Danke, guenter. Tatsächlich kenne ich diese Gymnastikbälle scheinbar nicht. Ich bekam vom Verein für das Hallentraining nur einen Sack mit Filzbällen, ca. 10 Hütchen und ein Dutzend Leibchen gestellt, das war es. Das in der Halle vorhandene Material war für uns nie zugänglich. Ich habe dann im Verlauf der Zeit Plastik-, Tennis-, IKEA-Fußballkissen- und auch Futsalbälle besorgt. Aber über Gymnastikbälle bin ich dabei nicht gestolpert. Man lernt halt nie aus.
Beiträge von tobn
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Das ist genau - für diesen Trainer - die ungünstigste Variante. Man siehts ja am Ergebnis, das für mich nicht befriedigend ausfällt!
Ich denke, als befriedigend empfindet sie keiner der Beteiligten. Die Frage ist nur, ob man hätte einen Kompromiss finden können, mit dem sich alle beteiligten Parteien anfreunden können. Ich vermute mal, du oder ich hätten das mit unseren Vorschlägen oder vielmehr damit, dass wir zu unserem Wort gestanden hätten, auch hin bekommen. Der kritisierte Trainer sprach aber das eine, das klang so ähnlich wie bei uns, tat aber etwas anderes. Nun muss man sich aber auch oder vielleicht sogar eher hauptsächlich an seinen Taten messen lassen, meinst du nicht?meine Vorgehensweise hab ich dargestellt. Kompromissbereit - nicht immer auf alle Recht bestehen -nach und nach, wenn das kind etabliert ist die Bedenken ruhig anmelden.
Ich weiß nicht. Bis dahin gilt dann evtl. auch schon das Gewohnheitsrecht. Sicher ist es verkehrt, einem Trainer mit zu vielen und überzogenen Forderungen zu kommen. Das mag ich auch nicht, vor allem aber, wenn sie auf eine Sonderbehandlung eines einzelnen Spielers hinaus laufen. Wenn aber, und so kommt mir da hier vor, darum gebeten wird, dass ein Kind genauso behandelt werden möge wie die anderen, sieht die Sache ganz anders aus. Das ist eines meiner eigenen Hauptziele, wenn da jemand den Eindruck hat, dass es nicht verfolgt wird, so hat er unbedingt und sofort meine Aufmerksamkeit. Dann höre ich mir das an und kann die kritik entweder entkräften oder muss sie als zutreffend akzeptieren und in der Folge etwas ändern. -
Sollte aber ein Jugendleiter nicht daran interessiert sein, wie es in den Jugendmannschaften läuft?
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Ich bin erstaunt über eure Fähigkeiten, eine schriebene Übungseinheit, (Beschriebens weicht oft vom Gesehenen deutlich ab) ohne die je gesehen oder gar ausprobiert habt, bis ins Detail ausdiskutiert, ohne Zusammenhang aus dem gesamten Trainingskonzept heraus bewertet.
Deshalb frage ich ja auch so viel nach, weil ich, wie du, der Meinung bin, dass das Wie genauso wichtig ist wie das Was.Mir wird auch allzu oft in der Diskussion vergessen, dass Baron zwar von einer F-Jugend spricht, die aber offensichtlich in der derzeitigen
Entwicklung (zukünftige lasse ich mal aussen vor, wissen wir nicht) so weit sind, wie viele von uns sie in einer E-Jugend nicht vorfinden.
Das finde ich wiederum nicht, darauf weisen einige hin. Aber Fußballbaron hat dem eher widersprochen und behauptet, wenn ich mich nicht täusche, dass seine/ihre Methodik für andere F-Mannschaften ebenfalls gut sei. Er sprach in diesem Zusammenhang doch von den Partnervereinen. -
Ihr hättet von Anfang an klar machen müssen:
1) Torwart, das will Niklas auf gar keinen Fall (Phobie erklären) oder
2) Niklas geht ins Tor (dann aber bestimmt der Trainer wie oft und wann)Schlecht ist aus meiner Sicht die von euch gewählte Variante:
3) Niklas geht ins Tor, aber bestimmt direkt oder indirekt wie oft das sein soll oder meint dies irgendwie mit Papa steuern zu können
Aber Franz, das entspricht doch nicht dem, was crow berichtet hat. Niklas hat doch gar keine Phobie vor dem Tor, er ist doch bereit dazu, im Tor zu spielen. Er möchte aber nicht häufiger oder länger als seine Mitspieler im Tor spielen. Und er hat keinen Spaß daran, hauptsächlich im Tor zu spielen.Meiner Meinung nach geht aus den Schilderungen hervor, dass sein Trainer sehr ungeschickt und sehr wenig einfühlsam agiert hat. Es scheint außer Frage zu stehen, dass Niklas ein sehr fähiger Schlussmann ist, er ist aber offensichtlich auf dem Feld auch ganz gut. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass er nichts dagegen gehabt hätte, wenn er sich die Aufgabe im Tor mit zwei oder drei anderen Spielern geteilt hätte. So haben wir das in der F gemacht, es gab drei Torhüter, die sich jeweils von Spiel zu Spiel abgewechselt haben. In der E habe ich dann die Torhüterposition auch in die Rotation aufgenommen und habe jeden Spieler dazu verpflichtet, mindestens eine Halbzeit im Tor zu verbringen. Das würde ich, hätte ich nochmals eine F, zumindest mal ausprobieren wollen. Es bleiben dann immer noch genügend Torhütereinsätze für diejenigen Kinder übrig, die daran Spaß haben und darin überdurchschnittlich gut sind -- wobei letzteres dann weniger relevant ist, es trifft halt nur beides eher zusammen.
Sicher, auch bei uns gab es dann Spiele, in denen ein Spieler ins Tor ging, obwohl er das nicht so gern hatte. Aber er hatte die Gewissheit, dass es dann für maximal eine Halbzeit in den Kasten musste. Das haben sie alle wirklich völlig unbeschadet überstanden.
Du schreibst ja selbst, dass du es nicht so machen würdest. Ich sehe aber in deinem Beitrag keine Rechtfertigung dafür, dass der kritisierte Trainer so verfuhr, stattdessen nur die Beobachtung, dass dieses Verhalten nicht ungewöhnlich ist. Das ist aber wohl kaum eine Legitimation.
Und was die Kritik an den Vorschlägen, das Anliegen zu eskalieren, anbelangt, so muss ich dir widersprechen. Es wurde doch schon mehrfach das Gespräch mit dem Trainer gesucht. Er ändert sein Verhalten doch offensichtlich nicht. Was soll crow denn sonst machen? Du sagst: nochmals das Gespräch suchen. Aber irgendwann ist doch mit Gesprächen Schluss, oder?
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Steini: was meinst du genau mit Gymnastikbällen? Hast du da evtl. ne URL? Meinst du die Gymnastikbälle, die auch als Sitzbälle verwendet werden? Und wenn ja, von welchen Durchmessern reden wir da?
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Nun, Andre, mein Beitrag war durchaus vielfältiger und differenzierter als der einleitende Satz, den du heraus gepickt hast. Du wirst erkennen, dass ich mich den Quadranten gegenüber nicht verschließe, sie aber durchaus eher skeptisch sehe. Ich würde sie also mal ausprobieren, sie im Lichte der mir bekannten (und bspw. von Schimanski im anderen Thread genannten) Alternativen bewerten, und dann meine Schlüsse daraus ziehen. Wie bereits ein paar andere Kollegen erwähnt haben, sind Quadranten (oder Felder oder wie man auch immer abgesteckte Zonen nennen möchte) ein nicht unübliches und zu gewissen Trainingszwecken auch durchaus geeignete Mittel. Im 'freien' Spiel würde ich sie wohl kaum einsetzen.
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Ich gehe hier gar nicht in die Fundamentalopposition zu dir, Fußballbaron, und finde das Konzept der Quadranten ergänzend auch gar nicht so uninteressant. Da ich aber keine F mehr habe, sondern diese Zeit bei mir mittlerweile vier Jahre zurück liegt, kann ich deine Methoden nicht gegen die Wirklichkeit, die ich tagtäglich erlebe, prüfen. Es kommt mir aber schon so vor, als hätte das Quadrantenspiel einen nicht unerheblichen Teil meiner damalingen F'linge einerseits überfordert, andererseits wäre es auch völlig konträr zu ihren natürlichen Trieben gewesen. Ich hätte auch befürchtet, dass die umfangreiche Anwendung des Quadrantenspiels die ohnehin vorhandene Neigung von Kindern, Positionszuweisungen überfixiert zu verstehen, unterstützt hätte. D.h. ich hätte dann Spieler, die sich nur für den Angriff bzw. nur für die Abwehr zuständig fühlen würden. Wie gesagt, mich würde es tatsächlich mal interessieren, das Quadrantenspiel in der Praxis zu beobachten. Ich glaube dir durchaus, dass Ihr auch das 1:1 trainiert, wie bereitrs erwähnt kommt es mir ja so vor, als würde das Quadrantenspiel dazu führen, dass man statt 4:4 vierfach 1:1 spielt. Das kann ja durchaus eine praktikable Methodik für einen Teilaspekt des Fußballs sein, insbesondere, weil ihr ja Wert darauf legt, dass die Anschlussaktion des Passes für die Verteidiger oder, für die Angreifer, des Torschusses, nach dem erfolreichen 1:1 kommen soll.
Aber ein paar Dinge stören mich dennoch an der Methode:
- sie zementiert die Positionen: Angreifer schießen die Tore, Verteidiger verhindern die Gegentore,
- der Bewegungsradius der Spieler wird eingeschränkt,
- Spieler werden nicht dazu angehalten, sich gegenseitig zu unterstützen,
- das Tempodribbling in den freien Raum nach dem erfolgreichen 1:1 wird als Option kategorisch ausgeschlossen.
Insofern würde ich das Quadrantenspiel evtl. mal als Option ausprobieren. Minifußball und die Methodik von Horst Wein kommt mir aktuell aber deutlich interessanter und geeigneter vor. Da werden durchaus auch Anreize zum Passspiel gesetzt, es wird aber nicht vorgeschrieben, sondern durch den Spielmodus und den Aufbau des Feldes belohnt. D.h. die Kinder werden nicht durch Verbote (des Überquerens von Linien) eingeschränkt, sondern die geringe Mannschaftsgröße in Kombination mit außen stehenden Toren führen dazu, dass alle Spieler gleichzeitig aktiv sind, aber Spielverlagerungen, Überzahlspiel, und nicht zuletzt auch die ballorientierte Defensive implizit geschult werden.
Du sagst, Fußballbaron, dass F-Teams mit gutem Passspiel erfolgreicher als die Dribblerknäule sind, dass diese Spielweise außerdem den Eltern gefällt und z.B. vom FC Bayern vorgemacht wird -- bitte widersprich mir, wenn ich das falsch wiedergebe. Ich widerspreche dir hierbei überhaupt nicht, schätze die Lage aber dennoch anders ein und ziehe andere Schlüsse. Fangen wir mal hinten an, beim FCB. Das, was ich im Thread über crow's Sohn über die Vorgehensweise im Kinderbereich des FCB lese (beginnt hier: Konflikt in einem lizenziertem Leistungsverein zwischen Trainer - Spieler - Eltern), klingt für mich so, als tauge er in keiner Weise als Vorbild im KiFu-Bereich. Bei uns im Rhein-Main-Gebiet ist Eintracht Frankfurt das Pendant zum FCB. Ich hatte da mal nachgesehen, wie lange die Spieler der jüngeren Juniorenmannschaften beim Verein sind. Das ist sehr unterschiedlich, aber es ist keineswegs ungewöhnlich, dass ein erheblicher Bestandteil erst seit Beginn der aktuellen Saison oder der zuvor im Team ist. D.h. dort wird scheinbar auch die Selektion betrieben, wie sie beim FCB vermutet wird. Warum erwähne ich das? Weil wir als E2 auch mal gegen die Eintracht gespielt haben. Da es ein Freundschaftsspiel war und ja gegen einen überaus renommierten Gegner ging, entschied ich mich, alle Spieler in unserem großen Kader von 18 Spielern mit breitensportüblichen Streuung einzusetzen. Wir verloren dann auch mit 0:17, wobei es die Eintracht-Spieler in einigen Phasen natürlich extrem leicht hatten und wir zwei Hundertprozentige nicht machten. Hätte ich nur unsere erste Garde aufgeboten, hätten wir vermutlich zwar auch verloren, es wäre aber viel weniger deutlich ausgefallen. Wir haben übrigens auch gegen den selben Jahrgang gespielt. Tatsächlich war uns die Eintracht ganz eindeutig überlegen hinsichtlich der Raumaufteilung, des Passspiels und der Kondition. Im individuellen Bereich waren sie hingegen weit weniger stark, ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass drei der fünf besten Individualisten auf dem Platz aus meiner Mannschaft stammten, fünf von acht könnten es auch sein. Insofern war das Ergebnis am Ende zwar deutlich, der KiFu-unkundige Beobachter wäre sicher auch beeindruckt von dem Spiel unserer Gäste gewesen. Aber mal ganz ehrlich: Eltern von Siegermannschaften sind doch in der großen Mehrheit grundsätzlich unkritisch. Ich muss hingegen sagen, dass ich gar nicht in einem solchen Maße beeindruckt war, gerade weil ich mir sicher bin, dass sowohl FCB als auch SGE sich im Juniorenbereich die Rosinen aus der Region herauspicken können, sie aber dennoch individuell nicht stärker als meine starken Spieler waren. Mit der Qualität meiner ersten Garde hatte ich allerdings auch einfach nur Glück, ich behaupte zwar, sie im Zuge meiner Betreuung nicht verschlechtert zu haben, aber ich hatte da schon ein paar recht talentierte Spieler.
Ein Beispiel dafür, dass die frühzeitige und zu starke Betonung des Passens längerfristig nach hinten losgehen kann, ist ein Verein im Nachbarort. In der F1 wurden wir von ihnen vorgeführt, da spielten sie uns mit Passstafetten aus und siegten verdient und deutlich. Ein Jahr lang sah ich das Team dann nicht mehr, aber in der E1-Runde waren sie wieder in unserer Gruppe. Und da war die Herrlichkeit völlig verflogen, es war nur noch eine durchschnittliche Mannschaft, deren Spieler vor allem technisch allenfalls Durchschnittsniveau erreichten. Die Laufbereitschaft war relativ unausgeprägt, und auch das Passspiel funktionierte nicht mehr so richtig, weil sie mit der engagierteren und verbesserten Defensivspielweise unseres Teams nicht zurecht kamen.
Ich sehe also die Betonung von Positionen und des Passens in der F nicht unkritisch, zumindest bei durchschnittlichen Mannschaften. Ich neige hier dazu, Don Quijote zu folgen, der ja weiter oben zu dem Schluss kommt, dass man mit homogen talentierten Mannschaften durchaus schon in der F einige Themen bearbeiten kann, zu denen durchschnittliche Mannschaften erst in der E in der Lage sind. Wenn ich noch mal eine Kindermannschaft betreuen würde, würde ich das Quadrantenspiel wahrscheinlich sogar mal ausprobieren. Ich würde ihm bzw. dem Gesamtkomplex des Positionsspiels aber vermutlich eher so 20% der Zeit zuweisen, während das 1:1 eher so bei 30%-40% liegen würde..
Nachtrag: Ich habe mittlerweile diesen Beuitrag von dir mit Interesse gelesen: G-Jugend-Turnier - alles falsch oder nicht
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guenter: Das Dribbling ist eine elementare und wichtige Fähigkeit im Fußball. Insofern finde ich es gut und wichtig, wenn meine Spieler gut dribbeln können. Problematisch wird halt das egoistische Spiel, sprich, wie du sagst, der Dribbler, der den Ball nicht abgibt, obwohl er es könnte und es objektiv besser wäre. Dabei frage ich mich, wenn ich mit einem solchen Spieler konfrontiert bin, woran es liegt, dass er den Ball nicht abspielt, sondern lieber behält. Das kann dann daran liegen, dass:
- er den von Andre genannten Tunnelblick hat,
- dass er noch nicht so sicher dribbelt und den Kopf nicht hoch nehmen kann,
- dass er sich selbst mehr zutraut als dem potenziellen Passempfänger,
- dass er es genießt, den Ball zu haben und sich nicht von ihm trennen möchte.
Möglicherweise gibt es noch mehr Gründe. Und je nach 'Diagnose' und Entwicklungsstand des einzelnen Spielers fällt die 'Behandlung' unterschiedlich aus. -
Wenn ich den Kindern nicht vermittel, wie wichtig es ist, auch ein 1v1 gewinnen zu können und ihn konsequent bei jedem Solo dazwischen funk, wird aus den Kindern auch kein guter Fußballer.
So, dann erkläre das mal Kollegen Fußballbaron.
Wenn die einzige Lösung, die das Kind vom Trainer vermittelt bekommt der Pass ist, kannst du ne Handballmannschaft trainieren gehen.
Stimmt nicht, da wird auf das Prellen sehr viel Wert gelegt, gerade in den jungen Jahren. Tatsächlich ist es (zumindest bei uns) noch in der E verboten, erst am Kreis zu decken. Stattdessen will der Handballverband, dass zumindest bis zum Ende der E-Jugend offensiv gedeckt wird und Manndeckung praktiziert wird. Die Trainer, die ich bei den Spielen unserer Rochter erlebe, befürworten zwar deutlich auch das Passspiel, das dem Dribbling im Fußball ähnliche Prellen wird jedoch generell auch gut geheißen, wenn es mit entsprechender Leidenschaft und Geschick praktiziert wird. -
Danke schon mal für die Antworten, Fußballbaron.
"5er Fussball und Quadranten in der Verteidigung"
Ja mit 5er meine ich 4+1 mit den Positionen Torwart, und den "Quadranten vorne links = VL, vorne rechts = VR , hinten links = HR und hinten rechts = HR.
Ja die Spieler sollten die Quadranten auch in der Verteidigung halten, solange sich Gegner in ihrem Quadranten aufhalten. Sonst sind sie frei ihren Kollegen zu helfen, keine Regeln = selber Lösungen suchen.
OK. Was ist, wenn sich in HL kein Gegner befindet und deshalb der dortige Spieler nach VR läuft, wo sich gerade der Ball befindet, um zu helfen. Und dann ein Gegner nach HL läuft. Soll der HL-Verteidiger das dann mit bekommen und sich wieder nach HL zurück ziehen? Soll ein anderer Spieler, z.B. derjenige in VL, den HL-Quadranten übernehmen? Sprich: Wie weit treibt Ihr das und wie sehen da die Entwicklungsstufen aus, die Ihr Euch wünscht?Und wie sieht es mit den Quadranten aus, wenn es in die Offensive geht, sollen da die Spieler weiterhin innerhalb ihrer Quadranten bleiben?
Bei Freistössen, Ecken und Anspiel gibst statt Quadranten Standardpositionen die dann auch laufend weiter entwickelt werden.
"Auskick"
Ja damit meine ich, dass unser Torwart es unterlassen sollte, den Ball hoch und weit nach vorne zu kicken, weil wir vor allem den Aufbau trainieren wollen und auch unsere "Verteidigung" ins Offensivspiel zwingen wollen.
D.h. der Torhüter wird auch angehalten, möglichst einen Spieler in HL oder HR anzuspielen, ja?Ich habe das Quadrantenspiel nie in Reinform praktiziert. Wohl schon Zonen abgesteckt und so, aber das war zu F-Zeiten und ist so lange her, dass es mir schwer fällt, mich daran genauer zu erinnern. So richtig glücklich war ich damit jedenfalls nicht. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass viele Kinder sehr schnell positionsfixiert werden, wenn man die Positionen einführt. Ein "Verteidiger" verlernt dann, mit anzugreifen und bleibt einfach am Sechzehner stehen, genauso wie ein Stürmer dann vorne stehen bleibt und nichts mehr für die Defensive macht. Schimanski hatte über eben den Übergang vom freien Spiel hin zu Positionen mal einen sehr interessanten Thread geschrieben.
Wie kriegt Ihr den Übergang dazu hin, dass die Verteidiger mit angreifen und die Offensivspieler mit verteidigen. In der D-Jugend wird das dann doch spätestens interessant, denn so schafft man dann ja in Abwehr und Angriff Überzahl. Das ist doch sicherlich auch Euer Ziel, oder?
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Er ist einer der Trainer, die sich gerne erklären, bzw. Bestätigung brauchen, lässt aber andere Meinungen kaum zu. Ist selbst auch schon 6 Jahre tätig im Verein und macht es im Grunde ja gut.
Hmm, klingt nicht nach einem ausgeprägten Selbstbewusstsein. Vielleicht ist er schon zugänglich, seine Unsicherheit erlaubt es ihm aber nicht, Kritik und Vorschläge offen anzunehmen, weil er das als Gesichtsverlust empfinden würde.. Naja, du kennst ihn, ich nicht. Und die Menschen sind ja so verschieden..Ich spreche aber die Problematik schon so oft an und nichts verändert sich.
Was sagt er denn zu deinen Beobachtungen? Vielleicht müsstest du im Vieraugengespräch mal deutlicher werden. Nicht unfreundlicher, aber verbindlicher.Die anderen Eltern kommen auf mich zu und fragen mich nach meiner Meinung worin das Problem liegt. etc..
Aha, also sehen es andere Eltern auch. Das würde ich ihm durchaus auch mal stecken. Wie gesagt, nicht unfreundlich, aber deutlich.ich sage halt nur das notwendigste, will ich dem Kollegen ja nicht ans Bein pissen will, weil das Grundproblem ja nicht bei ihm liegt. Es fehlt halt an der Disziplin, an Strukturen und an einer einheitlichen Linie, die für alle Spieler gelten soll.
Mag ja sein, dass das Grundproblem nicht an deinem Kollegen liegt, aber er ist es maßgeblich, der es in der Hand hat, das Problem anzugehen und nach Möglichkeit zu lösen. Er muss auch für Disziplin, Strukturen und die einheitliche Linie sorgen, zumindest innerhalb seines Teams.Ich sehe meinen Kleinen, wie er mich wieder fragend ansieht und will die Situation für ihn einfach ändern. Ich will halt auch einmal NUR Vater sein und Dinge ansprechen die mir nicht passen. .. und den Trainer nerven wie alle anderen Väter auch




Das verstehe ich schon, aber es geht halt nicht beides, sich einerseits ganz raus halten (nur Vater sein) und andererseits deinem Sohn helfen. Ich würde es mir schon wünschen, dass ich von Eltern angesprochen werde, wenn sie Missstände auszumachen glauben. Dann kann ich mit ihnen darüber sprechen, kann sehen, ob ich ihre Meinung ganz oder teilweise teile, oder ob ich sie entkräften kann. Und wenn sie etwas sehen, das mir bisher verborgen blieb, so danke ich ihnen dafür und überlege mir dann, wie ich dem begegnen kann und will. -
tobn, guenter ist ein
alter,schlauer Fuchs ... erst loben, aber warte mal ab ... so baut man ein Einzelgespräch auf.
Ja ja, erst mal Honig ums Maul schmieren, Taktik ist bekannt.
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Was die "Liga-Ambitionen" betrifft möchte ich sagen, das ich bislang das Team wirklich eher nach den Schwächeren ausgerichtet habe, und die Stärkeren auch mal dran sind, sich mit anderen zu messen.
Die haben schliesslich auch Freunde in der Klasse, die in anderen Vereinen höherklassig spielen, und meine Jungs wissen, dass sie dort mithalten könnten, aber im Moment nicht eben dürfen. Und dan kommt dann auch mal die Frage: "Warum kommst Du denn nicht zu uns ??" Die Jungs sind ja nicht dumm und können schon sehen, woran das dann liegt.
Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass dein Team, wenn es zu schwach für die Liga ist, sang- und klanglos untergehen wird. Und du brauchst, um nicht ziemlich tief zu fallen, schon mal zwei Drittel an Spielern, die ohne wenn und aber konkurrenzfähig sind, so meine Einschätzung aus dem Bauch heraus.
Eine Folge von Niederlagen ist Gift für jede Mannschaft, soviel ist sicher. Man kann dagegen arbeiten, man kann die Probleme in Grenzen halten, aber sei dir sicher, dass es deutlich schwieriger wird, eine Mannschaft in der Kreisliga (inkl. ihres Umfelds) bei Laune zu halten, bei der in der Tabelle unter g:u:v 2:1:8 steht, als ein Kreisklassen-Team, bei dem sich die entsprechende Statistik 6:3:4 liest. Insbesondere bei der beschriebenen Inhomogenität des Kaders ist dann Stress innerhalb des Teams vorprogrammiert.Was hältst du von dem Vorschlag, im regulären Spielbetrieb die schwächere Runde mit zu spielen und daneben dann noch Freundschaftsspiele gegen stärkere Teams zu vereinbaren, bei denen dann vermehrt die stärkeren Spieler zum Zuge kommen. Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass die schwächere Runde für dein Team sich als überaus machbar heraus stellt, so könnten die stärkeren dann ja in der Runde ein wenig zurück treten.
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in Bezug auf dich, gehen wir da aber nicht konform. zumindest nicht den Bereich betreffend , in dem du tätig bist.
naja, man kann nicht immer einer Meinung sein.
Wenn ich dich richtig verstehe, dann erlaube ich mir, das Kompliment zu erwidern. -
Eure Folgerung dass eine fordernde Fussballschule die vor allem Wert auf eine kognitive 360-Grad Entwicklung des jungen Spielerhirns legt, nur mit entsprechend aussortierten Kids funktionieren würde, halte ich damit für widerlegt !
Ich sehe diese Folgerung bei 'uns' wiederum nicht. 'Wir' behaupten nur, dass die von dir beschriebene Vorgehensweise mit den Top 5% umsetzbar ist, evtl. sogar adäquat für sie ist. Dass sie aber für eine Vielzahl von Kindern, die eben nicht zu diesen 5% gehören, nicht optimal sein muss.Das passt nicht ganz zu deiner Schilderung darüber, wie es in Euren Partner-Clubs läuft. Deshalb würde es mich sehr interessieren, Euer Training eine Zeit lang zu verfolgen, um mir selbst ein Bild machen zu können.
Auf der anderen Seite musst du aber auch aufpassen, den hier Anwesenden nicht zu unterstellen, sie seien Ewiggestrige und würden sich modernen und richtigen Ansätzen verweigern. Klar ist, dass der Vereinsfußball in Deutschland noch viele Verbesserungsmöglichkeiten bietet. So wie ich es sehe, gehören diejenigen, die hier zum Forum beitragen, aber eher zu seiner Lösung als zum Problem.
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Quadranten:
im 5er haben teilen wir das Feld in 4 gleich grosse Quadrate: vorne links, vorne rechts, hinten links, hinten rechts.
Spieler sollen sich hauptsächlich "nur" in diesen Quadranten aufhalten, tragen für diese die Verantwortung, und müssen diese möglichst allein verteidigen oder wenigstens als "Chef" die Verteidigung organisieren.
D.h. du meinst mit 5er die Spielform 4+1, also vier Feldspieler plus Torhüter, richtig? Gilt dann also, dass jedem Feldspieler vor Spielbeginn ein Quadrant zugewiesen wird, für dessen Verteidigung er zuständig ist? Wie sieht es mit den anderen aus, dürfen sie die Quadranten der anderen Spieler betreten? Wir sieht es aus, wenn das Team in Ballbesitz ist, sollen sie da auch in ihren Quadranten bleiben? Wenn ich es richtig verstehe, macht man damit doch eigentlich aus dem 4:4 ein 4 x 1:1, oder? Da steckt jetzt keine Wertung drin, ist nur eine Frage.Im 6er kommt, dann noch die Position "Mitte" dazu. "Mitte" ist dann vor allem der "Libero" mit dessen Hilfe die Quadrantenspieler ihre Verteidigung und ihren Angriff (Doppelpass) organisieren.
Ist der Libero dann tatsächlich, dem Namen entsprechend, der "freie Mann", der nicht an die Quadranten gebunden ist? Oder teilt Ihr das Feld in fünf Rechtecke ein, vorne zwei und hinten drei?Ausserdem halten wir unsere Kids an möglichst breit, also "über die Flügel" zu spielen. Dem Torwart ist nicht erlaubt auszukicken sondern wir angehalten den Spielaufbau als "Feldspieler" von hinten her zu gestalten.
Du meinst mit auskicken hier einen hohen Abschlag? Heißt das, dass er zu einem der beiden 'Verteidiger', d.h. zu einem der Spieler in den hinteren Quadranten, spielen muss?Die Gründe warum WIR das so machen, habe ich weiter oben und in einigen anderen Threads beschrieben.
Danke für die Erläuterungen, die Gründe habe ich mir interessiert durchgelesen. -
Ich verstehe unter einem Dribbler einen Spieler, der gerne und oft ins Dribbling geht, wenn ihm der Ball zugespielt wird oder er ihn sich erobert. Meistens verbinde ich mit dem Begriff dann noch die Angewohnheit, den Ball nicht abzuspielen, so dass er entweder:
- nach einem Sololauf ein Tor oder zumindest auf den Kasten schießt,
- den Ball ins Seiten- oder Toraus transportiert,
- den Ball an einen Gegenspieler verliert -- typischerweise ist spätestens beim vierten Schluss.
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ist doch normal. wo es Vorteile gibt, gibt es auch fast immer Nachteile..Und wie Tobn bin ich der Ansicht, dass ich einfach abwägen muss, was überwiegt, was mehr bringt. wir sind aber doch ständig in der Abwägung über Vor- und Nachteile.
Sicher, mir ging es aber um die konkrete Fragestellung von ReMigius. Und da kann ich berichten, dass mein damaliger Co-Trainer es gar nicht erst ausprobiert hätte, er war der Ansicht, dass die Demotivation der schwächeren Spieler überwiegt, wenn man sie 'unter sich' aber neben den anderen spielen lässt. Speziell diese Frage hatte mich damals auch umgetrieben, als ich den Versuch unternahm. Deshalb schildere ich ReMigius meine eigenen, damals gemachten Beobachtungen. -
Was die Qualifikation für die Liga anbelangt, sehe ich es wie Karl: das ist nicht wichtig, gerade weil du es dir nicht leisten kannst, die schwachen Spieler zu verlieren, musst du schauen, dass sie so schnell wie möglich Fortschritte machen. Spielt Ihr aber in einer Klasse, die sie völlig überfordert, werden sie eher Rück- als Fortschritte machen.
Ansonsten kann ich nur bekräftigen, was u.a. guenter gesagt hat: du brauchst Hilfe, wenn der Kader so heterogen ist. Aber, wie er sagt, es muss nicht immer die selbe Person sein, die dir hilft, ein Pool aus mehreren Helfern ist da sicher auch geeignet. Mache die Not deutlich, trommle dazu die Eltern zusammen, und erkläre ihnen in aller Deutlichkeit, dass du alleine den heterogenen Kader (keine Namen nennen!) unmöglich alleine geeignet trainieren kannst. Schlage ihnen vor, dass es eine Gruppe geben kann, von der hoffentlich in fast jedem Training einer dabei sein kann. Sie können und sollen sich das dann untereinander einteilen. Und wenn mal ausnahmsweise doch mal keiner kann, dann machst du halt auch mal nur Spiele, das geht auch. Wende dich gleichzeitig an die Jugendleitung, damit sie dir den Kontakt zu den A- und B-Junioren vermittelt.
Du bleibst weiterhin Trainer und entwirfst die Trainingseinheiten. Versuche, möglichst einfache Übungen auszuwählen, die gleichzeitig ohne große Wartezeiten auskommen (Tore sind da z.B. ein berüchtigter Engpass), damit du sie vor der Gesamtgruppe und deinem Assistenten schnell erklären kannst. Dann steigen die stärkeren Spieler unter Aufsicht des Assistenten ein, und du nimmst die schwächeren zur gleichartig, aber einfacher gehaltenen Übung (z.B. mit breiteren Hütchentoren, geringeren Abständen, usw.), wo du sie intensiver betreust. Die Gruppen musst du auch nicht unbedingt gleich groß machen. Wenn bei den Schwächeren die Übung verstanden ist und einigermaßen rund läuft, kannst du ja mal kurz rüber gucken und überprüfen, ob alles so läuft, wie es sein soll, und ggf. kurz korrigieren. Dann wieder zu deiner Truppe zurück.
Wichtig ist hierbei eine gute Vorbereitung. Kommst du nicht dazu, dann weiche lieber auf Spiele in kleinen Mannschaften aus, als ein halbgares Training zu machen, bei dem du die Hälfte der Zeit mit Auf-, Umbauen und Erkären beschäftigt bist. Dann ist es doch für alle Spieler besser, wenn sie stattdessen viel gegen den Ball treten.
