Beiträge von Keller-Kicker

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    Gute Frage, nur fragst du erst, wie hoch die Beiträge sind, dann, wie hoch sie sein sollen... oder "sollten" nur die sich eintragen, deren Beiträge über 95 sind? Sie sind bei uns 78 (viel Geld geht z.T. an Tennishalle, da Beitrag nicht zweckgebunden!), sollten im Prinzip zwecks Wertschätzung höher sein: ohne dass Kids wg. hoher Beiträge draußen bleiben müssten - was aber an den Eltern liegt: wer lieber Geld für sich als für seine Kinder ausgibt, dem helfen oft auch billige Beiträge nicht, seinen Kids Fußball im Verein zu gönnen. Wie will man deren Wertschätzung regeln? Trittbrettfahrer belohnen, die sich nur für arm erklären, nie was fürs Team ihrer kids tun mögen, dann noch unpünktlich sind und rumschreien, nur lieber das Geld für sich behalten? - Ebenso interessant wäre dann, wieviel AE Trainer bekommen (sollten) - getrennt nach Jugend und Herren/Damen... Da würde sich die "Spreu" vom "Weizen" trennen... Ich bin leider ganz und gar nur Spreu: 90 Euro im Halbjahr, bei vorhandenem Co-Trainer er 35, ich dann 75. Zuviel?


    Nachtrag: Eintrag nach Ist erfolgt, gemeint war:
    "Wie hoch sind in Eurem Verein die Jahresbeiträge für Jugendliche?" (klar formuliert) vs "Sollten Eure Beiträge im Jugendbereich über 95 € sein, wär es klasse, wenn ihr es als Antwort eintragen würdet." - nur eintragen, wenn drüber??

    Richtig, das Ganze andersherum denken: nun werden viele Trainer verpflichtet, über (letztlich im Vergleich zum echten "Lehrer") minimales Geld gelockt, in Ganztagsschule die Zeiten mit Fußball zu füllen, wobei die Hauptqualifikation sein dürfte: Hauptsache billig! Genauso locken eben DFB-stützpunkte, LZ, Fußballschulen usw. längst. Endlich das Hobby ein wenig zum Beruf machen - wer träumt nicht irgendwo davon? Dann auch in sich o. mehr Zeit (guten Gewissens gegenüber der Familie) investieren können, nicht immer nur betteln müssen. Wer das meiste Geld bietet, könnte bald den Joker ziehen u. schulische Turniere liefern dann den Kandidaten auch den sportlich befriedigenden Thrill. Für Vereine bleiben dann noch weniger qualifizierte Trainer für den Jugendbereich, denn man hört doch überall in den Massenmedien mahned: Leistung soll sich lohnen.... Wieso sollen alle Jugendtrainer denn grundlegend anderstickende Gutmenschen sein, die nur in ihrer eigenen Welt leben? Ich bekenne mich auch dazu, nicht nur "selbstlos" zu sein und meine, in Wahrheit ist das auch kein Mensch, jeder hat immer "seine" Motive... Daher ist Motivforschung so spannend und wegweisend für alle, die uns massenmedial lenken wollen.

    übersteigt meinen Horizont


    Also wir haben z.B. als Eltern unserem damals 7-jährigen x-mal gepredigt, dass er wie fast alle in der Pause Wasser statt Limo trinken solle, vergebens. Als es dann mal sein Trainer ihm im Coaching unter 4 Augen sagte, kam er zu uns, meinte, dass er nur noch Wasser wolle. Kinder haben bei fairer Autorität viel Einsicht! Ich selbst hatte natürlich auch mal unpünktliche, unzuverlässige Eltern (z.B. einfach Turnier verschlafen). Da hab ich nie ein Kind für bestraft, um so mittelbar über es Druck auszuüben (das Kind ganz zwischen die Fronten bringend), sondern mit ihm geredet, ihm erklärt, wie blöd das für mich u. die anderen ist: ihm den Rücken gestärkt, denn es sah es sofort ein: wozu es bestrafen? Was kann ein Kind für die Eltern? Konflikte auf dem Rücken wehr/schuldloser Kinder im Infight mit ihnen (im Kreuzfeuer zwischen Erwachsenen: die es nur so, nicht unter sich hinkriegen?) austragen, da es einfacher ist, als mit Eltern (so schwer es sein kann: wieviel schwerer dann fürs Kind?) sich direkt auseinanderzusetzen? Tut mir leid, das finde ich nur traurig, da es üblich zu sein scheint. "Kinder stark machen", das war mal eine wegweisende Aktion.

    Ich meine, ein Trainer könnte auch mit dem kind ein positives Bündnis u. Band aufbauen, das Kind positiv motivieren, pünktlich zu werden, gerade weil es die Mutter nicht ist. Das geht im In-Coaching unter 4 Augen u. mit viel Vertrauen! Die Gefahr ist dann nur, dass die Mutter in Eifersucht so stinkig wird, dass sie das Kind abmeldet, damit es nicht besser wie sie werde und wirke. Aber da hat man als Trainer dann echt keinen Einfluss drauf, wenn Eltern so sind, dass sie positives Vorbild fürs Kind als negativ für sich bewerten u. so reagieren. Da könnte einem das kind nur leidtun,

    es ist doch die erste Mannschaft, unser Aushängeschild, da müssen wi was investieren.


    Ja, würde die nicht soo hoch aufgehängt, wären wenigstens mal Mittel fürs Ki-Trainingsgerät frei, das viele Ki-Trainer auch noch privat besorgen (dann natürlich jeder für sich. schön weggeschlossen fürs eigene Team aus Angst, es käme sonst weg). Das wäre mal der 1. Punkt, man investiert ja vereinsseitig Geld,viel Geld: z.T. gar noch aus der Jugendkasse - für Trainer, die 1.Herren, mitunter bis an den Ruin ran - warum? Nur nicht für Trainer für die breite Jugend o. Jungtrainer, die da lieber Zeitungen verteilen? Außer vllt in vermeintlich tolle Talente, die super seien, dann vielen die Dollarzeichen etc. in die Augen treiben...

    Das ist vielen schon zuviel, ich möchte mich da ja nur bereichern.
    Da fällt einen nichts mehr ein.


    Haben wir da nicht einfach ein Missverständnis, vom Trainer her blickend? Immer seltener wird ja der beschriebene Idealtypus. Wer macht so aber in der Breite den Trainer?


    Vom Kind her gilt eher: Die per DFB-Ausbildung/Profi-Einstellung hochqualifizierten Trainer zieht's ja meist bald in die Herrenabt. (zum "Aushängeschild": man wird hofiert, beachtet, ausgestattet u. bezahlt, ist wichtig, was wert und "wer" im Dorf...), ins LZ, zur FFS o. zum DFB-Stp (steht so über dem Rest, sichtet die Menge, hat die Auswahl und eine anerkanntere Position, wird bezahlt). Und animativ wertvolle Jungtrainer find ich grad auch keine fürs breitensportliche KiFu-Team: da x-belibiges Zeitungverteilen mehr "wert" ist, um übers reelle "Honorar" mit Kumpels mitzuhalten. Denn Jugend: nur Unter-Bau der 1.Herren! Auch wenn die u.U. nur in der Kreisklasse rumbolzt o. für die Jugend im Breitenfußball nicht mal Trainingsmaterial da ist. Wer bleibt da? Jemand: bereit, sich aus der Not der Kinder heraus, selbst auszubeuten, noch Trainingsgerät, den Vereinsanzug, mal ein Eis o. Kopien für Kinder privat zu bezahlen (auf Kosten der eigenen Familienkasse), da die AE grad fürs Benzin reicht. Ist dieser Zustand so erstrebenswert?


    Es macht dann idR ein Papa, der das Elend nicht mitansehen kann o. andere eigene Motive hat, aber als Papa nie optimaler Trainer sein kann: da Papa seines Filius, der so immer primär nur Papa vor sich hat, nie einen echten Trainer! Und auch ich, der Papa wäre lieber nur Trainer, d.h. "echter", klar: nicht um mich zu bereichern, obwohl der Job eigentlich viel wert sein sollte, grad, um Kinder von all den verführerivchen Bildschirmen geschickt loszueisen, sondern: um der Trainerrolle voll gerecht zu werden, nicht indirekt immerzu als Papa zu denken u. wahrgenommen zu werden (was man gar nicht verhindern kann). Daher mein Wunsch nach ein wenig Umverteilung: nach unten, zu Kindern hin, aus vereinsinternem FAIRPLAY für sie! Nicht nur von Geld, auch Aufmerksamkeit, Anerkennung usw. Ist das so verkehrt?

    Werbt ihr bei den Jung-Co-Trainern auch mit dem Geld, wie bei den Jung-schidsrichtern?


    Kinderleee hat es indirekt schon beantwortet: die Jungschieris werden von andern Vereinen bezahlt, ihre Existenz spart sogar Kosten. Es wäre schön, wenn es in Vereinen Mittel gäbe, um auch Jung-Trainer etwas zu motivieren, wobei das 1.Motiv natürlich dem Interesse am KiFu entspringen sollte. Man kann mal ein Talent zum Vorführen seiner Tricks einladen, privat honorieren, aber auf Dauer geht das nicht: dies Geld kommt ja aus der Familienkasse u. so ginge es auf Kosten der eigenen Familie.


    die Frage: Warum Seniorenbereich und nicht Juniorenbereich. Die Antwort kennt jeder, aber ist das in Ordnung?


    Hier läge schon der Ansatz zu obigem Problem: wie werden die knappen Mittel verteilt? Muss, soll die Herrenabt. immer obenan stehen, so dass dort am meisten Mittel vorhanden sind, in der Folge dort meist die qualifiziertesten Trainer hin wollen, die Arbeit o. das Trainersein dann eben einfach mehr Fun bringt, man mehr öffentliche Bestätigung kriegt etc.? Nun denn, wozu nochmal vertiefen, ich will ja niemand damit weiter nerven. Die Jugendabt./unser Nachwuchs ist sehr vom idealistischen Goodwill abhängig, gut, wo er vorhanden! Wer "sind" wir Trainer eigentlich (zw. Idealen u. "Job")?

    hier wächst etwas zusammen, das wertvoller ist als Meistertitel


    Das ist, worauf ich hinaus wollte. Ansonsten ist es für jeden wichtig, sich über seine eigenen Motive klar zu werden, um nicht die Akteure übermäßig dafür einzuspannen. Das geschieht ja häufig, ist im Wettkampf auch so angelegt, sonst würde sich ja nie wer aufregen, wenn man verliert, Fehler macht usw., obwohl diese Aufregung sich eher kontraproduktiv auswirkt. Keiner will etwas umsonst machen, jeder braucht seinen Erfolg, nur muss man den nicht nur in Toren und Titeln sehen: ein echtes Team ist schon ein Wert an sich, nicht selbstverständlich als Leistung des Trainers: wird aber oft so genommen. (Das monierte Beispiel stößt auf Unglauben, wirkt auch unglaublich, ist aber real, ich kann es per PM auch gern vertraulich belegen.)

    Es ist ja nie so eindeutig, auch nicht das Motiv "Hobby". Anlass war für mich, dass ich will, dass unser Kinder überhaupt bzw. gut trainiert werden: Da der vorhandene Trainer allein mit 25 Kindern stand u. mich fragte. Ursache in mir selbst ist aber auch, dass es mir Freude macht, Kindern was beizubringen, aber auch ich mir selbst, wohl auch anderen (im alten Verein unseres Kindes ging sein Team kaputt, ohne dass man ihm helfen dürfte) was beweisen will: dass es anders geht, man auch z.B. aus einer Zweiten mit vielen Kindern, die aktuell mangels "Leistung" sonst keiner trainieren will u. auch selbst z.T. nicht echt was leisten/trainieren wollen. Kann man da etwas aufbauen, "Erfolge" realisieren kann, z.B. ein Blitzen in ungläubigen Augen, wenn man ihnen ihr Ziel nennt: auch mal "Meister" in der eigenen Staffel werden? Man kann! Umgekehrt im LZ: da werden Routinen trainiert, abgespult, bei Turniersieg nur kurz abgeklatscht, kein freies Lachen (außer man darf/soll jubeln), schon wie im Business: wie geht es da eigentlich Trainern? Ich würde mich bedrückt fühlen, arbeite lieber ohne soviel Druck, mit Lachen und notfalls auch Weinen...


    Mal sehen, ob es weiterhin klappt, was in diesen Kindern zu bewegen, auch sie voran zu bringen: raus aus ihrem verinnerlichten Status der ewigen Zweiten: die "zu schlecht" für die Erste seien, die immer ängstlich schauen, da sie so oft angeschrien und angemotzt wurden, die keiner will: wo man erstaunte Reaktionen kriegt, dass man sie betreuen will, obwohl das eigene Kind doch in die Erste gehört. Zeichen setzen und wenn es gelingt, zur C hin einige Kinder in die Erste zu bringen u. zugleich noch 5 weitere Kinder anzuziehen, die anderswo rausgeboxt wurden o. reaktiviert werden, wäre das ein Erfolg, der mehr wert wäre, als irgendein Titel. Denn so könnten viele 30 statt nur 15 Kinder aktiv in Bewegung bleiben, ihren Fußballsport weiter betreiben statt zum Zuschauen o. gar "Behindertenstatus" (aktuell wurden im Verein grad 3 bislang in ihrem Jahrgang 1999 normal mitspielende, schwächere Kinder dazu getrieben zum Arzt zu gehen, sich als "behindert" mit besonderer Genehmigung einen Jahrgang tiefer, also 2000 einstufen zu lassen) verurteilt zu werden.


    Honorar für Trainer kann also sein: Geld (mit dem man sich dann was kaufen kann, das Unverkäufliche aber vllt verliert), Erfolg ("Ruhm" vor Ort über tabellarische Titel u. Triumphe), Macht über andere, positiv beglückende Kommunität oder mitmenschliche Anerkennung, breite Beteiligungschance für möglichst viele junge Mitmenschen, glückliche Kinderaugen, positiv leistungsmotivierter statt frustriert aggressiver Nachwuchs, Unkontrolliertheit (positiv: Gestaltungsfreiheit o. kurze Wege, negativ: keine Maßregelung bei groben Verfehlungen o. Laissez-faire) u.a. Irgendeinen Lohn braucht meiner Meinung nach jeder Mensch, um tätig zu werden. Würde ich als Trainer befriedigend/kostendeckend bezahlt (statt dass ich ca. 100 Euro im Halbjahr kriege, was nicht mal jetzt zu Beginn für einen guten Traineranzug reicht), wäre ich schon motivierter, mehr Zeit o. Mühe einzusetzen, meine anderen Motive o. eben Lässigkeiten beim Betreuen mehr zurückzunehmen, z.B. auch meinen Ehrgeiz bzgl. Erfolgen, die bei allen anderen Trainern vornehmlich zählen: um auch als Ego im Trainerteam, Verein o. Umfeld gut dazustehen, denn so erfüllend es ist als Art "sozialer Arbeiter" frei tätig zu sein, andere bzw. ich selbst im Institut bekommen dafür Geld, können so ihren Kindern auch mal etwas mehr bieten (Beispiel: eine Mutter, die so verhandelt hat, dass ihre Kids in 2 Teams von 15.30 bis 19.00 Uhrbetreut trainieren dürfen, damit sie in der Zeit "richtig" arbeiten geht, sprich: Geld verdien.,Iihre Kinder tragen dann Adidas, fahren immer toll in Urlaub, wogegen meine das Billige von Kik o. nur eine Fahrt zum Baden kriegen. Da fragt man sich schon, wieso man kostenlos arbeitet, ohne die in unserer Gesellschaft eben übliche Wertschätzung für "Arbeit"...)


    Wer nichts kriegt, schmeißt eben einfach den "Job", wenn er keine Lust hat - oft erlebt. Nur haben Vereine eben kein Geld, um Arbeit auch so zu honorieren, dass jeder sich antrengen, kontrollieren lassen müsste... Wer Geld (und "Ruhm" als Aussicht o. per gesponserten TR-Anzug) im LZ kriegt, erträgt auch eher interne Differenzen statt eigene Interessen durchsetzen zu wollen in Verein o. Trainerteam (Vereine, die bezahlen, können eben mehr erwarten u. Ansprüche stellen): man kann eben auch was verlieren. Wenn z.B. der bisherige Trainer eh die Erste behalten will, tabellarische Erfolge für sich haben u. eher nur die Zweite loswerden, zugleich aber dort offiziell rein auf Freizeitspaß setzt, so mit der Begründung des Zeitaufwands sein wohl von Leistung wie Motivation in die Zweite gehörendes Kind fest gesetzt verankert, also einen merkwürdigen Zwitter von Fun/Freizeit- und Leistungs/Erfolgs-Team aufstellt, wäre es leichter, die Kröte zu schlucken, wenn man etwas dafür bekäme. Wenn man aber sogar draufzahlt, neigt man dazu, Konflikte vorschnell lösen zu wollen. Denn ich würde klar trennen wollen: zwar sollen alle als ein "Vereinsteam" (Kinder wie wir Trainer) zusammen gehören und wo möglich trainieren, aber im Team A mehr/besser/"härter" auf Erfolg/Leistung/Disziplin hin, im Team B wird dann auf Freizeitspaß, soziale Gleichheit im Team, auch mal Quatschmachen etc. gesetzt: Hauptsache alle bleiben in Bewegung - und wer mehr will, der sollte Chancen kriegen, aufzurücken, aber über Leistung, keine Besitzstände. Gibt es daher im Verein oft Zoff grad unter Trainern: keiner kriegt Geld, jeder will folglich seine Vorstellungen o. kleine Privilegien ungeduldig durchsetzen oder haut eben ab, wenn er sich nicht selbst "belohnen", "verwirklichen" kann (dein "Hier kann ich mal Chef sein" trifft ein starkes Motiv,, denke ich, hat grad meine unbedarfte Frau am WE auch gesagt, als wie in einem Jugendgästehaus eine Gruppe der freiwilligen FW beobachten mussten: wie da die etwas älteren Pickelgesichter, die sonst nichts zu melden hätten, plötzlich ganz groß u. laut bei Befehligen der Kleineren wurden - erstaunlich! Oder?)

    Wir werben grad via Geld um die Jugend ab 14: wieso für 4, 5 Euro 60 min Zeitung auftragen statt für 12 Euro ein Jugendspiel pfeifen, dabei viel für sich mitnehmen an Erfahrung? Leider ist da der Co-Trainer-Job ein stiefmütterlich armselig behandeltes Kind, für die Jugend nicht so attraktiv, obwohl es für jüngere Kinder die beste Motivation wäre, wenn ältere, größere Kinder was vorführen (die es natürlich auch positiv können sollten). Kinder denken noch natürlicher: wofür man mir nichts gibt, das ist es dann wohl nicht wert. Daher wohl finden wir viele Jungschieris, aber kaum Jungtrainer, obwohl die es entspannter hätten...

    Bei uns in der Gegend gibt es bald genauso viel Privatmannschaften wie Verbandsmannschaften.Das ist jetzt nur bei Herren so.
    Es gibt schon Meisterschaften in Fussball auf Bolzplätzen, weil sie nicht den Mitgliedbeitrag in den Vereine zahlen wollen.


    Ich habe die bloße Idee zu einer "Bunten Liga für Kids" bei uns grad aufgegeben, da so etwas nur im direkten Eigeninteresse, also für Erwachsene, zu organisieren scheint, nicht für Kinder :) es liegt bzgl. besser bezahlter, so mittelbar durch die Chance auf mehr Wettbewerbsdruck besser qualifizierter Trainer daher für mich eher an mangelndem Interesse denn zu hohen Vereinbeiträgen). Wo wohnst du, dass man das einfach so hin bekommt? Wer organisiert es, wie? Es scheint wirklich vieles regional sehr unterschiedlich...


    Warum sollen denn Schidsrichter Geld bekommen und Trainer nicht. Wo liegt denn der Unterschied?


    Warum lassen sich denn viel weniger Schieris als Trainer finden? Man verdient quasi neben Leistungsentgelt auch Schmerzensgeld. Man will u. muss sie per Geld motivieren, was in der Jugend auch gelingt: aber man muss sich da mehr exponieren u. viele hören trotz Geld wieder auf, meist wg. Beschimpfungen o.ä.

    Nein, war nur ein Trainingskick 1. gegen 2., wobei ich noch in "meinem" Team (der Zweiten) mitspielte, was aber eben nicht ausreichte, da nur Bälle zu verteilen. Das Ergebnis war also nur ein Test der Trainer, aber innerhalb des eigenen Teams zeigte sich die indiiduelle Dominanz eben, die ich vorher nie für möglich gehalten hätte. da muss im Kopf ein On-schalter umgelegt worden sein....

    Um dir keine Antwort schuldig zu bleiben: Es geht ja bei Ursachenforschung bzgl. Gewalt immer um die Gewalttäter, also eher nicht um dich, oder? Hier vor Ort gab es zuletzt auch mehrere Gewaltexzesse, wo z.B. meherer Vereinsspieler, die natürlich durch die komplette Jugend gingen, andere z.T. krankhausreif schlugen, beim heiteren Hallenfußball, wo es 4:0 fürs eigene Team stand. alles entschieden war. Wie kommt das, hat sich danach keiner (außer natürlich mir Bösewicht, wobei ich eine Antwort nie erhielt, soviel zur Ernsthaftigkeit, "gegen" diese Art roher Gewaltausbrüche zu sein) irgendwie gefragt, aber eitel dagegen "demonstriert": um sich zu beweisen, das alles nichts mit einem selbst zu tun habe, die berühmte Nabelschau eben? Und all die Aktionen gegen Gewalt, Rechts, für Respekt, Toleranz, erstmal billig auf Plakate zu drucken, so viel positive Präsenz bekommen, aber was bringt es nun am Ende, ist die Fußballwelt dadurch schon besser geworden?


    Jeder Mensch hat Aggressionen, schon jedes Kind Vernichtungsfantasien (ob nun Destrudo o. gar Todestrieb genannt). Die Frage ist: wie lernt man, damit umzugehen. Da haben die Vereine eine präventiv hohe Funktion zu erfüllen, daher werden sie von der Politik auch so gefördert. Wenn es nun grad in ihren Umfeldern (wobei die, die als Kinder früh die Lust am gewaltfreien Aggressonsabbau ausgetrieben wurde, kaum messbar wären), dem Fußball, nicht aber: Handball, Volley- o. Basketball, LA, Turnen immer mehr und exzessiver zu Gewalt kommt, dann zu meinen, dass habe alles gar nichts mit Fußball/KiFu, dem für professionellere Qualifizierung der Betreuer (:von Treue zum Fußballsport) eben fehlenden Geld (das eben z:B. unter der Hand in die Taschen von FIFA-Funktionären fließt: 14 Mio. in eine Hand!) zu tun, dann rettet man so nicht den guten Ruf des Fußballs, sondern man sorgt eher dafür, dass alles weiter schlimmer wird: noch mehr Polizei, noch mehr viel zu späte Prävention bzgl. Fanprojekten, noch mehr PR-Aktionen, Diskussionen etc. Was bringt's, ist's besser o. schlimmer geworden? Bin gar ich daran schuldig, weil ich das mal offen zu kritisieren wage? Ich habe mal eine andere Weise, das zu sehen, vorgestellt: es muss im KiFu anfangen, da das die Psychoanalyse einfach nahelegt. Was ist er uns dann also wert: keine Profis, nur minimal Taschengeld für die Hobby-Verantwortlichen, kein Cent mehr? Was für eine Diskusion haben wir da? Das mag jeder für sich beantworten, ich ziehe mich erstmal raus, wenn das zu sagen so wenig gute Resonanz hat, im Gegenteil viele Leute so auf die Palmen treibt... Ok?

    Wenn man ihn anfängt und bis zum Ende durchzieht, wird es schwer, wirklich durchzufallen (bei mir mussten 1 oder 2 Teilnehmer nach der Lehrprobe noch mal nachgepüft werden).


    Herzlichen Dank für deine nette Antwort (gar nicht leicht, sich da rauszuziehen). Bzgl. TR-schein hört man mal so, mal so - da ich ja gern erst mal kritisch/negativ bin, hört sich das nach Willkür an: offenbar sollte man ihn in schleswig-holstein machen, wenn man sicher durchkommen will (so klingt es im thread dazu). Wir sind dennoch zu den beiden "scheinbar" besser qualifizierten Trainern... Auch der Bruder: plötzlich ein ganz anderes Kind, voll Einsatz, dominant, gestern im Trainingsspiel beim 15:2 neun Tore geschossen: wo auch er bisher fast immer in Tor, Abwehr o. oft in der Halle mangels Technik fast die ganzen Punktspiele nur auf der Bank hockte....da muss er nun wohl in die Erste, obwohl ich ihn gern erstmal in der Zweiten "zum spaßigen KiFu" gehabt hätte: das entscheidet nämlich der Alttrainer allein (soll er, hatte ich extra gesagt). Das war's nun für die nächste Zeit, ok?

    Du hast sicher Recht. Es ist nur so, dass ich eben Vhs-Kurse für junge Kicker bzgl. Intelligenz im Teamplay gebe u. die, die kamen, eben ganz begeistert waren, auch erzählten, dass sie so etwas noch nie im Verein gehört hätten. Einer rief mich dann noch an, dass er dem Trainer davon erzählt hätte, der aber nur von Hokuspokus redete. Nun denn, man kann die Welt nicht ändern. Ich ziehe mich erstmal raus, lese nur noch, ok? Hat aber nichts mit dir zu tun. Übrigens fehlt mir auch die Fantasie zu vielem, super, dass du nicht gleich sauer warst, wie ich deine Bemerkung aufgriff! Ich versuch mir trotzdem mal nen Test auszudenken. Danke, bis denn.

    Ok, dann gebe ich es auf, wenn das so ist. Ich meine, dass ich nur etwas andere sicher oft unbequeme Ansichten als eben die meisten habe, aber wenn man sich da so unbeliebt mit macht, so als nur störend empfunden wird... Das stehe nämlich auch ich nicht durch, so viel dazu, wer ein Forum zu seinem mache, machen kann: ich garantiert nicht. Wenn nicht noch andere Meinungen dazu kommen, lass ich es, leider, ohne recht zu verstehen, wenn uns doch das Ziel einen sollte... Und: wir leben doch nun mal auch als Fußballer/Trainer in einer Welt, da müsste man Dinge ganzheitlich sehen: wie soll man denn sonst vertehen, was gerade in der FIFA, im Konflikt FIFA/Blatter contra DFB und andere abgeht? Das ist doch auch "unser" Fußball"... Mich interessiert nun mal sehr, wie er da kaputt gemacht wird, kann dem allem auch nichts positiv abgewinnen, so leid es mir tut, wenn viele das wollten. Gut, Trainer muss das erstmal weniger interessieren, aber ich sehe unseren Fußball kurz vor dem Kollaps, nur merkt es eben keiner, will es keiner merken. Aber in 10 Jahren wird viel passieren, davon bin ich nunmal fest überzeugt... Aber ich lass es dann eben, ok?

    Was soll denn das nun wieder? Kannst du anderer freie Meinung denn so wenig ertragen? Es wäre doch fair u. zweckmäßig, da bzgl. Transparenz wenigstens mal eine kleine Begründung zu liefern, statt nun sicher nicht nur mich bloß rätselnd zurückzulassen, oder? Keiner wird doch hier gezwungen, den Dialog anzufangen, freies Land, freies Forum, alles gut, oder soll es nur eine Meinung geben, die über aller anderen stehen? - Ist Talentsichten so ein Politikum???

    Vermischung zwischen Vereinsinteressen aus Marketinggesichtspunkten und Fakten


    Dies Gespinst durchschauen, kann nur der Insider, der ich nicht bin. Wer außen vor bleiben muss, der kann nur mutmaßen, spekulieren oder eben nachfragen: hier oder dort. Der Gehalt der Antworten aber bleibt meist spärlich, so dass mir das Marketing übergewichtig erscheint. Die Fehlerquote aber ist enorm und führt alles "Talentsichten" der aktuellen Art fast ad absurdum. Natürlich kann jeder Fast-Blinde noch erkennen, dass der o. der grad stärker wie x oder y war. Aber was sagt das aus?


    Klar ist auch, dass der Erwählte erstmal einen Motivationsschub bekommt (der andere ja das Gegenteil), zudem plötzlich viel mehr und besseres Training, Aufmerksamkeit etc. Also greift die "self-fullfilling phrophecy" und die tolle Auswahl der Auserwählenden erscheint berechtigt: bald Früchte zu tragen. Trainer, Kind, Eltern, Fördersponsoren, alle jubeln: toll, toll, toll! Nur irgendwann nutzt sich der Effekt ab, hier und da kommt es gar zum Burn-out beim Kind und genau: die nächsten stehen wg. des Vorführeffektes im Eingangs-Marketing, wg. des logischem Erfolgs des aus den Besten zusammengesuchten Teams und seinem Pushen auf Anschlag schon parat: also hat das betreffende kind eben versagt, wird ausgewechselt, "darf" "gut ausgebildet" wieder zurück zum Heimatverein - na danke, so kann man natürlichen den pädagogch nur dillettantisch auf eigene Vorteile bedachten "Aussaug-Mechanismus" auch positiv u. gut verkaufen! Oder falsch?

    isoliert eine wichtige Grundeigenschaft


    Dass diese isolierten Grundeigenschaften auch wichtig sind - klar. Aber darauf alles reduzieren, nur da die Trainern schön messbar erscheinen? Natürlich wurde ich von Trainern oft als eitler Papa verspottet, als ich ihre Einstellung kritisierte. Ich kann das locker wegstecken, da ich ja weiß, worauf es in realen Fußballspielen ankommt, was primär zählt: die sog. Intelligenz im Teamplay. Mein Kind aber hat in seiner Entwicklung sehr gelitten! Es war offenbar "zu" intelligent fürs Team, vor allem aber für die jeweiligen Trainer, die ihn nach meinen Hinweisen natürlich nur noch rigider behandelten, um sich zu beweisen: Ich habe hier die Macht und was zu sagen, kein Papa "unter" ihnen (auch wenn der Pädagoge und Fußballer war, die Trainer aber je selbst nichts als Papa mit Posten, denn sie hatten nie aktiv gut/höher Fußball gespielt bzw. einer war auf Hartz-4 angewiesener Hilfsarbeiter mit IQ sicher weit unter 100, mit dem jeder unter anderen Umständen nur Mitleid gehabt hätte: aber alle waren Kumpels der Vorstände, Fördersponsor bzw. Weggrätscher in der "Ersten-Herren", das allein qualifizierte offenbar vor Ort Trainer).


    Nun, warum auch immer, also bewerten zs. 4 (mir auch intelligenter erscheindende) Trainer alles ganz anders, wie zuvor auch ich. Zwischendurch war ich oft am (Ver-)Zweifeln: Bin ich ein Idiot, allein auf meiner Welt, ist Fußball nur was für rüde Rumpelkicker, wie meine Frau meint, die schon lange will, dass unsere Kinder diese negativen Einflüsse loswerden, mit Fußball aufhören? - Intelligenz ist aber auch messbar, nur nicht direkt auf dem Platz und wer sie nicht hat, will es offenbar auch gar nicht, wenn man übliche Tests anbietet bzw. darauf verweist, wie wichtig eben auch die ist. Da fehlt einfach der Zugang: den eine Integration in die sog. Leistungstests vllt brächte! Wieso sollen sich so oft die Intelligenten an den typisch altdeutschen Rumpelfußball der weniger Bemittelten anpassen, werden zurückgesetzt: Kann das für "den deutschen Fußball" förderlich sein, diese Eigenschaften mangels fantasie einfach auszublenden. Du magst wenigstens das Gewicht anzuerkennen, es aber nur subjektiv bewerten wollen, andere meinen numal, dass es das, was die Messungen nicht einbeziehen, auch gar nicht gäbe... Daher werbe ich auch stets so vehement für intelligentes, komplexeres Teamplay als Erfolgsschlüssel (der eben im Kopf beim Denken anfängt).


    Ich möchte nicht, dass nur am alten Vorurteil, Fußball sei eben Proletensport (O-Ton meine Frau o. Verwandte/Freunde), festgehalten wird. Zu erkennen wäre dafür aber: echt spontanesTeamplay kann nur individuell im Kopf als Art Gabe erwachsen, "andere in höherem Geiste zu (an)erkennen": nicht einfach im Hin- und Hergeschiebe des Balles in den eigenen Reihen bestehen (wie es im hiesigen LZ-Drill oft vermittelt wird: weshalb da auch noch nie ein höher spielender Kicker heraus gewachsen ist)? Nun denn, zum Thema: Auch ich kann z.Z. nur einfach beobachten und behaupten: der spielt vllt ungeübt, physich fragil und wackelig, aber intelligent, wird daher im Mittelfeld eingesetzt. Das dürfte stressigen Ärger mit den bisher vorgezogenen robust zweikampfstarken Kindern bzw. Eltern geben. Ein zumindest als "objektiv" geltender Tests könnte da helfen, für Verständnis sorgen: obwohl Kinder weiter keine Objekte sind, Tests nur vage Hinweise aufs Innenleben bieten können, das eben zu erahnen bleibt, da es als "unsichtbar", gleichwohl aber entscheidender denn alle äußeren Eigenschaften zu gelten hätte... Oder?

    Ordentliche Bezahlung ist ein Muss


    Zum Glück nicht, da es noch Menschen gibt, die auch ohne sich engagieren, aber: zu wenige und unter ihnen wieder viele, die dann eher eigene Motive als rein das allg. Kindeswohl verfolgen (Eitelkeit u. Geltungsbedürfnis, Ehrgeizbefriedigung, Protektion des eigenen kindes etc.). Da liegt das Problem sowie darin, dass es in unserer Gesellschaft immer mehr Leute gibt, die eben für Leistung nicht bezahlen wollen, Konsequenz: weniger reelle Leistungsstärke im Angebot, viel Bluff. Wo das zulasten unschuldiger Kinder geht, ist es nicht gerecht, sondern nur traurig. ürde man reell Leistung bezahlen (dürfen), hätte auch kein Trainer mehr gegenüber den oft so gern herabgesetzten und ignorierten Eltern (auch wenn die ebenso Trainer und nachweislich kompetenter sind) "Allgewalt" kraft Willkür: Eltern wären Kunden, Trainer Anbieter, die erstmal selbst wa leisten müssten, bevor sie ständig von kleinen Kindern Leistung, Disziplin etc. fordern: die diese oft aber mangels Vorbild nicht liefern!


    Langzeiteffekt: wieviel bitter enttäuschte Minikicker bzw. ausgebeutete "Talente" mögen später ihrem inneren, affektiv nie verarbeiteten Unmut per "Gegen"-Gewalt auf den Plätzen Ausdruck verleihen? Das interessiert bei den modischen Klagen über Hools, Randalierern, Gewalttätern usw. offenbar nie wen: aus gutem Grund, da man die Mit-Verantwortung verdrängt und fürs frühkindliche Gewaltsäen zu übernehmen scheut, obwohl jeder psychologisch ein wenig geschulte Pädagoge eben genau wissen müsste, woher Gewalt ursächlich kommt! Davon aber will keiner etwas wissen, da es zum "sauberen" Image so wenig passen will! Aber: Würden wir alle unseren Kids, unserer Zukunft nicht mehr sorgfältige Auswahl schulden: leistungsbezogen - bei Trainern und nicht nur wie gehabt bei Kindern! Wer sollte zuerst was leisten, damit die Jugend gedeiht, für guten Nachwuchs gesorgt wird?


    Wer aber nicht vernünftig bezahlen will, der bekommt keine vernünftige Leistung trotz allem Interesse am so falsch verstandenen Leistungs-KiFu, denn dann wird das Leistungsdenken nur verdreht, gegen Kinder ver- statt ihnen zu-kehrt! Für mich ist ganz eindeutig, wessen Interessen im KiFu in allem maß- und zielgebend sind...