetzt werden kann. Probieren werde ich es auf jeden Fall mal. Das Problem dabei ist nur, dass der Mädchenfußball in unserer Liga wirklich nur als Ballverlusten zu bestehen scheint. Das ist teilweise ein Rumgestolpere vom anderen Stern, aber vielleicht wird es ja durch genau diese Methode besser.


    Soll ich deiner Meinung nach dann eher einzeln mit den Mädchen sprechen, wenn sie nicht verstehen, wieso sie nicht aufgestellt sind? Ich hatte das jetzt schon öfter, dass ein oder zwei recht traurig schauen, weil sie am Anfang draußen waren. Das Prinzip mit der Trainingsbeteiligung ist jeder klar, aber ich glaube, sie verstehen oft nicht, warum ich mit einer Schwächeren anfange, obwohl beide im Training waren und sie offensichtlich "besser" wären.

    Zumindest zum Problem im Spielaufbau hätte ich eine Idee, hoffentlich nicht die Gleiche, wie oben im Video, aber das läuft bei mir komischerweise nicht.


    Deine Mannschaft scheint technisch recht ordentlich zu sein, weshalb man denke ich durchaus eine breite Stellung der IV im Spielaufbau von ganz hinten riskieren kann. Das heißt beide Innenverteidiger fächern weit auf und begeben sich an den Rand des Strafraum. Ein Sechser fällt dann zurück, für den (eventuell) wiederum ein Stürmer einrückt. Die Außenverteidiger schieben weit nach vorne, bleiben aber auch breit stehen. Dann entsteht so eine Art 1-3-5-2, das extrem breit aufgestellt ist und damit die Abstände von Spieler zu Spieler sehr hoch sind, was das Ganze sehr schwer zu pressen oder zu decken macht. Dann haben deine Spieler a) mehr Zeit und b) mehr Räume. Wenn du dann noch eine ordentliche Bewegung ohne Ball hinbekommst, kannst du hinten beruhigt raus kombinieren.

    "Nur" 10.00 Zeichen erlaubt? Oha. :D


    Das Spiel am Wochenende hätten wir auch locker gewinnen können, aber wieder haben das Gezicke und die Streitereien eine konzentrierte Leistung verhindert, weshalb wir unsere 2:0 Führung noch hergegeben haben. Das Ganze hat sich in der ersten Halbzeit schon angedeutet, weshalb ich in der Pause zum ersten Mal einen dieser Motivationskreise gemacht habe und alle noch einmal daran erinnert habe, dass sie eine Mannschaft sind. Ich hab dann anstatt irgendwelches Zeug durch die Gegend zu schreien lieber alle Spielerinnen ihre Hand auf meine in der Mitte legen lassen, um irgendwie eine Art Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln. Danach habe ich mich ein bisschen geärgert, weil ich das Gemecker eigentlich ignorieren wollte, in der Hoffnung, dass damit diese Aufmerksamkeitshascherei (so kommt es mir manchmal vor) einfach verschwindet.


    Jetzt ist das Ganze hier doch etwas lang geworden, ich hoffe aber doch mal, dass es einer liest und mir vielleicht auf die Fragen antworten kann. Wäre auf jeden Fall super mit 18 lernt man ja auch ständig dazu und ich kann irgendwelche
    Rückmeldungen echt gut gebrauchen. Das Feedback meiner Spielerinnen ist zwar sehr direkt, aber nur selten distanziert. Vor drei Jahren war halt vor drei Jahren, damals hatte ich zwar eine ältere Mannschaft, aber die haben nie etwas gegenüber mir offen gesagt, ich hab das immer nur über Ecken erfahren. Bei meiner A-Jugend damals belief es sich immer auf: "Super, dass du das machst." und die Eltern sind meist auch nicht sonderlich bewandert, sondern finden einfach alles toll, solange die Mädchen Tore schießen. Also immer her mit den Meinungen!

    Ich lese hier zwar schon seit langen mit, aber selber geschrieben habe ich noch nie was, also so langsam wurde es mal Zeit. :thumbup:


    Ich bin seit drei Jahren Trainer, aber dennoch noch relativ jung (18 Jahre). Meine erste Mannschaft war damals eine U 15, allerdings Mädels, die ich nach der Hinrunde übernommen habe und am Ende noch vor dem Abstieg bewahren und ins sichere Mittelfeld führen konnte. Danach war erst mal Abitur, Führerschein etc. angesagt, weshalb ich in der Zeit "nur" als Spielertrainer bei meiner eigenen A-Jugend unterwegs war, da konnte ich immer viel abgeben, weil die Mannschaft sich schon seit
    Jahren kannte und wir ohnehin seit der C-Jugend ohne Trainer waren. Inzwischen bin ich aber wieder zurück als richtiger Trainer, wieder beim alten Verein, diesmal in der neu gegründeten U 13, wieder Mädchen.


    Nun ist diese Mannschaft komplett neu, gestartet sind wir mit 6 Spielerinnen, haben dann aber über die Sommerferien und die Vorbereitung den Kader auf inzwischen 15 Mädels hoch arbeiten können. Ich habe halt immer wieder erklärt, dass doch bitte jede ihre Freundinnen mitbringen soll, mal reinschnuppern tut ja keinem weh. Dementsprechend war das Training am Anfang sehr locker, wir haben viel Technik gemacht, viel gespielt, jede sollte einen Eindruck davon bekommen, wie man Fußball spielt. Wir haben uns 2-3 Mal Spiele unserer Herrenmannschaft angesehen, haben ein Sommerturnier gespielt. Jetzt haben wir zwar eine gut besetzte Mannschaft, eine tolle Trainingsbeteiligung, super engagierte und nette Eltern, aber es gibt doch noch ein paar Probleme, weshalb ich einfach mal nach Feedback fragen wollte, das bekommt man ja als Trainer in diesem Bereich nur sehr schwer.


    Die Mannschaft spielt in der U 13, Gruppe, Kleinfeld. Dafür sind die Altersunterschiede extrem, meine Jüngste ist 7 Jahre alt, die Älteste 12, im Grunde spiele ich mit einer halben E-Jugend in der D-Jugend. Meine Startidee war dementsprechend
    relativ simpel: Laufen kann jede, völlig losgelöst von den fußballerischen Fähigkeiten. Deshalb habe ich die Kapitänin zum Libero gemacht, davor eine Dreierkette und zwei Stürmerinnen. Wir spielen sehr hohes Pressing, gehen sehr früh drauf und haben uns bisher gegen jeden Gegner defensiv extrem gut geschlagen, teilweise beim Tabellenführer nur 0:1 verloren, gegen die Mannschaft mit der besten Offensive sogar einen 1:0 Sieg geholt. Nach ein paar Startschwierigkeiten, die aber zum Glück noch in den Freundschaftsspielen waren, stand die Formation, die taktische Bewegung war sehr gut. Ich wollte erst mal ein System zu schaffen, das einigermaßen Erfolg verspricht und damit auch Spaß bringt,die Technik und das Verständnis für das, was wir da machen, sollte dannim Laufe der Saison passieren.


    Wir trainieren zweimal in der Woche, Mittwochs wird immer viel Wert auf hohe Wiederholungszahlen gelegt, alle sollen alles sauber ausführen, da wird wirklich oft unterbrochen, korrigiert, ich will da saubere Technik sehen. Am Freitag ist es dann viel entspannter, viele Spielformen, wir probieren viel aus, da kann es dann auch mal eine halbe Stunde Fallrückzieher-Training geben, einfach weil die Mädchen es mal machen wollten. Nur beim Abschlussspiel ist wieder ernst dabei, ich achte darauf, dass alle richtig stehen, dass keine Haufenbildung entsteht, dass sich alle wirklich reinhängen. Das Problem dabei ist aber, dass bei 4-5 der Mädchen (die Älteren also 11-12) auch jetzt zum Ende der Hinrunde absolut kein Trainingseffekt zu sehen ist. Taktisch verhalten sie sich sauber, aber spielerisch haben sie sie nicht weiterentwickelt. Sie gehörten davor schon zu denen, die ab und zu schon mal draußen mit Brüdern oder Eltern gekickt hatten. Dagegen ziehen vor allem die Jüngeren extrem an, meine Zweitjüngste zähle ich inzwischen zu den technisch besten Spielerinnen der Mannschaft. Jetzt frage ich mich natürlich, woran das liegt. Werden diese Mädels unterfordert, muss da vielleicht erst mal das Gesamtniveau der Mannschaft ansteigen?


    Ich habe eine ausgearbeiteten Trainingsplan, das Training läuft meist gleich ab, aber vielleicht findet ihr ja Sachen, die ihr anders machen würdet: Wir beginnen mit einem ganz kurzen Aufwärmen, etwa 5 Minuten. Da gehören meist Handballspiele auf Ballbesitz, einfach Pässe, Bewegung im freien Raum, aber auch mal Warmlaufen und Lauf-ABC dazu. Danach gibts ein 10-15 Minuten den altbekannten Kreis mit 2 Spielerinnen in der Mitte. Das habe ich mir mal von meinem alten Trainer abgeschaut. Alle stehen im Kreis, man kann noch ganz ruhig quatschen, sich vielleicht bisschen über das letzte Spiel unterhalten, auch mal lachen und Schmarrn machen. In der Zeit können auch noch verspätete Spielerinnen dazustoßen. Danach geht's dann am Mittwoch in eine einfach Übung (angepasst an das, was im Trainingsplan steht: Flache Zuspiele, hohe Bälle, Dribbling, etc.), danach eine größere mit Torabschluss und anschließend die komplexeste ebenfalls aufs Tor und praktisch aus einer Spielsituation genommen. Zum Schluss wird immer mit bestimmen Vorgaben gespielt, also meinetwegen bei einer Pass-Einheit zählen Tore nach 5 Pässen am Stück doppelt. Am Freitag machen wir das gleiche Aufwärmprogramm, machen danach aber nur eine komplexe Übung und spielen anschließend relativ lange, 30-45 Minuten. Konditionstraining gibt es nicht, Koordination versuche ich in die Übungen mit einzubauen, etwa durch Skippings vor einem Doppelpass. Die Vorgabe ist auch immer klar: Im Training mit viel Spaß, jede darf mal alles, jede spielt überall, nurdie Keeperin hat ihre feste Rolle.


    Am Spieltag ist es dann aber schon viel ernster. Wir treffen uns immer relativ früh, etwa eineinhalb Stunden vor Spielbeginn. Dann geht es in die Kabine, wir hören ein bisschen Musik, unterhalten uns. Das habe ich am Anfang nicht gemacht,
    habe aber gemerkt, dass die Mädels immer total angespannt waren, weil soviele Zuschauer da waren. Etwa eine Stunde vor Anpfiff wird sich dann Umgezogen, danach gibt's eine kurze Erklärung, wie wir spielen wollen und natürlich die Aufstellung. Wobei ich da immer am Überlegen bin, ob ich den Ersatzspielerinnen immer erklären soll, weshalb sie heute nicht in der Startformation stehen. Ich empfand das selbst immer als unangenehm, wenn der Trainer vor gesammelter Mannschaft alles erklärte und dann sagte du bist heute nicht von Start an dabei, weil....
    Aufwärmen etc. kennt man ja anschließend alles.


    Nun
    aber zum Problem, dass wir beim Spielen haben. Unsere Defensive ist extrem sattelfest, aber wir schießen kaum Tore. Das bringt das Problem mit sich, dass die Mannschaft meist 60 Minuten Vollgas geben muss, weil es Unentschieden steht oder wir knapp zurückliegen. Die Idee war es eigentlich, durch das hohe Pressing Fehler zu erzwingen und anschließendkurze Wege zum Tor zu haben, aber im Spiel sind sie immer sehr hektisch, vergessen das Abspielen und versuchen es meist alleine. Dann läuft es Spiel für Spiel gleich: Die Luft ist irgendwann raus, die vielen Wechsel (ich will, dass jede ungefähr eine halbe Stunde spielt - abgesehen von der Kapitänin/Libero, die spielt jedes Mal durch, macht aber auch nur sehr wenig Laufarbeit) bringen das System durcheinander. Dann wird sich immer wieder angezickt, plötzlich ist immer jemand anderes Schuld, wir geraten in Rückstand und die Mannschaft kann nicht mehr zurückkommen oder fällt sogar auseinander.


    Vor zwei Wochen spielten wir erst beim Tabellenvorletzen, waren die komplette erste Hälfte besser. Zur zweiten Hälfte wechselte ich dann die wohl mit Abstand schlechteste Spielerin ein, sie spielt erst seit wenigen Wochen und ist praktisch auf dem Feld nicht existent, aber auch sie soll ja spielen und hat durchaus ihren Spaß daran. Die vorwurfsvollen Blicke gab es da schon in meine Richtung, es kam wie es kommen musste, unsere zweite Stürmerin spielt zur Eingewechselten, die verliert den Ball, es gibt den Konter und wir liegen 0:1 zurück. Danach ist die Mannschaft komplett auseinander gegangen, da halfen alle Beruhigungsversuche von mir nichts. Am Ende haben wir mit 0:5 verloren, das erste Spiel, dass wir mit mehr als 2 Toren Differenz verloren haben. Die Keeperin patze plötzlich, die Stürmerinnen liefen nicht mehr. Ich habe versucht alles ruhig zu halten, keinen Druck zu machen und nach dem Spiel nur ganz knapp in der Kabine erklärt, dass so etwas passieren kann, dass sie sich nicht ärgern sollen. Als ich dann aber raus ging, damit sie sich umziehen können, habe ich noch mehrere Sachen gehört, die so definitiv nicht zu einer guten Atmosphäre in der Mannschaft beitragen, etwa: "Wegen dir haben wir das Spiel verloren, du hast diesen Zweikampf verloren, du hast diesen Ball nicht rausgeholt."


    Anschließend gab es beim nächsten Training wieder Ärger, eine aus der Mannschaft wollte nicht kommen, wenn die Keeperin kommt, die Torhüterin selbst wollte nicht in der Mannschaft mit einer anderen sein. In der Situation habe ich dann etwas überhastet reagiert und einfach klar gestellt, dass sich jetzt entweder alle zusammenreißen oder sie beim nächsten Spiel zu Hause bleiben können. Danach war zwar Ruhe und es gab die ein oder andere zerknirschte Entschuldigung, aber wirklich zur Entspannung trägt das auch nicht bei. Wie würdet ihr da reagieren? Ich will die Eltern nicht unbedingt mit rein nehmen, das habe ich als Kind (bin ich ja praktisch immer noch ;)) schon selbst gehasst. Ich will es auch nicht groß thematisieren, weil sich der Großteil der Mannschaft absolut korrekt verhält. Das Training danach war wirklich nicht angenehm, total angespannt und giftig - überhaupt nicht so, wie ich es haben will. Es soll ja immer Spaß dabei sein.