Beiträge von thomasg

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    Kann ich sehr bestätigen. Jede Übung, die etwas Ruhe und Konzentration benötigt und bei der man nicht einfach loslegen kann, wird schnell als langweilig bezeichnet. Das Ende vom Lied: Der Übungsteil wird auf einem sehr einfachen Niveau durchgeführt und es wird sehr viel 'frei' gespielt. Ich würde schon gerne mehr Technisches machen, aber alles was nicht sofort 'flutscht' führt innerhalb kurzer Zeit zu Unwilligkeit. Das hat sicher was mit dem mangelnden technischen Niveau im Verhältnis zu gleichaltrigen Jungenmannschaften zu tun. Gerade das will ich mit den Übungen ja abstellen, aber es stößt auf wenig Gegenliebe.....


    Ich habe noch nie eine Jungenmannschaft trainiert. Aber ich vermute, dass sich dort technische Übungen besser durchführen lassen, weil sich die Jungens durch Freizeitgebolze viel selbst beibringen und sich entsprechend schneller in Übungsabläufe einfinden können.


    Vielleicht ist es auch gar nicht so schlecht, die Mädels mehr frei spielen zu lassen, da sie außerhalb des Trainings kaum gegen den Ball treten und die Schwerpunkte einfach anders gesetzt werden müssen als bei den Jungs. Im Augenblick behelfe ich mir dabei, dass ich mir die Übungen für meine D-Jugend-Mädels an den Zielen der E-Jugend orientiere, z.B. bei DFB online.


    Man muss es halt als eigene Sportart für sich sehen und darf sich nicht an den Jungenmannschaften orientieren und nicht deren Niveau erwarten.

    Drobkick,


    ach ja, ganz vergessen, das Ausgangsthema. Dann mal auch meine Gedanken hierzu:


    Du kannst Dir Trainingsübungen und -methoden ausdenken wie Du willst, alleine in dieser Altersgruppe 25 Kindern gegenüberzustehen, kann nicht funktionieren. Ich wüsste nicht, wie das ohne Unterstützung gehen soll und ziehe meinen Hut vor Dir, das Du es trotzdem versuchst und noch nicht aufgegeben hast.


    Außer mehrere kleine Teams zu bilden und ein Miniturnier zu spielen geht da eigentlich nicht viel, es sei denn man trainiert einen sehr disziplinierten Leistungskader wie ein Kollege hier. So ein Miniturnier kann auch mal ganz sinnvoll sein, aber nicht jedesmal. Und auf mehrere Gruppen verteilen und zu unterschiedlichen Zeiten trainieren ? Den Zeitaufwand kann man als Hobbytrainer mit Beruf kaum leisten, ich fürchte das machst Du dann einige Zeit und wirfst irgendwann das Handtuch, die Spiele kommen ja auch noch dazu. Ich kenne einige Kollegen, die gleichzeitig mehrere Mannschaften übernommen haben. Das ging selten über längere Zeit gut.


    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Entweder Unterstützung durch einen oder besser zwei Co-Trainern/Vätern oder die Mannschaft muss auf eine trainierbare Größe reduziert werden (vielleicht hilft ja diese Ankündigung dabei, Hilfstrainer unter den Vätern zu finden, bevor der Junior plötzlich keine Mannschaft mehr hat). Alles andere ist zum Scheitern verurteilt.


    Vielleicht hätten auch einige Väter Lust, trauen sich aber nicht weil sie sowas noch nie gemacht haben. Man muss den Leuten ja nicht immer nur Eigensinn unterstellen. Aber wenn Du das Gesamttraining konzipierst und nur Helfer benötigst, sollte die Hemmschwelle nicht so hoch sein, vielleicht kannst Du da ja auch mit Gesprächen was erreichen.


    Viel Glück !

    FB,


    Du behauptest also wer mir als Dorfdepp-Trainer seine Tochter zum Training anvertraut ist verantwortungslos ? Weil sie eventuell nicht den perfekten Spannstoß lernt oder das effektivste Verhalten bei Überzahlsituationen oder weil sonst irgend etwas fussballspezifisches auf der Strecke bleibt, da nicht hundertprozentig trainiert ? Unter verantwortungsloses Handeln stelle ich mir irgend etwas schwerwiegenderes vor, bei Dir hört sich das so an als könnte man seine Tochter gleich an die Zuhältermafia verkaufen, unperfektes Training scheint bei Dir in etwa auf der gleichen Ebene zu stehen.


    Aber soll ich Dir was sagen, wir trainieren seit 2 Jahren und haben bislang null Abgänge. Mein Gott, wir müssen ja ganz schön was falsch machen. Und soll ich Dir noch was sagen, Du wärst mit so einer durchschnittlichen Mannschaft wie ich Sie habe hoffnungslos überfordert, das würdest Du vermutlich gar nicht aushalten du Superheld. Wahrscheinlich wäre die Mannschaft mit einem Trainer wie Dir längst abgemeldet (ach so, macht ja nichts, sind ja eh nicht gut genug, was soll der Aufwand usw.usf.....). Wir waren heute nachmittags übrigens mit Bollerwagen im Ort unterwegs zum jährlichen Ostereierverkaufen zugunsten der Kasse der Jugendabteilung, danach Eisessen mit den Mädels, war toll. Und, was hast Du heute nachmittag so gemacht, Honorar gezählt vom letzten Jugendcamp ?

    Herzlichen Glückwunsch Fußballbaron,


    zu soviel Borniertheit, Ignoranz und Überheblichkeit. Den Unterschied zwischen einer ausgewählten Elitemannschaft und einer Dorfmannschaft, wo halt ein ganzer Jahrgang unabhängig von unterschiedlicher Motivation und Können zusammen trainiert, einfach so zu leugnen, zeugt schon von beachtlichem Verlust des gesunden Menschenverstandes.


    Ich für mein Teil trainiere eine D-Jugend-Mädchenmannschaft, nach deinem Dafürhalten vermutlich ein von Anfang an sinnloses Unterfangen, da es im Mädchen- und Frauenbereich i.d.R. nicht um die großen Erfolge und um die mögliche große Karriere geht. Und nur darum geht es doch, gelle ?


    Ich mache es trotzdem gerne. Ich war selbst begeisterter Fußballer, ich kann durchaus sagen das der Fußball mein Leben enorm bereichert hat (und dies immer noch tut, ich habe mit Vierzig bis heute Freundschaften, die ich alleine dem Fußball zu verdanken habe. Und dabei habe ich nur sehr unterklassig gespielt, wie überflüssig ist das denn ? Warum sind nicht längst alle Spielklassen unterhalb der Regionalliga abgeschafft ?).


    Ich will einfach dem Fußball was zurück geben und denke, unabhängig vom Erfolg des Einzelnen und der Mannschaft kann Fußball eine sehr sinnvolle und bereichernde Form der Freizeitgestaltung sein. Man muss nicht gleich eine Ersatzreligion daraus machen.

    im Profibasketball gibt es wahnwitzige Statistiken über alles, was auf dem Platz passiert. Jeder Block, jede Angriffs- und Abwehraktion, alles wird notiert und die Effektivität jedes einzelnen Spielers kann extrem ausgeleuchtet und analysiert werden. Ich habe einen Kollegen, der sitzt bei Heimspielen von Rasta Vechta (2. Bundesliga) mit zwei anderen Personen an einem Tisch und alle drei sind nur dafür da, Strichlisten für die Auswertung aller Aktionen zu führen. Für den Trainer sicherlich super, muss er sich doch nicht auf subjektive Eindrücke verlassen sondern bekommt sauber genaue Messdaten über die Effektivität von jedem Spieler präsentiert.


    Ohne diesen immensen Aufwand zu treiben, ist nicht zu beurteilen welcher Spieler die 'wertvollste' Arbeit geleistet hat. Insofern finde ich eine Wahl zum besten oder wertvollsten Spieler bei Fußballturnieren als völlig unsinnig. Es wird i.d.R. immer der Spieler werden, der nach vorne die auffälligsten Aktionen hatte, weil das einfach am stärksten hängen bleibt. Das fleißige Lieschen hinten, der Angriff für Angriff der Gegner unterbindet, wird diese Beachtung nicht erfahren (siehe das Genöle über Ballack und Schweinsteiger, als sie von Offensivkraft zum 6'er umfunktioniert werden).


    Also nicht ärgern. Ärgerlich ist nur, das überhaupt so eine Wahl durchgeführt führt.

    fünfjähriger ist auf keinen fall fünfjähriger!!! die können in der entwicklung schon sehr unterschiedlich sein und von daher hat @weitmar schon recht, wenn man sich auf seine kids einstellen muss.
    Natürlich muss man das. Aber trotztdem glaube auch ich nicht, dass man F-Jugendliche schon zuviel mit Anweisungen beschallen sollte. Es ging ja darum, ob man mehr oder weniger reinrufen sollte und schon anfängt, auf die Einhaltung von Positionsvorgaben zu achten.


    Es wird doch auch sonst immer gefordert, die Kinder überwiegend erst mal frei spielen zu lassen. Das macht glaube ich auch Sinn, beim 'Straßenfußball' unserer Tage (ich bin 46 J.) gab es ja auch niemanden, der Anweisungen gegeben hat. Es ist doch auch viel mehr Wert, wenn die Kinder einen eigenen Lernprozess durchlaufen und nach und nach selbst darauf kommen, dass eine Arbeitsteilung auf dem Platz Sinn macht. Natürlich muß man diesen Lernprozess unterstützen. Aber was manchmal am Spielfeldrand los ist und reingerufen wird bei Spielen in dieser Altersgruppe, ist nicht nur ärgerlich sondern auch blödsinnig. Mir kann keiner erzählen, dass für Kinder im F-Jugend-Bereich schon echte taktische Anweisungen sinnvoll sind.


    Ich habe als Trainer bislang nur Erfahrungen mit einer Mannschaft gesammelt (2 Jahre E-Jugend, jetzt 1. Jahr D-Jugend). Mein Erfahrungsschatz ist also recht begrenzt. Aber ich finde es schon interessant, wie unterschiedlich sich die Kinder fußballerisch entwickeln,obwohl sie im Training doch alle gleich behandelt werden. Wir haben z.B. eine Verteidigerin, die ständig mit nach vorne geht und auch schon viele Tore geschossen hat. Die musste da nie zu angehalten werden,die macht das einfach. Andere trauen sich das nicht und müssen regelrecht zum Nachrücken animiert werden. Vielleicht sollten wir unseren Einfluß als Trainer auf solche Entwicklungen auch nicht überschätzen.


    Ich denke generell in den ersten Jugendjahren sollte der Schwerpunkt des Trainings auf die Ausbildung der technischen Grundfertigkeiten der einzelnen Spieler gelegt werden und nicht auf die Ausbildung eines taktischen Mannschaftsgefüges.

    Danke für eure Meinungen. Eigentlich sollte man das Ganze schnell abhaken, aber ich mache mir immer Gedanken. Normalerweise halte ich mich für einen "guten" Trainer im Sinne des Kinderfußballs. Und nun trat schon zum zweiten Mal enorme Kritik auf. Wenn ich so drüber nachdenke sind jeweils die Eltern Schuld, die den Erfolg wollen und nicht die Entwicklung der Spieler sehen.


    Tschuldigung,hatte Probleme mit der Zitatfunktion. Ich hatte jetzt am Wochendende (1. Qualifikationsrunde Hallenkreismeisterschaft D-Mädchen) ähnliche Probleme. Wir haben (bei insgesamt 14 Mädchen) zwei Mannschaften gebildet, damit alle ausreichend Spielzeit bekommen. War bei jeweils 1 Ersatz pro Mannschaft auch ein paradiesischer Tag aus Trainersicht, kein Wechselfieber uns so weiter. Die Mannschaften haben wir unter Verteilung der 'Leistungsträger' gleichstark aufgeteilt, damit keine Mannschaft völlig unter die Räder bekommt. Damit hat man aber natürlich auch keine A-Mannschaft,die richtig gut abschneiden kann (wir sind ausschließlich jüngerer D-Jugend-Jahrgang).


    Aus meiner Sicht ist der Tag richtig gut gelaufen, wir haben uns gut verkauft, ein paar Punkte geholt, auch gegen Kreisligamannschaften keine Klatschen bekommen. Die meisten Eltern waren auch gut zufrieden, dass ihre Mädchen alle viel gespielt haben. Aber ein paar stellen einen so hin,als wenn man keine Ahnung hätte (Wieso lässt du denn nicht die besten in einer Mannschaft,dann kann es doch für die Endrunde reichen usw.. Was aus den anderen Mädchen wird, ist denen völlig egal). Und so sehr man auch weiß, das man es eigentlich richtig gemacht hat, so sehr nagt es doch, sich das anzuhören. Die Mutter einer der 'Leistungsträgerinnen' ist übrigens auch der Meinung, dass man mit einer D-Jugend schon längere Läufe machen sollte, die müssen doch nach dem Training richtig kaputt sein und ähnliche Sprüche. Also von nichts ne Ahnung, aber trotzdem schmerzt es doch, ausgerechnet von solchen KIFU-Blindgängern als schlechter Trainer hingestellt zu werden.


    Die meisten orientieren sich eben am Ende doch am Tabellenplatz, ob 'gute Arbeit' geleistet wurde. Und da hat der Erfolg, der die schwachen gar nicht bringt. Ich habe einen Kollegen, der trainiert eine Jungenmannschaft (E-Jugend). Bei dem kann es sein, dass einige Jungs nur trainieren und die ganze Saison über kein einziges Spiel bestreiten, muss man sich mal vorstellen.


    Viel Glück beim Elterngespräch, bleib Standhaft !

    und aus Sicht eines betroffenen Elternteils (bin ja nicht nur Trainer, sondern kenne als Vater auch die andere Seite) kann ich sehr gut nachvollziehen, dass man eine etwas verläßlichere Planung haben möchte wann Spiele fürs Kind angesetzt sind und wann das Kind Pause hat. Es wird immer gerne über die Bequemlichkeit der Eltern geschimpft und angeblich will man das Kind ja nur bequem 'abladen' usw. usf. Aber ehrlich gesagt, wenn meine Tochter auch erst am Freitag mitgeteilt bekommt, ob es Samstag dabei ist oder nicht würde ich das auch sehr kritisch hinterfragen. Hier geht es um eine F-Jugend und nicht um den U-16 Nachwuchs eines Bundesligisten.

    wenn die Kinder im unteren Jugendbereich nicht zum Training kommen, dann hat das in der Regel nicht mit einer heute-keinen-Bock-Mentalität zu tun. Das kommt erst später, manch B/A-Jugendlicher dürfte wohl auch mal aus Unlust die eine oder andere Trainingseinheit schwänzen. Bei den kleineren ist oft etwas anderes von den Eltern verordnet (der Geburtstag bei Oma geht vor, es muss für eine Arbeit gelernt werden oder so etwas).


    Meistens ärgern sich die Kinder selbst am meisten, nicht zum Training gehen zu können. Jedenfalls im hier angesprochenen Altersbereich in der F-Jugend dürfte das so sein. Ich halte es nach wie vor für völlig verkehrt, das dann auch noch durch eine Nichtberücksichtigung fürs Spiel abzustrafen. Meiner Meinung nach kann in diesem Altersbereich eine Rotation nur nach einem festen Schema ohne Berücksichtigung von gelegentlichem Fehlen beim Training durchgeführt werden.

    wenn die Kinder im unteren Jugendbereich nicht zum Training kommen, dann hat das in der Regel nicht mit einer heute-keinen-Bock-Mentalität zu tun. Das kommt erst später, manch B/A-Jugendlicher dürfte wohl auch mal aus Unlust die eine oder andere Trainingseinheit schwänzen. Bei den kleineren ist oft etwas anderes von den Eltern verordnet (der Geburtstag bei Oma geht vor, es muss für eine Arbeit gelernt werden oder so etwas).


    Meistens ärgern sich die Kinder selbst am meisten, nicht zum Training gehen zu können. Jedenfalls im hier angesprochenen Altersbereich in der F-Jugend dürfte das so sein. Ich halte es nach wie vor für völlig verkehrt, das dann auch noch durch eine Nichtberücksichtigung fürs Spiel abzustrafen. Meiner Meinung nach kann in diesem Altersbereich eine Rotation nur nach einem festen Schema ohne Berücksichtigung von gelegentlichem Fehlen beim Training durchgeführt werden.

    In einer F-Jugend Kadereinteilung nach Trainingseindruck am Freitag einen Tag vor dem Spiel ? Tut mir leid, bringe ich nicht mit der gerade hier im Forum doch so oft geforderten möglichst druckfreien Herangehensweise im KiFu zusammen.


    Mal unabhängig davon wie die Eltern das finden baue ich doch als Trainer einen enormen Druck auf, wenn ich die Trainingsleistung in direkten Zusammenhang mit der Nominierung fürs Spiel bringe. Es handelt sich um eine F-Jugend, was ist mit der Forderung 'lasst die Kinder erst mal spielen, zurück zum Straßenfußball etc.pp.' was hier im Forum-wie ich finde zu recht- oft gefordert wird, zumindest in den ersten Jugendjahren. Bei einer notwendigen Rotation würde ich einen Mehrwochenplan machen, den ich völlig unabhängig von der Trainingsleistung durchziehen würde. Dadurch entfällt der 'Trainingsdruck' auf die Kinder (Angst vor Fehlern usw.) und alle haben Planungssicherheit.

    Kann mich nur anschließen, vielen Dank für dieses Forum. :thumbup:


    Auch wenn ich mich nicht an jeder Diskussion beteilige, lese ich zumindest jeden Tag mal rein. Ich bin auf soccerdrills als bloße 'Trainingshilfe' für das Zusammenstellen von Übungen gekommen und habe erst später entdeckt, dass es parallel dazu einen Trainertalk gibt. Mitterweile gehört der tägliche Blick in die neuen Themen und Beiträge fest zur Freizeitgestaltung. Über Fußball lässt sich ewig diskutieren, und gerade die Verbreitung der KIFU-Grundsätze in einem Forum wie diesem müsste eigentlich zur Pflichtlektüre jedes Jugendtrainers werden. Vielleicht ist es ja auch irgendwann soweit, macht weiter so :) :)

    wir haben exakt die gleiche Ausgangslage. 14 Spielerinnen, in 4 Wochen beginnt die Hallenkreismeisterschaft, starkes Leistungsgefälle in der Mannschaft. Wir haben uns dafür entschieden, zwei gleichstarke Mannschaften zu bilden. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass ansonsten eine ausschließlich schwach besetzte Mannschaft völlig unter die Räder kommt, und das über zwei Turniertage.

    nochmal zum Thema Zaungäste beim Training. Bei uns gab es die Situation, dass zwei Mädchen regelmäßig von ihren Brüdern zum Training begleitet wurden. Der eine war 2 Jahre älter, der eine 1 Jahr jünger als die Schwester. Die beiden haben sich beim zugucken irgendwann gelangweilt und haben gefragt, ob sie mitmachen dürfen. Haben wir erst zugelassen, war aber im nachhinein ein Fehler, da sich zumindest einige Mädchen doch zu sehr gestört fühlten durch die im Spiel sehr 'dominanten' Jungs.


    Ich rede hier nicht von Kindern, die aus Interesse mal vorbei schauen und mitgebracht werden, um den Sport auszuprobieren und die vielleicht sogar auf Dauer der Mannschaft beitreten könnten.

    Die körperlichen Unterschiede gerade im unteren Jugendbereich sind einfach zu groß, als dass man von den vorgegebenen Altersstufen für F-Jugend, E-Jugend etc. abweichen sollte. Schon ein älterer E-Jugend-Jahrgang unterscheidet sich körperlich in der Regel sehr von einem jüngeren E-Jugend-Jahrgang. Misch auf keinen Fall Altersstufen durcheinander, also F-Jugendliche in der E-Jugend mitspielen lassen uws., das kann nicht funktionieren (es sei denn Du hast es mit sehr starken Überfliegern zu tun). Da tut man niemanden einen Gefallen mit, das zu junge Kind bekommt im Spiel keinen Ball zu sehen und die anderen werden demotiviert, da sie quasi mit einem weniger spielen.


    Und Geschwister mitmachen lassen im Training würde ich auch nicht mehr. Das haben wir am Anfang auch mal zugelassen, aber es stört doch zu sehr den Ablauf. Im Vordergrund steht die Mannschaft, die soll sich entwickeln. Und die Teilnahme von gelegentlichen Zaungästen lehne ich mittlerweile völlig ab, bringt nur Unruhe. Es gibt auch sensible Kinder, die das sehr stört. Und wo fängt man an und wo hört man auf ? Was ist wenn jeder irgendwann Geschwister mitbringt oder Freunde, die auf Besuch da sind ?

    vielen Dank für die Tips, insbesondere für die Vorgaben an die Mannschaft im freien Spiel, werde ich mal versuchen.


    Wobei ich ehrlich einräumen muss, dass bei meinen Mädels aufgrund der geringen Technikfertigkeit die goldene Regel ist 'je einfacher desto besser', also z.B.wie bei guenter's Vorschlägen. Mit Passvorgaben brauch ich nicht zu kommen, ich bin ja froh wenn überhaupt zielgerichtet abgespielt wird.......ist aber generell ein Problem im Mädchenfußball (der Dorfvereine), die anderen Mannschaften sind uns da nicht voraus :)

    Ich sehe das genauso wie Andre.


    Wir haben immer Samstags Hallentraining und spielen da sehr lange frei, i.d.R. ca. 30 Minuten von einer Stunde. Interessant zu beobachten ist, dass einige Mädchen ständig hellwach sind und auf Spielsituationen reagieren und entsprechend mitlaufen etc., andere wiederum beschränken sich sehr stark auf ihre Position und müssen immer wieder animiert werden, mal mit aufzurücken usw. Dabei sind die Mädchen alle ungefähr gleich lang dabei beim Fußballsport, trotzdem diese Unterschiede.


    Mich beschäftigt daher nicht so sehr die Taktik, die ist bei uns wirklich nachrangig. Mich beschäftigt viel mehr die Frage,wie ich alle dazu bekomme, 'aktiv' am Spiel teilzunehmen und nicht nur zu reagieren wenn der Ball in ihre Richtung rollt (überspitzt gesagt). Das Anbietverhalten, aktives Freilaufen usw. steckt wirklich noch in den Kinderschuhen.


    Das Problem mag bei Jungen nicht so gravierend sein, da die in ihrer Freizeit einfach mehr pölen und sich unabhängig vom Training zumindest technisch schneller fortentwickeln und sich mehr mit dem beschäftigen können, was um sie herum passiert auf dem Platz.


    Trotzdem denke ich, dass unabhängig von der Taktik viel wichtiger ist, dass jeder 'wach' auf dem Platz ist und auf das Geschehen auf dem Platz mit den richtigen Antworten reagiert, egal ob jetzt im 1:2:1 oder im 2:2.


    Wie das zu bewerkstelligen ist, keine Ahnung. Vielleicht ist es wirklich auch eine Mentalitiätsfrage und nicht jeder ist 'gleich schnell im Kopf', um es mal ganz laienhaft auszudrücken. Das ist glaube ich auch keine Frage der Intelligenz, die im Spielverhalten eher trägen Kinder sind nicht dümmer als die 'wachen', sie haben aber offenbar eine ganz andere Einstellung und Mentalität. Diese Trägheit zu bekämpfen habe ich auch schon versucht mit Kleinfeldspielen, Überzahlspielen etc. Aber leider kommen diese Dinge nicht so gut an, die Kinder wollen ihr 'richtiges' Spiel..........vielleicht bewirkt es auch gar nicht so viel, vielleicht hat man diese 'Wachheit' in sich oder eben nicht, ich weiß einfach nicht womit diese Unterschiede zu begründen sind, die Mädchen sind vor zwei Jahren gemeinsam angefangen und haben seitdem das gleiche Training.