Beiträge von teejay

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    Sorry, hatte die letzte Woche nicht viel Zeit...


    Rene1978 ... So langsam lassen sich wieder ein paar mehr beim Training blicken, bzw. ein paar von den "verschollenen" sind wieder aufgefunden worden. Denke mal das es auch daran liegt das es ein wenig milder geworden ist ;) Und danke für die Rückendeckung ;)


    TW-Trainer ... ich weiß ja nicht welche Erfahrungen du mit Frauenmannschaften gemacht hast, aber ich habe für mich festgestellt (und warscheinlich bin ich da nicht mal alleine), dass man Herrenfußball mit Frauenfußball nicht vergleichen kann. Sorry, aber es kommt mir so vor als wenn du hier deine Erfahrungen aus dem Männerbereich mit reinbringst. Ich hab am Anfang auch immer Parallelen zu den Männern gesucht, aber das klappt nicht. Frauen ticken da komplett anders in der Hinsicht. Das kommt dem Vergleich von Äpfeln und Birnen gleich.


    PaulBreitner ... Das stimmt schon, das Miteinander in der Mannschaft ist viel komplizierter als im Männerbereich. Männer sagen sich so ins Gesicht "Ars....." und nach dem Spiel wird erstmal ein Bier zusammen getrunken. Bei Frauen kann sich sowas schon mal ein paar Wochen hinziehen (aber nicht das mit dem Biertrinken ;) )




    Und diese Vorurteile gegen Frauenfußball kommen meißt von Leuten, die absolut keine Ahnung davon haben. Wer sich wirklich dafür interessiert, sieht die Dinge differenzierter und sieht das Frauenfußball oft auch schöner und interessanter als Männerfußball ist.

    am besten noch eine decke ausbreiten und kekse kredenzen.

    Sag das nicht zu laut! Das haben unsere Verletzten letzten Sommer gebracht, saßen da echt auf der Decke und haben Kaffeekränzen abgehalten während die anderen schwitzten :D ;)


    Beim ersten Mal war es ja ganz witzig, beim zweiten Mal hab ich dann mal die Picknickerinnen gefragt ob sie das andersrum auch lustig fänden, ein drittes Mal gab es nicht mehr ;)

    Mit Soccerhallen brauchste bei uns nicht kommen, zu teuer, öde, zu weit weg, kunstrasen... und und und etc. pp.


    Mit den Erklären von Übungen haste auf jeden Fall aber recht, besonders wenn man nicht sofort einen Sinn in der Übung sehen kann, ist echt Erklärungsbedarf notwendig. Koordinationsübungen sind da besonders schlimm. Erstmal Sinn und Zweck erklären und dann aufgeben müssen weil Frauen irgendwie Schwierigkeiten mit der Koordination haben.

    So hören sich meine Spielerinnen an die sich bei jedem Training sehen lassen :D


    Aber ich denke mal so eine Leidenschaft wie du sie hier nennst, entsteht nicht von alleine. Das merke viel an den Mädels die schon länger spielen. Es ist einfach eine ganz Auffassung vorhanden. Aber vielleicht liegt sowas auch in der "Erziehung"? Jungs werden ja häufig zum Fussballspieler erzogen. Bei Mädchen hält immer noch das Barbiepuppen-Klischee her.

    mmh gerade im Kinderbereich gibt es doch viele Spiele die Konzentration, Koordination und Schnelligkeit fordern und fördern. Spontan fällt mir da "Der Plumssack geht um" ein. Das lass ich sogar ab und zu im Erwachsenenbereich zum Aufwärmen spielen, weils einfach ne Mordsgaudi ist und trotzdem fordert.

    Steigen sie voraussichtlich nach dieser Saison auf? Auf welche Gegener werden sie dann treffen? Können sie dann immer noch mithalten, wenn sie das Training so schleifen lassen? Sollten die bisher schwächeren Gegner wirklich die Meßlatte sein?

    Um darauf einzugehen muss ich ein wenig weiter ausholen. Wie oben schon mal geschrieben, wurde diese Frauenmannschaft letzte Saison (2009/10) gegründet um den Jüngeren eine Chance zu bieten im Verein zu bleiben bzw. zurückzukommen. Diese Gründungsmannschaft bestand hauptsächlich aus Hausfrauen, die irgendwann mal schon mal gegen einen Fussball getreten haben, unterstützt von den schon spielberechtigten B-Mädchen. Ausbeute der Saison waren 30:190 Tore und 8 Punkte, von denen uns sogar 3 wieder aberkannt worden.


    Tja zu dieser Saison sind nun die B-Mädchen, zwei davon hätten auch auf Bezirksebene wechseln können, dazugekommen, zusätzlich kamen 4 Mädels zurück die vorher Kreisliga gespielt haben. Und somit ist aus der Schießbude der Kreisklasse eine Mannschaft geworden die um die Meisterschaft mitspielt, zumindest versucht. Nach 10 Spielen stehen wir mit nur 3 Niederlagen auf Platz 3, gerade mal 5 Punkte hinter dem Ersten und haben noch ein Nachholspiel.


    Zwei Niederlagen resultierten aber nicht daraus das der Gegner besser war, sondern waren psychologische Niederlagen. Vom Fussball her waren wir besser (so auch die Resonanz der Zuschauer).


    Der Erfolg und die Stärke ist da. Aber 1. werden wir wohl nicht aufsteigen können, weil wir warscheinlich keinen festen Kader für eine 11er-Mannschaft zusammenbekommen werden. 2. will unsere Mannschaft gar nicht aufsteigen, da sie keine Lust hat am Samstag über eine Stunde zu einem Auswärtsspiel zu fahren. (Das ist aber ein allgemeines Problem hier im Kreis, wo sich viele drüber beschweren.)


    Ich denke aber auch, ein Aufstieg wäre zu früh, um in Kreisliga zu bestehen müßten wir warscheinlich "aufrüsten". Der Unterschied zwischen Klasse und Liga ist leider immens groß!


    Aber das sind warscheinlich wirklich Frauenprobleme. Eine Jugendmannschaft würde sich über einen Aufstieg/Meisterschaft tierisch freuen, A-Jugend-Spieler und Herren würden sich einen hinter die Binde kippen und die Frauen sorgen sich, dass sie jetzt 20 Minuten längere Strecken fahren müssen 8o :)

    Ja leider :D Kann aber einem Mann für den Fussball die zweitschönste Sache der Welt ist echt nervenraubend sein. ;)


    Aber um mal auf das Thema allgemein zu kommen, kann zu erfolgreiches Spielen eigentlich auch ein Faktor für geringe Trainingsbeteiligung sein? So nach dem Motto "wir gewinnen ja sowieso"? Hat damit schon mal jemand Erfahrungen gemacht?

    Das mit der höheren Leistungsdichte in größeren Städten kann ich mir gut vorstellen. Komme selbst gebürtig aus dem Osnabrücker Kreis, auch aus einem Verein der grob geschätzt in jeder Altersklasse 3 Mannschaften hat. Trotzdem war in der Stadt Osnabrück kaum was für uns zu holen, und ich nehm den VFL dabei schon raus, da dies quasi eh nur Auswahlmannschaften sind/waren.


    In meinem jetzigen Wohnort, mitten auf dem Platten Lande wo die Zivilisation erst in 35km Entfernung anfängt und somit sich eigentlich von der Leistungsdichte her nicht großartig was tut, finde ich schon das man einen Unterschied erkennen kann. Mir ist es ja persönlich auch lieber wenn ich auf einem Platz spielen soll der größentechnisch an meinen Heimatplatz heran reicht.

    ich kenn dieses phänomen eher im ausdauer bereich. bei uns im verein sind die sportplätze auf die maximalen maße ausgereizt. Da kann man sehr oft sehen wie mannschaften die solche plätze nicht gewohnt sind zum spielende hin einknicken. andersrum tun wir uns auf kleinen feldern schwer weil uns der gewohnte platz fehlt.

    Ich verstehe was du meinst eismann, den Schwänzerinnen zeigen das sie was verpasst haben, sich somit selbst in den Allerwertesten treten und wieder regelmäßig am Training teilnehmen. Im Endeffekt sicherlich eine sehr gute Idee, die ich auch verfolgen werde. Aber, um hier noch mal auf meine Physiotherapeutin zurückkommen, wenn ich mir eine solche Person von außen ranhole, muss ich mich auch auf meine Mannschaft verlassen können. Die gute Frau muss sich schließlich auch auf solche Einheiten vorbereiten und wird sicherlich nicht davon erbaut sein wenn von 14 angekündigten nur 5 da sind. Habe schon selbst mehrmals solche Einheiten mitgemacht und würde es schade finden wenn eventuell eine fruchtbare Zusammenarbeit so nicht zustande kommen würde. In anderen Dingen, wie z.B. eine Bootstour, wäre mir die Beteiligung weniger wichtig. Da würd ich auch mit 5 losschippern.


    Ich hab jetzt leider nur noch 3 Wochen Vorbereitungszeit und werd mal zusehen wie ich einen Großteil reaktivieren kann, sonst ist das Gezicke beim ersten Spiel wieder groß, wenn plötzlich wieder die meißten da sind. Ich denke, ich werde morgen noch mal ans Training erinnern und mir das Dienstag anschauen. Wenn es nicht besser geworden ist, werden wir uns wohl mit der Mannschaft zusammensetzen und versuchen die richtige Ansprache zu halten.

    eismann
    Soweit ich das beurteilen kann ist die Unterstützung der Familien und Freunden da, ich kann aber nur das beurteilen was ich am Spielfeldrand mitbekomme. Unsere Heimspiele sind regelrechte Familien- und Kindertreffen. Da steht die ganze Familie samt Anhang am Rand und feuert an. Feierlichkeiten oder z.B. Grillabende finden auch meißtens mit den Familien zusammen statt. Ne Biketour wäre sicherlich mal interessant anzuregen. Der Vorschlag unsererseits z.B. mal ins Schwimmbad zu fahren wurde kommentarlos abgelehnt, da sich einige wohl ihrer Figur schämen (aber zusammen umziehen und duschen ;) ) Um auch mal was anderes anzubieten haben wir uns auch schon mit nem Physiotherapeutin kurzgeschlossen, die wohl mal ein oder zwei Einheiten leiten will, aber für fünf sechs Leute ... ?(


    Toto2
    Die Anregung mit der Ansprache halte ich für eine gute Idee. Gerade die Älteren bei uns sollten vielleicht mal wieder daran erinnert werden, warum sie überhaupt zum Fussball gekommen sind. Neben etwas für die eigene Fitness zu tun, war der Grundgedanke eigentlich eine Frauenmannschaft zu bilden damit die Jüngeren nicht zu anderen Vereinen abwandern müssen bzw. andere wieder hier spielen können.

    Ich denke mal das bei meiner Mannschaft mehr in die Richtung von Rene1978 geht als in die von CoTrainer. Das Training erhält Zuspruch von der Mannschaft und falls man uns als Trainer nicht ernst nehmen sollte, würde man das ja auch andersweitig merken und nicht nur bei der Trainingsbeteiligung oder?


    Wie gesagt bin ich der Meinung dass es mehr in die Frauen und ihren alltäglichen Gemütszustand geht und hier such halt ne Lösung eine langfristige Motivation zu schaffen. Nicht nur für drei vier Trainingseinheiten und dann geht der Trott wieder von vorne los. Ich denke auch dass bei uns mit daran liegt das wir sagen Schule und Arbeit geht vor. Nur dass dies dann gerne mal für andere Dinge als Ausrede benutzt wird.


    Günter Grafe und Rene1978
    Das mit dem Respekt hören wir immer wieder, aber es macht auch super viel Spass mit den Frauen zusammen zu arbeiten. Und in einem Verein in dem die klägliche 1. Herren immer noch das Mass der Dinge sein soll, ist es ein ruhiges entspanntes Arbeiten ohne Leistungsdruck. Und das es mit Frauen nicht immer leicht ist, weiß wohl jeder Ehemann ;) =)

    Unser Verein hat auch eine reine E-Juniorinnen-Mannschaft und spielt im Leistungsbetrieb mit. Soweit ich das mitbekomme auch sehr erfolgreich was Zulauf und dem Endergebnis angeht. Was Mädchenfussball angeht sind wir hier im Kreis Cloppenburg gut gesegnet, da hier mehrere Mannschaften in höheren Klassen spielen und das zieht natürlich auch ein wenig und treibt die Vereine an Nachwuchs zu gewinnen.


    Ob Jungen und Mädchen unbedingt getrennt werden sollten kann man so und so sehen. Hatte damals bis zur C-Jugend selbst ein Mädchen bei mir in der Mannschaft mitspielen und muss sagen, dass kein bißchen hinter uns Jungs zurückstand.


    Im letzten Sommer hatte mein neuer Verein z.B. ein gemischtes E-Jugend-Turnier ausgerichtet. Reine Jungs-, Mädchen und gemischte Mannschaften, und ich muss sagen dass die Mädchenmannschaften den Jungs in nichts nachstanden.


    Denke aber mal das man bei der Trennung der Geschlechter die Qualikativen und Quantiven Aspekte beachten sollte. Sicherlich ist die spielerische Entwicklung eines Mädchens in einer Jungenmannschaft besser. Aber mit einer reiner Mädchenmannschaft kann ich mehr Nachwuchs für die höheren Altersklassen gewinnen.

    Zitat

    CoTrainer:
    wirken sie bei abschlussspiel irgendwie hüftsteif. habt ihr das auch
    schon einmal gesehen oder bin ich verwöhnt durch die jungs die ich ne
    stunde vorher trainiere?

    Hab irgendwo mal gelesen oder im Fernsehen gesehen, dass irgendeine wissenschaftliche Studie belegt hat, dass Frauen anatomisch gesehen nicht zum Fussballspielen geeignet sind. ;)

    Vom Alter her ist eigentlich alles von 16 bis 35 dabei. Die Problemgruppe sind eigentlich eher die Ü25. Die Jüngeren melden sich wenigstens noch ab wenn sie es schulisch, gesundheitlich oder arbeitsmäßig nicht schaffen. Bei den Älteren muss man leider immer hinterlaufen. Wenn man dann überhaupt eine Antwort bekommt.

    Lese schon länger hier im Forum mit und finde viele Threads sehr interessant und inspirierent.


    Naja kommen wir zu meinem Problem, mit einem Kollegen zusammen trainiere ich seit mitte letzter Saison eine Frauenmannschaft in der Kreisklasse. Leider haben wir immer wieder ein Problem mit der Trainingsbeteiligung. Auf dem Papier hab ich 19 Spielerinnen stehen aber mitunter kommt es vor das wir bei Trainingseinheiten nur mit 4-6 Frauen auf dem Platz stehen. Das kuriose an der Geschichte ist aber, bei Spielen am Wochenende (wir müssen Samstags 16 Uhr ran) bekommen wir gerade mal 11-12 Spielerinnen zusammen. Das geht auch grad noch so da wir eh nur eine 9er Mannschaft gemeldet haben. Ein seltenes Phänomen tritt auf wenn wir mal ein Nachholspiel in der Woche haben. Dann stehen plötzlich 15 Leute vor dir und man muss sich fragen wen man wieder nach Hause schickt (passiert natürlich nicht)


    Wie gesagt das Problem ist die Beteiligung beim Training. Wir machen 2mal die Woche Training. Die Zeiten sind mit der Mannschaft nach dem Motto "wann haben alle Zeit" abgestimmt worden. Trotzdem haben wir eine geringe Beteiligung beim Training. Sprechen wir diesen Missstand beim Spiel an, sind beim darauffolgenden Training wieder mehr Spielerinnen da. Jemand vielleicht eine Idee wie man die Spielerinnen langfristig(!) zum Training motivieren kann?