Beiträge von bcefferen

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    Auch eine gute Jugendarbeit benötigt Zeit.


    Es stimmt, das hauptsächlich junge, hungrige Spieler mit Potenzial, die bezahlbar sind, gekauft wurden.


    Es müssen ja nicht immer gleich Nationalspieler/Nationalspielerinnen aus eine guten Jugend hervorgehen. Wichtiger ist die Konstanz und ein gutes internes Klima mit Perspektive im Verein. Eine gute Jugendarbeit benötigt Zeit. Und die sollte man auch den Hoffenheimern zugestehen. Denn bis ein D- oder C-Spieler soweit gefördert ist, das er in der Bundesliga bestehen kann, dauert bekanntlich einige Jahre.

    Strafen sollen, wie Andre es bereits erwähnt hat, einen Zusammenhang mit dem Vergehen haben.


    Andre, es kommt darauf an was für ein Mist dieses Kind z.B. in der Schule begangen hat. Hat er die Schule geschwänzt, hat er seine Hausaufgaben nicht gemacht, hat er eine schlechte Arbeit geschrieben, hat er einen Schüler oder einen Lehrer beleidigt, hat er etwas gestohlen oder kaputt gemacht etc. Mir jedenfalls würden ganz viele Strafen einfallen, die einen direkten Bezug zur Tat haben, die erheblich effektiver wären, als das was viele Eltern, ohne all zu viel nach zu denken machen. Zu viele Bestrafen, dort wo es dem Kindern am meisten weh tut. Vergessen dabei aber völlig, das ein Spielverbot nicht nur das eigene Kind bestraft, sondern eine ganze Mannschaft. Das hat dann leider den Effekt der Sippenhaft.


    Je nachdem wie die Eltern gestrickt sind, macht es durchaus Sinn als Trainer, mit den Eltern mal zu telefonieren. Ein bischen Fingerspitzengefühl und eine gute Argumentation (die richtige Wortwahl ist ganz wichtig) helfen oft, dieses Kind doch noch von der Strafe "Spielverbot" zu retten. Wohl dem, der in der Lage ist nicht nur einen guten Draht zu seinen Spielern/Spielerinnen zu haben, sondern diesen guten Draht auch zu den Eltern hat.


    Ich verfahre bei solchen Dingen nach dem Motto, das man bei einem solchem Gespräch mit den Eltern nichts verlieren kann. Meine Quote aus einem "NEIN" der Eltern ein "JA" zu bekommen, liegt bei ca. 50%.

    Alles eine Frage des sozialen Umfeldes.


    Wer hat der kann und wer nicht hat, der kann nicht. Sind die einen nun bessere bzw. erfolgreichere Spieler/Spielerinnen. Haben sie den bessseren, oder einen schlechteren Charakter? Alles müßig.


    Es gibt Dinge, die liegen immer im Auge des Betrachters, und der kann und wird bekanntlich sehr unterschiedlich sein.


    Auf der einen Seite kann ich dazu nur sagen, "man muss auch gönnen könnnen, aber auf der anderen Seite ist manchmal weniger sogar mehr.


    Für die meisten Vereine und Mannschaften werden deshalb Auslandturniere bzw. extrem weite Fahrten zu hochklassigen Turnieren ehr selten sein. Wirklich gute Mannschaften werden sicherlich öfter weite Wege in Kauf nehmen müssen, als die meisten anderen.

    Es gibt Sachen, die haben nicht nur mit Geld zu tun, wie einige meinen. Frauenfußball ist z.B so ein Bereich, da hier mit relativ geringen Summen und einem vernünftigem Konzept, sehr sehr viel erreicht werden kann.


    Viele glauben, das Hopp und die TSG Hoffenheim nur durch das Geld erfolgreich ist. Das ist aus meiner Sicht Blödsinn, da in diesem Verein hauptsächlich auf die konsequente Förderung der Jugend gesetzt wird. Das gilt für die Herren und die Damen. Das andere Länder mit solchen Konzepten ebenfalls sehr gut fahren, ist anscheinend noch nicht bei allen angekommen.


    Da die meisten Vereine lieber in die Senioren, als in die Jugend investieren, müssen sie sich nicht wundern, wenn sie viel mehr Geld ausgeben müssen als z.B. die TSG Hoffenheim, um nur bedingt genauso erfolgreich zu sein. Das hat auch etwas mit der Fähigkeit zu tun vernünftige, motivierende Strukturen in einem Verein zu installieren.


    Ich jedenfalls halte das Engagement von Herrn Hopp für ein großes Glück. Es wäre gut, wenn einige Verantworliche anderer Vereine zumindest einige der durchaus interessanten Erkenntnisse/Überlegungen übernehmen und in ihre Vereine einfließen lassen. Damit könnten sie aus meiner Sicht sogar bedingt Kosten einsparen.

    Wenn ich so etwas höre, stelle ich mir immer die Frage ob es um die Sache (Doping), oder ums Prinzip (Umsetzung der rechtlichen Vorgaben) geht.


    Da die Aussage im Raum steht , das kein Doping festgestellt wurde, kann es sich ja nicht um die Sache an sich handeln. Wenn es nur noch darum geht eine 1-jährige Strafe umzusetzen, weil eine 10-minütige Verspätung vorliegt, muss man sich immer die Frage der Verhältnismäßigkeit stellen. Ein Jahr Sperre für 10 Minuten Verspätung? Armes Deutschland, armes Europa, arme Welt, armes Recht bzw. richtiger arme Gerechtigkeit.


    Wollen wir Recht, oder Gerechtigkeit, diese Frage muss man sich immer stellen. Fakt ist, das es keinem wirklich weiter hilft, wenn man mit Kanonen auf Spatzen schießt. Denn bei einer solchen Handhabung werden Unschuldige fast mit der gleichen Strafe belegt wie Täter.


    Strafe ja, aber immer angemessen. Das gilt für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene. Fehler macht jeder. Und da haben die Hoffenheimer offensichtlich einen begangen.

    Wo liegt das Problem?


    Du gibst dir eigentlich selbst alle wesentlichen Antworten.


    Die Spieler und die Verantwortlichen im Verein lassen dich hängen. Wie willst du dort erfolgreich arbeiten?


    B-Jugend ist ein relativ schwieriges Alter, da sich nicht nur die Interessen (es gibt nicht nur Fußball, sondern noch Freundinnen, andere Hobbys und Partys etc.) der Kinder/Jugendlichen ändern, sondern auch die Einstellungen (Erwachsen werden ist nicht so einfach). Wichtig wäre die Truppe optimal zu motivieren. Da lieg meiner Meinung nach das Hauptproblem. Wenn es von Jahr zu Jahr leistungsmäßig abwärts geht gibt es wesentliche Gründe dafür. Diese gilt es zu erkunden und abzustellen.


    In einem Punkt muss ich dir leider widersprechen: Fußballtrainer sind keine Sozialarbeiter!!! Trainer sind weder dazu ausgebildet, noch besteht der Sinn des Fußballs darin, für Menschen die vielfältige soziale Probleme (kein Geld, Gewaltätigkeit, schlechtes Elternhaus, schlechte Schulbildung, Alkoholprobelme, Drogen etc.) haben, diese durch die Trainer lösen zu lassen.

    Vereinbare möglichst viele Freundschaftsspiele gegen stärkere Mannschaften, damit dein Team zumindes in diesen Spielen gefordert ist. Ansonsten empfehle ich das ständige rotieren deiner Spieler auf den verschiedensten Positionen.


    Falls ein Gegner erheblich schwächer ist, können auch Trainingsinhalte bei diesen Spielen vorgegeben werden. Zum Beispiel Torschuß ausschließlich mit dem linken Fuß, oder im extremfall nur per Kopfball. Oder das Spielen mit nur jeweils 2 Ballkontakten während des gesamten Spiels. Mag sein, das ihr dadurch nicht ganz so hoch gegen schwächere Teams gewinnt, aber es hilft erheblich sich spielerisch und technisch erheblich schneller weiter zu entwickeln als alle anderen Teams.


    Unabhängig davon würde ich noch einmal das persönliche Gespräch zum Kreis bzw. Verband suchen. Das kann telefonisch oder gar persönlich sein. Der Vorteil ist, das oft nettes, freundliches Gespräch Dinge möglich macht, die per E-Mail bzw. Brief nicht erreicht werden können.

    Macht doch einfach mal ein oder zwei Testspiele gegen ein von dir beschriebenes Herren-Team. Damit deine Spieler mal sehen können wo der Hammer bei den Herren hängt. Oder spielt doch mal als A-Jugend bei einem Herren-Hallenturnier mit. Da du die jeweiligen Gegner aussuchst, bestimmt du selbst wie heftig die Leistungsunterschiede sind.


    Mal sehen wie deine A-Jugend nach solchen Testspielen bzw. einem Turnier redet.


    Wir jedenfalls spielen des öfteren als B-Juniorinnen gegen Damen-Teams, um die von dir aufgezählten Attribute (körperbetonteres Spiel, Stellungsspiel, Cleverness etc.) zu erhalten.

    In der Regel ist es natürlich nicht besonders sinnvoll, sein Team zweimal am Wochenende spielen zu lassen. Aber es gibt auch Gründe hier und da mal bewußt eine höhere Belastung in Kauf zu nehmen.


    Das könnte ich mir z.B. in der Vorbereitung vorstellen, um mir ein Bild zu machen, wie leistungsfähig einige Spieler tatsächlich sind.


    Fakt ist das uns sogar teilweise der Verband "zwingt", die z.B. jetzt zahlreich ausgefallenden Spiele nachzuholen. Dabei kommt es des öfteren vor, das dann am Donnerstag und am Samstag gespielt werden muss. Da liegen dann auch nur 2 Tage zwischen den Spielen. Ich kann mich sogar erinnern das wir zum Ende einer Saison dreimal in der Woche zu Meisterschaftsspielen antreten mußten, da der Verband das so entschieden hat.

    Also bei uns im Kreis gibt es einen Schiedsrichtereinteiler und einen Verantwortlichen für alle Schiedsrichter.


    Je nachdem was vorgefallen ist, kann und werde ich Kontakt zu den jeweiligen Verantwortlichen aufnehmen. Fakt ist kommt ein Schiedsrichter des öfteren ohne vernünftige Erklärung nicht zu den Spielen(Ansprechpartner Schiedsrichteransetzer), wird er zumindest in unserer Region aussortiert bzw. bekommt einfach keine Spiele mehr zugeteilt.


    Sollten extrem Vorfälle bzw. absolute Nichtleistungen bzw. klar erkennbare "Schiebungen" (bewußte Spielmanipulation) vorliegen, rufe ich grundsätzlich beim Oberschiedsrichter an, und weise auf die tatsächliche Fakten hin. Das ändert zwar leider in der Regel nichts an dem Ergebnis, aber auch der Oberschiedsrichter kennt seine Pappenheimer bzw. kann relativ gut einschätzen, das ich nur anrufe, wenn es eine wirklich unterirdische Leistung war. Wichtig dabei ist es allerdings immer sachlich zu bleiben bzw. Verständnis für die teilweise schwierige Arbeit der Schiedsrichter aufzubringen. Emotionale Ausbrüche schaden mehr als sie nutzen.


    Letztlich wissen auch die Vorgesetzten der Schiedsrichter, das sie einige "faule Äpfel" unter sich haben. Nach meinen bisherigen Beobachtungen sind sie sehr bemüht diese schnellstens auszusortieren. Allerdings geschieht das intern und wird nicht an die große Glocke gehangen. Auch das ist ein Grund für die teilweise recht hohe Fluktuation bei den Schiedsrichtern.

    Ich trainier zwar B-Mädels, aber kann alle Punkte von Wuggman bestätigen.


    Letztlich läuft es darauf hinaus das dur Domteur der Löwen bist. Machst du Fehler, werden sie über dich herfallen. Aber Angst ist natürlich der falsche Berater.


    Entscheidend finde ich, was du bzw. die Mannschaft für Ziele habt. Denn nur wer gemeinsame Ziele hat, kann diese auch verfolgen. Das ist der erste wesentliche Punkt, den ich bei vielen Trainern kritisiere. Sie wissen nicht was sie bzw. die Mannschaft will bzw. bereit ist einzusetzen. Ziele sollten/müssen immer realistisch sein, da sie sonst ganz schnell wieder aus dem Blick geraten.


    Also stell dir und die Mannschaft direkt und indirekt Fragen.


    Treten wir als Team auf, oder wollen wir als Team auftreten? Gibt es Alleinunterhalter/Egoisten bzw. Führungsspieler/Vorbilder?


    Wie ist die Akzeptanz untereinander? Spieler zum Trainer und Spieler untereinander. Gibt es Außenseiter? Was muss/soll geändert werden?


    Wie sieht das spielerische Potenzial aus? Wo sind die Defizite?


    Wie ist die Einstellung zum Training und in den Spielen? Kommen alle regelmäßig zum Training und den Spielen? Warum nicht?


    Möchten die Mannschaft wirklich dazu lernen? Wie erreicht man das gemeinsam?


    Den wesentlichsten Vorteil sehe ich darin, das ein neuer Trainer auch immer ein neuer Anfang für das Team sein kann. Änderungen/Verbesserungen werden aber nur funktionieren, wenn man die Jugendlichen mit einbindet bzw. mit in die Verantwortung nimmt. Nur Druck und von oben herab, wird bei dieser Generation nicht funktionieren. Das eigentliche Problem sehe ich darin die richtige Balance zwischen Autorität und Freund/Trainingspartner zu sein.


    In jedem Fall wünsche ich dir und deinem Team eine gute, solide Zusammenarbeit und die erforderlichen Erfolgserlebnisse.

    Oh Gott, manche lernen es nie bzw. wollen Dinge beweisen, die sie so nicht beweisen können.


    Fakt ist, selbst wenn es funktionieren würde, was ich absolut bezweifle, beweist es nur das eine Person es geschafft hat. Das es allgemein gültig ist, wird bewiesen wenn dieser Versuch 10.000 bzw. 100.000 unternommen wird, und eine Quote von ca. 90 % erreicht werden würde.


    Wer selbst einmal Fußball gespielt hat, weiss sehr genau, wie entscheidend das eigene Potenzial (Talent, Motorik, Körperbau, Einstellung, geistige Frische, Intuition, Spielverständnis, taktisches Verhalten etc.) ist, um nur im Ansatz an die vorgenannten Spieler bzw. deren Leistungsvermögen zu kommen. Es handelt sich um absolute Ausnahmespieler. Das was sie können bzw. umsetzen, kann man sicherlich bedingt antrainieren, aber immer nur bis zu einem bestimmten Punkt, wo es für die meisten, ohne diese Begabungen, einfach nicht weitergeht.


    Geht es bei einem solchen Versuch nicht ehr darum Aufmerksamkeit zu bekommen?


    Haben diese Theoretiker mal mit Menschen aus der Praxis (Spieler, Trainer, Medizinische Abteilungen) innerhalb von namenhaften Vereinen gesprochen? Sind diese Vereine alle einfach zu blöd, oder warum geben sie wahnsinnge Beträge (Millionen und Abermillionen) aus, wo es so einfach sein könnte?

    Es geht nichts über Spielpraxis!!!


    Das bedeutet das ein Einzeltraining nur vorrübergehend zum Erhalt der eigentlichen, grundsätzlichen Fitness Sinn macht. Fußball ist und bleibt ein Mannschaftsspiel. Entsprechend können wesentliche Bestandteile (Pass- und Kombinationsspiel, Laufwege ohne Ball) nicht allein trainiert werden.


    Deshalb würde ich empfehlen, sich einem Team anzuschließen (Uni, Verein, Freizeitteam) und dort mit zu trainieren. Es sollte allerdings ein Team sein, welches deinem Leistungsstand entspricht.

    Pressing


    Die Grundidee ist, dem Gegner möglichst wenig Zeit zu geben, sein Spiel ruhig und kontrolliert aufzubauen und ihn so zu Fehlern zu zwingen. Das Druckspiel beginnt durch frühzeitiges Stören bzw. Bekämpfen des gegnerischen Angriffs bzw. Angriffsversuchs bereits in der gegnerischen Hälfte, das auch Forechecking genannt wird. Grundvoraussetzungen für Pressing sind hohe Laufbereitschaft der Spieler, Dynamik und entsprechende Kondition.

    Mit dem vorschlagen tue ich mich sehr schwer innerhalb der Bundesliga. Grund dafür ist, das ich nicht das Gefühl habe, das ein einziger Bundesligist ein absolut schlüssiges, konsequentes Konzept für die Integration der Junioren verfolgt.


    Wenn es hart auf hart kommt, bzw. um die Existenz (Abstieg, CL, UEFA-Cup) des Vereins geht, wird Geld ausgegeben, was gar nicht vorhanden ist um fertige Spieler zu holen. Je nach vorhandener Geldbörse des Vereins, werden Spieler auf dem Ostblock, oder namenhafte Spieler eingekauft. So richtig Jugendorientiert, würde ich nicht mal das Hoffenheimer Konzept sehen. Der gute Wille ist sicherlich bei vielen Bundesligisten vorhanden, aber das Fleisch ist eben doch oft zu schwach.

    Theorie und Praxis treffen aufeinander.


    Es gibt nach wie vor viel zu viele Verfechter des Kampffußballs bzw. dem typischen "Kick and Rush" Fußball.


    Da viele auf den schnellen Erfolg setzen, wird es auch noch in 20 Jahren den Libero geben. Ob das gut oder schlecht ist, liegt immer im Auge des Betrachters.


    Fakt ist, das je höher gespielt wird, die fußballerische Ausbildung erheblich besser ist. Gerade in den Kreisklassen gibt es viel zu viele nicht ausgebildete Trainer. Die trainieren was sie selbst als Kind gerlernt haben. Das ist noch nicht einmal böse Absicht. Sie wissen es einfach nicht besser. Da hilft einzig und allein eine bessere Trainerausbildung.


    PS: Bei meinem Trainerschein wurde die 3-er oder 4-er Kette nicht einmal angesprochen - warum nicht?

    Ein Spielsystem sollte dem Leistungsvermögen des eigenem Teams angepasst sein, aber auch die stärken und schwächen des Gegners berücksichtigen.


    Was mir hier bei dieser Hallendiskusion fehlt, ist die Information, das alle Spieler/Spielerinnen ständdig nach vorn und nach hinten arbeiten müssen. Wer glaubt er ist nur defensiv oder nur offensiv eingesetzt, hat die dynamik in der Halle nicht richtig verstanden. Deshalb gibt es bei uns von Spiel zu Spiel, je nach Gegner Änderungerungen in der taktischen Ausrichtung. Diese betreffen aber nicht nur das Spielsystem, sondern auch Verhaltensweisen (kurzes schnelles Paßspiel, schnelle Bälle in die Tiefe, mehr körperliche Präsenz, den Gegner kommen lassen, Pressing spielen, eine Superspierlerin ausschalten etc.), die an den jeweiligen Gegner geändert oder angepasst werden.


    Von daher ändern wir unser System, so wie ich es für den jeweiligen Gegner für erforderlich halte. Ja, dabei kann es im Extremfall auch mal zu einem 3-1 System, oder aber auch umgekehrt (1-3) kommen. Das ist aber ehr die Ausnahme.


    Aus meiner Sicht gibt es daher nicht das eine, einzig richtige System gar nicht.

    Ja, es ist eine Frage des Charakters der Mannschaft bzw. der Einzel- oder Führungsspieler.


    Im Prinzip wollen sie Leistung erbringen, was das Beispiel des Spieles 1-1 bis zur 75 Minute durchaus bestätigt. Dann aber verfallen sie kollektiv in tiefe Depression und stellen die Arbeit völlig ein. Das hat zum einem mit dem eigenem, teilweise fehlendem Selbstbewußtsein, zu tun, ist aber für meine Einschätzung ehr ein falsches Gruppendynamisches Verhalten. Hier sind meiner Meinung nach als erstes die Führungsspieler in der Pflicht, ihre Mitspieler mit zu reißen.


    Hier würde ich zwei Dinge empfehlen. Als erstes vor versammelter Mannschaft die eigene Einschätzung, für das auseinanderbrechen der Mannschaft, erläutern, um dann den Spielern die Möglichkeit zu geben, den vorhandenen Bruch im Spiel bzw. in der Leistung zu erklären. Das ganze bitte ruhig und sachlich, da das draufhauen garantiert den gegenteiligen Effekt haben würde, den man erreichen möchte. Unabhängig davon sind Einzelgespräche mit allen Spielern erforderlich, da jeder über einen anderen Charakter verfügt bzw. unterschiedlich angesprochen/motiviert werden muss, damit er unabhängig von den anderen bis zum Spielende seine Leistung erbringt.


    Ohne Änderung in der Einstellung, bei schwierigen Spielsituationen, könnt und werdet ihr nicht erfolgreich sein. Aus meiner Sicht handelt es sich um ein offensichtliches Kopfproblem bei den Spielern.