Beiträge von Keller-Kicker

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    da verdienen manche vereine richtig kohle bei


    Wie sagte Uwe Seeler gestern im Express: "Das ist kein Fußball mehr. Das ist Party und Geschäft...". Aber natürlich nicht für alle, nur für die oben, auch für die passiven Zuschauer, Spieler unten aber werden gegängelt, und je kleiner sie sind, desto weniger können sie selbst sich ja dagegen wehren. Irgendwer muss immer die Zeche bezahlen u. da schaut kaum wer hin, der nicht selbst betroffen ist: da hocken alte Herren auf den Vorstandsstühlen, geben sich als sozial und sperren in ihrem eitlen Machtwahn 13-jährige von ihrem Fußball aus, alles vom System (mit der "FIFA-Mafia" als Führungsspitze, vgl. Buch, immer noch unbedingt lesen!) genauso geplant und vorgesehen. Ist das die Party, das vielbeschworene "Sommermärchen" - oder nur alles Lüge?. Einzelne können dagegen nichts ausrichten. Aber wann kommen mehr Leute darüber ins Grübeln und werden was verändern wollen? Also wehrt euch, macht Druck, geht an die Öffentlichkeit, damit mehr Bewusstsein für die skandalösen "Regeln" im KiFu wächst. Damit wir nicht noch in 20 Jahren darüber reden müssen (bzw. über noch mehr Drangsalierung von oben: die Ausbildung sollten viele erstmal nachweisen müssen, kann ich als Ex-Trainer nur sagen: viele sind ja nicht mal selbst Fußballer, ohne jede pädagog. Ader o. irgendne Ausbildung zum Trainer/Betreuer u. machen mehr kaputt als gut, leider für die Kids...) Danke! :(

    ist also taktisches foul gleichzusetzen mit harmlosen, weichem foul?


    Wieso, es kommt ja ganz auf die taktische Maßgabe durch Trainer o. Teamleader an. ich erinnere mich noch an so in den Raum gesagte Sprüche in der Halbzeit gegen irgendwelche gegnerischen Superstürmer: Der muss jetzt aber endlich mal 'richtig' von den Beinen geholt werden/fallen" o. "Nehmt den jetzt kollektiv durch mehr Härte aus dem Spiel". Und gesagt getan, es fanden sich immer welche, die in HZ 2 den Wunsch zum eigenen Befehl werden ließen, aber nie wer, der das folgende harte Einsteigen als "taktisch" verordnete Maßnahme geoutet hätte. Ich selbst wurde auch einige Male durch wiederholtes rüdes Einsteigen von verschiedenen Spielern aus dem Spiel genommen, dh irgendwann dann vom Platz getragen - und hatte irgendwie das dumpfe Gefühl, dies wäre eine konzertierte taktische Aktion der Gegner gewesen. Nur beweisen kann man es ja nicht. Trikottupfen empfindet man schon eher als weiches Ful, egal ob nun aus taktischen Gründen o. voll im Zweikampf, wenn man durch wäre. Weich u. taktisch, na ja, ok, hart, aber nicht bewusst taktisch, muss man mal einstecken, taktisch und hart: übel!

    tobn: Man sollte nicht so schnell anstelle der Begriffe privates Verstehen setzen und am besten immer zuerst mal in Lexika o. bei Wiki nachschauen. Foul ist da wie folgt definiert: "Der Ausdruck Foul (englisch foul = schlecht, schmutzig) bezeichnet im Sport – außer im Baseball – ein regelwidriges Verhalten: Ein Spieler missachtet während des laufenden Spieles eigene Pflichten oder gegnerische Rechte, wirkt auf einen Gegenspieler unsportlich ein und/oder er verhindert auf inkorrekte Weise einen unmittelbar bevorstehenden Erfolg des Gegners. Ein Spieler kann ein Foul absichtlich oder unabsichtlich als Folge einer missglückten regelgerechten Aktion begehen. Auch Fahrlässigkeit ist möglich...." So wird klar, dass Guenter richtiger liegt: wer eine Verletzung simuliert oä, damit das Spiel, der Spielfluß des Gegner unterbrochen wird, dessen Präsenz o. sein Timing/Tempo verloren geht, es ihn per Wartenmüssen demoralisiert o. ablenkend aufregt, damit ein Freistoß ermogelt wird etc., begeht ein Fouling und zwar grad ein taktisch motiviertes, das sich nur viel harmloser auswirkt, als ein "Die-Beine-wegtreten", im Effekt ("Elfer") aber z.T. mehr bewirken kann. Eine ganz andere Frage wäre es, ob Taktik als solche (vom Trainer jenseits des Platzes, auf dem die Wahrheit liegt, allen Spielern top-down verordnet, so ihre Bewegung kopflastig besetzend) ein Fouling am Spiel selbst, seinem höheren Wert darstellt inkl. dem so motivierten Foul, was eben aus taktischen Gründen (wo Taktik gegenüber dem spielerischen Flow, dem Eigenleben/dynamischen von Spiel u. Spielern Priorität besitzen soll) clever erscheinen kann... :rolleyes:


    PS: Ich weiß aber nicht, ob man zB für ein Simulieren auch im Fußball einen Freistoß für den Gegner verhängen kann, etwa sofern der erschrickt, mit dem Weiterspielen aufhört u. so einen Nachteil erleidet, den Ball verliert o.ä.

    Ein Foul ist ein Foul, d.h. unsportlich. Und deshalb wird es geahndet. Sicher gibt's Trainer die gezielt und bewusst Unsportlichkeiten trainieren, statt sie nur "spontan" durch Spieler geschehen zu lassen... Ich selbst habe angeregt durch "die Fallschule" (die eben nur ein genialer Aprilscherz eines DVD-Anbieters war) das Fallen, Simulieren etc. zum Spaß geübt. Denn nur der Mensch kann bewusst lügen o. täuschen (Tiere tarnen sich zB nur instinktiv), diese "Fähigkeit" zeichnet uns Menschen geradezu aus (so die Anthropo-Biologie). Einige Kids hatten es dann gleich mal im Spiel ausprobiert, wie Kinder eben sind, ich fand es eher lustig, da ich ja den Hintergrund kannte und Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Der eher humorlose Schieri, dem ich dann den Zusammenhang erklärte, fand's gar nicht lustig und meinte, dafür müsse er eigentlich mir die rote Karte geben - nun denn. Foul ist aber nicht gleich Foul und eines, das keine Verletzung o.ä. des anderen riskiert immer "harmloser" als jene o.g. Blutgrätsche. Meinem Sohn wurde nun aber z.B. bei einem Punktspiel (wo ich nicht da war) das ganze Trikot komplett aufgerissen: Trikotzupfen konnte man das nicht mehr nennen. Zu nähen war da wenig. Da sich keiner drum gekümmert hatte, konnten wir dann ein neues Trikot kaufen, denn im Spiel gab's nur nun nen einfachen Freistoß und das war's. Das fand ich nicht korrekt, denn es war ja eine willentliche Sachbeschädigung, wenn auch von einem Kind bei einem anderen.


    Wie sieht's da mit der Haftung aus, oder gehört heute ein zerrissenes Trikot eben zum Spielrisiko dazu, so dass es nur das Pech von dem ist, dessen Trikot es ist? Ansonsten sollte bei gröberen Fouls zumindest eine "ehrliche" (na ja: nicht "Ich wollte das nicht", eher "ich wusste wohl nicht, wie ich dich anders stoppen sollte") Entschuldigung drin sein statt bei Schmerzen des Gegners noch ein martialischer Spruch wie "Stell dich nicht so an" o. "Weichei".... Bewusste Inkaufnahme von Körperverletzung o. auch Sachbeschädigung sollte jenseits des Platzes geahndet werden können, ohne dass es nun nach jedem Fußballspiel x Gerichtsprozesse geben muss: einfach per Einsicht u. ein wenig Wiedergutmachung. Ansonsten: jedes gewollte Foul ist letztlich unsportlich und "gut Sport" sollte das 1. Ziel aller bleiben, also Foulen nicht geübt werden, gar bei Kids (geschieht aber!)!

    Mentalitätsdifferenzen sind enorm, da der Mensch "von Natur aus ein Kulturwesen" ist. Diese anthropologische Binsenweisheit wird bei allen heute vorherrschend mulikulturalistischen Integrations-Diskursen aus ideologischen Motiven rigide "vergessen" u. ins Abseits gedrängt. Die "Vernunft-Kultur" hat die in Menschen abgründig wüten könnende, wilde Affektivität zwar zivilisiert, doch bleibt auch Zivilisiertheit stets eine dünnhäutige Firnis, blinder Glaube an sie, an die Eine Menschheit gefährlich, da er sich letztlich als Aberglaube ans eigene Selbst darstellt, also sich selbstdarstellerisch produzieren will bzw. muss. Als assimilierter Schwarzkopf wundere ich mich über die selbstzerstörerische Sterilität der "Nordlichter", das Blutleere in ihnen, ihr Lebens- bzw. Nachwuchsfeindliches, das zugleich Leidenschaft "residual" sucht, als Anderes, Fremdes begehrt. Man geht unter und merkt es vor lauter Einbildung gar nicht. Diskussion dazu wird wie gesagt verdrängt, "untersagt", ins Negative verklärt. Doch jeder kann nur sich selbst verändern und wer Schuld woanders sucht, zuweist o. Probleme beschönigt, ignoriert diese Grundtatsache. Das atavistische Austicken/rasten, Sich-aufregen o.ä. ist das ursprüngliche instinktarme Naturell "des Menschen", er ist nicht nur gut, ruhig, sittlich zivilisiert, dies Selbstbild ist künstlich konstruiert, Ergebnis von Kulturprozessen, die heute durcheinander, quer laufen, chaotisch sich verwirren, konfliktuös sich vermengen und dabei abschleifen, als Halt verleihende Handlungsmuster erodieren, per Culture-Trash abnutzen etc. - eine fatale, uns das genuin Menschliche raubende Fehlentwicklung. Einfachere Diagnosen greifen da zu kurz, es ist äußerst vertrackt, was aktuell auf dem Globus abläuft und Fußball soll dies nun mal eben überdecken, in Friede, Freude, Eierkuchen überführen, obwohl es in ihm im Ergebnis immer nur einen Gewinner sowie zwangsläufig parallel Verlierer gibt? Nur wenn bzw. wo 'gutes Verlieren' gelernt würde, könnte dies funktionieren, doch: ist dies der Menschen Natur gemäß?
    Sorry für diesen philos. Exkurs, doch man redet so leichthin von Mentalitäten, ich weiß da immer nicht, ob man überhaupt erahnt, das sie eine Macht über uns bedeuten, das Reden über sie ungemein schwer fallen sollte, müsste... Es ist eben nicht alles nur Fußball, was dann im Fußball passiert - die Gründe reichen viel tiefer! ?(


    PS Auch Teams haben unterschwellig stets ihre eigene Mentalität - und sie ist ihr Erfolgsschlüssel, der auch unterbewusst allen Menschen als Mitspieler sich einprägen, etwas verändern kann. Aber Arbeit an seiner Mentalität bedeutet eben höchst schwierige Arbeit an sich selbst bzw. Trainerarbeit am Teamgeist, damit er sich allen von selbst fließend auferlege vs "aufdrücke"...

    auch wenn das privat die tollsten Menschen sind und du mit jedem EINZELN vernünftig reden kannst - im Pulk sind sie oft wandelnder Dynamit. Das ist wie Kernfusion. Lange geht nichts, aber wehe wenn die kritische Schwelle überschritten ist...


    Dafür fehlt leider öffentliches Bewusstsein, das für angemessenes Verhalten aber enorm wichtig wäre. Doch Mordtaten wie zuletzt in Kirchweyhe, Osnabrück, Berlin, Wiesbaden werden eher nur aus politischen Gründen massenmedial aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt o. zu Einzelfällen bagatellisiert. Es kann nicht sein, was nicht sein soll und darf, wodurch dann auch nicht gegengesteuert werden kann u. sie sich wiederholen. Wenn man diese Gruppen nicht provoziert, im Konfliktfall lieber kleinbei gibt o. auf innere Überlegenheit statt Streiteskalation, hat man auch keine Probleme mit ihnen, wenn man aber offensiv auch nur Streits schlichten will, dh überlegene "Vernunft" ins Spiel zu bringen versucht, sich derweise "einmischt" und sich so indirekt "produziert", kann es ganz böse ausgehen. Das richtige Verhalten müssten daher dringend gerade einheimische Jugendliche in Schulen erlernen, damit o.g., auch intensiver zu untersuchenden Exzessen möglichst vorgebeugt werden kann. Umgekehrt müssten natürlich auch potentielle Tätergruppen weiter rational u. integrativ aufgeklärt werden, wobei man emotional affektive Residuen in Menschen als aggressive Gefahrenquelle m.E. gar nicht zielführend "wegrationalisieren" kann. Auf jeden Fall ein sehr wichtiges, aber ebenso schwieriges Thema, wie wir den sozialen Frieden im Land wieder vorbeugend festigen können, denn wer hinter die massenmedialen Kulissen ins Kleingedruckte schaut, der erkennt, dass es fünf vor zwölf ist, die auch mörderischen Gewalttaten zunehmen u. nur die heruntergefahrene Strafbarkeit oberflächliche Eindrücke erzeugt, als gäbe es weniger Straftäter (dh Gefängnisinsassen), in Wahrheit ist man längst nicht mehr so sicher auf den Straßen o. auch Sportplätzen (wo nur massive Polizeipräsenz, Stadion- o. Platzverbote etc. der Randale entgegenarbeiten, so das eigentliche Problem aber nur anderswohin verdrängend) wie noch vor 1, 2 Jahrzehnten. Oder sehe nur ich das so? Der Fußball-Spielbetrieb als Schauplatz ist da eher zufällige Nebensache, wo sich was artikuliert...


    PS: Ich bin da geprägt von Büchern wie denen des in den USA bekannten Dr. Weiss, der fürs nächste Jahrzehnt bereits einen inneren "Weltbürgerkrieg" prognostiziert hat; diesem Szenario wird die Politik leider eher durch Ignorieren statt Reagieren gerecht... Mir aber graut's davor u. Ansätze sehe ich längst.

    längst nicht alle, die von "ihrem Konzept" sprechen, haben das auch zu Papier gebracht... Wie oft lese ich von Trainern im Amateur- und Jugendbereich, die von ihrem (eigenen - also des Trainers) Konzept sprechen? Da drehen viele ihr eigenes Ding...


    Deshalb muss jeder stets nachfragen dürfen, bedeutet echtes Konzept einen interaktiv/kommunikativ offenen Prozess, der vom Kopf des Ganzen - JO bzgl. Verein, Trainer bzgl. Team - nur angestoßen werden kann und darf. Wer sich in seinem Kopf ein Konzept ausdenkt und dieses dann nur bei all den ihm untergebenen Betreuern bzw. Spielern als Non-plus-ultra installieren will, gar per Machtwort ("jetzt rede ich, keine Diskussion!") ohne innere wie äußere Anreize zu bieten, ignoriert die Motive aller, baut auf dünnstem Grund: seine Ego-Blase. 1.Schritt: ein sportlich wie sozial ambitionierter JO! Der Fisch stinkt zuerst vom Kopf. Konzeptloses Agieren kann man schon recht leicht erkennen: wo alles durcheinander, chaotisch abläuft, Erfolg gemäß dem Realmöglichen fehlt, Auflösungstendenzen u. Auseinandersetzungen die Szene prägen etc. Konzepte entspringen zwar 1em Kopf, ohne handelnde Köpfe - viele, nicht nur einen - bleiben Konzepte geduldiges Papier u. sekundär. Sie sind geistiges Eigentum und dieses verpflichtet, darf - um etwas ins Leben zu rufen - nicht Privatbesitz, sollte die Verantwortung bedeuten, eine Geschichte einer Sozialität, eines Gemeinwesen zu initiieren, über aktive Mitstreiter zu begründen. Das macht Konzepte dann schwieriger, dass sie in ihren Ansprüchen auch in Wirklichkeit ankommen, verschafft ihnen eben eine Schwerkraft.


    Wer als organigrammatischer "Kopf" aber Konzepte ablehnt, meint, sie nicht zu benötigen, will alles nur intransparent auf sich, seine Machtwillkür bauen, ohne irgendwem Rechenschaft über das abzulegen, um was es eigentlich gehen soll. Auch er hat daher ein Konzept im Kopf, nur existiert dieses allein für ihn, dh unausgedrückt und so für die anderen als das der Konzeptlosigkeit, des puren Ich-Kultes. Das meine ich, wenn ich von Obrigkeitsstruktur rede: Es gilt immer das, was der Obere dem Unteren sagt, Punkt, keine Widerworte o. es wird hart durchgegriffen. Dies Prinzip entstammt den Zeiten pseudo-religiösen Glaubenszwangs, wo jeder, der sich kritisch eigene Gedanken machte, die gar äußerte, einen Kopf kürzer gemacht wurde: denn Gott, den Papst o. den Pfarrer hinterfragt man nicht, das gehört sich gemäß "heiliger (Vor-)Schrift" nicht, egal, was wie gut o. schlecht abläuft. Wer so Respektloses wagte, der wurde bestraft, entfernt, ausgeschlossen. Die Moderne hat mit der "Kritik der Vernunft" als Maß damit aufzuräumen angefangen, doch sind alte Zöpfe mitunter länger, als man meint. Was also bedeutet Konzept letztlich im Sinne transparenter Gedanken als "Vorschriften": dass tiefer nach den Gründen zu fragen, zu forschen gestattet ist, man darüber neue Strukturen des Zusammenlebens entwickeln kann etc. Konzepte beginnen also mit Fragen, offenen, ehrlichen Gesprächen miteinander, Versuchen, Neues zu finden, nicht mir fixen Grundsätzen, die Einer allen Anderen für immer und ewig als Wahrheit vorschreiben will... Oder?

    Schritt für Schritt. Also über ein Konzept zu reden, hatte unser JO schlicht "keine Lust" zu reden. Am Platz mal ein Jugendspiel zu sehen, habe ich ihn auch bei unseren 3 Teams nie gesehen, wohl aber regelmäßig bei der 1.Herren. Da schmeckt wohl das Bier mit den Kumpels besser u. dahin leitet er auch Gelder aus der Jugendkasse: denn dort spielt schließlich sein Sohn! Wieso er da eigentlich zum JO gewählt wurde? Eltern der 250 jugendlichen Mitglieder sind nicht stimm- o. amtsberechtigt, also wählen nur einige der 60 Herrenspieler o. Funktionäre sich selbst. Wer da als kostenlos arbeitender Jugendtrainer (richtig mit Vertrag bezahlt wird nur einer - der Trainer der 1.Herren) kritische Fragen nach Qualität, fehlendem Trainingsmaterial, Unordnung überall o. dem Geldverbleib bzgl. Jugend stellt, ist sofort draußen, da lästig. Noch Fragen, wo ein gutes 'Jugendkonzept' stets zuerst ansetzen müsste? ;)

    @Hat zwar nur ganz peripher mit dem Thema zu tun: unser Ältester hatte im ersten GS-Englischjahr eine Lehrerin, die kein Englisch konnte, gern Bilder mit engl. Untertitel malen ließ. Im 2.Jahr dank Fleiß aber manches individuell aufgeholt. Im Gymnasium fiel dann zT ein Drittel Englischunterricht wg. kranker Lehrerin aus, so geht das seit 3 Jahren. Als ich mich nach 1 Jahr beschwerte, hieß es vom Fachbereichsleiter lapidar, ein Drittel wäre ja noch vertretbar, nun denn halt 60 statt 90 U-Stunden. Mittlerweile sind bis auf 4 Kinder alle zum Ausgleich bei der Nachhilfe, Kosten: 78 Euro je Monat. Wir zogen erst dies Jahr nach, da Sohnemann von "2" auf "4-" abfiel, er sonst vllt sitzengeblieben wäre, da fast alle andern schon privat powerten. Nun erwischt es offenbar zB ein Kind einer alleinerziehenden Hartz-4-Zuschuss-Empfängerin, die für 5 Euro die Stunde rackert, selbst auch kein Englisch kann: falsche Eltern, armes Kind (und das finden dann Leute noch gerecht, wenn solch Kind scheitern muss, Kinder für Eltern dran sind?) - unser Schulsystem halt, Eltern per Druck dazu bringen, die Arbeit gutbezahlter Lehrer zu leisten.
    Wer nicht kann o. will, dessen Kids haben halt Pech, ähnlich wie beim KiFu. Klar, Kinder sind das Werk ihrer Eltern, aber einst war es das Ideal, das - arme wie reiche - Kind gerecht - also nicht die Eltern mit - zu benoten, davon ist heute wenig übrig. Umso wichtiger der KiFu, um auch denen Motivation als selbstbestimmbare zu erschließen, die zuhause nichts mit bekommen. Idealfälle dürfen sich vs Problemfällen glücklich schätzen; heute werden aber eher die, die eh schon Elternhaus-bedingt Vorteile haben, noch gepusht, eine Riesentragödie für jene Problemfälle: wer schon immer weniger bekommen hat, der wird dann auch weniger gefördert, fördernde Hilfe (Stp/NLZ, also bessere Trainer) nur für sozial Starke, obwohl oft nur Papa's Pushen und Fördern den Unterschied machte? Vereine können so einfach nicht Mitgliedschaft verweigern, da sie gemeinnützig sind: sonst könnten es reine Millionärsvereine geben u. die würden dann noch Steuervorteile, Subventionen dafür kriegen...? Möglich, aber ich will's nicht hoffen.

    wenn sich wirklich eine Mehrheit der Eltern für die Vereinsarbeit interessieren würde, hätten einige Vereine keinen nachwuchs mehr. Das wäre eben auch eine Art der Abstimmung. Da es der großen Mehrheit jedoch wahrscheinlich egal ist, bleibt alles beim Alten und nur der der sich interessiert, stimmt ab und zieht von dannen. Daran würde auch ein Vertreterwahlrecht nichts ändern.
    Und weil hier ein User fußballbezogen ganz besonders auf die immer kinderfeindlicher werdende Gesellschaft schimpft: Wir wurden früher nicht zum Training oder Turnier gefahren. Es haben keine Eltern zugeschaut. Es hat keine Sa. interessiert. Trotzdem haben wir überlebt und sind nicht seelisch zerrüttet worden. Man darf nicht nur den Blick auf die Dinge werfen, die noch zu ändern oder zu verbessern sind, sondern muss auch die Dinge sehen, die sich schon zum Positiven geändert haben. Und dass sind auch nicht wenige. Vielleicht sollte man heute auch einfach mal wieder die Hauptverantwortung für die Kinder an diejenigen übertragen, die sie in die Welt gesetzt haben und nicht alles der "Gesellschaft" anlasten


    Andre hat Recht, Haftung u. Wahl vom Vorstand haben in umgekehrter Reoihenfolge miteinander zu tun: nur wer gewählt wird, haftet ja danach. Wer u.U. abgewählt wurde, haftet auch nicht mehr. Würden Kinder- und Erwachsenenabteilungen also verselbstständigt bzw. erster ausgelagert, als JFV zB, wäre die Haftung ohnehin getrennt. In diesem Fall würde der Vorstand der Erwachsenen sogar von Haftung entlastet. Das Problem liegt aber in der Tat imVerantwortungsbewusstsein der Eltern selbst, die ja 1. über die Rolle vom Fußball (Sport als Beweglichkeitstraining, Trainer als Vorbilder, die menschlich motivieren o. blockieren können etc.) für die kindliche Persönlichkeitsentwicklung ernsthaft u. tiefer nachdenken, b) etwas verändern wollen, für seine Kinder, Optionen dazu sondieren, mit den Hüter des Bestehenden reden, verhandeln (denn sonst bliebe og Wahlrecht sicher sinnlos), c) den alten Verein zu verlassen bzw. u.U. zur Hilfe bei der Neugründung von Jugend(förder)vereinen bereit zu sein, d) sodann verstärkt mit Trainern u.a. zu kooperieren usw. Doch wieso sollten Vereine solch Angst vor per Wahlrecht mitbestimmenden Kindervertretern haben, dass dieses ihnen meist verwehrt wird? Da es soviel Grund gibt...?


    Für Vereinsarbeit muss sich ja niemand als Eltern näher interessieren, nur dafür, was konkret mit den eigenen Kindern geschieht, wie sie betreut, gefördert, behandelt werden, ob Regeln wie die der FPL o. der Ehrgeiz von Trainern bzw. finanzielle Vorstandsinteressen obenan. Kinder können oft nur zu kleine Schritte gehen, als dass Erwachsene ihre im Gehen erst heranwachsende Wege recht erfassen, Türen dafür aufschließen, eröffnen mögen. Kinderfeindlichkeit hat jedoch nichts mit dem Fahren der Kinder zu Turnieren zu tun: 1. tun das oft nur wenige, 2. befriedigen dabei viele mehr ihre ehrgeizigen o.ä. Vorstellungen, als Kinder "selbstlos" zu unterstützen (ob der ganze Spielbetriebe notwendig ist, um Kindern Gutes zu tun?), 3. hat man oft nur ein Kind, früher zwei o. mehr,wodurch sich vieles relativiert, 4. früher konnten Kinder oft viel selbstbestimmter jederzeit Fußball spielen, da ihre Welt noch mehr Grün, Verständnis, freie Flächen, weniger Autos ("Straßenfußball") ec. hatte, 5. mussten Eltern damals zT noch mehr machen, als heute, war Schule weniger imaginäre Eliteaufzucht- wie primär oft rücksichtslose Benotungsanstalt zulasten der Eltern (die zuhause o. per teurer Nachhilfe das reinholen sollen, was Schulen an qualitativem Unterricht nicht mehr leisten können dank politisch knapper Budgetierung) und und und. Zum Positiven verändert hat sich viel für Kinder - ???


    Ich versuche die Welt mit ihren Augen zu betrachten, versetzte mich als Kindertrainer zuerst in meine Kindheit, fühl mich wieder als Kind, mach mich vor jedem Training innerlich ganz klein, überlege, worauf ich als Kind Lust hätte. Das, was ich als Erwachsener ihnen beibringen, was ich gar fordern will, ist nun sekundär, nur meinem 2. Ich wichtig. Wenn ich daran denke, frage ich es, wie es bei mir als Kind ankäme, ob es mich im Herz begeistern würde. Dann schaue ich den Kindern in die Augen, wie sie Übungen machen, mache möglichst mit, weshalb ich für sie stets mehr Kumpel als Trainer war. Ja, da kolportierten eifersüchtige Kollegen, ich hätte ein merkwürdiges Verhältnis zu ihnen; als ich neue Spieler in der Schule suchte, hieß es nebulös, ich spräche Kinder an... Machte mir Vorwürfe, erst später erzählte mir ein Kollege, dass er dies anderorts auch tat u. völlig normal fand, jeder kostenlos gut arbeitende KiFu-trainer "pädophil" sein müsse, unsere Gesellschaft aber nicht mal zur öffentlich bewussten Differenzierung fähig o. willens sei etwa zwischen Liebe und Missbrauch von Kindern. Gerade Trainer, die "ihre" Spieler als Kinder (dh "Selbst-Zweck") nicht lieben, nur objektiv als Spieler behandeln, missbrauchen sie uU als Art Spielermaterial für andere "Ziele"... Seelisch zerrüttet, das sind heute wie gestern oft eher überbehütete als die an langer Leine belassene Kinder. Gäbe es genug Leute, die Kinder in die Welt setzen, könnte man weiter so verfahren, ihnen die Hauptverantwortung zu delegieren; da "wir", die Gesellschaft aber dank Kinderarmut dramatisch zusammen schrumpelt, ist dies geradezu kontraproduktiv, oder? Daher ja zB die neue Herdprämie als Anreiz, der sicher kaum was bewegt, da das Problem halt viel tiefer liegt.Tja, da liegt viel Unbedachtes im Argen, man will die "Last" (vs das Glück der Kinder) anderen zuschieben, ein zu großes Thema hier.

    dass im Prinzip die Kinderinteressen schon ganz gut gewahrt sind...aber ebend nicht in allen Vereinen und wie gesagt....Vorstandssituationen können sich schnell ändern und damit auch die Qualtität ihrer Arbeit


    Eben, das Problem ist die relative Willkür, so dass das Prinzip am Ende, wenn die Ente kackt, gar nichts wert ist. Wenn kein reeller Vertreter der Kinder etwas kontrollieren u. mitbestimmen kann, ist alles möglich.Wie gesagt, bei uns spielt der JO-Sohn in der 1.Herren, die Jugendabt. ist das Armenhaus im Verein, hat nichts, darf nicht mal die Kabinen betreten, wichtigste Qualifikation der sog. Trainer (so kann sich ja eben jeder nennen) ist nicht fußballerisches o. pädagogisches Vermögen, sondern max. Schweigen im Konzert der Macher: mach den Mund auf für die Kids, du fliegst sofort - alles also auf Kosten der Jugend, so das Realprinzip, für die 1.Herren als Sinn und Zweck des (Vereins-)Lebens! Und wo spielen diese erlauchten Herren: in der 1. Kreisklasse! Deren Trainer soll 400 Euro kriegen plus einiges "so", hat einen jahrelangen Vertrag, die Jugendtrainer sind von heute auf morgen kündbar, völlig rechtelos, der Co-Trainer erhält 20 Euro AE im Halbjahr! Klar, dass man da niemand findet, oder? Daher: solch Vereine für die Jugend verbieten, die ihnen zukommenden Vorteile reell der Jugend zukommen lassen! Eine Politik, die es aktiv fördert, reine Jugendvereine zu institutionalisieren, Eltern zu motivieren, dies anzugehen, mit Satzungen, die ihre Kinderinteressen obenan stellen. Wo keine Herren/Damen, kann auch kein Vorstand die für Kinder gedachten Mittel unter der Hand zweckentfremden, Eltern von Mitbestimmung ausschließen, seine eigenen Interessenkreise heranbilden, die dann ihre Hobbies in den Mittelpunkt stellen: Bratwurst, Bier u. Lokalreporter am Freitagabend beim großen Spiel der 1.Herren, wo "man" sich trifft, dh die einschlägig bekannten zwei Dutzend, die den Verein in ihrer Hand haben u. alles mit Brachialgewalt abwürgen, was etwas an Herrenprimat verändern will. Hört sich krass an, aber so ist es doch vielerorts in der Realität! Gebt Kindern ihre eigene Chance, ihre eigenen Vereine, dann braucht man über "unerhörte" Wahlrechte für die, die sie u. ihre Interessen reell vertreten würden, nicht zu diskutieren ;)

    Wenn ich das alles so lese, sollte die Politik den KiFu eigentlich dringend von den sog. "gemeinnützigen" Vereinen der Erwachsenen be-freien! Kinder werden offenbar systematisch nicht als Mitglieder diskriminiert, von Mitbestimmung und ihren Rechten ausgeschlossen. Ich weiß, das klingt provokant, ist aber nur die logische Schlussfolge dieser Diskussion hier! Kind würden eigene Vereine benötigen, damit endlich ihre Interessen reell wahrgenommen werden, leider. Mehr Einsicht in den Vereinen, in denen die "Herren" u. ihre Interessen alles dominieren ist nicht zu erwarten, ins Unrecht gegen Kinder, wenn man sich dort ohne faktische Kontrolloption für Betroffene zB an deren Abteilungskassen bedient o. Trainer nicht konsequent nach fußballpädagogischer Qualifikation bestimmt, denke ich - oder? Wo ist da sozialer Gemeinnutz? Man sollte eine Petition diesbezüglich erstellen... :(


    PS: Problem ist nur, dass Eltern mit kleinen Kindern meist viel zu sehr im Stress sind, um sich um Vereinsgründungen zu kümmern. Und wie es gegen sie läuft, merkt man auch erst nach Jahren, dann ist es eh zu spät, leider. Großeltern, Jugendpaten o.ä. wären nötig.

    Völlig richtig, denn echte soziale (wie im Grunde auch fußballeische) Kompetenz sollte ja ne Ahnung davon, dass das Mentale bzw. Psychische nicht unerheblich mitspielt bei allem sichtbaren Geschehen auf dem Platz, bedingen: sich selbst erkennen, in allem treu bleiben, andere, vor allem Schwächere respektieren, innere Ruhe ausstrahlen usw. Doch dies ist eben "vielerorts" nicht der Fall, also bist du als Vater ein Glückspilz!


    PS Über Kompetenzen zu verfügen, ist aber schon ne Illusion aus MC-Sicht.

    gibt dem Verein die Ziel vor die sich nach den Bedürfnissen und der Zukunftsperspektive des Dorfs (Ziel: Wiederansiedlung von Familien) richten, statt nach Dünkel und Machtgehabe einiger weniger Alteingesessener.


    Ja, dies sollte stets 1.Ziel im Dorfverein bzw. für Sportanlagen sein: für die Einwohner da sein! Leider führen viele Vereine eine Art Eigenleben. (Hausrecht - wie definiert sich das: wenn die Anlage der Gemeinde gehört u. das Betreten gestattet, kann's doch nicht ein 'Nießnutzer' verbieten?) Ganz selten bekommen sie dafür dann Konkurrenz, indem einige Frustrierte sich zusammentun, einen neuen Verein gründen, was aber viel Aufwand kostet und bei uns wurde der neue Verein in eiem Fall gleich "unterwandert". Gestern wurde zB im nahen Wahnbek wieder ein Spiel in der 2 KKL wg. Schlägerei u. Polizeieinsatz abgebrochen, dort bekämpfen sich 2 Vereine in einem winzigen Dorf schon seit über einem Jahrzehnt: für Kids auch keine gute Lösung, wie ich aus Erfahrung weiß, da die alles hautnah mit erleben: Kleinkrieg statt Spaß und Harmonie. Zu Heike: Ja, wenn du von Fußball-Mafia redest, meinst du sicher auch das entsprechende Buch dazu - lesenswert. Wer sich dies vor Augen hält, sich informiert, dem werden die Augen geöffnet. In meiner EWE-Trainerfibel prangt schon seit langem die Info, dass über 80% derer, die in ein LZ/NLZ mal wechselten, später irgendwann kein Fußball mehr spielen mögen, mehr als in den unterklassigen Vereinen, obwohl dort fachlich sicher Kompetenz Glückssache bleibt, es viele Auswüchse negativer Art gibt. Zum Profi im von Finanzen (statt Sport, man denke an Insolvenzen, die regelmäßig Tabellen durcheinander wirbeln) zuerst bestimmten Fußballmonopolsystem schaffen, tut's eh kaum einer. Wenn ein Kind aber nunmal Fußballer geworden, dort sportlich am stärksten ist, soll man ihm dies austreiben? Auch keine Lösung, oder?

    @Folkao: Wer ist eigentlich Mitglied?


    Das steht in der Satzung des Vereins. Und demzufolge können Vereine das durchaus unterschiedlich definieren.


    That's it, also stünde es jedem Verein schon mal offen, dies gerecht, alle mit Stimme einbeziehend, zu handhaben. Doch wer liest sich schon die Satzung durch, wer hat zu Beginn bei 4- bis 6-jährigen Wahloptionen, wenn nur 1 Verein nah liegt, da alle KiGa-Freunde hingehen? Satzungen zu verändern, möglich, aber kaum praktikabel, da die Fortschrittlichen sich dann eben uU gegenseitig noch zerfleischen über Fragen, wem nun das Wahlrecht zustünde, immer Mutter o. Vater, dem anmeldenden o. bezahlenden Elternteil, jedem zur Hälfte (wie dann aber verfahren bei Uneinigkeit) bei mehreren Erziehungsberechtigten, in welcher Form, auch als Kandidatur für Ämter (Trainer sind ja schon mal viele Nichtmitglieder).... Das macht's Blockierern u. Bewahrern der alten Ordnung dann leicht, also: erstmal aufs Grundsätzliche sich verständigen, sprich den Konsens erzeugen, dass Kinder eine eigene Stimme verdienten, sie ihnen qua Gemeinnutz zustehen müsste, es sonst zu "Verfehlungen" gegen ihre Interessen kommen kann, diese vielerorts absolut üblich sind etc. Nicht den 3. o. 5. Schritt im Kopf erwägen o. diskutieren, bevor der 1. Schritt gemacht wäre, so stolpert man nur!

    @Folkao: Wer ist eigentlich Mitglied? Mir hat ein Vorstand eines anderen Vereins mal gesagt, das Elternteil sei bei ihnen (stellvertretend) Mitglied, dass (fürs Kind) den Beitrag entrichtet...? Kann jeder Verein einfach nach Gusto für sich festlegen, wer Mitglied sei: Kinder o. Eltern? Ich finde das alles zT sehr dubios. Kann jeder Verein es machen, wie er will, gibt es keinerlei gesetzlichen Rahmen dafür, der Mitglieder schützt, so dass dann wieder andere Vereine weder Kindern noch Eltern Stimmrechte einräumen, dh Mitglieder vom Stimmprozess komplett ausgrenzen, so ihre Interessen o. Beiträge schlicht übergehen u. ganz offiziell zweckentfremden könnend?

    guenter: Das ist doch nur Resignation bei andre, natürlich könnte die Stimmberechtigung für Kinder viel zu ihren Gunsten beeinflussen, bewegen, verändern. Ich bin ja vor kurzem als "oppositioneller" JO-Kandidat angetreten, aber: 1. vorher keinerlei sportlich fairer "Wahlkampf", 2. es waren ganze 3 Eltern anwesend, aber auch nur, weil sie in Funktion sind (Sportwart/Sozialwart/2. JO - und der Sohn der 1.JO spielt 1.Herren, klar, wie da die Interessenlage des Vaters ist!), 3. während der amtierende JO eine Viertelstunde am Stück sich, seine sog. "Erfolge" ohne Widerwort darstellen konnte, wurde mir bereits im 1.Satz (in dem ich feststellte, dass Eltern nicht zur Abteilungssitzung eingeladen worden waren) rigoros das Wort abgewürgt, danach sofort wieder, als ich hohe Geldverschiebungen von der Jugendabt. (vs deren völligem Mangel an Trainingsgerät) zur Herrenabt. anzusprechen wagte, die der amtierende JO völlig gleichgültig nie hinterfragt, - so dass ich dann wie beabsichtigt meinen roten Faden, mein Konzept sogleich verlor und meine Rede dann nurmehr max. 1 Minute fortdauerte.
    Es ist eben nicht leicht, allein im Haifischbecken 20 feindlich gesonnen verschworenen Funktionären gegenüber das Wort zu ergreifen, Kritik zu üben, wo die nur ihren Interessen folgen... Das Gleiche hatte ich schon mal versucht, direkt nach meinem Vorstoß wurde per Ehrenrat ein Vereinsausschlussverfahren angestrengt, zwar erfolglos, da meine Ü40-Teamkameraden wohl zu mir standen, dennoch verstummt man danach u. mir wurde auf 10 Jahre ein Ehrenamt verboten. Diesmal wurde gesagt, dass unsere Kinder ihre Teams verlassen müssten, falls ich weiter Ärger provoziere. Klar, zu fragen, wieso im gemeinnützigen Verein Geld von den Kleinsten u. Schwächsten ohne Stimme, von der Jugend zu den Großen u. Stärksten, der 1.Herren abfließt, ist bloß "Ärger-Provozieren" u. nicht sachgerecht. Da würde ich es erstmal sehr begrüßen, wenn Eltern für ihre Kinder eine Stimme hätten u. überhaupt erheben dürften. Natürlich müsste man als Kandidat mit Veränderungswillen dann versuchen, die zu interessieren und zu mobilisieren. Falls dies gelänge, stünden aber bei uns potentiell 250 Kinderstimmen gut 100 Erwachsenenstimmen gegenüber und all die, die sich aktuell das Geld der Kinder in ihre Taschen schaufeln (primär die Trainer der 1.Herren, gegenüber denen ein Jugendtrainer eben nur Dreck wert ist: einfach entfernt werden kann, wenn dem JO seine Nase nicht passt, trotz aller Qualifikation, "Kinder/Kunden-Zufriedenheit" u.ä.), dürften sich warm anziehen müssen, - wogegen sie aktuell keinerlei dazu berechtigte Kontrolle durch Eltern als Beitragszahler zu fürchten haben u. immer schön weiter machen können wie gehabt, da die einzige Stimme, die da protestierte, eben als Spinner leicht durch die wie eine Wand dastehende Stimmen-"Mehrheit" zum Verstummen zu bringen ist...

    Derzehner: Das ist interessant, was heisst "Vereinsanlage"? Die Sportanlage gehört doch der Gemeinde/Stadt, ist dem Verein nur zur Benutzung, idR nicht in seinen Besitz übergegangen... Da bei uns im Dorf der Verein die Jahrgangsteams meiner Jungs "plattgemacht", aber vor Ort den einizgen Sportplatz hat (das Fußballfeld im Garten ist für 13-jährige nun zu klein), hab ich mich an die Gemeinde gewandt und die Erlaubnis, dort jederzeit mit den Jungs Sport treiben zu können. Das prangende Kinderschreck-Schild "Betreten der Analagen für Unbefugte verbotenn" sei ungültig. Natürlich ohne Vereinsmitglied zu sein. Zwar kam beim 1. Mal sofort ein oberwichtiger Vereinsmensch mit nem Schlüssel, mit dem er mir wild aggro vor der Nase herumfuchtelte, als wär's seine Waffe, so dass wir erstmal gingen, da es immer wieder auch zu Schlägereien im Verein kommt. Ich musste es mir so halt schriftlich vom Bürgermeister besorgen, seitdem treffen mich nurmehr allergiftigste Blicke, aber die Kids bemerken dies zum Glück nicht. Der Verein hat nur ein Nutzungsvorrecht, dh wenn er die Anlagen zum Training benötigt, muss Otto Normalbürger draußen warten o. gehen. Hätte ich das früher gewusst: wenn der Verein Anlagen zum Schutz unter Verschluss hält, muss er sie dem Bürger/Steuerzahler sogar aufsperren, falls der sie zum Sport nutzen will, jedenfalls bei uns... ;)

    "Wind säen", gern auch mal Sturm der Entrüstung, das reinigt die politische Bühne, zeichnet demo- vs autokratische Strukturen aus! Mal das "Wörterbuch der Winde" lesen, kann sogar Spaß machen? - Wer dies also als negativen Vorwurf sieht, wird dessen Bedeutung nie verstehen. Immer unpersönlich zu bleiben, besagt vice versa auch viel, ohne dass ich dies genauer aussagen will. Gleichwohl aber formen, prägen Trainer wie Lehrer Kinder als kleine Persönlichkeiten (in ihrem Sportsgeist), oft über viele Jahre von der G bis zur A - kann es da "zu persönlich" sein, über die Zustände dieser Szene intensiv, mit eigenstem Involvement zu diskutieren? Mal drüber nachdenken, persönlich, dh sich etwas angehen lassend?

    Da fehlt wieder jede PERSÖNLICHE Antwort, was DU nun fühlst, woher DU auf Totschlag kamst etc. Äußerte mich ja per "scheinbar" einschränkend statt urteilend, also klar: kein Anprangern! Immer leichter auf andere zu zeigen, statt in den Spiegel zu blicken, um sich selbst oder eben u.U. nichts zu sehen... ;( Nachtrag: unten wieder ausgewichen, ok, lassen wir's dabei.