Beiträge von MichaMittelfeld

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    Ich persönlich würde es wahrscheinlich versuchen, vor allem wegen der Kinder. Ich bin auch schon mal hinter allem zurückgetreten (wie ich es sehe), damit bei einem 28er Kader (allerdings C-Jugend) auch die schwächeren mit einer Mannschaft am Spielbetrieb teilnehmen können. Ist prompt in verschiedener Hinsicht schiefgegangen, trotzdem würde ich es mit anderen Kindern und in einem anderen Trainerteam wieder versuchen.


    Zu Deinen Fragen:


    1. Auf die 2002er würde ich nicht setzen: Die trainieren doch vermutlich in der reinen 2002-Truppe, oder? Wenn die 2002er eine Verletzungs- oder Krankheitswelle haben, wird der Trainer Dir vermutlich auch keinen seiner schwachen Spieler abgeben, weil er lieber 9 Spieler mitnimmt (und 2 davon nicht einsetzt) als zu riskieren, dass sich einer der verbliebenen Top 7 verletzt und er keinen Ersatz hat. Ihr werdet ab und zu Spieler bekommen, ich würde aber nicht mit einer "festen" Zahl rechnen und auch damit rechnen, dass es 2-3 Spiele gibt, wo Ihr nur mit sieben Spielern (wenn überhaupt) antreten könnt.


    Wenn Ihr die schwachen 2002er für Euren Trainingbetrieb bekommt, stellt sich die Situation natürlich ganz anders dar. Dann könnt ihr mit denen auch fest rechnen.


    Kurz zwei Erfahrungen von mir aus dem aktuellen Spielbetrieb (D2, 7er Staffel): Wir haben kürzlich bei unserer D1 gefragt, ob wir samstags den 2. Torwart haben könnten (sie hatten ihr Spiel am Sonntag, bisher haben wir den 2. Torwart auch ab und zu bekommen). Da ihr erster Torwart verletzt war, wollten sie ihn nicht abgeben, weil sich der 2. Torwart im Einsatz bei uns verletzen könnte und dann für ihr Spiel sonntags nicht zur Verfügung stünde. Klingt verständlich, es ging aber für die D1 gegen einen Gegner, den sie im Hinspiel 18:0 besiegt haben. Da habe ich mir so meinen Teil gedacht und "rechne" mit gar nichts mehr. Andererseits kam es bei uns in der D 7er Staffel schon dreimal vor, dass eine gegnerische Mannschaft nur sechs Spieler hatte. Wir spielen dann auch mit einem Spieler weniger (anders herum hat das auch einmal geklappt) und man freut sich gemeinsam mit dem Gegner, dass ein Spiel unter fairen Bedingungen stattfindet.


    2. Ich würde vor der Entscheidung für oder gegen die Meldung einen Elternabend veranstalten (für die 2003/2004) und die Sachlage darstellen. Wenn die Eltern das "Risiko" mittragen, dass mal ein Spiel nicht stattfindet oder Ihr eine Mannschaft zurückziehen müsst und außerdem sich einigermaßen verlässlich verpflichten, dass es auch an Betreuung nicht scheitert, kann man es starten.


    3. Versichere Dich auch der Rückendeckung der Jugendleitung. Eine mögliche Mannschafts-Abmeldung während des Spielbetriebs kostet Geld (ca. 50,- Euro), es soll Jugendleiter geben, die dem Trainer das aufs Butterbrot schmieren.


    4. Der Rest ist Typfrage: Erwarte höchsten Einsatz von Dir und der anderen Trainerin, keine oder wenig Dankbarkeit von den meisten Eltern (vermutlich sogar noch Gemaule, wenn etwas nicht klappt oder Du auf rechtzeitige Absagen für das Wochenende pochst), eine Menge Stress (weil Du manchmal am Freitag noch nicht genau weißt ob und wie viele am Samstag kommen werden), und Hohn und Spott oder bestenfalls Mitleid vom 2002-Trainer und seiner Entourage ("was die armen Irren da für ein paar Anti-Fußballer für einen Aufwand betreiben, würde ich mir nicht antun").


    Dann kannst Du loslegen :thumbup:


    Lass mal hören wie es weiter- und ggf. ausgegangen ist (am Ende der Saison)

    Das geht so bis in die Bundesliga!!
    http://www.welt.de/sport/fussb…ist-Mutti-die-Chefin.html


    Im Ernst: während des Spiels zu diskutieren ist unbedingt zu vermeiden, da spielen zu viel Emotionen rein. Auch nach dem Spiel ist ein schlechter Zeitpunkt.


    Wenn mehrere Eltern wiederholt während des Spiels Einfluss nehmen, muss man das in einem Elternabend klären. Meistens ist es ja so, dass der Großteil der Eltern sich nicht während des Spiels einmischt. Die unterstützen auch den Trainer in seiner Haltung, vor allem, wenn er sie mal dargelegt hat. Ich würde mich argumentativ nie nur auf "der Trainer hat das Sagen" zurückziehen. Hier steht man zu schwach da, weil verärgerte Eltern in den "Hintenrumdiskussionen" dann unwidersprochen weiter nörgeln, dass der Trainer ja auch irren kann, ungerecht ist, keine Ahnung hat, sowieso seine Lieblinge hat und das wahre Potenzial des Sohnemanns nicht erkennt.


    In hartnäckigen Einzelfällen würde ich das persönliche Gespräch suchen, meistens ganz zufällig, wenn ein anderer "sachlicher" Elternteil in der Nähe ist. Hör mal, ich habe ja mitbekommen, dass Du am Samstag wegen der Spielzeiten nicht ganz einverstanden warst mit den Spielzeiten Deines Sohnes. Ich will Dir kurz meinen Standpunkt erklären . . .


    und am Schluss des Gesprächs muss aber auch die Aussage stehen: Bitte nicht wieder während und direkt nach dem Spiel - ansonsten gerne und (fast) jederzeit!!

    Kettenfangen: In einem abgegrenzten Feld beginnen zwei Spieler, die sich an den Händen halten, andere Spieler zu fangen.


    Spieler, die abgeschlagen wurden oder auf der Flucht das abgesteckte Feld verlassen haben, werden Mitglieder der Kette. Die immer länger werdende Kette versucht, die immer weniger freien Spieler einzufangen. Dabei darf die Kette nicht auseinanderreißen. Die beiden Spieler, die zuletzt gefangen werden, bilden das Anfangs-Pärchen für den nächsten Durchgang.

    D2 Jugend trainiert von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr. Allerdings hatten wir letzte Woche auch ein Spiel (darum ging es in Deinem Post ja auch) um 17.30 Uhr, Treffpunkt (Heimspiel) 45 Minuten vor Anstoß. Das ist für eine D2 mit schulischen Verüpflichtungen (Langtag etc.) schon schwierig und für mich beruflich gar nicht einzurichten (2. Trainer war aber rechtzeitig da). Die Ansetzung (nachgeholter Spieltag aus der Frostperiode) erfolgte durch den Kreis.
    .
    Beim Auswärtsspiel wird so etwas zur Zumutung für Trainer, Spieler und Eltern. Unser Gegner hatte zum Glück nur 15 Minuten Anreise, war aber auch schon leicht im Stress.

    Hallo Andre,


    ich fürchte das ist bei einer D normal (bei meiner sogar Alltag). Obwohl es das "Goldene Lernalter" ist, sind Jungs in dem Alter auch in einer schwierigen Phase der Persönlichkeitsfindung: Irgendwo zwischen "nicht mehr Kind" und "noch nicht Jugendlicher" stecken sie und suchen ihre Rolle. Jeder hat da mal seinen "komischen Tag".


    Und hier kommen wir zu einem Kernproblem "moderner" Trainingsmethoden: Wir konzipieren die Einheiten so, dass jeder Spieler viele Ballberührungen hat und permanent gefordert wird. Damit liegt auch eine relativ hohe Verantwortung bei jedem einzelnen Spieler für das Gelingen der Übungen, vor allem wenn sie komplexer werden. Ich habe es in den letzten Wochen selber gesehen: Im Schwerpunkt Passen scheitern anspruchsvolle und schnelle Passkombinationen, wenn nur einer "keinen Bock" hat oder aus anderen Gründen schlecht drauf ist. Ich habe dreimal die gleiche Trainingseinheit durchgeführt, bis das Ergebnis einigermaßen passte.


    Andersherum: wenn ich alle Spieler in einer langen Reihe zum Torschuss aus dem Stand antreten lasse, stören die zwei oder drei Kasper nicht besonders. Und wenn ich permanent 8 gegen 8 spielen lasse, kann ich auch verschmerzen, wenn drei keinen Bock haben. Aber in Kleingruppenübungen muss jeder mitziehen, schon einer kann die Übung "kaputtmachen".


    Meine These: egal wie motivierend Dein Training ist, Du musst immer auf ein Scheitern der Übung aus o.g. Gründen vorbereitet sein und entsprechend Plan B haben: Alle laufen 2 Runden, die Übung wird vereinfacht, die Unmotivierten bekommen eine lustige Sonderaufgabe oder was auch immer.


    Soweit die Theorie: In der Praxis bin ich dann doch genervt , gereizt oder im schlimmsten Fall endet das Training mit einer Standpauke. So steuere ich meinen persönlichen Teil dazu bei, dass die Trainingseinheit nicht funktioniert.


    Ich habe es schon mal an anderer Stelle geschildert: Ich habe in meiner D2, die ich Anfang der Saison übernommen habe, 12 Jungs. Dabei sind 5, vor denen ich von mehreren Seiten (Trainer, die schon mal das Vergnügen hatten, Eltern der anderen Spieler) "warnten": Das sind Egoisten ohne Teamgeist, Mimosen, mit zum Teil erheblichen Anzeichen einer Verhaltensauffälligkeit, dabei undiszipliniert, besserwisserisch und ohne Selbstbeherrschung.) Nur einer davon kann ein Training schon extrem stören, wenn alle gleichzeitig "schlecht drauf" sind, ging am Anfang gar nichts mehr.


    Aber am Montag hatte ich endlich auch beim letzten mein Erfolgserlebnis: der hat mal eine komplette Trainingseinheit vorbildlich mitgemacht, Korrekturen angenommen und umgesetzt, nicht lamentiert oder Mitspieler angeschrieen - einfach perfekt und hochmotiviert mittrainiert. Und das nach 5 Monaten - nach meiner Erinnerung das erste Mal! Ich habe fast geweint vor Rührung.


    Du und ich, Andre, wir sind uns in der Ausgangslage sehr ähnlich: wir haben uns in kurzer Zeit (ca. 2-4 Jahre) sehr viel Wissen über modernes Fußballtraining angeeignet und brennen darauf, es zum Wohle der Kinder umzusetzen. Uns fehlt aber (bei Dir ist es meine Vermutung, bei mir weiß ich das) noch die Gelassenheit, die sich aus echter Erfahrung entwickelt. Das Nichtfunktionieren einer so schön ausgedachten Trainingseinheit (oder gar einer Trainingsreihe) empfinden wir noch als persönliches Scheitern, wir sind enttäuscht. Erst mit etwas Abstand zu einer Trainingseinheit komme ich dann darauf, wo ich wie hätte besser reagieren können und dass in der D-Jugend ein nicht-perfektes Training einfach normal ist.

    Hallo,


    toll finde ich, dass Du auch Gedanken zur Abendgestaltung gemacht hast. Den Film kenne ich nicht, habe aber direkt mal auf wikipedia geschaut: Klingt nach einer wirklich tollen Idee, offensichtlich ein klasse Film mit Bezug zum Teambuilding, Mannschaftssport, dabei hoch unterhaltsam.


    Spontan finde ich das Programm etwas "lauflastig" (Freitag Abend, Samstag morgen und Sonntag morgen), mit dem Ball wird auch nur dreimal "gearbeitet", wenngleich die "Balleinheiten" vermutlich etwas länger dauern als die "Laufeinheiten"


    Und bei den Balleinheiten wird vor allem gespielt: Das macht Spaß und ist o.k., hat aber weniger "Trainingseffekt".


    Deshalb die Frage: Was sind die Ziele des Wochenendes ("Kondition", Spaß und Teambuilding, Technikverbesserung, taktische Themen)?

    manchmal war das Mitteilungsbedürfnis des Jungen gross, manchmal nur knapp und kurz. hab es sogar dann unterlassen nachzubohren.

    Ja Günter, so meinte ich das mit dem "aktiv so wenig wie möglich", ich habe mich da schlecht ausgedrückt, das hätte fast zum anderen Extrem geführt.
    Natürlich soll Iceman regelmäßig in der von Dir beschriebenen Form mal sehen, ob eine Unterhaltung in Gang kommt, aber wenn der Junge wenig Lust auf ein Gespräch zu verspüren scheint, soll Iceman ihn lassen.

    Wie schon mehrfach gesagt, Ferndiagnosen sind schwierig. Aber mir ist etwas aufgefallen:

    Mein Sohn denkt immer sehr lange nach und hat mir heute gesagt, dass er Angst etwas falsch zu machen und das aus seiner falschen Aktion dann ein Tor fällt und der Trainer dann mit ihm schimpfen würde.

    Aber wieso hat der Junge Angst, dass der Trainer schimpfen könnte, wenn er es nicht tut (s. Zitat unten)? Vielleicht ist der Trainer im Training strenger als beim Spiel (das macht für mich Sinn, ich zumindest halte es so). Manchmal überspannt man da den Bogen auch ohne es zu wollen. In den besten Momenten merkt man das und korrigiert es wieder, aber auch das schafft man nicht immer. Das soll aber kein Vorwurf an den Trainer sein, nur ein Ansatzpunkt für ein gemeinsames Gespräch mit ihm. Vielleicht macht er sich ja schon die gleichen Gedanken wie Du.

    Der Trainer muss ihm im Spiel mindestens 5 mal zurufen, geh zu einem Gegenspieler er vergisst selbigen einfach und steht dann 10 Meter neben hinter oder einfach von ihm weg.



    Es schimpft auch keiner mit ihm weder Trainer noch wir als Eltern wir lassen ihn eigentlich machen. Frag ihn nur nach dem Spiel warum er nicht rennt oder läuft.

    Das ist ein Widerspruch: Entweder lasst Ihr ihn machen oder der Trainer ruft ihm mindestens 5 mal pro Spiel das Gleiche zu. Ich will aber nicht die Keule vom bösen Joystick-Trainer auspacken: Vieles was man eigentlich als Aufmunterung und Anfeuerung so reinruft, kommt bei den Kindern als Kritik an.


    Ich vermute dass der Knirps schon merkt, dass er eine herausgehobene Stellung im Verein hat und er einen besonderen Verantwortungsdruck spürt. Manch einen juckt das nicht und und er wirbelt seine ganze Mannschaft zum Sieg, andere (z.B. Deiner) haben (noch) Schwierigkeiten damit umzugehen. Das kann sich aber durchaus ändern. Bleib sensibel, d.h. zum Beispiel sprich ihn aktiv so wenig wie möglich auf Fußballspiele und Turniere an. Wenn er was erzählen oder reden möchte: prima. wenn nicht: Eben nicht.


    P.S. Mein Post hat sich mit TRpietros und Follkaos überschnitten, ich denke wir sehen das ähnlich. Günter hat es etwas drastisch ausgdrückt, aber im Grunde auch recht. Als 9jähriger hat er bisher "nur" Talent, lasst ihn sich als Persönlichkeit in Ruhe seinen eigenen Weg finden.

    Spontan fallen mir drei Dinge ein:


    1.
    Wenn Du gerade keinen besonderen Schwerpunkt hast, sind Spielformen gut, bei denen Du das Feld so groß wie möglich machst.
    Als rasenschonende Provokationsregel zum Beispiel:

    • max. 3 Ballberührungen: Dann hast Du sehr viele Positionswechsel und weniger verbissene Zweikämpfe auf engem Raum
    • auf 4 Tore (entweder auf allen vier Seiten eines oder zwei auf der Grundlinie weit auseinander)
    • Handballspiel, Tore dürfen nur mit dem Kopf erzielt werden (wird allerdings schwierig, das über einen großen Platz zu machen, weil die Wurfkraft der D-Jugendlichen kaum ausreichen dürfte)

    2.
    Torschussübungen (vielleicht sogar ohne Torwart, sondern als "Zielschießen" in die Ecken), wobei Du das Tor in regelmäßigen Abständen woanders hinstellst.


    3.
    Trainingseinheit zur systematischen Einführung der raumorientierten Verteidigung (sicher eher für eine ältere D geeignet und abhängig davon. wo Du mit den Jungs stehst)

    Aufwärmen

    "Trockenübung": Spieler stehen in definierten Abständen (seitlich und in der Tiefe, ca. jeweils 8m) und folgen den Bewegungen des Trainers, dabei sollten die Abstände möglichst gleich bleiben. (erst haben die Spieler keinen Ball, dann bekommen alle einen Ball). Du als Trainer bestimmst durch deine Bewegungen, wie gleichmäßig der Platz genutzt wird.


    Hauptteil:
    Theoretische Einführung
    dann Anlaufen einer Kette: ein Spieler mit Ball läuft locker vor der (Vierer)kette her, die Kettenspieler rücken entsprechend heraus
    Danach Spielformen Angreifer in Unterzahl (2 gegen 4), ggf. auch mal 3 gegen4


    Das Thema solltest Du dann aber in den nächsten Einheiten weiterverfolgen, sonst "verpufft" der Lerneffekt schnell. Diese Übungen würde ich nicht mal so "aus der Not heraus" machen, sondern nur wenn Du es ohnehin demnächst angehen wolltest.



    Was zu vermeiden ist: stationäre Übungen (z.B. Soccerrobics, viele Basis-Technikübungen auf engen Raum) oder Dribbel- und Passübungen mit hoher (Zweikampf)-Intensität auf engem Raum

    Hallo TW-Trainer,


    ich glaube, unser beider Hintergrund könnte kaum unterschiedlicher sein. Trotzdem möchte ich auf Deine Argumente etwas ausführlicher eingehen, denn ich denke, dass Du auch mein Statement gemeint hast. (ich hätte vielleicht darauf hinweisen sollen, dass ich bisher als Trainer noch nicht vor der "Umstellungsfrage" stand.)


    [Zitat]
    a. ballorientiertes Spiel nicht im Lehrplan zur C-Breitensportlizenz enthalten ist
    [Zitat Ende]


    gegnerorientiertes Spiel meiner Erinnerung nach aber auch nicht, zumindest nicht ausdrücklich. Ich habe meine C-Breitensportlizenz vor 2 Jahren gemacht, da kam der mannschaftstaktische Bereich vielleicht etwas kurz, aber ich kann mich an kein Unterrichtsmodul erinnern, wo "gegnerorientiert" gefordert oder gar ausführlich ausgebildet wurde.


    [Zitat]
    b. alle glauben, man könnte sich schon das bißchen Wissen autodidatisch mit etwas Lektüre aneignen
    [Zitat Ende]


    mein spezifisches Problem: Ich könnte genauso viel oder wenig qualifiziert auf Gegnerorientierung ausbilden. Meine aktive Kickerzeit liegt zu weit zurück, ich kann meine praktischen Erfahrungen mit Gegnerorientierung und Manndeckung nicht in "Ausbildung" umsetzen. Ich nehme den Begriff ""Ausbildung" in dem mir möglichen engen Rahmen relativ ernst, auch wenn es nur Spaß- und Breitensport auf Kreisniveau ist.


    [Zitat]
    c. auch heute noch eine Reihe von Landesliga-Teams eine Mischung aus ball- und gegnerorientiertem Spiel zeigen
    [Zitat Ende]


    s. meine Anmerkungen zu b


    [Zitat]
    Auch höre ich immer wieder als Argument: "es macht doch keinem Spaß, hinter seinem Gegner her zu laufen"!
    [Zitat Ende]


    Das gilt ja für die ausschließliche Reduzierung eines Spielers auf die Anweisung: "dem folgst Du notfalls auf die Toilette". Ich will auch gar nicht ausschließen, dass manchem Spieler das total viel Spaß macht oder ich einen einzelnen Spieler mal mit einer solchen Rolle betrauen würde (sei es um ihm Erfolgserlebnisse zu geben, ihm mal punktuell das Selbstvertrauen zu stärken, oder tatsächlich auch aus kurzfristiger Ergebnisorientierung (zur Mannschaftsmotivation). Ich möchte aber keinen Spieler perspektivisch für mehrere Jahre darauf ausbilden wollen. Ich selber war häufig der Manndecker. Das hat mir immer wieder "Erfolgs"erlebnisse im bescheidenen Rahmen gebracht, aber Fußballspielen kann ich leider bis heute nicht richtig.


    Ich finde einfach, ein Trainer muss genauso gut überlegen, warum er am gegenerorientierten Ballspiel festhält wie warum er auf Raumorientierung umstellt. Bequemlichkeit, Ahnungslosigkeit oder "fehlendes Spielermaterial" sind schlechte Argumente. Er ist ja ggf. auf gegenerorientiertem Verhalten auch kein besserer Trainer, oder?

    Zitat

    Nun stellt sich mir die Frage, da ich auch Torspieler-Training anbieten möchte, ob ich entgegen dem Rotationsprinzip agieren sollund die Spieler die Lust haben einzeln trainieren soll, oder ob ich das Mannschaftstraining ab und an mal verwenden soll, um jedenSpieler die Grundtechniken grob bei zu bringen.

    Hallo TRST,



    In den relativ aktuellen Themen Gemeinsames Kurzpapier für die Trainer der ersten Jahre und im Thread Keiner will ins Tor! gibt TW-Trainer dazu ein paar Tipps.

    Hallo Germancoach,


    für die Torschüsse kann man Variationen der Torschussübung nehmen, die ich als "Schneller 16er" kenne. Dann gibt man den Torschuss vor durch Ansage "mit Vollspann", "mit Innenseite", "mit Außenseite" etc.


    [Übungsbeschreibung:
    Zwei Mannschaften, von jeder Mannschaft steht die Hälfte der Spieler (Passgeber) mit Ball auf der Grundlinie (ein paar Meter neben dem Tor) und die andere Hälfte (Schützen) diagonal gegenüber im Feld in Schussdistanz (einschl. Anlauf, ohne Ball). Die andere Mannschaft verteilt sich entsprechend, nur auf der anderen Torseite und damit auch im anderen Halbfeld. Passgeber spielt Pass in einen definierten Zielkorridor, Schütze schießt aufs Tor, holt sich den Ball und wird zum Passgeber, Passgeber geht ins Tor, um den Schuss des anderen Teams zu halten, danach geht er in Schützen-Position.) Hoher Wettkampfcharakter (welche Mannschaft trifft zuerst fünfmal) und Training der Konzentrationsfähigkeit für jeden Spieler, dass er permanent die richtige Reihenfolge einhält Passgeber - Torwart - Schütze - Passgeber . . . , außerdem gleichmäßiges Training beider Füße, die eine Mannschaft schießt nur mit rechts die andere nur mit links, danach Wechsel]

    das ist die realität und hier sprechen mir zuviele blogger von "lass spielen wie barca...." ohne das zu unterfüttern.
    ist das also real oder fiction?

    Wenn sie spielen lassen wie "barca" kann es nicht "real" sein :D .
    (' Tschuldigung, konstruktivere Anmerkungen in Deinem Sinne habe ich mangels B-Erfahrung nicht).

    Zitat von »MichaMittelfeld«




    Germancoach: Heißt das, Deiner Erfahrung nach hätte sich meine D2 nicht nach 20 Minuten die Birne gerieben, wenn sie es mit weichem Ball seit der F mehr oder weniger regelmäßig geübt hätten?

    Nein, weil sie mit geöffneten Augen die korrekte Stelle öfter getroffen hätten.

    Da habe ich leider Pech, offenbar hat die entsprechende Vorbildung in F und E nicht in ausreichendem Maße stattgefunden - ich kann es aber bequem meinen Vorgängern in die Schuhe schieben :P