@paulwurf: Wer nicht verstehen will, versteht auch nicht, sondern erfindet sich frei seine Version. Wo stand im aktuellen Beispielfall etwas von Totschlag? Die Tat war angekündigt, sicher heimtückisch und tötete ein Menschenleben, so dass folglich normalerweise die Anklage auf Mord hätte lauten müssen, doch halt: es war ja nur ein Kind, das zudem noch nicht "sichtbar" war - also: illegale Abtreibung. Und was wurde da "abgetrieben", ein Mensch, nein, dann wäre es ja eben Totschlag oä, es war nur ne bessere Sache. Die "Höhe" des Strafmaßes von 2,5 Jahren liegt nur darin begründet, dass jene "illegale Abtreibung" das Leben der Mutter, als Erwachsene, gefährdete, sie körperlich verletzte etc. Aber natürlich hat sich für dich die Behauptung, die sich zudem eher auf frühere Zeiten bezog, einfach als falsch erwiesen, da in deinem Kopf aus illegaler Abtreibung irgendwie mit einem für all die Unwissenden mitleiderfüllten "Ach" Totschlag wurde, du dies dann für Diskutieren hälst? Aus meiner ganz persönlichen Kindheit noch ein Fall zu Kinderrechten: mit 13 wurden mein Freund und ich beim nächtlichen Ausbüchsen von einem netten Erwachsenen zum Schauen "schwedischer Filme" verführt, nachher bei mir ne Vergewaltigung versucht, ich konnte abhauen, und mein Freund so maßgenommen, dass er erstmal eine Woche lang Schmerzen und ein wundes Hinterteil hatte. Der Peiniger gestand dann auf Anwalt's Rat alles reumütig, zahlte 3000 Mark Strafe und das war's. Wir waren halt nur Kinder. Ich habe es ja noch einigermaßen verarbeitet, da nicht direkt betroffen, mein Freund wurde immer aggressiver und unausgeglicher, hat sich dann mit 19 totgefahren.* So ist das in unserem sauberen Land mit Kindern und Erwachsenen, mit Opfern und Tätern eben, ach, wer sollte da schon viele Worte machen, wo "man" doch immer noch Argumente gegen die Wahrheiten im eigenen Kopf fordern kann und Kinderleid in der Erwachsenenwelt damals wie heute fast nichts zu zählen scheint..Wir sollten es dabei belassen, eall diese Indifferenz regt mich zu sehr auf und ich sage ja:es ist ein langer Weg, bis Kinder als gleichwertige Menschen, statt als Unglück, Falle, Kostenfaktor als sie selbst gelten dürften, vielleicht, irgendwann ![]()
*Parallel hat dann ein Jahr später der Vater eines Klassenkameraden seine ganz Familie, 6 Kinder ausgelöscht, da seine Tankstelle mit 30.000 D-Mark überschuldet war, die waren in seinem Kopf wohl mehr wert, wichtiger - ohne solche Erlebnisse wäre ich sicher auch nur ein träger Mainstreamjunkie (um an den "Empörungsjunkie" mal anzuknüpfen), so aber fühle ich einfach, was Kinder in unserer Gesellschaft bedeuten - und fühlst es scheinbar nicht. Da helfen dann Argumente für Kinderrechte auch nichts, denn man muss es, Kinder fühlen, Punkt.
