Beiträge von thomasg

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    Ich kann mir nicht helfen, ich glaube bis zu einem gewissen Alter sollte man vielleicht auf Spielberichte ganz verzichten. Über ein F-Jugend Spiel schreiben, als wenn Erwachsenenmannschaften in der Bezirksoberliga gespielt haben ? gut gestaffelte Abwehreihen, die nichts anbrennen lassen, sauber gespielte Konter ? Bringe ich nicht wirklich mit dem zusammen, was ich bei F-Jugend Spielen so beobachte. Geht für mich eher in die Richtung Satire.


    Außerdem sollen die Kinder in dem Alter einerseits das Ergebnis nicht so wichtig nehmen, aber dann verfasst man solche Berichte mit Namen der Torschützen, eine Bewertung der 'Kampf'-Moral ? Widerspricht sich doch.

    wir haben zwei d-jgd.-Mannschaften, der ältere Jahrgang bildet die 1. und der jüngere Jahrgang die 2. Mannschaft. Nach der Hälfte der Hinrunde weiß man in etwa, wie stark der Gegner am Wochenende sein wird, man kennt ja deren Ergebnisse und Tabellenstand. Auf die Idee, Spieler zwischen den Mannschaften 'auszutauschen', sind wir noch nie gekommen.


    Beide Mannschaften sind eigenständige Teams von ca. 11,12 Spielerinnen. Die jüngeren würden -zurecht- dumm gucken, wenn plötzlich zwei 'ältere' dabei sind, weil ein starker Gegner wartet. Die Botschaft 'für diesen Gegner seid ihr alleine zu schwach' kann ich ihnen doch nicht geben. Ich könnte den Mädels gar nicht mehr in die Augen gucken, drei Tage später beim Training erzähle ich dann wieder beim nächsten Spiel setze ich auf euch oder was ?


    Mal ganz abgesehen davon wie der Gegner das findet, viel entscheidender finde ich, dass man der eigenen Truppe ein sensationell besch..... Signal gibt. Da kann ich als Trainer ja auch sagen = Schade dass ich keine Besseren habe, leider muss ich euch heute aufstellen, die 1. Mannschaft spielt leider gleichzeitig.
    Und das schon in der F Jugend ???? Fußball ist auch Charakterschulung, Niederlagen gehören dazu ,das muss man abkönnen. Die F-Jugendlichen von eurem Gegener können das sicher auch, nur der Trainer nicht.....so ein Vollspacken.


    Uns ist es letzte Saison (noch E-Jugend) mal passiert, dass wir zur Halbzeit locker 3:0 geführt haben und zur Halbzeit hatte der Gegner auch plötzlich 2 neue Spielerinnen, mit denen das Spiel fast gedreht worden wäre (Endstand 3:2). Nach der Recherche handelte es sich um die zwei besten Spielerinnen der F-Jugend, die nach ihrem eigenen Spiel schnell zur E-Jugend gekarrt worden sind. Hallo ?? Als Trainer signalisiere ich meinen Spielerinnen: Statt euch setzte ich lieber zwei jüngere ein, die sind jetzt schon besser als ihr ??


    Soll Dein Gegnertrainer damit glücklich werden, 3 Punkte geholt zu haben. Dafür hat er jede Menge Vertrauen in seiner eigenen Mannschaft verspielt und seine eigenen Jungs verunsichert.

    Andre, vielen Dank für die ausführlichen Anregungen. Das mit dem Handball oder den Toren im Rücken zueinander hab ich auch schon überlegt, hauptsache sie sind mal gezwungen Mitspieler mit einzusetzen weil sie alleine nichts erreichen können. Das mit dem Handball ist glaube ich gerade im Anfängerbereich eine sehr gute Sache. Unsere Spielerin mit der größten Spielintelligenz spielt gleichzeitig auch Handball im Verein. Bei ihr merkt man schon, dass sie gewohnt ist sich sofort nach Mitspielern umzuschauen, wenn sie den Ball hat und auch das Anbietverhalten ist überdurchschnittlich. Vielleicht sollte ich die Mädels für ein halbes Jahr zum Handball schicken und dann mit Fußball weiter machen.....


    In der Tat ist die Technik bei den Mädchen weit unterdurchschnittlich, wenn man es mit gleichaltrigen Jungen vergleicht. Die Mädchen kicken eben nur beim Training und beim Spiel, da fehlt das Gebolze in der Freizeit, was die Jungens einfach weiter bringt. Aber das ist nicht nur bei uns so, generell hängen wir den anderen Mädchenmannschaften trotz unserer Mängel nicht hinterher was den Umgang mit dem Ball betrifft. Im Gegenteil, wir haben auch Mädels die ein, zwei Gegner locker umkurven können. Nur kommt dann eben nicht das Abspiel zur Mitspielerin (die regelmäßig freistehen weil sich der Gegner an der Ballführenden orientiert), sondern es geht entweder so gut das sie selbst abschließen können oder man bleibt beim nächsten Gegenspieler hängen. Aber vielleicht sind zwei Jahre auch noch nicht soviel, dass man ein richtiges Zusammenspiel erwarten kann. Eine Jungen-D-Jgd. spielt mit vorheriger E- und F-Jgd. Zeit, gfls. Bambinis, ja schon im fünften oder sechsten Jahr Fußball.


    Aufgrund der mangelnden Technik dürfen die Übungen auch nicht zu kompliziert sein, eine Übung mit einer begrenzten Anzahl von Ballkontakten und einer bestimmten Anzahl an Pässen vor dem Torabschluss wäre gar nicht durchzuführen, ich wäre ja schon froh wenn überhaupt mal zwei Pässe am Stück gespielt werden. Daher bieten sich Passabfolgen durchaus an (können in Ruhe absolviert werden) oder eben das Handballspiel, da hier die mangelnde Technik nicht hinderlich ist und der Blick aufs Wesentliche (freilaufen/abspielen) gerichtet werden kann. Schönen Sonntag noch , die nächste Trainingswoche wartet schon.

    Hallo, es geht um eine Mädchen-D-Jugend, die Mädels spielen jetzt 2 Jahre Fußball.


    Nach den ersten Spielen zeigt sich, dass wir mittlerweile ganz stabil auf dem Platz stehen was das Abwehrverhalten angeht. Aber nach vorne läuft fast alles nur über Einzelaktionen oder Zufalls-'pässe'. Wir haben eine sauschnelle Mittelstürmerin, was durch das simple nach vorne treten des Balles schon für einige Tore sorgt. Wir haben auch ein paar Mädchen, die mit dem Ball ganz gute Dribblings starten und den Ball damit nach vorne tragen können. Nur ein wirklich planvolles Zusammenspiel ist noch nicht zu sehen.


    Wie kann man das Zusammenspiel am effektivsten fördern ? vorgegebene Passübungen über mehrere Stationen ? viele Überzahlspiele ? habe in einem Beitrag von einem Spiel gelesen, wo der Ball nicht über die Torlinie geschossen werden darf, sondern über die Torlinie gedribbelt werden muss, hört sich ganz interessant an.


    Was hat sich bei Euch bewährt ? Wie sehen eure Lieblingsübungen zu dieser Thematik aus ?


    Für Anregungen wäre ich sehr dankbar !

    keine Sorge, ich will nicht zurück zur Manndeckung. Aber es geht doch darum, die Mannschaft im Rahmen ihrer Möglichkeiten dazu zu bringen, sich als Gemeinschaft sinnvoll auf dem Platz zu bewegen.


    Die Mädels haben genug mit sich und der Kontrolle des Balles zu tun, so dass ein Fundament für komplexe Taktikvorgaben gar nicht da ist. Die Anweisungen müssen einfach sein (eben z.B. jeder guckt wo einer freisteht wenn der Gegner den Ball hat), ich kann bei dem Ausbildungsstand nicht mit ballorientiertem Verhalten anfangen. Ballorientiert sind sie von alleine genug, das ist ja manchmal das Problem ;( , dann stehen beim Gegnerangriff wieder zwei frei. Und nein, das hat nichts mit gewolltem ballorientiertem Verhalten und doppeln zu tun ^^


    Ich finde es schon spannend, wie BL-Mannschaften gegnerische Spieler offenbar oft 'links liegen' lassen, weil von ihnen keine unmittelbare Gefahr aufgeht. Und wenn die dann angespielt werden, sind plötzlich wie aus dem nichts zwei Spieler drauf. Die spielerisch beste E-Jugend, die ich je gesehen habe, hat mit einem extrem ambitionierten Trainer (der gleichzeitig und immer noch die erste Herren des Vereins trainiert) auf dem größen Event hier in der Gegend (Oldenburger Münsterland Cup) einen unfassbar guten Fußball gespielt. Es gab im 6+1 System den nach hinten abklatschenden Mittelstürmer, Außenverteidiger die ständig mit nach vorne marschierten, ständig Bewegung im ganzen Team, mir blieb echt der Mund offen. Moderner Fußball, präsentiert von einer Kreisliga-EJgd. Als die Mannschaft sicher für die nächste Runde qualifiziert war, durften auch mal Ersatzspieler ran (und es waren wirklich echte Ersatzspieler, Ein-/Auswechslungen gab es in den ersten Spielen nicht). Und was passiert: Das System funktioniert nicht mehr, weil die Ersatzspieler die nötigen Laufwege nicht perfekt drauf hatten.


    Also nicht einmal die ersten Ersatzspieler waren gut genug, um in dem propagierten System des Trainers zurecht zu kommen. Da glaube ich doch, es ist besser, die taktischen Vorgaben am Können des Teams zu orientieren und die eigenen Ambitionen entsprechend herab zu schrauben.

    deine 'F-Checker' kannst Du im Training glaube ich nicht agressiver kriegen. Gibt nun mal Spieler, die im Training nicht hochgekitzelt werden können, nicht jeder ist mental ein Oliver Kahn und immer bereit, den Feind aufzufressen. Um trotzdem Druck auf die Verteidiger zu erzeugen, fällt mir nur die Herrstellung von künstlichen Überzahlsituationen ein, also z.B. 4 Verteidiger gegen 5-6 F-Checker oder so. Wie das allerdings für die Verteidiger noch machbar sein soll, ist mir auch nicht ganz klar.


    Ich habe auch mal 3 Angreifer gegen 2 Verteidiger spielen lassen, die Überraschung war die gleiche : erst wurde die Situation als ungerecht beurteilt, dann stellte man fest, dass die Angreifer trotz Überzahl gar nicht so einfach durchkamen (bzw. gar nicht, nicht ein Torabschluß bei mehreren Versuchen) und die Verteidiger nur ein wenig hin und her laufen und die Angreifer stellen mussten (zugegebenermaßen mangelt es den Mädchen auch ein wenig an Ballfertigkeit für schnelle Abspiele)


    Nach meinen Beobachtungen (bin jetzt seit 2 Jahren dabei und gucke mir neben den eigenen auch andere e- und d- jgd. Spiele an) liegt der entscheidende Unterschied auf dem Platz weniger in der Agressivität und Angriffsbereitschaft der Mannschaften begründet sondern in der Fähigkeit, sich den Platz vernünftig aufzuteilen und gut im Raum zu agieren. Wenn man dann noch Pässe spielen kann wird der Gegner auseinander gespielt. Erst wenn diese Fähigkeiten gleich verteilt sind, gewinnt wieder die Mannschaft mit den körperlichen Vorteilen. Ich glaube weiter, dass man in der d-jugend noch nicht sonderlich komplexe Spielsysteme trainieren sollte. Letztlich gibt es doch nur zwei verschiedene Ausgangsspielsituationen und damit verbunden zwei Verhaltensvorgaben:


    a) der Gegner hat den Ball : ich suche mir einen Gegenspieler und decke mit ab (keiner steht allein = keiner guckt einfach nur zu)
    b) die eigene Mannschaft hat den Ball : kann ich mich am Angriff beteiligen, kann ich mich anbieten ? (wieder: kein abschalten und einfach stehen bleiben)


    Nur diese zwei Verhaltensvorgaben von allen verinnerlicht, dann wäre ich schon zufrieden. Komplexere Dinge will ich gar nicht vermitteln, das würde schon reichen.


    Das ist so klar und einfach, dass man als Erwachsener glaubt, die Kinder wissen das von alleine. Aber die Kinder machen es nicht, wenn der Ball nicht in der Nähe ist bleiben sie mitunter einfach stehen und spielen einfach nicht mehr mit. Man steht am Rand und kann schier verzweifeln, warum laufen sie die 4 Meter zum Gegenspieler nicht eben hin, sehen sie denn nicht das der gleich angespielt wird ? Warum gehen denn jetzt wieder 2-3 Leute gleichzeitig Richtung Ball und sehen nicht, dass dahinten noch einer freisteht ? Verzweifelnde Trainer und Zuschauer an der Linie, wie kann man das denn nicht sehen ? und warum läuft sich der Stürmer nicht schon mal zur Außenlinie frei, wenn der Außenverteidiger den Ball hat sondern reißt einfach nur an der Mittellinie den Arm hoch und will dort wo er steht angespielt werden, obwohl dies gar nicht möglich ist da der Weg dahin verstellt ist ?


    Meinen Mädchen mangelt es nicht an Einsatzbereitschaft, sie sehen nur nicht immer wo sie hin müssen. Ich habe nicht das Gefühl, das für sie nur das Spiel nach vorne als lohnenswert erscheint und sie sich für die Defensive zu schade sind. Sie haben nur noch kein Gespür dafür, wie wichtig es z.B. ist einfach nur ein paar 'Zwischenmeter' zurück zu legen um ein kommendes Abspiel des Gegners zu unterbinden, sie erfassen die Situation nicht.


    Was kann man also tun, damit sie die 'Grundregel' (= einen Gegenspieler suchen, sobald die andere Mannschaft den Ball hat, für mich der Schlüssel überhaupt um schwer zu schlagen zu sein auch für stärkere Gegner) verinnerlichen ? spielen, spielen, spielen, spielen, egal wie, 2:2,3:3,5:5, auf zwei Tore, auf vier Tore, ganz egal, es geht um die Orientierung im Raum und dazu brauchen sie viel Spielerfahrung.
    Ob es darüber hinaus schon Sinn macht,im D-Jgd. Alter schon Dinge zu üben wie 'hinter den Ball kommen' oder abgestimmte Laufwege ?
    Ich glaube nicht. Ich habe zwei Außenverteidigerinnen, die gehen gerne mit nach vorne. Unsere linke Verteidigerin hat im letzten Spiel bei einem 2:2 bei ihren Vorstößen beide Tore geschossen, großes Kino. Gibt genügend,die am Rand gleich meinen, das ist aber sehr riskant. Stimmt auch, aber eine Mannschaft lebt doch von denen, die was riskieren und sich was trauen. Richtig wäre ja, jetzt eine Taktik zu entwickeln nach dem Motto: wenn xy mit nach vorne geht, bleibt z hinten. Funktioniert aber nicht, ist nicht umsetzbar. Übersteigt schon die taktischen Möglichkeiten der Mädels (zumindest z.Zt., jüngerer D-Jgd.-Jahrgang).


    Tut mir leid, Kicker, wenn ich keine speziellen Taktikspiele empfehlen kann, aber aus deinen Forumsbeiträgen entnehme ich das Du ein wesentlich erfahrenerer Trainer mit viel mehr Wissen über Trainingsmethodik bist als ich. Aber ich finde es schön, das selbst alte Forums-Füchse nicht immer ein Rezept dafür haben, wie sie ihre Mannschaft verbessern können. Das tröstet mich etwas...........

    einfach spielen lassen und nicht versuchen, die Situation mit besonderen Maßnahmen oder Ansprachen zu beeinflußen. Das macht die Jungs noch nervöser, mit ausreichend Einsatzzeiten und Gewöhnung an die Wettbewerbssituation wird sich das von alleine regeln. Ich könnte mir vorstellen, dass sie sich schon jetzt einiges anhören müssen (nach dem Motto im Training könnt ihr es doch, warum nicht heute usw.). Grundfalsch, kann nur das Gegenteil bewirken, die werden dann noch mehr bemüht sein, ja keinen Fehler zu machen und sich gar nichts mehr trauen.


    Wir haben zwei hervorragende Spielerinnen, die sich gerade weil sie so gut sind viel anhören müssen von außen. Jeder erwartet, dass sie alles richtig machen und Fehler ausgiebig kommentiert. Leider kann man die Leute am Sportplatz nicht einfach leiser stellen, aber ich kann von KIndern nicht erwarten dass sie sich was trauen wenn ich ständig signalisiere, dass ich sie unter besondere Beobachtung halte.


    Also einfach spielen lassen, der Rest kommt von alleine. Ich gehe bei meinem Kommentar mal davon aus, dass es sich um jüngere Kinder handelt die erste Erfahrungen im Spielbetrieb sammeln, nicht um C-Jugendliche oder so.

    Und wieder einmal bin ich froh, 'nur' eine Mädchenmannschaft zu betreuen. Da kommt niemand von Vereinsseite auf die Idee, Druck zu machen wegen schlechter Ergebnisse und Tabellenplätze, ist ja nicht der kommende Nachwuchs für die alles überstrahlende I. Herren.


    Aber auch im Nur-Team-Umfeld mit den Eltern, dem Mittrainer und Kindern gibt es genügend Möglichkeiten, sich über die Spielanteile uneins zu sein. Wir spielen in einer 10-Gruppe, wo offenbar zwei Mannschaften als 'schwach' angesehen werden können (d.h. hier dürfen nach Meinung aller auch die schwächeren Spielerinnen mal länger ran), der Rest ist so 'stark' dass auf bestimmte Spielerinnen am liebsten gar nicht verzichtet werden kann. Wenn man aber 13 Kinder hat und 6+1 spielt, dann sieht es mit den Spielzeiten schlecht aus wenn der 'Abwehrblock' durchspielen soll und die beste Spielerin im Mittelfeld auch noch.


    Jetzt sind 4 Spiele gespielt, wir halten uns wie ich finde ausgezeichnet. wir spielen als 2.D als jüngerer Jahrgang in der Klasse und haben darunter 6 Spielerinnen, die noch E-Jgd. spielen können (keine e-jgd. im Verein, daher alle hochgezogen), Ergebnisse: 1:3, 9:0, 2:3, 2:2. Meiner Meinung nach mehr als zufrieden stellend, wenn man bedenkt dass die Mädchen teilweise gegen 2 jahre älterer Spielerinnen ran müssen. Und was passiert ? Beschwerden einiger Eltern, da mit einem konsequenteren längeren Einsatz der 'ersten Sechs' noch der ein oder andere Punkt mehr drin gesessen hätte. Zitat: die anderen können ja auch mal ein paar Minuten spielen, aber immer nur eine'. Tatsächlich so geäußert mit dem dezenten Hinweis: sonst verliert meine Tochter auf Dauer die Lust. Beim 2:3 haben wir beispielsweise 2:0 geführt und dann verloren, weil wir uns (Startelf: 'erste Sechs') zwangsläufig 'schwach' wechseln mussten.


    Meiner Meinung nach geht nur eines:


    Vor der Saison mit dem Spielplan zusammen einen Rotationsplan rausgeben, nach dem gewährleistet ist das alle Spieler mal pausieren müssen und nicht mehr als 10 Spieler (im 6+1 also 3 Ersatzspieler) dabei sind. Die nach einem festen Zeitschema durchwechseln. Alles vorher festgelegt und nicht erst wenn die Saison und das einzelne Spiel läuft. Dabei darauf achten, dass die Mannschaft möglichst gleichmäßig besetzt ist, also werden zwangsläufig auch nie die 'besten Sechs' gleichzeitig auf dem Platz sein, dass muss man in Kauf nehmen. Die jeweilige Spielsituation darf keine Auswirkungen auf vorher geplante Wechsel haben, ansonster wird das automatisch dazu führen dass die Zeitanteile nicht mehr gerecht sind. Ein schielen auf den nächsten Gegner entfällt, da vorher alles festgelegt ist. Eine Ausrichtung auf schwächere und stärkere Gegner ist nicht möglich, da vor der Saison gar nicht zu beurteilen.


    Ich muss zugeben, das dieses Konzept ein Ideal ist, das in dieser Form bei uns nicht durchgesetzt ist. Ich bin als Betreuer noch in der Lernphase. Momentan fahren wir mit allen Mädchen zum Spiel, was beim Ein- und Auswechseln einfach nur Sch...... ist. Ich werde daran arbeiten, es zur Rückrunde besser hinzukriegen.

    Ich denke auch, dass man nur intern und für den Gegner kaum merkbar reagieren sollte. Also ohne großes Gedöns und Absprachen mit dem Gegner den besten Stürmer nach hinten stellen und ähnliches. Ich habe als unterlegener Trainer auch schon erlebt, dass uns angeboten wurde, mit einem mehr zu spielen. Das ist finde ich ein fatales Signal an die eigene Mannschaft (wir schlagen euch auch mit einem weniger, so schlecht seit ihr). Dann lieber eine hohe Niederlage mit Anstand hinnehmen und an Kleinigkeiten aufbauen. Nach meiner Erfahrung können die Kinder das auch ganz gut verkraften, hauptsache das nächste Training macht wieder Spaß.
    Und wenn es für die eigene Mannschaft mal gut läuft (wir haben gerade den ersten 'Kantersieg' der jungen Karriere eingefahren, ein 9:0),dann möchte ich den Mädchen die Freude auch gönnen, klar zu gewinnen und Tore zu schießen. Die würden das nicht verstehen, wenn ich sofort Maßnahmen ergreife um sie daran zu hindern. Dafür haben sie oft genug erlebt, dass auch die anderen versuchen, so viele Tore wie möglich zu schießen und nicht nach dem dritten Tor einfach aufhören nach vorne zu spielen.
    Das einzige, was gar nicht geht und wo ich mich als Trainer fremdschäme: Ausgelassener Torjubel und fanatisches Anfeuern (los, zweistellig heute, noch drei !!!) bei Spielständen ab 5:0. Das habe ich als unterlegener Trainer immer als demütigend empfunden und bei solch klaren Geschichten hoffe ich auf Gelassenheit aller Beteiligten, um die Niederlage stoisch ertragen zu können. Einfach laufen lassen und nicht groß drüber reden, die Zeit heilt alle Wunden (und die Kinder nehmen es leichter als wir, einfach mal im laufenden Spiel die Spieler die gerade draußen sind fragen wie es steht, bei fünf Kindern weiß es vielleicht einer.....)

    unsere Truppe hatte heute ihren ersten 'Kantersieg', ein 9:0. Aus dieser Perspektive kannte ich das bisher noch nicht, im letzten halben Jahr war alles knapp und davor hatten wir (zu hoch gemeldet) einige Male bis zu 0:8 verloren.
    Aus beiden Perspektiven betrachtet, würde ich sagen, das ich weder mein eigenes Team besonders beeinflussen würde noch dies vom Gegner erwarte. Rein intern kann man natürlich kleinere Dinge ändern (die beste Stürmerin mal hinten spielen lassen oder so), aber zu sichtbare Dinge (einen Spieler vom Platz nehmen) würde ich unterlassen. Das empfinde ich als unterlegener Trainer eher als respektlos und nicht als eine gute Geste. Auch meinen Spielerinnen gibt man damit ein fatales Signal (gegen euch schießen wir sogar Tore, wenn wir einer weniger sind und unseren besten Spieler ins Tor stellen). Ich glaube auch, das die Kinder das ganz gut verkraften, mal hoch zu verlieren. Hauptsache, das nächste Training macht dann wieder Spaß, durch eine Niederlagenphase muss man eben mal durch, wahrscheinlich haben wir Erwachsenen größere Probleme damit als die Kinder.
    Und aus Sicht der siegenden Mannschaft ? Für uns kommt so ein hoher Sieg nicht so häufig vor, da möchte ich durchaus, das die Mädchen das auch mal genießen und nicht sofort Maßnahmen einführen, um weitere Tore zu verhindern. Das würden die vermutlich auch nicht verstehen, unsere Gegner versuchen ja auch soviele Tore wie möglich zu schießen.
    Das Einzige, was nicht sein darf und wo ich mich als Trainer fremdschäme: Wenn jedes Tor ab dem 6:0 von den Eltern gefeiert wird als wenn es noch um irgendetwas geht (kommt, Zweistellig heute !). Hier wünsche ich mir von allen Beteiligten Gelassenheit, denn das überschwengliche Abfeiern der Tore ab einem gewissen Spielstand ist demütigend für den Gegner. Das hat mich auf der Verliererseite immer am meisten geärgert.

    Danke nochmal für die weiteren Beiträge, sind viele interessante Gedanken dabei.


    Das gemeinsame Training war meine Idee. Wir hatten im letzten Halbjahr schon ein paarmal gemeinsam Training (zufällig gleiche Trainingszeit. Wenn Spielerausfälle da waren, wurde das Training meiner damaligen E-Jugend -die jetztige D2- einige Male kurzerhand mit der D-Jugend zusammen gelegt. Die Mädchen kennen sich alle, haben im ersten E-Jugend-Jahr teilweise zusammen gespielt). Das hat immer gut geklappt, da bot sich die Idee eines gemeinsamen Trainings pro Woche an. Insgesamt sind beim gemeinsamen Training um die 20 Mädchen da.


    Das Beispiel mit dem 'Grenzpfähle setzen' finde ich sehr gut, so empfinde ich das auch. Da es sich um Spielerinnen der D1 handelt, habe ich nicht so reagiert, wie ich es bei Spielerinnen der D2 getan hätte (kann ich jetzt einfach laut werden und Sanktionen aussprechen, sind ja nicht 'meine' Spielerinnen, was hält die Trainerin der D1 davon ?). Hier muss natürlich eine klare Absprache her, die fehlt bislang.


    Am Montag ist wieder gemeinsames Training, vorher werde ich das Gespräch suchen. Vielleicht gelingt uns ja eine gemeinsame Linie, um vor den Kindern als Einheit wahrgenommen zu werden und nicht als Duo, das ausgespielt werden kann. Ansonsten werden wir die Idee wohl aufgeben müssen.

    Vielen Dank für die Tips. Wir haben heute 'unser' Training mit der D 2 gehabt, 10 Mädchen die einfach Spaß haben wollten und über nichts genörgelt haben. War ne schöne Abwechslung zum Montag beim gemeinsamen Training. Klar ist, das was passieren muss, angefangen mit einer gemeinsamen Zielsetzung und Absprache der Trainer. Einfach abkoppeln werden wir uns nicht, vielleicht kann man den Mädchen mit konsequenten Ausschlüssen von Training und Spiel beikommen, um den Ernst der Lage zu verdeutlichen. Aber dazu muss auch die Trainerin der 1. D bereit sein, da bin ich mir nicht ganz so sicher, da die Spielerdecke nicht allzu groß ist und wie gesagt durchaus Leistungsträger dabei sind. Wenn es nicht besser wird kann man sich dann immer noch trennen. Ich werde demnächst mal mitteilen, wie es gelaufen ist.

    Hallo,


    ich bin jetzt seit 1 1/2 Jahren als Trainer dabei und das erstemal ziemlich ratlos. Nach den E-Jugend Jahren bin ich mit der Mannschaft im ersten D-Jugend Jahr angekommen. Meine Mannschaft (Mädchenmannschaft) bildet als jüngerer Jahrgang die 2.D-Jugend. Einmal in der Woche wird mit der 1. D-Jugend zusammen trainiert, einmal zusätzlich trainieren die 1. und 2. D-jugend alleine. Die 1. D-Jugend wird von einer engagierten jungen Spielerin der 1. Damenmannschaft trainiert, die den C-Schein gemacht hat und mit vielen Ideen an das Training heran geht.
    Allerdings zeigt sich, dass der ältere Jahrgang mit einigen Mädchen bestückt ist, die offenbar ihre Grenzen ausprobieren wollen und testen, wie weit sie gehen können. Jede Entscheidung im Training wird diskutiert, alles ist offenbar ungerecht (von der Einteilung der Teams bei simplen Gruppenübungen bis zur Mithilfe beim Aufbau etc.pp.), oft gehen große Teile der Trainingszeit für diese nutzlosen Diskussionen drauf, zu Lasten der anderen Spieler.
    Es finden regelrechte 'Sitzstreiks' von 3-4 Spielerinnen statt. Der Ablauf ist immer gleich: Eine der jungen Damen findet irgend etwas ungerecht, immer die gleichen Freundinnen solidarisieren sich und beteiligen sich an der Diskussion. Wir trainieren jetzt seit drei Wochen, der Ablauf ist immer gleich und hat nichts mit tatsächlichen Ungerechtigkeiten zu tun. Ich glaube die wollen wirklich einfach testen wie weit sie gehen können. Das teilweise gemeinsame Training habe ich für eine gute Idee gehalten und angeregt, wobei der Jugendobmann schon vorab zu mir gesagt hat, dass wir das besser lassen sollten mit den Worten: Die hat die Mädchen nicht im Griff, die ziehen euch mit runter.


    Eine Lösungsmöglichkeit (für unsere Mannschaft die Einfachste) wäre, das gemeinsame Training einfach zu lassen. Aber ich habe eigentlich keine Lust, gegenüber den jungen Damen 'klein bei zu geben', so würde ich mich jedenfalls fühlen. Außerdem glaube ich, dass man eher die Trainerin der 1. D mit unterstützen sollte. Die ist wirklich engagiert, ist aber auch bald am Ende mit Ihrer Freude am Training, so anstrengend wie diese Auseinandersetzungen sind. Aber meine Mannschaft wäre - nur für sich betrachtet- besser dran ohne das gemeinsame Training.


    Ich hätte nicht übel Lust, den älteren Mädchen als Druckmittel die Auflösung der 1. D anzudrohen bzw. ein entsprechendes Schreiben an die Eltern abzufassen, um auf die Situation aufmerksam zu machen. Einfach mal als Provokation, um zu gucken was passiert. Wenn ich alleiniger Trainer wäre, hätte ich vermutlich schon Trainingsausschlüsse für den Rest des Trainings ausgesprochen und einfach ohne die 'Rebellen' nur mit den anderen weiter trainiert. Überzogen ? Die Diskussionen im Training bringen bislang nichts. Ich kenne die auch alle gut, die wohnen hier in der Nachbarschaft und ich hätte nie gedacht, dass die solche Probleme machen. Die haben offenbar ja auch Bock auf Fußball, sonst würden sie ja nicht kommen und sie sind auch nicht die schlechtesten Spieler der Mannschaft, sondern irritierender Weise eher Leistungsträger. Was kann man tun ?? Versuchen, das Problem intern zu lösen oder die Eltern mit ins Boot holen ? Was würdet Ihr machen ?? Eine Absprache mit der Trainerin der 1. D gibt es noch nicht, aber wir sind beide echt ratlos, für Anregungen wäre ich dankbar.

    oh mein Gott bin ich froh nicht leistungsorientiert trainieren zu müssen. Was für ein Druck durch die Erwartungshaltung des Vereins, der Eltern. In jedem Spiel selbst beim Spielstand von 12:0 die Jungs noch weiter noch vorne zu treiben, um möglichst noch 7 Tore zu schießen. Wer hat sich denn so einen Modus ausgedacht, extremer Schwachsinn, den Du leider mitmachen musst. Wenn man für die faire Geste, wie der Gegner mit einem Spieler weniger zu beginnen, kritisiert wird, dann ist grundsätzlich was falsch im System. Das kann es doch wirklich nicht sein. Wann kommen die ersten Absprachen mit dem Gegner (wenn ihr uns noch 5 Tore schießen lasst, geben wir für jeden ein Eis aus......Kenn ich so aus Abstiegsspielen im Herrenbereich aus der 2. Kreisklasse, da ging es aber eher um eine Kiste Bier....aber wer will solche Absprachen ausschließen bei befreundeten Vereinen, man kennt sich ja).Wirklich ein extrem schwachsinniger Modus, dann doch lieber Quali-Spiele der Tabellenersten statt der Blick aufs Torverhältnis. Die Tabellen der anderen Gruppen sind ja allen bekannt, da wäre ich gespannt auf die ersten 'Mondergebnisse', die selbst ohne Gegner auf dem Platz unrealistisch erscheinen. Es gab schon ein 23:0 bei 40 Minuten Spielzeit ???

    ich habe gerade gestern erstmalig das 'Vergnügen' gehabt, 20 D-Jgd.-Mädchen (älterer und jüngerer Jahrgang) als einziger Trainer gegenüber zu stehen. Hintergrund ist, das wir ein Mal die Woche mit der 1. und 2. D-Jgd. zusammen trainieren wollen und einmal getrennt. Im Normalfall sind beim gemeinsamen Training 3-4 Betreuer anwesend und eine Einteilung in beaufsichtigte Gruppen ist möglich. Gestern stand ich aber alleine da.
    Fazit: Trotz vorher gefertigtem Ablaufplan war es die totale Katastrophe, die eingeteilten Gruppen (hatte drei Gruppen eingeteilt zu je 6-7 Kinder) konnten einfach nicht genügend von mir begleitet und angeleitet werden. Wenn man dann noch anfängt, die zuerst aufgebaute Hütchenanordnung für die nächste Übung umzubauen und die Übung erklären zu wollen, dauerst alles zu lange, es entsteht eine zu große Unruhe und so weiter und so fort, ein geregeltes Training war nicht möglich. Bei leistungsorientierten Kindermannschaften mit entsprechender Disziplin mag das möglich sein, aber eine Durchschnittsdorfmannschaft kann man in dem Zahlenverhältnis nicht trainieren.
    Das Ende vom Lied: Nach 20 Minuten aufgegeben, 4 Mannschaften eingeteilt und einfach auf 2 Spielfeldern ein Turnier gespielt. Wenn mir das noch einmal passiert, fange ich mit 'normalen' Training gar nicht erst an und werde nur Spielen lassen.
    Und der Versicherungsaspekt ist mir gar nicht in den Sinn gekommen.........

    ich würde bei 15 Spielern nicht nur 10 Spieler mitnehmen. Bei 6 Feldspielern würde ich 12 Feldspieler mitnehmen und zur Halbzeit (oder jeweils nach einem 'Viertel') komplett wechseln. So bleiben nur 2 Zuhause, und jedesmal 2 andere (nicht nach Leistung im Training, wann sollen die schwächeren den mal spielen und Erfahrungen sammeln ?). Wir haben teilweise bis zu 19 Spieler gehabt und alle mitgenommen, ohne eine vorherige klare Auswechselregelung unabhängig vom Spielstand hat man nur Chaos oder ungerechte Einsatzzeiten, bei vielen Auswechselspielern geht es nicht anders,man hat die Einsatzzeiten einfach nicht mehr im Blick).
    Den angesprochenen Jungen kann man nicht anders behandeln als jeden anderen auch, so ein Verhalten darf nicht dazu führen dass er mehr spielt als andere, das wäre absolut ungerecht, da muss er durch und das gehört dazu.

    Die schlichte Führung einer Tabelle ist doch nicht so schlimm. Schlimm ist nur, wenn über die Tabelle (bzw. die Möglichkeit, auch mal vorne zu landen und MEISTER zu werden) Druck auf die Kinder entsteht. Der Druck wird nach meiner Beobachtung alleine über die beteiligten Erwachsenen (Trainer und Eltern) aufgebaut. Zumindest in den jüngeren Jahrgängen, die interessieren sich von alleine nicht wirklich für die Tabelle.
    Ich nehme mich da selbst nicht aus. Wir haben im abgelaufenen Jahr alles dabei gehabt (E-Jgd., Hinserie Abstieg aus der Kreisliga mit 0 Punkten, Rückserie Meister in der Kreisklasse). Die Hinrunde war für mich als Trainer relativ entspannt, da das Ergebnis eh egal war, es war schon ein Erfolg auch mal Tore zu schießen. Die Kinder und deren Eltern haben es gelassen genommen, war halt etwas zu früh für die Kreisliga nach nur einem Jahr Fußball, das konnte man auch allen vermitteln.
    In der Rückrunde baute sich nach den ersten gewonnen Spielen plötzlich Druck auf, da die Meisterschaft realistisch wurde. Alles wurde viel hektischer, die Eltern wollten die Kinder siegen sehen, der Umgang mit den 'Konkurrenten' war nicht mehr so kameradschaftlich, Entscheidungen des Schiedsrichters lautstark kommentiert etc.pp.
    Nach meinen Beobachtungen ist den meisten Kindern die Tabellensituation egal, die wissen oftmals gar nicht wo die Mannschaft steht. Die wollen nur spielen und haben ein verlorenes Spiel schnell vergessen. Nur wir Erwachsenen bringen Ihnen bei, die Tabelle wichtig zu nehmen (Wenn wir heute untenschieden spielen, sind wir immer noch vorne, das reicht für uns; wie gesagt ich nehme mich da selber nicht aus). Ich bin schon in einer Halbzeitpause von einer Spielerin gefragt worden, wie es überhaupt steht (es stand 0:0 gegen den Tabellenletzten nach vielen von uns vergebenen Chancen, dem Kind war überhaupt nicht bewusst das ich mir als Trainer schon die Fingernägel abgebissen hatte, weil kein Tor fallen wollte....)
    Die Lösung ist glaube ich nicht, keine Tabellen zu führen. Ich befürworte das für die Bambinis und die F-Jgd. durchaus, um den Druck noch etwas wegzuhalten. Aber Fußball ist nun mal ein Wettkampfsport. Dieser Sport wäre sicherlich nicht so populär, wenn es den 'Kampf' um die Tabellenplätze, um Auf- und Abstieg etc. nicht gäbe. Aber jeder Trainer und Betreuer im Jugendbereich sollte zumindest rudimentär über die Zielsetzungen des DFB Bescheid wissen, das Buch 'Kinderfußball/Fußball von morgen' sollte Pflichtlektüre werden. Man kann nicht das Verhalten aller Eltern ändern, aber vielleicht selbst etwas entspannter werden und den ein oder anderen im Gespräch vermitteln, warum die heutige Niederlage nicht wirklich schlimm ist (zumindest nicht für die Kinder, die wissen abends nicht mehr unbedingt das genaue Ergebnis vom Nachmittag).
    Mein negatives Highlight der abgelaufenen Saison: lautes Gebrüll eines Trainer vor einem eigenen Spieler bei einem Turnier (mal groß geschrieben wegen der Lautstärke): SETZ DIR DOCH EINE PERÜCKE AUF UND SPIEL BEI DEN MÄDCHEN MIT...DA BRAUCHST DU GAR NICHT SO ZU GUCKEN; 5 DINGER MÜSSEN WIR MACHEN UND DU LÄUFST RUM WIE EIN BLINDER. Na herzlichen Glückwunsch, wer einen E-Jugendlichen so zusammenschreit hat offenbar das falsche Hobby, aber was kann man schon tun. Ich jedenfalls werde in der kommenden Saison wieder versuchen, die Tabelle so gut es geht zu ignorieren und den Spieltag entspannt zu genießen, den letztlich bin ich ja mal angefangen weil es Spaß machen soll. Habe von meiner Torhüterin auch schon mal den Spruch gehört: aber heute nicht schreien. Soll nach Möglichkeit nicht wieder vorkommen.

    Ich bin seit 2 Jahren als Trainer dabei, weil meine jüngste Tochter mit einigen Freundinnen plötzlich Fußball spielen wollte. Finde ich als ehemaliger Kreisklassenfußballer super, war vorher ca. 20 Jahre nicht mehr auf einem Fußballplatz und genieße das sehr. Trainererfahrungen mit Jungsmannschaften habe ich keine.
    Schon ein komischer Fall, dein Spieler. Ich hätte darauf gewettet, dass er ein Einzelgänger ist und es in der Mannschaft schwer hat, aber das Gegenteil scheint ja der Fall zu sein. Vielleicht legt sich das ja auch von alleine, manche sind im Spiel unheimlich aufgeregt und brauchen länger, um das abzulegen. Bei mir manchmal bis zur Weigerung, sich einwechseln zu lassen weil sie Angst haben zu versagen. Oder der Gegner wird nicht angegriffen und man geht nur zum Ball wenn wirklich keiner in der Nähe ist. Beim Spiel im Training ist das nicht zu beobachten.
    Gegen Ende der zweiten Saison war das eigentlich kein Thema mehr und ich dachte das Problem wäre durch. Aber nach ein paar Wochen Sommerpause kommt es wieder vereinzelt vor, einmal die Woche ist gemeinsames Training von 1. und 2. D-Jgd. und das reicht schon, das einige sich anders verhalten als wenn die 2. D-Jgd. (jüngerer Jahrgang) alleine trainiert.
    Dein Spieler scheint ja Spaß am Fußball zu haben, sonst würde er nicht regelmäßig kommen. Ich würde mal hoffen, dass sich das Verhalten im Spiel auf Dauer legt, alleine schon durch die Gewöhnung an den Wettbewerbsbetrieb.