Beiträge von tobn

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    Man muss hier - denke ich - bei aller Kritik auch eines beachten: Ein Trainer kann eine Gruppe von 30 G-Junioren nicht sinnvoll betreuen.


    Hier muss ich ExilRaute beipflichten, ohne das Gebahren des Trainers von Jolandas Sohn in irgendeiner Art verteidigen zu wollen, denn das hat nichts mit dem Problem zu tun, dass man über zwanzig Kinder aus drei Jahrgängen aus meiner Sicht nicht unter einen Hut kriegen kann, zumindest ist das meine Erfahrung. Bei uns ist es so, wie wohl bei vielen Vereinen, die G-Jugend ist ein Sammelbecken für Neuanfänger in den entsprechenden Jahrgängen, jede Saison rücken dann die älteren Kinder in die F auf. Als ich G-Trainer war, hatte ich, kurz bevor ich mit den älteren Spielern in die F2 aufgerückt bin, über zwanzig Kinder im Training, von Jg 2001 bis Jg 2004. Das war schon da nur möglich, weil ich einen Co-Trainer hatte oder auf zuschauende Eltern zurückgreifen konnte, um die Gruppe zu halbieren.


    Aber auch bei uns gibt es dann immer das Problem der Trainer-Nachfolge, denn wenn ein Trainer mit der halben Truppe in die F wechselt, braucht man ja einen neuen Trainer für die G. Das ist immer wieder schwierig, da nur wenige Eltern dazu bereit sind. Zwei unserer Nachbarvereine haben es da einfacher, da gibt es jeweils einen älteren und daher vermutlich bereits im Ruhestand befindlichen Trainer, der sich stets um die jüngeren Jahrgänge kümmert. Wobei: sie haben das Problem dann zwei Jahre später..


    Wenn sich im Verein niemand findet, dann *müssen* sich die Eltern hier mit engagieren.


    Naja, aber zwingen kannst du sie ja wiederum nicht. Ich sehe hier durchaus auch die Verantwortlichen des Vereins in der Pflicht, die sich nach Kräften bemühen sollten, das Trainer-Amt attraktiv zu gestalten, entsprechend werben und auch unterstützen sollten.

    Eigengewächs: Mein Rat wäre, sich über diese Niederlage keine all zu großen Sorgen zu machen, du schreibst ja bereits gleich zu Beginn, dass Eure Gegner Euch überlegen waren. So ist das halt ab und an, das muss man akzeptieren. Ansonsten hast du genau die Nachteile des flachen 3-3 und der beibehaltenen freien Spielweise erlebt: hohe Anfälligkeit für Konter bzw. lange Bälle von hinten. Dass gleich zwei gegnerische Angreifer gar nicht nach hinten mit arbeiten, sondern nur vorne lauern, ist zwar aus meiner Erfahrung ungewöhnlich, ich erlebe das aber regelmäßig mit einem gegnerischen Stürmer. Wobei ich sagen muss, dass ich auch ein oder zwei Spieler habe, die das von sich aus gerne machen, ich muss sie immer mal wieder ermahnen, bei gegnerischem Ballbesitz mit zurück zu kommen. Dein einsamer Verteidiger hat gegen zwei, vermutlich auch noch geübte Stürmer kaum eine Chance, da müssen sie schon Fehler machen, um kein Tor zu schießen, wenn sie den Ball kriegen.


    Wie du beobachte ich auch, dass beim Torwartabschlag bei unseren Gegnern oft mit Manndeckung gearbeitet wird. Das ist halt auch noch ziemlich effektiv, weil viele Kinder sich einfach irgendwo hinstellen, wo sie ihre Position vermuten, und dann dort stehen bleiben und warten. Dazu kommt, dass viele Torhüter sich extrem viel Zeit mit ihren Abschlägen lassen, so dass jegliches Überraschungsmoment verloren ist, Da ist dann schon häufig der reaktionsschnellere Gegenspieler eher am Ball.. Aber gut, das müssen sie halt auch lernen. Da ich der Meinung bin, dass sie in diesem Alter von selbst nicht auf die Idee kämen, erkläre ihnen dann schon mal, was in meinen Augen sinnvoller wäre, d.h. dass man sich als Spieler möglichst schnell einen freien Bereich sucht, den der Torwart gefahrlos und schnell erreichen kann, dass man als Torwart oft den Ball schnell wieder ins Spiel bringen sollte. Und, dass man bei ruhendem Abschlag am besten jeder Spieler sich so bewegt, dass er anspielbar ist. Das muss man aber vielen immer wieder sagen, dazu ist die gewohnte Verhaltensweise vielleicht auch ein Stückchen zu bequem.. ;) Man sollte es ihnen IMHO aber auch immer nur vorschlagen, nicht abverlangen. Oder loben, wenn sie es mal von sich aus gut machen. Und die Vorschläge nicht zu oft bringen, die Kinder sollen ja ihren Spaß haben.


    Bei meinem Team, d.h. in der E, klappt es mittlerweile, dass sie selbst begriffen haben, dass es sinnvoll ist, wenn so viele eigene Defensivspieler zur Absicherung zurück bleiben, wie gegnerische Stürmer lauern. Und ich freue mich darüber, dass sie sich dabei auch abwechseln, nicht ganz gleichmäßig zwar, aber sie scheinen damit alle zufrieden zu sein. Den einen oder anderen, der wie von einem Magneten gezogen immer mit nach vorne läuft, gibt es aber schon auch noch. ;)


    Du trainierst ja eine F-Jugend, da sollte die Traubenbildung dich nicht allzu sehr stören. Vielleicht hilft ja aber Andres propagierter Rat, um die übermäßige Traubenbildung in der Defensive ein wenig zu reduzieren: es greift derjenige Spieler an, der dem ballführenden Gegner am nähesten ist. Ich würde noch dazu sagen, dass alle, die vor dem Ball sind, zurück kommen sollen, bis sie hinter dem Ball sind. Ich würde auch darauf achten, dass der Torhüter mitspielt, statt auf der Linie stehen zu bleiben, wie es die meisten Kindertorhüter gerne machen.


    Ansonsten wirst du durchaus öfters noch auf Mannschaften treffen, die mit einem 2-3-1 oder 2-2-2 antreten. Und da wird es auch noch häufiger Kontertore geben oder solche, die nach einem langen Abschlag zum einsamen Stürmer fallen. Über diese sollte man sich nicht ärgern, sie zählen natürlich genauso viel wie die anderen, aber sie bringen die Kinder doch nicht weiter.

    Und anderen Kindern das Fußballspielen nicht ermöglichen? So eine Aussage hätte ich von dir nicht erwartet :)


    Das würde mir auch nicht behagen.


    Natürlich gibt es diese Probleme in vielen Vereinen, was in meinen Augen immer mehr abhilfe schafft (zumindest bei uns im Umkreis) sind die Gründungen von JFGs. So gibt es pro Jahrgang min. zwei aber meist auch 3 oder 4 Mannschaften pro Jahrgang, je nach Anzahl der Vereine die sich der JFG anschließen.


    Das Problem, das ich damit bei uns konkret hätte, wäre, dass der natürliche Partnerverein die Prinzipien des KiFu meiner Beobachtung nach mit Füßen tritt. Da wird schon in der F-Jugend nur auf Ergebnis gespielt. Tatsächlich gibt es in der D- und C-Jugend eine JSG mit diesem Verein, ich dachte früher, das habe an schwachen Jahrgängen gelegen. Vor ein paar Monaten sagte mir aber ein Trainer dieses Vereins, der Grund sei gewesen, dass man immer eine Mannschaft in der Gruppenliga haben will...

    Haupt"schwierigkeit" bei meiner Truppe ist es in der Tat, die Jungs dazu zu bringen, nach dem Schuss sofort zurück zum Hütchen zu starten. Die gucken viel lieber ihrem Schuss hinterher...


    Es sind doch alle gleich, nicht wahr? ;)

    Man könnte doch sogar einen Wettbewerb daraus machen, indem man die Dauer der Übung festlegt, also bspw. jedem Spieler 30 Sekunden gibt. Das müsste sich ja auch motivierend auf den Sprint zurück zum Hütchen auswirken.


    Ich glaube, die Übung probiere ich heute gleich mal aus, vielen Dank.

    Es ist Sache der Verantwortlichen des Vereins die Mannschaften zumindest zahlenmäßig richtig zu bestücken. D.h. für mich ...notwendige Spielermenge + 4 Auswechsel und vielleicht einen über den Durst und Ende. Alles andere habe ich nicht zu vertreten.


    Ich verstehe dein Ansinnen, aber wie willst du das in nicht so großen Vereinen hinbekommen? Dabei meine ich jetzt nicht mal unsere noch kleineren Nachbarvereine, die fast immer pro Altersstufe nur eine Mannschaft zusammen kratzen können, sondern z.B. so eine Konstellation wie bei uns: 18 Kinder bei Feldspielmannschaften der Stärke 6+1. Wenn ich deine Rechnung befolge, komme ich auf elf Spieler, das passt sehr gut zu meiner Vorstellung des Optimums von zwölf Spielern für einen solchen Kader. Wir dürfen übrigens maximal elf Spieler einsetzen, insofern fände ich vielleicht auch elf die für den Spielbetrieb passendere Zahl. Nun bleiben dann aber sieben Spieler übrig. Was sollen wir denn mit denen machen?


    Ein größerer Verein hat da vielleicht dann doppelt oder drei mal so viele Kinder. Da kann man einen solchen Überhang dann ausgleichen, indem jede Mannschaft halt einen Spieler mehr oder weniger hat, das wird nicht so schnell kritisch. Für schwierig halte ich tatsächlich die Frage, wie ein Verein verfahren soll, der zwischen vierzehn und achtzehn Spieler in einer Mannschaft hat, das sind zu viele für eine und zu wenige bis gerade genug für zwei.


    Wir haben mit unseren achtzehn Spielern jetzt zwei Teams gemeldet. Tja, bei mir sind nun einer krank und ein anderer verletzt. Schon habe ich, möglicherweise für die nächsten paar Wochen, keinen Auswechselspieler mehr, fällt nur noch einer aus, so sind wir in Unterzahl. Da wird jetzt wohl einer aus der anderen Mannschaft aushelfen, wegen der recht strengen Regularien in dem Zusammenhang in unserem Kreis ist das aber auch nicht folgenlos (obwohl sich offenbar bei uns niemand richtiggehend fest spielen kann). Ich möchte damit nur verdeutlichen, dass man mit einem kleinen Kader schnell in Schwierigkeiten geraten kann..

    Es mag sein, dass man unter den Trainern mit Lizenz kaum 'Dickköpfe', um bei diesem Begriff zu bleiben, findet. Das ist ja an sich schon erfreulich. Nichtsdestotrotz ist dem DFB ja sehr bewusst, dass gerade im Kinderbereich der soziale Aspekt und die Kindgerechtheit von enormer Bedeutung sind. Insofern wäre es durchaus nachvollziehbar und nur konsequent, wenn er diese Fähigkeiten bzw. Charaktereigenschaften bei den Kandidaten für eine Lizenz auch überprüfen würde. Schließlich ist es ja im Sinne des DFB, dass die Lizenz als Beleg zur Qualifikation für das Traineramt dienen kann. Daher wäre es von Vorteil, wenn alle wesentlichen Voraussetzungen, die ein Trainer benötigt, auch abgeprüft würden.

    Mutig? Nein, das war nur eine der drei möglichen Varianten, remember?


    Bleibe doch mal lieber bei der Wahrheit. Du schriebst nämlich von folgenden Möglichkeiten:

    Es gibt nicht viele Varianten für die Erklärung. Das sieht nähmlich so aus:


    1) Die Jungs haben nichts, aber rein gar nichts mit Fußball zu tun. Es ist aber schwer vorstellbar, dass es sich wirklich um alle handelt!
    2) Der Trainer hat überhaupt keine Ahnung, kennt aber dafür viele Begriffe. Aus dem Internet versteht sich
    3) Beides


    Hmm, also die erste Variante ist schwer vorstellbar, sogar falsch, wie ich dir glaubhaft bestätigen kann. Bleiben also anderen beiden, die sich in puncto Bewertung des Trainers nicht unterscheiden.


    Dann schreibst du noch:

    Entschuldige, dass ich so hart mit Dir umspringe, aber in anderen Diskussionen versuchen die "Trainer", mich davon zu überzeugen, dass Eigenkönnen zweitrangig bis gar nicht relevant ist.


    Hier verstehe ich nicht im geringsten, wie ein anderer Thread ein offensives Verhalten, bei dem du dir offenbar völlig im Klaren darüber bist, dass du den Bogen möglicherweise überspannst, zu rechtfertigen vermag.


    Ich hoffe Ihr erkennt alle, dass Fußball kein Schachspiel ist. Das kann man eben bequem aus dem Internet lernen. Jeder Anfänger wird wohl nach wenigen Minuten verstehen, was ein Damengambit darstellt.


    Ich sehe nicht, wo sich hier jemand über Schach austauschen möchte. Ich bin mir aber sicher, dass es da auch sehr komplexe Fragestellungen geben kann. Trotzdem bleibe ich lieber beim Thema des Forums.


    Für Fußball reicht Schulterklopfen und die ganze Taktiererei von der Seitenlinie nicht aus. Nicht böse sein, aber vielleicht ist das Traineramt doch nicht Dein richtiges Hobby.


    Und hier verstehe ich nicht, wie du beurteilen willst, was ich im Rahmen meines Hobbys tue.


    Abgesehen davon war dies in einem bestimmten Kontext zu verstehen: Catenaccio, Kombinationstaktik, Schulterklopfen...


    Den Catenaccio habe ich genannt, um eine taktische Ausrichtung mit Betonung der Defensive in einem Wort zu beschreiben. E-Junioren können es schon verstehen, wenn man ihnen sagt: "Ihr fünf verteidigt, Max lauert auf Konter, wenn Ihr den Ball erobert, haut ihr ihn nach vorne zu Max." Das wäre eine Möglichkeit gesehen, wie Follkao schrieb, eine durchaus nicht unübliche. Im weiteren Verlauf der Diskussion reifte in mir die Überzeugung, dass ich den Kindern das aber nicht nahe legen möchte. Was du mit Kombinationstaktik und Schulterklopfen meinst, weiß ich nicht.


    Also, zunächst kommt einer mit Fragen, als ob er die nationale argentinische Mannschaft trainiert, um dann stückweise festzustellen, dass jegliche Taktiken eigentlich nichts bringen.


    Unsinn. Es bringen aber nur solche Taktiken etwas, die die Kinder auch umsetzen können. Welche das sind, muss ich besser beurteilen können als du.


    Den überflüssigen und unqualifizierten Hieb auf Zodiak kommentiere ich nicht.

    Ich bin schockiert!
    Auf so engem Raum müsst ihr mit 18 Spielern arbeiten - das ist extrem schwer!


    Ich widerspreche dir nicht. Habe ich eigentlich schon erwähnt dass unser Platz (zwei haben wir nicht) kein FIFA-Maß hat, sondern gerade eben in der nationalen Norm (laut Wikipedia) liegt? Er ist also dazu noch klein. Es wird immer besser, nicht wahr?


    Um die Zeiten zu denen eine so junge Mannschaft trainiert, sollte doch mehr Platz sein, oder?
    Bin ich froh, dass wir ausreichend Platz haben - wenngleich wir kein großer Verein sind, aber ich mag unsere beiden großen Rasenplätze zusehends mehr :)


    Tja, wir haben halt nur einen Platz. An einem Trainingstermin hätten wir tatsächlich den gesamten Platz, am anderen nicht. Wir sollten vermutlich an den Tagen, an denen sowohl mein Co-Trainer als auch ich da sind, tatsächlich mal den ganzen Platz auch nutzen, das nehme ich mal als Anregung mit.

    Brauchen in diesem Fall 9 Spieler den soviel Platz? Als ich bin mir sicher, dass 18 Spieler Problemlos auf einem Großfeld in 2 Gruppen trainieren könnten!


    Das wäre in der Tat ein Luxus-, also kein Problem.


    Anders sieht es aus wenn nur der halbe Platz zur Verfügung steht - was bei 18 Spielern nach meiner Auffassung auch zu wenig ist :)


    Tja, aber so ist es, tut mir leid, dich desillusionieren zu müssen. ;)

    Ich kann Ranwie schon gut verstehen, bei uns war das auch ein Problem. Wenn die Leistungsunterscheide zu krass werden, zerreißt es jedes Team. Daher würde ich inzwischen versuchen, aus einer großen zwei kleine Gruppen zu machen, die dann für sich möglichst leistungshomogen sein sollten, um diese dann spezifischer trainieren zu können. Allerdings braucht man dazu auch die personellen Ressourcen. Und Platzzeiten. Beides wäre bei uns auf jeden Fall schwierig gewesen.. Dennoch würde ich, wäre die Uhr um zweieinhalb Jahre zurück gedreht, versuchen, das so hin zu bekommen.

    Unser gestriger Gegner hat übrigens bereits in der letzten Saison E1 gespielt und ist im, wenn auch unteren Mittelfeld seiner Gruppe gelandet. Zu dieser Saison hin haben sie sich u.a. mit den zwei Spielern von uns noch verstärkt. Vor Saisonbeginn haben sie in einem D-Turnier gut mitgehalten. Jetzt spielen sie wieder E1. Das ist ihr gutes Recht, aber es verwundert auch nicht, dass sie allen Gegnern überlegen sind. Ihr Trainer sagte mir gestern auch, sie hätten überlegt, ob sie sich in der D2-Runde melden, aber ihre Spieler hätten in der Saison zuvor zu oft verloren und hätten darauf keine Lust mehr gehabt. Das verstehe ich, ob ihnen die ganzen haushohen Siege in dieser Saison irgendwas bringen, frage ich mich allerdings auch.

    Dobrin, deine Erfahrungen in Ehren, aber ich wäre damit vorsichtig, alle Trainer, deren Teams mal ein Spiel hoch verlieren, mit den Trainern, die du kennen gelernt hast, gleich zu setzen.


    Nun doch zum Hintergrund: von den neun Spielern, die in meinem Team sind, sind drei seit viereinhalb Jahren in meinem Team. Einer von ihnen könnte in den Team, gegen das wir verloren haben, problemlos mit spielen, die beiden anderen sind eine Stufe schwächer. Zwei Spieler des Teams, gegen das wir veloren haben, waren übrigens zuvor bei mir, der eine zwei Jahre, der andere genau so lange, wie die drei, die ich schon nannte. Zwei Spieler sind ganz neu bei mir im Team, einer war vorher in der Mannschaft darüber, das lag aber daran, dass er dort einen guten Kumpel hatte. Der andere hat zwei Jahre Fußballpause hinter sich, davor war er beim leistungsgeilen Nachbarverein und hat nur selten spielen dürfen. Der nächste war bis vor einem Jahr genauso lange wie die zuerst genannten Spieler bei uns, war dann aber ein Jahr umzugsbedingt bei einem anderen Verein und hat höchstens das Niveau, das er hatte, als er uns verließ. Und zu guter Letzt habe ich noch einen Spieler dabei, der im Dezember 2002 geboren ist, wobei der aktuelle E1-Jahrgang 2001 ist. Dieser Spieler hat im letzten Winter bei uns angefangen. Gestern gefehlt hat ein weiterer 2002er, der im letzten Frühling zu uns kam, und ein kleingewachsener Spieler, dessen Geburtstag im Dezember 2001 liegt. Er ist seit ca. drei Jahren bei mir.


    Wenn du sportliche Erfolge sehen willst, weil diese Indikatoren für gute Trainer sein sollen, von mir aus: in der letzten Hallenrunde haben wir unsere damalig stärkste Truppe spielen lassen (andere Geschichte, die sonderbaren Regelungen in unserem Kreis habe ich ja schon angesprochen, davon gibt es noch viel mehr), sie hat sich zum Kreispokalturnier qualifiziert, dort sind wir dann Vierter geworden. Ein anderer Spieler, der uns Ende letzter Saison verlassen hat, weil er dann doch nach zwei Jahren mit seinen Klassenkameraden in einer Mannschaft spielen will, ist dort gleich zum Kapitän gewählt worden und absoluter Leistungsträger.


    Ich empfehle dir also Vorsicht mit vorschnellen Urteilen über die Befähigung anderer, wenn du die Hintergründe nicht kennst. Ich sehe meine Aufgabe darin, den Spielern, die ich jetzt noch ein Jahr habe, bevor sie in die gemeinsam mit unserem Nachbarverein betriebene, in der D-Jugend unter dessen Regie befindliche JSG übergehen, möglichst weit voran zu bringen. Wie mein Team in diesem Jahr tabellarisch abschneidet ist mir völlig egal, ich will erreichen, dass meine Spieler am Ende dieses Jahres möglichst gut sind. Jeder für sich.

    Schwierig, und 18 Spieler ist beim typischen 6+1-Spiel auch eine ganz blöde Größe. Ideal sind da wohl zwölf Kinder, scheint mir, davon hast du, wie wir übrigens auch, genau das Anderthalbfache. Wir hatten in den zwei Saisons zuvor mit ähnlich vielen Spielern nur eine Mannschaft gemeldet und waren mit immer wieder anders zusammen gestellter Truppe zu den Spielen gezogen. Alle, die regelmäßig im Training waren, haben gespielt, alle annähernd gleich oft. Wir haben versucht, im Rahmen der Möglichkeiten (durch den Wunsch nach gleichmäßigen Einsätzen für alle) unsere Truppe ähnlich stark wie den Gegner zu machen, damit keiner, weder wir noch unser Gegner, so richtig abgeschossen wird. Aber bei unserer stark leistungsheterogenen Truppe wurden damit viele auch nicht richtig glücklich.


    In dieser Saison sind wir durch Abgänge von fünf unserer stärksten sieben Spielern (davon drei umzugsbedingt, einer wollte woanders hin und hat dann einen Kumpel mitgezogen) sportlich geschwächt, haben aber am unteren Ende fünf Neuzugänge bekommen, so dass die Kaderstärke konstant blieb. Wir haben nun den Schritt gewagt, zwei Mannschaften zu melden. Diese zwei Mannschaften sind ähnlich stark, bei uns im Kreis wird aber ja auch bei der Kreisklasseneinteilung nicht auf die Leistungsstärke geachtet. Das ist zeitlich deutlich aufwendiger, aber ich finde, es zahlt sich bisher schon aus, dass die Kinder häufigere Spieleinsätze haben, und dass auch die Schwachen benötigt werden, weil man sonst in Unterzahl antreten müsste. Noch bin ich hoffnungsvoll, dass es sich für sie am Ende auszahlt.

    Im übrigen halte ich solch hohe Ergebnisse und große Leistungsunterschiede für, nun, sagen wir mal unglücklich. Bei uns gibt es aber keine Quali-Phase vor der Runde, da wird stattdessen einfach mehr oder wenig zufällig verteilt. Um dem ganzen noch die Spitze aufzusetzen, gibt es in der E1 über den Kreisklassen (da spielen wir) noch eine Kreisliga. Die Qualifikation dafür liegt aber, ganz Bundesliga, in den Tabellen der Vorsaison. E1 wohlgemerkt. So dass nun eine bestenfalls mittelmäßige Mannschaft Kreisliga spielen muss und jeden Spieltag fürchterlich auf die Mütze kriegt, weil der Jahrgang drüber bei ihnen richtig gut war. Umgekehrt haben wir zwei Knaller in der Gruppe, die alle anderen acht Teams in ihr in Grund und Boden spielen.


    Wir haben noch einen weiten Weg vor uns... Und damit meine ich den Kreis.

    Don Quijote: Nee, die Ergebnisse in der Runde sind bisher 4:6, 4:3, 2:6, 4:0.


    Dobrin: Doch, doch, war schon Fußball. Wie ich sagte, ach so, nee, das stand wohl nur in der längeren Antwort: unsere Abwehr ist ziemlich löchrig, die Offensive des Gegners wirklich erste Sahne. Da passt das schon. Dieses Team ist auch in unserer Feldrundengruppe, da haben sie nach drei Spielen ein Torverhältnis von 27:3. Und, wie auch schon gesagt, die letzten sechs Gegentreffer oder so bekamen wir in den letzten fünf bis zehn Minuten, als sich bei uns die Beine schon unheimlich schwer waren. Wir hatten ja keine Auswechselspieler. Wenn du da gegen eine Truppe spielst, die das Passspiel beherrscht, kannst du fast schon vom Platz gehen.


    Wohlgemerkt, es geht hier um eine E! Kann es sein, dass deine Erfahrungen sich auf ältere Jugenden beziehen? Hier zur Probe übrigens mal die Ergebnisse des ersten Spieltags unserer Gruppe: 1:8, 6:4 (unser Spiel, s.o.), 13:3, 8:1, 0:10.


    Ich weiß ja nicht, welche Laus dir heute über die Leber gelaufen ist, aber ich wüsste nicht, wofür ich mich verteidigen soll.

    Annie: Ich kann Euch nur raten: kommuniziert mit den Eltern. Ihr sollt nicht nach ihrer Pfeife tanzen, aber erklärt Euch, damit sie, wenn sie wollen, verstehen können, was und wie ihr etwas macht, außerdem auch warum. Stellt Eure Regeln auf, formuliert sie schriftlich, begründet sie nachvollziehbar, und haltet Euch dann auch daran. Die Leute müssen wissen, woran sie sind, sonst ist es nur verständlich, dass sie grantig werden.


    Ansonsten würde ich im Normalfall auch nur zehn Kinder zu einem 6+1-Spiel mit nehmen. Allerdings würde ich im KiFu-Alter nicht Motivation und/oder Können als Auswahlkriterium heranziehen. Ich rate deutlich dazu, alle Spieler, die regelmäßig ins Training kommen, möglichst gleich oft einzusetzen, d.h. zu Spielen einzuladen. Mit Ungleichbehandlung beschwörst du sonst Konflikte in der Gruppe herauf. Außerdem demotivierst du die Schwächeren, die ja gerade Motivation benötigen. Vergiss nicht, dass du es mit Kindern zu tun hast und nicht mit Jugendlichen oder Erwachsenen.