Beiträge von Willi

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    ich kann nur empfehlen, eine liste durch deine jungs erstellen zu lassen.
    .


    grundsätzlich bietet das ganze aber sowieso peinlichkeitsgefahr...; )



    Kann ich nur bestätigen - aus eigener leidvoller Erfahrung.


    Du könntest du gleiche CD mit den gleichen Liedern daherbringen wie dein anerkanntester Spieler - bei ihm wär's cool, bei dir halt nicht, weil du aus Sicht der Kids eben der alte Sack bist. ;)

    @ Steini:


    Die Lehrgänge fanden im Juli 2009 und Juli 2010 statt. Da sind bei uns keine Spiele mehr, da Saisonende 30.6. - höchstens Privat-Feldturniere, aber da wir den Termin des Lehrgangs bereits jeweils im Januar kommuniziert haben, konnten die interessierten Trainer ihre Turniermeldungen darauf abstimmen.


    Der normal ja viertägige "Lehrgang Basiswissen" wurde 2009 freitags 14 - 21.30 Uhr und samstags 8 - 16.30 Uhr an zwei Wochenenden durchgeführt.


    Der normal ja fünftägige "Teamleiter Jugend" wurde 2010 donnerstags 18 - 22 Uhr, freitags 14 - 21.30 Uhr und samstags 8 - 16.30 Uhr an zwei Wochenenden durchgeführt.


    Bei jedem Lehrgang waren die festen Verbandstrainer, die auch an der Sportschule Ruit die Lehrgänge machen, vor Ort. Wir haben da auch im Ort ein Hotel dafür besorgt. Zusätzlich für einzelne Termine auch Mitglieder des Verbandstrainerlehrstabs.


    Jeder dieser Lehrgänge war für die Absolventen unseres Vereins komplett kostenlos, inklusive Verpflegung. Von Teilnehmern externer Vereine haben wir uns die Kosten bezahlen lassen.
    Das hat uns pro Lehrgang einen vierstelligen Betrag gekostet - es war es aber wert.


    Bei uns in Württemberg gibt's pro Jahr in jedem der 16 Bezirke auch einen "normalen" Lehrgang Basiswissen. Der ist aber bei uns leider meist im April, d.h. mitten während der Rückrunde, und viele Trainer wollen keine zwei Samstage und damit Spieltage fehlen.

    [ TRPietro: Du machst mich echt fertig. Ich finde es mehr als dreißt sich so,
    über Trainer zu äußern die man nichtmal kennt. Du stellst hier Behauptungen auf die mich echt enttäuschen
    und momentan etwas fassungslos machen. Und das nicht weil es die Wahrheit ist!
    Ich würde gerne direkt auf deine Äußerungen eingehen, aber diese währen in keinstem Fall produktiv
    und würden sehr viele Emotionen enthalten, weil ich mir sehr viel Mühe gebe, mehr Zeit investiere als in sonst
    ein anderes Hobby von mir und mich stets durch Feedback und Input weiterbilden möchte. NC.... *kopfschüttel*


    Hi Steven,


    hierzu zwei Dinge:


    • Ich habe mir TRPietros Postings nochmals durchgelesen und finde daran nichts wirklich verwerfliches. Er hat ähnliches geschrieben wie ich weiter oben, nur vielleicht noch ein kleines Stück deutlicher. Aber wer hier im Forum eine Handlungsweise zur Diskussion stellt, muss damit leben, dass eben auch (deutlicher) Widerspruch kommt, wenn jemand etwas für falsch hält. Letztlich hast du unsere Anregungen ja auch aufgegriffen, wovon deine Schilderung des nun geplanten Ablaufs zeugt, der sich für mich gut und tragbar anhört.
    • Dein oberes Posting hört sich für mich sehr nach ganz starker Identifikation mit deiner Aufgabe an, nach sehr viel Leidenschaft fürs Trainerdasein und mit brutalem Mitfreuen und Mitleiden mit deiner Truppe. Irgendwie erkenne ich mich da wieder. :rolleyes: Das habe ich aber nach der Saison 09/10 geändert. Da bin ich aufgrund eines "großen Misserfolgs" in ein riesen Loch nach der Saison gefallen und war eine Woche halb depressiv. Anschließend fragte ich mich dann, ob ich eigentlich noch ganz normal bin, wegen meinem Hobby mich so anzustellen. Seither bin ich zwar immer noch emotional dabei, kann aber auch relativ schnell wieder abschalten. Das würde ich nach meiner Erfahrung auch allen anderen Trainerkollegen raten - Mitfiebern ist super, aber eine innere Midestdistanz muss trotzdem gewahrt bleiben.

    Dein Statement hört sich so an, als wenn sich in Würtemberg alle oder viele dran halten. Da wäre die Antwort sehr interessant, wie man auf dieses Ergebnis -so es denn so ist- gekommen ist. Gruß


    Oh je. Das wäre wünschenswert, so weit sind wir aber noch lange nicht.


    Sagen wir es mal so:
    Das BOS ist hier in den letzten fünf Jahren endlich auch in der Breite angekommen. Vorher wurde das höchstens ab Landesliga Herren und im überregionalen Jugendbereich gespielt, die ganze Basis rannte aber eigentlich noch den Männern hinterher.
    Durch große Anstrengungen in der Trainerausbildung und neue Wege (z.B. zwei von drei Lehrgängen zum Trainerschein können dezentral bei den Vereinen stattfinden) sowie klare Akzentuierung darauf bei "normalen" Trainerschulungen hat sich das Wissen darum ziemlich verbreitert.
    Mittlerweile spielt die Mehrzahl der Jugendteams - zumindest in verschiedenen Entwicklungsstadien - ballorientiert und auch im Erwachsenenfußball findet man einen Libero fast nur noch in den untersten beiden Spielklassen.


    Mir geht das alles noch nicht weit genug. Ich hätte gerne z.B. die Möglichkeit, dass auch der Prüfungslehrgang dezentral stattfindet.
    Beispiel: Ich hatte bei uns im Verein die angesprochenen zwei Lehrgänge organisiert, der Verein hat sie unseren Trainern auch komplett (inklusive Verpflegung) gezahlt. Resultat war, dass wir 20 Teamleiter Jugend haben.
    Aber bisher haben nur sieben davon auch den "Trainer C Breitensport" gemacht. Einige sind einfach nicht dazu zu bewegen, mit einer Woche Urlaub an die Sportschule zu gehen. Ich denke, hier muss sich der Verband noch mehr an die Gegebenheiten der aktuellen Arbeitswelt anpassen.


    Ein Konzept im Jugendbereich, dass auch umgesetzt wird, haben schätzungsweise höchstens 10% der Vereine. Alle anderen wurschteln sich halt ganz normal durch und sind froh, wenn Jugendleitung und Jugendtrainer irgendwie besetzt sind.
    Ich denke, hier wird es keine große Unterscheidung zu anderen Gegenden in Deutschland geben.


    Ich denke, der große Unterschied hier ist eben die Fokussierung auf das BOS bereits im frühen Jugendbereich.


    Kleine Anekdote hierzu:
    Bereits Mitte der 90er wurden unsere Verbandstrainer bei Nationalcoach Berti Vogts vorstellig, stellten ihm das BOS vor und wiesen auf die Zukunftsträchtigkeit bzw. die Wichtigkeit der Ausbildung zum BOS im Jugendbereich hin.
    Vogts lehnte ab - das werde sich nie durchsetzen.

    Naja ... also es war nicht die reine Glückseeligkeit und manchmal hatte ich a bisserl Schiss, dass Holger wieder da ist und mich nicht in Ruhe lässt. Unter'm Strich hat's schon gepasst. Aber im Endeffekt ist es für mich so gewesen wie es mit "der guten alten Zeit" halt so war: So gut war die gar nicht.


    So isses.


    Die beste Zeit ist immer die jetzt gerade und das was man draus macht.

    Vielleicht sollten wir uns nach 11 Seiten Diskussion einfach auch eingestehen:


    Wir sind alle pro Kifu unterwegs und haben in einer kleinen Ausprägung unterschiedliche Meinungen.


    Am Stammtisch würden wir uns wahrscheinlich alle bestens vertragen. ;)

    Wir (meine Frau und ich) lehren unseren Söhnen immer: Zieh die Dinge durch, die Du Dir angefangen hast. Kein Bock ist kein Argument mittendrin hinzuwerfen. Wenn Du nicht mehr magst, melde Dich zum Saisonende, Schuljahresende, nach diesem Block oder wie auch immer *selbst* ab. Gehe hin zum Leher, Trainer usw. und sage: "Ich hab's mir anders überlegt, ich mag nicht mehr". Bei unserem Kleinen (8) gehen wir noch mit. Der Große (11) muss das selbst machen.


    Wäre ich bei Facebook (was ich nicht bin - nennt mich die Geißel der Moderne), würde ich jetzt den "Like"-Button drücken.

    Warum? Weil ich Deinen Beitrag als Blödsinn bezeichnet habe? Sorry, aber Dein Beitrag ist nun mal Blödsinn, weil Du genau weißt, dass das was Du da schreibst, niemand will. Solche Beiträge bringen eine Diskussion nicht weiter. Sie sind nur dazu angetan andere auf die Palme zu bringen und das weißt Du auch.


    Wenn man sich Deine und die Aussage von Paul anschaut, dann müssen wir ja froh sein, dass es keinen Straßenfußball mehr gibt und sollten unseren Kindern tunlichst verbieten auf den Bolzplatz zu gehen.


    Ich habe versucht darzustellen, welche positiven Dinge die Vereine aus dem Thema Straßenfußball ziehen können. Und was machst Du? Du stellst negative Dinge heraus und fragst mich, ob ich die in meinem Verein haben will. Als wäre das eine ohne das andere nicht denkbar. Was soll das?


    Sorry, aber ich bin leider auch im Real Life manchmal recht zynisch und sarkastisch unterwegs und versuche dadurch, Leuten klarzumachen, dass ich ihre Meinung nicht teile. Teils wäre es angebracht, dies in ruhigem und argumentativem Ton vorzutragen, aber die Gäule gehen dann einfach mit mir durch...



    Ich darf zur näheren Beantwortung nochmal auf mein späteres Posting verweisen:
    "Ranwie, um es mal deutlicher zu formulieren:


    Ich halte "Straßenfußball zurück in die Vereine holen" für nen bloßen Marketing-Spruch. Der hört sich gut an, ist schön nichtssagend (siehe deine und meine unterschiedlichen Interpretationen) und gibt keine konkreten Handlungsempfehlungen.


    Genau das würde ich aber von einem Verband erwarten. "



    BTW: Durch diese dynamische Diskussion hier ist es echt schwierig, imme rgleich zu kapieren, wer hier wem auf was antwortet bzw. welches Posting von wem das aktuellste ist.

    Andre, schade, jetzt ging's hier zwei, drei Seiten lang hart aber herzlich zur Sache. Bis du wieder hier mitmischtest und wieder in die persönliche Schiene abdriftest.
    Bitte mach deine Worte wahr und lies hier nicht mehr mit. Es wird der Diskussion gut tun.

    Naja, hier, finde ich, hat Willi mit seinem Einwand durchaus recht. In irgendeinem anderen Beitrag schrieb ich auch schon, dass ich befürchten würde, dass es allzu darwinistisch zuginge, wenn man bei den Kids allem seinen freien Lauf ließe. Zumindest im KiFu, wenn da nur eine Altersklasse unter sich spielt. Wenn da verantwortungsvolle Jugendliche dabei sind, dann sollte es ziemlich gut klappen. Grundsätzlich kann es auch innerhalb einer Altersstufe funktionieren, wenn die Kinder, die allgemeine als Autorität anerkannt sind, entsprechend vorbildlich sind. Aber die meisten Kinderfußballer, die ich kenne, sind dazu dann doch noch zu egoistisch.


    Alles andere wäre ja auch komisch. Es ist ja ein Merkmal der Entwicklungsstufe von Kindern in diesem Alter, erstmal nur sich und die eigenen Bedürfnisse zu sehen.


    Deswegen ist es die Aufgabe des Trainers, darauf hinzuweisen, dass es auch andere, höhere (Mannschafts-)Ziele gibt. Womit wir wieder beim Thema "konsequentes Handeln" wären. ;)

    Willy: Meine Erinnerung an den Straßenfußball ist auch nicht so rosig, sondern deckt sich in vielen Teilen mit Deiner Beschreibung. Bei uns hat aber keiner die Eltern geholt, wir haben ggf. auf's Maul gekriegt.



    Naja, wir sind halt so ein Pendler-Vorort von Stuttgart und eher kein sozialer Brennpunkt. Da waren wir Kinder als Kinder noch entweder zu feige oder zu gut erzogen, um gleich aufs Maul zu hauen. Außerdem waren die anderen Kinder meist größer und älter. 8)

    Ranwie, um es mal deutlicher zu formulieren:


    Ich halte "Straßenfußball zurück in die Vereine holen" für nen bloßen Marketing-Spruch. Der hört sich gut an, ist schön nichtssagend (siehe deine und meine unterschiedlichen Interpretationen) und gibt keine konkreten Handlungsempfehlungen.


    Genau das würde ich aber von einem Verband erwarten.

    du wiedersprichst dir! was lernen sie denn bzgl. ihrer persönlichkeitsentwicklung von dir? das der trainer immer recht hat? das abgesprochen ist, was du verkündest? zero tolerance? das es zwar hobby ist aber trotzdem eine ernste angelegenheit, mit der nicht zu spassen ist? in der e-jugend? da, wo die kinder sich gerade entscheiden, welchen sport sie gerne machen wollen, als hobby? und dann kommst du daher? wow... da hätte ich als eltern auch voll bock drauf, das brauch ich dann noch um meine vorurteile in sachen fußballprolos zu pflegen und melde beim hockey an. kannste sagen, da geb ich nix drauf, sollen sie halt gehen, aber ich sage dir, bei den kommenden geburtenschwachen jahrgänge muss sich das angebot und die ansprache ändern. du kannst das durchziehen, es wird aber nicht funktionieren. (sh. auch mein letztes posting an dich, was du nicht beantwortet hast)


    Ich antworte mal im Fußballprolo-Style:
    Ich find's scheiße, dass du konsequentes Handeln mit "Trainer hat immer recht", "Zero Tolerance" und "nicht zu spassen" gleichsetzt.
    Der Threadstarter hat ja deutlich genug gemacht, dass er auf den Spaßfaktor achtet, siehe z.B. Matschwiesen-Training.



    Meiner Meinung nach hast du als Fußballtrainer auch eine erzieherische Aufgabe. Und dazu gehört keine heile Welt im Verein spielen.
    Kinder dazu zu erziehen, Rechte wahrzunehmen und dabei auch Pflichten zu begreifen - was ist daran so grundfalsch?


    (Ich bin übrigens der Typ bei uns im Verein, der lange kein C1/B1/A1-Traineramt annehmen wollte, weil er sich für zu sehr kumpelmäßig drauf hielt und Angst hatte, dass er nicht konsequent genug sein könnte...)

    Hehe, stimmt. Der Straßenfußball war ja u.a. dadurch geprägt, dass wir einfach in Ruhe unser Spiel spielen und uns so vielfältig entwickeln konnten. Das ist den Kindern heute im Verein kaum möglich. Trainer und Eltern erwarten Ergebnisse, es wird herum geschrien und kommandiert. Freiräume für die Entwicklung bleiben da oft auf der Strecke. Klar gab es das so oder so ähnlich früher in den Vereinen auch, aber nicht in dieser Ausprägung. Außerdem konnten wird das beim Straßenfußball "kompensieren". Auf dem Bolzplatz war jeder Stümer und Verteidiger oder Torwart. Wir hatten unsere Regeln und wurden uns auch irgendwie immer einig. Diese Elemente versucht man in den Vereinsfußball, der traditionell anders organisiert ist, hinein zu bringen. Auch die Fairplay-Liga geht in die Richtung. Das ist zumindest meine Interpretation des DFB-Konzepts.


    Wow. Und du bist sicher, dass du dich da nicht ein wenig separativ erinnerst?


    Ich kann mich da auch dran erinnern, dass Kinder, die gar nichts konnten, keiner in seinem Team wollte. Dass es spätestens nach einer Stunde Spiel richtig Stress gab und einer seine Elterm holte. Dass man gerne rücksichtlos auch mal auf die Mädels am benachbarten Sandkasten zielte. Und dass man nur dann der Größte war, wenn man gewonnen hatte.


    Willst du DAS wirklich auch in dein Team holen?

    [Da bin ich durchaus Deiner Meinung, kann mir aber (nochmal: ohne Beweise oder genaueres Wissen) trotzdem nicht vorstellen, dass dort oder in anderen im derartigen Rampenlicht stehenden Mannschaften sowas riskiert wird. Wer nicht so belastbar ist, schafft es eben nicht zu Dortmund oder Bayern. Was wiederrum natürlich dazu führt, dass einzelne schwarze Schafe nicht widerstehen können. Aber flächendeckend vom Verein organisiert? Nein daran glaube ich nicht.


    Das meine ich jetzt ehrlich nicht despektierlich:
    Bewahr dir diese Naivität. Sie ist was schönes.



    Sehr guter Punkt.



    Vielleicht aber auch ne "Überinterpretation" des von tobn erwähnten "modernen Vaters"?
    Hab es schon mehrere Male in unserer Jugend mitbekommen, dass gerade bei Scheidungsfamilien der Sohn am Samstag nicht kicken kann/darf, weil er 14tägig was mit Papi am Wochenende unternimmt. Auch wenn der Sohn viel lieber kicken würde.