Grundsatzfrage zum Forum, viele Themen im Kleinfeldbereich und dann wird es schleichend weniger

  • Ich habe eher die Beobachtung gemacht, dass es VOR ALLEM die sind, die einen guten Namen haben. Ich habe mich schon so oft gefragt: "Das ist jetzt der, über den alle so groß reden?"
    Das traurige an der Sache ist, dass der gute Namen eine recht großen finanziellen Gegenwert hat.

    Den Fall haben wir leider beim Trainer unserer 1. Herren. Da ich zu vielen Spielern der Mannschaft einen ganz guten Kontakt habe oder mit denen befreundet bin, weiß ich, dass die Spieler das auch wissen. Da ich auch Mitglied im Abteilungsvorstand bin, habe ich unseren 1. Vorsitzenden auch schon öfters mal drauf hingewiesen. Von dem kommt dann nur "Der Erfolg gibt ihm doch recht". Wenn man sich dann mit den Spielern der Mannschaft unterhält merkt man schnell, dass die Spieler aufm Platz ihre eigenen Entscheidungen treffen, was Ausrichtund und Taktik angeht. Die Vorgaben vom Trainer werden ignoriert.
    Wenn ich mir dann vor Augen halte wie viel der da im Monat für kassiert wird mir ebenfalls schlecht.

  • Bei vielen Trainern sehe ich da noch nicht mal böse Absicht. Uns im Kinderbereich geht es doch nicht anders. Wir investieren viel Zeit in den Trainerjob und machen uns viele Gedanken, wie wir z.B. Konflikte lösen können. Oftmals sind es ja Konflikte mit Eltern, eher weniger direkt mit Spielern. Ab der C sind die meisten Eltern raus und du kannst das mit den Spielern selbst klären. Dafür brauchst du dann aber auch kein Forum mehr. Das passiert meistens unter vier Augen.


    Ich perönlich würde mir mehr Beiträge aus diesem Bereich wünschen, weil ich dadurch an Erfahrung gewinnen kann. Ich muss ja nicht die gleichen Fehler machen, die andere schon gemacht haben. Oder ich kann Dinge anders machen und kann die Kinder schon früher an gewisse Dinge heranbringen.


    Ich habe im letzten Herbst unseren Senioren-Trainer beim Training gefragt, worauf er als Junioren-Trainer besonders achten würde. Auf die Frage wusste er erst mal gar nicht was er antworten sollte, weil er sich darüber noch nie Gedanken gemacht hat. Warum auch? Sein Job ist genauso "beanspruchend" wie meiner. Wir beiden mache das in unserer Freizeit, gehen beide arbeiten, haben Familie und machen uns öfter am Tag Gedanken bei denen es natürlich um unsere eigene Mannschaft geht. Aber gerade dieser Austausch wäre - vielleicht sogar für beide Seiten - ganz interessant.


    Ende vom Lied waren ein paar Dinge die er bei seinen Kickern vermisst, die ich als Junioren-Trainer beachten kann und meinen Kindern mit auf den Weg geben kann. Manchmal schaut er jetzt auch bei unserem Training zu und wir tauschen uns kurz aus.


    Gruß,
    sb