Die gezielten Kopfballspiele sollten eigentlich auch in der D-Jugend nicht aus der Flanke herausgespielt werden. Wenn das sporadisch passiert ist es halt so. Es gibt einen guten Grund in der Kopfanatomie des Kindes.
Wenn aber Germancoach persönlich das empfiehlt...na dann ![]()
Beiträge von Dobrin
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ich möchte, dass du meine Einschätzung zum Film auch sehr gut verstehst. Die Aufnahmen sind sporadisch, zeigen bei dieser Übung nr. 2 kleine Zeitfenster zu beliebigen Zeitpunkten, die aus dem Gesamtkontext beliebig und nicht zusammenhängend von der Reihenfolge her herausgeschnitten wurden. Teilweise wurden die Aufnahmen in der Bodenhöhe gemacht, damit man die Positionen der Spieler nicht erkennt. Zusätzlich ist die Animation gut verschleiert und zur Verwirrung in der Angabe verdreht. Hier steckt einiges dahinter, was vorerst eingeübt wurde, damit die Übung funktioniert. Mourinho hat sicher jedem einzelnen seine Position und die Rolle erklärt, das tauch hier aber nicht auf.
Das einzige was für einen unbeholfenen Betrachter daraus springt ist die grobe Info. Ohne Details ist sie aber wirklich wertlos. Werbung und Verkauf sind der einzige Zweck. Eines sollst du auch wissen: selbst bei öffentlichen Trainingseinheiten werden die Details vor dem Training in der Kabine besprochen. Auf dem Feld werden nur grobe Anweisungen erteilt.Ich habe auch nichts gegen Ballbesitz einzuwenden, nur dafür gibt es gestaffelt eine Reihe von Übungen mit steigerndem Schwierigkeitsgrad. Die einzelnen Teile kommen dann im Spiel zusammen. Alles was du hier erwähnst mit "Passgenauigkeit und -timing, sowie individual- und gruppentaktisches Defensivverhalten" sind eben die einzelnen Elemente, die gesondert durch einfache Übungen (Passgenauigkeit) bis hin durch die komplexen Übungen (Gruppentaktik) aufgebaut werden. Beim 11 gegen 11 werden dann die einzelnen Sachen zusammengefügt. Das macht sowohl Mourinho als auch jeder Trainer, der ein Konzept hat und wirklich etwas vom Fußball versteht.
Ein Hinweis noch: dieser Zick-Zack-Pass in dem Film am Ende beinhaltet Elemente, wie zum Beispiel Hinterlaufen, für die es im gesamten Film eigentlich keine Übungszuordnung gibt. Es wird einfach nur behauptet, das sei eine Applikation der Übung nr. 2 (Konzentration), über die wir auch im gesamten Verlauf reden und das ist eine glatte Lüge! -
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Du hast natürlich Recht Dobrin, aber sind nicht gerade diese zusätzlichen Reize durch eine Stoppuhr etc. das was das Training abwechslungsreich und spannend macht?!
Natürlich kann ich die von mir genannten auch spezifisch trainieren - sicherlich auch unter Wettkampfbedingungen, aber die Frage die sich mir stellt, ist ganz einfach die nach dem Spaßfaktor für die Kinder/Jugendlichen, welcher gerade im Breitensport einen enormen Stellenwert hat.
Ich rede die ganze Zeit nicht über den Spaß. Das wäre ein anderes ThemaDie Stoppuhr ist wie eingangs von mir erwähnt für mich nur eine weitere Variation einer mir schon bekannten Spielform.
Das Qualitätssiegel ist für mich bei dieser Übung die einfach Organisation, aber zugleich die Komplexität sowie das Variantenreichtum. Die Stoppuhr ist lediglich eine dieser Variationen.
Wodurch ist hier die Komplexität und das Variantenreichtum gegeben?
Es ist doch egal was ich trainiere immer Sache des Trainers Fehler im Ablauf oder in der Technik zu sehen/zu verbessern.
Hast du diese Übung ob mit oder ohne Stoppuhr schonmal mit einer Mannschaft durchgeführt?!
Ich habe öfters gesagt: ich bin kein Trainer und habe mich lediglich einige Male als Co für Technik eingeschaltet. Ich habe aber viele Jahre Fußballschule hinter mir, ich habe höchstklassig gespielt und möchte dies aber nicht als Argument verwenden.
Grüße
ZodiakAlles anzeigenNein. Es ist doch ganz einfach:
Leute wie Zodiak und ich sehen Dinge in dieser Übung: Interessantes, Anregendes, Lehrreiches, Abwechslungsreiches, Spanisch-orientiertes etc.
Leute wie du sehen nichts, lediglich "des Kaisers" neue Kleider. Sie lehnen die Übung ab.
Damit ist hier alles gesagt und der Thread zumindest für für mich - closed -.
Du kommst zu den falschen Rückschlüssen. Selbstverständlich gefallen mir die Übungen von Murinho und ich verate dir etwas: einige davon, weitere ähnliche und auch viele anderen zu unterschiedlichen Zwecken habe ich seit meiner Kindheit viele Jahre auf meiner eigenen Haut "experimentiert". Auch der Ballbesitz ist ein Thema für sich, was aber nicht durch die Übung mit der Schachuhr erzwungen wird und das ist hier mein Einwand gewesen.
Das hat genauso wenig mit "Spanisch-orientiertes" zu tun, wie bei einem, der nur "hola que tal" formulieren kann. Unter lehrreich verstehe ich leider ganz was anderes als die Aufforderung zum Kampf. Auch das Abwechselungsreiche daran erkenne ich persönlich nicht, was in der Übung nr. 2 von Mourinho gegeben ist.
Ich habe nicht bezweckt, jemandem auf den Schlips zu treten, sondern einfach nur einen Hinweis loszulassen. Wie ich bereits sagte, es besteht selbstverständlich kein Zwang, diese Aussage zu verwenden, oder auch nicht -
Viel mehr lässt sich über diese sog. Übung nicht sagen. Im Spiel kommen immer technische Elemente vor, die aber wiederum durch andere Übungen jeweils spezifisch trainiert werden.
Es wurde hier auch nicht erwähnt, glaube ich, dass speziell diese oder eine andere Übung etwas neues sein muss oder auch nicht. Was ich durch die Kleider des Kaisers gemeint habe, zielte nicht speziell auf die Eigenschaft der Neuheit an sich, sondern eher auf die Tatsache, dass es da gar nichts zu sehen gibt.Es mag sein, dass die Spieler diese Schachuhr als reizend empfinden, aber das ist kein Qualitätssiegel. Letztenendes ist es Sache des Trainers, die Defizite zu erkennen und zu beheben. Das kann doch der Spieler nicht entscheiden
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das erinnert mich an die Geschichte "Des Kaisers neue Kleider" von Andersen. Jeder sieht die nicht existierenden Kleider, die neu sind, versteht sich. Auch in diesem Fall ist nichts, aber gar nichts zu sehen. Das einzige Element hier ist die Schachuhr.
Als Argumente werden die spanischen Methoden, Mourinho ein Forum und ein elend langes Blog in einer "filigranen" Ausarbeitung genannt. Das alles hat mit dieser Schachuhr nichts zu tun. Leute kommt runter zum Boden der Tatsachen wieder! -
Dir gefällt die Übung nicht, dir gefällt Mourinhos Video nicht wirklich, du magst den "Ballbesitzstil" mitsamt den nötigen, dazugehörigen Übungen nicht. Das ist dein gutes Recht.
Ich denke, damit sollten wir es dann auch belassen.
Das ist doch kindisch, findest du nicht?
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@ Dobrin
Ich staune immer noch, wie du von einer einzigen, singulären Übung den Weg zu einer generellen Diskussion über Trainerphilosophien, spezielle spanische, gefunden hast.

Wie kommst du zu diesem Rückschluss?
Ich habe doch nur eine nette Übung gepostet, die ich von einem Trainer mit Fußballlehrer-Lizenz bekommen habe.

Und ich habe nur meine Meinung argumentiert. Selbstverständlich kannst du das annehmen oder auch nicht. Ist deine freie Entscheidung!
Vielleicht verrät Mourinho in seinem Video nur die Hälfte.
Nicht vielleicht, sondern sicher
Dein Englisch scheint gut zu sein, hier kannst du in 26 Schritten auf Englisch und Katalanisch nachlesen, welche Trainings- und Spielphilosophie genau dahinter steckt:
http://thinkingaboutfootball.b…com/search/label/FOOTBALLIch ziehe mir keine Literatur bzgl. Fußball durch die Nase. Wenn du ein spezifisches Thema ansprechen willst, nur zu
Du fühlst dich angegriffen und bringst als Argumente Schlagwörter wie spanische Trainerphilosophien, Fußballlehrer-Lizenz...Sollte mir das irgendwie das Gefühl geben, wie klein ich bin, oder sollte ich darauf vertrauen, dass die spanische was-auch-immer als Argument ausreicht?Bevor ich darauf antworte sollten wir abklären, ob die DVD haargenau die selben Inhalte hat, wie der Film in diesem Link. Das hatte ich zumindest so verstanden. Der Film aus dem Link ist nett, informativ, aber wertlos.
Die Frage ist aber, ob du das kommentierte anders siehst und wenn ja warum. -
Eine mögliche Ursache könnte die Müdigkeit vom Vortag sein. Gehen die Kids um 0:00Uhr ins Bett, so sind sie am nächsten Tag müde und schlafen auf dem Fußballfeld weiter. Die zweite Ursache, die mir einfällt könnte das Selbstvertrauen sein. Das ist eine komplzierte Geschichte, weil jedes Kind unterschiedliche Gründe dazu haben kann. Manchmal ist der Druck von den Eltern, selbst wenn das ohne Absicht passiert, manchmal vom Trainer oder weil sie sich selbst die Ziele zu hoch stecken.
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In diesem Video sind nur momentane Aufnahmen zu sehen. Wie der Trainer das Spiel moderiert, wird hier nicht gezeigt. Wie ich schon sagte, Mourinho beabsichtigt nicht, sich in die Karten schauen zu lassen. In der Minute 12:44 ist die Ansage Grün mit Gelb. Danach geht es mit der Erklärung los und in der Überschrift in der Minute 12:57 steht Grün+Blau vs. Gelb+Orange. Kurz danach ändert sich die Animation auf die ursprüngliche Ansage Grün+Gelb. Wie ich schon sagte, jeder schaut zu und glaubt es verstanden zu haben. Die Details gibt er nicht her. Eine schöne Verwirrungstaktik mit Absicht dahinter!
Und nein die Farben vermischen sich nicht beliebig. Keiner läuft beliebig und quer über das Feld. Ganze Blöcke verschieben hin und her
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Interessanter Beitrag, Dobrin, aber teilweise schießt Du über's Ziel hinaus IMHO:
- Im Breitensport kann eine Übung niemals Spaß machen und gleichzeitig Zeitverschwendung sein. Denn da ist Spaß eines der vorrangigen Ziele. Das mag im Leistungsbereich anders aussehen.
- Gleiches gilt für die Gegenerbeobachtung. Ich werde einen Teufel tun und das Spielsystem meiner Gegner in der F-Jugend analysieren, geschweige denn da sogar das Training darauf abstimmen. Bei leistungsorientierten C-, B- oder A-Jugenden ok, aber in der Kreisklasse? Ich freue mich auch über jeden Gegner, der uns studiert und wir dann eine Woche später komplett durchrotiert haben
.
Ansonsten danke für Deine interessanten Ausführungen!
Grüße
OliverHallo Oliver,
was den Spaßfaktor angeht hast du sicherlich Recht, wir sind uns einig. Es taucht aber auch gleichzeitig die Behauptung, eine bestimmte Übung sei gut, weil sie bestimmte Dinge verbessert. Nur in diesem Fall bringe ich das mit der Aussage der Zeitverschwendung in Verbindung. Anders gesagt, aus Spaßgründen ist es sichrlich keine Zeitverschwendung, wenn man aber einen bestimmten Zweck verfolgt, dann kann es anders aussehen. Die Taktik in der F- oder E-Jugend macht eigentlich keinen Sinn, aber wenn man dennoch darauf besteht und die Spieler einen entsprechenden brauchbaren Stand der Technik aufweisen, dann können gewisse Elemente eingebaut werden.
Bisher habe ich vorgeschlagenen Übungen hier nicht wirklich aufmerksam betrachtet, das ergibt nur zufällig die letzte Diskussion hier. Ich habe auch noch nicht alles gesagt, deshalb auch die nachfolgende Analyse. Es geht um den Link im Beitrag nr. 15, das möchte ich gerne noch ein Mal betrachten:
Eine Übung, die etwas in dieser Form zeigt ist in der Minute 10:33 zu sehen.
http://sportsbrand.tv/football-for-kids-by-jose-mourinho/
Zur Erinnerung, es handelt sich um die besagte Übung nr. 2, die auch in diesem Forum in abgewandelter Form eingesetzt wird (Junioren Mourinhos Pressing Drill (U11 und vor allem älter)).
Meiner Meinung nach sind die Leute hier auf dem besten Wege einen Fehler mit dieser Abwandlung zu begehen. Mourinho hat hier ein bestimmtes Ziel im Auge gehabt, nur es fehlen die Details in Form einer umfangreichen Erklärung. In seiner Übung hat er 4 Farben eingebaut. Das war nicht zufällig, da eine Gruppe, die gerade den Ball besitzt 3 Möglichkeiten haben wird:
1) seitliche Spielverlagerung (entsprechende Farben spielen zusammen)
2) Linie
3) Diagonal + Mitte
Mourinho wird sicher die Farben nicht beliebig mischen, sondern so dass die Ballführenden auf Kommando eine der 3 Varianten wählen werden, entsprechend der Möglichkeiten, die sich auch im konkretten Spiel ergeben und zwar aufgrund der Position der Gegner im Spiel. Schlauerweise erklärt Mourinho das Thema nicht vollständig, ganz einfach aus know how Gründen. Was wird passieren? Die Spieler kommen langsam darauf, welche Farben als nächste aufgerufen werden und verstehen auch warum. Sie werden antizipieren, welche Vorteile zum Beispiel eine Spielverlagerung bringt.
Wenn ein Trainer diese Übung nun übernimmt und die Partnerfarben ohne Kozept per Kommando ändert, dann liefert das ein Durcheinander.
In diesem Forum wurde diese Übung sogar abgewandelt und auf 3 Farben reduziert. Ein Mannscahft wird ständig in Unterzahl spielen, was aber nicht dem eigentlichen Zweck der Übung entspricht. Abgesehen davon lernen die Jungs bestenfalls nur das seitliche Spiel, da aus der Sicht jeder Farbe die anderen zwei eben bestenfalls seitlich positioniert werden. Ich sage dazu bestenfalls, da ein weiteres Detail aus der Übung auch gänzlich fehlt: wer läuft wohin? Ohne diese Kenntnis ergibt dies wiederum ein Durcheinander.
Ich hoffe, das ist einigermasen verständlich. -
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Der Hinweis, das Übungen und Spielformen den richtigen Zweck erfüllen sollten, macht deutlich, das Training kein Selbstzweck, nicht allein Zeitvertreib ist, sondern bestimmte Ziele erfüllen soll. Es kommt auch auf die Rahmenbedingungen an (z.B. wieviele Spieler mit welchem technisch-taktischen Stand nehmen an der Übung teil?)
Der taktische Stand eines oder mehreren Spieler ist entsprechend der Aussagen von dieser DVD nicht relevant. Wenn ich mit recht erinnere kommt diese Aussage vor der Durchführung der Übung nr. 4. Die Trainer legen Wert auf die individuelle Technik des Spielers, da die Gruppentaktik dann ohne weiteres erlernt werden kann. Das hatte ich auch schon in mehreren Beiträgen geschrieben. Ich kann mich nicht erinnern, welche Jungend Germancoach trainiert, aber generell würde ich sagen, dass gut bis in der C-Jugend die individuelle Technik Vorrang haben sollte.
Schließlich kommt auch auf den Trainer die Frage zu, welche Übungen kann er auf begrenztem Feld machen, wenn nicht immer ein komplettes Spielfeld zur Verfügung steht.
Schließlich gelangt man zu der Frage, ob spieltypische Situationen, wie z.B.:
- Spieleröffnung mit geschicktem Passspiel
- Passpräzision (genau in den Fuss oder in den Lauf mit richtigem Druck)
- öffnende Pässe (Spielverlagerung), um den Ball unter Druck aus der eigenen Abwehr herauszuspielen
- Tempoverlangsamung und Temposteigerung durch Schlüsselspielersimuliert werden können?
Ja, spieltypische Situationen können einzeln simuliert werden. Ein guter Trainer behebt die Defizite der eigenen Mannschaft durch die geeignete Wahl der Übungen und legt die Gruppentaktik in Abhängigkeit von dem gegnerischen Stand der Technik und Taktik fest. Er beobachtet vorher den Gegner und überblickt die Stärken, die Schwächen und die Taktik.
So wird deutlich, das diese Übung eher für Offensivaufgaben der Defensive geeignet ist. Es hängt auch von der Spieleröffnung ab, ob Fehler im Spielaufbau begangen werden und ob ausreichend verwertbare Bälle in der Offensive ankommen. Warum immer den weiten, meist ungenauen Pass suchen, wenn es auch die Möglichkeit gibt, mit schnellen Kurzpässen vors gegnerische Tor zu gelangen?
Ohne Anweisungen ist die Übung mit der Schachuhr zu nichts geeignet. Sie gibt nur den Zeitdruck und sonst nichts her.
Aber auch für die Offensive gibt es nützliche gruppentaktische Elemente. So werden Teile des Angriffs- und Mittelfeldpressings geübt. Die Spieler erfahren, das man nicht nur durch die 1 : 1 Attacke, sondern auch durch gleichzeitiges Zustellen von Passwegen den Ball erobern kann.Die "Schachuhr" hilft dabei, der Übung einen Anfang und ein Ende zu geben und sich im sportlichen Wettstreit zu messen. Der Trend im Trainingsbetrieb geht z. Zt. in Richtung: so wenig wie möglich unterbrechen. Dennoch macht die "Schachuhr" allein noch keinen Sinn, denn ohne die Animation und die steuernde Funktion des Trainers werden kaum "Aha-Effekte" erzielt und der Ausbildungsstand der Kids kaum bis gar nicht verbessert.
Mourinhos DVD ist eine kommerzielle Sache und hat offensichtlich Erfolg. Man sollte nicht vergessen, dass die 100Minuten nicht am Stück entstanden sind, sondern über mehrere Tage, auch wenn Mourinho am Ende behauptet, er hätte die Mannschaft zum ersten Mal getroffen

Die Unterbrechungen für einzelne Anweisungen und Korrekturen sind kaum darauf zu sehen, die gibt es aber und gerade deshalb reicht es auch nicht aus, die Übung von der DVD einafch nur zu übernehmen und noch schlimmer sogar zu verändern. Sehr oft schauen viele zu, aber die wenigsten verstehen, was dahinter steckt. Das beste Beispiel ist die Kritik der Zuschauer, die sich manchmal einig sind, dass ein bestimmter Spieler vermeintlich leistungsschwach sei. Dabei setzt er aber haargenau die Anweisungen des Trainers um und die Tatsache, dass die Pässe nicht ankommen eigentlich mit einem anderen Spieler zusammenhängt.In diesem Fall hier wurde das eigentliche Ziel einer Übung vollkommen missverstanden und die Form wurde abgeändert. Mourinho war schlau genug, die Karten nicht offen zu zeigen. Das ist sein know how! Am Anfang der Übung mit der Nr. 2 erklärt er, dass man die Übung mit zwei Mannschaften durchführen könnte. Klar, am Ende spielen 11 gegen 11 und alle setzen das gelernte um. Er sagt auch etwas über die Zeit und das sorgt eben für die Verwirrung. Eigentlich sorgt die plötzliche Änderung der Partnerfarben für eine vollkommen neue Situation, die schnellstens überblickt werden muss. Hier hat er mit Sicherheit einige Tage darin investiert, bis die Spieler richtig verstanden haben, wie die Umschaltung funktioniert. Das ist aber auf der DVD nicht mehr sichtbar.
Ich kann nur so viel sagen: Vorsicht bei der Interpretation der Übungen, die irgendwo aufgeschnappt werden. Ohne Verständnis des Ziels und ohne die entsprechenden Korrekturen sind sie nichts Wert. Mehr als das, die Übung sollte der passenden Taktik für das nächste Spiel (Gegnerkenntnis) entsprechen und auch in diesem Fall geht es bereits mit der richtigen Eintelung der Mannschaften los. Ansonsten haben die Kinder/Jugendlichen zwar Spaß, aber das Ziel der Übung wird verfehlt und führt unweigerlich zu Zeitverschwendung -
DFB gibt ein Rezept. Ist es nur deshalb richtig? Kannst du selbst jonglieren? Und wenn ja, wie würdest du dich selbst einstufen?
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Wenn man deiner Logik folgt, dann sind auch die beliebten 3 gegen 1, 4 gegen 1 in einem Quadrat nur sinnlose Ballbesitzspiele
Auch hier haben die 3 oder 4 Spieler keinerlei anderes Ziel als den Ball zu behaupten.
Ich habe nicht umsonst in einer anderen Diskussion darauf hingewiesen, dass der Trainer aupassen sollte, dass die Übungen mit dem richtigen Zweck verknüpft sein sollten. Für Ballbesitz eignet sich z.B die Übung nr. 4 aus der Mourinhos DVD. Dein Vorschlag mit der Schachuhr geht lehr aus, die Spieler sind sich selbst überlassen. Von selbst werden sie aber nicht darauf kommen, dass z.B. ein Pass zum Mittelfeldspieler mit Hintermann gefährlich ist. Mourinho erklärt das auch deutlich in der Nr. 4. Deshalb kommt man aus der Verteidigung über Flügel heraus.
Die Übung nr. 2 mit den 4 Farben findet im Spiel am Ende auch ihre Applikation und zielt eigentlich auf die Kommunikation ab.Die wiederum erwähte Übung in dem Zitat hat auch andere Zwecke. Es sind wiederholte 1:1 Formen bei mehreren Kontakten und der genaue direkte Pass bei einem einzigen Kontakt und andererseits ist der 360° Blick des Spielers in der Mitte --> den Pass abfangen
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Eine Übung, die etwas in dieser Form zeigt ist in der Minute 10:33 zu sehen.
http://sportsbrand.tv/football-for-kids-by-jose-mourinho/Das ist eine ganz andere Geschichte. Zuerst spielen grün mit gelb zusammen gegen blau und orange und im nächsten Augenblick grün mit blau gegen gelb mit orange usw. Es wird auf Kommando umgeschaltet. Das ist eine ganz andere Dynamik. Wenn z.B. grün im Ballbesitz war, dann haben sie plötzlich ganz andere Partner. Gelb schaltet auch schnell von Angriff auf Verteidigung um. Konzentration, Umschalten, Kommandos schnell verstehen, interpretieren und umsetzen.
Dagegen ist Ballbesitz ohne Ziel eine ausichtslose Situation. Entweder ist das erklärte Ziel, ein Tor zu schießen, was wiederum Dynamik ins Spiel bringt, oder die ballbesitzende Mannschaft versucht rauf und runter den Ball über die Linie zu bringen. Ansonsten ist das brotlose Kunst. Für die Verteidigung gibt es eine positive Seite, der Ball muss schnellstens erobert werden. Der Angriff dagegen macht etwas ohne Ziel. Eben nur Spiel auf Zeit. -
http://sportsbrand.tv/football-for-kids-by-jose-mourinho/
Ist es das? Kannst du mir sagen, wo diese Übung vorkommt? Welche Minute ist es?
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Habe eben noch einmal bei den Spaniern im internationalen Forum nachgefragt und mir auch noch einmal die Mourinho-DVD "Football-for-Kids" kurz angesehen. JA, ich bin mir sehr sicher, dass solche Ballbesitzspiele dort sehr häufig praktiziert werden.
Beim letzten DFB-Lehrgang hieß es jedoch auch: "Der Ball muss beim Training immer im Netz zappeln!", das gilt aber ausdrücklich nicht für den holländischen und spanischen Jugendfußball. Das ist eine DFB-Besonderheit.
Es gibt sicherlich auch ein Link dazu, z.B. zu dem internationalen Forum?
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Ehm ja ............................ aber genau das und Ähnliches trainiert Barcelonas Jugendabteilung täglich. Vielleicht solltest denen mal schreiben, dass sie einen großen Fehler begehen? Auf mich werden sie nicht hören.
Ehm ja...bist du sicher? -
Ich würde diese Übung überhaupt nicht empfehlen. Die Jungs sollten den Drang zum Tor entwickeln, mit Tempo spielen. Diese Übung macht genau das Gegenteil. Sie nimmt dem Spiel die Luft raus
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Und was erzählst du ihm so?
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mit dem eigenen Kind fängt man mit 2 Jahren an (:!!!!)
für die, die mich kennen, das meine ich ganz ernsthaft.günter
Wahrscheinlich ist das ironisch gemeint. Jedenfalls gibt es tatsächlich Ausnahmetalente, die mit 6 oder 7 den Ball hochhalten wie kleine Profis. Wahrscheinlich sind sie aber dann nicht sehr lange in einem Breitensportverein aktiv. Ansonsten können viele mit 8 oder 9 locker anfangen zu jonglieren. Im Spiel kann das manchmal auch vorkommen, allerdings geht es höchstens um eine verlängerte Ballannahme, oder um eine Vorlage für einen Schuss.
Jonglieren an sich ist nicht das Ziel, sondern nur ein Mittel. Es ist eine sehr komplexe Übung, die nicht nur die Konzentration stimuliert, sondern auch das Gefühl für den eigenen Körper. Dadurch wird das Gleichgewicht verbessert und die leicht nach vorne geneigte Körperhaltung wird eingeprägt.futbolistico: es ist falsch mit dem sog. starken Fuß anzufangen, da die angelernte Bewegung hinterher sehr schwer zu korrigieren ist. Die Kinder sollten direkt vom Anfang an beidbeinig loslegen
