Beiträge von Don Quijote

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    Zodiak,
    Du hast jetzt sehr deutlich gesagt, was LK NICHT ist. Vielleicht magst Du uns ja ein paar Einblicke geben, was es ist. Oben steht "neues Koordinationstraining (mit) kognitiven und visuellen Reizen", das klingt ja schonmal interessant.


    Grüße
    Oliver

    Im Thema sollte es darum gehen, wie und ob ein Verein oder Trainer solche Eskalation verhindern kann?


    In Bezug auf das konkrete Geschehen beim FC Eislingen kann ich die Frage nicht beantworten, zumal E4-Betreuer bisher ja nicht viele Infos zum tatsächlichen Hergang beisteuern konnte oder wollte.


    Generell denke ich aber sehr wohl, dass ein Trainer viel Einfluss zumindest auf "seinen" Anhang hat. In meiner F hat einmal ein Spielerpapa sich fürchterlich über den Schiri ereifert, sogar zu Recht. Obwohl er also Recht hatte (der Schiri war eit über 70 und kaum mehr in der Lage, sich vom Mittelkreis weg zu bewegen) habe ich ihm deutlich zu verstehen gegeben, dass sein Gemeckere nicht ok ist und er unseren Jungs damit schadet. Er hat dann zwar mit sich ringen müssen, aber er blieb ruhig. Natürlich bilde ich mir nicht ein, dass der Trainer alle Eskalationen verhindern könnte. Und das Geschehen bei den Eislingern, wo Erwachsene mit geköpfter Flasche aufeinander losgehen, klingt nicht so, als hätte hier der Trainer in dieser Situation noch etwas tun können. Aber die Vereine und die Trainer können die generelle Marschrichtung ihres Anhangs vorgeben und so den Anfängen wehren. Denn mit Verein und Trainer will es sich ja niemand verscherzen, solange der eigene Nachwuchs da spielt. Wenn's gut läuft, lässt sich so verhindern, dass so eine gwalttätig aufgeladene Situation überhaupt entsteht.


    Grüße
    Oliver

    Das mit dem Spray habe ich auch mal gesehen, das fand ich witzig =) . Aber heute ist es doch so: Der Schiri stellt die Mauer. Aber sobald er sich wegdreht, trippelt diese unaufhörlich wieder in Richtung Ball. Da kann das Spray prima helfen, oder?


    Grüße
    Oliver

    Weil es für den TW extrem schwer ist, das Foul zu vermeiden. Klassische Situation ist doch: Angreifer legt sich den Ball vor, TW versucht den Ball zu erwischen und wirft sich dafür dem Stürmer vor die Füße. Da ist es eine extrem schmaler Grat zw. "Ball gespielt" und Foul. Und oft habe ich da den Eindruck, es hängt mehr vom Stürmer ab, ob dieser einfädelt und das Foul bekommt oder ob er das nicht tut. Will der TW dieses Risiko vermeiden, ist er zur Passivität verdammt, d.h. er darf gar nicht auf den Ball gehen.


    Dazu kommt noch die Sonderstellung in der Mannschaft: Hat ein Team schon alle Wechsel verbraucht, muss ein Feldspieler ins Tor. Das ist sicher eine stärkere Schwächung, als wenn ein AV mal als IV spielen muss.


    Grüße
    Oliver

    Sind wir jetzt schlauer? http://www.kicker.de/news/fuss…e-kuenftig-immer-rot.html

    Zitat

    1. Kommt der Ball durch eine "Abwehraktion" zu einem passiv im Abseits stehenden Angreifer, so wird dieser aktiv. Der Begriff Abwehraktion bedeutet, dass der Defensivspieler einen Torschuss abblockt. "Es ist damit vergleichbar, dass der Torhüter einen Schuss abklatscht und der Ball dem Stürmer vor die Füße fällt", verdeutlicht Fandel.

    Es geht also nur um abgeblockte Schüsse, nicht um alle vorstellbaren Abwehraktionen.Ok, mal sehen, wie das in der Praxis umgesetzt wird.


    Noch viel ratloser macht mich Punkt 2:

    Zitat

    2. Der Terminus "eingreifen", der eine Abseitsstellung aktiv werden lässt, wird künftig enger und strenger gefasst. Fandel: "Der Angreifer muss klar den Zweikampf suchen und seinen Gegner attackieren."

    Was soll das heißen? Ein im passiven Abseits stehender Spieler kann sogar dem TW den Blick verstellen, ohne dadurch aktiv zu werden (er hat ja keinen Zweikampf gesucht)? Was soll das bringen? Stehen dann zukünftig bei jedem Freistoß 3 Angreifer vor derm TW?


    Grüße
    Oliver

    Noch ein Aspekt: In welcher der beiden Mannschaften ist Dein Sohn eher einer der Leistungsträger? Oder anders gefragt: Besteht in einer der beiden Mannschaften die Gefahr, dass er eher Bankdrücker wird?


    Grüße
    Oliver

    Also nochmals, ich würde diese Vorgaben Eurerseits so als Elternteil nicht mittragen und entsprechend könnte es passieren, dass mein Sohn -also Euer Spieler- hier dagegen verstößt.


    @all ....Was wäre die Konsequenz?


    Gegenfrage: Du hast doch anderswo beschrieben, dass bei Dir die Spieler grüßen müssen, nicht auf's Feld spucken dürfen, ordentlich geputzte Schuhe haben müssen....Was machst Du da bei verstößen?


    Bei uns im NLZ wurde das wie gesagt ohne Diskussion vorgegeben. Vielleicht hat auch keiner gewagt zu widersprechen, weil keiner den Platz im NLZ deswegen riskieren wollte. Aber ich fand gerade die Verbindlichkeit gut, denn dadurch sind alle Kinder dabei. Und ich merke, dass sie als Mannschaft davon profitieren. Ob allerdings ein Kind wirklich aus der Mannschaft geworfen würde, wenn seine Eltern nicht mitmachen, weiss ich nicht. Ich würde erwarten, dass bei nachvollziehbarer Begründung eine Kompromiss gefunden werden kann. Wenn man allerdings einfach nur sagt "So einen Mist mache ich nicht mit!", wird der Gegenwind sicher rauher sein, wie immer halt.


    Grüße
    Oliver


    PS: TW-Trainer
    Eben vergaloppierst Du Dich ein wenig, oder?

    Sehr interessanter Thread!


    Sir Alex
    Danke für deine Einsichten. Gerade den Punkt mit dem "auffallen" kann ich gut nachvollziehen. Man müsste sonst ja nach Spielern Ausschau halten, die *nicht* nach unten abfallen, obwohl sie Spätgeborene sind. Das ist wohl weder praktikabel noch zielführend. Letztlich resultiert der RAE-Effekt aus der Einteilung der Altersklassen. Also müsste man eigentlich diese ändern/anders fassen, wenn man den Effekt wirklich weg haben wollte. Ein Modell könnte sein, pro U-Mannschaft 2 Spieler aus dem Q4 des Vorjahrgangs mitspielen lassen zu dürfen. Irgendwo in Europa gibt es so eine ähnliche Regelung, aber ich habe vergessen wo.


    Anna
    Letztlich muss Dein Sohn entscheiden, was mehr Spass macht und was ihm mehr bringt: Training im Leistungsverein, aber keine Spielpraxis. Oder aber Wechsel in den schwächeren Verein, aber dort Stammspieler. Sir Alex hat Dir aus meiner Sicht einen guten Rat gegeben.


    Andre
    Klasse Initiative, ich hoffe, dass das entsprechend geändert wird. In vielen anderen Sportarten ist das ohnehin so (Hand-/Basket-/Volleyball). Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum das beim Fussball anders gehandhabt wird.


    Stefan70
    Mach Dir doch bitte bei einem 6-jährigen noch keine Kopf darüber, welchen Profisport er mal ausüben soll. Lass ihn einfach mal ein paar Dinge probieren. Er wird schon rausfinden, was ihm Spaß macht. Und das ist die Hauptsache.


    Grüße
    Oliver

    "Spielbetrieb" bezieht sich m.W. auf die Teilnahme an offiziellen Spielen im Rahmen des DFB und seiner untergeordneten Verbände. Also alle Spiele, die man auf fussball.de sehen kann. Was bedeutet denn "auf Freizeitbasis"? Habt Ihr da gegen andere Vereine gespielt? Wer hat die Spiele organisiert?


    Grüße
    Oliver

    Bei meinem Sohn im NLZ ist seit U10 Duschpflicht. Fand ich ein bisschen früh, aber sinnvoll finde ich, es für alle verpflichtend zu machen. Das gehört zum Sport ja irgendwie auch mit dazu. Und den Nutzen im Hinblick auf Teambuilding sollte man nicht unterschätzen, Oft stehen sich die Eltern draussen die Beine in den Bauch, während man aus der Dusche lautes Jauchzen hört...


    Grüße
    Oliver

    gemäss Spiegel Online waren wohl die Trainer schuld: http://www.spiegel.de/panorama…ugendlichen-a-908780.html


    ... gab es gegen die Entscheidung des Unparteiischen zunächst lautstarke Proteste von den Trainerbänken ..


    Die Berichte sind mir zu dürftig, als dass ich mir da selbst eine Meinung bilden könnte. Aber auch aus meiner Sicht sind die Trainer ganz wichtig bei der Frage, wie Entscheidungen (vor allem wirklich oder vermeintlich falsche) der Schiris vom Team und vom Anhang aufgenommen werden. Das bedeutet, dass alle Trainer da enormen Einfluss haben und diesen auch de-eskalierend nutzen sollten.


    Grüße
    Oliver

    Sehr spannendes Posting, saschatoni, das Thema interessiert mich. Denn nach Deiner Beschreibung hast Du ja sehr vorbildlich trainiert, da ürde man auch den entsprechenden "Output" erwarten.


    Warum nicht mehr Deiner E-Spieler vom D-Trainer ausgewählt wurden, dafür führst Du ja schon mögliche Gründe auf: Mangelnde Schnelligkeit und mangelnder Biss sind sicher 2 Dinge, die den Ausschlag geben können. Die Frage ist jetzt: Liegt das an Deinem Training? Wenn ja: Wie hättest Du das besser ins Training einbauen können?


    Grüße
    Oliver

    Mein Sohn spielt seit 4 Jahren bei einem sog. "Leistungs- und Traditionsverein", ...

    Hallo Anna, danke für Deine ausführliche Schilderung! So wie Du die Auswahl beschreibst (Hauptsache groß, aber keinen Pass über 5m spielen können) ist sie sicher nicht sinnvoll. Dennoch ist die physische Leistungsfähigkeit auch ein Kriterium. Schwierig wird es dann, wenn dieses Kriterium wie bei Euch im Verein über alle anderen gestellt wird, zumal (wie Du ja richtig schreibst), das auch nur eine Momentaufnahme ist, die sich gerade in der Pubertät extrem verschieben kann.


    Wäre mein Sohn in derselben Situation, würde ich ihm vermutlich zu einem Vereinswechsel raten. Aber das ist natürlich leicht gesagt. Und offenbar will Dein Sohn das ja auch nicht. Daher drücke ich Euch die Daumen, dass Dein Sohn wieder mehr Einsatzzeiten bekommt.


    Grüße
    Oliver

    Fussballbaron, "U9" und "Spielphilosophie" sind zwei Begriffe, die ich nicht so recht zusammen bringe. Aber offenbar sind Deine Jungs einfach weiter als andere in dem Alter.


    Witzig finde ich aber, dass bei Deinem U9-Turnier unter den Top3 zwei Schweizer Vereine sind. Der erste Bundesligist ist Hoffenheim auf 5. Als Beleg für Deine obigen Thesen taugt das nur bedingt, oder ;) ?


    Grüße
    Oliver

    ich würde auch den Kunstrasen wählen, vor allem auch, weil die gleichmäßige Oberfläche die Ballkontrolle erleichtert. Zudem ist unser Rasenplatz alle Nase lang gesperrt, weil der Rasen sich erholen muss oder weil er zu nass ist oder weil der Platzwart noch keine Zeit hatte, das Schild zu entfernen.


    Grüße
    Oliver

    Du kannst das besser steuern, wenn der zweite Spieler erst auf DEIN Signal hin starten darf ("Hepp" oder Leibchen fallen lassen oder Klapps auf die Schulter). Hartnäckige Fehlstarter habe ich bei ähnlichen Übungen auch schon am Arm gehalten, bis er starten durfte. Man kann als Trainer so auch sehr fein steuern, damit auch langsamere Spieler eine Chance haben.


    Schöne Übung!


    Grüße
    Oliver

    Der Trainer unseres Sohnes hat jetzt zum Saisonende ausdrücklich um Feedback gebeten, das fand ich gut und habe das gerne wahrgenommen. Das ganze ist anonymisiert abgelaufen, also zentral gesammlte Zettel, die der Trainer dann als Sammlung bekommen hat.


    Ich habe auch lange hin- und herüberlegt, was ich da alles aufschreibe. Bei vielen Punkten ist klar, dass die alleine der Trainer vorgibt, also z.B. Aufstellung, Trainingsgestaltung. Dennoch fand ich es wichtig, ihm auch dazu Rückmeldung zu geben. Dabei habe ich versucht zu betonen, dass das kein "Querschießen" sein soll, sondern nur offenes Feedback. Aber die Schriftform hat da das Risiko, dass man die Reaktion nicht unmittelbar mitbekommt und dann auch nicht korrigieren kann, wenn etwas in den falschen Hals gerät. @Milky Was ich damit sagen will: Überlege Dir gut, für wie kritikfähig Du den Trainer hälst. Viele fragen nach Kritik, um mal ausgiebig gelobt zu werden. Die sind dann sauer, wenn echte Kritik kommt. Andere können kritische Punkte gut aufnehmen. Das ist dann der Optimalfall.


    Wir sehen unseren Trainer erst nach den Ferien wieder. Bis dahin ist hoffentlich der gröbste Ärger über meinen Text verraucht :) .


    Grüße
    Oliver