Beiträge von Don Quijote

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    Ok, die Punkte sind weg, da geht wohl nix mehr. Und um es klar zu sagen: Letztlich war das Dein Fehler. Denn entweder hast Du die Regularien nicht gekannt (so klingt Dein Posting) oder aber Du hast damit gerechnet, dass Du damit einfach so durchkommst. Beidesmal liegt die Verantwortung beim Trainer. Auch dem gegnerischen Verein würde ich keinen Vorwurf machen. Aus deren Sicht hast Du Dich unzulässig verstärkt und nur dadurch gewonnen. Das ist nicht ok. Oder hast Du den Gegner evtl. vor dem Spiel offen auf Eure besondere Situation hingewiesen?


    Aber unabhängig von der Tabellensituation habt Ihr sportlich doch gewonnen. Insofern gibt es für die Mannschaft doch abgesehen von den fehlenden Punkten keinen Grund, sich NICHT zu freuen, zumal es offenbar ein gutes Spiel war. Das würde ich den Jungs sagen. Und mich gleichzeitig entschuldigen.


    Grüße
    Oliver

    Rauchen finde ich im Umfeld des Training/Spiels eine Katastrophe, gerade angesichts der Vorbildfunktion der Trainer. Allerdings musste ich auch schon erkennen, dass das (zumindest bei uns im Verein) ein wenig der Kampf gegen die Windmühlen ist:

    • ca. 70% unserer Jugendtrainer sind Raucher. Das schließt leider sogar die A- und B-Jugendlichen ein, die als Co in den kleinen Jugenden mithelfen.
    • Unser Jugendleiter ist ebenfalls Raucher. Sein Sohn ist einer der oben bennanten Jugendlichen, die auch Co-Trainer sind.
    • Bei den Trainersitzungen wird nach einer meist halbstündigen Schamfrist munter gepafft.
    • Letzten Freitag Trainer-Fortbildung C-Breitenfussball: Zwischen Praxis und Theorie haben 10 der 16 anwesenden Trainerkollegen erstmal eine gedampft.

    Ganz ehrlich. Mir geht das auf den Sack, aber es gibt wichtigere Themen. Sobald sie ins kritische Alter kommen, werde ich meinen Kindern und meiner Mannschaft ganz klar mitgeben, dass Rauchen sch... ist. In Bezug auf die Trainerkollegen werde ich aber meine Energie vorrangig in andere Themen stecken.


    Grüße
    Oliver

    Für alle Faktensammler habe ich trotzdem noch einen klaren Fakt. 1,5% "Bunte-Welt Fußball" und 88,5% Amateur-/Breitenfußball.

    Und die restlichen 10% spielen Profifussball in schwarz-weiss? :D


    Tobias
    EIne andere Zahl hatte ich oben schon zitiert:

    Zitat

    "Mehr als die Hälfte der Spieler, die in den Leistungszentren sind, bauen ihr Abitur."

    Siehe http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15435256,00.html Für mich klingt das schon so, als wäre Schulbildung und Leistungssport zumindest einigermaßen vereinbar. Wobei es auf der Hand liegt, dass der Leistunssport eine BIldungskarrere nicht unbedingt fördert. Wenn's gut lauft, dann klappt beides, aber sicher fällt das Abi ohne Leistungsport einfacher (und wird besser).


    Grüße
    Oliver

    Ich habe eine F, alter Jahrgang, also ekin großer Unterschied. Eigentlich glaube ich auch, dass das besser klappen müsste. Ich als Kind hätte an der Übung jedenfalls viel Spass gehabt, da bin ich sicher. Vielleicht waren die Jungs gestern zu platt. Ich werde es einfach nochmal probieren. Ohne Hände und viel Abstand ist gut. Denn dann haben auch die schwächeren Spieler eine Chance, wenn sie den Ball hoch genug schiessen.


    Grüße
    Oliver

    Einzelkritk würde ich auch nur in Einzelgesprächen machen, zumal Du dann auch etwas auf die individuellen befindlichkeiten Rücksicht nehmen kannst (Mancher Spieler veträgt offene Kritik, bei anderen muss die etwas blumig rüber kommen, damit der Spieler nicht verunsichert/beleidigt reagiert). In der A-Jugend ist sowas sicher sinnnvoll. Aber selbst bei nur 5 min pro Mann bist Du da eine Weile beschäftigt, daher finde ich den Vorschlag von Elpawo gut, jeweils nur 3 Spieler rauszugreifen.


    Grüße
    Oliver

    Habe die Übung ausprobiert, sollte eigentlich das Schmankerl zum Trainingsschluss werden. Letztlich lief es nicht so gut, wie ich erhofft hatte:


    Erstens ist das Leistungsvermögen meiner Spieler sehr inhomogen. Ich habe einen, bei dessen Schüssen die anderen Angst im Tor haben. Wenn ich aber das Schussviereck zu weit vom Tor weg verlege, klappt's bei den anderen nicht. Ich musste also meinem Schützenkönig Sonderregeln verpassen (Schüsse nur mit links), das gab etwas Gemaule.


    Zweitens habe ich zwar viele Spieler, die gerne ins Tor gehen, aber auch 2 oder 3, die das partout nicht wollen. Bei der Übung müssen sie plötzlich. Schwierig.


    Drittens habe ich ein paar Spezialisten, die unbedingt die Torwarthandschuhe anziehen mussten. Da nicht jeder von denen sein eigenes Paar hat, musste dann jeweils gewechselt werden. Das hält ganz schön auf :rolleyes: .


    Aber ich werde es nochmal probieren, vor allem auch die EInzelübung.


    Grüße
    Oliver

    @Paul
    Da wir 40% Muslime im Team haben, passt das mit der besinnlichen Weihnachtsfeier ohnehin nicht so gut. Es ist mehr eine Feier vor dem Ferienstart bzw. vor dem Jahreswechsel.


    Bowling haben wir auch schon gemacht, viele Bahnen bieten da ein "Kindergeburtstagspaket" an (90 min Bowling incl. Schuhen + Pizza + Getränk). Letztes Jahr haben wir in der Halle eine Spielstunde veranstaltet (Staffel mit Kleiderwechsel, Ball mit verbundenen Augen schießen und solche Sachen...). Das hat Mörderspaß gemacht. Allerdings hatten wir da keine Möglichkeit zum besinnlichen Zusammensitzen (und futtern), da wir die Halle räumen mussten. Aber das werde ich dieses Jahr wieder einplanen.


    Grüße Oliver

    Das ist ja unter aller Kanone - würde ich das im Fernsehen sehen, würde ich es als komplett unglaubwürdig abtun.


    Ich würde die SMS auf jeden Fall speichern (vor allem wegen der Nummer). Dann würde ich gemeinsam mit Deinem Freund das Gespräch mit dem Vereinsvorsitz suchen mit dem Ziel, den Vereinsausschluss des Absenders/der Absenderin zu erreichen. Vielleicht ist die Tel.Nummer bekannt. Verleumdung ist strafbewehrt (STGB §187).


    Wenn das nicht klappt, würde ich mir schwer überlegen, weiter in diesem Verein tätig zu bleiben. Sachen gibt's, ohne Worte...


    Grüße
    Oliver

    Ich würde den passiven Abwehrspieler einführen, der das Abseits nicht mehr aufhebt ;) . Der Abwehrspieler kann das dem Assistenten durch einfaches Handzeichen anzeigen.


    Aber im Ernst: Ich bin gespannt auf die Vorschläge, die jetzt erarbeitet werden, obwohl ich nicht erwarte, dass die Regel gleichzeitig einfacher und in der Auslegung gerechter werden wird. Außer man schafft das passive Abseits komplett ab - und das will ich eigentlich nicht, weil dann viele Tore keine mehr wären (siehe z.B. Götzes Tor gestern abend).


    Grüße
    Oliver

    Ok, wenn man die Formulierung wörtlich nimmt, dann hast Du natürlich Recht. Die Eltern sind halt immer die Türöffner (oder besser: Weichensteller) für ihre Kinder, so ist das halt. Was ich ausdrücken wollte ist: Man muss sehr genau hinschauen, ob der Wunsch zum Leistungssport wirklich im Kind selbst liegt (intrinsische Motivation) oder ob das von außen aufgedrückt wird ("jetzt mach mal, Du bist doch so begabt"). Ansonsten 100% d'accord.


    Grüße
    Oliver

    Ein wesentlicher Punkt (und in diese Richtung verstehe ich Pauls Spiegel-Link oben) ist sicher, von wem die Initiative für die Leistungssportkarriere ausgeht. Ist das wirklich das Kind oder wird das von den Eltern vorgegeben (gefordert)? Hier muss ganz klar der Wille des Kindes den Hauptausschlag geben.


    Dobrin, Deine Ausführungen sind für mich sehr erhellend, weil ich die z.T. nachvollziehen kann. Ich habe ebenfalls Leistungssport (kein Fussball, daher zum Broterwerb nicht geeignet :O ) betrieben und nebenher erfolgreich Abi+Studium abgeschlossen. Ok, die Regelstudienzeit habe ich überzogen (ein wenig ;) ). Aber es war eine geile Zeit! Mein Kleiner ist jetzt 8, recht talentiert und ich frage mich jetzt, ob ich ihn in Richtung Leistungssport fördern soll. Wenn ich ihn frage (habe ich noch nicht getan), würde er das wollen, da bin ich sicher. Allerdings hat er noch viel weniger Ahnung als ich, auf was er sich da einlässt. Fördere ich ihn nicht entsprechend, ist irgendwann der Zug abgefahren. D.h. aus meiner Sicht fällt so oder so in den nächsten 2 bis 6 Jahren eine Entscheidung. Einerseits will ich ihn nicht unnötigem Druck aussetzen. Andererseits weiss ich gerade aus meiner eigenen Historie, wie schön eine Sportkarriere sein kann (selbst wenn sie wie in meinem Fall nur bis in die zweite Liga geführt hat) und wie viel Positives man daraus auch für ganz andere Lebensbereiche saugen kann. Diese Chance will ich ihm auch nicht nehmen.


    Offenbar hast Du klar entscheiden, dass Schule (Gymnasium) an erster Stelle steht. Das finde ich sehr gut. Ich glaube auch, dass ein D-Jugendlicher, der in der Schule Probleme bekommt, sich nicht auf den Leistungssport konzentrieren sollte. Das Risiko ist viel zu hoch. Wenn beides klappt, ok, aber Schule muss klappen. Für mich ist spannend, ob das bei den Anforderungen im heutigen Fussball noch funktionieren kann oder ob das praktisch ausgeschlossen ist.


    Grüße
    Oliver

    ich will nochmal diese Frage stellen:

    Muss man sich entscheiden: Spaß ODER Leistungssport? Leistungssport ODER Schule/Ausbildung? Oder kann man das zusammen kriegen?

    Ich habe mal ein wenig im Netz gelesen.
    Laut http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15435256,00.html gilt "Mehr als die Hälfte der Spieler, die in den Leistungszentren sind, bauen ihr Abitur." Das heisst doch, dass fussballerische Ausbildung auf Topniveau schulische Ausbildung nicht zwingend verhindert. Es steht allerdings auch überall, dass das ein harten Weg ist, den nicht jeder durchhält.


    Der zweiter Punkt ist der Druck und die platzenden Erwartungen, wenn es mit der Profikarriere nicht klappt. Klar ist, dass die Chance einen Profivertrag zu bekommen, nicht sehr hoch ist, selbst bei U-Nationalspielern. Das muss jedem klar sein. Andererseits ist das doch auch kein Drama, wenn man eben nicht alles auf diese eine Karte gesetzt hat. In http://www.fluter.de/heftpdf/i…l6974/pdf_article6974.pdf wird ein Spieler zitiert, der mit 17 einen Knieschaden hatte und danach nicht mehr landen konnte:

    Zitat

    Der technisch versierte Mittelfeldspieler landete nach einer schweren Verletzung (Kreuzbandriss und angebrochene Kniescheibe) im Abseits. Schalke schob ihn mit 17 Jahren ab. Christopher versuchte es bei den AJunioren-Bundesligateams in Bielefeld, Oberhausen und Wattenscheid – ohne Erfolg. „Ich bin nie wirklich wiedergekommen“, sagt der heute 20-Jährige. Inzwischen kickt er für Vorwärts Kornharpen in der fünftklassigen Verbandsliga. An der Gelsenkirchener Gesamtschule ist Christopher bis zu seinem Fachabitur geblieben. Seine Zeit dort bereut er keineswegs: „Ich habe trotzdem viel mitgenommen. Ich würde es noch einmal so machen.

    Wichtig ist es, dass man einen Plan B hat.


    Grüße
    Oliver

    Sehr Interessante Diskussion!


    Die Frage ist ja: Ist es möglich, den Kindern auch Leistungssport zu ermöglichen, ohne dass der Spass zu kurz kommt und ohne dass die Schule/Ausbildung darunter zu sehr leidet? Oder anders gesagt: Muss man sich entscheiden: Spaß ODER Leistungssport? Leistungssport ODER Schule/Ausbildung? Oder kann man das zusammen kriegen?


    Grüße
    Oliver

    Ganz klar, so wie Du es beschreibst, hätte Dein Profikind nicht wechseln sollen, sondern hätte bei Euch eigentlich optimale Bedingungen vorgefunden (konkurrenzfähige Mannschaft in oberster Spielklasse, gutes Training).


    Bei uns im Verein wird auch gerne geklagt, dass die Welt so ungerecht ist, weil immer die Guten "weggeschnappt" werden. Aber da sind die Voraussetzungen komplett andere: Meist nur eine Mannschaft pro Altersstufe, keine Lizenztrainer, dafür viele "vom alten Schlag", Jugendmannschaften spiele unter- bis maximal mittelklassig. Da ist es für den Vereine sicher auch gut, wenn die Talente da bleiben, aber aus sportlicher Sicht würde ich da begabten Fussballern dringend zum Wechsel raten - und zwar nicht nur zum NLZ, sondern auch zum benachbarten regionalen Verein.


    Aber Dein Punkt ist schon korrekt: Vor dem Wechsel muss man sich nicht nur die Tabelle anschauen, sondern auch versuchen, die Trainingsbedingungen und -inhalte zu bewerten, auch wenn das ungleich schwieriger ist.

    Grüße
    Oliver

    Ranwie, ich bin da ein wenig zwiegespalten. Sicher ist es ärgerlich, wenn die Talente zum "Großverein" gehen, dort aber nicht optimal betreut werden. Aber was ist die Alternative aus Sicht dieses Talents? Beim kleinen Verein bleiben, der zwar tolle lizensierte Trainer aufweisen kann, wo aber die anderen Spieler leistungsmäßig nicht mithalten können? Das führt doch dazu, dass das Talent im Training+Spiel nicht wirklich gefordert wird und sich daher auch nicht optimal entwickelt, oder?


    Grüße
    Oliver

    Notbremse:
    Aktuell wird ja nur bewertet, ob mit einem Foul eine offensichtliche Torchance verhindert wird (siehe die Paralleldiskussion in Notbremse vom Torhüter, Regelfrage ). Sinnvoll fände ich zu unterscheiden, ob das Foul unabsichtlich beim Kampf um den Ball geschah (so sehe ich das Fährmann-Foul) oder ob das Foul absichtlich begangen wurde (ohne Chance auf den Ball). Allerdings sehe ich da auch schon wieder viele Diskussionen um strittige Spielszenen...


    Passives Abseits:
    Ich finde die Regel ok, so wie sie heute gilt und gepfiffen wird. Zwar gibt es immer mal wieder Diskussionen, ob jemand passiv war oder nicht. Aber man muss sich nur mal anschauen, wieviele Tore eines beliebigen Spieltages ohne diese Regel NICHT zählen dürften. Da müsste sich die Spielweise im Angriff deutlich umstellen. Das will ich nicht.


    Grüße
    Oliver