Man könnte es vielleicht erst einmal im kleinen "erlesenen " Kreis ausprobieren.
Ja, ich denke auch, zunächst mit einem oder zwei anderen Vereinen bzw. Mannschaften, die man schon ganz gut kennt und bei denen sich auch die Spieler ganz gut riechen können.
Oder man bildet als Kompromiss nur gemischte Teams aus den überzähligen Kindern und schickt diese zusätzlich ins Rennen.
Das wäre der Ansatz bei unserem Minifußballturnier gewesen, denn bei Minifußball sind ja Vierer-Teams vorgesehen, so dass jeder teilnehmende Verein seinen Kader in Vierergrüppchen aufteilen sollte. Da müsste dann statistisch in drei Vierteln aller Fälle ein Rest von einem bis drei Spielern übrig bleiben. Darüber, wie man mit diesen umgeht, hatte ich mir einige Gedanken gemacht, unter anderem auch, ob dann gemischte Mannschaften gebildet werden sollten. Ich glaube, das hatte ich in den Turnierbestimmungen auch als Möglichkeit vorgesehen, sie wurde aber nicht genutzt. Ich denke, man sollte entweder grundsätzlich oder gar nicht mischen, da die meisten Kinder doch lieber mit vertrauten Mitspielern in einem Team sind. Daher fühlen sich dann diejenigen, die in ein gemischtes Team 'abkommandiert' werden, bei dem Turnier vermutlich weniger wohl als ihre Kameraden in 'vereinsreinen' Mannschaften. Ich würde also, wenn ich ein Turnier veranstalten würde, in dem ich gemischte Teams vorsehe, die Namen aller Spieler auf einzelne Zettel schreiben, pro Verein diese Zettel dann in einen (gedachten) Hut stecken und dann der Reihe nach Namen ziehen. So ist jeder in einem gemischten Team.
So nebenbei: ich kann jedem nur ein Minifußballturnier, wie wir es durchgeführt haben, empfehlen. Die größte Schwierigkiet liegt darin, entsprechend viele Minitore zu bekommen.
Dort, wo wirklich Ausbildung und Spaß der Kinder mehr zählen als Turniersiege sollte es keine Probleme geben, solche oder ähnliche Sachen auszuprobieren. Viele Mitstreiter braucht man doch nicht für Spielerunden. Die Kleinen müssen und sollen doch noch nicht jedes Wochenende spielen.
Ja, das kann schon gehen, wenn man entsprechende Kontakte hat. Da es aber noch so ungewöhnlich ist, ist der damit verbundene Kommunikationsaufwand halt noch höher. Wobei ich durchaus meine, dass er sich lohnen dürfte.
