Beiträge von tobn

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    Von Spiel zu Spiel entstehen immer wieder neue Paarungen, neue Teams.
    Ein Team spielt nur 45 oder bei mir 60sec lang, dann gibt es wieder neue Paarungen, weil der Gewinner immer weiter geht und der Verlierer bleibt.
    Ein Verlierer der Runde 2, kann Gewinner der Runde 3 oder 4 sein, weil neue Gegner, neue Chance.


    Das ist mir klar. Folge aber doch mal meiner Annahme, dass in meinem Beispiel mit sechs Teams Team D das schwächste ist und tatsächlich nie gewinnt. Sie verharren also bis zum Ende des 'Turniers' auf dem vierten Platz. Es sind zwei Mannschaften auf den Plätzen fünf und sechs, die besser als Team D sind, aber halt von oben runtergefallen oder nie am heruntergefallenen Gegner vorbei gekommen. Dann betrachte folgendes Detail in der ursprünglichen Beschreibung von Germancoach, speziell den von mir kursiv gestellten Teil:

    Nach ein paar Runden ruft der Trainer den letzten Durchgang auf, danach zählen die Platzierungen. Wer dann Feld Nr. 1 gewinnt, der ist der Gesamtsieger.


    Team D wird Vierter, obwohl es das schwächste Team ist.


    Hoffentlich reden wir jetzt nicht aneinander vorbei ;)


    Naja, Missverständnisse sind ja dazu da, um ausgeräumt zu werden. Ich hoffe, inzwischen ist klar genug, worauf ich hinaus will.


    @ tobn
    Warum ein Team??


    'Ein Team' im Sinne von 'eines der Teams'. Nimm an, du hast sechs Teams, A bis F. Du stellst drei Paarungen zusammen:
    1. A vs. B
    2. C vs. D
    3. E vs. F


    D sei nun das schwächste Team und verliere daher stets. Nehmen wir mal an, dass A gegen B gewinnt und E gegen F. Dann sehen die Paarungen anschließend so aus: 1. A vs. C, 2. E vs. D, 3. B vs. F. Spielt man das jetzt noch ein paar mal durch, so bleibt D stets auf Feld 2 und bleibt demnach ewig Vierter, obwohl der Fünfte und der Sechste besser sind.

    Bei uns heißt das 'Bundesliga', aber beide Teams wechseln nach dem Spiel das Feld, der Sieger steigt auf, der Verlierer steigt ab. Ganz unten und ganz oben steigen Verlierer bzw. Sieger nicht ab bzw. auf sondern verbleiben auf ihrem Feld. Mich irritiert an der Form von Germancoach, dass, wie mir scheint, ein schwaches Team, das zufällig zu Beginn fast ganz oben steht, am Ende auch noch dort stehen wird, obwohl es doch immer verliert..

    tobn, dein Ranking ist jetzt da.


    Jo, danke.


    Wohnort und Beruf, auch da schauen wir nochmal genauer hin. Es ist eigentlich vorläufig so eingestellt, dass nur der Admin und der User den Beruf und Wohnort sehen können, macht eigentlich keinen Sinn. Ich kann damit nichts anfangen und du weißt ja, wo du wohnst und welchen Beruf du ausführst. Ich würde die Felder einfach frei lassen, wenn sie sowieso niemand sehen soll.


    Das erklärt dann aber das Verhalten, denn ich sehe diese Infos auch nur bei mir selbst. Ansonsten bin ich bei dir. Ich dachte, vielleicht könnten solche Infos für diejenigen Nutzer, die man als Freunde deklariert, interessant sein.

    Wohnort und Beruf sollten raus sein.


    Hmm, ich sehe sie aber, wenn ich welche bei mir eintrage...


    Die Benutzerränge werden über die Anzahl der Beiträge und der eröffneten Themen erzeugt.
    In der Hilffe, die noch komplett überarbeitet wird, steht was, allerdings stimmen die Benutzerränge nicht:


    http://www.trainertalk.de/fuss…iner/help/user.ranks.html

    [/quote]
    OK, danke für die Info. Allerdings wundere ich mich darüber, dass ich bei aktuell 355 Beiträgen noch nicht einmal als Schüler ausgewiesen werde. Das stört mich nun nicht, aber da passt das Verhalten nicht zur Beschreibung, darauf möchte ich nur kurz (und freundlich) hinweisen. Ich finde auf http://www.trainertalk.de/fuss….php?form=UserProfileEdit auch nicht die in obiger URL referenzierten Abschnitte "#rankIDDiv" und "#userTitelDiv", das auch nur als Hinweis.


    Ihr macht das mit dem Forum ganz klasse, vielen herzlichen Dank dafür!

    Hi, ich hätte da mal zwei Fragen zum Forum:


    Nach dem Update scheint es so zu sein, als würde Wohnort und Beruf aus den persönlichen Daten automatisch angezeigt. Kann man das auch unterbinden (außer durch Entfernen der Angaben)?


    Und woher stammen eigentlich die Bezeichnugen, die direkt unterhalb des Namens erscheinen, also bspw. "Ehrenmitglied" bei PaulBreitner oder "Talk-As" bei Germancoach?

    Bei uns hatten sich damals quasi aus Gewohnheit ziemlich feste Nummern ergeben. Ich kann mich nur an einen Spieler erinnern, der sehr an seiner Nummer 6 hing. Weil wir das Thema Trikotwäsche in der F2 leid waren, haben wir schließlich jedem Kind ein Trikot (bzw. einen Trikotsatz) fest verpasst, das hat es dann auch mit nach Hause genommen und selbst gewaschen bzw. waschen lassen. Somit hatten wir ab dem Zeitpunkt feste Nummern, das war aber nie ein Problem. Als Weihnachtsgeschenk zur Mitte der F1-Saison haben unsere Spieler dann neue Trikots bekommen, die sogar ihren Namen trugen. Davor haben wir sie sich eine Nummer aussuchen lassen, wobei die Spieler ihre bis dahin gewohnte Nummer behalten durften, die Neulinge mussten sich eine andere, freie aussuchen, nach dem Motto: "first come, first served." Die 12 haben wir übrigens bewusst nicht vergeben. ;)


    Inzwischen haben wir den nächsten (allerdinge geerbten) Trikotsatz, wir hatten so viele Neuzugänge, dass unsere Reserven erschöpft waren -- die Spieler, die uns verließen, behielte ihre Trikots ja. Nun hat aber wieder jeder eine eigene, feste Trikotnummer, die er sich aussuchen konnte, als ich sie im letzten Training vor dem ersten Spiel verteilte. Wieder: first come, first served.


    Was finden denn die neuen Spieler an den Nummern zwischen 6 und 11 so toll?

    Hallo Schimanski


    Hallo tobn,

    Was meinst du mit "entsprechend"?
    Derzeit spielen wir "frei". Alle greifen an, alle verteidigen. Keine Positionen.


    Ach so, das heißt, deine Kinder gehen irgendwie auf den Platz und verteilen sich dann, wie sie wollen? Für so ungewöhnlich hätte ich es nicht gehalten, zumal der DFB ja von Anfang an das 3-3 propagiert. Aber ich entsinne mich an eine Diskussion damals...


    Der zweite Part meines Zitats war ein Ausblick in die Zukunft.
    Mein Plan ist halt, dass wir dann einen groben Rahmen (zwei Ketten) vorgeben und die Kinder spielen lassen. Nach dem Spiel setzt man sich ein, zwei Minuten zusammen und reflektiert ein, zwei wichtige Szenen (das machen wir schon jetzt so). Mein Wunsch geht halt dahin, dass die Kinder selbst erkennen, das etwas durch das Positionsspiel besonders gut oder durch vernachlässigstes Positionsspiel besonders schlecht geklappt hat. Wie Horst Wein es auch propagiert: Statt zu instruieren, stimulieren.
    Vielleicht überschätze ich die Kinder auch. Das wird sich zeigen.


    Ja, schau halt mal. Ich könnte mir vorstellen, dass es den Kindern schwer fällt, auf etwas zu kommen, worauf sie bisher ja überhaupt nicht haben achten sollen. Ansonsten würde ich sie vermutlich in der G, wenn ich sie aufs Feld führe, auch schon in zwei Dreierreihen aufstellen. Ohne dabei Vorgaben zu machen, aber halt als anfängliche Grundordnung.

    Glaubt ihr wirklich, dass der "handverlesene" Minikader eines Bundesligisten -wenns denn richtig läuft- mit anderem Training als für die Altersklasse vorgesehen versehen wird?


    Nein, das weiß ich sogar, zumindest für den hiesigen. Am letzten Freitag war einer ihrer Jugendtrainer der Referent bei der Kurzschulung, bei der ich war, und er hat letztlich alles das erzählt, worüber wir uns hier austauschen. Allerdings hat er auch erzählt, dass dort halt Selektion betrieben wird und der Kader klein gehalten wird. Ohne allerdings näher darauf einzugehen, sagte er auch, dass da durchaus auch Taktik ein Thema ist. Und diese Teams spielen eigentlich immer eine Altersstufe höher als es das Alter ihrer Spieler her gibt.


    Was ich sagen wollte, war, dass man mit einer Truppe aus Talenten in der F schon teilweise E-Inhalte vermitteln könnte. Dass eine solche Truppe aber äußerst selten sein dürfte.


    Zum Thema Geduld: Ich habe Geduld.


    Sehr gut, das ist in unserem Metier wohl eine der Grundtugenden. :)


    Also werft mir nicht vor, dass ich ungeduldig wäre :P


    Ich hatte keinen Vorwurf beabsichtigt, ich weiß nur von mir selbst und Gesprächen mit Kollegen, dass es nicht leicht ist, geduldig zu bleiben.. Auch, weil so oft die Äußerungen von Dritten kommen, dass es ja 'richtig nach Fußball aussieht', wenn eine Kindertruppe viel Pass spielt. Übrigens ist ein Jahr aber noch nicht so sehr viel, bis zum Ende der KiFu-Zeit liegen ja noch mindestens vier vor Euch, zwei F- und zwei E-Jahre.


    Mir geht es auch nicht darum euch zu beweisen, dass meine Kinder die Überfussballer sind, wir zwei Entwicklungsstufen mal eben überspringen können und schon jetzt mit Viererkette spielen könnten, sondern ich möchte vorfühlen, wie sie auf einen groben Positionsrahmen reagieren. Ich möchte mit den Kindern den Weg zusammen gehen. Die Jungs sollen selbst erkennen, dass eine gewisse Struktur auf dem Platz Vorteile haben kann.


    Und wenn sie sich nicht an die Positionen halten und wir deswegen ein Tor bekommen ist das pupsegal. Aber wir werden nach dem Spiel fragen, ob sie eine Idee haben, wieso der Gegner auf dieser Seite so viel Platz hatte und wenn sie selbst nicht darauf kommen, werden wir ihnen das bestimmt nicht unter die Nase reiben.


    Hmm, ich habe es aber noch nicht so ganz verstanden.. Ihr spielt doch vermutlich auch schon im 7:7, da musst du die Kids doch sowieso schon entsprechend aufstellen. Was willst du denn nun ändern?


    VERTRAUT MIR DA EINFACH MAL!!!


    Gerne, aber irgendwie reden wir aneinander vorbei...

    Elpawo: Sicher, einzelne Talente sind viel weiter als der Schnitt, sie können davon profitieren, gemeinsam mit Spielern zu trainieren, die biologisch ein Jahr älter sind als sie. Dennoch halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass eine ganze Mannschaft aus solchen Spielern besteht -- es sei denn, wir reden hier von dem handverlesenen Kader eines Bundes- oder Zweitligisten. Da rate ich beim Auftreten von Euphorie dem Trainer, noch mal einen Schritt zurück zu nehmen und sich seine Mannschaft noch mal mit kritischeren Augen anzusehen. Quasi einfach mal überprüfen, ob man nicht eine rosarote Brille trägt, ohne es zu merken. Schimanski ist dazu sicher fähig, er hat ja ein paar Defizite schon selber aufgeführt. Und ein paar seiner Beobachtungen kann man auch kritisch und nicht nur wohlwollend betrachten. Ich kenne von mir selbst die Ungeduld, die, wie ich meine, viele Kindertrainer befällt. Damit sollte man IMHO aber wirklich vorsichtig sein.

    Das Problem vom freien Spiel aufs Positionsspiel umzustellen, hat doch jeder Trainer irgendwann. Spätestens von der E- in die D-Jugend. Anstatt den Prozess mit einem Schlag zu vollziehen, kann man ihn doch eher fließend in kleineren Jahrgängen einleiten ohne dabei das freie Spiel zu unterbinden.


    OK, ich glaube, ich verstehe besser, worauf du hinaus willst. In der Tat liegt, wie ich vermute, schon eine Kunst darin, diesen fließenden Prozess zu begleiten und zu unterstützen. Ich denke eigentlich, dass die Methode von Horst Wein dazu ganz gut geeignet sein dürfte, da sie die sich auf dem Spielfeld während des Spiels in einem beschränkten Radius um den Ball ergebenden Situationen thematisiert und die für die Spieler relevanten Fragen stellt. Dazu sollte es für die 7:7-Spiele, die im F-Alter ja weitestgehend üblich und die aber größer als die Weinschen Spielformen für diese Altersstufe sind, ein paar einfache Ergänzungsanweisungen geben, nämlich, dass alle mit angreifen und alle mit verteidigen sollen. Nach und nach kann man dann ja auch geschicktes Verhalten besprechen, wobei ich hier eher an die Defensive denke. Dabei würde ich versuchen, eher die Grundsätzlichkeiten herausarbeiten zu lassen. Das hat aber meiner Meinung nach noch nicht viel mit Positionsspiel zu tun..


    Man orientiert sich am Entwicklungsstand der Kinder, reflektiert (mit den Kindern) die Spielweise und zieht seine Schlüße daraus. Mit geht es jetzt nur darum, wie man diesen Prozeß einleitet ohne die Kinder vor den Kopf zu stoßen oder wichtige Trainingsinhalte zu vernachlässigen.


    Ich habe jetzt noch mal kurz in Weins Buch geblättert. Da kommt es mir dann doch wieder so vor, als solltest du noch mehr Geduld haben, denn in seiner 'ersten Entwicklunsstufe', die er für Kinder ab sieben Jahren vorsieht, sind die Gruppen noch sehr klein und die meisten Übungen fokussieren den einzelnen Spieler. Erst in der zweiten Entwicklungsstufe (ab acht Jahren) fördert er gezielt das Zusammenspiel. Vielleicht solltest du dich also doch noch etwas bremsen und weiter an den individuellen Fähigkeiten deiner Spieler arbeiten.

    Ich kenne die Inhalte und Ziele des Kinderfussballs, vor allem aber kenne ich die Herangehensweise. Hier möchte ich mich speziell auf das Buch von Horst Wein beziehen. Seinen Ansatz zur Entwicklung der Spielintelligenz finde ich vorbildlich. Wieso nicht auch das Positionsspiel in diesen Prozeß integrieren (das macht Horst Wein in vielen Übungen und Spielformen übrigens auch)?


    Hier würde mich interessieren, welche Stellen du genau meinst. Nicht, weil ich das bezweifle, sondern weil ich das Buch selbst noch nicht vollständig gelesen habe und mich das tatsächlich interessiert. Ohnehin finde ich deine Frage durchaus interessant. Insgesamt bin ich der Meinung von ExilRaute und habe auch seine Erfahrung gemacht: Kids in der F sehr erfolgreich (an den Ergebnissen gemessen) in einem 2-3-1 spielen lassen, wenig Rotation, die meisten Spieler auf einer oder zwei Positionen spielen lassen. In der E dann festgestellt, dass das nix war und auf das 3-3 mit unbedingter Rotation umgestellt. Einen (sehr guten) Spieler verloren, der nur vorne spielen wollte, ein weiterer ging mit. In der Zwischenzeit hatten, so meine ich, einige Spieler unter dem Fehlen der Rotation gelitten. Seit ich sie eingeführt habe, haben sich viele von ihnen, wie ich meine, positiv entwickelt, insbesondere ist die Spielfreude allgemein gestiegen.


    Daher empfehle ich, von vornherein eine Positionsrotation zu betreiben, damit sich gar nicht erst Gewohnheiten etablieren. Natürlich gibt es Kids, die lieber stürmen und solche, die defensiver orientiert sind. Ich würde heute aber versuchen, das weder zu hemmen noch zu unterstützen, sondern sie vielmehr gleichmäßig vorne wie hinten spielen lassen. Ob sie in der Dreierreihe links, in der Mitte oder rechts spielen, sollte keinen wirklichen Unterschied machen.


    Ich denke nur, dass die Kinder es auch selber spannend finden, wenn sie eine Position bekleiden und vielleicht selbstverantwortlich die Ordnung in ihrere Kette regeln.


    Es ist halt wirklich die Frage, was du an spezifischen Eigenschaften einer der Positionen in den zwei Dreierreihen erkennst oder zu erkennen glaubst. Ich würde hier übrigens nicht von Ketten sprechen, sondern von Reihen, da das Wort 'Kette' schon sinnvolle Gruppentaktik impliziert, für die es in diesem Alter noch zu früh ist. Ja, sie sollen irgendwann dorthin kommen, noch stehen sie aber ganz am Anfang des Weges.


    Ich sehe nicht viele positionsspezifische Aufgaben im 3-3. Gewisse taktische Grundregeln können sicher vermittelt und auch erlernt werden, s. hierzu z.B. Horst Weins Buch, wenn es bspw. um Dreiecksbildung geht, dass es sinnvoll ist, dass der Ballführende immer mehrere Anspielstationen hat, dass ein Spieler zur Absicherung zurück bleiben sollte, etc. Er thematisiert (in der zweiten Entwicklungsstufe) auch geschicktes Offensiv- und Defensivspiel. Aber das findet immer in der Kleingruppe statt, d.h. typischerweise mit drei Spielern (inkl. Ballführenden). Solche Konstellationen findet man überall auf dem Feld, der Ort ist letztlich irrelevant, so dass es keinen Bezug zur Position der Spieler mehr gibt, es gibt nur Angriff oder Abwehr. Oder siehst du das anders?


    Mindestens die Hälfte der Kinder haben schon eine gute Spielübersicht, erkennen Freiräume und Unterzahl- bzw. Überzahl-Situationen in ihrer gröbsten Form. Wieso nicht darauf aubauend den Kindern einen groben Rahmen geben. Fördert das nicht auch die Spielintelligenz? Kann man damit etwas falsch machen?


    Hier müsstest du etwas konkreter werden. Wie gesagt, ich meine, dass Horst Wein sich stets mit Spielsituationen beschäftigt, an denen maximal sechs Spieler (aus zwei Teams) auf eher engerem Raum beteiligt sind. Es gibt im Minifußball keine Flugbälle, keine langen Abschläge, ja, nicht mal Einwürfe oder Ecken. Wo sind da die Positionen? Tatsächlich muss ich meine Frage wiederholen: was meinst du hier mit Positionen?


    Zu Ketten und Dreiecken: Ich denke, der DFB empfhielt die Kette als Grundlage für das spätere ballorientierte Verteidigen im Mannschaftverbund.
    [...]
    Der DFB empfiehlt ab der F-Jugend mit zwei Dreierketten zu spielen.


    Es wird aber, soweit ich weiß, in diesem Zusammenhang nie von Ketten gesprochen, sondern vom System 3-3.


    Da bilden sich ja von ganz alleine Dreiecke und vertikale Verschiebungen. Wenn man den Bambinis das instinktive Spiel nicht verbietet, habe ich da auch keine Sorgen, dass die Jungs stur in einer Kette verharren ;)


    Und dennoch ist die große Gefahr, die bei der Etablierung eines 'Spielsystems' vorhanden ist, dass die Kids sich zu sehr an ihre vermeintlichen Positionen halten und entweder das Angreifen oder das Abwehren einstellen.


    Was mir auffällt: Viele dribbelstarke Rechtsfüßler zieht es im Spiel auf die linke Seite und sie bekommen dann an der Grundlinie Probleme. Die Kinder lachen zwar schon selber drüber, aber können das selbst nicht komplett abstellen. Woran liegt das?


    Hmm, laufen sie schon ohne Ball nach links oder nur, wenn sie ihn haben? Eine mögliche Erklärung dafür gab es ja schon, ich habe selbst sowas noch nicht beobachten können, daher fällt mir dazu keine ein. Wohl habe ich einen Spieler, der früher häufig nach rechts gezogen ist, evtl. weil er dann auf der Außenbahn seinen Tempovorteil in Kombination mit der Ballführung mit dem gegnerfernen, stärkeren rechten Fuß nutzen konnte. Vielleicht auch, damit er dann mit rechts abschließen konnte. Das hat sich mittlerweile jedenfalls von selbst gegeben, ich würde mir darüber keine Sorgen machen.


    Warum bekommen deine Spieler auf der Grundlinie Probleme? Weil sie nach links 'abgetrieben' sind und nun den Ball nicht mehr über die Linie tragen können? Dann sollten sie beim Dribbling zumindest ab und an vielleicht mal den Kopf hoch nehmen und sich orientieren. Das könntest du ja trainieren, bspw. indem du in einen Dribbelparcours verschiedenfarbige Hütchen einbaust und sie zum Hütchen der Farbe dribbeln müssen, die du hoch hältst.


    Zudem haben wir Kinder die instinktiv "hinten absichern" oder sich instinktiv in die freien Räume bewegen (und dann enttäuscht sind, wenn sie von ihren Mitspielern übersehen werden :D ).


    Klingt doch erst einmal schon gut. Wobei man da auch Defizite hineininterpretieren könnte: die Absicherer könnten mehr Offensivinitiative ergreifen, und diejenigen, die sich in die freien Räume bewegen, könnten sich vielleicht auch mal einen Ball erobern. Aber ich kenne deine Kids nicht und kann daher keine Beobachtungen anstellen.


    Es gibt auch Kinder, die ich derzeit eher auf dem Tennisplatz sehe, weil sie eigentlich immer ihr eigenen Spiel durchziehen und mit Mannschaftsspiel nix am Hut haben. Aber da soll man bei den Bambinis ja noch Geduld haben (nur: wieso können es die anderen Kinder schon?).


    Das ist in der Tat die unterschiedlich schnelle Entwicklung. Ich meine auch, eine gewisse Entwicklung erkannt zu haben: Anfänger sind zunächst recht zurückhaltend, können den Ball gar nicht lange halten, sondern treten zumeist einfach nur dagegen. Nehmen ihre Fähigkeiten in der Ballbehandlung und im Dribbling zu, so werden sie oft erst einmal sehr eigensinnig. Wenn sie später dann den Ball noch besser beherrschen und auch noch in der Lage sind, Pässe zu spielen sowie sich davor zu orientieren, kommt das dann fast wie von selbst dazu. Natürlich gibt es nach wie vor Egoisten und solche, die selbst frei vorm Tor noch den Mitspieler suchen. Aber es gibt sich zunehmend.


    Ach, gugge mal einer an, kaum macht mans richtig, schon klappts. :) Danke für den Hinweis, hatte ich schon gesehen, dann aber daheim doch wieder vergessen. Muss man das immer wieder machen oder nur einmalig?


    Und das Erkennen von Ironie in Forum-Postings ist mir noch nie leicht gefallen, das wird, glaube ich, auch nichts mehr. Nix für ungut, schimanski.

    Hmm, zitieren klappt im Moment bei mir scheinbar nicht.. Jedenfalls:


    Schimanski: Ich sehe es nicht so, dass das Reinrufen oder eine auffällige Betonung des Passspiels Hinweise auf einen kompetenten Trainer sind. Ich sehe da eher keinen unmittelbaren Zusammenhang, solange beide Eigenschaften nicht näher qualifiziert werden. Je nachdem, was ein Trainer reinruft und warum seine Kinder "viel Pass spielen", kann es sich bei ihm um einen in meinen Augen mehr oder auch weniger kompetenten Trainer handeln. Bei dem "scheinbar festen System" frage ich mich, was du meinst. Für mich klingt es, wenn ich an den Kinderfußball denke, eher etwas abschreckend, d.h. nach Positionsspezialisierung. Ich weiß aber nicht, ob du das damit gemeint hast.


    Was die Eltern anbelangt, so bin ich im zweiten Punkt, d.h. ihrer Unkenntnis der Ideale des KiFu, auf jeden Fall bei dir. Und vom ballorientierten Verteidigen verstehen vielleicht ein paar Papas etwas, aber du hast wohl Recht, das dürfte die Minderheit sein. Und ja, man sollte unbedingt den Dialog mit ihnen suchen.

    Micha71: Ich habe heute erstmalig eine Provokationsregel ins Minifußballspiel eingebaut, d.h. eigentlich waren es zwei, und zwar:


    Die durch ein Tor erzielten Punkte (Normalfall: ein Punkt pro Tor) werden verdoppelt, wenn:


    1. alle Spieler der angreifenden Mannschaft in der gegnerischen Hälfte sind, wenn es erzielt wird: Belohnung für das Befolgen der Regel, dass alle gemeinsam angreifen


    2. mindestens ein Spieler der verteidigende Mannschaft in der Hälfte der Angreifer war: Strafe, wenn nicht gemeinsam verteidigt wird.


    So gibt es pro Tor eins, zwei oder sogar vier Punkte. Bei meinen E-Junioren hat das ganz gut geklappt, zwei Punkte gab es eigentlich immer -- es haben alle angegriffen -- gelegentlich gab es aber auch vier, weil so ein lauernder Stürmer in alte Muster verfallen ist. Aber nur kurz. :)

    Schwierig wird dann nur mit den Eltern... Die brüllen teilweise mehr als jeder Trainer.


    Da solltest du beginnen, Überzeugungsarbeit zu leisten, damit das weniger wird. Erkläre den Eltern, warum das Brüllen kontraproduktiv ist, zeige ihnen die Alternativen auf und betone, dass es dabei um das Wohl ihrer Kinder geht. Schau mal in der Fair-Play-Liga-Rubrik rein, da solltest du Argumentationshilfen finden. Oder auch auf den Seiten des DFB, die sich mit dem Kinderfußball beschäftigen.

    Meine Frage ist nun: Muss/Soll ich Eingriff auf das Spiel nehmen, meinen Jungs durch "Reinrufen" sagen was Sie zu machen haben. Sollte man eingreifen wenn 4 Spieler auf den ballführenden Gegner stürmen?


    Ich würde eindeutig sagen: nein. Auf keinen Fall in dieser Situation selbst. Danach vielleicht, wenn etwas Ruhe eingekehrt ist. Oder in der Halbzeitpause. Oder im nächsten Training. Dann könntest du versuchen, ihnen zu vermitteln, dass der dem Ballführenden jeweils nächste Spieler diesen attackieren soll, während die anderen zurück laufen, um eingreifen zu können, falls ihr Mannschaftskamerad überwunden wird.


    Inwieweit sollte man überhaupt die Jungs dazu "erziehen" sich immer einen Gegenspieler zusuchen?


    Davon, dass sich jeder einen Gegenspieler sucht, halte ich persönlich wenig, das klingt ja sehr nach Manndeckung der alten Schule. Ich würde da befürchten, dass die Kids viel zu viel Zeit damit verlieren, sich einen Gegenspieler zu suchen, dann zwei zu dem selben rennen und sich nicht einig sind, wer ihn denn nun kriegt, währenddessen ist das Gegentor schon längst gefallen. Ich würde nicht versuchen, ihnen das ballorientierte Spiel, das sie ja, wie du schreibst, deutlich zeigen, abzuerziehen. Du könntest vielleicht versuchen, gemäß Horst Weins Ansatz ihre Spielintelligenz in Bezug auf kooperatives Angreifen und Verteidigen zu fördern. Erwarte davon allerdings nicht zu viel, selbst meine E-Junioren (überwiegend älterer Jahrgang) zeigen da noch deutliche Schwächen..


    Im Vordergrund sollte doch immer der Spaß stehen, aber wenn man jede Woche zweistellig verliert, und dann in die Augen der Jungs sieht... Und ein Tor haben wir auch noch nicht erzeilt... bedeutet also erfolgserlebniss sind rar.


    Das verstehe ich schon, aber das hat auch etwas damit zu tun, wie du Erfolg definierst. Dieser muss nicht gleichbedeutend mit Siegen in Punktspielen (das Wort ist mir im Kinderfußball ohnehin ein Graus, mach dich von der Tabelle frei!) sein.


    Vergiss auch nicht die Förderung der Individualtechnik deiner Spieler, das ist in diesem Alter das wichtigste, wird aber leider wegen des Drucks, in den 'Punktspielen' gewinnen zu müssen, oftmals zu Gunsten von Passspiel vernachlässigt. Später sieht man dann Mannschaften, die wunderschöne Passkombinationen spielen können, aber nichts auf die Reihe bekommen, wenn sie mal ordentlich unter Druck gesetzt werden, da offenbaren sich dann die Schwächen am Ball..

    Hmm, zitieren klappt wohl noch nicht..


    Ich wollte nur kurz darauf hinweisen, dass man, wenn man das Buch hat, sich die Broschüre sparen kann: soweit ich bisher gesehen habe, enthält das Buch alles, was sich in der Broschüre findet. Vielleicht finde ich mal die Zeit, aufzuführen, was aus der Broschüre wo im Buch steht.