Beiträge von tobn

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    Man könnte es vielleicht erst einmal im kleinen "erlesenen " Kreis ausprobieren.


    Ja, ich denke auch, zunächst mit einem oder zwei anderen Vereinen bzw. Mannschaften, die man schon ganz gut kennt und bei denen sich auch die Spieler ganz gut riechen können.


    Oder man bildet als Kompromiss nur gemischte Teams aus den überzähligen Kindern und schickt diese zusätzlich ins Rennen.


    Das wäre der Ansatz bei unserem Minifußballturnier gewesen, denn bei Minifußball sind ja Vierer-Teams vorgesehen, so dass jeder teilnehmende Verein seinen Kader in Vierergrüppchen aufteilen sollte. Da müsste dann statistisch in drei Vierteln aller Fälle ein Rest von einem bis drei Spielern übrig bleiben. Darüber, wie man mit diesen umgeht, hatte ich mir einige Gedanken gemacht, unter anderem auch, ob dann gemischte Mannschaften gebildet werden sollten. Ich glaube, das hatte ich in den Turnierbestimmungen auch als Möglichkeit vorgesehen, sie wurde aber nicht genutzt. Ich denke, man sollte entweder grundsätzlich oder gar nicht mischen, da die meisten Kinder doch lieber mit vertrauten Mitspielern in einem Team sind. Daher fühlen sich dann diejenigen, die in ein gemischtes Team 'abkommandiert' werden, bei dem Turnier vermutlich weniger wohl als ihre Kameraden in 'vereinsreinen' Mannschaften. Ich würde also, wenn ich ein Turnier veranstalten würde, in dem ich gemischte Teams vorsehe, die Namen aller Spieler auf einzelne Zettel schreiben, pro Verein diese Zettel dann in einen (gedachten) Hut stecken und dann der Reihe nach Namen ziehen. So ist jeder in einem gemischten Team.


    So nebenbei: ich kann jedem nur ein Minifußballturnier, wie wir es durchgeführt haben, empfehlen. Die größte Schwierigkiet liegt darin, entsprechend viele Minitore zu bekommen.


    Dort, wo wirklich Ausbildung und Spaß der Kinder mehr zählen als Turniersiege sollte es keine Probleme geben, solche oder ähnliche Sachen auszuprobieren. Viele Mitstreiter braucht man doch nicht für Spielerunden. Die Kleinen müssen und sollen doch noch nicht jedes Wochenende spielen.


    Ja, das kann schon gehen, wenn man entsprechende Kontakte hat. Da es aber noch so ungewöhnlich ist, ist der damit verbundene Kommunikationsaufwand halt noch höher. Wobei ich durchaus meine, dass er sich lohnen dürfte.

    Meiner Erfahrung nach spielen die spielintelligenten Spieler sogar ganz gerne hinten, weil sie dort das eigene Spiel gestalten und das des Gegners gut antizipieren können.


    Das Problem, das in meiner Jugjahrgangs-D-Jugend diesbezüglich noch vorhanden ist, ist, dass kaum ein Spieler, hat er den Ball und ist er mal über die Mittellinie hinweg, sich jemals wieder umdreht. D.h. sie kommen nicht auf die Idee, hinten herum zu spielen, da wird stattdessen entweder in völliger Verachtung der Erfolgaussichten ins 1:3 gegangen oder es kommt die Beschwerde darüber, dass sich ja keiner anbieten würde... Das aber nur so als kleine Anekdote am Rande..

    Ja, Don Quijote, das Argument mit den Hallenzeiten ist durchaus eines, so sehe ich das auch. Bei uns ist es auch schon ziemlich schwierig, Hallenzeiten zu bekommen, und in der kleinen Schulhalle, in der wir von G bis E im Winter samstags 1:15 h Trainingszeit hatten, kann man kein Turnier veranstalten, schon gar nicht innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit. Wir hatten uns da zwei mal in der E2 einen Freundschaftsspielgegner eingeladen, als unser halbes Team auf einem Turnier war, damit der Rest 'versorgt' war und nicht 'nur' Training machen musste, das war ganz gut.


    Karls Idee finde ich auch interessant, als wir letztes Jahr unser Minifußballturnier hatten, habe ich auch überlegt, ob es da vielleicht spaßig wäre, gemischte Mannschaften zu bilden, hatte mich bei diesem speziellen Turnier aber dann doch wieder von dem Gedanken verabschiedet. Die Grundidee finde ich sehr sympathisch, ich befürchte aber, dass sie zunächst einmal nicht auf sonderlich viel Gegenliebe bei den Betroffenen stoßen wird. Und vielleicht sind da unsere Vorstellungen davon, wie wir es uns wünschen, nicht im Einklang mit den tatsächlichen Wünschen der Betroffenen... Es käme mal auf einen Versuch an.

    guenter: Ich verstehe dich schon, ich kann das auch nachvollziehen. Hätte ich nochmal eine G, würde ich sie wahrscheinlich auch nicht für den Spielbetrieb anmelden. Aber ich versetze mich jetzt mal in die Lage eines Verantwortlichen für den Kreis. Da habe ich die Möglichkeit, einen Spielbetrieb zu organisieren und so zu gestalten, wie ich ihn für richtig halte. Oder ich biete keinen Spielbetrieb an und überlasse es den Trainern, sich selbst zu organisieren. Hätte ich nur oder überwiegend Trainer wie dich oder mich im Kreis, wählte ich Option zwei, keine Frage. Befürchte ich aber, wie du und ich es ja tun, dass sich gerade im G-Bereich die größte Zahl an Trainern tummelt, die von KiFu keinerlei Ahnung haben, so würde ich mich vielleicht dazu hinreißen lassen, Option eins zu wählen und den Spielbetrieb entsprechend zu gestalten. Meinst du nicht auch?

    Hmm, TW-Trainer, da verstehe ich leider nicht, was du schreibst:

    Das Foul selbst ist unabhängig vom Ort zu werten!


    Soweit so gut, da komme ich noch mit.


    Wenn also eine Mannschaft wegen groben Fouls einen Spieler verliert [...]


    Meinst du hier jetzt das Opfer des Fouls, das das Spiel nicht mehr fortsetzen kann, weil das Foul zu grob war und eine Verletzung verursachte, oder meinst du den Foulenden, der aufgrund der roten Karte das Spiel nicht mehr fortsetzen darf?


    [...] und aufgrund der Mannschaftsunterzahl verliert, ist dies eine indirekte Auswirkung auf das Foul.


    Die Formulierung "Auswirkung auf das Foul" verstehe ich nicht. Ist jetzt wirklich ernst gemeint: du meinst wahrscheinlich: ".. ist diese eine indirekte Auswirkung des Fouls", oder? Eine Auswirkung auf das Foul kann ein Ereignis, dass [i]nach{/i] dem Foul stattfindet, also die Unterzahl und der darauf zurückzuführende Verlust des Spiels, doch nicht haben. Du siehst, ich bin verwirrt..


    Bei einem verwandelten Elfmeter und gleichzeitiger Hinausstellung eines Spieler wäre es eine direkte Auswirkung auf das Foul.


    Verstehe ich dich richtig: Du meinst, ein grobes Foul müsse mit einer Hinausstellung geahndet werden. Das müsste dann auch im Strafraum so sein. Insofern bist du gegen Stefan67s Vorschlag, die rote Karte aus dem Strafraum generell zu verbannen. Gebe ich das so korrekt wieder?

    tobn


    werden diese regeln irgendwo offiziell angewendet?


    Welche Regeln meinst du? Das "2 x 3:3" wird in Hessen im Kinderhandball angewendet. Die Regelung, dass bei Toraus beim Gegner die eigene Mannschaft in die eigene Hälfte zurück kommt, wurde hier im Forum mal erwähnt, wenn ich mich recht entsinne war das eine Vereinbarung, die ein paar Trainer untereinander getroffen haben, damit es nicht nur Tore gibt, die darauf beruhen, dass gleich der Abstoß des Torhüters abgefangen wird und der Angreifer dann gleich im 1:1 auf ihn zuläuft.


    stehen nicht noch mehr regeln dem spielgedanken der kinder entgegen????


    Zunächst einmal muss ich klarstellen, dass ich nicht für einen Spielbetrieb im G-Bereich bin, ich enthalte mich da noch, tendierte aber, müsste ich mich entscheiden, dagegen. Ich weiß nicht mehr, ob wir einen Spielbetrieb hatten, als meine Kids damals in der G-Jugend waren. Wenn, dann gab es nur Turniere ohne gemeldete oder veröffentlichte Ergebnisse. Wenn ich mich recht entsinne, waren wir in der F1 (womit ich das zweite F-Jugendjahr meine), als die Turniere von Spielen abgelöst wurden, weil einige Vereine sich darüber beschwert hatten, dass zu viele Mannschaften nicht zu den Turnieren angetreten seien und sie jede Menge Bewirtungskosten hatten, die sie dann hatten tragen müssen. Ich weiß aber nicht, wie weit das runter ging. 1910 wird wissen, wie bei uns im Kreis aktuell der Bambini-Spielbetrieb organisiert ist, wenn es ihn denn gibt.


    Um aber auf deinen Einwand einzugehen: doch, bei den Bambini sollten die Regeln möglichst einfach gehalten sein. Ich male mir nur die Situation aus, dass man halt einen G-Spielbetrieb hat und dass es dabei dann leider halt auch Trainer gibt, die ihre Bambini eben nicht einfach spielen lassen, sondern ihnen schon konkrete Anweisungen geben, die gegnerischen Spieler eng zu decken, wenn deren Torhüter abschlagen muss. So kann man nun mal ziemlich leicht ziemlich viele Tore erzielen. Aber ist das im Sinne des Spiels der Kinder? Ich meine nein. Also wäre ich dafür, den Kindern das Fußballspiel, mit Betonung auf Spiel, zu ermöglichen, wenn man denn schon in einem G-Spielbetrieb drin ist und nicht raus kann.


    nicht Regeländerungen sind bei der G erforderlich, sondern eine Begrenzung auf ein absolutes Minimum: Tor, Ball im Aus (egal ob Einrollen oder Einwerfen), Abstoss (egal ob vom Boden oder aus Tormanhand, Eckball, Ball mit der Hand im Spiel fangen. absichtliches Foul (kommt jedoch selten vor), alles andere stört das freie Spielen.


    Und die von mir eben beschriebenen Auswüchse würdest du einfach ertragen? Klar, kann man machen, aber ich finde es schon doof, wenn ich dann meinen Kids erklären muss, dass die Einstellung des Teams, das sich dann als großer Sieger feiert und dessen Spieler das dann natürlich allen anderen, also auch meinen, Kids auf die Nase bindet, verkehrt ist, und dass das völlig falsch ist. Natürlich geht das, vor allem, wenn man seine Eltern vorher entsprechend gepolt hat und sie alle diesbezüglich mitziehen. Aber ärgerlich finde ich es dennoch...


    auch ich bin gegen einen regelmässigen Spielbetrieb in der G, da ich hier persönlich äusserst positive Erfahrungen gemacht habe.
    an anderer Stelle hab ich das bereits beschrieben und auch Gründe für meine Meinung gesagt.


    Da bin ich, wie gesagt, auch eher bei Euch als auf der anderen Seite. Aber wenn ein Kreis sich schon dafür entscheidet, einen Spielbetrieb in der G zu organisieren, dann sollte er es auch richtig machen, meine ich. Und richtig heißt dann, dass er sich darum bemüht, allen Kindern möglichst viel Spaß zu garantieren.

    Das der Torwart in der Halle nicht am Spielaufbau teilnehmen darf , ist wohl der Tatsache geschuldet, das dann sehr oft der (fussballerisch schlechtere) Torhüter gegen einen Feldspieler getauscht wurde in der Vergangenheit. So wurde dann immer ein Powerplay aufgebaut und ein Spieler mit gutem Schuß freigespielt und der hat draufgehalten. War sehr oftn zu sehen bei den Profihallenturnieren und auch in der Jugend. Deswegen kann ich die Regel voll nachvollziehen und finde sie gut.


    Nun, ich habe dieses Verhalten bei keinem unserer bisherigen Hallenturniere beobachten können. Meine Erfahrung bezieht sich auf wahrscheinlich mittlerweile einen deutlich zweistelligen Bereich an Hallenturnieren von G- bis D-Jugend. Wenn das wirklich so ein großes Problem ist, dann könnte man den erlaubten Aktionsradius immerhin von seinem Strafraum auf die eigene Hälfte erweitern. Bei den von mir bisher beobachteten Altersklassen dürfte ein erfolgreicher Torschuss von vor der Mittellinie aus die große Ausnahme sein.


    Und kontrolliert nicht über die Mittellinie ist auch ok. Ich lasse einen schnellen Spieler vorn, warte drauf das der TW den Ball bekommt und nach vorn wirft.


    Dagegen habe ich ja auch gar nichts. Ich störe mich nur daran, dass der Torhüter in seinem Strafraum wie in einem Käfig gefangen ist.

    Guter Post, paulwurf, so gehen wir auch vor. Tatsächlich fände ich es schade, wenn ein Kind ein von ihm geschätztes, wenn auch weiteres Hobby aufgibt bzw. glaubt, es aufgeben zu müssen, nur um weiter Fußball spielen zu dürfen. Natürlich sollte ein Spieler nicht anfangen, generell während des Trainings ins Kino zu gehen, aber wenn das ein- oder zweimal in der Saison vorkommt, was solls? Es ist natürlich aber auch so, dass ab einem gewissen Alter und bei Einteilung von Mannschaften nach Leistungskriterien, es durchaus sein kann, dass diejenigen, die seltener zum Training kamen, dann die Rechnung präsentiert bekommen. Sieht man als Trainer diese Gefahr, so sollte man den Betroffenen darauf auch hinweisen. Ich rede hier übrigens allerfrühestens von der D-Jugend.

    wenn du 'vernünftige ausgeglichene trainertypen' hast, so benehmen sie sich doch von sich aus vorbildlich und sind sich ihrer wirkung bewußt.
    alle anderen nimmst du doch auch mit den massnahmen nicht wirklich 'aus dem spiel'.


    Ich denke aber schon, dass man alle Trainer zu mehr Kooperation und verantwortungsvollem Handeln animiert, wenn man den Schiedsrichter als Entscheidungsinstanz eliminiert. Findest du denn nicht, dass es durchaus einige Trainer gibt, vor allem die siegesorientierten, die bewusst versuchen, den beim jeweiligen Schiedsrichter möglichen Spielraum auszuloten und in ihren Anweisungen und ihrem Verhalten ebenso immer weiter gehen, bis sie endlich vom Schiedsrichter zur Raison gerufen werden? Wenn dieser das denn überhaupt tut, macht er sich doch damit sogleich zum Feindbild.. Klar, die ganz harten Fälle kriegst du mit der FPL nicht in den Griff, das haben wir schon mehrfach diskutiert. Du bekommst sie mit den bestehenden Regeln aber auch nicht in den Griff, insofern macht die FPL es in dieser Hinsicht auch nicht schlechter, als es war. Aber die ganzen Trainer, die eben zu wenig Verantwortung übernehmen und sich ganz gerne hinter dem Schiri verstecken, die kriegst du.

    Die G-Jugend ist bei meinen Spielern so lange her, dass ich mir hier kein Urteil darüber erlauben möchte, ob es sinnvoll möglich ist, gegen andere Teams Fußball zu spielen. Allerdings halte ich es in diesem Alter für wünschenswert, die Regeln noch zu ändern. Wie du sagst, können Bambini den Ball sowieso noch kaum über die Mittellinie schießen, haben aber natürlich noch große Probleme, aus ihrer eigenen Hälfte heraus zu spielen. Ich würde es daher begrüßen, wenn sich die gesamte Mannschaft beim Abstoß des Gegners hinter die Mittellinie zurück zieht und sie erst dann überquert, wenn der Abstoß ausgeführt wurde. Damit diese Regel ihren Sinn erfüllt, müsste der Torhüter den Ball aber auch vom Boden aus ins Spiel bringen.


    Dass bei den Bambini einzelne starke Spieler das Spiel dominieren, ist überall zu sehen. Im Kinderhandball wird dem begegnet, indem das sog. "2 mal 3 gegen 3" gespielt wird. Dort befinden sich jeweils drei Feldspieler in der vorderen und hinteren Spielfeldhälfte, und kein Spieler darf die Mittellinie überqueren. Außerdem werden zur Endabrechnung die erzielten Tore mit der Anzahl der Torschützen multipliziert. So gewinnen häufig die Mannschaften mit dem ausgewogeneren Kader gegen solche mit zwei, drei starken und ansonsten nur schwächeren Spielern. In der Rückrunde der E-Jugend wird dann regulär 6:6 gespielt, wobei offensiv gedeckt werden muss, d.h. die Mannschaft darf sich nicht, wie es im Erwachsenenhandball üblich ist, vor dem eigenen Kreis wie eine Wand aufbauen. Stattdessen soll überwiegend auf Manndeckung gespielt werden. Das möchte ich nun als Fußballtrainer nicht alles übernehmen, ich finde es aber ganz interessant, welche Ansätze in anderen Sportarten verfolgt werden.

    Bei unseren letzten Hallenturnieren (D-Jugend), inkl. Hallenkreismeisterschaft:

    • Rückpassregel
    • Nach Toraus darf der Torwart den Ball mit Fuß oder Hand spielen
    • Abschlag darf nicht über die Mittellinie gehen
    • Torwart darf weiterhin nur zur Abwehr den Strafraum verlassen


    Letztgenannte Regel führte beim letzten Turnier einmal zu Pfiff und Freistoß. Unserem Torhüter ist sie leider ganz recht, wird er doch unheimlich schnell nervös, wenn er den Ball mal hat -- daran arbeiten wir natürlich. Dass der Abschlag nicht über die Mittellinie darf, schränkt uns nicht ein, da wir ohnehin unseren Spielern auf den Weg gegeben haben, außer beim Torschuss möglichst flach zu spielen, und die Eröffnung entweder über einen der Verteidiger, die sich außen anbieten, oder einen dritten Spieler, der sich zentral lösen und kurz kommen soll, durchzuführen. Das klappt schon ganz gut, auch wenn ich bei vielen meiner Spieler die Auftaktbewegung und das plötzliche und explosive Lösen vom Gegner noch vermisse.. Bei der Kreismeisterschaft hat eine der spielschwächeren Teams übrigens eine ziemlich armselige Variante gezeigt: Torhüter wirft einem zwei Meter entfernten Mitspieler den Ball zu, der ihn dann ungezielt in die gegnerische Hälfte drischt. Hauptsache weg das Ding. Und das auch gegen uns, obwohl wir unsere vorderen Spieler angewiesen hatten, die gegnerischen Verteidiger nicht eng zu decken, sondern denjeingen von ihnen ins Pressing zu nehmen, der angespielt wird. Naja..

    Um es gleich vorweg zu sagen: ich bin Befürworter der FPL, allerdings ohne mit ihr im Spielbetrieb Erfahrungen zu haben. Aber ich habe in der Vergangenheit einige der Ideen der FPL bereits umgesetzt. So habe ich mich bspw. gezielt auf die selbe Seite des Spielfelds gestellt, auf der der 'gegnerische' Trainer sich befand. Dort habe ich durchaus auch während des Spiels mal den kurzen, freundlichen Austausch mit ihm gesucht. Und ich habe bei Heimspielen ab der E2 die Zuschauer hinter die Absperrung geschickt, die unseren Platz umgibt. Das hat sich deutlich angenehm auf die Stimmung während der meisten Spiele ausgewirkt.


    die sache mit dem kicken der kids auf dem spiel- oder bolzplatz zu vergleichen hinkt doch schon sehr, denn dort setzen sich meist die stärkeren durch und die 'lieben und schwachen' sitzen neben dem platz und schauen zu........... auch kann ich den beschriebenen 'friedvollen umgang' der kids untereinander nicht bestätigen, denn der klappt oft nur solange, wie die kinder einer gruppe, einem freundeskreis angehören.


    Nun, so wie ich es erlebe, spiegeln die Spieler einer Mannschaft in ihrem Verhalten häufig den oder die Trainer. Nicht in allen Belangen natürlich, aber meiner Erfahrung nach hat man als Trainer einen ziemlich großen Einfluss auf das Verhalten seiner Spieler. Gibt man da nichts vor, so entwickelt es sich so, wie von dir vom Bolzplatz behauptet, da setzen sich dann die Stärkeren durch, sie entwickeln teilweise bestimmt auch ziemlich egoistische Züge inklusive unfairem Verhalten bei gleichzeitigem Abstreiten selbigens. Achtet man als Trainer aber darauf, dass Respekt, Gemeinschaftssinn und Fairness herrschen, so zeigen die Spieler das dann auch anderen Teams gegenüber. Sie können es alle, davon bin ich überzeugt. Wichtig ist, dass man sie dazu anhält. Und das führt dann auch zu besserem Verhalten bei fast allen Gegnern. Wenn mein Team bereitwillig bei Bällen im Aus die wahren Begebenheiten vertritt, so tun das dann i.d.R. die Gegner auch. Und die Geste, den Ball zu holen, weil man eben den kürzesten Weg hat, auch wenn das andere Team den Einwurf hat, kommt auch gut an, das entspannt das Verhältnis der Teams ungemein.


    irgendwie erinnert mich das an die derzeitigen schulausbildung.............. hast du nicht genug ausgebildete lehrer und erzieher und die kosten laufen dir davon, so favorisiere einfach mal die gruppenarbeit, das selbststudium und die selbstverwaltung der kinder, ob sie es können, oder nicht ;)


    Da muss ich dir widersprechen, denn es ist ja bereits so, dass nicht genügend qualifizierte Schiedsrichter zur Verfügung stehen. Bei uns gibt es deshalb ohnehin erst ab der D-Jugend geprüfte Schiedsrichter, vorher übernimmt das irgendjemand vom Heimverein, häufig ein Papa, manchmal ein Opa, selten mal ein Jugendlicher, der sich für das Schiri-Amt interessiert. Dabei erlebt man dann die komplette Bandbreite, von richtig übel und parteiisch bis sehr gut. Aber ich habe es weit häufiger erlebt, dass ein Schiri ein Spiel verschlechtert hat, als dass er nötig war, um eine der Mannschaften zu schützen. Angesichts meiner Erfahrungen von G bis E würde ich die FPL gerne wagen, hätte ich nochmals eine entsprechende Mannschaft.

    Ich plädiere auch dafür, die Einteilung früher bekannt zu geben, in der F und E2 (d.h. erstem E-Jugendjahr) haben wir das auch so gemacht, da wurde am Dienstag mitgeteilt, wer am Samstag spielt. Ich hatte mir das sogar schon vor dem Training zurecht gelegt, so dass dann unsere Betreuerin (Mama eines Spielers) die Zettel schon vorbereitet hatte. Kam dann einer der vorgesehenen Spieler nicht ins Training, haben wir dort noch mal nachgehorcht und den Platz ggf. an einen anderen Spieler gegeben. Wir hatten auch zu Beginn der Saison gesagt, dass nur die Kinder spielen können, die regelmäßig ins Training kommen, hatten das aber dann nicht weiter präzisiert, es war in F- und E-Jugend auch nicht nötig. Innerhalb des Trainer-Teams hatten wir dazu die letzten vier Trainingseinheiten heran gezogen, wo wir uns eine Teilnahmequote von mindestens 50%, besser 75% wünschten, ergänzt durch den Wunsch, dass ein Spieler in der Woche vor dem Spiel bei zumindest einer der beiden Trainingseinheiten dabei sein sollte. Und dann schaute ich, dass die Anzahl der Einsätze aller Spieler über die Saison hinweg ähnlich war. Damit bin ich immer ganz gut gefahren. In der E1 meldeten wir dann mit 18 Spielern zwei Teams, da wurde sowieso an jedem Spieltag jeder gebraucht.


    Gerade Familien mit mehreren Kindern kommt es sehr entgegen, wenn sie immerhin ein paar Tage Zeit haben, um eventuelle gemeinsame Unternehmungen an Wochenenden abseits von Sportplätzen und -hallen wahrnehmen zu können. Die meisten Eltern meiner Spieler haben mehrere Kinder, die natürlich auch alle Sport treiben oder musizieren, da gibt es dann außerhalb der Ferien kaum einen freien Samstag oder Sonntag, geschweige denn mal ein ganzes Wochenende. Ergibt sich aber dann doch mal eines, so würde man es vielleicht gerne mal nutzen, z.B. um die Verwandtschaft zu besuchen, die zwei oder drei Autostunden entfernt wohnt. Unsere Kinder freuen sich immer riesig auf ihre Cousins und Cousinen. Aber wenn man das nicht zumindest ein paar Tage im voraus ankündigt, ist diese sicher auch komplett verplant..


    Die Befürchtung, man würde sich dadurch späteren Ärger einhandeln, halte ich indes für völlig übertrieben. Das Trainer-Team macht die Regeln, das ist in der F genau so wie in der B. Aber die Regeln in der B sind andere als die der F. Wichtig ist doch, dass man dafür sorgt, dass alle sich an die Regeln halten.

    Ein großes Problem, was ich in der Defensive bislang nicht lösen konnte, meine beiden Außenverteidiger verteidigen zu sehr im Raum. Hier lässt man dem Gegner vor und leider auch im eigenen Strafraum zu viel Spielraum.


    Ich verstehe nicht ganz, was du meinst. Ich vermute, mit "Außenverteidiger" meinst du eben deine beiden Verteidiger, also die erste "2" in deinem 2-1-2-1. Ich habe auch schon im 7er-Fußball diese Grundformation verwendet, mir war es dabei aber stets wichtig, dass die beiden hinteren Spieler auch aufrücken, wenn der Ball in der anderen Hälfte ist, und eben nicht hinten kurz vor dem Strafraum stehen bleiben, wie die Kinder es gerne mal tun, wenn sie als Verteidiger eingeteilt sind. Auch meinen jetzigen Innenverteidigern -- ich trainiere mittlerweile eine D-Jugend im D9 -- bete ich vor, dass sie aufrücken sollen, und dass sie auch einem lauernden Stürmer gegenüber nicht zu viel Abstand halten sollen, denn dadurch erlauben sie ihm ja, Fahrt aufzunehmen, wenn er auf sie zu rennt, die sie eben nicht so schnell erreichen können, so dass sie überlaufen werden können. Wichtig ist doch eigentlich, dass, wenn der Ball weit weg vom eigenen Tor ist, es noch einen oder zwei Spieler im Zentrum gibt, der etwas tiefer steht als der am höchsten stehende Gegner. Kommt dann der Konter, so hat dieser eigene Spieler dann den kürzeren Weg zum eigenen Tor und sollte immer den gegnerischen Angreifer soweit bremsen können, dass der Rest der Mannschaft wieder zurück laufen kann. Dabei habe ich übrigens versucht, an unserem Strafraum herumlungernde und auf den ganz langen Ball wartende gegnerische Stürmer zu ignorieren oder auch mal den Torwart mit der Aufgabe betraut, diesen Spieler zu entschärfen. Hatte ich eine schwachen Torhüter und einen gefährlichen Vertreter dieser Angreiferspezies, biss ich aber in den sauren Apfel und wies einen Abwehrspieler an, alleine deutlich tiefer zu stehen und da abzusichern. Das hat mich aber dann immer geärgert..


    Geht es in die Nähe des eigenen Strafraums oder gar in ihn hinein, so habe ich immer das ballorientierte Spiel bevorzugt. Der Spieler, der dem ballführenden Spieler am nächsten ist, muss in den Zweikampf gehen. Die anderen müssen dann absichern. Dabei ist mir dann eigentlich egal, wer welche Position hat, es geht da einfach darum, dass derjenige, der dem Geschehen am nächsten ist, denjenigen Spieler, der in den Zweikampf geht, absichert. Der Rest der Spieler muss dann die gefährlichen Räume besetzen. Das ist für eine F schwer, für eine E auch noch. Recht einfach ist es aber, wenn alle Spieler sich darum bemühen, zwischen den Ball und das eigene Tor zu kommen. Da wird es dann automatisch so eng, dass es jeder Angreifer schwer hat.

    Was die Tipps anbelangt, kann ich nur unterstreichen, was hier schon geäußert wurde:

    • Rotieren und keine festen Positionen verteilen. In diesem Zusammenhang darauf Wert legen, dass alle gemeinsam angreifen und auch verteidigen.
    • Im Training in kleinen Gruppen spielen lassen. Da fällt es auch leichter, das eben erwähnte Ziel umzusetzen. Minifußball als Spielform einführen.
    • Keinen festen Kapitän bestimmen, sondern von Spiel zu Spiel wechseln. Bei uns ist es übrigens so, dass man den Spielführer auf dem Bericht unterstreichen muss. Man muss aber keinem Kind sagen, dass es Kapitän ist. Ich habe in der E tatsächlich explizit keinen Kapitän bestimmt und einfach irgendeinen Namen unterstrichen. Wenn der Schiri zu Beginn der Partie eine Münze werfen wollte oder so, hat das halt immer derjenige Spieler gemacht, der zu Spielbeginn vorne in der Mitte stand.

    Es wurde ja schon gesagt, aber ich würde, wenn es zu einem siegreichen Spiel nicht reicht, auch zunächst einmal die Ziele tiefer hängen. Ein erfolreiches Spiel besteht aus erfolgreichen Aktionen, auf diese würde ich den Fokus lenken. Da gilt es dann eine gelungene Offensivaktion zu beachten, auch wenn der Abschluss misslang, ein gutes Zusammenspiel, ein gut geführter und dadurch auch gewonnener Defensivzweikampf. Gegen einen übermächtigen Gegner bin ich auch schon mal damit ganz gut gefahren, dass ich meinen Jungs, welche aber zugegebenermaßen E-Junioren waren, gesagt habe, dass wir alle wissen, dass unser Gegner sehr stark ist und wir wahrscheinlich ein paar Gegentore bekommen. Dass ich und sie das aber wissen, und ich daher möchte, dass sie auf die Gegentore nicht achten, sie sollen das ganze Spiel durch so spielen, als stünde es 0:0. Wir haben dann zwar deutlich verloren, aber das Spiel meines Teams sah durchweg ziemlich anständig aus, insbesondere kam es nicht zu den befürchteten Auflösungserscheinungen. Natürlich solltest du versuchen, gegen machbare Gegner anzutreten, aber wenn man nun mal gegen den FC Bayern des Kreises antreten muss, dann kann es ganz gut sein, den Druck bewusst raus zu nehmen.

    Ich denke auch, dass Ihr eine klarere Linie fahren solltet. Dabei ist es aus meiner Sicht wichtig, dass man rasch und konsequent auf unbilliges Verhalten reagiert. Die Strafe sollte dann ruhig eher klein ausfallen, es geht darum, dass die Kinder merken, was eben nicht geht. Du möchtest ja erzielen, dass sie ihr Verhalten dauerhaft ändern, da höhlt steter Tropfen den Stein eher als es ein einmaliger Sturzbach vermag. Und natürlich musst Ihr ihnen klar machen, wer das Sagen hat. Wenn das aber klar gestellt ist, kann man ja auch durchaus ab und zu mal auf ihre Wünsche eingehen. So ein bisschen Zuckerbrot und Peitsche halt, wenn auch natürlich deutlich abgemildert.

    Das Freilaufen und die Anschlussaktion nach einem eigenen Pass sind auch bei uns (ebenfalls jüngere D-Junioren) gerade ein Thema, auf das wir Trainer aktuell besonders achten. Einige der Passübungen auf http://www.abwehrkette.de sind dafür nicht schlecht geeignet, z.B. diese hier: http://www.abwehrkette.de/uebungen-turbo-lernfusball/. Ich hatte auch das neulich hier im Forum diskutierte Passübungsspiel im Sinne des Loslaufens unmittelbar nach Passbgabe ergänzt: Errichte ein Hütchenquadrat und unterteile es wiederum in vier Quadrate (viertele es also). Die Spieler verteilen sich auf die Viertel, einer hat einen Ball. Nun passt der Spieler mit Ball diesen zu einem Spieler in einem anderen Viertel, ruft diesem den Namen des nächsten Passempfängers zu, der natürlich auch in einem anderen Viertel als der Passempfänger stehen muss, und läuft anschließend in ein anderes Viertel.

    Optimist. Sollte man eigendlich annehmen können.


    Es geht mir wohlgemerkt um den Zustand nach dem Besuch einer Schulung zum Thema Futsal.


    wenn ich aber beim normalen Hallenfussball mitbekomme, wie unterschiedlich das von den einzelnen Schiris, oft ja auch Trainer, gepfiffen wird und manche turnierleitung da schon ins schleudern kommt, hab ich doch schon etwa mehr als leichte Zweifel. wenn ich dann noch in Betracht ziehe, wie manche Trainer den Hallenfussball auslegen, komm ich zu dem Schluss, dass es wohl sehr sinnvoll ist seine Teilnehmer gezielt auszusuchen.


    Ja, für ein Einladungsturnier würde ich das sowieso machen. Bei uns in der Hallenrunde, die es in der F und E gibt, ist es aber so, dass der Kreis die Turniere zusammen stellt, da spielt dann pro Turnier Jeder gegen Jeden und ein Dritter ist als Schiri eingeteilt. Wer das dann tatsächlich macht, ist Glückssache, mal ein Papa, mal der Trainer oder der Co-Trainer. Futsal ist anders, das kennen die wenigsten. Deshalb ja auch mein Vorschlag, die Schulung für die Trainer und alle diejenigen, die als Schiri fungieren sollen, zur Pflicht zu machen. Nur wer den Besuch dieser Schulung am Turniertag nachweist, darf pfeifen. Hat eine Mannschaft niemanden mit der Qualifikation dabei, so übernimmt diese Aufgabe der ausrichtende Verein (der ist definiert), und es gibt eine Strafe, die dem ausrichtenden Verein zugeführt wird.


    wenn Futsal, dann sollte es die Regel sein, mal so und mal so, erscheint mir da wenig sinnvoll.


    Vollkommen richtig. Deshalb gibt es Durchführungsbestimmungen, wie es derzeit im Kinderbereich auch der Fall ist, da steht ja drin, welche Abweichungen zu den Erwachsenenregeln bestehen. Und ich fände es gut, wenn man direkt im Anschluss an die allgemeine Futsalschulung noch eine Theorieeinheit dran hängt, in der auf die Spezifika des Kreises eingegangen wird, also bspw. die Aufhebung der Rückpassregel oder die Erhöhung der Zeitregel. Für den klassischen Hallenfußball gibt es das ja schon, daher weiß man doch auch, was man braucht, wenn man davon zum Futsal wechselt.

    Nein, da habe ich leider keine Erfahrungen. Wie gesagt, ich denke, wenn man Futsalturniere durchführen möchte, was ich durchaus begrüßen würde, so sollte man alle beteiligten Trainer zusammen trommeln und ihnen das Spiel erklären. Es gibt ja, wie gesagt, dazu eine Kurzschulung des DFB. Danach sollten die Teilnehmer dochauch Futsal vermitteln und pfeifen können, meinst du nicht?