Das gleiche ist bei meinem Nebentrainer und Mir zu sehen ( Und ja, Nebentrainer nicht Co-Trainer ... wir kennen uns seit der C-Jugend und waren uns die letzten 2 Jahre immer einig. Jetzt werden wir uns auch trennen aber aus zeitlichen Gründen und nicht aufgrund der Gleichstellung der Trainer )
Mein Nebentrainer pflegt ein eher distanziertes Verhalten zu Spielern und Kindern.
Ich hingegen Christian,bin der Freund der Kinder.
Wieso nicht ein wenig mehr autoritär? Ich bin der Meinung,dass die Kinder sich nur entwickeln können wenn sie sich wohl fühlen,keine Angst haben Sachen auszuprobieren.
Mit Sachen meine ich Trainingsinhalte (also beim Training einen Trick oder sonst etwas) aber auch mal zu meckern, sie dürfen sich beschweren,dürfen ihre eigene Meinung haben und diese auch verbreiten.
Später in der Schule und Beruf ist es wichtig,dass sie ihre eigene Meinung haben und diese auch vertreten können - haben sie schon im Kindesalter schlechte Erfahrungen gemacht,werden sie es wahrscheinlich nicht können.
Ein Beispiel -eins meiner Kind wird nächstes Jahr in die E1 gehen und war gestern und heute schon auf einem Tunier der E1, gestern bin ich just 4 fun hingefahren und der Junge nach dem Tunier :
"Bist du morgen auch dabei?" - "Ich weiß es noch nicht-möchtest du das denn" - "JA AUF JEDEN FALL, du bist nächste Saison ja leider nicht mehr mein Trainer,aber ich will soviel Zeit mit dir wie möglich verbringen-wenn du dabei bist fühle ich mich auch sicherer als ohne dich"
... und natürlich fahre ich jetzt gleich zu dem Tunier!
Auch gestern spielte ich mit den Kids fangen,oder hielt den Ball hoch wenn wir mal ne längere Pause hatten. Bei mir sollen die Kinder schlicht und einfach Spaß haben.
Auch die Eltern bei uns, sprechen zunächst immer mit mir, weil ich näher an ihnen dran bin. Natürlich dürfen die Eltern nicht soviel wie die Kinder, wenn mir einer etwas vorschreiben will (Mein Junge ist da besser/wieso spielt er denn nicht E1 ?? ) begründe ich die Entscheidung die Ich und die anderen Trainer getroffen haben .Seit der C-Lizenz ( Ich war vor dem Prüfungswochenende der gleiche Trainer,nur nicht für die Eltern) wird meine Meinung auch aktzeptiert aber ich versuche natürlich dem Wunsch der Eltern nach zu gehen.
Ich bin der Meinung, als Trainer im Kinderbereich ist man viel mehr Pädagoge und Betreuer als Trainer, auch für die Eltern.
Ich schaffte es einen Jungen , der mit dem Fußball aufhören wollte wieder den Spaß am Fußball zurück zu geben. Er hat das Problem,dass er der "jüngere" von Zwilligen ist,und sein Bruder ehrlich gesagt immer der bessere ist-sei es Schule oder Fußball. Und hier, hatte ich das einzige Mal eine feste Position, er war meine linke seite. Ich hab ihm das vertrauen gegeben,dass er da spielen kann, das er da der Beste aus der Mannschaft ist. Und irgendwann begann ich dann bei ihm auch zu rotieren, was er aber gar nicht gemerkt hat hehe. Ich habe also Pädagogik vor Training gestellt.
Auch die zwei Jungen sind es,die sehr fixiert auf mich sind. Die Eltern leben getrennt und der Vater ist der größte Ar*** den ich je gesehen hab, also habe ich zwei Kinder hier,für die Ich ein kleiner Vaterersatz bin, die zu mir kommen und fragen ob sie mir ihren neuen Trick zeigen können.
Ich glaube man merkt auch ,dass ich authentisch bin-das ist meine Art auch wenn viele sagen würden,dass meine emotionale Bindung zu groß ist,das bin Ich,so trainiere ICH Kinder, bei einer anderen Altersgruppe mag es anders aussehen
Bei meiner neuen position als Koordinator des Kinderbereiches kann ich nicht der Freund sein,hier muss ich objektiv entscheiden können - dies werde ich trennen müssen,bin gespannt ob ich das schaffe 
Anmerkung : Bei uns am Stützpunkt werden die Trainer gesietzt (huch,schreibt man das so
) ... beim Hopsitieren fragte der Trainer mich wieso sie das wohl so machen-ich dachte zunächst aufgrund der Disziplin,dem ist aber nicht so. "Ich bin hier um Talente zu selektieren und muss einem Spieler auch mal sagen,dass es nicht mehr reicht ,ich schütze die Kinder und mich dadurch- ich baue keine große emotionale Bindung zu den Spielern auf" - für mich schlüssig.