Ich trainier zwar B-Mädels, aber kann alle Punkte von Wuggman bestätigen.
Letztlich läuft es darauf hinaus das dur Domteur der Löwen bist. Machst du Fehler, werden sie über dich herfallen. Aber Angst ist natürlich der falsche Berater.
Entscheidend finde ich, was du bzw. die Mannschaft für Ziele habt. Denn nur wer gemeinsame Ziele hat, kann diese auch verfolgen. Das ist der erste wesentliche Punkt, den ich bei vielen Trainern kritisiere. Sie wissen nicht was sie bzw. die Mannschaft will bzw. bereit ist einzusetzen. Ziele sollten/müssen immer realistisch sein, da sie sonst ganz schnell wieder aus dem Blick geraten.
Also stell dir und die Mannschaft direkt und indirekt Fragen.
Treten wir als Team auf, oder wollen wir als Team auftreten? Gibt es Alleinunterhalter/Egoisten bzw. Führungsspieler/Vorbilder?
Wie ist die Akzeptanz untereinander? Spieler zum Trainer und Spieler untereinander. Gibt es Außenseiter? Was muss/soll geändert werden?
Wie sieht das spielerische Potenzial aus? Wo sind die Defizite?
Wie ist die Einstellung zum Training und in den Spielen? Kommen alle regelmäßig zum Training und den Spielen? Warum nicht?
Möchten die Mannschaft wirklich dazu lernen? Wie erreicht man das gemeinsam?
Den wesentlichsten Vorteil sehe ich darin, das ein neuer Trainer auch immer ein neuer Anfang für das Team sein kann. Änderungen/Verbesserungen werden aber nur funktionieren, wenn man die Jugendlichen mit einbindet bzw. mit in die Verantwortung nimmt. Nur Druck und von oben herab, wird bei dieser Generation nicht funktionieren. Das eigentliche Problem sehe ich darin die richtige Balance zwischen Autorität und Freund/Trainingspartner zu sein.
In jedem Fall wünsche ich dir und deinem Team eine gute, solide Zusammenarbeit und die erforderlichen Erfolgserlebnisse.