Beiträge von Keller-Kicker

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    als Trainer die Unantastbarkeit in Person


    Genau so als Kind am eigenen Leibe erlebt u. dann als ohnmächtiger Papa meiner Jungs wieder x-mal.... Und: wer offen drüber zu reden wagt, um dialogische Vernunft, Team- + Fairplay bittet, wird Unperson, fliegt raus: in hohem Bogen! Daher allergisch gegen so einseitge Eltern-Kodex-Masche!

    Ja, Günter, es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Aber nicht alles, was man so tut, ist auch schon gut! Für sich allein darf jeder im eigenen Kopf Herr sein, sich alles Mögliche einbilden u. entscheiden, beschädigt sich da, wo Zweifel angebracht wären, nur selbst per zu viel Risiko, Depression, Hybris statt Überzeugungskraft gegenüber Mitmenschen, die ihn insgesamt ja nicht immer nur aus Uneinsicht ablehnen. Irgendnen Zuspruch braucht eben jeder o. trocknet sozial nach innen aus! Bei mir waren es nie Trainer o. Offizielle, nicht mal Eltern, nur Kinder, die ihren Mund natürlicherweise nicht auftun u. ihre Interessen artikulieren. Also versteife ich mich auf die Opposition Kids (inkl. meinem inneren Kind) vs Erwachsene, aber sicher nicht so, wie hier vor Ort schon mal böse kolportiert als der Kinderfänger im Dorf, ein Schatten den man nie mehr los wird, sondern nur ganz im Bewusstsein, auch mal Kind gewesen zu sein, das Runden schrubben musste, da sein Bezirksliga-Trainer (wo ich mit 13 aus Versehen, da ahnungslos u. ohne Eltern landete) es rausekeln, darüber aber nie ehrlich miteinander reden wollte - hab ich mir gemerkt, nicht aus meinem bösen Willen, sondern da es mich fortan prägte, weit über den Fußball hinaus. Ich hab sogar mal mit 20 auf "Ordnungshüter" Steine geschmissen deshalb, denn in dem Alter hat man das nicht bewusst gemacht: dass die es ja gar nicht waren. Wut-Bürger - gab's halt schon immer, tiefere Beachtung finden aber wohl nur die mit grauen Haaren ;)
    Man handelte in seiner Gruppe sog. Fans (die natürlich nie zum Fußball gehören sollen, klar) rein emotional wider ne als systematisch ober-mies erfahrene Ordnung der eigenen Dinge. Lang bevor dann S.Deissler erklärte, dass es ja mehrere Arten von Fußball gäbe: den, den er einst (als Kind) liebte, nicht mehr... Wer hat diesen Satz von Deissler schon gelesen UND verstanden?

    um die Ohren hätte er es ihm hauen sollen !


    Insgesamt habe ich nach Lesen des Artikels den Eindruck, dass sich dort wohl Eltern zurecht beschweren und der Kodex wohl auch in nicht unerheblichem Maße dazu dienen soll, (berechtigte) Kritik von Trainern fernzuhalten, die nicht kifu-gerecht ausbilden.


    Mensch, Karl, das von dir, das gehört 3mal fett hervorgehoben, da sind wir ja plötzlich einer Meinung, klingt ganz anders als ne Rede von der "Brut"!!! :thumbup:


    Erfahrung soll ja klug machen, so hab ich auch etwas Verständnis für solch Trainer: es ist eben auch ihr Hobby, wo man sie nicht anders bezahlt, tun sie es indirekt selbst - menschlich! Keiner mag zu kurz kommen u. nur unsere Kurzen schweigen immerzu dazu! (Erkenntnis-)blinde Flecken hat auch jeder als Mensch: das Mängelwesen, so schon Anthropologe A.Gehlen. Wieso aber das stets notorisch sich mannhaft versteifend leugnen - statt mal einsehen: ist doch nur normal statt schlimm, wir sind alle meist nur klitzekleine Männer...? Schlimm hingegen ist bzgl. Mängelwesen "Autokratie", dh: Jeder kontrolliert sich selbst, ist nur seiner eigenen Willkür als Macht unterworfen! Für sich allein, ok, aber wenn andere "unter" ihm stehen, trainieren, spielen müssen, die selbst nicht mal als mündig gelten dürfen, was dann??? Daher frag ich so penetrant nach nem transparenten Trainer-Kodex, Konzept, QM (inkl. Qualitätsaudits o. -Scouts in Person eines Jugendwarts) - hab halt zu viele Papperheimer live kennengelernt, als dass ich an all die 'sich-selbstverständlichen' Gutmenschen ringsum blind glauben wollte ;)

    Off-topic: Günter, Interesse ist ja gut: echtes, "arrogant" lenkt's doch hier nur ab! Glaub mir, denn ich spiele seit 15 Jahren BL! Formal muss jede "Institution" von Zwischenmenschlichem sich natürlich irgendwie strukturelle Regeln "verleihen". Aber es kommt auf deren konkrete Anwendung im zwischenmenschlichen Umgang, Variabilität im Fortgang (Stillstand ist tödlich, da alles im Wandel), Kritik- o. Dialogoffenheit an! Bei uns schickt man zB einfach Spieler rüber, falls Gegner zu wenig haben. Ok, oft die Schwachen, aber wo wäre dies im FIFA-System, nur mal in F- bis C-Jugend zB, offen zu praktizieren? Und den Wechslern hilft's, Schwache spielen so mal durch, oft sehr ehrgeizig, um sich zu zeigen! Jeder kommt, spielt, macht eben, wie er will. Birgt sicher scheinbar viel Konfliktstoff, funktioniert trotzdem, das zählt... Nur paar Beispiele von vielen, aber auch der Hinweis: es wird leider schlechter: da jeder nurmehr nach oben zu schielen erlernt!? Und da sind Bunte Ligen dann eben nichts wert, obwohl vielleicht grad in ihnen zwischenmenschlich Werte noch mehr ge- und erlebt werden. Aber dies scheint immer weniger zu "zählen", oder? Sollte man das nur abnicken?

    ist mit den aktuellen Strukturen nicht machbar


    That's it! Daher empfiehlt wiss. Hermeneutik ja fortlaufendes De-Kon-Struieren seiner selbst (als Bild von seiner Weltanschauung). Viele aber wollen per se nur "instruieren", fühlen dann im Sich-verändern nur das Destruieren ihres Status u. vergessen ihr dynamisches Konstruieren-können darüber zu beachten, sehen also im echt Anderen, Andersdenker den Feind. Aktuell wieder mal im großen Maßstab an Russland zu beobachten: man holt seine dicke Keule o. das, was ihr hier denkt ;) raus. Denn im Prinzip hat Mensch sich innerlich seit der Steinzeit gar nicht so dolle verändert, egal wie des Kaiser's neue Kleider, Masken o. auch Nasen u. Brüste seien, oder ?(

    Na, vielleicht wirkt's als kleiner Denkzettel. Ich schrieb vor 8 Jahren auch mal nen Verhaltenskodex + J-Konzept, 3fache Ausfertigung: für Eltern, Trainer, Kinder. Alles transparent, vereinsweit (denn in 'meinem' Team lief's ok, ich beobachtete bei Trainerkollegen aber so einiges, was m.E. viel Schaden erbrachte), wenn auch unverbindlich. Nur so gedacht, dass nun jeder damit ne Argumentationshilfe habe, falls was ausm Ruder läuft. Nun ratet mal, wer alles rigide blockierte, abgelehnte, warum ich nen Monat später kein Trainer mehr sein dürfte... Daher obiger Hinweis, Lerneffekt, neutral auf "Erwachsene" abzuzielen, wie ich es damals evtl. hätte formulieren sollen statt nen Trainer-Kodex zu präsentieren, der eigentlich nur allen zu mehr pädagogischem Erfolg verhelfen sollte. :thumbup:


    PS: Ist doch komisch, dass Trainer immer sich selbst als Team-Beteiligte vergessen... ;(

    ... und damit Teil des Problems!


    Da muss ich wiedersprechen, sorry: nicht im Verein, in Bunter Liga, wo jeder (auch viele Vereinsspieler) kommt u. geht, wie er lustig ist. Freiheit pur - für Spieler, zulasten der Trainer. Er muss also 100% überzeugen - oder das Team ist ganz schnell kaputt, tot, wie etliche in den letzten Jahren, auch meine Ex-KK. Alles verursacht Trainern dabei nur Kosten, Null "Honorar" also. Eigentlich nen Höllenritt, den sich keiner antun sollte (daher jammern auch alle Trainer, die sich sonst Team-Chefs nennen, was nen kleines Teilhonorar andeutet: ich bin hier mal lt. Titel nen Chef, obwohl faktisch eher Diener aller). Daher wohl auch meine Ansprüche gegen Trainer in Vereinen.... ;)

    Oder ist ein solcher Satz jetzt plötzlich toll und legitim weil es in einer Regionalzeitung steht ?


    Sehr gut bemerkt! Obwohl ich stets für Zweigleisigkeit kämpfte: Leistungs- u. Freizeitspaßteams, jedoch selbstbestimmt per Eigenmotivation (mehr pro "Mutation" per dynamisch möglichem Formaufbau als Maß) vs Fremdmotive ("Selektion"). Notfalls sollte man vereinsübergreifend statt in festen Kästchen zu denken lernen, so schwer dies auch vielen fällt. Im Sport will jeder gewinnen, nur können Kinder noch viel besser, leichter verlieren. Dies Leichte sollte man ihnen doch nie zu früh rauben, das kommt schon allzu schnell u. gewaltig - per Schule, d.h. ihrem "Job". Auch sportliche Leistungssteigerung geschieht also in ihrer (hoffentlich eher stress-)freien Zeit ;)


    PS: Vermutlich verliert man über den Kodex wenig, da er das Übliche beinhaltet, Eltern entfernen, um dann in C o. B zu jammern, wenn die sich um nichts (niedere Dienste am Team ihrer Kids) mehr kümmern, nie mitfahren o.ä., da Heranzüchten von Abstand, Indifferenz etc. eben "zu" erfolgreich war, ihnen entgegen kam etc.?

    Wenn ich es mir so überlege, dann bin ich überrascht, wie wenig die Vereine nach Lösungen suchen... dabei ist es wirklich fünf vor zwölf. Immerhin ist man schon so weit, dass Einzelne, mehrere Teams trainieren. Noch viel schlimmer ist es aber, dass man für potentielle Lösungen, nicht mal zuhört. Die meisten Vorstandsleute sind zum grossen Teil, Erneuerungs- und Kritikresistent. Ich persönlich habe resigniert und sage nichts mehr... motze lieber hier im Forum und rufe laut im Wald aus... bringt gleich viel


    Mensch, völlig richtig, obwohl ich anfügen würde: die Hoffnung stirbt zuletzt, nämlich erst mit ihrem Träger. Aber dies Sterben ist durchaus vielfältig, wie Rede von Rufmord, Totschweigen, Mundtotmachen zeigt. Mancher wirkt im Körper qicklebendig, verstellt sich, ist in Kopf und/oder Seele/Herz aber längst gestorben o. im Koma, was ich für mich in Anspruch nähme. Klar, bin auch nur aus purer Not noch Trainer, da bei uns Bunte Ligen absterben: in 3 Jahren von 18 aus 12 Teams, immer mehr Chaos, Personalnot überall... und ich es für meine Jungs noch gern hätte, diese Alternative zum System mit 16 mal erleben zu können. Ansonsten: auch für Geld würd ich den Job nie mehr machen WOLLEN, höchstens aus Mitleid mit jungen Spielern in innermoralischer Pflichterfüllung MÜSSEN o.ä.


    PS: Eltern in ihrer breiten Gleichgültigkeit seh auch ich durchaus kritisch, nur aus meinen Erfahrungen als Fußballvater anders kritisch wie viele Trainer eben...

    Jugendleiter eines Vereines, dem in unserer Region ein sehr guter Ruf in der Jugendarbeit vorausgeht.


    Das mag ja sein. Aber es ist auch nicht schlimm, wenn man Haare in der Suppe findet, die drin sind, oder? Da es ja überall viele Eltern-Trainer gibt, könnten die so ja ne multiple Persönlichkeitsspaltung erleiden... Nein, guenter, auch wenn Verein u. Anliegen da noch so gut seien, Sprache verrät da schon viel über Motivlagen, wie so oft (s. freudsche Versprecher). Das Problem sind Erwachsene, mal diese, mal jene, nicht ne Gattung "Eltern", wie Trainer (o. 'ihr' JL, oft ja auch Trainer) nunmal gern ihre Welt definieren: ich weiß, die schwarz :P


    PS: Mancher mag erfinderisch sein, mancher definiert Haare auch als Fleischbeilage... 8o;)

    Im Prinzip ganz zielführend, nur warum diese fehlleitend pauschalisierende Bedienung von Affekten gegen Eltern u. Zuschauer, wer dürfte dies wohl lanciert haben? Etwa irgendwelche GEGEN eigene Eltern zu unterstützende Kinder? Sicher nicht, sondern: Interessensvertreter, die Politik machen: gegen Eltern als Teambestandteil! Interessen von wem also? Wer will so indirekt Familien strukturell zerschlagen (wie zB früher in der DDR, als man Kinder ganz früh da raus holen wollte: und wozu)? Warum spricht man nicht neutraler von Erwachsenen, was den faktischen Realitäten weit angemessener wäre? Was da wohl dahinter steckt, hhm... ?(

    Jedoch dürfen Forfaits nichts kosten. Wie gesagt CHF 300.- ... das ist viel.


    Das ist krass, so ist's bei uns im Tennis, daher tut man sich auch allzu schwer, neue Teams zu melden, blockiert untere z.B., wo nur 1, 2 Ergänzungsspieler da wären, aus Angst vor Kosten komplett, fügt Schwächere nur oben hinten an, wo sie nie zum Einsatz kommen. - Wer muss die dann tragen: du als Trainer o. der Verein?


    Mir passierte das 1mal, berichtet für ein wenig Trost: wir spielten jahrgangsjünger als aus 3 Jahrgängen zusammengewürfelte "Zweite" in der untersten Klasse bei nem Gegner, der komplett jahrgangsälter u. zudem sehr robust u. technisch stark war. HZ-Ergebnis 0:14. Ich ging zum Gegnertrainer u. fragte mal, wieso sein Team denn in der Staffel spiele. Wir wollen auch mal Meister werden, meinte er. Dann bat ich ihn, in der 2. HZ doch seine schwächeren Spieler mal ran zu lassen, denn einige hatten bisher nur auf der Bank gesessen. Ja, das hättest du gern, was? Ne, wir schlagen euch noch 30:0, wirst schon sehen... Da war ich leider emotional angefressen, ging in die Kabine u. verkündete unserem Team, dass wir uns die 2. HZ nicht mehr antun müssten u. (aus Selbstschutz für die Kids) nach Hause fahren, wo ich dann an der Verband ne Beschwerde schrieb. Für mich erstaunliches Ergebnis: wir erhielten ne deftige Strafzahlung (aber weit unter 100 Euro), die am Ende ich - wg. grob unsportlichem Verhaltens - zu bezahlen hatte.


    Ein kleiner neuer Mosaikstein in meinem Bild vom KiFu hatte sich in meinen Hirnwindungen festgesetzt, führte später dann zum Rücktritt, als der Verein mein Team (zwecks dessen Zerschlagung, da man einst aussortierte, nun verbesserte Spieler wieder in ihre Jahrgänge aufteilen wollte: wg. deren Aufstocken auf 9er Teams, was wir damals nicht verstehen wollten) in eine deutlich zu hohe Klasse meldete, wo es dann reihenweise 2stellige Niederlagen setzte, mein Kollege aber natürlich nie zum Schutz des Teams vom Platz ging. Bereits in der Saison kamen viele Spieler nicht mehr u. das Team war tot, wieder Strafzahlungen: für den Verein. Ich schrieb natürlich besserwisserisch nochmals an den Verband, schilderte beide mein Ex-Team betreffenden Vorgänge, damit man dies in Zukunft evtl. verhindern, an die Kids mehr denken u. zumindest von solch drastischen Strafzahlungen in gewissen Fällen absehen könne: auf lange Sicht betrachtet wäre dies ja konstruktiver. Antwort erhielt ich bis heute nicht, also alles weiter beim alten, obwohl der, der nicht antreten kann o. auch will, ja immer schon gestraft genug ist, man müsste das nur sehen wollen, denk ich...


    Strafen aber demonstrieren ja immer auch Macht: ich oben bestrafe, du unten musst zahlen, Runden laufen, tun, was ich will u. sage - und geht es nicht stets vor allem darum? Daher lehne ich sie per se ab: wer überzeugend u. gut ist, der bewirkt von selbst, dass sie unnötig werden. Sonst läuft oft etwas falsch, obwohl mitunter auch einfach die Umstände zu schlecht sind - dies muss dann jeder selbstkritisch für sich abklären u. abzustellen versuchen, was zumindest in ersterem Fall meist möglich ist. Strafen aber entspringen negativem Denken, blockieren (Selbst-/An-)Erkenntnis oft eher, als sie zu fördern, oder?

    Tirus: Also ich bin nicht H.Wein, hab schon z.T. eigene Ansätze entwickelt, aber er war seinerzeit ein guter Input. In der Umfrage ging's auch um was völlig Verschiedenes: das Verhalten während dem Spiel. Da lenkt auch Stimulation oft fremdbestimmend ab, s. mein ironisches Sahin-Zitat bzgl. Klopp's Verbannung auf die Tribüne. Im Training ist oft im Kopf, nur halbe Kraft zu geben, daher macht es dort mehr Sinn, wo im Spiel z.T. eher Beruhigung notwendig wird. Zudem differenzierte ich hier die Betonung bzgl. dem Entscheiden pro dem "Vor-entscheidendem". Und die Selbstabschaffung ist da natürlich eine zugespitzte Formel wie es das Beispiel von R.Klohr eben bot: die Jungs spielen lassen u. Tee trinken gehen. Es geht unterm Strich um mehr als nur Stimulieren vs Instruieren...

    siebener: Du hast es begriffen, prima: Kinder als Material abliefern, niedere Dienste verrichten, Beiträge bezahlen u.ä., aber nie mitreden, gar was mit entscheiden dürfen, so fühlt man sich als Eltern. Umgekehrt bin ich ja auch Trainer, hab die Nöte in dieser Rolle auch vor Augen. Aber: Jammern, Selbstmitleid, sich als Opfer präsentieren - dies wäre mir als Trainer einfach fremd! Wie man in den Wald hinein schreit, so schallt es heraus, oder? Ich hab's ja stets freiwillig gemacht, wenn ich dagegen ans "Lohndumping" an den WM-Orten denke. Aber dies beschämende Elend haben Beckenbauer& Co vor Ort ja auch gar nicht gesehen, oh Wunder. Also existiert es gar nicht - für sie. Dabei gab es viele Tote. Muss man sich mal vorstellen, Bilder dazu gab's ja nie. Weg geredet, wie jede Kritik...? Die "Schicksalstage des U.Hoeneß" hingegen: als gäbe es Über- u. Untermenschen, oder? So ist alles ja ganz einfach, die im Schatten, die sieht man nicht (B.Brecht)! Nur: freie Rede, freien Wettbewerb um Wahrheit, Qualität, Leistung, freie Menschen, das blockiert man leider, indem man die unten gar nicht sieht, was ja System hat, oder? Ich sehe mir die Sache lieber von unten her an, kann nicht anders, aus Leidenschaft: leide mit denen, die keiner sehen, beachten will u. doch genauso dazugehören (sollten) ;):thumbdown:

    warum Spielformen, bei denen der Entscheidungsdruck noch niedrig und die Erfolgserlebnisse hoch sind, für den unteren Jugendfussball besonders geeignet sind.


    Entscheidungen benötigen doch eine Basis, die im Kind als Instanz so nicht vorhanden scheint. Erwachsene glauben sie zu haben, aber...


    guenter: du hast diesen Komplex sachlich absolut nicht begriffen. Es ging zB um Mutation vs Selektion bzgl. Heranwachsenden, Zugriffe vs Selbst-Evolution u.v.m. Jeder Erwachsene war schließlich mal ein Kind u. von daher die Verletzungen. Lies mal biografische Zeugnisse von Künstlern, Musikern, Schriftstellern dazu - mehr sage ich dazu nicht mehr, ist zu müßig. Warum ich anecke, weiß ich schon genau, hab's eben studiert. Maddog hat's mir auch per PM bestätigt - vielleicht schick er ja dir ne Kopie. Persönliche Anwürfe, die nur demütigen, 'kränken' etc. sollen, aber interessieren gar nicht, es geht um die Sache, um KiFu, Rollen darin etc., nicht dich u. mich. Natürlich kann jeder sich Klient/Patient/Delinquent Angegriffene seinen "Therapeuten in spe" ablehnen o. alles kontern, aber irgendwann ist's doch auch mal gut, oder? Ich gebe schließlich staatlich anerkannte u. kontrollierte Kurse zum Thema, da muss man doch nicht ständig alles in Bausch u. Bogen so verwerfen ;)


    PS: Philosophieren bedeutet grad, begriffliche Grenzen zu transformieren, wieder selbst denken zu beginnen u. sich von Projektionen lösen, ach, was soll's, das ist zu komplex, um es mal eben so ad hoc darzulegen. Einfach schmerzlich, wenn alle Bemühungen so pauschal gedankenlos runtergemacht werden, obwohl gewohnt...


    Ergänzter Anhang: ein via Google willkürhaft ausgewählter Link "Befreie dein inneres Kind - mike-hellwig.de www.mike-hellwig.de
    Wie wir uns selbst geben, was uns unsere Eltern nicht gaben..." Setze für Eltern Erwachsene, verstehe Nehmen als Negativ zu Geben, dann kommst du schon mal in etwa daraufhin... Aber dies passt halt nicht ins Weltbild, oder? Man muss die oft traurigen, gestressten, angstvollen o. todernsten Augen realer Kinder schon mit seinem inneren Kind beachten wollen, um die latente Depressivität dahinter zu bemerken, per Leidenschaft für sie, ihr Spiel mitleidend - das ist der Hintergrund dessen, was H.Wein letztlich therapiert...
    Ich gehe da nur noch weiter per Mentalcoaching, das bei den Spielern stets gut ankommt, von Trainern aber nur blockiert wird, auch wenn man es schon völlig kostenlos anbietet. Beispiel einer U17-Bundesliga-Teams, in deren Leistungszentrum der Jugendleiter mich für die komplette Jugend engagierte. Ich wohnte Warmup, HZ-Ansprache u. Abschluss hautnah an, beobachtet, analysierte, da von oben angeordnet musste der Trainer es widerwillig hinnehmen. Zur HZ nach bisher nur 2 ermauerten Punkten in 9 Spielen auswärts 0:0, die Jungs fighteten, mehr war gegen den viel stärkeren NLZ-Gegner nicht drin. Der Trainer tobte, meinte aber so zu motivieren, 3 Punkte seien Pflicht, er will jetzt was sehen, dann klappt das auch, er instruierte wild mit Händen u. Füßen - und sah gar nicht, wie die Köpfe sich senkten, die Augen trübten etc. Dann stieß noch der Co ins gleiche Horn. Ergebnis aufm Platz: kopfloses Rumrennen, wenig Ordnung, im relationalen Unvermögen Angst - 5 min nach Wiederanpfiff stand's 0:2, mal wieder verloren. Nach dem Spiel wurden die Jungs nur mit eisigem Schweigen bestraft, die gesamte Heimfahrt versuchten sie sich zu entschuldigen, den Trainer aufzumuntern statt umgekehrt. Dann in unserer Besprechung teilte ich ihm meine Eindrücke mit, sprach vom wütenden Kind in ihm, dessen Wirkung etc. Danach kam ich nie mehr mit zum Spiel, er intrigierte im Verein, am Ende flog sogar der JL raus, dem die Bundesligaaufstiege zu verdanken waren... Das Team stieg natürlich weit abgeschlagen ab, völlig egal, der Trainer ist immer noch dort tätig, weiter ohne Erfolg, ich glaub im 5. Jahr, denn, man ahnt es, er ist gut vernetzt, Kumpel der Vorstände etc. etc. Ja, das alles ist unheimlich ermüdend, man sollte nur aufgeben, es ist alles zu sinnlos, man sieht all dies Elend, kann mit Schwerstarbeit mal ne Tür nen Spalt weit öffnen, doch dann manchen die Trainer sofort wieder dicht, ignorieren alle positiven Signale der Spieler, probieren nichts mal aus... :(

    'Überforderung' in Maßen als Challenge (Heraus-Forderung) ist so verkehrt nicht, wo Kinder dies in sich kompensieren können: indem sie an ihre stets versuchten Grenzen, gar darüberhinaus gehen. Denn als Heranwachsende können sie dies noch, so entsteht ja phylo- wie ontogenetisch Mutation. Problem bei 9 vs 9 für mich aber in jedem Fall: wenige Ballkontakte, viele eher passiv aufm Platz, dh geistesabwesend bzgl. Teamplay - eher Unterforderung? Man schaltet dann ab, wenn der Ball weit weg ist, Pause im Kopf, ok, aber Pausen üben nichts, oft macht man es sich in ihnen auch bequem u. wenn der Ball überraschend doch kommt, gar in den freien Raum statt Fuß, hat man es verpennt, redet als Erwachsener von Fehlpass. Umschalten im Kopf zwischen Entspannung u. Auf/Erwachen wäre also vor-entscheidend, man sieht in G und F, wie Kinder damit Probleme haben. Erwachsene später halten sich auf nem Dauerlevel, aber so werden die Spitzen oft verpasst. - Schuld ab- und auf andere weisend, ohne seine Rolle dabei zu begreifen - ein häufiges Phänomen von "Teamplay" Erwachsener, sobald es nicht läuft. Kinder spielen da einfach weiter. Jenes ist für den Flow pro Teamgeist dann fatal! Immer weiter, wie Kahn mal forderte, Kinder praktizieren's einfach, wo Erwachsene schnell das Große Reden beginnen. Der nächste Ball kommt bestimmt, pragmatisch bleiben - und irgendwann klappt's auch, dann haben einfach schneller denkende Kids es wie von selbst gelernt, autodidaktisch, wo Erwachsene, also Trainer nen Lernprozess konstruieren, Übungen o. das ganze Spiel in seinen Situationen aufbauen wollen, so unmöglich dies )alles Geschehen aufm Platz als dessen Wahrheit) kombinatorisch in nen einzelnen Kopf passt (technologisch-mechanistisch), alle ausbremsend vs sich eitel zu viel einbildend auch sei.
    Mich erstaunt immer wieder, wie schwer es gemeinhin ist, Argumente dagegen zu vermitteln, so dass Theorie zu Praxis wird, zumal wenn man ohne groß vermarkteten Namen u. einfach nur mit wiss. Überzeugung daher kommt, das Zuhören (wie Kids es noch in natürlicher Neu/Wissbegier als Quellgrund tun) ist da zu ungeübt: via Schule offenbar als Horror besetzt. So bleibt alles Wir schnell bei bloßem Gerede, statisch sich verteidigend vs dynamisch eröffnen lassend für Neues. Ohne in Tiefen des Kindlichen zu reichen: für mich ein Verhängnis für 'betreute' Kinder, das man leider gar nicht bemerken mag. Dies vor-werfend offen zu sagen, ist für viele schon zu viel, zu hart. Wein löst da offenbar einige Blockaden im Kopf, hat sich dafür einen Namen gemacht: seine Botschaft vom kindgerechteren Fußball (mental auch fürs Erwachsenenspiel wegweisend!) kann nur wie ne 'mission impossible' promotet werden: mehr, 99% "interaktive Achtsamkeit" für alles Mögliche aufm Platz! So Offenheit ist bei Kids natürlich da, konkret spielsituativ Interaktives aber muss (pro Tempo im Beobachten, Entscheiden aus Herz, Bauch, Geist heraus) vermittelt werden: fragend vs Antwort vorgebend, aber animativ vorlebend im 'Dynamischen'! Zunächst ganz simpel wie zB in Wein's Videos als einer von im Heranwachsenden noch unendlich viel möglichen Aktionsform... Mutation ist vom inneren Kind her das schöpferische Gegenmomentum von Selektion, auf die man (vom Einzelenen, Ich, Kopf als Fokus her) heute allein gesetzt wird, da sie 'im Großen' (als Machthaber), im sich fertig denkend Einen, dem Erwachsenen, her so unvorstellbar erscheint... :thumbup:


    PS: Kindliche Neugier in mir - wieso hast du deinen Beitrag gelöscht, was stand denn drin... ;)


    Anm.: Neugier befriedigt per Mailfach, verstehe, wieso du dies gelöscht hast, danke, hast 101% Recht! Jeder Narzisst wird schnell sehr böse, sobald sein Objekt ihn nicht mehr befriedigt, in dieser Abzweckung seitens des "Chefs" zu versagen wagt... :D

    Sehr richtig, Maddog, sogar mit dem Begriff human (o. auch life) kinetics: als Begriff. Er steht aber hinter Wein's Ansatz, s.o. deine Rezension! Inhaltlich dient dies eher vorbereitend einer Art mentaler Entspannung der Großwetter-Lage im Team, der Befreiung der Kinesis von Hemmung, Angst etc. Bei Kindern oft weniger notwendig, da sie offener sind wie spielen, sprich: sie könnte da manches langweilen! Daher sollte man m.E. aufpassen, hier 1 zu 1 alles vom Erwachsenen-Kopf aufs spielerisch Teamgeistige von Kinder zu transformieren, aber ich bin kein Fachmann! Nur: das Autodidaktische wird kaum stimuliert, wo alle in einer Bewegung das Gleiche machen sollen. Dies geschieht aufm Platz ja auch gar nicht bzw. eben nur formal! Dann sagt man: das Team spiele wie in einem Guss, im Gleichklang, doch meint man dies im übertragenen Sinn fürs Zusammenspiel der völlig verschiedenen Spielaktionen. Man muss hier immer genau differenzieren, um dem Spiel selbst gerecht zu werden, wie es sich in jedem einzelnen Akteur aufm Platz darstellen mag... Und sich dies vor Augen haltend merkt jeder doch schnell: das vermag kein Mensch wirklich! Also wird verkürzt, so das Mögliche beschnitten, wie es sich ereignen könnte, mechanistisch: ich baue das Team auf, in meinem Kopf zusammen. So tüpfelt man dann z:T. tage-, Woche-, monatelang u. kann danach natürlich gar nicht mehr darauf zurückkommen, dass dies alles am Ende doch nur eine ungeheure Verkürzung all des spielerisch Möglichen bzw. der Potentiale ist, die in den Spielern, ihren Köpfen, Herzen o. Beinen ruhen. Dies beträfe beileibe nicht nur den KiFu, nur haben erwachsene Spieler längst als fix erlernt, verinnerlicht, dass es normal sei, sich verkürzen, vom Trainerkopf her vorentscheiden zu lassen statt noch aufm Platz dies Vorentscheidende zu suchen, wie kleine Kinder es können.
    Kinder sind im Kopf schneller als wir, zu schnell für Gehirne Erwachsener, zu flexibel, da ihr Organismus noch ganz auf Mehr-Lernen ausgerichtet ist. Erwachsene diskutieren in der Tat gern, was alles sie Kinder wie beibringen könnten, bis hin zum Laufen, obwohl Kinder es am besten von selbst lernen können. Man könnte also vieles, dies von ihnen erlernen: so man wollte! Auch Erwachsene könnten dank ihres inneren Kindes noch viel mehr lernen, als sie es tun, doch sie instrumentalisieren lieber alles Unbekannte, leugnen das für sie Unerwartbare o. Unerfahrbare als unmöglich etc. So entstehen letztlich sogar Weltkriege. Aber die Vorstellung dieser neuen Offenheit ist z.Z. leider noch illusionär, schon im Sport, erst Recht im Politischen, da mag Grönemeyer noch so laut singen: gebt den Kindern das Kommando, Kinder an die Macht... Worte wie Kommando o. Macht sind da schon fehl am Platze statt ursprünglich in Kinderköpfen. Thesen o. Übungen von Wein wiesen m.E. aber in diese Richtung. Nur Gewinnen wollen schon Kinder gern, aber anders wie Große, nicht großartig, nur zum Spaß. Und so vergessen sie auch Niederlagen rasch, nur Trainer o. Eltern machen da gern nen Drama daraus, was sich dann leider überträgt, z.T. für Tränen sorgt...Gratuliere dir zu deinen Einsichten, die sind äußerst selten, schade, dass nicht wer wie du meine Jungs trainiert, das wär's! :thumbup:


    PS: Wein sagt aber auch, wann der Ball abgespielt wird, nur fragt er erstmal, erklärt, instruiert dann. Hattest du oben ja auch schon ein wenig kritisch gesehen. Es geht aber um die Grundorientierung, also vom Kind her: ich rede mit, werde auch gefragt von dem, der eben schon mehr weiß, und: entscheidend handeln tue immer ich! Das ist ja der gedankliche Impuls: denkt mal selbst nach...

    Horst Wein primäre Forderung in seinem Konzept ist, dass Kinder stimuliert und nicht instruiert werden sollen.


    Super interessante Rezension! Zu o.g. Punkt hatte ich grad ne Umfrage gestartet. Für mich erstaunliches Ergebnis: ne Trainermehrheit meinte, ohne sie als aktive Instruktoren auch im Spiel! würde aufm Platz nichts laufen. Dahinter steht ganz wie bei jeder Trainerentlassung in der Bundesliga: der Trainer (im Trainieren von Technik, in taktischer Aufstellung) verfügt über die letzte Wahrheit, ist "Vater" aller Siege, muss aber ebenso schuldig sein, wenn's nicht läuft. Patriarchales Erbe!? Da sei dies Buch von Wein wärmstens empfohlen. Mich hatte er damals, als ich es las, sofort überzeugt, ich stellte aber auch vorher schon das interaktiv in offenen Übungsformen stimulierbare Teamplay vor stereotype Drills, da ersteres schon aus neurowiss. wie auch gruppendynamischen Gründen in der Regel öfter zum Erfolg führt: wo im eigenen Team Überraschungsmomente per teamgeistiger Beweglichkeit antizipiert werden, im Gegnerteam aber nicht. Fehlt diese Antizipation allerdings, dann sieht der spielintelligentere Akteur eher alt aus, wenn er zB seine Pässe in freie Räume spielt, aber kein Mitspieler so dorthin startet, wie der Passgeber es im Kopf hatte. Diese höchste Spielintelligenz funktioniert eben nur als kollektiv eigendynamische, also nie vom Trainerkopf her. Daher ist die Selbstabschaffung des Trainers in den Köpfen seiner Spieler dann das Non-plus-Ultra zwecks kreativer Spielbeschleunigung
    Handlungstempo erfolgt so nicht per selbstständigem Entscheiden vom Individuum her, sondern aus dem Spiel aufm Platz, seinem jeweiligem Momentum im peripheren Wahrnehmen der Situationen heraus - so habe ich Wein jedenfalls für mein Konzept im Sinne der human kinetics ergänzt bzw. weitergelesen: man hat stets auch das unmöglich erscheinend Unerwartbare zu erwarten - in radikalem Offensein fürs Spielerische als Teamplay. Das instruieren kann man grad bei Kids nie ganz weglassen, aber Wein legt m.E. zu viel Wert aufs Entscheiden. Vor-entscheidend - was sollte Teamgeist sonst "sein", wenn nicht nur leerlaufende Beschwörungsformel, die stets zu versagen beginnt, wenn es nicht mehr rund läuft? Es ginge also evtl. um mehr beim "Stimulieren", ist aber schwer, heute Spieler o. Trainer zu finden, mit denen sich dies gestalten ließe bzw. es zu vermitteln. Oft stößt man auf Reaktanzen. Wieso? Der Kopf bzw. das Gehirn des individuell vereinzelt agierenden Menschen ist endlicher Natur ist, so kann er nur "dezisionistisch" in bestimmten Möglichkeiten denken (meine Auswahl muss die richtige sein!), kann sich nicht fallen lassen in jenen "Geist" des Teams, hat dies zB in der Schule nie bzw. als feindlich erlernt: meine Note, mein Abi wie mein Tor, mein Fehler, aber kein Wir-Gefühl. Folge: latente Angst, Misstrauen, Innendruck, wo ein Wir sich, sein Spiel eigendynamisch entfalten will.
    Wein's Übungsansätze bieten hier beste Anbahnungen zum Aufbau neuen Denkens von Spielintelligenz, nicht zufällig ausgehend vom KiFu, oder? Da du intensiv im Thema scheinst: Wie sähest du dies? Oder war das zu konfus ausgedrückt?

    Karl: Na ja, so ein klein wenig bezahlt wird meist ja schon, jedenfalls bei uns. Mit C-Lizenz immerhin 9,4 Euro je Stunde schon vor 6 Jahren plus beitragsfreie Mitgliedschaft, Fahrtkosten - die Eltern im Hobby ihres Kindes natürlich selbst tragen, plus die Beiträge -da hatten wir Hartz-4-Empfänger, die dies bei 3 Kindern nicht leisten konnten, die somit abmeldeten, denn: Beitragsfreiheit gab's nur für Trainer u. Spieler der 1.Herren, die waren wohl mehr Sozialfälle... Also überließ ich dem alleinerziehenden Vater zB offiziell den Trainerposten; so konnten seine Jungs dann bleiben, er sogar mit zu Spielen fahren u. ab u. an gab's für ihn als Aufsteller auch noch von Eltern was, ne Flasche o. nen Umschlag... Als Kindertrainer ärgerte er sich also nicht so arg, es war unterm Strich ein ganz gut ausgestattetes "Hobby". Daher meine Rede vom Dienstleister, obwohl ich als Co ohne C-Schein "nur" 4,4 Euro plus Fahrtkosten bekam. Soll ja Leute geben, die für ähnliches Salär sogar regulär arbeiten, kenn selbst wen, der als Student Briefe austrägt, auf 4 bis 5 Euro je Stunde kommt, und der jammert nicht rum. Daher find ich die Rede vom Ehrenamt etc., mit der man gern herumläuft, auch bisserl zwiespältig... Widrig war nur dieser offizielle Status als "Angestellter des Vereins", auf dem der Vorstand gern rumritt, wenn's drum ging, dass die Jungs (falls wir es überhaupt waren, aber die Frage an den Boss zu stellen, war verboten) die Kabine nicht gefegt hatten, wir nachbessern mussten u. er wie ein großer Boss o. Spieß daneben stand... ;)


    PS: Ich selbst hätte stets gern auf Urlaub o.ä. verzichtet u. dafür einen fachkompetenten Trainer für meine Jungs bezahlt, nur hatte ich diese Chance im aktuellen System bisher leider nie, musste schon selber ran, wo ich als Mundaufmacher denn dürfte :(