In Ordnung. Im Grundegenommen sind Wiederholungen recht eintönig, weshalb sich für mich die Frage auftut, wie ich diese Einheit effektiv verbessern oder variieren kann.
Allerdings sollte es nur eine Veränderung im Grundaufbau sein. Alle anderen "Einschränkungen" wie zum Beispiel die Regelung von einer maximalen/minimalen Anzahl an Ballkontakten klingen zwar gut, sind aber nicht spielnah. Lediglich der Druck auf den Spieler wird erhöht und seine Entscheidungsfähigkeit in Sachen Reaktion und Schnelligkeit wird im Laufe der Zeit besser.
Sicher kann auch durch das Zuflanken des Verteidigers auf den Angreifer der Beginn - als Beispiel eines Ballverlustes - einer neuen Situation sein, allerdings ist es dafür meiner Ansicht nach noch zu früh. Die Kicker sollen erstmal die grundlegenden Dinge des Defensivmannes kennlernen und auch anwenden, wobei wir beim nächsten Problem sind.
Übungen werden zwar gezeigt, erläutert und auf Anfrage auch von mir nochmal mehrmals für einzelne Spieler wiederholt, allerdings werden diese nicht ins Spiel miteingebracht. Sei es nun im Bezug auf die Grundtechniken oder im Bezug auf das obrige Thema. Allerdings denke ich mal, müssen die Spieler ein gewissen Automatismus in den Abläufen der Techniken und Anwendungsformen entwickeln, was dazu führt, das die Jungs und Mädels eine Situation richtig erkennen, mögliche Varianten - von alleine - sehen und dann handeln.
Währe es an dieser Stelle "richtig" oder "ok" zu sagen: "Wenn eine Aufgabe langweilig ist und die Spieler anfangen zu Morren, weil diese zum dritten oder vierten Mal hintereinander ausgeübt wird - wobei noch keiner einen einwandfreien Lauf schafft - , das die jeweilige Einheit welche Ausgeführt wird, dann endet, wenn folgende Voraussetzung erfüllt ist:
- Jeder Spieler schafft diese Übung in seinem Rahmen und mit seinen Möglichkeiten möglichst zielnah!"
Klar ist hierbei, um es allgemein zu nennen, einige Spieler nach einer gewissen Zeit nicht zum Training kommen, weil Sie meinen "ich kann es ja schon ; wir machen ja eh nur das gleiche"." Zwar war es auf Grund dessen bei mir noch nicht, aber ich sehe die Gefahr das es so kommen könnte. Wenn ich merke, das die Spieler eben das Murren anfangen oder keine Lust haben, dann liegt es an mir, diese zu motivieren. Kann ich dies im Rahmen von einer allgemeinen Ausrede in Form von einem folgenden Beispiel tun?
Eine Trainingseinheit beginnt. Die Spieler sehen bereits am aufgebauten, das eine Wiederholung zum vermehrten Male auftritt und haben bereits jetzt keine Lust mehr, aus welchen Gründen auch immer, nehmen wir an, weil diese zu langweilig ist. - Im normal Fall, muss der Trainer über die Langweile Brücken schlagen und andere Methoden finden das Lernfeld optimal zu trainieren, aber im gewissen Maße ist es hier nicht möglich. - Eine Alternative gibt es also jetzt nicht. Nun kommen die Spieler nach der Begrüßung durch den Trainer zu Ihm und fangen an: "Muss das denn sein?", "Nicht schon wieder!", "Sowas doofes.", "Können wir nicht was anderes machen?" usw. usw. Beispiele sollten euch ja genug einfallen.
Nun fange ich an zu überlegen und möchte ein Ziel mit den Kindern festlegen:
- "Wenn ihr es schafft, diese Übung, welche trainiert wird, drei mal ordentlich durchzugehen, dann machen wir mit dem nächsten Schritt weiter. Umso mehr ihr euch also anstrengt um so schneller habt ihr diese Übung hinter euch."
- "Wenn ihr es schafft, diese Übung, welche trainiert wird, drei mal ordentlich durchzugehen, dann dürft ihr euch für die nächste TE eine Übung einfallen lassen. Überlegt aber gemeinsam und sprecht über die Übung. Jeder darf mitreden. Der Kaptain, wird mir diese dann vorstellen."
Inwiefern ist dies realitätsnah? Bei der ersten Variante, wird das motivieren, durch Überwindung aufgezeigt. Beim zweiten Mal, ist der Ansporn glaube ich aber größer. Habt ihr in diesem Bereich bereits Erfahrung?
Gruß Steven