Ich persönlich bin gegen Geldstrafen, weil mit Geld nicht das eigentliche Problem, spricht das Sozialverhalten geändert wird.
Punkt 1: Wir reden hier über Kinder, die genau wie wir mal etwas vergessen (Schienbeinschoner, Fußballschuhe etc.).
Punkt 2: Wir signalisieren den Kindern, das mit einer Geldstrafe die Sache erledigt werden kann bzw. erledigt ist. Aber genau das ist nicht der Fall. Zur Erziehung gehört es (wie in einem anderem Thread bereits noriert), dass man anlassbezogen und angemessen bestrafen soll. Ist es nicht Strafe genug für das Kind, wenn es nicht spielen kann, weil es seine Fußballschuhe, oder seine Schienbeinschoner nicht mit hat. Falls einigen das immer noch nicht reicht, können sie ja im nächsten Spiel das entsprechende Kind teilweise oder ganz aus dem Kader nehmen, weil es die Gemeinschaft durch ihr Fehlverhalten geschädigt hat. Das gleiche gilt für Beleidigungen jeglicher Art (auf dem Platz, gegen eigene Mitspieler, gegen Gegenspieler, gegen den Trainer etc.).
An dem zu Beginn aufgeführten Strafenkatalog hätte ich viel auszusetzen, da vieles eine Sache der Definition ist. Was bedeutet unnötige gelbe oder rote Karte? Wie weit darf und muss sich ein Spieler provozieren (verbal) bzw. foulen lassen, damit eine solche Karte als gerechtfertigt durchgeht. Das gleich gilt bei internen Streitereien innerhalb der Mannschaft. Wer hat angefangen zu provozieren bzw. zu beleidigen. Als Vater von mehreren Kindern weiß ich, das selbst bei bester Erziehung es immer wieder mal zu kleinen Ausbrüchen kommt. Kann ich dann immer beurteilen wer schuldig bzw. verantwortlich ist? Nein, das ist oft garnicht möglich, weil viele Dinge latent im Vorfeld ablaufen, die ich garantiert nicht mitbekommen habe.
Für mich ist und bleibt eine konsequente Bestrafung (anlassbezogen und angemessen) des gezeigten Fehlverhaltens die erste Wahl. Ich nenne meine Vorgehensweise erzieherische Maßnahmen. Warum Geld besser erzieht, als korrekte Bestrafungen, kann ich beim besten Willen nicht verstehen.