Beiträge von thomasg

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    und überhaupt, die Idee mit der Zeituhr und der Einführung der Nettospielzeit (z.B. 60 min.) ist doch super (zumindest im Profisport, wo der entsprechend Aufwand mit Zeitnehmern getrieben werden kann). Einfach immer die Zeit stoppen, sobald das Spiel unterbrochen ist - warum auch immer - und alle Zeitschinderei ist sinnlos und vorbei.

    ohne wenn und aber, die Aktion war eine Riesensauerei.


    Den Ball nicht wieder rausrücken, weil man die vorherige Aktion des Gegners für Schauspielerei hält, ist eine Sache. Da bin ich durchaus auch der Meinung, dass der Zeitschinderei und den Spielflussunterbrechungstricks irgendwie Einhalt geboten werden sollte. Aber dann sollte zumindest jeder wissen, woran er ist und das Spiel geht einfach neutral weiter.


    Aber hier hat ja der eigene Abwehrspieler den Ball in der Absicht nach vorne geschlagen, den Ball dem Gegner zu überlassen. 21 Spieler auf dem Platz waren sich einig was passieren soll und einer nutzt die Situation aus. Das war lächerlich, so was habe ich noch nie gesehen. Dem Gegner hätte anschließend ein Tor geschenkt werden müssen. Hier hätte auch der Trainer einwirken müssen, aber ist halt Profisport, da hat man es eben gelassen nach der ersten Verunsicherung.

    9 Kinder abgemeldet seit dem Sommer und 4 denken darüber nach ? Hört sich gar nicht gut an, auch wenn womöglich mehr Gedanken hinter dem freien Spielen stecken als sich beim Zusehen erschließt.


    Aber dann sollten zumindest diverse Spielformen (z.B. Turnier mit kleinen 3'er oder 4'er Mannschaften) angeboten werden und die Mannschaftsstärke nicht zu groß sein. Ansonsten wird es vielen an Ballkontakten mangeln und es bringt nichts.


    Wie sieht das Training denn aus ? Immer nur zwei große Mannschaften und dann los ? oder etwas kreativer in Turnierform ?


    Auch die Kommunikation mit den Eltern ist wichtig. Wenn ich als Trainer angesprochen werde muss ich die Gründe für mein Verhalten nennen können, ansonsten ist es klar dass andere denken ich bin planlos. Ich bin auch schon angesprochen worden nach dem Motto: Beim Handball ist meine Tochter immer viel kaputter nach dem Training, das ist wohl besseres Training oder müssten nicht viel mehr Anweisungen erfolgen (offenbar für viele immer noch das Sinnbild für den Trainer mit Ahnung: Reinrufen, Dirigieren usw.). Wenn man auf Ansprache durch Eltern aber darlegen kann, das eben doch ein Grundgedanke dahinter steckt, hat man als Trainer doch schon gewonnen. Warum also mit so einer Abfuhr reagieren ? Vielleicht doch keinen Plan dahinter der Mann ?!

    elladino,


    da ich beruflich vom Fach bin, kann ich Dir das mit dem älteren Herren in Kreuzberg schnell erklären:


    Jeder, der eingebürgert ist und folglich die deutsche Staatsbürgerschaft und den deutschen Personalausweis hat, darf wählen. Der ältere Herr hat also offenbar keinen Einbürgerungsantrag gestellt und ist weiterhin türkischer Staatsbürger. Für eine Einbürgerung muss man vorher aus der türkischen (oder vietnamesischen oder holländischen) Staatsbürgerschaft entlassen werden. Dies muss man bei seinem Heimatkonsulat beantragen. Dies möchte nicht jeder, was ich auch verstehen kann. Aber ohne deutsche Staatsbürgerschaft gibt es eben auch nicht die damit verbundenen Bürgerrechte, z.B. das Wahlrecht.


    Eine Ungerechtigkeit kann ich darin nicht entdecken. Wenn ich als Deutscher in die Türkei (oder Vietnam oder Holland) ziehe und dort 30 Jahre arbeite und lebe und Steuern zahle (mich aber nicht einbürgern lasse), dann darf ich dort auch nicht wählen. So what ?


    Und die Probleme sind in allen Köpfen zu lösen, nicht nur in den Deutschen. Es soll mir keiner erzählen, dass die Vorbehalte nur von einer Seite kommen.

    Süß ist ja, das der Schreiberling schon im Eingangssatz seine enorm verquere Weltsicht offenbart: ausgerechnet die Kosten der Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr werden kritisiert, wie schwachsinnig kann man eigentlich sein ? Ein blöderes Beispiel kann er wirklich nicht wählen. Das Umherkutschieren mit den Dingern ist also Privatvergnügen auf Kosten der Allgemeinheit, so kann man das auch sehen wenn man ganz oft mit dem Kopf irgendwo angestoßen ist.


    Beim Fußball werden sicherlich keine Leben gerettet, aber das insbesondere der Breitensport der Allgemeinheit einen Riesendienst erweist, indem er die Kids zumindest phasenweise von den smartphones weghält und ein echtes Erleben neben Internet, Facebook usw. möglich macht, erschließt sich offenbar nicht jedem.


    Sollte man wirklich drauf anworten, das kann man doch so nicht stehen lassen. Ist ja echt ne Provokation.

    tobn,


    natürlich schleppen wir alle unsere Vorurteile mit uns herum. Schon den ersten Familienverbänden, die durch die Savanne oder durch den Dschungel gestreift sind, dürfte ein am Horizont auftauchender Fremder eher als potentielle Bedrohung vorgekommen sein und nicht als potentieller neuer Freund. In der Generation meiner Eltern war noch der Unterschied zwischen katholischer und evangelischer Konfession von elementarer Bedeutung, heute interessiert das -zurecht- keinen mehr bei der Beurteilung von Mitmenschen. Wir stehen angesichtes des 'Zusammenrückens' der Welt vor enormen Herausforderungen, man denke nur an die Freizügigkeit bei der Wahl des Wohnortes und der Wahl des Arbeitsplatzes innerhalb der EU. Aber wir neigen aus deutscher Sicht schon sehr dazu, uns extrem zu hinterfragen, den gleichen Respekt und die gleiche Rücksichtnahme von anderen aber nicht zu verlangen. Aber das soll es jetzt wirklich sein, ist ja schließlich ein Fußball-Forum.


    Stella,


    Ich habe mir den Eingangsbeitrag jetzt ein paar Mal durchgelesen und frage mich, ob ich völlig am Thema vorbei geschossen bin. Aber es ist nun mal von türkischer Mentalität die Rede und von Erfahrungen mit türkischen Mannschaften und nicht nur von einer parteiischen Schiedsrichterleistung. Da kannst Du Dich nicht darüber aufregen wenn einige Kommentare in eine entsprechende Richtung gehen. Sofern es alleine um eine extremst parteiische Schiedsrichterleistung geht hier ein rein auf den Fußball bezogener Rat:


    Mit dem Schiedsrichter diskutieren bringt nach meiner Erfahrung gar nichts und bewirkt oft eher noch eine Verschärfung der Situation. Daher gibt es nur zwei Möglichkeiten:


    - auf die Zähne beißen und hinterher offiziell beim Verband beschweren. Der ausrichtende Verein sollte schon eine Rückmeldung erhalten und ist vermutlich nicht begeistert, durch das Verhalten des Trainers eine Anfrage des Kreisverbandes zu erhalten. Vielleicht weiß der Verein gar nicht, was für einen Schatz als Trainer er da hat. Schließlich verfolgen die wenigsten Vereinsvorstände normale F-Jugend-Spiele. Und wenn es gar nicht mehr geht:
    - die Mannschaft vom Platz nehmen und offiziell beim Verband beschweren.

    Schimanski,


    ganz genau, die Trennung fängt in den Köpfen an, und das auf beiden Seiten. Wir sind aus unser Geschichte heraus nur zu bereit, immer nur unser Verhalten zu hinterfragen und ob wir offen auf andere zugehen.


    Wir hinterfragen aber kaum, wie es mit einer echten Integrationsbereitschaft von Einwanderern und deren Kindern bestellt ist. Integration bedeutet ja nicht nur, Arbeit zu haben, die Sprache zu sprechen u.ä. Sie bedeutet insbesondere, den anderen als gleichberechtigten Menschen anzusehen.


    Ich habe beruflich viel mit Ausländern und insbesondere türkischen Familien zu tun, bearbeite auch Visaanträge zur Familienzusammenführung etc. Wenn man in diesem Bereich einige Jahre tätig ist, bekommt man mit, dass es für Menschen aus diesem Kulturkreis schwierig ist, jemanden mit einer anderen Kultur und Religion als gleichbrechtigt zu akzeptieren. Das jemand 'von außen' in die Familie eindringt und als Partner des Sohnes/der Tochter toleriert wird, ist nahezu ausgeschlossen. Und so entsteht eine vollständig in sich abgeschlossene Gesellschaft, zu der niemand Zutritt hat mit völlig eigenen Werten und Ehrbegriffen.


    Keine Ahnung, ob dies irgendeine Relevanz zum Verhalten auf dem Fußballplatz hat. Wenn man Berichte über den türkischen Fußball verfolgt, dann ist vieles dort wohl heißblütiger und emotionaler als bei uns auch ohne 'ausländische' Beteiligung.


    Mir wird aber durchaus mulmig bei dem Gedanken, es bei rein türkischen Mannschaften potentiell mit Menschen zu tun zu haben, die mich als deutschen Michel abqualifizieren und mir aus diesem Grund wenig Respekt entgegen bringen. Die Mischung von Mannschaften mit verschiedenen kulturellen Hintergründen wäre sicherlich besser, um hier eine Toleranz durch gegenseitiges Kennenlernen zu erreichen, als die Schaffung von Nationalmannschaften auf Kreisebene.


    Wenn es mit einer Mannschaft häufiger Ärger gibt, würde ich eher auf das Spiel verzichten und die Punkte abschenken. Ich weiß, dieses Forum ist nicht für gesellschaftspolitische Grundsatzdiskussionen gedacht, aber bei der Fragestellung passte es mal. Das war mein letzter Beitrag zu dieser Thematik, ich werde mich jetzt wieder auf Fußball konzentrieren, da sind die Baustellen groß genug s. das gestrige Hallentraining

    Hallo Stella,


    ich habe als Spieler seinerzeit einige Erfahrungen gegen rein türkische Mannschaften gemacht. Leider keine guten. Es hat sich sehr oft gezeigt, dass hier doch die Mentalität eine sehr große Rolle spielt und es oft sehr emotional und 'hoch' her gegangen ist bis hin zu Bedrohungen, Faustschlägen etc. Allen Mitspielern war immer mulmig, wenn es wieder gegen eine rein türkische Mannschaft ging (hier im Kreis gibt es drei rein türkische Vereine, allerdings nur im Punktspielbetrieb bei Erwachsenenmannschaften, keine Jugendmannschaften).


    Einer meiner Spielerkollegen musste mal mit einem Kieferbruch ins Krankenhaus, nachdem wir unverschämter weise ein Spiel gewonnen hatten. Mit der Verarbeitung von ungünstigen Spielverläufen haben diese Mannschaften mitunter größere Probleme, auch heute kommt es immer wieder mal zu Vorkommnissen mit entspr. Strafen. Das kann man ruhig mal so aussprechen, und ich bin froh, dass wir als Jugendmannschaft nicht gegen rein türkische Mannschaften antreten müssen.


    Du schreibst zwar nur über ein Fehlverhalten des Schiedsrichters, die Beschreibung des Verhaltens trifft sicher auch auf viele deutsche Betreuerkollegen zu. Aber da Du nach Erfahrungswerten mit rein türkischen Mannschaften fragst, antworte ich trotzdem. Ich sehe das problematisch im Spielbetrieb, besser wäre eine Integration in vorhandene Heimatvereine.

    Natürlich kann man hin und wieder ein Training sausen lassen oder auch ein Spiel, ist ja nur ein Hobby.


    Aber dann bitte in Absprache mit dem Trainer und den Mannschaftskollegen, die ja dann allein dastehen. Planungssicherheit muss schon sein, sonst findet man sich mit 6 Mann beim Training wieder oder mit 10 Leuten beim Treffen zum Auswärtsspiel.


    Mich haben früher als aktiven Fußballer immer die Mitspieler sehr geärgert, die es nicht nötig hatten vorher abzusagen und einfach nicht gekommen sind. Wie oft haben wir am Vereinslokal zur Abfahrt gestanden und haben Leuten hinterher telefoniert oder noch kurzfristig versucht Ersatz zu bekommen (zugegebermaßen oft Heißkisten aus der Altherrenabteilung, die immer die gepackte Tasche im Kofferaum hatten und nur zu geil darauf waren, endlich mal wieder ein richtiges Punktspiel zu machen. Mit denen hat man sich als dritte Mannschaft eher nicht verschlechtert :P )


    Also bitte die Abmeldeetikette beachten !


    Und auch nach meiner Erfahrung hat oft weniger die Zeit auf dem Platz gestört, sondern eher die sogenannte 3. Halbzeit, die ja auch irgendwie dazu gehört aber den Tag oft erst richtig versaut - wenn man denn noch was anderers vorhat. Wenn man hier Abstriche macht, dürfte doch ein Kompromiss möglich sein ;)

    Hope,


    ich spreche nicht davon, den Kindern keine Ausbildung zu geben und zu sagen 'ist doch alles nur Spaß'. Natürlich gehört die fußballerische Entwicklung nach oben auf die Prioritätenliste.


    Aber nicht die Nörgeleien eines Elternteiles über angebliche Unzulänglichkeiten der Betreuer. Dann bitte selber machen ! Aus Betreuerperspektive sind alle Spieler zu beobachten, aus Elternperspektive nur ein einziges. Das würden die Nörgler dann schon merken, wenn sie sich ernsthaft beteiligen.


    Steini,


    sauberer Kommentar zu Kicker ! :thumbup:

    ich würde rotieren, also nicht mehr als 10 oder 11 Spieler mitnehmen. Bei der Spieleranzahl kriegst du sonst große Probleme mit den Einsatzzeiten, wenn du erst mit den besten 7 anfängst und dann mal schaust was das Spiel machst. Du wirst nicht jedesmal deutlich in Führung gehen, was machst du bei einem knappen Spielstand oder gar bei einem Rückstand ? Wohl kaum auch komplett durchwechseln, und dann fangen die Probleme an, die in der Regel mit äußerst dürftigen Einsatzzeiten der schwächeren Kinder enden. Sieht man doch ständig am Wochenende, nur bei klaren Spielständes ist man mal 'großzügiger' mit längeren Zeiten für schwächere Kinder. Und an der Rotation sind natürlich auch die starken Kinder zu beteiligen, jeder muss mal pausieren. Viel Glück bei der Puzzle-Arbeit der Zusammenstellung der Besetzungen !

    wer hat das Problem ? Der Junge doch wohl offenbar nicht, der hat doch Spaß in der Mannschaft in der er spielt. Also hat hier doch anscheinend nur ein Elternteil ein Problem damit, dass der Junge angeblich zuwenig beigebracht bekommt. Meiner Meinung nach in der Prioritätenliste ganz unten anzuordnen, ich sehe hier überhaupt kein Problem !


    Mal ganz im Ernst, wenn ich eine Mannschaft von ca. 15 Kindern betreue, bei der ich es schaffe das die Mannschaft funktioniert und die KInder ihren Spaß haben, dann hätte ich richtig Lust auf einen Vater der mir sagt: du bringst meinem Kind zuwenig bei.

    Die Mannschaft vom Platz zu holen kann nicht die Lösung sein.


    Natürlich sind ca. 20 Gegentore pro Halbzeit absurd. Aber wenn der Spielverlauf ansonsten normal ist, keine Fouls, Unsportlichkeiten etc. auftreten kann man die Mannschaft doch nicht einfach vom Platz holen, nur weil man viele Tore kassiert. Evtl. fangen einige dann schon nach 5 Gegentoren an, die Mannschaft vom Platz zu holen. Ein ausgewogener Spielverlauf ist insbesondere in den unteren Jugendklassen nun einmal nicht garantiert. Da muss man dann einfach mal durch. Es wäre natürlich schöner, wenn man in so einem extremen Spielverlauf mit dem 'gegnerischen' Trainer gemeinsam eine Lösung finden könnte, um die Torflut einzudämmen.


    Aber selbst wenn das nicht möglich ist, handelt es sich um keinen Grund, das Spiel abzubrechen. Dürfte auch eine Strafe für den Verein nach sich ziehen.

    tobn,


    die Diskrepanz der Einsatzzeiten zwischen den starken und den schwächeren Spielerinnen ist in meinem starren Modell in der Tat sehr hoch. Ist auch nur ein erstes Denkmodell, um sich daran entlang zu hangeln. Wir haben im letzten Spiel gegen den weit überlegenen Tabellenführer gespielt, da war das einfach notwendig. Aber auch die starken stoßen hier an ihre Grenzen. Es geht über 60 Minuten, der Platz ist größer als noch in der E-Jugend. Wir haben wie gesagt keine älteren D-Jgd.-Mädchen (der ältere Jahrgang bildet eine eigene Mannschaft -liegt einen Platz hinter uns ;) -), sondern eine Mischung zwischen E-Jgd. und junge D-Jgd. Ein Mädchen gar nicht auszuwechseln und 60 Minuten durchspielen zu lassen, ist vielleicht schon fahrlässig, vermutlich muss es schon etwas flexibler zugehen, damit sich jede mal erholen kann.


    Und auch die Zufriedenheit der Mädchen ist dann sicherlich größer, wenn alle mal ausgewechselt werden. Und von Vertrauen gegenüber den schwächeren spricht es auch nicht gerade, einige Mädchen gar nicht auszuwechseln. Ich sehe, da müssen wir dran schrauben und dann einfach mal gucken, wie es läuft. Mit meinem Modell kommt es ja zwangsläufig zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Mannschaft. Je mehr ich drüber nachdenke, desto klarer wird mir das vieles gegen ein völlig starres Modell spricht, insbesondere ein paar Mädchen quasi für Nicht-Auswechselbar zu erklären.


    Wir haben in der E-Jgd. mit einem 2-2-2 gespielt, wie eigentlich alle Mannschaften gegen die wir gespielt haben. Als sehr junge D-Jugend wollten wir auf ein 3-2-1 umsteigen, um hinten erst mal sicher zu stehen. Aber nach den ersten Spielen haben wir wieder einen Verteidiger abgezogen, weil nach vorne einfach zu wenig ging. Jetzt spielen wir in der Grundausrichtung wieder 2-2-2. Das klappt gut, da unsere 'Stamm'-Verteidiger (hinten will ja kaum eine spielen) und eine Mittelfeldspielerin in der Lage sind, sowohl nach hinten gut dicht zu machen und auch immer wieder mit nach vorne zu gehen. Die sind wirklich gut, in der ganzen E-Jugend Rückrunde hatten wir nur 5 Gegentore. Jetzt in der D-Jugend 26, aber dafür haben wir auch 27 geschossen, nicht schlecht für die 'kleine' Mannschaft. Eine der Verteidigerinnen hat sogar 7 oder 8 Tore geschossen und ist gleichzeitig hinten eine Bank, die ist wirklich herausragend gut. Ein 3-3 erscheint uns anhand der Platzgröße zu gewagt, da wir schon jetzt viele Tore damit kassieren, das unsere Verteidiger aufrücken und dann Konter gesetzt werden. Wird sich bei einem 3-3 vermutlich noch verschlimmern, die anderen können das einfach nicht auffangen.


    Dazu kommen zwei gute offensive Spielerinnen und eine weitere gute Verteidigerin, die sich aber auf das Absichern beschränkt. Die beiden guten Offensivspielerinnen sind nicht sehr oft gleichzeitig auf dem Platz, weil sonst das 'Mischen' der Mannschaft sehr schwierig ist. Wenn beide gleichzeitig runter sind, spielt sich vorne nicht mehr viel ab. Auch die stärkste Mittelfeldspielerin ist wirklich richtig gut, die ist im Prinzip überall auf dem Platz, fängt viele Bälle ab und kann den Ball dann auch nach vorne tragen.


    Die restlichen Spielerinnen sind leider noch nicht in der Lage, sehr viel zum Spiel nach vorne beizutragen. Aber alle beteiligen sich dabei, den Gegner anzugreifen. Richtige Ausfälle sind nicht dabei, nur das Nesthäkchen ist kaum ein echter Gegner für die anderen Mannschaften, mit ihr sind wir fast einer weniger auf dem Platz. Aber sie hat trotzdem ein gutes Standing in der Mannschaft und keiner murrt, wenn sie reinkommt.


    Mit nur 2-3 der stärkeren auf dem Platz fällt es der Mannschaft sehr schwer, nach vorne zu spielen. Aber wenn sich alle immer auf die Starken verlassen, das die es schon richten, bleibt es vermutlich immer so. Schon aus dem Grund ist es sicher richtig, die schwächeren mehr in die Pflicht zu nehmen und ihnen zu sagen ihr müsst es auch mal so schaffen. Aber bei der 'Totalrotation' im vorletzten Spiel -wo im Ergebnis dann ja auch die Stärkeren entsprechend aufgeteilt waren- hättest du einige Eltern mal hören sollen. So kann das ja nichts werden, was macht der denn usw.


    Na ja, jetzt ist erst mal ein paar Monate Ruhe bis zum nächsten 'ernsthaften' Spiel. Sicherlich ist dann zum Start der Rückrunde auch ein Elternbrief sinnvoll, um unsere Handlungsweise zu erläutern. Wäre völliges Neuland, hat hier noch keiner gemacht. Aber erst mal eine Linie mit den Mitbetreuern finden......

    tobn, don Quijote,


    danke für die Wünsche. Vielleicht geht es ja weiter. Habe mittlerweile ein paar Eltern gesprochen (kleines Dorf hier). Falls es nicht reine Höflichkeitsfloskeln waren, waren einige doch ganz zufrieden damit, dass nicht die übliche Einsatz-Lotterie herrschte (zumindest für die Schwächeren war das Einwechseln ansonsten sonst völlig willkürlich und keinesfalls eine Reaktion auf Spielsituationen. Eher nach dem Motto: Blöd, aber spielen muss die ja auch mal. Hoffentlich geht in den 5 Minuten nichts schief).


    Wie genau so ein Wechselplan sein kann, wird sich dann zeigen. In den letzten beiden Spielen habe ich einfach sehr exakt nach der Uhr gewechselt, um überhaupt mal so etwas zu machen. Wenn wir tatsächlich eine Rotation einführen, werden wir uns auch dabei abstimmen müssen. Da man die Spielstärke aller Mannschaften jetzt kennt, kann man natürlich die Einteilung der jeweils 10 Mädchen am Gegner orientieren. Im jeweiligen Spiel hätte man mit Rücksicht auf das sportliche Mithalten die Möglichkeit, das ganze rein Mathematisch zu lösen. Selbst wenn 4 Mädchen komplett durchspielen würden, bliebe für die restlichen 5 Feldspieler eine Einsatzzeit von je 24 Minuten. Gleiche Einsatzzeiten für alle kann es nicht geben. Von den 13 Mädchen sind 6 noch für die E-Jgd. spielberechtigt, der Rest ist jüngerer Jahrgang D-Jdg. Die anderen Mannschaften sind uns also körperlich in der Regel deutlich überlegen. Vier von den 'Starken' brauchen wir auf dem Platz, damit das Ganze noch einen sportlichen Sinn hat. Ich meine damit nicht gewinnen müssen, sondern mitspielen zu können, auch offensive Aktionen zu haben usw.. Die 12 Feldspielerinnen würde ich so einteilen: 6 stark, 5 mittel, 1 schwach (noch jüngerer Jahrgang E-Jgd., kommt schon aus körperlichen Gründen kaum einmal an den Ball. Muss leider auch D-Jgd. spielen, da keine E-Jgd. im Ort). Bei den 'mittelstarken' Kindern gibt es keinen großen Unterschied, wer spielt.


    Nach den Erfahrungen der letzten beiden Spiele tendiere ich dazu, zunächst einmal die beschriebene Lösung zu wählen. Sicher, der Schwachpunkt im Sinne korrekten KIFU ist offensichtlich: 4 Kinder spielen nahezu durch, und 5 Kinder teilen sich die letzten beiden Feldpositionen. Aber zumindest ist jede fast eine Halbzeit auf dem Platz. Aber wir sind körperlich einfach zu schwach, um nur mit 2-3 'Starken' zu agieren, dann kriegen wir keinen Ball mehr hinten raus.


    Aber wer weiß, vielleicht kommt alles auch ganz anders. Wir machen-wenn es tatsächlich zu einer Rotation kommt- auch unsere ersten Erfahrungen damit. Immerhin sind die Gespräche soweit gediehen, dass wir uns vor Beginn der Rückrunde nur zu diesem Thema einmal zusammen setzen wollen. Und in der Hallenrunde sind 2 Mannschaften gemeldet, da gibt es keine Probleme mit den Zeiten :)

    Micha71,


    der Beitrag passt genau zu dem, was mir gerade passiert. Wir haben eine Mädchen d-jgd. im ersten D-Jgd Jahr und 13 Spielerinnen, spielen 6+1. Bislang gibt es keine festgelegten Spielzeiten (was meiner Meinung auch nur mit einer Rotation, d.h. nur 10 Spielerinnen werden pro Spiel eingesetzt, durchführbar wäre). Stattdessen gibt es den üblichen Quark: Die besten 6 beginnen, der Rest darf dann auch mal ein paar Minuten, abhängig wie das Spiel läuft. Bei 6 Ersatzspielern kann man sich denken, wie das aussieht.


    Wir kümmern uns insgesamt zu dritt um die Mannschaft (zweimal Training die Woche, wir sind zu dritt weil sonst berufsbedingt nur 1 mal Training angeboten werden könnte). Es gibt keine Chefrolle bei den Betreuern, wir sind alle 'Papatrainer'. Ich halte mich beim Aus- und Einwechseln raus, da die Mehrheit - d.h. die anderen beiden Betreurer und auch die Eltern (zumindest die engagierten, die in der Diskussion den Ton angeben, und das sind nun mal die mit den stärkeren Kindrn) gegen eine Rotation sind. Hin und wieder bekomme ich dann während des Spiels den Hilferuf 'oder willst du mal wechseln'. Meist irgendwann in der zweiten Halbzeit, wenn dem 'Wechseltrainer' 5 Mädchen anhüpfen und fragen: Darf ich noch mal spielen und es ihm allmählich zu viel wird. Mittlerweile sage ich dann jedesmal, ne jetzt nicht mehr, jetzt ist der Karren schon vor die Wand gefahren. Die anderen kennen meine Einstellung, ich würde von Anfang an anders rangehen mit einer festen Spiel- und Wechseleinteilung. Aber das ist nunmal von der Mehrheit nicht gewollt, schließlich beschränkt man ja damit seine Möglichkeit, im Zeifel doch noch die beste Aufstellung für die Schlußphase zu bringen etc.pp.


    Jetzt in den letzten beiden Spielen mein großer Moment: Die beiden anderen berufsbedingt nicht da. Ich habe es mal richtig ausgereizt: Im ersten Spiel waren alle 13 Spielerinnen da, ich habe zwei Mannschaften eingeteilt und zur Mitte jeder Halbzeit komplett getauscht. Das Spiel ging mit 2:4 verloren, im üblichen 'Modus' hätten wir wohl gewonnen.


    Im zweiten Spiel fehlten 2 Spielerinnen wg. Geburtstag. Das wusste ich vorher. Da wir gegen den absoluten Klassenprimus ran mussten habe ich diesmal einige Spielerinnen durchspielen lassen. Aber auf 2 Positionen wurde nach einem festen Schema durchgewechselt, so dass jedes Mädchen zumindest 20 Minuten Spielzeit hatte. O.k., auch nicht gerecht. Aber nach dem üblichen Modus hätten einige Mädchen keine 5 Minuten gespielt, soviel ist sicher. Es gab eine ehrenwerte 1:4 Niederlage,wirklich nicht zu hoch gegen so eine Mannschaft.


    Ergebnis: Ein Aufschrei der Empörung bei den Eltern (leider melden sich ja immer nur die mit des starken Kindern, die den Werdegang ihrer Sprößlinge besonders verfolgen). Mir wird vorgeworfen, völlig plan- und hilflos gewesen zu sein. Ich hätte ja gar nicht auf die Spielsituationen reagiert. Also gerade das feste Wechselkonzept, das ich im Gegensatz zu den anderen hatte, wird mir als Schwäche ausgelegt.


    Zumindest hat es eine intensivere Diskussion angestoßen. Mein Hauptargument ist, dass jedes Mädchen vor dem Spiel wissen sollte, wann und wie lange es spielt. Das Gebettele um Einsatzzeiten ist unwürdig. Zudem kann ein Mädchen aus dem Spiel nichts lernen, wenn es nur für 4 Minuten reinkommt und dann schon wieder raus muss.


    Leider bin ich in der Diskussion ziemlich alleine, nur der 'Wechseltrainer' schwenkt allmählich um, und sei es weil er den Stress mit den hippeligen Kindern nicht mehr will. Das eine vorherige klare Ansage an die Kinder über die Einsatzzeiten Sinn macht, leuchtet ihm mittlerweile auch ein. Auch das nicht immer alle dabei sein können, dafür dann aber länger spielen wenn sie dran sind.


    Die Hinrunde ist jetzt rum. Ich habe mir selbst die Vorgabe gegeben, zum Start der Rückrunde aufzuhören, falls bis dahin keine Einsicht da ist, einen Rotations- und Wechselplan zu machen. Wäre schade, aber das kann ich als Betreuer nicht vertreten, wenn Mädchen um ihre Einsatzzeiten betteln müssen. Das macht auch beim Zuschauen keinen Spaß. Gleiche Spielzeiten für alle wird es nicht geben, aber wie gesagt muss jedes Mädchen vor dem Spiel wissen, wie lange es spielen wird und da sind 20 Minuten absolutes minimum, besser 30 Minuten. Noch hoffe ich das Beste, aber vielleicht ist meine Betreuertätigkeit im Frühjahr erstmal vorbei.....

    elladino,


    Hut ab vor Deiner Einstellung. So eine Sauerei muss man erst mal mitmachen (nicht ironisch gemeint, da gehört schon wirklich viel Idealismus dazu so etwas zu akzeptieren).


    Bei 30 Kindern holt sich der 'Cheftrainer' die besten 10 ab und kann sein Spiel mit 3 Auswechselspielern in Ruhe bestreiten, und Du kannst bei dann 20 Kindern sehen wie Du das hinkriegst das alle zu ihrem Recht kommen. Na Bravo. Was sagt denn Euer JL oder sonstige Vereinsvertreter dazu, dass kann man doch in der F-Jugend nicht so handhaben (und auch nicht in älteren Jahrgängen). Obwohl, kann ich bei uns ja mal vorschlagen, was wären das für schöne Samstagsvormittage als Chefcoach, herrlich......


    Markus76,


    der Beitrag spricht mir aus der Seele. Wie einige beim Wort Papatrainer allergisch reagieren, ist mir sehr suspekt. Nur weil man als Vater eines fußballspielenden Kindes an die Betreuer/Trainer - Rolle gekommen ist gleich Profilierungssucht und ähnliches unterstellt zu bekommen ? Wieso immer gleich was Schlechtes unterstellen, was soll das ?


    Eigentlich kann man es nur falsch machen:


    Die Eltern engagieren sich nicht im Training = egoistisch, eigene Freizeitwünsche wichtiger als die eigenen Kinder etc.pp.
    Die Eltern engagieren sich als Betreuer = ebenfalls egoistisch, da nur auf den Vorteil des eigenen Kindes in der Mannschaft bedacht, machen es nur um als super Trainer dazustehen und machen wg. Erfolgsorientierung alles falsch etc.pp


    Was denn jetzt ???


    oder muss jeder Betreuer erst durch den allwissenden Kicker-TÜV, um nicht gleich einen drüber zu kriegen, nur weil man eben Betreuer ist ?? Und kann den überhaupt jemand bestehen ?

    Erfolg ist, wenn eine Kinderrevolte zum Erfolg führt. Wir haben 13 Spielerinnen und spielen im 6+1 Systhem. Also ein sicherlich häufiges Problem : für eine Mannschaft zu viel, für zwei Mannschaften zu wenig Spieler. Ohne einen festen Wechselplan das reinste Chaos beim Wechseln, die besten sechs fangen an und die anderen dürfen auch mal ein paar Minuten zwischendurch. Aber wenn immer 3-4 Starke mindestens auf dem Platz sein 'müssen', kann man sich die Zeitanteile der Schwächeren ausrechnen.


    Habe mir bei meinen Trainerkollegen (sind zu dritt, da wir berufsbedingt sonst keine 2 mal Training die Woche anbieten können) und den Eltern den Mund fusselig geredet, beim Thema Angleichung der Spielzeiten gab es wenig Verständnis. Ist doch normal, das die Besseren länger spielen, so ist das eben ist die allgemeine Ansicht. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben und mich damit angefreundet, zur Rückrunde evtl. aufzuhören. Kann den Mädels echt nicht mehr in die Augen sehen, die zur Halbzeit noch nicht drin waren und fragen wann darf ich denn spielen. Einfach durchdrücken kann ich auch nichts.


    Jetzt vor dem 8. Saisonspiel die Wende: die anderen beiden haben sich ohne mich getroffen und sich darauf verständigt, einem festen Wechselplan zuzustimmen. Wir gehen am Montag ins nächste Spiel mit 2 gleich starken Mannschaften,die sich komplett abwechseln werden und das nervige Dauerwechseln entfällt. Allerdings weiß ich nicht, ob echte Einsicht dahinter steckt oder die Situation einfach zu unhaltbar wurde. Es gab keine Beschwerden von Eltern, aber in den letzten beiden Spielen massive Beschwerden von Spielerinnen, denen auch auffält das insbesondere ein Mädchen gar nicht ausgewechselt wird. War schon lustig, 4-5 Mädchen gleichzeitig bedrängen den 'Wechseltrainer' und beschweren sich darüber, dass ein Mädchen nie ausgewechselt wird. Die hatten das richtig abgesprochen.


    Na ja, mal schauen wie es weitergeht. Wir haben die letzten Spiele gewonnen, falls jetzt verloren wird muss sich zeigen ob die neue Einsicht lange anhält oder ob dann die alten Mechanismen wieder wirken. Gilt ja nicht nur für erfolgsorientierte Trainer und Eltern, auch die 'besseren' Mädchen müssen ja akzeptieren, dass die schwächeren größere Anteile bekommen. Bin echt gespannt.

    Daher sollte man als Trainer seinen Einfluss auch nicht überschätzen. Durch 2 oder 3 Stunden Bambinitraining in der Woche kann man keine Wunder bewirken.


    Grüße
    Oliver[/quote]


    Ganz genau. Warum hat man nach einem Jahr Training ein paar richtig gute Dribbler und andere, die keinen Zweikampf riskieren ? Wenn doch alle das gleiche Training kriegen ? Warum sind einige richtige 'Macher' auf dem Feld und andere eher 'Mitläufer'. Warum zerreißen sich einige auf dem Platz geradezu und andere spielen nur ein bisschen mit ? Eins ist schon mal klar: Am Trainer kann diese Entwicklung nicht liegen, der hat mit allen das gleiche Training gemacht.


    Wenn man das erst mal verinnerlicht hat, kann man als Trainer eine entspannte Haltung einnehmen. Man kann die Kinder nur im Verhältnis zu ihrem natürlichen Leistungsvermögen 'etwas' verbessern. Man kann aber nicht alle auf das gleiche Leistungslevel bringen. Also, siehs locker mit der Laufbereitschaft. Ich glaube man sollte seine Ziele dem 'natürlichen' Leistungsvermögen der Mannschaft anpassen und nicht umgekehrt Wunschziele vorgeben, die eine Mannschaft erreichen 'muß'.