Beiträge von Keller-Kicker

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    Danke. Nein, kaufen wollte ich es für mich: "schwerer" klingt ja erstmal gut, allzu Leichtes gibt's schon genug. Also: alle kaufen, lesen, studieren - bringt's! ;)


    PS: Ich lese gern, schreib aber auch 100 Sachen dazu in Bücher rein, arbeite damit... Das mit nem Hörbuch bezog sich auf andere, weniger "Besessene" - mal eben im Auto CD o. Stick einlegen, so ein wenig Neues erfahren, auch nur Altes wiederholen, es im Kopf auffrischend, falls es wie ein innerer Film beschrieben wäre u. abliefe zB. Wäre das nicht mal was? Nur so eine Idee grad, Videos o.a. Animationen hab ihr ja schon viel im Angebot. Vielleicht aber auch zu aufwändig...

    Der Trainer ist nämlich auch nur Mitglied und hat das gleiche Recht, hier seinem Hobby mit Spaß zu frönen. Ist es kein Spaß mehr, sondern wird zur "Arbeit" sollte sie auch entsprechend bezahlt werden. Wenn der Trainer ordentlich bezahlt wird, darf man dann auch mal Forderungen stellen.


    Da stimme ich dir im Grundsatz voll zu, nur dass die Trainer bei uns eben nicht Mitglieder sind! Daher dürften sie da auch nicht ihrem Hobby frönen: denn dafür sollten ja alle ihre Beiträge entrichten! So! könnte man ihre Tätigkeit nur als Dienstleistung verstehen, oder?


    *Wobei hier ja auch immer alle gleichberechtigt zu fragen wären, soll das Miteinander im gemeinsamen Hobby echt, auf einer Ebene statthaben! Jeder kennt ja sicher Team-Beschwörungen im Berufsleben zu genüge: ihr da unter mir arbeitet bitte mal mehr, damit ich dann mehr Boni verdiene. Wie es unsere obersten Volksvertreter grad wieder allen zahlenden 'Mitgliedern' dieses Gesellschaftsvereins vorführten mit ihrer Diätenerhöhung, wo kleine Leute dank wachsender Öko-Abgaben o.ä. u. stagnierenden Löhnen zum Großteil sogar Lohneinbußen haben! Aus solch Gründen bin ich stets skeptisch, wenn wer mit 'Aufstellungsmacht' kommt, meint: he, wir sind doch ein Team - "Realsozialismus" mit seinen Mauern nach oben o. ne Bankenrettung mit der Logik 'mitgefangen, mit gehangen' etc. lässt da oft grüßen ;)

    Trainer organisieren das Team und das, was dazu gehört(Training, Spiele usw.).


    Schön, wie's 'zur Sache' geht. Theoret. Ausflug: Der (Hobby- vs Berufs-)Trainer, das ist: Funktion, Rolle, Person, Mitmensch - sowohl in äußeren wie inneren Selbst- bzw. Eigen- als auch Fremdbildern... Es ist nicht immer leicht in bloßen Worten zu ver-stehen, was bei jedem einzeln gerade zur Sprache kommt, kommen soll... Die Intentionen des je anderen stecken eh in ihm drin, sind nicht wirklich zu verstehen, bestenfalls zu erahnen. All dies macht Kommunikation dann echt schwierig, daher ist es so wichtig, zumindest mal 100% sachlich zu bleiben statt persönlich werdend andere als Mitmensch attackieren zu wollen, meist um sich in der Sache, etwa seinem Eigenbild von einer bloßen Rolle als imaginierter Identität, nicht bewegen zu müssen. Dies ist so verführerisch, da Menschen oft in Body + mind Bewegungsmuffel sind, grad deshalb ja Trainer be-nötigen! Nur wenigen gelingt somit sog. Selbst-Training o. gar -Coaching. Im Team erscheint dies fast unmöglich, es gibt stets zu viel Reiberei, Konflikte, (fremd-)kritische Sichtweisen etc. Dennoch: Wissenschaftler preisen heute gern die sog. "Selbst-Organisation" auch von Teams, so grad entstünde reell ihr Geist, eine ihm eigene statt nur von einem Kopf systematisch verordnete Dynamik (wenn auch gemäß Chaostheorie, nie straight on) usw. Dann würde kein Trainer mehr Teamplay organisieren können, sich dies nur einbilden u. in Wahrheit seine Selbstorganisation nur moderieren, ein wenig als Teil im Ganzen animieren, also mitwirken vielleicht auch wie ein Kopf, der aber ist nur Teil eines größeren Nervensystems im Organismus als ganzen, welcher sich wiederum als Teil in seiner Welt ex-zentrisch positionalisiert verstehen sollte...


    Als Mitmensch erleb auch ich den neuen Hobbytrainerjob als ganz schönen Druck o. das 'Trainingsfaule' in Spielern, ohne die es doch nicht geht: da wollt ich zB im Winter mal Trainings im Bunte-Liga-Team wie bei wenigen anderen organisieren, bot nen Termin in ner Halle für alle an, für Private kaum zu bekommen, aber nur 3 lassen sich blicken. Man ging zT lieber in Grüppchen wie traditionell ins sog. Soccerlands o. Vereinstraining, bezahlt dafür je Termin zwischen 5 u. 8 Euro. Ok, muss man schlucken. Dann das 1. Testspiel gegen ne andere BL-Truppe zu deren Trainingszeit. Doch der Ex-Trainer, nun nurmehr Spieler, schreibt daraufhin, der Platz sei gesperrt, der Trainer der anderen Truppe sei ein Spakken, er wolle keinen Ärger u. wir würden da nicht spielen - keiner meldete sich dann an. Hhm, da schluckt man nicht schlecht, wünscht sich doch mitunter die netten Vereinsverhältnisse, wo der Trainer pfeift u. alle antanzen (müssen). Das Amt gleich wieder niederlegen, oder mich fragen, was/wo ich da wohl falsch gemacht/gedacht hab? Das Team war nur Achter, Training war nie üblich, z.T. spielte man nur zu zehnt, da zu wenig Leute kamen, daher hörte der Trainer auch auf... Mich als Person kennt noch kaum wer richtig, nun ist es das, mein Ziel, dank mentalem Teamcoaching Meister zu werden (da ich es mit anderen Teams 2mal war), für mehr innere Ordnung zu sorgen, von Selbst-Disziplin wage ich erstmal kaum zu reden, da intern bis auf die 3 Erfolgsteams (die jedes Jahr um den Titel spielen) unüblich.


    So gesehen versteh ich TRPietro's Ansatz also nur zu gut. Das hat aber nichts mit meiner Einordnung des Trainers ins Teamplay zu tun: dass er sich, nicht das Team ihm unterordnen solle, funktionell. Das Zwischen-Menschliche ist von ihm trotz gewissen Machtstatus gemäß Organisieren inkl. Team-Aufstellen zu tolerieren, muss sich eben frei entwickeln, entweder er entfaltet produktiv eigene Autorität o. nicht. Aber er sollte nie die interaktiven Momentum stören, sonst beschädigt er Teamgeist u. -Play, meist nachhaltig, so meine 'synergetische' MTC-Überzeugung. Da denkt das System allzu einfach, mechanistisch, zumindest in unterklassigen Vereinen. In der Bundesliga ist man längst dort angekommen, dass Fußball "Kopfsache" sei, wobei ich mich z.B. grad anlässlich seiner Olympia-Beiträge an Prof. Hermann wandte: Herzenssache träfe es besser, denn beim Herzen weiß jeder sofort: nicht das physisch-materielle Organ des Herzens ist hier gemeint, vielmehr ein "geistseelisches". Die Kopfsache aber wird allzu schnell aufs die sog. Psyche bzw. gar das Gehirm verkürzt, dh individualisiert, so dass grad das teamspezifische Momentum untern Tisch fällt... Dies näherhin zu verstehen, zu beackern, davon ist man auch in der Bundesliga oft weit entfernt, nur z.Z. noch nicht offen genug, mehr zuzulassen, da dies unseriös erscheint, Es ist aber nur logische Ergänzung, inwieweit der Mensch nie völlig in sich ruhen kann o. selbst schon "ein Ganzes" ist, s.o.


    Hier setzt dann MTC erst ein, um dies Vergessen-Verdrängte, wo rationalisitisch nur eine Lückenhaftigkeit vermutet wird, mehr zu kultivieren, allen modernistisch individualsubjektiven Widerständen im Einzelnen als scheinbar souveräner, in Wahrheit aber stets gar nicht so (selbst-)mächtiger Ichheit zum Trotz. Da wäre zB Nietzsche's auf übermenschlich Einzelne zielende 'Trainingslehre' beachtenswert, ausgangs von "Das Elend der mühsam lebenden Masse muss noch gesteigert werden, um einer Anzahl olympischer Menschen die Produktion... zu ermöglichen... Die Schwachen u. Missratenen sollen zu Grunde gehen: erster Satz unserer Menschenliebe" (NF/Der Antichrist), gemeint: das innere Elend soll Not werden, die jenes in jedem selbst produktiv wenden ließe. Olympia aber ist nichts für jeden, für die Masse bleibt nur der Zuschauerrang hinter der Kamera (als dem neuen Auge des Herrn), aktiv davor, aufm Platz sind nur im "Grunde" nur wenige... Nun fragt sich, inwiefern man dann allen, schon Kindern solch Prinzip vermitteln o. lieber einen auf allgemeine Bespaßung machen sollte, da die Masse eh nie zu verändern sei, Sport in seiner Spitze relational menschenleer bleibt. Wem es nun aber charismatisch gelänge, Nietzsche's 1. Vor-"Satz" seinem Team zu vermitteln, der könnte jeden darin sich als Star seiner Existenz sich er-leben, so in einer 'bewegenden' Selbstvision wahrhafter statt nur ans Vergängliche gekettet eksistieren, sich authentischer be-geistern lassen, vielleicht. Daher baue ich alles Trainieren als Coachen auf Nietzsche auf nach dem Motto: wenn schon scheitern, dann im Großen (als gleichwohl Unganzen), nicht nur im Kleinen. Wer so (zu) "schwere Kost" von kleinauf denkt, mag dies hassen o. missverstehen, man müsste schon ins Blaue hinein, voll ins Risiko springen! So blieb der verrückte alte Nietzsche ja desöfteren unverstanden, grad bei denen, die ihm Schrecken verbreiten wollend allzu verständnissinnig zu folgen nur vorgaben o. vermeinten... ;)


    PS: Koeppchen, vielen Dank, wie vorsichtig du im Verstehen-meinen bist. Von anderen "etwas" fordern will ich gar nichts, Philosophen wollen nur einen Spalt im Vorhang sich öffnen lassen, damit sich ihnen so Einsicht ins Tiefere dahinter biete, wo unsere Motivationen verwurzelt sein könnten. Sie bilden sich nie ein, psychoanalytisch bzw. 'sportpsychologisch' in wen fix hineinschauen zu können, alles Zwischenmenschliche bleibt an spekulatives Sich-Auseinandersetzen rückverwiesen, dh fürs Fragen offen u. man sich jeder Meinung vor zu ent-halten... So "ver-stehst" du, was von einem allein her nicht zu verstehen ist: vor-sichtig - das ist á la bonheur. Diese Einstellung im Umgang mit seinem Team wäre m.E. sonach genau vorbildlich. Der schwächere Spieler ist, wenn er eigenmotiviert ist, auf lange Sicht meist der bessere als der ihm heute noch überlegen erscheinende; daher wäre eher jener denn dieser zu fördern - ohne dass man die letzte Wahrheit wen persönlich betreffend jemals sichten könne. Dies zu wollen, ad hoc können zu meinen, wäre vermessen, denn das, was man "als" sichtbar begriffen hat, ist - eben nur eine eigene "Vision" - wie Team o. Verein im Großen als Ganzen. Letzterem wirklich nachzuforschen aber wäre für jeden einzeln viel zu schwere Kost, wie die Klitschko-Brüder mal kontrastreich Knoppers o. so bewarben. Der Idealtrainer wüsste all dies Schwere auf sich, vom Team weg in sich zu nehmen, jeden von seinen innersten Ängsten zu befreien, so dass er frei aufzuspielen, das Olympische in sich selbst zu erleben lerne...

    Karl: bitte erst genauer lesen, differenzieren, dann (ab)urteilen! Hackl jammert nicht, ich auch nicht nur. TRP tat es mal, eingangs, bekennend, und das ist ehrlich, gut so! Es ging hier darum, wer die Regel bestimmt, das Miteinander(Team) o. Einer (Trainer)! Ist das so schwer zu verstehen, wenn man sich zu den Einen zählt? Dann ist's sinnlos, sich mit solch Thesen in die Höhle des Löwen zu wagen... Sportsgeist erfordert, im Wettstreit nicht schnell zu wanken, ihn mit langem Atem durchzuziehen statt schnell aufzugeben, sich vor anderen, der Menge der Wettstreiter zu verbeugen. Und: Wer wahrhaft den Sieg avisieren will, kann oft nicht auf viel Mitstreiter aus sein, höchstens innerhalb seines Teams. Sonst ist der Zweite erster Verlierer. Soll man dies Wissen Kindern o. Hobbykickern völlig vorenthalten, wertet man sie so nicht ab? Ob man in diesem Wissen vorschnell alles einem überlassen soll, muss, kann, das ist meine Kernfrage modernen Fußballs als Teamplays. Was ist im Profisport "normal"? Trainer sind für Spieler u. Team da, nie umgekehrt: Dienstleister! Natürlich dafür auch gut bezahlt. Doch wieso soll im Hobbysport alles so völlig anders laufen? Nur weil es kein Geld gibt, reicht das etwa als guter Grund hin? Wohin? Wärst du gründlicher, wüßtest du auch, dass ich viel aufbaute, es nur von eifersüchtigen Vereinskollegen* zerstört wurde, dass es Bunte Ligen gibt, ich dort Trainer eines Teams bin, hab ich schon x-mal geschrieben, s.o.!!!
    Danke, ich zieh mich erstmal raus, bringt so nicht weiter. Wenn du mal ganz ehrlich bist: man will doch lieber unter sich bleiben, keine Störung im 'Betriebsfrieden' durch wen, der Trainer kritischer (als sie selbst sich sehen) sieht. Obwohl oben ja genau daher um Antwort gebeten wurde, da der Druck auf Hobbytrainer immer höher werde - von Leuten wie mir, Vereinen, Teams - oder wem auch immer? Will man wissen, wieso, müsste man auch mal denen zuhören wollen, die diesen ja angeblich verursachen, nicht nur ins Leere klagen, oder? Sonst läuft's ja nur auf Status quo, Jammern, Minus-Kommunikation hinaus... Und wehe jedem, der anzuzweifeln wage, alles sei nur zum "Wohl einer Gemeinschaft"! Warum wurde nochmal die Mauer gebaut, man war doch so selbstlos in allem!? Oder seh ich das so falsch? Entschuldige bitte, wenn ich da etwas spotte... ;)


    *Da war ich damals auch Trainer, aber dass wir oft nebenbei per Initiative wilder KiFus zu Werder-Turnieren fuhren, ertrugen sie nicht, denn sie waren dort bis heute nie, mussten ihre Inaktivtät auf mich als Feind u. Schuld projizieren; das erste Werder-Camp aber buchten sie dann gern dank meiner Vermittlung, kamen damit auch ins TV, feierten: sich! Kann ich gern alles belegen, aber nur per PM, nicht öffentlich - Verfolgungswahn... :thumbup:


    Noch ein PS, kann's ja nicht lassen, da TT nen kleinen Suchtfaktor hat, jeder Mensch, auch ich soo gern Recht haben will: "Es kann einer Gesellschaft nur guttun, wenn ...da einer ist, der nervt und quengelt und die Ruhe des vermeintlichen Einverständnisses stört, der mit den Zähnen knirscht und Anstoß nimmt, Anstoß erregt" von A. Kissler (in: CICERO; Autor u.a. von "Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet"). Dass wir alle Trainer be-nötigen, mich inkl., das schrieb ich übrigens auch oben. Nur warum, wie, wer - das sin so offene Fragen.

    TRPietro: Bitte entschuldige, wir haben deinen Thread ein wenig off topic gekapert! Aber es zeichnete Hackl für mich als großartig aus, NICHT sich nun groß feiern zu lassen, wo alle Sieger seine Schlitten als 1.Erfolgsfaktor angaben, sondern lästig, nervig, unbeugbar als penetranter Mahner den Finger in die Wunde zu legen, so Unbeliebtheit bei denen oben zu riskieren! Daher mein Hinweis aufs für mich unmissverständliche Interview, da fühl ich mich ihm im Herzen verbunden. Echt vor-werfendes Fragen eröffnet den Blick, lässt die vorher einseitig reale Welt mit anderen Augen sehen, plötzlich, nicht mehr so in allem klar, vielmehr dunkel - und dies ist für mich eine positive Auszeichnung, kein Mangel, wie guenter es mir sagte. Man muss nachts ins Finstre sich wagen, wo alle nur nach innen strahlenden Ungeheuer sich schwarz kleiden. Man muss sich mitten in den tiefsten Sumpf begeben, viel (mit Kids) leiden u. sich vergebens abstrampeln, zugrunde gehend, vorher kann man sich gar nicht wirklich aus ihm herausziehen, verstehen, wie schwer dies ist o. blieb wohl ein Lügenbaron wie Münchhausen. Bei ihm stellt sich alles ganz einfach u. leicht dar, mit ihm als Heldenfigur, die doch nur der Fantasie entsprang, aber: gern hört man da zu, schwelgt im guten Schein dieses in sich ruhend großen Redenschwingers, dem ein Hackl so wenig gleicht... - Ob konkret das, was er auf seine den Wintersport im Interesse habenden Trainerakademie lernte, bloß fehlgeleitete Quantensprungsfantasie ist, will ich mit Blick auf den Fußball lieber gar nicht beurteilen, da es per üblichem Talent-Diskurs wieder nur ablenken dürfte...


    Deine Fragen sind durchaus wegweisend, absolut, aber man kann sie auch in sich umkehren: warum gehen so viele nem Hobby nach, das so wenig Spaß, soviel Druck (Unterdrückung???) bringen soll? Was reizt da, wo wäre da doch ein vielleicht unbewusster Nutzen versteckt usw.? Motiverforschung ist stets aufschlussreich. Am interessantesten war aber ne Selbstbezeichnung als Kommunikationskiller, wenn auch evtl. ungewollt, von mir bedeutsam in meinem Sinne interpretierend missbraucht... ;)

    ...dein Masse-Zitat war ne Frage: von SPORT1, nicht von G.Hackl! Gar nicht bemerkt? Alles Lavieren, Rumwinden bringt ja Null: wer keine Klasse (=Qualität) will/sucht, fördert nurmehr Masse (=Quantität), spielt beide gegeneinander, bremst lern- u. leistungsstärkere Kids pro Gleichmacherei aus. Und genau dahin geht faktisch ja die gesellschaftliche Tendenz, das ist Mode, ohne dass damit real irgendwem geholfen würde: denn jene "Masse" will, braucht, sucht eben Stärkere als Vorbilder, sonst gäbe es all den Sieger- u. Starkult ja logischerweise gar nie, dem die kleinen Leute so manisch anhängen. - Man sollte seinen Trainer-Job schon von Grund auf, zB dem 'Trägheits-, beschönigender: Stehvermögen' der Menschen her richtig verstehen wollen! Wo soviel guter Wille nicht da ist, wird man nie ein guter Trainer, Lehrer, Betreuer. Kraft Amt, Posten aber kann ja jeder auch ohnedies grad im KiFu als Trainer über lange, sich Kids einprägende, als (bzw. per Gruppen-)Zwang (vs Eigen-Dynamik im Geiste von Teamplay wie individuell gestatteter Freiheit, ihrer inner balance) auferlegende Jahre dillettieren, also: wozu? Man muss nur bereit sein, kein reelles Honorar bekommen u. nie die sog. Führung kritisch betrachten zu wollen, und alles läuft wie geschmiert, unter-einander. Wer den Preis, die Zeche dafür zu bezahlen hat, dem nur darf hier keiner nachfragen, der ist dann der Feind des Ganzen, dieser organisierten Mehrheit der Erwachsenen...


    PS: Wäre ein G.Hackl als Mitstreiter im Geiste u. Fürsprecher in der Sache nicht 100mal wahrhaftiger als 100 xyz Redenschwinger, die nur sich selbst in irgendeiner Position über andere darstellen wollen...? Leider wird auch auf G.Hackl kaum wer ernsthaft hören wollen, außer jenen, die es eh schon 'besser wussten' als all die, die den Niedergang im Lande politisch zu verantworten hätten. Denn wir alle leben nurmehr wie in einem Schneeballsystem von "Schein-Blüten" der Politiker u. Banken, in der am Ende tödlichen Schulden-Blase, für die man stets neue Invest-Felder sucht, mit irren Geldsummen im Fußball herumwerfend, ihn so völlig verderbend, allem glanzvollen Aufpolieren nach außen u. 'Boom' zum Trotz. Er ist im Grunde ne Blase! Wie neuerdings gar Kunstwährungen á la Bitcoins - alles nur, um die (sozialökologische) wachsende Pleite des 'Globus' zu kaschieren. Und wir streiten nur über Vereine, sehen gar nicht, was uns alsbald drohen dürfte, ja muss? Na ja, davon will man halt lieber nichts wissen, solange man den Kopf in den Sand stecken kann, ohne selbst dran zu ersticken... Egal, das politische Versagen liegt eben darin begründet, dass der Einzelne gar nichts ist u. nur sich selbst bewegen u. verändern, so in toto u. Praxis nie was Größeres bewirken o. verwirklichen kann, nurmehr das, was von Herdentrieb, (gegen alles Bessere per se) 'kritischer' Masse unterlegt wird, als richtige Politik gelten darf... Das hab ich zB bitter erfahren müssen, daher bin ich so resignativ: aus Praxis erwachsen, nicht Theorie o. im Elfenbeinturm, in dem ich evtl. lieber mich verkrochen hätte, damit alle - Erwachsenen - Ruhe vorm Sturm genießen hätten können!!! In Kinderpornoringen gib's übrigens auch intern stets ne "Mehrheit", wie überall, wo "man" sich organsiert - mit Recht u. Wahrheit hat dies aber nie etwas zu tun, viel eher mit geisteskranken Zuständen in uns Menschen, oder?


    Und natürlich sind Kinder heute gezwungen, im Verein unter Trainern Fußball zu spielen: da es anderswo keinen Fussi mehr gibt u. jede Initiative pro Alternative vom System erdrückt wird, so sie nicht devot als bloße Ergänzung auf Schmusekurs geht (wie Fußballferienschulen zB) wie ich am eigenen Leibe ja x-mal erfuhr: Mitstreiter hatte ich dabei ganz viele, unter Kindern, ich kann dir Bilder dazu zuschicken: von ihren strahlenden Augen wg. Erlebnissen, die sie im Verein nie hatten, zB unser internes Weihnachtsturnier bei Werder, nur die "Coolen Kidz" mit den 3 Jg-Werder-Teams. Das kostete natürlich sehr viel Engagement, Werder von der Initiative zu überzeugen etc. Und dann machten die Vereinstrainer im Dorf aus Eifersucht per rigiden Teilnahmeverboten u. Strafandrohungen via einknickenden Eltern allem den Garaus - so sah das in der Realität mit freiem Fußball für Kinder aus, nur massive Destruktivität, leider, leider! Und als ich dies öffentlich machen wollte: Anwaltsschreiben, Drohen mit dem Staatsanwalt zwecks Maulkorb, ich fühlte mich wie in Nordkorea... Du erahnst nicht mal, was da los war: da ein paar Kinder als Abtrünnige mal woanders als im Verein zu spielen wagten - so wichtig war den Erwachsenen vor Ort ihre Macht über den KiFu als ihr Revier, ihren Besitzstand! Dein Saarland ist leider für mich ganz, ganz weit weg. Gib mir deine Adresse, schick dir alles gern mal vertraulich zu, wo du es nicht glaubst! Aber hier sollte ich mich besser rausziehen, hatte andre schon Recht: es wühlt zu sehr in diesen alten Wunden! Im übrigen: ich hatte ja grad geschrieben, wieso Trainer not-wendig seien, in Anschluss zB an Vagabund oben: reell lern- u. leistungswillig, intrinsisch motiviert sind heute immer weniger Leute, zumal Kinder. Man braucht den Tritt in den Hintern, obwohl der eigentlich schlecht, despektierlich abstrafend/-wertend ist. Daher ist positive Motivation die 1. Coaching-Aufgabe, Technik, Physis, Taktik: Training i.e.S. folgt nurmehr nach...
    Noch nie wollte ne subjektiv sich zusammenfindende Menge die Wahrheit gern hören, ertragen, schon der erste nachfragend Lästige, Sokrates, wurde zum Todesgiftbecher verurteilt, aber : warum ist dem so, grad bzgl. dem Vereinsproblem, positiver Motivation für Kinder etc.? Worum geht's dabei, um wessen u. welches Interesse, wer profitiert am Ende von den aktuellen Zuständen - in Wahrheit? Diese Fragen wären erkenntnisleitend, müsste nur das Interesse an ihnen zunehmen - meine ich....


    Noch ein kleines, aktuelles Beispiel von ganz vielen: jetzt, wo es im Team meines Ältesten eng wird, dank der Trainer 3 Spieler gingen, ausgeschlossen wurden oä, verkünden sie plötzlich, dass sie im Sommer (solange sind ja noch alle vereinsgebunden) aufhören. Drüber miteinander geredet wurde vorher Null, aber gleich ein Nachfolger fix benannt, der schon als Co. einsteigt, kein 20 Jahre alt, gar kein tauglicher Fußballer (in seinen Teams stets von Trainern ausrangiert, daher u.U. sein Motiv, nunmal den Trainer machen zu wollen?), wohl auch unwissend bzgl. der realen Lage... So macht "man" Politik in Vereinen, typisch: die Betroffenen sind die Letzten, die es erfahren, mitbestimmen dürften. Am Ende kann man sagen: der Neue hat's leider kaputt gemacht - und man selbst "will" nun noch mal eben in ner unteren Staffel Meister werden, zum Abschied. Dafür wurde extra mit Macht durchgedrückt, dass wir - völlig unüblich - nach der Staffeleinteilung noch in eine tiefere Staffel einklassiert wurde - dolles Spiel, doller Sport, dolle Pädagogik, dolles Engagement im Ehrenamt... Ich sage das nicht privat verbittert, denn unser Sohn ist schon bei höherklassigen Teams begehrt, kann so in viele Richtungen hin wechseln. Mir könnte es nur Recht sein, je mieser es abläuft, desto eher wechselt er zum besseren Verein; aber für die anderen, schwächeren Kinder ist's bitter... Denen wollte ich schon länger helfen, auch, damit unser Sohn in seinem geliebten Team mehr Jungs zwecks höherer Spielkultur fände statt wechseln zu müssen, das Team seiner Freunde an ihm als Vorbild wachse... Ich dürfte es nie, dank trainerseitiger Konkurrenzdenke unter Erwachsenen, da man wusste, dass meine Hilfe bei den Jungs prima angekommen wäre, ich besser dagestanden hätte als die Trainer, mich die Jungs selbst z.T. schon drum gebeten hatten! - Eifersucht, Neid u. andere niedere Ressentiments, die blühen in Vereinen wild aus dem Kraut, werden gar gehätschelt, untereinander, leider für die Kinder, die nun bald ihr Team mal wieder einbüßen werden müssen, da nun schon etliche sich umschauen, auf dem Sprung sind...)

    guenter: das ist doch witzlos u. müßig, aber typisch - du greifst ein Wort willkürhaft fett heraus, hast dir aber gar nicht die Mühe gemacht, das Ganze gelesen u. nun muss ich diese Arbeit für dich machen, nachliefern, statt dass wir auf einem Niveau diskutieren könnten: "Die wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen vor. Es ist erwiesen, dass sich die Kinder in Verbindung mit Bewegung für ihren gesamten Lebensweg viel besser entwickeln. Stattdessen kommen heutzutage Kinder in die Schulen, die bereits im Schuleintrittsalter übergewichtig, koordinations- und bewegungsverarmt sind. Da muss man einfach eingreifen. SPORT1: Und eine Masse an sportbegeisterten Kindern schafft dann automatisch Klasse? Hackl: Das ist nicht nur meine Meinung. Dieses Wissen habe ich mir an der Trainerakademie angeeignet..." Dies ist auch nur ein kleines Interview. Man darf wohl davon ausgehen, dass ein so gründlich arbeitender, nie nur träge jammernder Mensch wie Hackl (mit dessen Schlitten alle nur Gold holten, nicht nur einer) schon genug wiss. Hintergründe im Kopf hat, oder? Will niemand aufwachen, sich in Kritik einbeziehen, hart an sich zu arbeiten beginnen, Problemen auf ihren Wurzelgrund gehen, dann geht das Vereinssterben munter weiter, selbst wenn der Tropf öffentlichen Sponsorings per Politik uä immer größer würde, an dem sie hängen...


    PS: Warum sind unter Menschen wohl überhaupt Trainer not-wendig, es könnten doch alle für sich allein trainieren, wenn wir Menschen per se u. in der Menge zumal nur so gut statt meist zu träge wären: zum Trainieren, Lernen, Zuverlässigsein, Denken, Lesen..., oder? ;)

    Druck macht man sich doch vor allem selbst, etwa, weil man ein bloßes Hobby zu ernst nimmt. Ich habe im Leben nur wenige Jahre in Vereinen gespielt, es war mir einfach zu blöd, dass da irgendein meist selbsternannter Trainer für alle bestimmt, eine Stunde o. mehr vor dem Spiel antanzen zu müssen, da es ihm so passte, er dann seine megawichtige Aufstellung planen könne etc. Dafür hatte ich weder Nerv noch Zeit wie er. In der Bunten Liga hingegen gab's keine wirklichen Trainer, d.h. die, die dies von sich behaupteten zu sein, man stellte das Team irgendwie zusammen auf, Unzufriedene äußerten sich direkt, dürften dies u. es passte immer irgendwie: Kommunikation miteinander, hier war sie reell, nicht gespielt u. gestelzt wie im Verein, dessen Struktur eigentlich völlig überkommen, rückständig ist. Warum gibt es dann aber noch Vereine? Weil ihnen de facto in Deutschland fast überall, von Jugend auf, monopolartig "der Fußball" gehört, sie alle z.T. früher freien Plätze mittels ihrer systemisch zusammengeballten Lobby besetzen, nichts mehr für echte 'Alternativen für Deutschland' übrig bleibt?


    Freie "Fußballschulen", ja, das wäre was, leider in Opposition zum System Fußball, also etwa mit eigener Teilnahme am Spielbetrieb, völlig unrealistisch, fürchte ich. Freien Wettbewerb u. Waffengleichheit kann es eben gar nicht geben, wenn Vereine fast alles: Plätze, Hallen, Gebäude, Steuerbefreiung, Infrastruktur u.a. aus öffentlicher Hand zugeschustert bekommen, wogegen solch freie Verbindung dies eigens finanzieren müssten, oder? Und dann arbeiten dort noch Trainer fast kostenfrei, nehmen dies als "Hobby" wahr, so dass Dumpingpreise (die paar Euro Beiträge) als völlig normal erachtet werden: wogegen in einer "Schule" (á la Musik, Kunst, Nachhilfe) professionellere Arbeit ja regulär honoriert werden müsste Weitere Probleme wie Disziplinierungen der "Kunden" wurden zudem noch angesprochen- wie sollte das klappen?


    Wenn Du das aber oberlehrerhaft angehst, wirst Du meistens auf Granit beißen.


    Warum aber ist das so? Ein Psychotherapeut zB hat Null Problem, zur Supervision zu gehen, nicht nur, weil dies vorgeschrieben ist, da er eben (professionell) in sensiblen Phasen andere so unterlegene Menschen (wie es Kinder per se sind) mit gewisser Macht über sie betreut. Oberlehrer wie Besserwisser wurden im deutschen Sprachgebiet völlig zu Unrecht zur persona non grata erklärt: da man sich nichts mehr sagen lassen will von denen, die evtl. gebildeter o. fortschrittlicher im Denken wären? Oft nur, weil er dies nicht verbergen weiß, man sie nicht sofort versteht, will man oft nicht mit ihnen kommunizieren, grad in Vereinen, wo man sich oft wie in ner Maurerfirma fühlt: wieso? Lieber Ober-Fußballlehrer zB als Obrigkeiten, falls denen jede selbstkritische Kompetenz abgeht, sie sich nur dank uralter Seilschaften aufm Posten erhalten - find ich. Vereine bräuchten dringendst nicht mal nur eine Reform, sondern eine Revolution, sonst sterben sie weiter, ich mein: völlig zurecht, sorry an alle, die auf ihren Verein schwören! Die besten, stärksten, erfolgreichsten aber sind schon längst kein "Verein" mehr, sondern sich in freiem Wettbewerb behauptende Clubs, Firmen, AGs etc., kokettieren nurmehr mit dem, was einst mal Verein war, damit die sog. Fans nicht bemerken, um was es heute letztlich vor allem geht, jenen oben ihre Ware Fußball weiter im Gesamtpaket fraglos abkaufen: obwohl (r)echte "Begeisterung u. Freude immer kleiner" wird ;)


    PS: Das sport1-Interview von G.Hackl ist vllt auch für Fußballer lesenswert (etwa im Plädoyer für bessere Basisförderung, anfangend: "bei der Rekrutierung und Auswahl des Nachwuchses. Sportliche Leistung lässt sich nur vom frühen Kindesalter an entwickeln. Das geht schon in den Schulen, vielmehr schon in den Kindergärten los. Mit mir sind viele Sportler groß geworden, die nie oben angekommen sind. Aber die haben durch den Sport einen sehr viel positiveren Lebensweg genommen. Sie haben gelernt, leistungsorientiert zu handeln, teamfähig zu sein, Niederlagen zu verarbeiten. Das sind Tugenden, die man sich schon im frühesten Kindesalter aneignen kann" - und muss nach dem Motto <Was Hänschen nicht lernt...>! Es geht um das sich frühkindlich Einprägende: darf ich wer, stark, selbstbestimmt sein - oder nicht? Meist darf, soll, kann Kind nicht! "Und da sehe ich bei uns in Deutschland ganz, ganz große Defizite. SPORT1: Unsere Gesellschaft ist sich dessen nicht bewusst? Hackl: Genau. Es gibt weder ein gesellschaftliches, noch ein politisches Bewusstsein dafür. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen vor..." So sparen wir uns an Kindern zu Tode.)

    Es ist sehr schwarz und ich schreibe hier sehr zynisch. Ich weiss... bin manchmal ein richtiger Kommunikationskiller.


    Nein, interessant. Die Frage ist immer nur, ob der, wer (in Nabelschau) austeilt, auch einstecken kann. Meine Erfahrung damit: Trainer reagieren oft sehr empfindlich bzgl. allem, was sie selbst betrifft. Dann wird ganz schnell der große Max rausgekehrt, der seine Macht demonstriert, Kritik an seiner Rollenverständnis, gar seiner Person u. das heißt: Kommunikation miteinander abblockt. So geht dann das Gerede hinter seinem Rücken los, z.T. auch Intrigieren unter- wie gegeneinander, der Trainer verhärtet noch mehr in sich, seiner Position über allen anderen. Trainersein wird zu einer Art Ich-Krankheit, d.h. teamfeindlich, doch bemerkt man dies gar nicht mehr, ist dafür schon zu unerreichbar u. zu abgehoben, das Schwarze wird dabei in einer seiner selbst unbewusst zynischen Vernunft auf alle anderen projiziert, sie werden in einem Weltbild zentralistisch aufgestellt u. nur der Trainer selbst ist sich ein weißer (blinder?) Fleck - "Ich weiß...bin manchmal ein richtiger Kommunikationskiller". Doch gilt heute nicht ÜBERALL zuerst: ich bin ich. Wieso sollte mein kleine "ich" da ne Ausnahme sein? Da ich für Teamplay u. -geist zuständig bin, verantwortlich sein soll? Zuviel der Ehre, dies vermag heute doch kein in diese dunkle Zeit geborener Mensch mehr? Einsicht ist daher auch kein reeller Wer zur Besserung mehr, denn der Bessere gilt überall auch nur als Feind statt Freund, Konkurrenzdenke allenthalben. Also kann man sich als Einzelner nur auf eine Suche begeben, unter all dem, dem Mangel an reellem Mit(einander)sein leiden, mehr nicht: in sich zeitlebens zu Tode erkrankt, erst Recht, wo jemand draußen bleiben muss, nicht aufm Feld, nur in seinem Kopf mitspielen darf, zum Trainersein verurteilt, ohne recht zu verstehen warum? Denn diese Gründe und damit echt lebendige Kommunikation - die Schlüssel zum Erfolg wäre - sind u. bleiben in aller Regel in uns verborgen...


    ICH, der Trainer, der Kommunikationskiller - ein vielleicht nur en passant getroffenes Wort, aber tiefer wahr, als man denkt? Doch kann man sich auch zurufen: es geht auch anders, wenn ich es ganz tief drinnen, wenn ich mich, dies große ICH abschaffen will - wäre dies die post-moderne Challenge, der letzte Anspruch meines Trainer-Selbst an mich als Trainer? Dies als Wahrheit ohne Anspruch darauf, ein Versuch, irgendwie näher zu verstehen, was eigentlich los ist, in dieser Welt wie diesem Fußball als oft für uns zwanghafter Leidenschaft, die uns gefangen nimmt, halb widerwillig, halb enthusiastisch. Spielen wir mal etwas verrückt: böse vs heile Welt, denn heute ist immer alles drin und sogar noch etwas mehr drin, sobald wir nicht nur ab-zielen auf uns selbst als ich, als Trainer, vielmehr ein Teamganzes erfassen möchten, in seinem Geiste, was wir doch nie vermögen, nie verstehen könnten, nur im Ergebnis sehen: im so faszinierenden Siegertyp oder gar Siegerteam. Mit diesem meine ich nicht ein zusammengekauftes Star-Ensemble, nein, das ist zu leicht: ein Team als Star, von dem man als Trainer so gern redet, um dann doch im Zwang des Abzielens Kommunikation, communio zu killen, uns selbst im Wege stehend - was sagst du dazu, was sagt das DU uns dabei, das Teamganze? Wie lebt, zeigt, wehrt es sich unterm Diktat seines Killers als seinem Verhängnis? Mal diese Frage als Wort zum Morgen, das aufwecken könnte, was in gängiger Geisterbeschwörung dunkel ungeboren noch lebt, wenn auch allzu oft in seiner Wahrheit verhütet, alsbald abgetrieben....


    Sorry, Erfolg vom Schlüssel her visionieren - wer Fußballphilosophieren nicht mag, der sollte diese Morgenandacht überspringen, ich wollte nur jenes für mich wegweisende Wort von TRP mal in einem Wider- o. Un-Sinne aufgreifen, so aus Spaß am Nachdenklichen als interaktivem Kommunikator in spe.... ;)

    mit Ignoranz gestraft


    Das ist so eine subjektive Empfindung! Du gibst scheinbar keine klaren Regeln vor, erscheinst dann unsicher, das merkt man dann, will dich zu eigenen Gunsten beeinflussen u. du nimmst es dir zu Herzen. Trainer müssen Konsequenz zeigen, ne Linie, nicht wacklige Gefühle: jede Aufstellungen ruft Protest derer hervor, die zu kurz gekommen scheinen. Die Starken meinen, sie sollten durch spielen, Schwächere wollen alle gleich viel berücksichtigt, Rotation sehen: man kann dies zB auch die Spieler selbst ausdiskutieren lassen, danach bei jedem Einzelnen nachhören, ob o. wie zufrieden er mit dem Ergebnis ist - der demokratisch lange Weg, oder man verkündet einfach autoritär. ZB dass zum Turnier 10 mitkommen, nach Anmeldeeingang, dann die 3xAbwehr u. TW durchspielt, die freier spielen könnende 3xOffensive wechselt. Wenn sich dann alle um die Abwehr reissen, muss man wieder entscheiden: bleibt's bei den Positionen o. Rotieren? Morgen ist auch noch ein Tag, Beschwerden bitte schriftlich ist zB so ein Weg, dass du dich nicht vor allen anderen in Abwehr produzieren musst. Man muss sich seinen Stil konzipieren, dann merken Eltern dies, richten sich danach. Wenn es dir trotzdem nicht gefällt, biete anderen Mitarbeit o. Jobübernahme an, um es besser zu machen, das ist fair für alle. Nicht am Stuhl kleben, aber auch vorher überlegen: fahren andere den Karren voll in den Dreck, würde ich es bereuen, denen das Feld kampflos zu überlassen, was ist fürs Team gut, wie sichere ich fairen, freien Leistungswettbewerb unter Trainerkandidaten für die Kids (meine Werte: Leistungs- o. Freizeitteam, was ist angemessen zB)....?


    Wirfst du nur die Flinte ins Korn, hast du nachher evtl. selbst nen Ekel, Schreihals o. Kinderschreck vor dir, wen, der vor Ehrgeiz stets fast platzt, könntest deine emotionale Kapitulation bereuen. Klar ist aber auch: nen Trainerjob wird nicht wie im Familienbetrieb der Führungs-Stab an allen vorbei weitergegeben, bist du kompetent, sicher, souverän genug? Mit Ignoranz ist fertig zu werden, die ist ja ok, Eltern trainierst du doch nicht: Penetranz o. Intrigen wären viel schlimmer... ;)

    "Jein, wie im Beispiel sollen sie sich weitest möglich entfernen, aber alles kontrollierend im Auge haben" wäre mE im KiFu optimal, ab 13, 14 könntte man den nun Wesentliches gelernt habenden Spielern mehr zutrauen, das auch klar per seinem Rückzug als Aufpasser- u. Instruktor signalisieren: zur Ja-Position wechseln! Bei Spielen! Ok, dies ist für die eigene Fantasie, unersetzlich, wichtig zu sein, schmerzlich, ich kenn es selbst, wollte anfangs auch alles einsteuern, zum Besten der Spieler natürlich, aber: die Wahrheit ist aufm Platz, das Team der Star, nie der Trainer. Ihre Spielideen sind in ihrem Kopf, nicht meinem lebendig. So Binsenweisheiten sollten auch im KiFu verbindlich mehr beherzigt werden, Einzug halten. Denn bei Herren wären viele Jugendtrainer in Windeseile vom Team vor die Tür gesetzt: da hab ich selbst sowas etliche Male mit erlebt, kenn es nicht nur per Bundesliga! Im KiFu aber geschah dies nie, stets ging eher das ganze Team kaputt als sein Trainer, der dies zu verantworten gehabt hätte, Ursache war. Der Fisch stinkt zuerst vom Kopf, auch so ne Binsenweisheit, die leider im KiFu nie gelten darf: lieber lässt man reihenweise Kinderteams sterben? Wo dem so war, per PM gebe ich gern nähere Infos, öffentlich lieber nicht, das gäbe nur Kesseltreiben im Dorf, denn: wer Menschen an ihre blinden Flecken will, dem droht Saures, auch ne Binsenweisheit. Wer als Eltern mit Kids wie dem als Kind noch selbst erlebten, besseren bzw. wahrem Fußball leidet, kann trotzdem nicht nur alles totschweigen, muss versuchen, subjektiv erlebte Missstände zu thematisieren: dem diente diese Umfrage.... Ok, danke!

    Dani: Wir "beschleichen" uns ja ganz schön hier... "Nur" 5 Optionen? Keine Schubladen, eine komplett offen! Hätten's 20 o. 100 sein sollen o. gleich jedem eine eigene, alle richtig, also Beliebigkeit allenthalben? Was heißt bitte vorverurteilen? Ich hab ein Erkenntnisinteresse bzgl. Umfrage. Entweder man wählt CDU, Grüne o. Linke, letztere wählen aber nicht erste! Ne eierlegende Wollmilchsau versprechen nur Werber. Klar soll jeder seine Position beziehen! Wer nicht verstehen will, versteht auch nicht, lies dazu mal "Erkenntnis u. Interesse", ein wiss. Standardwerk. Und jeder will Einfluss nehmen, viele wollen aus Ehrgeiz sich wichtig tun, alles ok, solange man entsprechend was leistet, nur: dies sollte reell, für Betroffene nachprüfbar, hinterfragbar sein dürfen: Kinder vermögen dies nicht...
    Du verstehst im Fortgang doch alles gut, also liegt's eher am Wollen, oder? Die Aussage war glasklar: Trainer sollten sich im Spiel zurückhalten, die frei spielen lassen, die es aufm Platz sollen, so mehr Kreativität (auch per Scheitern, im eigenen Trial.-and-error) zulassen. Punkt! Passt dir, anderen Trainern halt nur nicht in den Kram. Man wäre ja weniger wichtig, sei ehrlich - glaubt man. Da dies aber fast keiner über sich bringt, wäre grad solch sich abschaffender Trainer am wichtigsten! Daher vielleicht die Rede von "Vorbild" seitens Ralf: leider hat er dazu keine Stellung mehr bezogen. Ich hab sein Beispiel gern aufgegriffen, auch unwissend, ob es stimmt. Ist auch gleichgültig: es reicht, dass dies so möglich u. m.E. gut wäre!


    PS: Wie du pauschal schreibst "nur von Eltern" zeigt, wie despektierlich arrogant viele Trainer sich in ihrem letztlich winzigem Amt zu fühlen scheinen. Trainer erfüllen alle ein u. dieselbe Rolle (dein "Kamm" eben), nur eben je anders MÖGLICH - dazu einige Optionen. "Eltern" aber sind völlig verschiedene Personen, kein "nur": die du unbekannterweise da "über 1en Kamm" scherst!? Sicher, nur der oft irgendwie im Vereinsklüngel benannte Trainer hat Kompetenz, Eltern per se nicht, egal ob erfolgreicher Unternehmer, Lehrer, Professor: mein Trainer-Ich steht über allen? Diese Haltung vieler Kindertrainern kenn ich zu genüge, so steht man dann am Rand, will alle führen, aufstellen, instruieren u. die einzig wirklich erziehungspflichtigen u. verantwortlichen Eltern sollen nur den Mund halten, sind "nur Eltern", will sagen: zu dumm? Danke, dass du auch hier mein Erfahrungsbild bestätigst - so, das war nun auch etwas provokativ, aber du hast den Ton so angeschlagen, sorry.Höherklassige o. ausgewiesene Trainer o. auf reelles Teamplay angewiesene Manager verstehen komischerweise stets gut, wovon ich rede, praktizieren auch viel davon, nur die, die wie Mutter Maria zum Kind ins TR-Amt gekommen sind, die blocken meist alles pauschal ab, lehnen Fortbildung ab, wissen immer schon alles besser...So bist du doch gar nicht, warum also ziehst du dir diesen Schuh an? Etwas entspannt bitte, nicht deine Kids leiden seit Jahren in der Misere! Im KiFu ist übrigens eine Jein-Position ("Extrem"??) meine, insgesamt die Ja-Position. Es war nur ne kleine (Um-)Frage, jeder gab eigens seine Antwort selbst ab u. der, der sie erstellte, wertet sie am Ende aus, so ist's nunmal stets ;)

    Wachstum ist von Natur aus keine Grenze gesetzt, jeder könnte zu in seiner Art ganz Neuem mutieren, aus dem Nichts her sich schaffend, also kindhaft im Er-leben über sich hinauswachen, revolutionär seiend. Diesem tun nur gern sich in Geist wie Körper er-, ausgewachsen und so "fertig" geworden glaubende Menschen einen Abbruch: um endlich mal logisch Schluss, mental ihre Ruhe zu haben, hält man sich an Ergebnisse statt den tieferen Sinn der Prämisse "nach dem Spiel ist vor dem Spiel". Denn man hat dunkel begriffen, schleppt dies nun mit sich als Last im Rücken herum: ich bin endlich. So die grundlegende Situation eines jeden, ob man will o. nicht, die unser Handeln in Tun u. Lassen rationalistisch verstehen lässt, grad, wo es im Prinzip völlig irrational ist - wie im inaktiv beteiligten Fußball-Spielen. Aufm Platz aber belebt sich in jedem Spieler sein inneres Kind - irgendwie, impulshaft reaktiviert. Bei manchem euphorisch, bei anderen ängstlich, aggressiv o.ä. depraviert. 'Leidenschaft' hier ist eine andere, spielerischer, spontaner u. unverkrampft natürlicher, weniger zwanghaft wie bei denen draußen. Dies wäre dann sport- wie sozialpsychologisch einzuordnen...


    Der auch von Ralf begrüßte Akt beider obigen Kindertrainer ist eine "Revolte gegen sich selbst" als Teammaster, die so Kinder echten Freiraum: für sich als mögliches Masterteam lässt. Sie geht damit über die FPL als weiter reguläre Rahmenhandlung hinaus, die jenes systemischen Mastering durchaus reformistisch unterstützen, aber keinen radikalen Fortschritt möchte, wenn ich Recht verstehe. Indem Ralf hier von Vorbildern sprach, öffnet er das System einen Spalt weit, lässt eine gedankliche Lücke offen. Wann weitere Protagonisten neuen Denkens bereit sein werden, in diese zu springen, sich abzuschaffen: ? Dies verhilft allen zu mehr Freiheit: denn auf der Bank zu hocken, statt mitspielen zu dürfen ist eine Qual, die nur durch Siege etwas zu lindern ist. Man beobachte Fans, Ersatzspieler wie Trainer doch nur, dann sieht man es live, diese Art Erlebnis-Fußball, die im Grunde keiner will, in dem sich jeder auf den Platz visioniert: in seinen Träumen, tiefsten Ansprüchen spielt man spiegelneuronal mit - dies zu verstehen, also sich zu verabschieden, so sich wie das Team zu entspannen, bedeutet eine Lösung im ursprünglichen Sinne: nicht mehr dabei sein müssen, wo man in echt gar nicht mitspielt, mitspielen darf, vielmehr zu Passivität, Frust, Ärger, Triebstau verurteilt bleibt. Da hat es übrigens der auch leidgeprüfte Schiri ein Vielfaches besser: er ist aufm Platz, dort gewissermaßen Mittelpunkt seiner Wahrheit, darf sich mit dem Spiel bewegen, nur nicht mit Ball. Daher sind Schiris viel eher entspannter u. vielleicht sollte man grad sie als Einzige noch aufm Platz belassen via FPL, nur hätten sie echte Unparteiische statt Attrappen aus Trainern, Eltern o.ä. Parteigängern zu sein ;)

    Was kann das Ei für ne faule Henne? Ihr trainiert doch das Kind, nicht Eltern? Also würde ich mich fürs Kind einsetzen, nicht vor Eltern in vorauseilendem Gehorsam zu Kreuze kriechen o. noch das schon mit denen genug gestrafte Kind doppelt bestrafen. Ich wundere mich ja immer wieder, wie schnell Erwachsene untereinander ihre Deals machen u. das dabei unter die Räder geratende Kind völlig vergessen. Mag heute normal sein, gut ist es meiner Meinung nach nicht.
    Also würde ich natürlich die soziale Lage des Kindes berücksichtigen u. aus Mitgefühl für es jede mögliche Ausnahme machen, wo es mehr Fürsprecher schon nicht hat! Vielleicht gebt ihr ihm etwas Halt, wenn schon die Eltern son Chaos für die richtige Erziehung halten. Ich fürchte nur, ich würde so Rabeneltern irgendwann so die Meinung eingeigen, dass sie sich entscheiden müssten: entweder wir besinnen uns eines Besseren, kapieren, warum unser Kind wohl in der Schule Mist macht, gegen Ordnung rebelliert, oder wir ziehen uns in unser Messi-Hirn zurück. Natürlich geht euch Pädagogik da was an, zumal die Eltern ihr Kind ja zu euch schickten: ich hab mal bei einem ähnlichen Vater das Jugendamt eingeschaltet, danach wurde er handzahm, hatte kapiert, dass er nun vorgemerkt war, das Amt das Kind aus dem Erziehungsalptraum demnächst befreit, falls er sich nicht endlich ändert: was er dann auch tat. Er lernte seine Lektion, fand sogar wieder ne neue Frau (die war da nämlich auch längst mit nem Besseren abgehauen, nur ein Kind kann dies eben nie), nur noch Danke hat er leider nie gesagt ;)

    Dani: im Punkt "falsche Frage" war die Umfrage so offen gestaltet, wie es offener gar nicht geht, oder? Einseitige Schubladendenke - es gab ja 5 Optionen! Jeder hat seine freie Wahl, sich selbst eingeordnet: oder? Die Antwort, die nun overall rangiert, war natürlich im Prinzip so zugespitzt formuliert, dass dahinter stand: ich Trainer halte die Spieler für blöd, so dass ihr Spiel nur per meiner Präsenz u. Instruktion überhaupt läuft. Daher hätt ich nie im Leben erwartet, dass sich just hier ne Mehrheit findet! Dies nun entsprechend zu kommentieren (da jede Negativerwartung getoppt), sollte man ertragen können: Kids müssen Trainer ja auch ertragen, wie sie im Einzelnen sind, können gegen gewisse Praktiken in aller Regel nichts machen, werden in den wenigsten Verein mal selbst befragt (bei uns nirgends), wie zufrieden sie seien etc. Wie es hier allen befragten Trainer möglich ist. Also: worüber jammern o. sich beschweren? Befrag doch mal "deine" Jungs... - Es war also nur ne Frage, die jeder für sich beantwortete, nun meinungsfrei weiter kommentieren kann. Ist es nicht so, dass viele Trainer schlicht abweichend kritische Ansichten kaum ertragen WOLLEN, daher gleich ne Art Aufstand gegen bloßes Fragen machen, was evtl. tief blicken lässt bzgl. Motiven? Denk bitte erstmal drüber nach, bevor du dies vllt beantwortest, was ja immerhin Kommunikation miteinander, Dialog, so besser als nichts ist! Fakt ist aber: in der Regel ist es dem System kein Kindertrainer wert, dass ES ihn genauer schule, bevor ES ihn auf Kids los lässt: dies hat ja nicht er zu verantworten! Vielmehr die, die dies System so in der Praxis führen. Daher soll sich bitte kein einzelner Trainer voreilig negativ betrachtet fühlen, sondern genau lesen, wogegen es hier geht: und wofür! ;)


    PS: Ich spiele ja seit 15 Jahren in der Bunten Liga: seit jeher ohne Schiri, auch ohne dominante Trainer, obwohl der Teammanager alles ein wenig ordnet, ich selbst als (Spieler-)Trainer fungiere: indem ich möglichst wie ein guter Schiri aufm Platz unbemerkt bleibe: entweder es läuft, oder nicht! Das, was man im Vereins-KiFu als völlig neu o. wegweisend ansieht, klappt hier schon immer, funktioniert! Aber eben nur hier - woran liegt das? Wobei Bunte Ligen immer mehr in Bedrängnis geraten, zB, da bei uns Vereine alle freien Plätze für sich beanspruchen u. da mächtige Lobbyisten haben, wogegen ne Bunte Liga für Kids (wie ich meine Coole-Kidz-Initiative mal den Umfeldvereinen formulierte u. vorzustellte) von vornherein nur sabotiert wurde: ohne jeden Dialog dazu... Da würde ich gern mal etwas Nachdenken anstoßen, falls wer will, mehr nicht... Will es keiner, wird Dialog nur blockiert, zieh ich natürlich für mich Schlüsse daraus, die nicht positiv sein können, das ist doch normal. Für dich ist R.Klohr "zu extrem"? Für mich noch zu konform: so scheiden sich eben die Geister, wo man sich offen miteinander auseinandersetzt, aber: muss solch Konflikt vorab per Menge, althergebrachter Tradition, Macht(wort) entschieden werden o. sollte man sich nicht erstmal sach- u. kindgerecht austauschen? Ich bin ja für letzteres, suche Dialog! Und bin gern erfolgreich: sog. Spaßtrainer lehne auch ich ab, dafür gibt's Karnevals-, nicht Sportvereine! Da gilt: der Bessere möge gewinnen u. jeder Gute will gewinnen. Dass man nachher, falls man verliert, als Trainer nie aufm Team rumhackt, sondern selbst aufs Spiel als den Spiegel seines Trainings schaut, na ja, das versteht sich eigentlich für jeden verständigen Trainer im Herrenbereich: da man dort irgendwann fliegt, wenn's dem Team reicht. Doch wo geschähe dies in der Jugend mal als Konsequenz z.T. haarsträubender Misserfolge, zB viermal zweistellige Niederlagen in unterer Staffel mit nem Team, das zB bei mir viel erfolgreicher war, wo ich aber entfernt wurde, da ich Missstände im Verein zu offen ansprach): deren Ursache also jeder kennen müsste? Dies so meine Erfahrungen, oder die mit nem Gegner, der bisher in seiner Saison alles verloren hatte, wo wir als Tabellenzweiter kamen, unser Trainer 2stellig gewinnen wollte, um Erster zu werden: am Ende verloren wir 1:4. Was war geschehen: der Trainer des Letzten fehlte an diesem Tag, die 9-jährigen hatten sich selbst auf- u. eingestellt, waren so ein völlig anderes Team, 2 Klassen besser!!! Hhm, oder?


    Ergänzung: Immer spielt das Team aufm Platz: Wem es gelingt, "geistgestützt" eine echte, dh lebendig eigendynamische Kollektivseele zu erzeugen (genauer: im Training zu evozieren, da Aufstellung ohne Einstellung scheitert), die im Team-Spiel wie von selbst funktioniert, mitunter auch von selbst entsteht, grad bei Kindern, der kann dann schweigen. Mancher sollte sogar fehlen, da es dann im Team besser läuft. Wie einst bei Klopp's Verbannung auf die Tribüne u. Sahin's nachherige Einordnung, dass es ohne Klopp (sein Geschrei) besser aufm Platz gegangen sei. Hat zwar damals niemand groß beachtet o. nur als Witz aufgefasst, lag aber ganz auf der Linie mentalen Teamcoaching (im Kern kein Building eines zentralen Kopfes hinterm Team, sondern dessen Heranwachsen-Lassen). Das alles liegt fernab des Üblichen, sicher, aber diskutieren wird man es ja nochmal dürfen, grad mit denen, die gewinnen wollen, die meine Erfahrungen zB mit obigen Team 9-jähriger (die die nächsten Spiele mit Trainer übrigens wieder verloren, aber dies ist nur ein Beispiel, hab ich oft so erlebt) vllt auch fasziniert hätten ;)

    in bezug auf den offenen brief der jungs aus köln scheinen doch diese gewaltexesse und verhaltensmuster der eltern bei den kinderfussballspielen hauptsächlich ein problem in den ballungsgebieten zu sein


    Tirus: Jedem seine - subjektiven - Ansichten, oder? Überheblich ist doch eher stets der, der andere (in Zeiten, wo es schick ist, "fuck you Goethe" zu sagen) derweise abtut, oder? Mein Ziel: Kinder per Ermutigung offensiv statt defensiv-unterwürfig einstellen, ihre eigenen Wege zu suchen, sie selbstständig ausprobierend in optimistischem Selbstbezug zu gehen, auf dass sich finde, was gut - für sie - sei... Zur Untermalung der faktischen "Erniedrigung" von Kindern, ihrem Spiel bot ich von R.Klohr o.g. 2 Vorbilder, deren Tun, besser: Lassen doch jeder verstehen kann, oder? Wenn man jene mangels Interesse an Auseinandersetzung um die eigene ihnen überlegene Position nicht verstehen will, kann man sicher reden wie man will (sicher oft zu kompliziert, sorry dafür!), das Intendierte wird nie richtig ankommen, das Persönliche das Sachliche überlagern... ;)


    DSV: Wir wohnen alles andere als im Ballungsgebiet u. dort passiert so einiges, was mich den Kölner Brief vollends nachvollziehen lässt, zB Trainer die sich vor Kindern in lauten Worten Prügel androhen, die dem Schiri nach dem Spiel ne Begegnung verheißen etc. Auch wenn dies dann als Realität ausbleibt, ist die Wirkung auf die Kids verheerend. Aufm Platz wird dann gefoult, getreten, zT mussten bis zu 3 Kinder zum Arzt u. die monoton unbelehrbaren "Drauf, drauf!"-Aufforderungen an sie vom Rand her hielten trotzdem noch an. Wir stehen oft nur am Rand u. denken: Mein Gott, es geht hier nicht mal um die goldene Ananas, aber diese Typen mit TR aufm Anzug, aber ohne jede Ausbildungseignung machen Kindern einfach alles kaputt u. merken's nicht mal, da keiner sich einzuschreiten traut o. dies will. Denn die Reaktion ist dann die: der, der etwas laut entgegnet, ist der Buhmann, nicht jene. In den letzten 9 Monaten hatte unser Sohn einen Fußbruch, 2 Bänderdehnungen u. ne OP, konnte ganze 3 Monate seinen Fußball spielen - welch Kinderförderung! Darf man dies denn nichtmal feststellen? Und wenn man sich dann ne Veränderung wünschte, wird man nur vor Ort wie ein Feind (von wem: bestimmten Trainertypen o. dem KiFu?) ausgegrenzt, ohne jede inhaltliche Beachtung von Kritik ignorant abgetan...
    Ach, ich schaue oft über den Vereinszaun: hätten wir unsere Kids doch nur damals zum Tennis statt Fußball geschickt, doch leider, leider: "in" ist, was jeden Samstag im TV als Sport läuft, nicht das, was für die Persönlichkeitsentwicklung viel besser, wenn auch teurer ist: im Tennis seh ich schon 10-jährige die sich fantastisch selbst coachen, dank verordneter Ruhe (sonst fliegt jeder vom Gelände!) o. sich zurückhaltender Trainer gereift, heiter u. abgeklärt nüchtern ihr Spiel beherrschen, statt von wirrer Hektik, Trainern o. Fan-Schreien beherrscht zu werden. Bin ich denn "überheblich", da ich dies beobachte, Wünsche nach Trainern wie im Tennis in mir erwachsen, dafür übrigens auch jedem Verein staatlich geprüfte Fortbildungskurse anbieten, quasi kostenlos (gegen AE o. freiwillige Spende bei Zufriedenheit)? Hhm.... :(

    @Engel: Schade, wenig Beteiligung der Gefragten. - Interessant dennoch: oben stehen die, die meinen, ohne sie, ihre Instruktionen liefe gar nichts zusammen: als seien alle Spieler unter ihnen nur blöd, oder wie? Ganz unten einsam mein Votum in Anschluss an beide "Vorbilder" (R.Klohr), die neben Andre's mir Rat gebenden Einschätzung bzgl. Lernresistenz von Trainern (bestätigt auch in fehlender Resonanz auf vor allem für sie preisgünstigen Mentalcoaching-Kurse an staatlichen, dh in Kompetenz o. Seriosität streng kontrollierten Instituten wie der Vhs, wo stets nur Lehrer, profess. Betreuer buchen) Anlass zur Umfrage waren. - In Ruhe am Rand, der Trainer liegt die Kraft des Spiels in der Mitte, der Spieler aufm Platz, richtig; stets vor allem also auch die Kraft aller anderen im Team. Teamganzes vs Trainer, Mitte vs Rand - wo verortet man spielerische Lenkung? Schweigen ist Gold, selbst gutes Reden idR nur Silber - jeder, der lauthals, viel dominieren will, ringt schließlich im Reden - auch versus Spielen - andere nieder. Er instruiert sie eben von sich aus, erniedrigt so: über ihre Köpfe hinweg per Schreien gehend, als sähen, hörten, dächten sie nichts, als hätten sie keinen eigenen Kopf, wäre er ne leere Matrix? Das Kinderteam als tabula rasa für nen Mastermind am Spielfeldrand: alle dumm, falsch gepolt, ohne seine laute Führung fehlgehend? Vllt mal anders ausprobieren wie jene 2 Vorbilder*? Kein Gedanke wert?


    Der Coach - Kutscher, der alle begleitend zu ihrem Ziel verhelfen soll - etwa im US-Soccer hingegen lernt als erstes: alles Wissen, alle Chancen, alle Potentiale liegen reell nur im Kundensystem/Spielerteam, nicht in mir! Sonst produziere ich mich auf dem Rücken des Teams, d.h. erzeuge in der Gruppe am Ende mehr Druck statt Dynamik, T-Hierarchie statt T-Geist als Grundstimmung. Ich hab dem Team, dem Sport zu dienen, mich ihm unterzuordnen, nicht diese sich mir. In unserem KiFu ist dies jedoch vom System her genau umgekehrt konstruiert, von vereinzelten Vorbilder wie jenen beiden als Ausnahmen von der Regel mal abgesehen. Interessant wäre es, wenn die Team-Entwicklung bei (statt unter) ihnen: Spielfreude, Kreativität, Spontanität, Teamplay weiter auszuwerten, denn ohne Beweis aufm Platz (sprich sozialpsychologisch: mehr Siegfantasie als Erfolge für Trainer's Ehrgeiz, so subjektive Not in Neidkomplexen u.a. Ressentiments beim Sich-Nichtverändern) wird man wohl niemand überzeugen u. bewegen. Doch wer sind diese beiden mich in ihrer Revolte gegen die eigene Wichtigkeit durchaus faszinierenden Kindertrainer vom Niederhein (die ich leider nicht kenne) ?(


    *Ich selbst meine, ein animativer Weckruf o. konkret knapper Rat des Beobachters kann durchaus Positives bewirken, aber: ablenken vom Selbst u. Spiel tut er immer, das ist auch klar. Nachher kann man Fehler und Lernen durchaus auch noch o. gar besser thematisieren.

    Anzufügen: Oder bzw. inwiefern mache ich die J-Arbeit für Ehrgeiz (in mir, dem System, anderen)...? Typisches mögliches Beispiel zur Be/Auswertung: JFV Nordwest, vom Geld der Hauptsponsoren geboren, auf verschlungendsten Wegen nur für die Besten der Besten offen - sehr "gemeinnützig" also, dies Baby für dolle Männerfantasien! Wegweisendes Zitat im Link: über den eigenen Schatten springen - that's it! Nur erscheint der mitunter eben äußerst groß, wo man oben so nah an der Sonne (sich oft dafür haltend) sitzt. Nur pure eigene Not macht da zu Wandel bereit, Einsicht in allg. Kindeswohl, Kids als Maß, Wert, 1.Glück aber wäre netter! ;)


    PS: Warum berichtet der DFB eigentlich stets nur über Positivbeispiele u. unterschlägt alles, wo es zuungunsten von Kindern sichtbar bergab geht, obwohl man ihm genau dies zusendet, darum bittend? Ich kann denen ja nur gratulieren, aber: was haben wir hier davon? Nichts! Und wenn man alles nur als unbequeme Wahrheit hinter der Fassade unterschlägt, wird's auch noch lang bei nichts bleiben: bis die oben selbst in Not geraten, alles längst fast kaputt ist... Unzählige Kinder haben da als Opfer der Verhältnisse jedoch längst mit ihrem Fußball aufgehört, leider! Wo ist das Auge des DFB für die heute?! Schreibt er sie nicht so grad wie Ausschuss ab? Also: Falls doch Interesse an diesen Kids, bitte mal per PM melden, da gäb's viel zu berichten, aber leider wenig zu bejubeln!!!

    Auch in kleineren Vereinen hab ich oft erleben müssen, wie sog. nicht qualifizierte, in Teamgeist vorausdenkende Trainer schwächere Kids z.T. schon mit 6, 7 Jahren brutal aus deren Sport vertrieben (so zB ein Professorensohn, dessen Mutter meinen Sohn als Privatlehrer engagierte, damit jener weiter heranwachsen, es irgendwann schaffen könne, mitspielen zu dürfen). Begründung etwa gern: bei 15 ist Schluss, mehr können wir zu zweit nicht betreuen; denn in früher Jugend tummeln sich echt durchaus noch Mengen auf den Plätzen. Dahinter steckte der Ehrgeiz, Spiele mit den 7 stärksten als Instrument in der 5. KK-Staffel zu gewinnen, noch 5, 6 als Ersatz vorzuhalten, vllt den Sohn des Kumpels mit ertragend, die für eigene Ziele unnützen u. ihre oft wg. mangelnder Spielzeit jammernden Eltern aber loszuwerden! Es gelang stets, denn welches im Kopf gesunde Kind hält's schon aus, ständig gefragt zu werden, was es hier wolle, wo es doch gar nicht Fußball spielen könne, krumme Füße habe etc.? Der Witz war z.T., dass diese 'Trainer' selbst gar nicht Fußball spielen konnten. Später, als auf 9er o. gar 11er aufzustocken war, jammerten ein u. dieselben Personen über die selbst erschaffene Situation, dass sie mit 12, 13 Kids zu wenig Spieler hätten.
    Sind wir Menschen nicht genauso, wird deshalb nicht so gern in Firmen, Staaten etc. von oben genau kontrolliert, was Einzelne auf Gedeih u. Verderb des Ganzen hin real tun? Man trennt so die Spreu vom Weizen, da eben NOT-wendig: nicht unter kleinen noch Heranwachsenden, wohl aber unter ihren in der Sache z.T. untreuen Betreuern! Würde man nun aber alle Kinder als Coach (Kutscher, der alle Reisenden gleicherweise zum Ziel zu bringen hat) versus sog. Trainer vom Fußball als Team-Sport um der Sache selbst willen begeistern, alle betreuen wollen, das Spielermangel-Problem wäre weniger gravierend. Doch müssten alle "Verantwortlichen" dies erstmal wollen :(


    Der ambitionierte Nachbarverein wollte sich für höherklassigen Spielbetrieb o. zusätzliches Fördertraining (contra jenen elitären JFV der 'Leistungsvereine') mit unserem u. einem weiteren zusammentun, so attraktiver werden - offen für alle intrinsisch Eigenmotivierten o. für von Trainern nach 'sichtbarer' Leistung/Nutzwert Ausgesiebte blieb unklar. Aber: alle wären Mitglied im Verein vor Ort geblieben, hätten auch mit schwächeren Freunden zusammen, wohnungsnah trainieren können etc. Klar wollten die echten Fußballer-Trainer dort - mit B- u. C-Lizenz- im Jahrgang die leistungsbereiten Talente fördern, nicht die bloße Freizeitkicker: Sie wollten also ihre Bolzkings abgeben, damit alle meldefähige Teams haben, dafür sog. Talente (wie meinen Sohn) bei sich integrieren, aber alles unter gemeinsamen Dach. Eigentlich doch super: jedes Kind hätte das Seine bekommen! Aber natürlich scheiterte es: Denn obwohl bei uns ein Nichtfußballer Obertrainer ist, angeblich primär auf Spaß u. Soziales abzielt, wollte man "die Besten" natürlich nicht hergeben, die vielmehr selbst für sich haben, obwohl man ihnen gar nicht viel beibringen kann, die Spieler bereits mehr Fußball können als jener Trainer, also von ihm nichts bzw. nur Falsches erlernen, ausgebremst u. abgeblockt werden könnten. Fakt: auch da, wo man sich mangels Kompetenz stolz offiziell Freizeit- u. Breitensport, Spaß für alle auf die Stirn schreibt, will man am Ende nur die Besten, nicht Schwächere! Das zeigt, worum es landauf wie -ab jenseits wohlfeiler Lippenbekenntnisse am meisten geht: Siege, nicht Kinder, Trainer*-Ich/Dickkopf, nicht Kinder-Team/Geist, oder?


    *Wobei ich stets betone: Fußball-Trainer, die kein Fußball spielen können, auch nie Übungen beim DFB o. soccerdrills studieren, nur Bolzen u. Spielen kennen u. von Amtsposten wegen wer sein wollen, sind ebensowenig real Trainer, wie x-beliebige Heimvereins-Eltern in G bis D reell unparteiische Schiris. Das ist alles nur Fake, aber leider eins, das im Fingieren von Pseudo-Kompetenz per TR-Abzeichen auf der Hose System hat. Jeder kann sich Trainer, Berater o. Coach nennen - ein beruflich völlig ungeschützter Jobtitel, der dringend Aufsicht bräuchte, wo Kinder betroffen sind. Ich bin nicht gegen Ehrgeiz: selbstbezogen eigenaktiv per Leistung ausgelebten! Ich bin nicht gegen Erfolg, reell erzielten! Ich bin nicht gegen Talentförderung: Talente aller als Potentiale statt Leistungs-Ist, per intrinsischer Motivation statt Außensichter selektierend! Ich bin nicht gegen forciertes Lernen u. Leisten, auch in JFV: wenn dies reell vom Kind selbst auf seine Förderung statt Erwachseneninteressen in sog. 'Masterminds' ausgeht! Usw. Denn: Es sind JUGEND-FÖRDER-Vereine! Was man aber zumeist dort gefördert sieht, zielt weniger auf die Jugend, als auf ganz andere Ziele! Wie so oft: nicht die Sache ist so schlecht, aber ihr Missbrauch! Den müsste man verhindern, schon bei jenen 6-, 7-jährigen: falls man will! WER aber will es, außer kurzzeitig einzeln betroffenen Eltern vllt? Auch o.g. vor Ort renommierter Professor konnte im Verein nichts für den Sohn erreichen, muss privat Abhilfe suchen, kann's sich zum Glück fürs Kind leisten... ;)