Beiträge von soccerbook

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    Wer benutzt Futsal-Bälle in der Halle?

    Wir benutzen Futsal-Bälle. Mit denen kann man super in der Halle trainieren. Warum, ist das ein Problem?

    Wer mit Kindern Kopfbälle trainiert …für mich unfassbar. Damit meine ich auch Kopfball Training mit Plastikbällen. Die werden nur genutzt damit die Kinder die Angst verlieren.

    Nutzt du die Plastikbälle damit die Kinder die Angst verlieren oder war das auf meine Plastikbälle bezogen?
    Wenn das Co-D3 in deinem Profil stimmt: Wie verfahrt ihr in der D-Jugend mit dem Thema?


    sb

    Oder gleich ganz absagen in den Ferien, dann erspart man sich den Ärger. Das was @Goncare schreibt war auch ein Grund warum ich letztlich dazu übergegangen bin, die Ferien frei zu machen.


    Kurzfristige Absagen kamen damals auch und ich hing in der Luft. Auch ich habe mich geärgert bis ich verstanden habe, das es wie Torsten richtig anmerkt in den Ferien auch bei den Eltern ruhiger zugeht. Zumal einige Eltern auch in den Ferien arbeiten müssen und nicht mitbekommt wenn Sohnemann länger beim Freund spielt. Dann ist es kurz vorm Training und anstatt zum Training zu hetzen, melden sie sich kurzfristig ab. Aus meiner Elternperspektive auch verständlich...


    sb

    Wenn man es jedoch nicht weiss, finde ich es verwerflich dann so zu tun, als gäbe es keine Gefahr...

    Absolut richtig!


    Nochmal zu den Studien: Ich bin bei Studien immer ein bisschen vorsichtig. Man weiß nicht wer sie finanziert und welche Interessen da hinterstecken. Das ist ja auch ein Wirtschaftszweig in dem Geld verdient wird. ich halte mich an den Leitspruch: Glaub keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast. Das mag blöd klingen und ich ignoriere sowas auch nicht. Dennoch bleiben Zweifel...


    Das wäre wirklich interessant wenn es da mehr Studien und Erfahrungen zu gibt. Mir fällt jetzt gerade kein Fußballer ein, der "offensichtliche" Schäden durch Kopfbälle hat. Kennt ihr wen? Und was ist mit nicht so offensichtlichen Schäden? So eine Initiative zur Forschung müsste aber auch hier wieder vom DFB ausgehen. Aber da herrscht wohl wieder mal Nachholbedarf...


    dient dieser Thread ja der Meinungsbildung

    Richtig. Ich konnte mir schon ein genauers Bild machen wie ich mit dem Thema Kopfball umgehen werde.


    sb

    Für mein Empfinden ist das zu wenig.

    Ok. Gemessen an dem was auf dem Lehrplan steht - bei mir E-Jugend - hast du Recht. Ich weiss manchmal auch nicht wie ich das alles unterbringen soll. Da fühle ich mich auch oft getrieben und würde gerne mehr machen, weil ich möglichst viel abdecken möchte. Und mehr Training bzw. Fußball spielen würde einigen meiner Kids auch nicht schaden. Aber davon habe ich mich befreit, weil ich sehe das es den Kids und mir gut tut mal Abstand zu bekommen und durchzuschnaufen. Außerdem habe ich auch eine eigene Familie die gerne mal den Papa daheim hat und in Urlaub fährt.


    Wenn man natürlich andere Ansprüche hat und die Kids/Eltern da mitziehen ist das ja in Ordnung. Gibt bei uns zwei Vereine im Umkreis die das auch so machen.


    sb

    350 Gramm Ball

    Absolut bei dir. Da stellen sich mir die Nackenhaare auf wenn die Kids mit den schweren Bällen zum Kopfball hochgehen. Wir benutzen die 5er mit 290gr. und selbst bei denen sehe ich nicht gerne Kopfbälle bei meinen Kids. Eckstöße fordere ich z.B. auch flach und scharf in den Strafraum oder auf einen freien Mitspieler ein. Gerade weil sie die Kopfballtechnik nicht beherrschen. Wie gesagt, Ich benutze für die Spiele nur den Plastikball. Weiß bloß nicht ob es sinnvoll ist mit so einem Ball die Technik kennenzulernen. Alternative wäre noch der 4er Ball. Mit dem spielen bei uns die G-Junioren. Aber derzeit ist alles was härter als der Plastikball ist, für mich persönlich nicht zu verantworten. Präventiv daran zu gehen finde ich aber trotzdem interessant.


    Bei Kindern die ins Tor gehen ist es ja auch empfehlenswert ihnen die Dinge zu zeigen, damit sie sich nicht verletzen. Ok, der Vergleich hinkt. Aber bin da ganz bei Torsten. Ich sehe es sogar als unsere Pflicht frühzeitig auf korrekte Technik zu achten um Verletzungen zu vermeiden, GERADE weil sie ja von sich aus zu Kopfbällen hochgehen UND es derzeit KEIN Verbot gibt.

    Ergänzend könnte dann jedoch trotz allem für alle Altersklassen Unterhalb der "Kopfballeinführungsklasse" der Kopfball verboten werden.

    Solch ein Verbot könnte ich mir vorstellen, wenn bis Übergang F --> E nur Funino gespielt wird. Obwohl ich von Verboten per se nicht viel halte.
    Bis F-Jugend trichtert man den Kindern ein: NICHT mit dem Kopf. Später fordert man es dann wieder ein. Mmh, schwierige Sache...


    sb

    man kann es mal "gefahrlos" probieren (ohne Verletzungsgefahr)

    Das und die Klappmesser-Schauergeschichte von @Andre sprechen dafür das man Kopfballtraining frühzeitig anbieten sollte. Als präventive Massnahme sozusagen.
    Ich habe noch kein explizites Kopfballtechnik-Training mit meiner Truppe gemacht. Die einzigen Kopfball-Spiele die ich mache, sind:


    - Hand-Fuß-Ball (eigene Spielhälfte Hand, Angriffshälte Fuß oder umgekehrt)
    - Head & Catch
    - Handball (wo nur Kopfballtore zählen)


    Ich mache die mit einem leichten Plastikball, den man oft als Werbegeschenk oder im Baumarkt bekommt. Den Kids machen die Spiele Spaß und ich mag sie koordinativ und gehirntechnisch (Fachwort?) auch gerne.


    In meiner E machen bzw. versuchen einige Spieler in den Spielen Kopfbälle zu machen. Dabei ist mir aufgefallen, das sie es zum einen technisch falsch machen und danach oftmals auch Schmerzen haben. Was spricht nun eigentlich dagegen, ab einem gewissen Alter - ich schmeiße hier mal F-Jugend in die Diskussion - die Kopfballtechnik mit sehr leichten Bällen kennenzulernen? Dann kennen die Kinder die Theorie und bekommen praktisch vermittelt wie man Gefahren oder schlechten Erfahrungen aus dem Weg geht.


    Natürlich gibt es wichtigere Dinge als den Kopfball aber mal rein aus der präventiven Sicht, würde es doch Sinn machen. Und zum Thema Verbot: Bitte nicht! Lasst den Fußball so wie er ist.
    Bei unserer Herrenmannschaft hör ich regelmäßig nach Kopfbällen "Ah, bei dem kannste eh nix mehr kaputtmachen."


    sb

    Seit Ersatzbank hier seine Funino-Liga vorgestellt hat, habe ich beim Lesen riesen Respekt vor ihm und seiner Leistung. Das ist ein großes Ding was da aufgezogen worden ist. Somit ist aber auch der Druck für alle Beteiligten sehr groß. Denn nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann das funktionieren. So wie ich das verstanden habe (bitte berichtigt mich), ist er nun enttäuscht das viele nicht wie von ihm erwartet mitziehen. Sei es durch Rückmeldungen oder Hilfsangebote zum Aufbauen der Turniere. Der letzte Elternabend mit Kärtchen hat es ja ans Tageslicht gebracht.

    In Fall von Ersatzbank sehe ich den Hauptgrund wohl im Abstand zwischen den einzelnen Familien. Je mehr Kontakt hier entsteht desto mehr Gruppendynamik kann man sich zu Nutzen machen. Hier spielen aber wohl sehr viel mehr die Umstände abseits des Sportvereins eine Rolle.

    Das Grundproblem sehe ich, wie schon viele andere hier: Es sind zu viele Kinder! Und somit auch zuviele Eltern. Wie will man da alle ansprechen? Dann kommt noch der von dir angesprochene Abstand der Eltern hinzu. Das macht es nicht einfacher. Reduzierung oder Teilen der Kinder (Mannschaften) geht nicht. Wenn jetzt noch mehr Kinder kommen und er bzw. der Verein kein Stopp reinhaut, säuft er ja komplett ab. Allein schon für die Orga bräuchte Ersatzbank ja schon eine Sekretärin und zwei persönliche Assistenten.


    Deshalb mein Rat: Die Ansprüche (die in meinen Augen nicht übertrieben sind!) einfach bissl runterfahren. Schon als Eigenschutz. Wer sich nicht an- oder abmeldet hat Pech gehabt. Wenn die Kinder darunter leiden müssen, ist es halt so. Ich glaube auch nicht das man das mit Elternabenden und Teambuilings hinbekommt. Bei manchen wird man da eher das Gegenteil erzeugen...


    sb

    Was ich mich, und vielleicht auch Du, immer wieder frage, bin ich zu ehrgeizig?
    Trainingsbeteiligung in den Ferien so lala und wird in der Whattsappgruppe gefragt, ob in den überhaupt Ferien trainiert wird? Bin ich eigentlich schon wieder auf 180.
    Natürlich wird trainiert, warum auch nicht?

    GRUNDSATZDISKUSSIONSALARM :thumbup:


    Lege doch mal zugrunde, warum du in den Ferien trainieren möchtest!?


    Generell gibt es bei mir KEIN Training in den Ferien, weil...


    ... viele wegfahren (Kurzurlaub, Ferien bei Oma+Opa etc.)
    ... ich mal meine Ruhe vor den Kiddies haben will. 8o
    ... die Kinder mal Dinge machen sollen die sie während der Schulzeit nicht machen können.
    ... die Kids mal ein bisschen Abstand von ihrem Trainer und dem "Trainingsalltag" bekommen sollen. (neues Feuer entfachen)
    ... ich mal meine Ruhe vor den Kiddies haben will. (Hatte ich das schon?) :D
    ... ich mal zwei Nachmittage in der Woche frei habe.
    etc.


    Natürlich gibt es auch Ausnahmen: Letzte Woche habe ich Training gemacht, weil die Mehrheit der Kids enttäuscht war als ich sagte es ist zwei Wochen Pause. Dazu hatte ich mitbekommen das die Meisten erst diese Woche weggefahren sind. Ich selbst hatte auch Zeit und Lust, da die letzten Trainings sehr gut liefen. Ich habe kein Training wie sonst vorbereitet und bin einfach so am Platz erschienen. Dann hab ich die Kids gefragt was sie machen wollen und sie haben ihre Liebslingsübungen und -spielformen genannt. "Großes Spiel auf beide großen Tore" wurde natürlich am meisten genannt. Haben dann alles zusammen aufgebaut und ne Menge Spaß bei gehabt.


    Als ich als F-Trainer angefangen habe, wollte ich auch in den Ferien trainieren. Hauptgrund war damals, dass ich die Kinder gut auf die kommenden Spiele vorbereiten wollte. Die BuLi-Vereine machen das ja auch so. Die Eltern fordern das, offen oder hinterrücks ja auch manchmal. Man selbst als Trainer von sich ja auch. Man möchte die Kids gut vorbereiten, damit sie im Spiel nicht untergehen oder Trainingsrückstand gegenüber den Gegnern haben.


    Alles Bullshit. Jedenfalls für einen Dorfverein wie unserer. Von dem Druck oder Überehrgeiz habe ich mich irgendwann befreit.


    sb

    Servus,


    um noch ein weiteres Beispiel aufzuführen: Bei mir gab es sogar zwei Elternpaare die unsere Whats-App-Gruppe verlassen haben obwohl die Kids regelmäßig zum Training kommen. Keine Ahnung wie die jetzt an Informationen kommen wollen. Bei einer Familie war es ausversehen, falscher Knopf gedrückt. Bei der anderen war es absichtlich, weil die Gruppe genervt hat. Bis auf meine Ankündigungen und die Rückmeldungen der Eltern ist das ein sehr aufgeräumter und ordentlicher Gruppenchat. Auf die Frage wie sie denn an Infos kommen wollen, meinten sie, dass sie die Termine schon irgendwie mitbekommen werden. Das reicht ja aus. :huh:


    Also @totog und @Ersatzbank. Ich kann euren Frust gut nachvollziehen. Wir machen das Ganze ja nicht, um den Eltern auf die Nerven zu gehen. Sondern für ihre Kinder.


    Ich gebe vor Saisonbeginn folgende Infos raus:
    1. Bitte rechtzeitig zum Training abmelden, da ich die Trainingsplanung machen muss um euren Kindern ein optimales Training anbieten zu können.
    2. Bei Bekanntgabe der Spielpläne bitte Rückmeldung, wer wann nicht spielen kann, um schon mal grob die Kader zusammenzustellen, damit eure Kinder relativ gleiche Spielzeiten bekommen.
    3. Bitte wg. Krankheit etc. vor Spielen frühzeitig absagen, damit ich ggf. Ersatz anfordern kann. Andere Kinder freuen sich.


    Ich habe damit versucht den Eltern klarzumachen, dass es hier nicht um mich, sondern um ihre Kinder geht. Die Meisten haben das verstanden und halten sich vorbildlich daran. Bei denen (s.o.) die sich nicht daran halten, laufe ich aber nicht mehr hinterher. Die Kommunikation ist klar geregelt, ich halte mich daran und wer meint das nicht zu tun, den lasse ich auflaufen.


    Eine weitere Möglichkeit ist es die Kids mit ins Boot zu holen. Natürlich erst ab einem gewissen Alter wohlgemerkt. Hier im Forum (glaube ich) gab es mal eine Excel für Trainingsbeteiligung. DIe führe ich für mich und hatte sie irgendwann mal beim Training dabei. Die Kids haben die bei der Trinkpause entdeckt. Ein Junge hat gesehen das er mal unentschuldigt fehlt (das wird automatisch rot gefärbt). Auf seine Frage warum er da rot drin hat, sagte ich dass seine Eltern nicht Bescheid gesagt haben, dass er nicht zum Training kommt. Auf die Frage warum ich die Liste mache, sagte ich, dass ich daran erkennen kann ob ihnen das Training Spaß macht oder nicht. Außerdem ist das schon die Vorstufe dafür, wenn sie sich bald persönlich abmelden müssen und ich diese Liste mal testen wollte. Die Eltern haben davon natürlich Wind bekommen und bekommen nun von ihren Kids, egal ob Training oder Spiel ein bisschen Druck von der anderen Seite. Und die Kinder lernen (HOFFENTLICH) richtige Kommunikation. ;)


    Um aber auch noch mal eine Lanze für die Eltern zu brechen (hab selbst zwei Kinder in Sportabteilungen) und damit es nicht allgemein heißt "Wir Eltern sind immer schuld.". Ich mag es als Elternteil auch nicht wenn zu viele Events und Informationen kommen. Meine Große ist auch in einer sehr ambitionierten Abteilung. Da kracht es auch häufiger mit den Eltern, weil die Trainer sehr ehrgeizig sind und gerne das Maß (in unserem Fall Dorfverein) verlieren. Als Trainer finde ich ihren Ehrgeiz sehr gut, kann ich nachvollziehen. Als Papa ertappe ich mich, wenn immer wieder neue WA-Nachrichten kommen, schon dabei meine Frau zu fragen ob die kein Privatleben nebem dem Sport haben. @let1612 hat das in seinem Post im Dezember schon sehr gut auf den Punkt gebracht. Weniger ist mehr und man sollte den eigenen Ehrgeiz nicht auch von Anderen erwarten. Dann wird man relativ schnell enttäuscht und gefrustet sein.


    sb

    Diskussionen sind für mich idR nie oder selten sinnlos. Das wird gerade in heutigen Zeit dann gerne als Totschlagargument genommen. pd33 hatte es ja schon geschrieben.


    Wie seht ihr das? Zwar beleidigt sich hier niemand, aber irgendwie so richtig konstruktiv ist es häufig doch auch nicht, odeR?

    Ob eine Diskussion konstruktiv ist können wir gerade hier im Forum oftmals schlecht nachprüfen, weil meistens die Rückmeldungen fehlen. Oftmals erkennt man aber schon bei dem ein oder anderen eine über die Zeit veränderte Sichtweise. Bei mir und war es z.B. die FPL. Da habe ich meine Meinung auch verändert. Und das durch die Diskussionen hier im Forum oder am Fußballplatz. Wenn man aus den Threads hier seine eigene Meinung bildet, abrundet oder überdenkt hat das schon was Konstruktives. Manchmal auch erst, wenn man sich den Thread ein paar Wochen später nochmal durchliest.


    Gruß,
    sb

    WDFV Jugenspielordnung


    Hier steht es nicht explizit drin, wieviele jüngere Junioren eingesetzt werden können. Ich kenne es aber auch so, dass du unbegrenzt jüngere Spieler einsetzen kannst.
    Das habe ich, wenn mir bei meinen Spielen viele Kinder fehlen auch so gemacht. Ich hatte das in der E2 auch 4 2008er aus der F dabei...


    Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, infomiere dich beim Verband oder Spiel- bzw. Gruppenleiter. Auf eine E-Mail wird bei uns in Bayern meistens schnell geantwortet.


    Gruß,
    sb

    Bei vielen Trainern sehe ich da noch nicht mal böse Absicht. Uns im Kinderbereich geht es doch nicht anders. Wir investieren viel Zeit in den Trainerjob und machen uns viele Gedanken, wie wir z.B. Konflikte lösen können. Oftmals sind es ja Konflikte mit Eltern, eher weniger direkt mit Spielern. Ab der C sind die meisten Eltern raus und du kannst das mit den Spielern selbst klären. Dafür brauchst du dann aber auch kein Forum mehr. Das passiert meistens unter vier Augen.


    Ich perönlich würde mir mehr Beiträge aus diesem Bereich wünschen, weil ich dadurch an Erfahrung gewinnen kann. Ich muss ja nicht die gleichen Fehler machen, die andere schon gemacht haben. Oder ich kann Dinge anders machen und kann die Kinder schon früher an gewisse Dinge heranbringen.


    Ich habe im letzten Herbst unseren Senioren-Trainer beim Training gefragt, worauf er als Junioren-Trainer besonders achten würde. Auf die Frage wusste er erst mal gar nicht was er antworten sollte, weil er sich darüber noch nie Gedanken gemacht hat. Warum auch? Sein Job ist genauso "beanspruchend" wie meiner. Wir beiden mache das in unserer Freizeit, gehen beide arbeiten, haben Familie und machen uns öfter am Tag Gedanken bei denen es natürlich um unsere eigene Mannschaft geht. Aber gerade dieser Austausch wäre - vielleicht sogar für beide Seiten - ganz interessant.


    Ende vom Lied waren ein paar Dinge die er bei seinen Kickern vermisst, die ich als Junioren-Trainer beachten kann und meinen Kindern mit auf den Weg geben kann. Manchmal schaut er jetzt auch bei unserem Training zu und wir tauschen uns kurz aus.


    Gruß,
    sb

    Servus JJH,


    zu deiner Eingangsfrage: Ich persönlich würde zu "schwächeren Team mit individueller Förderung" tendieren.


    Warum? Weil für mich die individuelle Förderung im Kinderbereich (10jähriger Bub) an erster Stelle steht. Ergebnisse und Spielverlauf sind zweitrangig. Als guter Verein und Trainer - ich spinne jetzt mal bissl vor mich - versuche ich nach bestem Wissen und Gewissen jedem Spieler gerecht zu werden. Das schwierige daran ist die Umsetzung, denn die Interessen von BuLi-Vereinen, NLZs und Dorfvereinen sind natürlich grundverschieden.



    Bei den sozialen und zwischenmenschlichen Verhältnissen die du da schilderst, wäre ich und mein Kind aber sofort raus. Das würde ich meinem Kind auch so - sofern alt genug - deutlich erklären. Mama als Betthupferl anbieten, damit das Kind vielleicht ein Bundesligaspieler wird. Sagga moi, wo san mer denn?


    Dann zu dem Thema individuelle Förderung durch Eltern. Gaaaaanz heißes Eisen!!! Ein Trainer ist der Trainer, weil er sich irgendwann mal dazu entschlossen hat?...Richtig...Trainer zu werden. Er investiert seine Zeit, macht sich Gedanken, etc. pp. Er erstellt Trainingspläne (Jahresplan, Wochenplan), leitet das Training und bringt den Kindern das Fußballspielen und alles was dazu gehört bei. Das macht er alles - ich wiederhole mich - nach bestem Wissen und Gewissen und mit seinen eigenen Ansichten bzw. nach seiner Philosophie.


    Jetzt gibt es Eltern, die iiiiiiirgendwie den Punkt..."haben sich entschieden Trainer zu werden" verpasst haben. Keine Ahnung wie das passieren konnte aber ich kenne eine Menge von denen... :whistling: Trainer erzählt lauf links, Eltern erzählen lauf rechts oä. Das ist kontraproduktiv und als Trainer wundert man sich dann, wenn die Kinder nicht das machen was man besprochen hat. Und das Kind fängt irgendwann an das zu hinterfragen und wird für sich die richtigen Antworten finden. Und einer von beiden - Eltern o. Trainer - haben dann vielleicht Mist erzählt, zu viel gewollt, zu viel verlangt oder nur an sich gedacht.


    Dieser Punkt ist für mich persönlich mit das Schwierigste am Trainerjob. Eltern wird es da nicht anders gehen. Und damit sitzen beide eigentlich in einem Boot...


    Gruß,
    sb

    Wenn ich Bock auf Fußball habe, dann ist für mich die AH genau das richtige

    Nix für mich. Die nehmen das zu ernst... ;)


    Ich spiele generell nicht mit, da die Kinder die Ballkontakte besser gebrauchen können als ich.


    Wenn, dann ausnahmsweise wegen den hier schon genannten Gründen:
    - ausgeglichene Teams herstellen
    - Spieler gezielt einsetzen und anspielen
    - Vorzeigen von Spielsituationen


    Wir hatten das Thema vor langer Zeit schon mal. Unsere Ausbilder beim Trainerschein meinten, dass man als Trainer nie mitspielen sollte. Das sehe ich nicht so, denn mitspielen kann in gewissen Situationen von Vorteil sein. Man sollte aber den Kids nicht das Spiel und die Ballkontakte wegnehmen.


    Gruß,
    SB

    @open-minded
    Danke für das Video. Hab mich grad vor Lachen am Kaffee verschluckt... :thumbup:


    @All
    Ich habe zum Saisonauftakt schon oftmals eine Anwesenheitsliste angelegt. Nach ein paar Trainings habe ich sie aber nicht mehr hergenommen. Zeigt mir also, dass ich persönlich so eine Liste nicht benötige. Desweiteren, da gebe ich meinem Vorredner Recht, ist die Spieleinteilung, nur anhand der Trainingsbeteiligung, schwierig.


    Aber Respekt, wer so etwas von Saisonstart bis -ende regelmäßig führt.


    Gruß,
    sb

    Gibt es denn da keine Empfehlungen vom DFB oder BFV?

    Soweit ich mich erinnere wird beim C-Lehrgang offiziell von 60-70 Minuten gesprochen. Das war so ein Stufenmodell ab der F-Jugend. Und pro Jahrgang dann immer ca. 10-20 Minuten länger Training.


    Ich trainere (seit F-Jugend) immer 90 Minuten. Da ist dann aber auch Aufräumen und Organisatorisches mit dabei. Nettozeit liegt deshalb etwas darunter. Ich höre also 10 Minuten vor der Endzeit auf, 5 Minuten aufräumen und 5 Minuten Organisatorisches und alle können zu ihren Eltern bzw. nach Hause. Die es eilig haben können gleich weiter, die die ratschen wollen, ratschen dann halt noch.


    Die Trainingslänge sollte jeder Trainer individuell festlegen. Ich wollte 90 Minuten damit ich im Training genug Zeit habe, es sich also lohnt. Die Eltern hatten damit keine Probleme und nun das wichtigste: Den Kindern gefällt das auch.


    Die Start- und Endzeit ist ja eine sehr individuelle Sache. Ab wann hat der Trainer Zeit? Ab wann haben die Kinder Zeit? Wie ist die Platzbelegung? etc. Ich bin in der glücklichen Situation, mir meine Arbeitszeit selbst einteilen zu können. Somit kann ich auch früher anfangen. Heißt bei mir derzeit um 17 Uhr. Ich bin spätestens eine halbe Stunde vorm Training am Platz und baue auf. Um kurz vor 18:30 Uhr sind wir dann mit allem fertig.


    Gruß,
    sb

    Bemerkenswert, wie auch wirklich jede Situation im Fußball und Vereinsleben anders bewertet wird und somit Potenzial für Konflikte herbergt. Es wird einfach nicht langweilig... :rolleyes:


    Nun aber zum Thema. Vorneweg muss ich gestehen, dass ich beruflich und privat auf "Corporate Design" stehe. Von daher ist meine Antwort vorhersehbar... :whistling:
    Denn das gilt auch für den Fußballverein, denn ein einheitliches Erscheinungsbild auf allen Ebenen macht was her. Damit komme ich schon zum ersten Punkt, der mich verwundert:

    Die Farbe wich aber minimal von den Vereinsvorgaben ab

    Da geht's schon los. Minimal ist auch eine Abweichung. Frage ist: Wer entscheidet das bei euch im Verein?

    Nun möchte der Verein maßgeblich Einfluss auf die Ausgestaltung dieser Trikots nehmen, Farbgebung, Verwendung von Spielernamen untersagt etc.

    Wenn die nächste Mannschaft kommt und wieder eine "minimale" Abweichung vornimmt und dann noch eine Mannschaft, dann kann man sich die Vorgaben gleich sparen. Sollte es Vorgaben, in welcher Form auch immer, geben, hat sich jeder daran zu halten und bei Gewinn oder Sponsoring neuer Trikots Rücksprache zu halten. Ich finde das "Inseldenken: Mein Team, meine Spieler und sonst nix" in Vereinen nicht gut. Ich weiß, dass ist von Fall zu Fall immer getrennt zu betrachten. Zielt auch nicht auf dein Beispiel ab, denn ich kenne deinen Verein nicht.


    Für mich gilt: Spieler - (Eltern) - Trainer - Mannschaften - Jugendleitung - Vorstand = Verein.
    Die Spieler/Trainer (als Mannschaft) haben einen Wunsch (neue Trikots als Gewinn). Damit gehen sie zur Jugendleitung und die zum Vorstand. Die entscheiden dann, was gemacht wird.


    Zum Anderen sehe ich das wie @Trainero, @Stone und @CokeFreak, mit seinem Vorschlag eines Deals. So geht für mich Vereinslebens...


    Gruß,
    sb


    Jetzt vor dem Absenden kommt's mir grad: Wenn bei Trikots schon eine Frage mit rechtlichen Bezug kommt, stimmt doch etwas nicht, oder? ?(