Eine Frage noch an dich, Fußballbaron, die ich getrennt poste, damit sie nicht in meiner Antwort von eben untergeht: Du erwähnst ja immer wieder die Quadranten. Kannst du bitte kurz, aber möglichst vollständig beschreiben, was es damit genau auf sich hat? Ich habe dazu zwar eine Vorstellung, aber mich würde interessieren, wie das ganz konkret bei Euch aussieht. Vielleicht wäre das etwas für meine D.
Beiträge von tobn
Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
-
-
Mir geht es ähnlich wie Steini und Don Quijote, ich finde deine Ausführungen, Fußballbaron, sehr interessant und halte sie auch für fachlich fundiert. Dabei stimme ich ihnen und guenter aber auch in der Einschätzung zu, dass Ihr absolut Selektion betreibt: wie ja bereits vorgerechnet wurde, nehmt Ihr das beste 1,67% - 2,67% Eurer Bewerber an. Danach betreibt Ihr bis zum Ende der E keine weitere Selektion, sondern bildet kontinuerlich aus. Ich glaube gerne, dass das nachhaltiger und auch erfolgversprechender ist, als jedes Jahr einen erheblichen Teil der Spieler auszutauschen. Aber du kannst nicht behaupten, Ihr würdet keine Selektion betreiben, sie findet bei Euch halt ganz zu Beginn statt.
Ich glaube "Selektion" wir hier völlig überbewertet ! Ihr tut ja gerade so, als wären all die Spieler dies nicht in die TopTeams schaffen völlig behindert und unfähig ! Klar gibt es auch schon bei der U6-U8 GRADUELLE Unterschiede. Aber die liegen dann eher nicht im spielerisch/technischen Bereich, sondern bei den familiären Verhältnissen, den Charakteren und vor allem bei der Lernfähigkeit.
Sie liegen ganz einfach in allen Bereichen. Die Verteilung sämtlicher Eigenschaften dürfte einer Gaußverteilung (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Normalverteilung) ähneln. Mit Eurer Selektion bewegt Ihr Euch am äußersten Ende des Spektrums, bei den absoluten Überfliegern, während die meisten von uns eine 'normalverteilte' Gruppe vorfinden, mit einem dicken Bauch im Mittelfeld und jeweils ein paar Spielern, die deutlich nach unten und oben abfallen bzw. heraus ragen. Das sind völlig unterschiedliche Voraussetzungen.Der Hauptgrund aber, dass sich die Spieler der Topclubs schneller entwicklen sind nicht die Spieler, sondern das Training, resp. die Trainer, die nicht zufällig, sondern mit viel Hintergrundwissen auf Grund neuester Erkenntnissen das machen, was die Kids am schnellsten und ganzheitlichsten voran bringt.
Die Trainer sind wichtig, keine Frage. Aber alle Trainer können auch nur mit Wasser kochen. Gute Trainer holen mehr aus den Kids heraus als schlechte. Aber jedes Kind hat seine eigenen, begrenzten Möglichkeiten, an denen selbst der beste Trainer nichts ändern kann.Kein Mensch erwartet, dass ein Feierabendtrainer die ganze Fachliteratur durchgeht, durch Europa reist um die neuesten Seminare zu besuchen und seine Erkenntnisse zu Gunsten seiner Trainerkollegen niederschreibt und weitergibt.
Nun, ich bin zwar Feierabendtrainer, wie einige andere in diesem Forum auch, aber ich denke, was Fachliteratur und Fachwissen anbelangt, können wir durchaus mit dir mithalten, wenn auch nicht mit den Europareisen. Ich habe den Eindruck, dass man in diesem Forum auf einiges an Kompetenz trifft, und da nehme ich mich mal ganz heraus.Aber wenn diese Fachpersonen einfach ignoriert werden, weil man glaubt, die eigenen Kids seien zu doof um an diesem Wissen partizipieren zu können, ist das einfach nicht fair. Kids damit als Restposten zu behandeln, für den das alte, mal vor gefühlten 30 Jahren erworbene Fussballwissen gerade noch gut genug ist - ist würdelos!
Niemand behandelt hier Kids als Restposten oder hält sie für doof. Wir schauen uns stattdessen aber die Kids an, die wir in unseren Teams haben, und nicht diejenigen, die in den Kindermannschaften der regionalen Proficlubs spielen. -
Ich brauchte da auch mal einen kleinen Rat. Diesmal für das Team meines Sohnes.
INFO: Jahrgang 2004. Die meisten Kinder spielen seit 3 Jahren im Verein. Heuer haben sie den dritten Haupttrainer. Die CO sind noch immer die gleichen, bzw. Väter.
Du bist aber weder Trainer, noch einer der Co-Trainer, richtig?Spielermaterial ist echt gut, ich hätte gerne den einen oder anderen bei mir oben. Dieses gute Material zum arbeiten hatte, bzw. haben ich nicht in meinem Team gehabt.
OK, klingt so, als würdest du die 2003er trainieren.Die ersten beiden Trainer gingen, weil die Kinder den Spaß am Fußball zu verlieren drohten. Den zweiten hab sogar ich „abgeschossen“. Das Training war nicht Kindgerecht und Langweilig. die Trainingsbeteiligung sank auf fast 50%. Die Kinder durften im Match nie dribbeln, wenn es einer machte wurde er sofort ausgetauscht und eine Rotation gab es auch nicht. Seit einem ¾ jahr haben sie einen neuen Trainer, die CO sind geblieben. Machen auch das was der Haupttrainer sagt.
In diesem Zusammenhang würde mich mal interessieren, wie sich die Co-Trainer zuvor verhalten haben. Wenn da das Training und der Spielbetrieb so schlecht liefen, wie haben sie sich als Teilverantwortliche verhalten?Das Training selbst macht den Kindern spaß und ist qualitativ auch ok. Einziger kritikpunkt ist die Matchbetreunung – oftmals negatives rein schreien – und die Kommunikation mit den Eltern – Termonvereinbarungen etc. Das ist für mich jetzt aber nicht worin ich um Rat bitte.
OK, kriegst du dennoch: stellt ihm aus der Elternschaft eine(n) Betreuer(in) zur Seite, der/die das Organisatorische übernimmt. Ich würde mir dazu eine Person wünschen, die dabei nicht nach der Pfeife des Trainers tanzt, sondern diesen in dieser Hinsicht einnorden kann. Sprich, die von ihm verlangt, dass er sich rechtzeitig Gedanken zu Terminen und/oder Themen, die kommuniziert werden müssen, macht. Die Verteilung an die Eltern, Kommunikation mit anderen Teams und der Jugendleitung, etc., kann dann ja alles durch den Betreuer erfolgen, damit muss der Trainer dann keine Arbeit mehr haben. Aber der Betreuer kann und muss halt darauf bestehen, die Infos entsprechend früh genug zu erhalten.Die Mannschaft ist kein Team. Die Jungs sind sich eher um den Erfolg des anderen neidig. Wenn einer Torschützenkönig wird, freuen sich die anderen nicht für ihn. Innerhalb der Mannschaft werden Schuhe versteckt etc.. einfach nur weils Lustig ist. Ich würd das ja schon als Mobbing bezeichnen, aber bei 8 Jährigen will ich lieber nicht davon sprechen.
Es kämpft und läuft keiner für den anderen, bekommen sie schnell ein Tor geben sie sich auf und die Folge ist eine regelrechte Hinrichtung beim Match. Die Jungs geben sich am Spielfeld gegenseitig die Schuld, anstelle ihre Energie zu nutzen um den Fehler des anderen aus zu bessern.
Ich stimme in meiner Einschätzung voll mit Don Quijote überein. F-Junioren sind von Natur aus Egoisten und egozentrisch, das ist völlig normal. Man sollte als Trainer zwar unbedingt den Gemeinsinn im Blick haben, von den Kindern gleichzeitig aber nicht verlangen, dass sie ihren Egoismus völlig verneinen. Unbedingte Aufgabe des Trainers ist es aber, für ein gutes soziales Klima zu sorgen und von Anfang an den Mannschaftsgeist zu stärken. Da gehört dann unbedingt dazu, dass man gegenseitiges Ärgern und Anmeckern in keiner Weise toleriert. Wenn Schuhe versteckt werden, dann geht halt keiner, bevor die Schuhe aufgetaucht sind. tritt sowas zum ersten mal auf, dann sage ich als Trainer, dass mich überhaupt nicht interessiert, wer die Schuhe versteckt hat, dass das aber auf keinen Fall toleriert wird und dass keiner gehen darf, bevor sie wieder da sind. Und dass, wenn das nochmals vorkommt, es einen doch interessieren wird, wer sie versteckt hat. Und dann kann man sich ja eine entsprechende Strafe ausdenken, z.B. verspätetes Einsteigen beim Abschlussspiel, o.ä. WieMein Sohn jammert schon deswegen. Er ist leider der Einzige der rackert, weil wenn er es nicht tut von mir einen sogenannten Arschdritt verpasst bekommt. Er sieht aber „zu recht“ nicht mehr ein warum er immer die ganze Arbeit machen muss.
Ich würde auch den Arschtritt sein lassen. Lobe ihn stattdessen, weil er sich abrackert, aber erkenne an, dass es ihm schwer fällt, sich dazu zu motivieren, wenn es so gar nicht honoriert wird. Er ist nicht das Problem.Ich weiß dass da eine Teilschuld auch im Elternhaus liegt. Jetzt kann man aber nicht zu den Eltern gehen und ihnen sagen sie haben ihre Kinder nicht richtig erzogen.. also was kann man tun. Ich möchte beim kommenden Elternabend das ansprechen und Gruppenaktivitäten (ohne Eltern) wie zb. Kletterpark etc. organisieren. damit die Kinder endlich mal eine Mannschaft werden.
Ich würde den Trainer mal darauf ansprechen, am besten noch vor dem Elternabend. Da fällt es leichter, eine konstruktive und vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen. Er wird auch eher dazu bereit sein, auf dich zuzugehen, wenn nicht ein Dutzend Zuschauer dabei sind. Er ist hier die entscheidende Person, das Mannschaftsgefüge steht und fällt mit dem Trainer. Sprichst du das Thema aber so auf dem Elternabend an, dann gerät er schnell in die Defensive, weil du ja einen Missstand ansprichst. Gleichzeitig gerätst du in die Konfrontation mit einigen anderen Eltern. Das kann dann ganz schnell degenerieren. Daher: sprich vorher mit dem Trainer, versuche, heraus zu finden, wie er die Situation seines Teams hinsichtlich des Mannschaftsgefüges und des Team-Spirit sieht, und berichte dann davon, wie dein Sohn die Situation empfindet. Ob das dann immer noch ein Thema am Elternabend wird, kann sich dann ja zeigen. -
Ich möchte jedoch etwas zu bedenken geben bezüglich des Mischens. Das habe ich jetzt eineinhalb Jahre so durchgezogen. Die Konsequenz: Vor einem Monat war es so weit gekommen, dass die schwächeren Spieler den Ball nur noch zum einen halben Meter entfernten stärkeren Spieler passen und den machen lassen. Die schwachen Spieler hatten so pro Trainingsspiel höchstens 4 bis 5 Ballkontakte.
Deshalb setze ich seit 2 Wochen die Idee von TRPietro um. Ich mache immer wieder (ca. 50%) 4 Teams und lasse 2 schwache Teams und 2 starke Teams gegeneinander spielen. Die restlichen 50% der Trainingsspiele verlaufen wie gehabt.
Da ich in der letzten Saison (damals E-Jugend, überwiegend Altjahrgang) einen recht heterogenen Kader hatte und ähnliche Beobachtungen wie du machte, d.h. dass sich die weniger forschen schwächeren Spieler verstärkt selbst aus dem Spiel zurück zogen, habe ich dann auch in den Minifußballspielen begonnen, zwei stärkere und zwei schwächere Teams zu bilden und diese unter sich spielen zu lassen. Das Ergebnis gefiel mir tatsächlich ziemlich gut, die schwächeren Spieler haben sich gegen ihresgleichen mehr zugetraut. So entwickelten sich auf beiden Feldern schöne Spiele, natürlich war der Grad der Zufälligkeit bei den Schwächeren höher, aber der Einsatz stimmte und auch der Grad des Zusammenspiels war, so meine ich, größer, als wenn pro Team ein oder zwei der starken Spieler dabei gewesen wären.Die Kehrseite der Medaille ist natürlich, dass die Kinder merken, welche Teams die schwächeren und welche die stärkeren sind und so die in den schwachen Teams eingeteilten Spieler erst mal ein wenig enttäuscht sind. Deshalb würde ich das, wie du, ReMigius, es ja auch handhabst, auch auf keinen Fall ausschließlich so machen, sondern weiterhin flexibel bleiben. Allerdings überwiegt auch bei den meisten der schwächeren Spieler schnell die Freude daran, gut mit spielen zu können, gegenüber der Einteilung in die schwächere Mannschaft.
Ganz wichtig ist es, das Team immer wieder durch zu mischen und deutlich zu machen, dass jeder für den Erfolg des Gesamtgebildes wichtig ist. Ich habe manchmal auch ganz bewusst die stärksten und die schwächsten Spieler in ein (Minifußball-) Team gesteckt und dann vorgegeben, dass Tore erst dann zählen, wenn jeder Spieler des Teams am Ball war und das Team der Angreifer bis zur Torerzielung in Ballbesitz bliebt. Da müssen dann die zurückhaltenderen Spieler sich auch frei laufen und schnell agieren, die stärkeren müssen dann auch zwischenzeitlich auf Ballhalten spielen, oder eben halt schnell schalten und als allererstes den schwächsten Spieler anspielen. Es sorgt jedenfalls dafür, dass sie gezwungenermaßen mehr miteinander spielen. Häufig fangen dann die stärkeren Spieler an, die schwächeren zu coachen, was ja durchaus erwünscht ist. Dabei muss der Trainer aber ggf. eingreifen und dafür sorgen, dass ausschließlich konstruktiv und positiv gecoacht wird, d.h. dass die stärkeren Spielern den schwächeren Tipps und Hilfe geben, es besser zu machen und eben nicht an ihnen herum mosern, zumindest nicht, solange sie ihnen nicht deutlich gemacht haben, wie es besser geht.
Ich kann noch nicht sagen, ob das Ganze eine gute Idee ist oder nicht. Einerseits haben einige schwächere viel mehr Selbstvertrauen, weil sie endlich Tore erzielen etc. Andere sind demotiviert, da sie "merken", dass sie in die schwächeren Teams eingeteilt werden.
Genau, das waren auch meine Beobachtungen. Wobei ich den Eindruck hatte, dass die Vorteile überwiegen. Und man aber halt diese Einteilung nicht ausschließlich anwenden sollte.Ich werde das jetzt erstmal weiter so durchziehen, weiß aber noch nicht, wie es sich auswirken wird.
Berichte dann doch bitte wieder, deine weiteren Beobachtungen würden mich sehr interessieren. -
In der Turnierecke des DFB gibt es einige Turnierpläne als Excel-Dateien zum Download, darunter auch einer mit zwölf Teams in drei Gruppen, allerdings auf zwei Plätzen. Ich habe diesen Plan mal modifiziert und auf drei Plätze erweitert. Kannst ja gucken, ob es das ist, was du suchst. Den Originalplan (für zwei Plätze) füge ich auch bei.
-
bei dem Aussehen stellt man kein Bild von sich ins Internet.


Du hättest wohl sonst zu viele eindeutige Angebote, was?
-
Ist der Kamillentee alle, André? Dann wird es dringend Zeit, die Vorräte nachzufüllen.
Ich finde das lesen zwischen den Zeilen schon recht interessant.
Das kann aber auch sehr schnell in die Irre führen. Hier ist dir das, so mein starker Eindruck, passiert..Ich denke du gehst nicht umsonst auf die aus meiner Sicht nützlichen Dinge nicht ein. Ist auch nicht schlimm...der Leser macht sich bestimmt sein Bild.
Er schreibt doch aber, was er gemacht hat: auf die Laufhaltung geachtet (ohne Befund) und das Training mal ohne Anwesenheit der Mutter des Kindes (mit Besserung) durchgeführt.Naja, wie auch immer, Jugendabteilung und seinem Schützling ist hoffentlich geholfen.
-
Andre: Wen sprichst du eigentlich an? Lies doch mal bitte meinen Beitrag vollständig. Und guenter hat dann auf eine Ergänzung gebracht, dass man, wenn man Anomalitäten im Laufstil feststellt, die auf eine Fehlstellung hin deuten, doch den Arzt konsultieren sollte. Was soll daran bitte falsch sein?
-
Hmm.. Aus der Ferne ist das natürlich schwer zu beurteilen. Aber ich würde mir noch keine Sorgen machen. Du könntest mal probieren, seine Mama (und die anderen Eltern natürlich auch) zu bitten, mal nicht beim Training zuzusehen, so dass er nicht zu ihr flüchten kann. Wenn er Angst bekommt, soll er zu dir kommen. Kriegt er also Angst, dann gehe auf ihn zu und versuche, ihn zu beruhigen. Entweder nimmst du ihn aus dem weiter laufenden Spiel raus oder du unterbrichst es kurz. Die anderen sollten aber nicht darauf warten müssen, dass er sich beruhigt, sie können ja normal weiter spielen, solange du dich um ihren Kameraden kümmerst. Vielleicht hat er mal was abbekommen, wovon sonst keiner etwas mit bekommen hat, das kann auch außerhalb des Trainings gewesen sein. Vielleicht macht er auch einen Entwicklungsschub durch und ist im Moment allgemein überfordert. Das gibt sich aber alles mit der Zeit von selbst. Wenn es hingegen länger so schlimm bleibt, dann müsste man nach den Gründen forschen..
Zur Schusshaltung: lass' ihn das doch ruhig probieren, in der G-Jugend geht es noch nicht um die optimale Schusshaltung. Er kann es ja offenbar auch mit Innenseite und Spann, das wird er dann schon auch wieder machen. Wenn du willst, kannst du ja in einer Wettübung, in der z.B. gegen Langbänke geschossen wird, zur Bedingung für die Punkterzielung machen, dass mit der Innenseite gespielt wird, dann wird er sich wohl spätestens nach dem zweiten Treffer ohne Punkt umstellen, oder? In diesem Alter hat bei mir ein nicht unerheblicher Teil der Kids am liebsten noch mit der Pike geschossen. Sowas ist völlig normal. Und ich glaube nicht, dass die Verletzungsgefahr beim Außenristschuss erheblich größer ist..
Das bringt mich aber zu einer anderen Frage: wie ist denn seine Fußhaltung beim normalen Laufen? Geht er "über den großen Onkel", d.h. zeigen seine Fußspitzen eher nach innen? Bei mir ist bzw. war das aufgrund eines angeborenen Rotationsfehlers im Hüftgelenk z.B. so, ich habe es mir bewusst abgewöhnen müssen, wobei ich nicht zu 100% erfolgreich bin... Daher nehme ich auch häufiger als andere den Außenrist, es ist für mich motorisch halt einfacher als für die meisten anderen Spieler, denke ich. Vielleicht hat er ja auch eine Fehlstellung. Dann sollte das wohl vom Kinderarzt und ggf. einem Orthopäden (falls der Kinderarzt eine Überweisung für sinnvoll hält) abgeklärt werden. Ist aber nur so eine Idee.
-
Was die Arbeit anbelangte: das ging eigentlich, die größte Mühe bestand darin, die Minitore zu besorgen -- am Ende mussten wir eine ganze Reihe selbst fertigen, was sich leider als ziemlich teuer heraus stellte, außerdem sind Holztore in der Größe leider recht sperrig und auch nicht sonderlich stabil... Für das nächste mal würde ich mir vornehmen, frühzeitig möglichst alle Tore bei anderen Vereinen ausleihen zu können, was aber einen recht hohen Organisations- und Logistikaufwand bedeutet..
Was die Überzeugungsarbeit anbelangt, so war die gar nicht so groß, da ging es hauptsächlich um unsere Mannschaftsbetreuerin, die im "Turnierplanungsausschuss" -- es war ja ein Jubiläumsturnier -- saß. Sie ist halt eine eher vorsichtige Natur, die von sich aus lieber nichts Neues wagt, sondern eher bei dem Bekannten bleibt. Was den Rest anbelangt, also das Schreiben der Turnierbestimmungen, das Anschreiben der Vereine und Fragen nach der Zahl der Teilnehmer, gut, das war vielleicht ein bisschen mehr Arbeit, als ihn sich Turnierveranstalter typischerweise machen, aber nicht wirklich viel mehr, als ich sie mir auch gemacht hätte, wenn wir eine konventionelle Form gewählt hätten.
-
Dass Kinder in der G- und F-Jugend in der Trainingspause in den Ferien einiges verlernen, ist meiner Erfahrung nach völlig normal. Aber keine Angst, es ist ebenfalls ganz normal, dass das dann auch wieder kommt.
Dein Fall mutet mir allerdings noch etwas rätselhaft an. Wieso weint der Junge bei jedem Zweikampf? Ich meine, er wird ja nicht einfach so in Tränen ausbrechen, sobald sich ihm ein anderes Kind nähert, oder? Was die Schusshaltung anbelangt, würde ich ihn einfach mal darauf ansprechen, dass er ja anders schießt als früher, und ob er das mit Absicht macht und warum. Die Frage würde ich in interessierter und anerkennender Manier vorbringen, so nach dem Motto: "ist ja interessant, wie du in letzter Zeit schießt, so mit dem Außenrist, das hast du doch früher nicht gemacht, hast du das neu gelernt?" Und dann halt so weiter, bis du vielleicht schlauer bist.
Fühlt er sich ansonsten wohl im Training?
-
also was mir gesagt wurde, warum man hier auf eine gewisse körperliche ausdauer und eigenkönnen nicht verzichten möchte ist... weil vor dieser reform, alle möglichen leute zu den leistungsprüfungen in haching zugelassen wurden, die nicht mal wirklich was mit fussball zu tun hatten.
Warum soll ich aber dann mit links (meinem schwachen Fuß) einen präzisen Flugball schlagen müssen? Oder 80x jonglieren? Ich kann, wie mir von Trainer-Kollegen gesagt wird, selbst gar nicht so schlecht kicken, habe aber nie im Verein gespielt und habe z.B. die genannten Defizite. Von dem, was ich so lese, könnte ich jedoch am Eigenkönnen scheitern. Dabei behaupte ich, dass ich insbesondere in den Bereichen, die TW-Trainer als für den modernen Fußball ausschlaggebend benennt, durchaus kompetent bin.
Natürlich sollte ein gewisses Fußball-Know-How da sein und auch ein gewisses Maß an Eigenkönnen. Mir kommt es aber so vor, als läge die Latte momentan eher zu hoch. -
Wenn der Schnee liegen bleibt, würde ich nicht spielen. Wir trainieren dann zwar durchaus, wenn der (Kunstrasen-) Platz nicht vereist ist, richten das Training dann aber danach aus und machen eben z.B. keine Zweikampfübung oder ähnlich verletzungsträchtigere Sachen. Wir haben unser für morgen geplantes Freundschaftsspiel abgesagt, da bei uns auch noch Schnee und Eis auf dem Platz liegen..
-
Wichtig ist, kaiser_franz, da bin ich einer meinung mit guenter, dass du Eltern und Spielern den Modus bekannt machst. Du musst sie informieren, damit sie wissen, woran sie sind. Wenn es dann Protest gibt, wie von Jenny82, wie ich finde nicht ganz zu Unrecht, befürchtet, so kannst du dann in die Diskussion einsteigen. Blöd wäre es, wenn du deine Methodik nicht bekannt gibst und es dann allen Eltern so vor kommt, als kämen ihre Kinder weniger gut weg. Und die Eltern haben nun mal nicht den Überblick, wie du ihn hast, da kann man ihnen gar keinen Vorwurf machen.
-
Danke für den Tipp, guenter, darauf waren wir damals aber auch schon selbst gekommen. Leider waren diese Versuche allesamt fruchtlos. Letztendlich fanden wir zwei Teams, die auch so große Kader hatten, dass nicht alle spielen konnten. Und zwei weitere Teams haben wir dann nach geschätzt einem guten Dutzend Anfragen gefunden. Von denen hat dann aber eines noch abgesagt...
-
elladino, wir hatten in der F1 und E2 mit einem Kader vonzwischen 16 und 20 Spielern es ähnlich gemacht und eine Mannschaft zum Spielbetrieb angemeldet, und uns dann darum bemüht, an Heimspieltagen Freundschaftsspiele mit anderen Vereinen auszumachen, die dann auf der anderen, ansonsten ungenutzten Platzhälfte zeitgleich stattfanden. Das hat in der F1 auch noch ziemlich gut funktioniert, auch wenn es doof ist, wenn der Freundschaftsspielgegner kurzfristig absagt und man keinen Ersatzgegner mehr herbei zaubern kann -- bei Freundschaftsspielen kommt das, meiner Erfahrung nach, häufiger vor als bei Pflichtspielen. In der E2 war es dann deutlich schwieriger, Gegner zu finden, weil so gut wie alle Vereine im Umkeis alle ihre Kinder im offiziellen Spielbetrieb hatten, oder aber sich bei ihnen kein Verantwortlicher fand, um ein zweites Team zu und zu begleiten, während ein anderer Teil des Teams spielte. Andere Termine zu finden war auch nicht so einfach, weil unser Verein nur einen Platz hat, der dementsprechend gut belegt ist, darüber hinaus hast du ja selbst erwähnt, dass viele Kinder heutzutage einen recht vollen Terminkalender haben, so dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ausweichtermin mit denjenigen mehrerer Kinder kollidiert, nicht unerheblich ist.
Klar, es geht schon, ich bin auch auf jeden Fall dafür, dass man unbedingt versuchen sollte, allen seinen Spielern adäquate Spielzeiten zu geben. Aber das ist in einigen Fällen durchaus leichter gesagt als getan. Das meine ich auch nur als Ergänzung zu deinen Posts. Du machst das ganz wunderbar.
-
Probier mal folgende Übung: 4:4, etwas größeres Feld, [...]
In Facebook würde ich jetzt "Like" (entsprich "Gefällt mir") klicken. Das probiere ich mal aus, klingt richtig gut. -
Hast Recht, guenter, es geht viel, wenn man will und bereit ist, sich hin zu setzen und es mal zu organisieren. Da ich es in diesem Thread erwähnt habe: falls es jemanden interessiert, habe ich mal einen neuen Thread zum Thema unseres Minifußballturniers der letzten Saison aufgemacht: Beispiel für ein Minifußballturnier.
-
Im Thread Minikickerfußball Spielbetrieb einstellen? habe ich ja mal wieder unser letztjähriges Minifußballturnier erwähnt. Für den Fall dass jemand Interesse daran hat, ein solches Turnier selbst durchzuführen, was ich nur empfehlen kann, möchte ich hier die damals von mir verfasste Turnierordnung inkl. Erläuterungen von Spiel- und Turniermodus veröffentlichen. Bei den teilnehmenden Vereinen kam das Turnier sehr gut an, auch unsere Jugendleitung war positiv überrascht. Ob wir seitdem Nachahmer gefunden haben, weiß ich allerdings nicht.
Noch kurz ein paar Worte zum Ablauf:
- Teilgenommen haben sieben Vereine, aus sämtlichen Spielern wurden 20 Mannschaften gebildet
- Es gab weder gemischte noch Fünfermannschaften, dafür eine kleine Zahl an Dreier-Teams
- Wir haben vorab bei den teilnehmenden Vereinen abgefragt, mit wie vielen Spielern bzw. Teams sie teilnehmen werden und haben ihnen bereits vorab Namen von Champions-League-Teilnehmern zugewiesen. So hatten unsere eigenen vier Teams z.B. die Bezeichnungen FC Arsenal, FC Chelsea, Manchester City und Manchester United, die eines anderen Vereins AC Mailand, Inter Mailand und SSC Neapel. Damit haben sich die Kids dann im Turnier sehr gut zurecht gefunden und es gab keine Rangordnung in den Namen.
- Zu Turnierbeginn habe ich alle Teilnehmer auf dem Platz zusammen gerufen und mit einigen Spielern, denen Minifußball bekannt war, das Spiel kurz demonstriert. Außerdem bin ich in dabei auf die individuellen Regeln des Minifußball sowie unserer speziellen Ausführung eingegangen. Ich bin auf das Spielen ohne Schiedsrichter eingegangen und habe erklärt, dass es stattdessen Spielleiter gibt. Außerdem habe ich einen mir optisch bekannten Spieler eines Gastvereins gefragt, wie lange er Fußball spielt und seine mir vorab bekannte Antwort ("sechs Jahre") dazu genutzt, mir von ihm bestätigen zu lassen, dass er inzwischen wisse, wie die Fußball regeln lauten und wie das Spiel funktioniert, um in Anschluss zu verdeutlichen, dass ein Coaching durch die (mir großteils bereits bekannten) Trainer unerwünscht ist.
Das Turnier lief dann weitestgehend wie gewünscht ab. Leider hielten sich die Zuschauer nur bedingt an die Bitte, außerhalb des Platzes zu bleiben, was ich toleriert habe, da es sich zunächst noch im Rahmen hielt und später aufgrund des einsetzenden Regens von selbst erledigte. Ansonsten hätte ich wohl ungefähr zur Turniermitte einschreiten müssen. Beim Coaching ergab sich ein gemischtes Bild, die meisten Trainer hielten sich dran, die üblichen Verdächtigen habe ich ein, zwei mal freundlich darauf aufmerksam gemacht, was dann zumindest für eine gewisse Zeit auch Besserung brachte. Insgesamt war die Stimmung tatsächlich sehr kooperativ und freundlich, nur zwischen zwei sehr ehrgeizigen Teams war das Spiel etwas angespannt, so dass ich mich als an diesem Tag angenehmerweise unumstrittene Instanz da halt dazu gestellt habe, um nach dem Rechten zu sehen.
Die Qualität der Spielleiter war leider auch etwas unterschiedlich. Dabei handelte es sich überwiegend um Papas meiner Spieler. Da wäre es besser gewesen, wenn wir zuvor eine genauere Einweisung durchgeführt hätten, indem sie bspw. unter meiner Anleitung ein paar Minifußballturniere geleitet hätten. Das haben wir aber nicht hin bekommen. So haben ein paar von ihnen dann halt doch mehr Schiri als Spielleiter gemacht, teilweise wurden die Regeln auch unterschiedlich verstanden. Das tat dem insgesamt guten Ablauf aber keinen Abbruch. Und außer am Wetter hatte am Ende eigentlich niemand an dem Turnier etwas auszusetzen, im Gegenteil haben wir fast ausschließlich positives Feedback erhalten, teilweise sogar euphorisches. Nur zwei ältere Herren konnten mit der Spielform nichts anfangen. -
Das ist die Logik derjenigen, die sich hinter leeren Worten verstecken wollen. Anzahl der Kinder gehe ich mit, das andere ist Einstellungssache. Seid doch dankbar, dass es noch welche gibt, die Betreuer o.ä. machen, danach suchen wir hire seit Monaten im G- und F-Bereich.
Ich habe die gesamte Hinrunde jedes WE zwei Spiele alleine durchgezogen, mal ohne Schieri, was gut läuft, mal mit drei Halbzeiten... etc. pp. Man muss nur seine Kontakte Pflegen. Mannschaften, die spielen wollen, gibt es massig.
Wenn man will, dann geht es sehr wohl.
Einspruch, Euer Ehren. Ich würde sagen: es kann gehen, wenn man es unbedingt will. Ich habe das selbst hinter mir: im zweiten Jahr der E-Jugend haben wir mit unserem 18er-Kader zwei Teams gemeldet. Das war aber durchaus mit Schwierigkeiten verbunden:- Beide Teams haben ca. ein Drittel der Spiele ohne Auswechselspieler bestreiten müssen, teilweise mussten Spieler des einen Teams im anderen aushelfen, was dann wiederum große Sorgfalt bzgl. Festspielregularien, etc. anbelangt. Neben der Festspielregelung, welche die letzten fünf Rundenspiele betrifft, darf bei uns nämlich nur ein Spieler, der am vorhergehenden Spieltag in der ersten Mannschaft eingesetzt wurde, am aktuellen Spieltag in der zweiten eingesetzt werden.
- Da beide Mannschaften i.d.R. gleichzeitig, aber auf verschiedenen Plätzen spielten, musste sich das Trainer-Team unbedingt aufteilen: ich bei der einen, mein Co bei der anderen. Wir durften nach Möglichkeit nicht ausfallen.
- Die Belastung für unsere Familien -- wir sind beide Familienväter mit mehreren Kindern -- war sehr hoch. Meine Frau hat drei Kreuze, eher ein paar mehr, gemacht, als die Saison vorbei war.
- Unsere Jugendleitung musste Karteileichen melden, weil unser Kreis für 7er-Mannschaften minimal elf Namen gemeldet haben will.
Ich habe daher durchaus Verständnis für Kollegen, die sich diese Belastung nicht zumuten wollen, da die notwendigen oder gewünschten Rahmenbedingungen nicht gegeben sind.
