Interessante Übungen. Die letzte habe ich aber noch nicht vollständig kapiert, kannst du sie vielleicht noch etwas näher beschreiben?
Beiträge von tobn
Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
-
-
Wenn es nicht nur einzelne bekommen sondern alle dann ist das doch klasse und kein negatives Signal á la "das du es besser machen kannst"
Schon recht. So sollte man es dann auch machen. -
Ich fände es aber zum Beispiel gut, wenn die Vereine den Trainern zu Weihnachten mal eine DVD schenken oder ein Buch anstelle einer Flasche Wein und einem Gutschein zum Essen oder ähnliches...

Genau, so nach dem Motto: damit du es in Zukunft auch richtig machst! Nicht wahr?
-
Mir fällt spontan https://www.amazon.de/Erfolgre…/dp/300018905X/ref=sr_1_1 ein, im Kapitel zur Gruppentaktik werden einige Situationen in der Offensive angeführt und mögliche Lösungen diskutiert, anschließend Übungen und Spielformen für diese Lösungen angeboten. Ich weiß aber nicht, ob das für eine D geeignet ist, ab C würde ich es für umsetzbar halten, wobei sich mein persönlicher Erfahrungshorizont auf G bis E beschränkt.
-
Und exakt dieser Flaschenhals ist der Grund warum ich mir die Unterlagen nach und nach selbst zusammenkaufe! Ich habe es zum Nachschlagen einfach gerne immer daheim stehen!
So geht es mir auch, aber wenn ich mir vorstelle, ich wäre Jugendleiter, dann könnte ich das nicht von den ganzen Trainern verlangen. Jedem eine Bibliothek zu schenken, wäre wiederum zu teuer..Gleiches ist mit den DVDs - die kann man neben den öden Bürotätigkeiten daheim gut nebenbei laufen lassen.
Das schaffe ich aber nicht, ich muss bei beidem zu viel aufpassen... -
Zu Lubis Beitrag: In diesem Zusammenhang fände ich es überaus wünschenswert, wenn viele Publikationen auch in elektronischer Form verfügbar wären, damit Vereinstrainer sich Passagen aus ihnen leicht ausdrucken könnten und der einzige Band von 'Fußball von morgen: Kinderfußball' nicht zum Engpass würde... Gerade die Bücher sind halt nicht mal eben an einem Tag durchgelesen, zumal man ja manchmal auch noch etwas nachschlagen möchte...
-
(Vielleicht gehört`s nicht ganz zum Thema! Durch die Einführung der Jeans reduzierte sich der Beckenumfang von deutschen Frauen um 5 cm. Dieses, so wie die durch bessere Schwangerenernährung immer größer werdenden Babies fürhen zu mehr Kaiserschnittgeburten. Wer mehr darüber wissen möchte, kann nach "Sozialstatistiken" surfen und detailiertere Infos bekommen.)
Als Vater zweier Kinder habe ich da aber auch noch einen anderen Verdacht: Grob generalisiert scheinen Ärzte Kaiserschnitte auch zu bevorzugen. Das könnte daran liegen, dass sie besser zu planen sind und inzwischen ein geringeres Komplikationsrisiko als sog. spontane Geburten (die bei uns übrigens alles andere als spontan abliefen, aber das ist wieder ein anderes Thema) bergen. Eine Bekannte mutmaßte auch noch etwas über höhere Regelsätze und längere Verweildauern, aber das war, glaube ich, nur spekulativ, auch wenn es nicht so klang.
-
So, jetzt verstehe ich das. Das kann sein, aber nach einer Diskussion der letzten Tage habe ich mitbekommen, dass es dem DFB sogar bewusst ist, dass manche Talente "versteckt" bleiben, was ich auch oben erwähnt habe. Deshalb streifen manche Stützpunkttrainer über die Fußballplätze, wenn sie Wind davon bekommen.
Ich weiß nicht, inwieweit dieser Verdacht, so nenne ich es mal, beim DFB von weiter oben kommt, ich würde hier eher vermuten, dass die Stützpunkttrainer selbst da über andere Trainer davon Wind bekommen, dass es da noch interessante Spieler geben müsste, die sie noch nie zu Gesicht bekommen haben. Wie bereits gesagt, wenn das auf den fehlgeleiteten Egoismus eines Vereinstrainers zurückgeht, halte ich es für verwerflich. Liegt es aber daran, dass er bspw. nichts von dem Stützpunkt weiß oder das Kind und/oder seine Eltern nicht zum Stützpunkt wollen, so habe ich kein Problem damit. -
1) Möglicherweise besteht hier eine gewisse Vorbelastung. Allerdings muss ich sagen, dass dieses Problem im Fall meines Sohnes nicht gegeben ist. Ja er wurde auch hin und wieder ausgewechselt, aber nachdem wir miteinander die völlige Offenheit verabschiedet haben, habe ich ihm auch erklärt warum.
Woher wusstest du, warum er ausgewechselt wurde? Das hat doch der Trainer gemacht, oder? Hat er dir seine Gründe erklärt?Mit Offenheit muss man Kindern und auch Eltern gegenüber als Trainer etwas vorsichtig sein. Ich halte es auch gerne so, aber gerade mit Kritik muss man da höllisch aufpassen: bei den Kindern, weil sie mit negativer Kritik im Alter bis mindestens E-Jugend noch nicht richtig umgehen können, bei den Eltern, weil sie oftmals sehr empfindlich auf Kritik an ihren Sprösslingen reagieren und das Thema schnell emotionalisieren. Daher würde ich als Trainer versuchen, keine sportlichen Gründe für eine Auswechslung zu nennen, sondern eher auf die Gerechtigkeit hinweisen. Wenn das Vertrauensverhältnis zu den Eltern entsprechend ist, kann man durchaus auch die sportliche und evtl. auch die soziale Situation ihres Kindes besprechen. Dabei muss man aber sehr viel Taktgefühl aufbringen, wenn das Gespräch positive Folgen haben soll.
Auch Talente können manchmal auf der Nebenspur funktionieren, was vollkommen in Ordnung ist. Ich habe die Probleme im Spiel gesehen, der Trainer hat das auch gemerkt, folglich ausgewechselt. Absolut verständlich und es wäre aus meiner Sicht kommisch, wenn das nicht der Fall gewesen wäre.
Ja, manchmal tut Kindern eine Auszeit oder auch der Wechsel auf eine andere Position, wenn es schon keine Rotation gibt, ganz gut. Man muss dabei bei den Kindern aber aufpassen, dass man sie damit nicht demotiviert, das geht in diesem Alter unheimlich schnell.Umgekehrt aber, gibt es viele Eltern, die wenig bis gar nichts davon verstehen, die aber in einem ähnlichen Fall für Skandal sorgen. Auch gibt es die Eltern, die sich überhaupt nicht dafür interessieren. Mögliche Talente sind mehr oder minder sich selbst oder der Wilkür des Vereins überlassen. Das zusammengepaart mit Trainern, die zwar guten Willens sind, aber keine Ahnung haben, oder einfach nur aus Gerechtigkeitsgründen wechseln, kann mögliche Nachteile liefern. Darum auch meine Frage.
Nun, wenn der Verein nicht zu den eigenen Vorstellungen passt, man aber einen besseren findet, dann sollte man wechseln. Mir begegnen in unseren Spielen immer mal wieder Trainer, zu denen ich meine Kinder auf keinen Fall schicken würde. Und ich erlebe auch ab und an Eltern, mit denen ich nie auf einen Nenner käme. Da sollte man das dann auch erkennen und mit unterschiedlicher Meinung auseinander gehen.2) Das fettmarkierte habe ich nicht ganz verstanden. Um was geht es, kannst Du mir ein Link mit der entsprechenden Diskussion posten?
Das war ja, wie gesagt, verkehrt. Und in dem anderen Thread habe ich es auch nur so am Rande festgestellt, es war, so meine ich, nicht eigentliches Thema des Threads. -
Da ist mir ein Lapsus unterlaufen, ich meinte am Ende des Satzes das Gegenteil, ich habe den Beitrag oben korrigiert. Mir kommt es so vor, als sei der DFB ab der D-Jugend fast nur noch an den Talenten interessiert, d.h. an den Spielern, die es in die Stützpunkte und später in die Leistungszentren schaffen. -
Ich teile die Meinung von Eigengewächs, du solltest einen Elternabend durchführen, um bei allen Beteiligten eine gemeinsame Basis zu schaffen. Nutze diesen Termin, um zu erläutern, was, warum und wie du es machst, wie du es tust. Du kannst dich ja ruhig an der DFB-Philosophie orientieren und sie ja auch durchaus als Leitbild oder Vorlage nennen, aber du solltest in der Lage sein, sie zu vermitteln und das, da stimme ich Dobrin zu, in mehr als drei recht plakativen Worten, denen keiner 'deiner' Eltern wiersprechen wird, die sie aber auch nicht im Konflikt mit ihren Vorstellungen sehen.
Du hast sicher Recht, dass dein vorrangiges Problem derzeit die Akzeptanz bei den Eltern ist und du dieses Problem entsprechend priorisiert angehen solltest. Es lohnt sich aber immer, gelegentlich selbstkritisch das eigene Vorgehen, z.B. auch betreffend der Trainingsgestaltung, zu hinterfragen. Ich bin zwar nicht der Meinung, dass du, wie Dobrin es vorschlägt, bereits zum Elternabend einen fertigen Trainingsplan mit Übungen und allem drum und dran haben musst. Gerade bei den skeptischen Eltern würde es aber wahrscheinlich schon helfen.
-
Du hast mit deinen Feststellungen schon Recht, Dobrin, siehst das Ganze aber ganz deutlich aus dem Blickwinkel des Vaters eines Talents. Daneben gibt es noch einige andere Parteien, alle haben eigene Interessen, es bestehen Überschneidungen, aber sicher auch Gegensätze.
Letztlich sollte jeder Kindertrainer darauf bedacht sein, jeden seiner Spieler bestmöglich zu fördern. Das ist ihm natürlich nur im Rahmen seiner Möglichkeiten, die er nur zum Teil beeinflussen kann, möglich. Ein Dorftrainer, der mit Ach und Krach eine Mannschaft aus den zwei Jahrgängen für eine Altersstufe zusammen bekommt, hat andere Voraussetzungen als der Trainer der ersten Mannschaft eines Vereins mit fünf Mannschaften pro Altersstufe. Das sollte man erkennen und auch anerkennen. Ich glaube nicht, dass es viele Trainer gibt, die ihren Job bewusst schlecht machen, dazu ist er viel zu zeitaufwendig.. Aber es gibt sicher viele, die ihn besser machen könnten, wenn sie besser qualifiziert wären. Dabei denke ich aber hauptsächlich an den Bereich der Didaktik, weniger an die sportliche Qualifikation, von der ich aber weiß, dass sie dir sehr wichtig ist.
Zu deinen einzelnen Punkten:
Du hast Recht, der DFB ist auf der Suche nach Talenten. Damit fängt er mit den Stützpunkten, etc. aber erst in der D-Jugend an. Vorher, im KiFu-Bereich, konzentriert er sich nicht auf die (vermeintlichen) Talente, sondern möchte eine möglichst breite Basis mit möglichst guten technischen Fähigkeiten erzielen. Neben einem gewissen Gefühl der Verantwortung für die Gesellschaft, die ich dem DFB nicht abstreiten möchte, liegt das egoistische Motiv dahinter aus meiner Sicht darin, dass er davon ausgeht, dass viele Talente im Kinderbereich noch nicht so zuverlässig als solche zu erkennen sind. Ich denke auch, dass er sich von Erziehungs- und anderen in diesem Themenkomplex erfahrenen Wissenschaftlern hat belehren lassen, wie sich Kinder entwickeln und wie sie ticken. Vor diesem Hintergrund kommt er zu seiner Ausbildungsphilosophie im Kinderfußball.Dass Trainer aus egoistischen Gründen gegen die Interessen ihrer Mannschaft handeln, ist verwerflich. Einfach nur das.
Zur Gleichberechtigung: das ist im KiFu ein Muss. Wer Angst hat, sein talentiertes Kind könnte darunter leiden, leidet erstens auf hohem Niveau und agiert unsozial und unkameradschaftlich, wenn er für sein Kind mehr Einsatzzeiten als für die schwächeren Spieler fordert. Es wäre allerdings aus meiner Sicht klug, das Problem zu vermeiden, indem, soweit möglich, leistungshomogene Mannschaften gebildet werden, die so groß sind, dass alle Spieler auf ihre Einsatzzeiten kommen. Gibt es Gründe, die das verhindern und die der Trainer nicht zu verantworten hat, so muss der Talentierte akzeptieren, dass es für ihn keine Extrawurst erfährt. Extrawürste untergraben meiner Erfahrung nach das Zusammengehörigkeitsgefühl im Team deutlich und sind möglichst zu vermeiden.
Mein Fazit ist, dass sich die Interessen von DFB und Breitensport im KiFu-Alter decken. Danach ist dies nicht mehr der Fall. Ich habe in einem anderen Thread ja auch schon mal festgestellt, dass der DFB ab der D-Jugend nur noch, oder, ich sage es lieber weniger absolut, deutlich stärker an den Talenten als an den Spielern im Breitensport interessiert zu sein scheint.
-
Es hört sich so an, also solltest du den Eltern mal dein Konzept näher bringen. Das setzt voraus, dass du eines hast, falls das also nicht der Fall sein sollte, so solltest du zunächst eines entwickeln. Inspiration kannst du dir ja beim DFB und hier im Forum holen. Das Konzept wird ja einer Philosophie folgen und eine Argumentationskette beinhalten. Diese musst du dann den Eltern vorstellen, du musst ihnen sagen, dass sich der Kinderfußball vom Erwachsenenfußball unterscheidet, worin diese Unterschiede liegen und welche Auswirkungen das hat. Du kannst auf den Unterschied der Bedeutung von Spielen im KiFu gegenüber der Bundesliga hinweisen, dass Spiele im KiFu zur Ausbildung gehören und weniger dazu da sind, um Punkte und Tabellenplätze zu ergattern, als um Erfahrungen zu sammeln und das im Training Gelernte im Spiel ausprobieren und im Optimalfall auch umsetzen zu können. Du solltest auf die Ganzheitlichkeit der Ausbildung hinweisen, darauf, dass du möchtest, dass möglichst viele Kinder lange Zeit mit viel Spaß dem Fußball (oder dem Sport generell) treu bleiben. Dass es auch um Werte wie Fairness, Team-Geist, Zuverlässigkeit, etc. geht.
Fazit: Du musst die Eltern dort abholen, wo sie sich befinden. Sie können es nicht besser wissen, sie sehen vermutlich nur die Spiele und da gehen ihre Kinder unter. Dass ihnen das nicht gefällt, ist verständlich. Du musst ihnen erklären, woran es liegt und warum das nicht schlimm ist. Und was du tust. Wenn die Eltern erkennen, dass du dich engagierst, werden sie auch zu deutlich mehr Engagement bereit sein, da bin ich mir sicher. Nicht alle, aber einige.
-
Bei uns hat zur laufenden Saison der Kreisjugendausschuss endlich und auf Drängen vieler Vereine einen offiziellen Beschluss heraus gegeben, dass Eltern nicht auf den Platz dürfen, sondern hinter der Umrandung bleiben müssen.[...] Ich kann nur dazu raten, sich an den Verband zu wenden, um eine entsprechende Vorschrift zu erwirken.
Ja, das wäre eine Idee.Bis dahin solltet Ihr vor dem Spiel dem Gästebetreuer sagen, dass auf Eure Anlage die und die Regel gilt und er bitte dafür sorgen soll, dass die Eltern seiner Kinder sich daran halten. Meistens funktioniert das, wenn auch oft mit etwas Murren. Natürlich gehört dazu, dass die "eigenen" Eltern sich ebenfalls daran halten.
Letzterer Punkt ist zum Glück nicht das Problem, 'meine' Eltern sind in dieser Hinsicht tatsächlich vorbildlich. Generell werde ich deinen Rat befolgen, d.h. den Gästen die Regel mitteilen und mit dem Schiri besprechen, dass das Spiel erst angepfiffen wird, wenn die befolgt wird. Sicher, gelegentlich wird es Murren geben, aber ich denke, die meisten werden es dennoch einsehen. -
Mal abgesheen von der praktischen Umsetzung. Wir hatten doch allzu oft das Thema goldenes Lernalter der Techniken. Ist es nicht ziemlich kontraproduktiv schon in dem Alter das SPielfeld derart zu vergrößern. Würden wir weiterhin auf Kleinfeld spielen, hätte weiterhin jeder Spieler mehr Kontakte. Aus meiner Sicht bisher keine gute Idee.
Ich bin ja mit meinen Kids bisher den Weg aus der G bis in die E gegangen, aber die D liegt noch vor uns, aber soweit ich verstanden habe, wurde bisher in der D-Jugend auf dem Groß- bzw. dem kompletten Spielfeld und nach Erwachsenenregeln gespielt, d.h. D11. Matthias Sammer und der DFB wollten das, im Sinne deiner Argumentation, verkleinern und propagierten das D9. -
Bei uns wird spätestens ab der C pro Seitenauslinie ein Linienrichter mit Fahne bestückt.
Bei uns ist das auch so, das sind aber Angehörige der spielenden Mannschaften, sprich der Linienrichter auf der einen Seite gehört zu Team bzw. Verein A, der auf der anderen Seite zu Verein B. Sie dürfen, soweit ich das mitbekommen habe, nur das Aus an sich anzeigen, nicht jedoch, welche Partei den Einwurf hat. Das ist Sache des Schiedsrichters. Wir auch die Entscheidung, ob er das angezeigte Aus pfeift oder nicht. Abseits regelt alleine der Schiri. Ich vermute, das liegt daran, dass er der einzig wirkliche 'Offizielle' ist, und der einzige, dem Unabhängigkeit zugesprochen wird. -
Mich wundert es allerdings, das es bei euch in der E Jugend Feldverweise gibt *er den spieler vom platz stellte* ist ja schon wirklich krass.
Ich habe es ja selbst nicht gesehen. Der fragliche Spieler war wohl schon 'ne ziemlich heftige Nummer, das Foul, das dann zum Platzverweis führte war aber dessen wohl nicht würdig. Wie gesagt, unser Schiri war Tatsächlich ist es wohl auch kein Platzverweis à la rote Karte, sondern eigentlich nur eine Zeitstrafe. Sowas kann es schon geben, ich habe allerdings auch erst am vergangenen Samstag erlebt, dass der von den Gastgebern gestellte Schiri einem eigenen Spieler eine Zeitstrafe für Beleidigung eines Gegenspielers aufbrummte. Erst da erfuhr ich, dass der Gäste-Trainer Schiri war, welche Funktion dann genau der Mensch am Spielfeldrand hat, der Ein- und Auswechslungen sowie taktische Anweisungen gab, habe ich nicht mehr erfahren, tippe aber auf Co-Trainer.Aber zurück zu den Vorkommnissen auf unserem Platz. Hier hätte gleich zu Beginn der Heimverein (also wir) dafür sorgen sollen, dass nur Spieler und Trainer auf dem Platz sind, alle anderen mindestens hinter dem Zaun. Und der Schiri hätte besser pfeifen sollen. Das wollen wir bzw. mein Co und unsere Betreuerin ja auch in Zukunft besser machen. Die Frage ist nur: was macht man, wenn die Gäste sich nicht kooperativ zeigen?
-
Auf dem Spielbericht wird auch stets ein Platzoberobmann benannt. Ist das der Vereinsvertreter, der das Heimrecht durchsetzen darf?
Ich gebe dir Recht, Bondscoach, dass es besser ist, es gar nicht so weit kommen zu lassen, und bin selbst ja auch eher der vermittelnde als der Konfrontationstyp. Aber man möchte ja doch vorbereitet sein, falls es wirklich mal den GAU geben sollte.
-
Moinsen
Mein Co-Trainer regt sich gerade wahnsinnig über das Verhalten der Gastmannschaft am vergangenen Wochenende auf. Er betreut bei Rundenspielen unsere eine E1-Mannschaft, ich die andere, wir spielten zeitgleich andernorts, so dass ich selbst nicht zugegen war. Ich zitiere mal seine per E-Mail an mich gerichtete Klage: "<Gastverein> verkörpert wohl alles, was wir eigentlich nicht sehen wollen: Aufpeitschende Eltern sowie Spieler kritisierende Trainer. Mir ist erst heute bewusst geworden, dass die Trainer und Eltern um den ganzen Platz herum verteilt waren und das Spielgeschehen aktiv mit ihren Verlautbarungen beeinflussen wollten. Zu einer Mutter habe ich in der 1. Halbzeit gesagt, als einem <Spieler des Gastvereins> ein Fehlpass unterlief und sie ihn lautstark kritisierte: 'Ist doch nicht so schlimm, es sind doch noch Kinder'. Als Antwort bekam ich: 'Ich bin Italienerin, ich kann nicht anders.' (???) Als <unser, an diesem Tag leider wohl recht schwach agierender Schiedsrichter> dann endlich den absolut unfairen <Spieler des Gastvereins> wegen einer Lapalie vom Platz stellte, rief ein Vater neben mir zu <Schiri>: 'Warum das denn, nur weil er die ganzen Tore schießt?'. Da ist mir dann auch der Kragen geplatzt und ich habe ihn laut gefragt, ob drei verletzte Kinder noch nicht genug seien. Zum Glück kam dann <unsere Betreuerin>. Im Nachhinein wundere ich mich, warum die Trainer <des Gastvereins> so etwas zulassen; a) dass die Eltern so "mitcoachen" und b) dass sie mindestens einen Spieler haben, der wie die Axt im Wald im Spiel agiert."
Soviel zum Hintergrund. Ich meine, wir hätten als Gastgeber noch vor Spielbeginn darauf hinweisen sollen, dass Eltern auf dem Platz nichts verloren haben bzw. sich hinter dem Zaun, der unser Spielfeld umgibt, aufhalten müssen. Am Spielfeldrand sind nur Trainer und/oder Betreuer sowie Spieler der Mannschaften erlaubt. Ich habe meinem Co auch dazu geraten, unsere Schiris zu bitten, gefährliches Spiel rigoros zu ahnden. Ich denke, 'wir' hätten uns etwas geschickter anstellen können, so dass es nicht so weit gekommen wäre.
Nun zu meiner Frage: welche Forderungen dürfen wir als Gastgeber an unsere Gäste stellen? Dürfen wir o.g. Regelung bezüglich Zugang zum Platz verlangen? Was dürfen wir machen, wenn die Gäste sich nicht daran halten? Wofür ist der Schiri, wofür der gastgebende Verein zuständig? Wo kann ich sowas nachlesen? Habt Ihr dazu Infos und/oder Tipps?
-
Eigengewächs: Du sprichst mir aus der Seele.. Tatsächlich bin ich damit zufrieden, dass sich meine Jungs mittlerweile selbstorganisiert so aufstellen, dass einer oder zwei aus der hinteren Reihe absichern, wenn da gegnerische Stürmer herumlungern, und sich dabei auch abwechseln. So würde ich es an ihrer Stelle ja auch machen. Ich würde einschreiten, wenn ein selbsternannter Abwehrchef immer wieder denselben Spieler nach hinten schicken würde. Aber das sah zumindest im letzten Spiel anders aus, da hat mir die Selbstorganisation des Teams und die Chemie gut gefallen. Also: Abwarten und Tee trinken, das wird schon.

