Beiträge von Keller-Kicker

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    Ich wage mal zu behaupten, dass man diese Resilienz überhaupt nicht eingeimpft bekommt.


    Das legt seriöse Wissenschaft m.E. nahe: die sog. Resilienz ist Charaktereigenschaft, nicht beliebig manipulativ von außen anerziehbar, wie man populärwiss. grad gern nahelegt o. guruhaft verkaufen will, s. Die-Welt-Link dazu oben. Daher fragte ich auch insistierend nach konkret resilienten Maßnahmen, die von peripheren Wirkungen ab wohl eher ins Reich der Macher-Fantasie vom Homunculus gehört ;)
    Allerdings fördern gewisse Funktionen wie die eines exklusiven Spielführers vermutlich die, die über mehr Resilienz verfügen, wogegen die mit weniger darunter leiden dürften...



    Gleichwohl wird aber doch vom DFB (Stp) an abwärts nahezu ausschließlich nach Leistungskritierien sichtend "ausgewählt statt etwa tiefergehend nach Eigenmotivation, Spielintelligenz (die im unpassenden Team o. kurzfristigen Sichtungstagen unsichtbar bleiben muss) u.ä. im Kind selbst beruhenden "Potentialen", oder? - Eine objektiv valide Sammlung solcher Aussagen, die die Realität von Talent mehr aus Kindersicht verdeutlichen ließe, fehlt meines Wissens, ebenso jede "Reihenuntersuchung", wer es warum bzw. wo/wann wirklich zur Spitze schaffe. Denn ich gehe davon aus, dass auch deine mir sehr plausibel erscheinende Aufzählung subjektiv einem Erinnern entspringt, aber nicht in den Quellen transparent gemacht werden kann, oder? Diese wären wichtig, um überzeugend breiter verdeutlichen zu können, dass man oft falsch Kinder eigenem Konkurrenzdenken unterwirft statt wirklich sie im Selbst zu fördern, stärkend zu unterstützen. Dies aber müsste kindgerecht das Ziel sein, auch in der Breite, denn jeder verdient eine, seine Chance. Hier gäbe es m.E. viel zu verbessern; Mehr o. tiefere Bewusstseinsbildung täte also Not, damit KiFu auch reell KiFu sei statt zu sehr dominiert vom Erwachsenen-Hobby, falschen Ansprüchen, fremdbestimmenden Ehrgeiz, von "Schreitherapien" Einzelner, egal ob im Konkreten als Trainer, Fan o. Eltern, mal ab...

    @FB: Also ich hatte mir den Begriff vor einiger Zeit noch selbst anhand dem Steuern/Managen (in sich passiver) Energiesysteme fürs Mentale geborgt, um die individualpsychische Kopfsteuerung in Bezug auf Energiereservehaltung (auch 'natürliche' Faulheit genannt) für das zu einer kreativen Kollektiv-Intelligenz hin befreiende Teamplay besser erfassen zu können. Mit Stressresistenz hatte ich weniger am Hut als mit jenem In-sich-ruhen als Können, das dann für periphere Spielübersicht als Voraussetzung optimierten Teamplay wie Tempo (dem stets Timing vorangeht) sorgen kann. Der jetzige inflationäre Begriffsgebrauch verwischt m.E., worum es in der Spitze gehen sollte. Es geht viel quer Beet. Daher mein Groll dagegen u. das Nachhaken bzgl. Konzept, Konkretion etc., denn es ist nun mal so: Nachplappern tun's immer viel zu viele, verstehen aber nur wenige. Daher sollten die ihr Verstehen der geflügelten Worte nachweisen können, falls sie sich damit aus dem Fenster lehnen, meine ich. In jedem Fall schade wenn nicht, denn auch wenn ich ein Konzept dann zu zerpflücken versuchen würde: jede so ersichtliche Lücke darin bleibt aufzufüllen, je schneller, desto besser. Daher muss man keine Angst haben, sein Wissen in concreto offenzulegen, sich u.U. unter Wettbewerbs-Druck so vorantreiben zu lassen statt in sich stehenzubleiben, oder? Außer man hätte nen Stein des Weisen gefunden ;)

    @FB: völlig richtig! Warmmachen ist erstmal ok, heiss zu sein auch, aber nur kurze Höhepunkte u. stets selbstbestimmt. Überhitzt bricht man schnell zusammen, agiert hektisch, schießt am Ziel vorbei. Daher ist Resilienz auch so ambivalent: jeder sollte nach innen hören dürfen: cool down, da jeder als Mensch "vulnerabel" ist u. bleibt. Daher sind "resiliente Maß-Nahmen" ohne Konzept für mich zwiespältig. Oder? Die selbsternannten Talent-Sichter aber sortieren zu ruhige Spieler regelmäßig aus, setzen auf heisse, robuste, durchsetzungs- u. widerstandsfähige Kids, ausschließlich. Und das kotzt mich einfach an, weil es grundfalsch ist! Wer hingegen in sich ruht, ruhen kann statt im Dreieck zu springen, sobald ein Trainer das fordert, der ist stark, kann Übersicht, Nerven behalten. Aber es wird nur vom Trainerhirn aus gesichtet, aufgestellt etc. - statt auf lebensechten Teamgeist hin!!!

    Andre: Ich hab als "Mentaler Teamcoach" mal in nem Leistungszentrum hautnah Teams betreut, so auch die Vorbereitungs- o. HZ-Ansprachen der Trainer beobachten können, die dank irriger Vorbilder oft in jenem Stil oben abgehalten wurden: was in einer US-amerikanischen Frei-Kirchengemeinde super aussieht, ist im Teamsport noch lange nicht top! Das sinnigste Erlebnis war, wie das im Prinzip unterlegene, aber doch dank Eigenmotivation gut mithaltende Bundesligajugendteam beim VfL Osnabrück (damals noch mit mehr Geld ausgestattet, 2.Ligaetat) bravourös nen 0:0 hielt. Dann das Trainer-Posing, der Co fiel auch gleich mit ein: ich will was sehen, wir müssen hier gewinnen etc. Die zur Passivität des Ja-Sagens verurteilten Spielerköpfe senkten sich, alle außer den Trainern verloren sichtbarst ihre Körperspannung - 2 Minuten aufm Platz das 0:1, drei Minuten später 0:2, am Ende glatt 0:3 verloren. In der Coach-Trainer-Besprechung äußerte ich meine Beobachtung ungeschminkt, das Ergebnis (wie per Befragung erhobene Spielerkritik u.a. genau daran) ja leider im Rücken glaubend. Doch beim nächsten Spiel war ich außen vor, kurze Zeit später flog ich ganz raus, da der Trainer gute Beziehungen nach oben hatte u. Kritik nicht ertrug. Das Team verlor bis auf einmal alle Spiele... Doch seinen Stil praktiziert er noch immer, hat immer noch seinen Posten. Damals erfand ich meine Formel "Team- vs Trainer-Fußball" für mein MTC - doch wer wollte sie schon (im Fußball) erhören, gar beherzigen, man wird zum Don Quichotte :(

    @FB: Das mit der Sekte kam nicht von mir!!! Ich schloss mich dem nur ironisch im allgemeinen an: dich grad herausnehmend, um nicht zu kränken: Lies das mal nach! Ansonsten: wer überzeugt ist von seiner "Mission", hält nicht hinterm Berg mit dem, woher sie kommt. Im Prinzip find ich hohe (vs große) Ansprüche wegweisend, nur muss man nach großen Worten da auch liefern: was Höheres erreichen! Hast du das konkret? Oder darf dies keiner nachprüfen/fragen? Da wird dir nur ein 'Gläubiger' glauben, was du für dich ja grad anzunehmen von dir weist. Geschieht dies aber reell u. seriös, müsstest du konkret reell was liefern, tust es aber nicht. Also lacht man sich u.U. über dich schlapp, da es nach mittels Begriffsungeheuern verteidigter Elfenbeinturm-Fantasie klingt, sorry! Der DFB liefert auch alles gratis, will nur überzeugen - und dennoch machen die meisten weiter vieles falsch. Gar nichts zu liefern (außer vereinzelte Versatzstücke, die man irgendwoher wie künstliche Schwellkörper im Stil "moderner Plastikmenschen" zusammengeklaubt haben mag), ist aber auch gar nichts! Ich ziehe mich daher hier raus, obwohl ich deine Hypothesen gern mal über valide Links o. ähnliches nachgeprüft hätte: verändern, sogar mich selbst statt nur abblocken, will ich ja, daher die Nachfragen, der Wunsch nach den Quellen, was du nur verweigern kannst? Hhm, dann ist da auch nichts hinter u. Ignoranz sog. Vereinsmeierei auf Schild heben, dann ist sie wohl bei euch der neue "Tugendwahn" - ich ignoriere alles, was gegen mich sprechen könnte u. fühl mich soo super? Das ist eigentlich grad die uralte Haltung: wir sind die Besten u. machen im Geiste unseres Zirkels die Schotten dicht*, damit uns niemand das Gegenteil beweise. Und aufm Platz, in seiner Wahrheit - wo steht ihr da? :P


    PS: Bitte mal mitlachen, nimm dich nicht so wichtig u. ernst, da wird's bestimmt nicht schlechter mit dem Dialog, du erkennst: da laufen jede Menge erfolgloser Motivationsgurus durch die Welt, die Wahrheit für sich gepachtet haben wollen: Schuld sind immer andere- die aus dem "Kaff". So irrational andere abwerten darf aber nur einer: du ;)


    *Das übrigens ist auch die Quintessenz der "modernen" sog. Fokussierung bzgl. "Kopfsache". In dieser Phalanx ist dann Resilienz auch interessant, da sie Motiven dient. Nur: wer nicht mehr verletzlich ist o. dies meint, ist der noch menschlich gesund? Das ist doch hier das Kernproblem all derer, die andere, Kinder auf Erfolg fixieren o. eichen wollen! Oder sehe ich als Dorfidiot das so falsch? Ich könnte dir aber mein MTC-Konzept (Basis-trias: Motiv - Zeit/Timing - Raum/Geschwindigkeit) immerhin liefern, du könntest meiner FB-Gruppe beitreten, so entstünde eine Basis echten Austausches, oder?

    @FB: Es ist dein Gestus vom "Trainergott". Klar, wer dürfte bei Gott schon konkret nachfragen, Begriffe transparent geliefert haben wollen etc. Resilienz wird heute geradezu inflationär beschworen, Motivation, kollektive o. emotionale Intelligenz wie Team-Geist/-Play eh: Grad daher kommt's drauf an, was man damit in der Tat intendiert, eben ein in sich praxisnah schlüssiges statt nur begrifflich konstruiertes Konzept! Es muss rational: teamfähig vermittelbar sein, sonst ist es esoterisch, soll primär Gläubigen per Schwellkörper imponieren... Wer aber reell an sich glaubt, kann auch die Quellen, das Konzept auf seiner Homepage per Link offenlegen, denn er ist davon ehrlich überzeugt: oder?
    PS: Stress, Leistung, Wett-Kampf als Anreiz vermitteln, auf (intrinsische) Eigenmotivation hin - super, will jeder! Nur scheiden sich die Geister am Wie, zB: Trainer-eigene Motive implantieren, Kind-eigene Motive freilegen, so für den Geist contra Hemmungen, Ängste, Blocker u. Störer befreiend wirken.. Oder? Resilienz ist da solch Wortungetüm, mit dem man dem Kind zu Leibe rücken will, verkauft sich als wiss. mit etwas Fassade ("LZ" als Beschwörungsformel für Fußball-/Starrummel-Süchtige unter Eltern etc) gut, ist aber durchaus zweifelhaft. In einem hat Brechstange (unten) sicher Recht: Drogen, Sekten, Fanatismen - damit blickt man mehr als Normalsterbliche, fühlt sich mit eingebildet dicken Eiern plötzlich ganz "super(ior)" ;)

    @FB: Armer Brechstange in seinem "Kaff". Herrlich, wie hoch du zu Ross sitzt! Wir haben vor Ort auch solch "Weltmeister" in mind, nur wenn man von all ihrem Raunen doch sehr beeindruckt ihr Maßnahmen-Konzept dann mal konkret sehen u. rational prüfen will: da kommt nichts mehr! Vielen Eltern aber imponieren sie damit: man könne für den kleinen Mini-Star ja was verpassen, wenn da wer her kommt, u. von solch groß(ver)sprecherischen Dingen raunt. Beim Training darf keiner zusehen, alles geheim. Ich denke, ihr werdet bald die ganze Welt schon revolutionieren, mit 8-jährigen in höchste Ligen aufsteigen, nur in manch Kaff wird man euch nicht glauben wollen, da man dort noch handfest was sehen will u. dollen Predigern nicht gleich glaubt :D


    PS: Ich hoffe, du hast auch selbst etwas Resilienz im Umgang mit solch Ironie, ich lach mich einfach nur schlapp, obwohl ich vom Wortsinn in vielem bei dir bin o. auch eurer Sichtungspraxis ;)

    @FB: Leider weihst du keinen konkret ein, was Taten statt Worte betrifft, daher der Vorwurf der Inhaltsleere von B. o. meine Rückfrage nach deinen sog. "Maßnahmen". Was wörtlich bedeutet: ich nehme andere - an ihnen als nützlichem Objekt - Maß (dh mein Maß), oder? Wenn da nicht noch was produktiv/konstruktiv kommt, blende ich den Resilienz-Komplex hiermit für mich als irrelevantes Raunen aus, sorry: bisher warst du nicht überzeugend! Pauschal auf "Bücher " als Quelle hinzuweisen, ist nicht seriös, oder macht dies irgendwer wiss. so? Nein, da kann man seine Quellen genau benennen, zitieren, muss nicht so im eigenen, nur innerlich präsenten Wissen (Motto: was ich alles weiß, gelesen hab, da braucht ihr mir nicht mehr mit was anderem kommen - nur ist diese Einstellung grad unwissenschaftlich) baden, sorry... Im Prinzip bin ich ja bei dir bzgl. Empathie etc. (Bezug zu resilienten Maßnahmen: ?), die man nie messen, strikt im Trainer-Lizensierungsseminar lernen kann; nur kann ich so nicht ganz folgen, was ich durchaus gern täte! Wobei die Moderne längst passé ist, wir wiss. seit x Jahrzehnten post-modern, dh subjekt-/vernunft-kritisch zu denken haben ;)
    Unsere (natürlich nicht deine, schon klar: klingt denn doch sektiererisch, sich so abzuschotten) "beschränkte Fußballwelt"? Dass man Fußball insgesamt mal als Sekte (á la von oben verabreichtes Opium fürs gemeine Volk mit der "FIFA-Mafia" - der Buchtitel, nicht von mir - als Generaldealer) betrachten sollte, hatte ich auch schon geschrieben: da möge sich jeder mal selbst-kritisch in seiner Identität bzw. Rolle prüfen (lassen). Egal, hier nicht Thema, freute mich nur über die Wortwahl vom darin mit mir verbal verbündeten Brechstange, ohne das ja auf dich beziehen zu wollen. Aber: wer allzu sehr (im Sog schulischen Zensur/Sichtungsterrors) systemkonform auf Leistung abzielt, sollte sich da eben stets selbst introspektiv befragen: was soll mir und dem System, was wirklich Kindern u. ihrem lebendigen Wohl dienen u. nützen? Was motiviert mich, was sie, wohin führen solche Motive letzthin etc.? Dann kommt man schnell aus dem Fragwürdigen gar nicht mehr heraus, daher ist Nach-Fragen auch fast allen im System so verhasst :thumbup:

    Glaubwürdige Motivationsansprachen, also -predigten? Es gibt nichts Gutes, außer man (selbst) tut es! Rituale funktionieren synergetisch nur, wenn sie in echtem kollektivem Flow erlebt werden, nie per vorgeschriebener Mitmachpflicht. Faszinieren sie, dann begeistern sie auch reell! - Vorbilder statt Ausbremser, mehr o. Antreiber brauchen Kinder nicht, sofern sie nicht schon längst seitens Elternhaus, Ex-Brülltrainern, schulischem Notenterror uä in ihren Antrieben verklemmt wurden. Was allerdings oft das Hauptproblem bzgl. Motivation ist. Daher finde ich den Rekurs auf Resilienz wegbereitend: kann man sie, so das Kind zu neuem Leben erwecken, wo Selbstarbeits-Motivation o. -Moral gehemmt, scheinbar zerstört wurde? Wie? Da müsste FB mal mehr Butter bei die Fisch tun: wo kann man was nachlesen, welche Maßnahmen konkret fördern?!! Bisher wird nur abstrakt doziert - das kann's nicht sein, oder? Da fehlt mir die Fantasie, was gemeint sei. Da ich Resilienz nur bei Passiv-Systemen (Energie/Ökonomie/Fonds) als durch Manager zu DEREN Nutzen "manipulierbar" definiert kenne, ist es kaum vorstellbar, wie Maßnahmen von außen Kids auf Dauer, dh reell ohne Burnout.-Gefahr für die Eigenmotivation (wg. fremdbestimmender Motivüberlagerungen) fördern könnten...

    @FB: 100% widerstandsfähig niemals aufgeben u.ä. - das will der Trainer, nicht ein 7- o. 10-jähriger (vgl. Video oben)! Wozu auch, ein Kind erlernt lieber Neues! Erlern- o. trainierbar: Resilienz per Genen wie "Religion", so trennt Wiki. Ich würde sagen: Resilienz ist eine Teilwirkung von Religion. Wo Fußball also sektiererisch betrieben, Kinder als einzige Konstante o. Zielrichtung vorgegeben wird, da würden sie resilienter. Oder? Welche Maßnahmen startet ein Trainer? Reicht seine emotionale Bindung für jedes Kind dazu? Oder sieht nur er sich als Resilienz-Manager, ist seine Resilienz nur ein Konstrukt von einem System als Objekt, damit er sich stärker als Subjekt empfinden kann? Dann würden resiliente Maßnahmen am Ende Eigenmotivation untergraben, Burn-out Vorschub leisten etc. Das sieht man de facto oft in sog. Leistungsvereinen als Kinder dann aus ihrem Sport entfernende Realität, oder?

    schon etwas Sektenartiges


    Das ist DEINE Motivationsstruktur. Aber nicht die von E-Junioren.


    Da sagst du was! Klar hat das System Fußball längst ebenso wie das Vereinsleben o. sog. Fankulturen oft sektenartige Züge. Da kommt man als Außenstehender dann auch nie so eben mal schnell rein. Im KiFu fällt es besonders auf: Eltern sollen ihre Kinder z.T. am besten blind in die Obhut geben, dürfen nicht mal auf den Platz beim Training zuschauen. Es gibt aber dank massenmedialer Inszenierung des Gesamtkunstwerkes genug Verrückte, die sich bzw. ihre Kinder dem unterwerfen. Und wehe jemand sagt dies offen o. fordert gar mehr Transparenz, was Talentförderung denn objektiv heißen solle o.ä. Kritischer Blick unerwünscht: da kommt ganz schnell der Knüppel bzw. fliegt ein Kind raus! Was dann natürlich der Gegenbeweis ist... :thumbup:


    @FB: Was du schreibst, klingt aber noch eher vernünftig, reflektiert als voll abgedreht. Dennoch verstehe ich noch nicht, was resiliente Maßnahmen nun sind, worauf sie genau abzwecken sollen etc. (Ich kenne nur aus der Psychotherapeutik die kindliche Resilienz.) Sollen Kinder zu kleinen Fußball-Robotern herangezüchtet werden wie in hiesigen Leistungszentren o. versteht ihr tiefer, was ein Kinderleben bedeutet? Resilienz meint eine Art seelischen Selbstschutzmechanismus bei Kindern: soll man wirklich an ihm rum experimentieren, letztlich doch zwecks Leistungsmanipulation? Oder hab ich das schlicht nicht richtig verstanden? Danke vorab für deine Aufklärung!


    Meine Art der Motivationsförderung war eher simpel: ich bin im Frühjahr zB einfach mitgelaufen, hab kleine Duelle Team vs Trainer geboten und schupps: alle Jungs machten begeistert mit, Laufen wurde vom Zwang zum Jux. In den ersten Punktspielen schrien Gegnertrainer dann sich ständig die Seele ausm Leib: "Lauft!" Bewegung!", "Ich will jetzt aber was sehen, gegenhalten" u. meine Jungs liefen einfach von sich aus. Das sog. Siegergen gibt's nicht, Siegermentalität kann jeder lernen ;)

    Resilience der Kinder


    Wie arbeitet man denn an dieser Resilienz? Die haben Kinder ja natürlicherweise, man kann sie nur per obstruktiver Gewalt (zer-)stören, dh vom kindlichen Selbst als Fokus auf fremde Ziele hin ablenken, oder? (Was in JLZ/NLZ/Stp meines Erachtens oft sogar massiv versucht wird, weshalb da viele Talente irgendwann "ausgebrannt" o. gar depressiv wirken, urplötzlich aufhören wollen trotz aller supertollen Förderung dort.) Man könnte höchstens die ausbremsen, die dies per "positiver Verstärkung" (im ihnen eigenen Erwachsenen-Sinne) vor haben...


    Zum M-Thema angefügt sei noch von R. Sprenger bzgl. professioneller Führung: "Motivation durch Führungskräfte ist eine Fremdsteuerung. Der Arbeitnehmer arbeitet nicht aus eigenem Antrieb, sondern wird durch Motivierungsversuche des Arbeitgebers zur Arbeitsleistung angetrieben. Die Motivation erfolgt durch Motivationsspritzen wie Prämien, Urlaube, Geschenke, Lob statt schlicht coachender Akzeptanz, um Motive künstlich von außen positiv zu verstärken etc. Langfristig gesehen wird so ein Teufelskreis eingeleitet: Belohnung soll immer größer werden, somit auch die Kosten, bis man natürlich an Ressourcengrenzen stößt. Und am Ende steht der Lohn, nicht die eigene Leistung im Vordergrund. Kein Untergebener kommt mehr übers Mittelmaß hinaus, mangels eigenem Wollen kraft seiner unverfälschten Motive, die zunehmend ignoriert werden, verkümmern..." Im LZ/Stp wird dies leider noch zu oft wg. mechanistisch sich selbst als Spiegel-Subjekt im Talent re-produzieren wollendem Denkstatus ignoriert. (s. auch: "Gut aufgestellt. Fußballstrategien für Manager")

    @nur-für-guenter/OT: erwischt, im Prinzip haste Recht, und selber? Tja, erklär ich dir: bin eben nen Fußballverrückter, nachts ging mir noch das gestrige Spiel mit allem drum u. dran durchn Kopf. Da kontert mein 12-jähriger gestern abends meine Erklärung ihres 1:5 plötzlich voll Wut: du hast Fußball nicht verstanden! Es ginge nicht um den Sieg, nur Spaß: nachdem er nach dem Spiel noch frustriert u. wütend vom Platz schlich!? Hhm. So redete man ihm offenbar nachm Spiel Sportsgeist aus, Karnevalsgesinnung ein. Aber warum? Tja, das ist ja das Absurde: Da kommentierten die Trainer wiedermal unablässig ins Spiel rein: "Jetzt bewegt euch doch", "ICH will was sehen", "Tor machen", "Drauf!", "Heber!", "Abschluss" u. ähnlich konstruktive Forderungen an die Jungs von der Seitenlinie aus, so dass deren Konzentration dorthin wandert, Chancen dann "Kläglich!" - unreflektiert die Schuld daran wie stets nur unmündigen Kindern zuweisend - vergeben wurden. Dann noch der übliche Heimschiri in offizieller Verkleidung, der wunderbares Lauern hinter der Mittellinie u. so freies Durchlaufen in den freien Raum (aber erst am 16er) mehrfach als Abseits zurückpfeift. KiFu vom feinsten u. nen wütend sich verschließendes Kind nachm Spiel, Erklärungen sinnlos.... Auch meine nur trösten wollende Frau kam nicht an ihn heran.


    Mehr Einzelheiten bzgl. krassen Aufstellungs- o. Taktikfehler bzw. angefangen beim fehlenden Warmmachen (welches dies Wort verdiente) schenk ich uns mal, ok? Wieso aber darf man nie über Trainerleistungen kritisch reden, obwohl man doch nur helfen wollen würde, eben stets sportlich erfolgreicher war/ist? Da Sport bei selbst inaktiven o. gar nie Fußball spielenden Trainern gar nicht Thema sein darf? Das wären auch so Selbstverständlichkeiten für nen Kodex: Im KiFu sollte es primär um Team-Sport statt private Einbildungen davon gehen, kritisch hilfreiche Hinweise sind keine "Majestätsbeleidigung bzw. wer sie sofort so abtut, der empfindet irrational, dh fürs Vorankommen des Teams, der Beweglichkeit in Kopf wie Körper o. gemeinsame Lernen von echter Spielfreude ungut. Denn Fußball gespielt hat gestern mal wieder nur der Gegner, da lief es im Team zusammen, der Ball durch die Reihen, alles in Ruhe (deren Trainer hab ich nie reinbrüllen gehört), harmonisch - und am Ende war bei den Jungs der sog. Spaß auch in der Tat, im sportlich verdienten Jubeln sichtbar. Unser Trainer völlig belanglos zu mir noch: es hätte auch 2:4 ausgehen könne - tja, und? Wäre auch verloren. Aber wir müssen ein verschiedenes Spiel beobachtet haben: ich mein, es hätt auch 2:10 ausgehen können. Natürlich könnte nen Gegnerteam alle 15 Großchancen vergeben, dann hätten wir doch mal 1:0 gewinnen können, oder? Mancher braucht nicht mal 2,0 Promille, um an sowas zu glauben. Nachteil: er meint, nüchtern zu sein. Da kann man dann nichts mehr sagen u. jeder Trainerkodex würde in der Tat wohl nur ins Leere zielen. Wäre nur schön, wäre dies aus echter Fußballverrücktheit, in der man dann auch mal an sich selbst arbeiten muss statt nur in Träume von sich zu flüchten... Ja, ich weiß, ich bin ein böse zynischer Mensch, aber was bleibt da auch sonst? ;)

    6. Jeder gibt fürs Team Gas. Aufm Platz wird sich nie aufm Rücken anderer ausgeruht, wenn nur kurz defensiv.


    Also, das sollte ja jedem G-Jugendspieler aufs Tricot den Trainingsanzug geschrieben werden!


    Etc. - schon witzig, wo es eben noch destruktiv um nen Kodes gegen "keifende Eltern u. Zuschauer" ging, waren Trainer fast alle dabei, nun will man mal über nen Kodex fürs Teamganze ohne spitzfindige Unterscheidungen - Sich-herausnehmen von Trainern;-) - diskutieren, wird das nur verulkt, ein einzelner Punkt isoliert rausgegriffen - was besagt das? Von blinden Flecken schrieb ich schon mal. Im übrigen: Lesen bildet - es stand ganz klar da, dass dies ein Kodex fürs Bunte Liga-Team sei, nicht eine G. Aber wen interessiert das da schon... Schade!


    @Folkao: Das Sonderproblem von Eltern ist doch eins, dass von Trainern, Vereinen, Verbänden ständig hochgekocht wird. Ich widerspreche da nur, da ich mit Eltern bisher nur ein Problem hatte: zuviel Gleichgültigkeit, zu wenig Interesse o. Mitwirken. Dies kann man aber nie mit Gewalt u. erhobenem Zeigefinger beseitigen, nur per positiv werbendes Vorbild o.ä. Die 1, 2 unbelehrbar motzenden Schreihälse hab ich sehr einfach ruhig bekommen: Platzverbot in Form von erbetenem Teetrinken im Vereinsheim. Dass diese Eltern dann nachher z.T. erfolgreich beim Vorstand sticheln konnten, sehe ich als Problem mit dem Vorstand, nicht mir Eltern an. In Wahrheit nämlich geht es dabei vor allem um Ehrgeiz, Macht, Dominanz- u. Rivalitätsstreben, private Ziele o. Zieldivergenzen u.ä. Ansonsten gilt: Eltern, Trainer, Kinder sind alle auch nur Menschen, zuerst in ihrer individuellen Identität statt partiellen Rolle zu beäugen, oder? Daher gibt's für mich auch nur 1nen Verhaltenskodex fürs Teamganze, der nur in einzelnen Punkten Rollen unterscheidet, statt dies den verschiedenen Identitäten voranzustellen, was sich zwischenmenschlich (für mich ethologisch) nicht gehört, sorry: keiner steht per se, per Rolle schon über allen anderen.... Nach unserem 1:5 gestern wichtiger Punkt für KiFu-Trainer: kein Dauer-Kommentieren vom Rand, um eigenen Redeschwall abzubauen!

    @FB: Es wäre ja supertoll, wenn du auch mal was konkret sachgerecht zum Thema beisteuest statt dich auf anderer Kosten über leer "kompiliertes" Zeug zu produzieren: wozu? Wo ist dein Inhalt? Wer was besser zu wissen meint, sollte auch mal konkret liefern, nicht nur davon labern, oder? Und sei es per Link im Hinweis auf Dritte...


    @uzun: Das Gegenteil vom bösen "Gutmensch" ist sicher FB selbst ;) Natürlich hab ich selbst bereits nen Verhaltenskodex erstellt, einige Beispiele vorliegen, der FIFA-Fairplay-Kodex ist auch allg. bekannt.Nur will ich nicht, dass am Ende irgendwer jammert, ich habe hier ja schon alles vorgegeben, so dass man selbst keine Inputs mehr geben könne, brauche. Hier soll's ja ums konkretes Miteinander gehen, womit ich zumindest einen Grundsatz meiner Kodex indirekt verraten hab. 'Typisch deutsche' Bedenkenträgerei bringt wohl nichts, schade: also Butter bei die Fische oder es ganz lassen: nicht immer nur zerreden... ;)


    PS: Der SF Larrelt (2001er) hatten mal Spieler- wie Trainer-Kodex im Netz, leider für mich nicht mehr abrufbar....


    PS-2: Liefere ich doch mal was Butter, Kodex fürs Bunte-Liga-Team (ab 16/also nicht 1:1 auf alle übertragbar) -


    Team-Verhaltenskodex für Trainer, Spieler, Eltern, Fans und andere Mitakteure


    Die Wahrheit, wie es um ein Team bestellt ist, liegt auf wie oft auch neben dem Platz. Für alle gültige Regeln erleichtern Umgang miteinander, sollten daher von jedem freiwillig eingehalten werden, ohne dass ihr Vorschlag schon perfekte Praxis garantieren können. Die hängt letztlich konkret nur von jedem Akteur im Team ab.

    1. Alle sind gleichberechtigt, dh zuverlässig, pünktlich, fair: dem Team-Wohl dienend! Es ist unser einziger Star!
    2. Wir begrüßen und verabschieden uns freundlich: Positive Stimmung entspannt, fördert Leistung statt Fehler!
    3. Schulddebatten nach Misserfolg sind tabu, da unfair. Jeder betrachtet zuerst sich selbst kritisch.
    4. Unzufriedenheit Einzelner ist normal. Sie sprechen sie beim Trainer persönlich unter 4 Augen an.
    5. In der Ruhe liegt die Kraft. Kommunikation aufm Platz ist oft gut, aber nur positiv intendierte!
    6. Jeder gibt fürs Team Gas. Aufm Platz wird sich nie aufm Rücken anderer ausgeruht, wenn nur kurz defensiv.
    7. Die Aufstellung erfolgt vorm Spiel und in der Halbzeit. Ausnahmen (für Stars) bestätigen diese Regel ;)
    8. Aus Pragmatik folgen während dem Spiel alle Trainer-Vorgaben! Sonst gäbe es schädliches Chaos...
    9. Fußball soll allen im Team Spaß und Spielpraxis bringen, auch wenn man Ziele hat, Siege, Titel will.
    10. Fehler sind stets erlaubt. Aber es gibt ein für alle transparentes internes Ranking, das Team-Zielen dient.


    Vollständigkeit solch eines Kodex ist unmöglich, da Verhalten situativ sich ändert, Verbesserungen, Ergänzungen oder aktualisierende Veränderung stets möglich. Weitere konzeptionelle Anmerkungen zum konkreten Umgang etc. folgen nun für alle, die sich für Hintergründe des Kodex interessieren, so fundiert mitreden wollen o.ä.:
    1. Die Aufstellung: Wer wie aufgestellt wird, ist stets der erste Streitpunkt untereinander. Wer außen vor ist, wer ausgewechselt wird, wer auf ungeliebter Position spielen soll etc., all sind schnell sauer auf den Trainer bzw. Rivalen, sehen sie negativ eingefärbt überkritisch, suchen Fehler, sorgen so für Reibereien.....


    Für mich als Trainer gilt immer: erst (im Kopf durch-)denken, dann (aufm Platz) handeln. Nur wenn ich vermittle, dass ich in etwa weiß, wovon ich rede, alles zielführend Logik zeigt, kann ich erhoffen, dies auch durchzusetzen, soviel noch speziell an guenter... PS-3: Deutlich kürzer als von der FIFA :D

    Verhalten im Team will sportlich und fair geregelt sein, doch wie? Wechselseitigen Respekt kann keiner erzwingen, jeder im Konkreten nur bei sich selbst anfangen o. z.B. zwecks individueller Selbstverpflichtungen einen sog. Kodex konstruieren. Er sollte nie top-down nur anderen mit erhobenem Zeigefinger vorgeschrieben werden und auf Gehorsam abzielen, mit Überwachen und Strafen arbeiten, soll nicht schon im Ansatz echter Teamgeist u. authentisches Teamplay vom verantwortlichen Vorbild her verraten werden. Fürs professionellen Management gibt es vielerlei Ansätze, wie im Team zielführend u. kritisch konstruktiv miteinander umzugehen sei. Da Verantwortung für alle anderen zu tragen anspruchsvoll ist und stets strittig ist u. bleibt. Man muss m.E. (selbst-)sensibel sein, um andere nicht zu verletzen, eigenen wie fremden ("Stars" o. Besserwissen/Rivalen im "Team"), heute allseits üblichen Profilneurosen vorzubeugen, jeden individuell zu verstehen (damit nicht nur Lautsprecher allseits den Ton angeben) undundund Kann da ein Kodex formal eine Grundlage anbieten?


    Wenn ja, ist er für wen wie zu erstellen, gemeinsam zu erarbeiten o. (einfachhalber vom Verein/Trainer/Spielerrat) zu verfügen, zukunfts- und ergänzungsoffen zu halten etc.? Viel mehr Fragen als Antworten - Anlass dies mal etwas breiter statt nur für sich auszudiskutieren?! Um dies offen zu halten, geb ich nichts vor, warte Ansichten anderer ab, die es evtl. besser wissen... :thumbup:

    Anna: Ich kenn keinen Trainerkollegen, der pädagogisch gut, so erfolgreich arbeitet, u. ständig rumjammert bzw. ständig solch Probleme hätte. Da herrscht zwischen Trainer, Eltern, Kindern stets Respekt im konstruktiven Dialog u. Fairplay! Woran mag es nur liegen, wenn das bei vielen nicht klappt: das sollte man sich fragen, wenn man verantwortlich dafür zeichnet, meine ich. So unbeliebt dieser Realismus auch sei, nur mittels ihm löst man Probleme langfristig u. reell, statt Schuld auf andere zu projizieren, wie es heut überall üblich scheint.. Geschenke soll nur der erhalten, dem man sie gern gibt. Denn der hat sie verdient, sonst ist's Gruppenzwang... :thumbup:


    PS: Mein Dank waren immer strahlende Kinderaugen o. ihr herzliches Lachen auch noch bei Niederlagen. Ersatzspieler gab's nicht, alle waren Mitspieler!

    könnte der schuß nach hinten losgehen, wenn mann mit dem Finger nur in eine Richtung zeigt.


    Wer so mit'm Zeigefinger andere ins Visier nimmt, auf den selbst zeigen 3 Finger . Nur bemerkt "man" das ja nie! Pauschal sich gegen "keifende Eltern u. Zuschauer" zu ereifern, scheint unter Trainern eben total "in" zu sein - nach dem Motto: alle hören auf mein Kommando? Man stelle sich vor, wer wagte, sich per "Kodex FÜR (witziges Kulissenwort, wo es da nur GEGENeinander geht) keifende Trainer" so zu profilieren: würde das je wo gedruckt, ein Sturm im Wasserglas bräche über den Autor herein... Sieht man da nicht, wie im KiFu Rollen, Interessen, Macht verteilt scheinen? Man sollte Verhältnisse stets so betrachten: wer darf sich was erlauben u. herausnehmen?


    @FB: Tja, ICH schlägt 'Kurzhalten' (contra komplexem Begreifen: damit sich alles von selbst verstehe?) gern vor: meist nur andere betreffend. Heißt auch abkanzeln, q.e.d. ;)


    Ich bin ebenso verwundert, wie hier zum Teil (!), auch sonst oft von "den Eltern", der "Elternschaft", deren Verhalten in der "Mehrheit zu ändern" sei (daher: Abstand - alle Eltern in FAN-zone), anklagend geredet wird... Jeder sieht gern den Dorn im Auge des anderen, aber nie den Balken vorm eigenen Kopf? Ich sehe etliche (merke: nicht "die") Trainer ebenso negativ wie viele Trainer "die Eltern", vor allem da ich mich als beides fühle. So würde ich gern von jedem erwarten, personintern rollendifferenzierter zu denken. Doch was geschieht fast immer auf im trainereigenen Forum sicher schwer verdauliche o. unerwartete Kritik? Es wird 1. am liebsten jede Kritik ignoriert, 2. so getan, als würden pauschal alle Trainer angegriffen (also wie hier von "der Elternschaft die Rede ist), 3. dann persönlich der Kritiker zum Problem, Frusti etc. erklärt, sich über ihn als nur negativen Mensch beschwert, statt sachgerecht darauf einzugehen, Kritik sich mit Respekt begegnend zu entkräften, zu relativieren o. produktiv zu kontern....


    Da würde ich gern deinen letzten Satz für alle fett betonen: permanent eigene Betroffenheit kann Wahrheit nie ersetzen - denn die ergibt sich zwischen vernünftigen Menschen kommunikativ, im für Sache wie menschlichem Gegenüber offenen Dialog. Sonst entstehen 'Blasen'. Der stete, vor allem von Trainer wg. stärkerer Position überm Team (aus Spielern/Kindern wie Eltern) aggressiv geführte Schlagabtausch, das Belehren-wollen auch der Eltern wie eh der Kinder, das einseitige Zurechtweisenwollen (als wäre man ein Umerzieher aller anderen) - zeigt das nicht kommunikativ Defizite im fairen Sich-begegnen wie sportlich geführt freien Wettbewerb - also genau das, was ich so gern an manchen Trainern kritisiere, da eben niemand dies kontrolliert, kontrollieren zu sollen darf? Daher geb ich das Verwundern mal so zurück, also bitte nicht gleich böse reagieren. Ich tue es doch auch nicht, weise nur drauf hin, damit man evtl. mal GEMEINSAM, wenn auch kontrovers (der Streit als Vater aller Dinge im Geiste) weiterkommt bzgl. derer, um die es eigentlich zuerst gehen sollte: den oft wie under friendly fire stehenden Kindern, ihrem Wohl, ihrer sportlich bestmöglichen Entwicklung... ;)


    PS: Zu obigem Fallbeispiel sei noch angefügt, dass solch ein Trainer zB meine, "sein" Team sei besser wie der FC, der in jener KL-Quali scheiterte, m.E. unglücklich, nun nurmehr unter der Lk in der 1. KKL-Staffel spielen mag. Daraufhin schlägt der Vater süffisant ein Testspiel vor, bevor man Lk meldet, um zu sehen, ob es real klappen könne, plus ne Wette um 100 Euro, dass das eigene Team leider deutlich verlieren werde, da es viel weniger Lk-tauglich sei als jene, die wohlweislich ganz runter wollen u. dank dem Traineranspruch nen Dummen gefunden haben, der nun die Schießbude der Lk werden dürfte: was einem Vater für sein Kind natürlich missfällt, zumal dies auch fürs eh quantitativ schwach besetzte Lk-Team der Todesstoß bzgl. kommender C-Jugend sein könnte, ja leider dürfte, denn die Abwerber sitzen bzgl. der Leistungsstärksten längst in den Startlöchern, was jener Trainer auch über jenen Vater genau weiß, worüber er empört jammert, nur: die Spieler, die schon letzte Saison wechseln wollten (von Eltern aber wg. Fahraufwand verboten), wollen eben mehr: leisten, erreichen, Erfolg, daher weg. So ergibt sich natürlich auch für Trainer stets ein Dilemma, das aber einfach per Höhermeldung nicht zu lösen ist, sondern nur mittels qualitativ verbessertem Training, etwa in Anschluss an H.Wein Coerver, Tikitaka u.v.m. Andere Trainer haben eben detaillierte Trainingspläne, damit Anspruch auch Wirklichkeit werde, weshalb der dies früher als Trainer selbst stets sogar kooperativ mit den besseren Trainern zs. praktizierende Vater zB vorschlug, 1. deren Trainings o. Warmmachen vorm Spiel mal genau zu beobachten, dann2. sich wie ein Hospitant (was ja niemand demontiert, der weiß, wo er im objektiven Leistungsvergleich steht) auszutauschen u. 3. alles Bessere im Alltag zu kopieren. Stets seine Unterstützung o. Kontaktknüpfen mit den leistungsstärkeren Trainerkollegen in allem anbietend - alles im DIENST am Team, an den Kids, wozu real leider doch eher wenige bereit scheinen, jedenfalls dort - wobei der Vater die positiven Ausnahmen fast alle persönlich so gut kennt, dass die auch helfen würden... Für solche Trainer (wobei der besagte noch der vereinsintern Zweitbeste inter pares ist) würde man sich dann einen Trainer-Kodex seitens Verein wie Verband wünschen: um reell Leistungsqualität für KiFu da zu sichern, wo die Verantwortlichkeit bzgl. realer Handlungsvollmacht nunmal am höchsten ist! Ist dies zu wünschen denn so verwerflich? Wieso?

    @Chris/Andre: Ich mein ja nie wen persönlich (gönne jedem seine andere Realität gemäß der konstruktivistischen Frage von Watzl.: wie wirklich ist die Wirklichkeit), auch nicht mit dieser Frage: Da ist ein Trainer, dessen Team mit schon unverschämten Glück 2 Staffelspiele gewann (Großchancenverhältnis zB 1:14, aber dank 2 TW-Fehlern beim Gegner 2:1), dann fiel noch ein Konkurrenzspiel ersatzlos aus, so dass man "sensationell" vor denen auf dem 4.Platz landete. Da nun ein Vorletzter der KL-Quali zurück in die KKL, der Trainer des Dritten wohlwissend nicht aufsteigen wollte, war plötzlich der Weg in die Leistungsklasse (Lk) frei u. der Trainer griff zu, erzählte den 11-jährigen von der Riesenchance, dass ihr Verein nach 10 Jahren mal wieder dahin aufsteigen könne, holte sich so ihr Ok geschlossen. Eltern wurden nicht gefragt, vor vollendete Tatsache gestellt. In der Hallenrund aber spielte man in unterer Staffel, wurde nicht mal dort mit dem Team der Stärksten Erster. Das erste Testspiel, nur gegen deutlich unterklassige Teams, verlor man 2:4. Nun empfahl nen Papa dringend auch mit Blick auf die fernere Zukunft H.Wein bzgl. Spielintelligenz zu lesen, die Übungen anzusehen, denn er hatte mir das letzte Training kurz angesehen, nachdem ne dritte Person ihm erzählte, die Kinder stünden im Training ja immer nur rum (ganz so ist's sicher nicht, aber Lk erfordert ja viel) - Reaktion: wenige Worte - ich sei lächerlich, das Unsinn, haltlos. Der Trainer hat keinen Schein, spielt aktuell nicht aktiv Fußball, hat aber etwas Ahnung, zumindest mehr wie sein Kollege; mehr schreibe ich nicht, ist ja nur fiktive Figur... Kriegt man da nicht Riesenfrust, denn die Kinder müssen dann die Klatschen ja verarbeiten...? Und wenn nun hier zB Eltern sich nur raushalten sollen... Mich interessiert nur mal eure Ansicht zu solch fiktivem Beispiel. Danke! :thumbup: