Beiträge von bcefferen

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    Die meisten Fußball Clubs sind eingetragene Vereine!


    Dürfen diese eingetragene Vereine Kinder aufgrund mangelnder Leistungsfähigkeit ablehnen?
    Verlieren sie damit nicht ihre (Gemeinnützigkeit) inkl. steuerlicher Vorteile, wenn besagte Kinder oder Eltern sich bei der richtigen Stelle beschweren?

    Sehe ich genauso wie NF.


    Manchmal können gegnerische Mannschaften einfach nicht mehr als sich hinten reinzustellen. Was sollen sie denn anderes machen als ihr eigenes Tor so lange wie möglich sauber zu halten bzw. die absehbare Niederlage in Grenzen zu halten, oder im absoluten Glückfall sogar mit dem einen oder anderen Konter zu Erfolg zu kommen.


    Ich sage das als Trainer eines Teams, welches sich sehr oft mit Teams auseinander setzen muss, die ihr Tor mit Mann und Maus verteidigen. Daran gewöhnt man sich mit der Zeit bzw. nimmt es nur noch zu Kenntnis. Da helfen eigentlich nur spielerische Mittel (Spiel breit machen, schnelles Pass- und Kombinationsspiel, Bälle hinten herum spielen, mal bewußt das Tempo rausnehmen und sich zurückfallen lassen, Standards einüben, gute Pässe in die Tiefe, gutes Kopfballspiel). Wichtig ist ebenfalls die Geduld nicht zu verlieren und immer weiter eine kontrollierte Offensive zu fahren. Und noch ein Tipp wer zuviel will (auch wenn es gerecht wäre), muss sich nicht wundern, wenn er nachher mit leeren Händen dasteht, weil sein Team gnadenlos ausgkontert wurde.

    Alles eine Frage der Einstellung / Blickwinkel.


    Ich empfehle grundsätzlich ein (lieber 2-3) Probetraining, damit Trainer und Spieler erkennen ob zum einen die Chemie innerhalb bzw. zur Mannschaft stimmt, aber auch dafür frühzeitig zu erkennen ob Anspruch und Leistung übereinstimmen. Letztlich ist es so, das weder dem Kind noch der Mannschaft geholfen ist, wenn die Diskrepanz so extrem groß ist, das bereits im Vorfeld erkannt wird, das sich entsprechendes Kind nicht durchsetzen (wenig bis keine Spielzeiten) wird. Dies würde ich für alle Spieler/Spielerinnen ab der D-Jugend empfehlen.


    Bei erheblich jüngeren Kindern würde ich alle annehmen, da man nie weiß wie sie sich entwickeln werden. Natürlich gibt es Kapazitätsgrenzen innerhalb von Vereinen, da ansonsten weder ausreichend Trainings- und Spielmöglichkeiten, noch ausreichen Trainer vorhanden sind.


    Es gibt sogar Vereine die nehmen jeden und alles. Ihnen ist es völlig egal ob jemand jemals spielen wird. Das hat man das Gefühl das es bei diesen Fällen ehr um die Beitragseinnahmen geht, als darum einen geregelten Spielbetrieb für alle zahlenden Kinder zu gewährleisten. Fakt für diese Vereine ist, das 10 zusätzliche Kinder eine zusätzlich Einnahme von ca. 1.000 Euro jährlich bedeutet.
    Das unterstelle ich nicht allen Vereinen die alle Kinder nehmen, aber leider gibt auch diesen Blickwinkel, den man auch mal beleuchten sollte.

    Respekt, zu diesem Schritt gehört eine gewisse Größe, die nicht jeder besitzt. Es mag sein, das einige es als Schwäche auslegen, ich jedenfalls sehe in dieser Entscheidung wahre Stärke und eine Top-Einstellung.


    Ich hätte es verstanden, wenn du aufgrund der Vorgeschichte die Konsequenzen gezogen hättest.


    Klar wird das Verhältnis zu besagtem Jugendleiter und dem neuen Trainer der Mädels niemals mehr so sein, wie es sein sollte, aber du bringst deinen Part (für die F-Jugend) zu Ende. Das zeigt Proffesionalität. Davon können sich einige eine große Scheibe abschneiden.
    Unabhängig davon läst du die Entscheidung zum Ende der Saison aufzuhören offen. Eine weitere Zusammenarbeit (über das Saisonende hinaus) würde ich an deiner Stelle bis zum Saisonende offenlassen. Sie würde davon abhängen wie sich dein Verein bis dahin verhält.

    Jeder Trainer ist anders und jeder Trainer geht etwas anders vor.


    Wichtig ist, das man eine klare deutliche Linie vorgibt und sie verfolgt. Dazu immer alle Kriterien offen und direkt ansprechen und konsquent verfolgen. Kinder sind durchaus in der Lage verschiedene Führungsstyle zu akzeptieren. Wichtig ist es sind nicht gleich alle in starre Schubladen zu packen. Jeder bekommt seine Chance.


    Oft gibt es Hintergründe für das Verhalten der Kinder und Jugendlichen, die man nicht innerhalb von 4 Wochen ergründen und lösen kann.

    Glaub mir wir sind und werden trotzdem keine Heilige :thumbup: .


    Wir stimmen völlig überein, das man das eine oder andere überdenkt, aber ob man in den entscheidenen Situationen immer aus seiner eigenen Haut herauskommt, wage ich zu bezweifeln.


    Ich jedenfalls finde es immer sehr schwer die Balance zu halten und die hier im Forum angebotenen guten Theorien umzusetzen. Denn in einem Punkt sehe ich immer ein Problem, welches ich nicht auflösen kann. So lange die andere Seite offen und ehrlich ist, mögen die Ansätze ja gut und richtig sein, aber was ist wenn der Trainerkollege bzw. der gegnerische Verein durch bewußte Lügen und clevere Schachzüge deine angebotene Fairness, zu seinem Vorteil nutzt?


    Beispiel 2: Dein Gegner hat einige Spieler die krank oder verletzt sind. Im Prinzip hätte er immer noch genügend Spieler zur Verfügung, aber er ruft dich an und teilt dir mit, das er aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen nicht antreten kann. Was machst du dann?
    Besonders krass fand ich einen Fall den ich hier im Forum gelesen hatte, wo jemand aufgrund dieser Situation das Spiel verlegt hat, als aber zu diesem Termin dann der eigene Wunsch (aufgrund von Kranken und Verletzten der eigenen Spieler) zu verlegen auf taube Ohren gestossen ist. Da kommt man sich nicht nur veralbert vor, sondern da kommt berechtigte Wut in einem hoch.


    Beispiel: Er kommt sehr bewußt mit weniger Spielern zu eurem Meisterschaftsspiel, weil er weiß, das du dann ebenfalls dein Team reduzierst. Was wäre jetzt, wenn er bewußt nur die 5 oder 6 seiner stärksten Spieler mitnimmt, und alle anderen bewußt zu Hause läst? Es könnte ja sein, das seine 5-6 besten Spieler ehr eine Chance haben, wenn sie gegen euch spielen. Bei einigen Mannschaften ist das Leistungsgefälle extrem groß, so das seine besten erheblich ehr eine Chance gegen euch haben, als wenn sie komplett antreten würden.


    Ich jedenfalls bin in solchen Situationen immer sehr vorsichtig, zumindest so vorsichtig, das ich diesen Menschen nicht gleich Tür und Tor öffne und abwarte was wirklich geschieht. Ich nenne so etwas Skepsis aufgrund von Erfahrungen die man in den Jahren hier und dort sammeln durfte/musste.


    Und noch eines, ich glaube dir, das du dich selbst und vieles andere hinterfragst, aber wärst du dir wirklich sicher immer die richtigen Entscheidungen zu treffen, wenn du wieder selbst an der Linie stehen würdest? Theorie ist immer das ein, Praxis und der damit verbundene Druck (durch Eltern, Spieler, Vorstand, Umfeld etc.) es allen Recht zu machen das andere.

    Wie verhaltet ihr euch, wenn eine gegnerische Mannschaft zu einem Meisterschaftsspiel nur die genaue Anzahl an Spielern aufbieten kann, die erforderlich ist um dieses Spiel auszutragen?


    Bei 7-er Mannschaften mit 7 Spielern
    Bei 11-er Mannschaften mit 11 Spielern


    Somit haben sie keine Möglichkeiten Spielern eine Pause zu gönnen bzw. frische Ersatzleute ins Spiel zu bringen.


    Verändert ihr in solchen Fällen euer geplantes Auswechselverhalten bezüglich der eigenen Mannschaft?
    Setzt ihr trotzdem alle geplanten Ersatzspieler ein?
    Wie verhaltet ihr euch falls ein gegnerischer Spieler verletzt ausscheiden muss? Reduziert ihr eure Anzahl der auf dem Feld spielenden Spieler? Wenn ja warum, bei nein warum nicht

    Hallo, wer sagt denn, das man keinen schön anzusehenden Fußball spielen kann, wenn man gewinnen will?


    Ist das nicht alles ehr eine Frage der vorhandenen Qualität bzw. der inneren Einstellung?


    Es gibt Mannschaften, da bin ich mir sehr sicher, die könnten erheblich schöner spielen, wenn sie bzw. ihr Trainer nur den Mut dazu hätten und ein kleines Risiko eingehen. Klar ein gewisses Risiko mal in einen Konter zu laufen, gibte es immer, aber deshalb grundsätzlich jede Bemühung in eine offensivere Ausrichtung einzustellen, hilft dem eigenen Team ja auch nicht weiter. Letztlich ist es so, das eine kontrollierte Offensive auf Dauer sicherlich erfolgreicher wäre, als ausschließlich Beton anzurühren. Klar muss/soll die Abwehr/Mittelfeld gut stehen, damit Gegentreffer soweit wie möglich verhindert werden, aber wer nur darauf setzt, wird auf Dauer auch einen Abstieg nicht verhindern können. Denn meistens ist es so, das diese Teams zwar die Anzahl der Gegentore reduzieren können, aber es leider auch nicht schaffen mehr Tore mit dieser Einstellung zu schießen.
    Und nach meinem Wissen gewinnt die Mannschaft die mehr Tore schiesst.


    Fazit: Schöner spielen bedeutet nicht zwangsläufig weniger Erfolg zu haben, sondern es bedeutet die Bemühungen zu gewinnen zu erhöhen/verbessern. Mag für einige naiv klingen, hat aber etwas mit der Entwicklung eines Teams zu tun.

    Tja, da haben wir´s Theorie und Praxis treffen aufeinander.


    Immer für alle gleichzeitig die richtige Entscheidung zu treffen ist teilweise nicht möglich!!! Entweder man selbst schlägt sich bedingt auf die Seite derjenigen die Spiele lieber gewinnen, oder man verfolgt eine Linie die nichts aber auch garnichts mit Erfolgsorientierung zu tun hat.
    Klar versucht man jedem/jeder Spieler/Spieler gerecht zu werden, aber das ganze hat etwas von der "eierlegenden Wollmichsau" bzw. der quadratur des Kreises. Es passt manchmal einfach nicht zusammen, wenn auch nur ein Funken von Gewinnermentalität vorhanden ist.


    Zumindest empfinde ich diesen Zwiespalt so.

    Gut ist ein relativer Begriff !!!


    Was für den einen gut ist, ist für den anderen nicht gut genug. Vieles ist eine Frage des Blickwinkels. Und der ist bekanntlich oft sehr unterschiedlich.


    Beispiel: Was für Hintertupfingen gut ist würde bei Bayern München nicht einmal die Grundanforderungen (Trainerschein, persönliche Erscheinung, Trainingsvor- und Nachbereitung etc.) erfüllen.


    Von daher wäre ich etwas vorsichtiger den idealen Trainer bzw. das entsprechende optimale Anforderungsprofil zu erstellen. Allerdings sollten bestimmte Werte (Umgangston, Ehrlichkeit, Einfüllungsvermögen etc.) grundsätzlich vorhanden sein. Und außerdem gibt es nicht den perfekten Menschen. Wir sind alle Fehlerhaft, was den einen oder anderen sogar teilweise liebenswert macht.
    Noch einmal Menschen sind keine Maschinen, sondern ein Produkt ihrer Erziehung und des Umfeldes.


    Was will ich damit sagen? Wir diskutieren hier über wünschenswerte Dinge, die leider in der Realität oft im Ansatz nicht erreicht werden. Bedauerlich, aber wir sollten in der Realität leben und das verändern, was wir (jeweils der eigene Bereich) ändern können.
    Ansonsten philosophiere wir über Dinge, die sich in der Breite wahrscheinlich nie ändern werden.

    In letzter Zeit fällt mir auf, das in der Bundesliga immer mehr Vereine viel zu oft ergebnisorientiert spielen. Das geht soweit, das entsprechende Trainer nachher von "schmutzigen Siegen" Siegen sprechen.


    Das war sicherlich auch der Grund, warum z.B. Hoffenheim in so ungewöhnlicher Art und Weise bei ganz vielen richtige Begeisterung ausgelöst haben. Seit der Rückrunde (warum auch immer) sieht man leider auch bei den Hoffenheimern nicht mehr diese Art Fußball.


    Selbst Mannschaften, die über ein Wahsinnspotenzial (Bayern München, Leverkusen, Bremen etc.) verfügen überdenken ihre offensive Ausrichtung.


    Es scheint bei fast allen die spielerische Entwicklung hinter dem Erfolgsdenken zurück zu stehen. Mit Hertha BSC steht aktuell eine Mannschaft an der Spitze, die hauptsächlich lauert, um dann den einen oder anderen entscheidenen Konter zu setzen.


    Was kann/muss getan werden, damit die Mannschaften wieder mutiger werden, und der erheblich besser anzusehende Offensivfußball gespielt wird?

    Spieler die gerade neu anfangen, brauchen einfach ihre Zeit bis sie sich entwickeln. Motorisch, technisch, taktisch etc.


    Werden sie weniger eingesetzt als andere, können sie sich auch nicht so gut entwickeln wie die anderen. Wo und wann sollen sie sich entwickeln? Beim Training? In Freundschaftsspielen gegen leichtere Gegner? Fakt ist, das neue Spieler nur die gleichen Chancen haben, wenn die gleichen Voraussetzungen vorhanden sind.


    Zur gleichen Vorraussetzung gehört aber auch die Basis mit dem gleichen Talent ausgestattet zu sein wie andere. Und da fängt für die meisten das eigentliche Problem an. Urplötzlich sprechen wir von talentfreien Kindern bzw. Kindern die nicht unfallfrei geradeaus laufen können.


    Warum setzen sich viele von denen die von anderen nicht unter Druck gesetzt werden, selbst unter Druck?
    Warum soviel Druck im frühem Lernalter?
    Lernen Kinder die keine Angst bzw. keinen Druck haben schneller und besser?

    Hans, stell dir mal die Frage warum Bayern München Kahn nicht in den Verein integriert. Wenn das ein so großer Verein wirklich will, wäre es überhaupt kein Probelm.


    Da scheint mir jedenfalls der richtige Wille zu fehlen.


    Und ob Kahn für diese Aufgabe bei Schalke 04 wirklich geeignet ist, würde sich auch erst noch zeigen müssen. Wie ein Verein, wie Schalke 04, in der aktuellen, desolaten Führungsproblematik auf jemanden vertrauen möchte, der noch nicht bewiesen hat das er es gut kann, beweist mir das dieser Verein nicht proffessionell geführt wird.
    Im Prinzip brennt dort in allen Ecken und Kanten der Baum, weil keiner in der Lage ist den Laden richtig zu führen. Und dann geht man das große Risiko ein, sich eine neue Baustelle zuzulegen? Naja, ich jedenfalls würde jemand gestandenen nehmen, damit endlich Ruhe in diesen etwas außergewöhnlichen Club einkehrt. Aber auf Schalke ticken die Uhren wohl anders herum.

    Spielt ihr erfolgsorientiert?
    Wie wichtig sind deinem Team Siege?
    Wie reagieren Sie, wenn der Torwart durch Fehler Tore kassiert und ggf. damit dafür sorgt das enge Spiele verloren werden
    Seid ihr ansonsten eine homogene Mannschaft?
    Wie würde besagter Torwart reagieren, wenn er nur noch sporadisch (gegen schwächere Teams) eingesetzt würde?


    In dieser Situation ist es wirklich nicht einfach eine Entscheidung zu treffen, die allen und allem gerecht wird.

    Das eigentliche Problem sehe ich in der Einstellung der Erwachsenen.


    Zu dieser Gruppe gehören Eltern, das persönliche Umfeld (Freunde, Verwandte und Bekannte), der Verein (Jugendleiter, andere Trainer etc.)und die jeweiligen Trainer der Mannschaft.


    Nenne es Egoismus, nenne es ein zu geringes eigenes Selbstbewußtsein, nenne es "Ellenbogengesellschaft", nenne es wie du willst. Solange die oben aufgeführten Gruppen Einfluß auf das denken und handeln haben, wird es immer so weiter gehen wie bisher. Wir sind halt Menschen und sind eigentlich schwach. Wir wollen anderen gefallen bzw. imponieren. Wann gefallen wir bzw. imponieren wir? Wenn wir erfolgreich sind!!!Das dabei des öfteren über das Ziel hinausgeschossen wird, fällt jedem auf der etwas länger darüber nachdenkt. Schade das dieses Denken und Handeln dafür sorgt, das viel zu viele Kinder entweder auf der Strecke bleiben, oder aber dieses falsche Denken übernehmen und leben.


    Die Chancen das sich das absehbar ändern wird sehe ich nicht.

    NF, deine Message ist, das ihr trotz Unterlegenheit gewonnen habt, weil ihr taktisch klug (defensiv stark und Konter nach vorn) und mit dem nötigen Glück (Tore zum richtigen Zeitpunkt) gewonnen habt. Das ist das schöne am Fußball !!! Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft, und das ist gut so.


    Es war ein Freundschaftsspiel und gerade dort ist es doch schön, wenn man mal etwas ausprobieren kann. Das ihr mit 2 D-Spielern, gegen eine höher eingestufte Mannschaft gespielt habt, ist wenn Spieler krank sind bzw. fehlen, doch gar kein Problem. Ich gebe dir Recht, wenn du meinst das eurer Gegner nicht wirklich fair mit der eigenen Niederlage umgegangen ist, da er es ausschließlich mit den 2 D-Spielern erklärt bzw. in Nachgang dieses durch die Eltern etc. schlechtgeredet wurde. Was lernen wir daraus? Das der Gegner nicht wirklich gelernt hat zu verlieren bzw. mit Niederlagen noch nicht richtig umgehen kann.


    Aber was hat das mit der in diesem Fall genannten kurzfristigen Verlegung (unter falscher, gelogener Begründung!!!) zu tun? Der Gegner ist obwohl er 2 Tage vorher behauptet hat nicht ausreichend Spielerinnen zur Verfügung zu haben mit 11 Spielerinnen angetreten.
    Ist es unfair von uns wenn wir gegen ein Team welches mit 11 Spielerinnen antritt, auch mit 11 Spielerinnen spielen? Was glaubst du wie oft auch wir nur über 11 Spielerinnen verfügen und trotzdem ohne murren und knurren antreten?
    Wir jedenfalls verlegen grundsätzlich keine Spiele, so wie viele andere Trainer hier im Forum, nur weil unsere besten Spielerinnen krank oder verletzt sind, und wir deshalb erheblich schlechtere Karten hätten Spiele zu gewinnen. Da fahren wir hin und versuchen unser bestes - Punkt. Und wenn das nicht reicht, dann müssen wir uns selbst an die Nase fassen und uns fragen was bei uns falsch gelaufen ist, bzw. uns Gedanken machen warum einige lieber zu einer Party gehen als das sie spielen wollen. Sorry, aber für mich hat das mehr mit der inneren Einstellung zu tun. Wer nur den Spaß verfolgt sollte lieber in einer bunten Liga spielen, oder nur Freundschaftsspiele austragen.


    Und nun noch eine Information, die ich bisher noch nicht gegeben hatte. Wir sind ein B-2-Juniorinnen-Team, da kommt es schon mal vor das man seine besten Spielerinnen an die B1 ausleihen muss. Auch wir hatten Probleme ausreichend Spielerinnen auf das Feld zu bekommen. Und was haben wir da gemacht? Wir haben uns 2 Spielerinnen von unseren C-2-Juniorinnen ausgeliehen. Ja, auch wir hatten nicht unseren besten Kader zusammen. Und wo liegt da das Problem trotzdem zu spielen? Wenn du glaubst das es uns nur ums gewinnen geht, sorry da liegst du völlig falsch.
    Die Kinder wollen spielen weil es ihnen Spaß macht. Und den Spaß kannst man seinem Team nur erhalten wenn man regelmäßig spielt, und nicht jeder noch so unsinngien Spielverlegung zustimmt.


    Und es gibt noch einen Grund warum die Mannschaft, der auch aus meiner Sicht nicht erforderlich Verlegung, nicht zugestimmt hat. Aufgrund der lange andauernden schlechten Witterung im Februar und März haben sich innerhalb unseres Vereins soviele Nachholspiele aufgetürmt, das wir kaum noch auf dem Trainingsplatz kommen, weil ständig Nachholspiele in der Woche stattfinden und wir deshalb so gut wie nicht bzw. nur extrem eingeschränkt trainieren könnnen. Diese Phase dauert bis nach den Osterferien. In einer solchen Zeit weitere, nicht unbedingt erforderliche Nachholspiele zu produzieren, ist allen anderen Teams innerhalb unseres Vereins gegenüber ebenfalls unfair. Denn damit würden wir ihnen unnötig Trainingszeiten kaputtmachen.


    Nochmals, mir geht es nicht darum Spiele zu gewinnen, sondern darum die beste Lösung für alle Beteiligten zu erreichen.

    Aus einem anderen Thread stellen sich mir folgende Fragen bezüglich eines Wechsels ganzer Mannschaften, die zu einem anderen Verein wechseln weil ihr bisheriger Trainer zu besagtem Verein wechselt.


    Wem gehört eine Mannschaft
    1. dem Trainer?
    2. dem Verein?
    3. hat ein Trainer das Recht seine Spieler anzusprechen und gemeinsam mit den Kindern den Verein zu wechseln?
    4. wer darf und soll unter welcher Voraussetzung mit fast der kompletten Mannschaft wechseln?
    5. wie würdet ihr die Sache angehen?

    Ein Vorschlag bzw. so wie es in der Schweiz praktiziert wird, würde das vorhandene Problem aus meiner Sicht erheblich reduzieren. Und zwar:


    Wenn eine Spielverlegung mit Kosten an den jeweiligen Verband verbunden wären. Je nach Zeitpunkt sollten dies 50-150 Euro sein.
    Ich jedenfalls bin mir ganz sicher das die Fraktion der Trainer die ständige Spielverlegungen wünschen, von ihren eigenen Vereinen gefragt würden, wie sie sich das vorstellen bzw. ob diese Summen für Party- und Feierwütige, kranke Spieler, oder der Wunsch immer mit der Top-Mannschaft anzutreten etc. wirklich vom Verein bezahlt werden sollen. Mein Jugendleiter jedenfalls würde mir mal den Puls fühlen bzw. fragen ob ich noch ganz gesund bin.
    Natürlich könnten besagte Summen dann auch von den Verursachern (Partywütigen, Trainern die sich ein Bundesligaspiel etc.) direkt aus der eigenen Tasche bezahlt werden.


    Würde mich wirklich interessieren, ob dann der Wunsch auf jede Spielverlegung noch so ausgeprägt wäre, oder ob sich das Thema damit weitgehend erledigt hätte.

    Es ist schön wenn Eltern hinter ihrem Kind stehen und versuchen es positiv zu entwickeln.


    Aber der hier vorgestellte Fall ist entweder nicht real, oder aber einfach nicht richtig durchdacht bzw. geht an der Realität vorbei. Hintergrund dafür ist, das es wirklich keinen Sinn mach Kinder bereits im F-Jugend-Alter in den Top-Vereinen unter zu bringen.
    Es ist wirklich so, das Jahr für Jahr ausgesiebt wird und somit praktisch jede Saison ein fast neuer Kader bei diesen Teams zur Verfügung steht.


    Wenn Eltern meine sie würden dem Kind damit was gutes tun, dann täuschen sie sich. Es würde aus meiner Sicht bedeuten, das spätestens jedes zweite Jahr ein Umzug, inklusive neuer Schule, neue Wohnsituation, neue Freunde für das Kind und ein verändertes soziales Umfeld auf die Kinder einstürmen würde. Ob das für die Entwicklung des Kindes wirklich hilfreich ist, werden sicherlich die meisten bezweifeln.


    Mein Tipp: wenn es wirklich so wichtig ist, das dieses Kind sich im Fußball weiter entwickeln soll, dann gibt es sicherlich auch in eurer Gegend Vereine die über eine optimale Förderung für die Jüngsten verfügen. Sie haben eventuell nicht den ganz großen Namen, aber sie machen ihren Job mindestens genauso gut wie jeder Bundesliga-Verein. Innerhalb von 50-70 km wird es sicherlich auch in eurer Region entsprechende Vereine geben.
    Unabhängig davon würde ich empfehlen mit Stützpunkttrainer bzw. Verbandstrainer sprechen, um eine unabhängige Einschätzung der Situation zu erhalten.

    Ich würde an deiner Stelle zwei Dinge trennen. Einmal den Bereich und das Denken deiner Jugendleitung, welche für mich völlig falsch an dieses Thema heran geht. Und zwar aus grundlegenden charakterlichen Gründen, aber auch falls es sich um finanzielle Hintergründe handelt. Zum anderen habe ich immer die Kinder im Blick, die ich selbst betreue. Dein sofortiger Rückzug von beiden Teams ist in der ersten Aufregung sicherlich verständlich, aber ist es wirklich das was du willst. Du sagst auf der einen Seite Fußball und deine Mannschaften sind dir sehr wichtig und es hat mit dir erhebliche Verbesserungen gegeben. Auf der anderen Seite bis du so konsequent, das du dich komplett zurückziehst.
    Vieleicht sollte man eine solch schwierige Situation etwas anders angehen. Vieleicht ist es besser, wenn man nicht in der ersten (verständlichen) Reaktion die "Brocken" direkt hinwirft. Ja, das was und wie es gemacht wurde ist eine Sauerei. Mein Tipp, nimm dir etwas mehr Zeit um deine definitive Entscheidung reifen zu lassen. Gerade bei schwierigen Problemen ist es manchmal besser noch 2-3 oder auch 6-7 mal drüber zu schlafen, damit die Entscheidung auch ohne erste Erregung getroffen wird. Bedenke wie wichtig dir deine F-Jugend ist, und ob du ohne sie auskommen kannst und willst.


    Der Verein bzw. die Jugendleitung denkt definitiv zu kurz bzw. sieht unter Umständen nur das schnelle Geld. Sie vergessen völlig das sie damit vorhande, funktionierende Strukturen kaputt machen könnten. Sie vergessen bzw. verdrängen ebenfalls welche Auswirkung ihr handeln hat bzw. in Zukunft haben wird.


    Deine Aussage bezüglich der F-Jugend und einem kompletten Wechsel höre ich nicht so gern, weil es faktisch nichts anderes ist, als das was der neue Trainer jetzt in eurem Verein macht. Du würdest genau wie er mit einer fast kompletten Mannschaft zu einem anderen Verein wechseln wollen. Wo wäre da der Unterschied im Handeln zwischen dir und ihm? Kann es sein das besagter Trainer ebenfalls geht, weil er im aktuellen Verein nicht zufrieden war?


    Mir jedenfalls stellt sich hier einige wesentliche Frage. Wem gehört eine Mannschaft? Dem Trainer? Dem Verein? Wer darf und soll unter welcher Voraussetzung mit fast der kompletten Mannschaft wechseln? Was muss passieren, damit jemand glaubt er hat dieses Recht?