Beiträge von MichaMittelfeld

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    Ich bin beeindruckt: erste Trainerstation ab Sommer und Du beginnst jetzt schon mit den Vorbereitungen. Wirklich toll!


    Zur Kadergröße:
    Ich habe auch gerade eine D2 (Jahrgang 2000), Kaderstärke 12 Spieler, wir spielen in einer 7er Staffel (6 Feldspieler und 1 Torspieler). Die Kadergröße ist dafür ziemlich optimal
    Nächste Saison wird wohl bei uns im Kreis in allen D-Jugenden auf 9er gespielt, da sind wir dann froh, dass aus der E-Jugend 6-7 Spieler nachkommen.


    Wenn Paulwurf_Mauli in einer 9er Staffel mit 12 Jungs auskommt, siehst Du schon wie stark die ideale Kadergröße von der individuellen Kaderzusammensetzung abhängt. Ich würde mit unseren 12 Jungs ungern eine 9er Staffel spielen, weil wir einen Kader mit umfassenden schulischen Verpflichtungen, einem Langzeitverletzten und ein paar unzuverlässigen beim Training haben, die auch mal mit etwas weniger Spielzeit am Wochenende diszipliniert werden müssen.


    Wichtig bei der Frage nach der Kaderstärke ist auch, ob es einen Co-Trainer gibt. Natürlich kannst Du auch mehr als 12 Spieler alleine trainieren, aber es ist deutlich effektiver, wenn Du die Gruppe immer wieder teilen kann, zum Beispiel um viele kleine Spielformen (2 gegen 2 oder 3 gegen 3) einzubauen.



    Zur allgemeinen Vorbereitung bzw. Trainingstipps:


    Neben den Links von tobn, die absolut empfehlenswert sind: Schau Dir zur praktischen Umsetzung auch mal folgenden Thread an: Da geht es um die Erstellung und Umsetzung eines Trainingsplanes: Trainingsplan

    Mal eine Frage an Andre und an Germancoach:


    Ab welchem Alter würdet Ihr ein komplette Trainingseinheit zum Kopfball machen?


    Bei meinen D2 Jungs habe ich gerade eine Übung zur Grundtechnik gemacht - in der Halle mit Hallenbällen. (einer wirft an, der andere köpft zurück - einschließlich Grundtechnik als "Trockenübung" ("Fenster aufreißen"), Rollenwechsel und Korrekturen. Das war von Anfang an nicht als komplette Trainingseinheit "Kopfball" gedacht. Nach 20 Minuten hat' s dann auch gereicht, die ersten rieben sich den Kopf.


    will sagen: wenn eine komplette Trainingseinheit, dann dürfte aber die Zahl der tatsächlichen Kopfbälle trotzdem nicht zu hoch sein, oder? Bei Germancoachs Vorschlägen scheints mir ein bisschen viel zu sein (je nach Alter).

    Dieser Trainer hat Gewinndenkend gehandelt. Das halten bei einer B Jugend fast alle für richtig, ...ich nicht!


    Günter, in diesem speziellen Fall und Thread geht es nur um B-Jugend, selbst für Andre :-). Ob Stefan67 seine geäußerten Ansichten für alle Altersklassen hat, ist ja nicht gesagt.
    Klar ist Stefan67s Einstieg etwas abrupt und ungeschickt.


    Das soll von meiner Seite dazu aber reichen.



    Ich finde diesen Thread hochinteressant: Im Breitensport (ich habe es letzte Saison ansatzweise mit meiner C erlebt) ergeben sich aus den Leistungsunterschieden der Spieler durchaus Probleme: Die guten wollen auch "Erfolg" sehen (was das ist, bestimmen sie in dem Alter durchaus schon selbst) und es bedarf eines ziemlichen Drahtseilaktes des Trainers, alle bei der Stange zu halten. Wenn Du alle gleichmäßig spielen lässt, gehen die guten irgendwann zu einem Verein, bei dem sie sich die Umsetzung ihrer Ansprüche versprechen. Aber auch die "Schlechteren" willst du ja im Verein halten. Wenn Du dann auch noch eine ziemlich ausgeglichene Staffel hast, wird es mit dem Einsatz gegen schwächere Gegner schon schwierig.


    Ich weiß nicht, was die beste Lösung ist (ist auch für jede Mannschaft individuell unterschiedlich): Ich kenne aber die beiden schlechtesten Lösungen für einen Breitensportverein:


    1. "Bei mir geht es nur nach Leistung"


    2. "Bei mir spielen alle gleich"

    Wie korrigiere ich als Trainer?
    Am besten immer konstruktiv/positiv. Klappt leider nicht immer, vor allem nicht mit der angemessenen Ruhe und Zeit. Und selbst wenn ich mich für besonders geduldig und einfühlsam halte, ist der Spieler, der einen Sch....tag hatte, trotzdem total angenervt.


    Was korrigiere ich?
    Kommt auf den Schwerpunkt und Zeitpunkt an: Wenn ich Passen als Schwerpunkt habe, korrigiere ich nicht die fehlerhafte Schusstechnik (loben kann ich aber eine besonders gute Schusstechnik). Wenn ich einen taktischen Schwerpunkt habe, korrigiere ich nicht die Technik.
    Für ein richtige Korrektur muss ich idealerweise den kompletten Bewegungsablauf kennen oder analysieren: Beim Flachpass nutzt die richtige Fußhaltung des Schussbeines wenig, wenn das Standbein erst gar nicht in Position kommt: Also muss ich bei Anfängern erstmal die Fuß-/Beinarbeit korrigieren bzw. erarbeiten.
    Die Liste lässt sich natürlich beliebig fortführen


    Gibt es unterschiedliche pädagogisch wertvolle Ansätze beim Korrigieren?
    vermutlich schon - bin aber kein Pädagoge. Aber auch einem Laien fällt auf, dass einzelne Kinder/Jugendliche auf die gleiche Korrektur völlig unterschiedlich reagieren. Insofern muss ich versuchen, anlass- UND persönlichkeitsbezogen zu korrigieren.



    Welchen Anteil/Stellenwert bekommt das Korrigeren/sollte es bekommen?
    Dafür sind wir vermutlich da, oder
    :D . Solange es die Kinder weiterbringt und nicht demotiviert, sollte man auf Korrekturen nicht verzichten.


    Kleine Anekdote am Rand: Am Wochenende war in der "Welt am Sonntag" ein Interview mit Marco Reus. Der lobte an Lucien Favre die Detailversessenheit. Als Beispiel gab er an, dass Favre ihm den Tipp gegeben habe, bei Dribblings auch auf die Füße/Fußstellung des Gegners zu achten. Ich war ziemlich überrascht, dass das 1. einem Spieler dieses Formats noch nie ein Trainer gesagt hat und dass 2. ein Spieler dieses Formats so einen Tipp noch positiv registriert. Manchmal sind es wirklich banale Dinge, die einem Spieler im Gedächtnis bleiben und weiterhelfen



    Macht korrigieren Sinn/ist es immer sinnvoll?
    Natürlich/Natürlich nicht


    Was ist der Vorteil des Korrigierens/was ist der Nachteil?
    Nachteile könnten Demotivation sein oder Einbremsung der Individualität und Kreativität.

    P.S. Ich wundere mich, das dieses Thema hier nicht angeommen wird bzw. auf kaum Resonanz trifft. Andererseits auch normal, denn schließlich versucht da jemand die Ausbildungswelt im Kinderfußball -von der "Denke" her- restlos umzustellen

    Auch wenn ich noch keinen Beitrag zu diesem Thema verfasst habe, habe ich das Thema durchaus "angenommen" - sogar schon vor der Threaderöffnung! Ich denke über die von Dir gestellten Fragen regelmäßig nach, vor allem, wenn eine Übung, eine Trainingseinheit oder auch eine mittelfristige Verbesserung nicht so funktioniert bzw. eintritt wie erhofft). Das ist doch auch schon mal schön, oder?


    Du hast das Thema Mittwoch Nachmittag reingestellt und stellst Fragen, die sich in der Komplexität nur mit ziemlichen Aufwand beantworten lassen. Ich habe schon zweimal einen Beitrag angesetzt und dann wegen "zu speziell" bzw. als "Einzelfallbetrachtung" wieder verworfen. Abgesehen davon hatte ich mittwoch abend Training mit den Jungs und Donnerstag Abend auch keine Zeit. Und tagsüber - potzblitz - arbeite ich und schau meistens nur in der Mittagspause rein.


    Damit wir uns nicht missverstehen: Die Fragen sind richtig und wichtig - sogar essenziell für das Trainerdasein. Aber getreu meiner Signatur schaffe ich einfach zeitlich dazu keinen Beitrag, der meinen eigenen Ansprüchen genügt.

    Hallo Harp,


    ich sehe den Ansatz, beide Probleme zu lösen in einer regelmäßigen Rotation aller Spieler - jeder muss mal ins Tor. Ist in einer F auch noch selbstverständlich Dann kann der 1. Torwart gar nicht mehr anders als auch mal draußen spielen. Und der 2. Spieler muss nur ganz gelegentlich.


    Du solltest "Rotation" aber in Elternschaft und bei den Kindern kommunizieren. Mach ohnehin mal einen Elternabend (Ende der Winterpause ist ein guter Zeitpunkt), nicht nur wegen des Themas "Torhüter". Stell Deine Trainings- und Ausbildungziele dar, sag zur Not mal "DFB-Konzept" (da dürften die wenigsten Eltern was zu wissen und schon wirkst Du kompetenter) und bitte zu allen Themen die Eltern um Input. Sprich dann auch an, warum Rotation in der F total wichtig ist. Du wirst sehen: Der Großteil der Eltern wird Dir als vernünfitgem Betreuer ihrer Kinder vertrauen und ggf. sogar für Dich in den strittigen Positionen mitargumentieren. Zur äußersten Not (wenn es bei einem kategorischen Nein bleibt) kannst Du den 2. Torhüter auch komplett im Feld spielen lassen, weil er ja in dieser Saison schon ein paar mal im Tor war und sein "Rotationssoll" erfüllt hat.



    Ich kann aus eigener Erfahrung nur empfehlen: Auch sonst viel mit allen Eltern bei möglichst vielen Gelegenheiten (vor dem Training, nach dem Training, bei Turnieren, beim freien Abschlussspiel im Training) kommunizieren, über Trainingsplan und Ausbildungziele plaudern und positive Entwicklungen ihres Kindes hervorheben (darüber reden Eltern sehr gerne). Dann hast Du wichtige informelle Verbündete im Umgang mit schwierigen Eltern.

    Wenn die Spieler hingegen einfach nur wild durcheinander dribbeln, fehlt das Ziel, wenn sie nun langsamer dribbeln und dabei ins Gehen verfallen, wird es einfacher, der Ball ist leichter zu spielen und fliegt auch nicht so oft weg. Dabei verspüren sie als Übende auch keine unmittelbaren Nachteile. Und sie haben auch kein Ziel, an dem sie sich messen können. In der Folge beobachte ich, dass solche Übungen bei typischen Breitensportmannschaften unheimlich schnell an Tempo einbüßen. Bei talentierteren Spielern, die von sich aus Spaß an ihren technischen Fähigkeiten haben, sehen sie hingegen oft sehr schick aus, keine Frage.

    Hallo Tobn,


    Sir Alex beschreibt in meinen Augen ja nur den Grundaufbau: wenn ich die Übung mit meiner Breitensportmannschaft mache, dann wird sie ja zunehmend erweitert und ich schaffe Anreize, der Bequemlichkeit einiger Spieler entgegen zu wirken:


    Du verteilst im Übungsviereck verschiedenfarbige Hütchentore, die müssen durchdribbelt werden (und nie das gleiche hintereinander, ggf. gibst Du eine Farbfolge vor, dann können sich keine Spieler in eine entlegene Ecke verkrümeln). Wenn du keine Hütchentore sondern -dreicke/-quadrate aufstellst, kannst du direkt den Richtungswechsel nach links und rechts in unterschiedlichen Niveaus (je nach Seitenlänge der Dreiecke/Quadrate) üben. Als Variationen kommen in Frage: Ballführen nur links /nur rechts, Richtungswechsel nur nach links/nur nach rechts, verschiedene Techniken des Richtungswechsels und zum Schluss einen Wettbewerb: wer schafft die meisten Hütchen in einer Minute? Würde mich wundern, wenn da die Übung immer noch lahm aussieht.

    Viele Dinge, die hier angesprochen wurden kenn ich aus eigener Erfahrung. Vor allem das "Quatschen" beim Erklären einer Übungseinheit ist sehr störend - und nervenaufreibend. Prinzipiell versuche ich die Erklärung so kurz wie möglich zu halten und die Übung so einfach - aber abwechslungsreich wie möglich zu machen. Allerdings benötigt die Erklärung und Demonstartion eine oder anderthalb Minuten (Minimum).


    - Erklärung der Übung
    - Nenne des Schwerpunkts (warum ? worauf kommt es an ?)
    - Demonstration (nur 1 Durchlauf)

    Hallo UK,


    eins vorab - ich habe keine F-Erfahrung und großen Respekt vor allen die das machen. Meine Tipps sind also die eines F-Theoretikers:


    1. Konzipier die Übung nicht von Anfang so abwechslungsreich wie möglich, sondern lass die Spieler erstmal mit einer einfachen Übungsform (sozusagen der Grundübung) beginnen. Ich kann mich an eine Faustformel erinnern, dass die Ersterklärung nicht länger als 30 Sekunden dauern sollte (darauf wird in den Trainerlehrgängen im Kindermodul großer Wert gelegt) Du solltest dann nach und nach die zusätzlichen Elemente einbauen, die die Übung abwechslungsreicher gestalten. Die zusätzlichen Erklärungen laufen i.d.R. mit weniger Störungen ab, weil die Kinder sich bereits in der Übung den ersten Übermut abreagiert haben und zu Atem kommen müssen.


    2. Ich würde am Anfang auch noch auf den Punkt 2: Nennung des Schwerpunktes, worauf kommt es an? verzichten: Loslegen lassen und dann nach erst nach ein paar Minuten die ersten Korrekturen vornehmen (das können sogar am Anfang noch Einzelkorrekturen sein).


    3. schließe ich mich der Meinung der Vorredner an: Ein Co-Trainer wäre schon empfehlenswert.

    Uli Hoeness ist gestorben. Im Himmel steht er im Büro vom lieben Herrgott. Der sagt zu ihm: "Uli, Du hast dich um den deutschen Fußball in vorbildlicher Weise verdient gemacht, Du hast auch hier im Himmel Anspruch auf eine besondere Behandlung. Ich lasse Dir ein eigenes Haus zuweisen."


    Uli bezieht sein Haus - nix Besonderes, Typ Einfamilienhaus mit kleinem Garten. Er denkt sich: " Ich bin zwar aus München mehr gewöhnt, aber wenn das hier die Maßstäbe sind, soll es mir recht sein". Als er sich ein wenig im Liegestuhl ausruht, schreckt ihn laute Musik auf. Er schaut um die Ecke zum Nachbargrundstück: Auf einem großen Hügel steht ein fantastisches Schloss, an allen Türmen Wimpel des 1. FC Köln, aus Lautsprechern dröhnt "Unser Hätz schlägt för dä FC Kölle" und auf den saftigen Wiesen des Hügels grasen die Geißböcke Hennes I bis Hennes VII.


    Hoeness ist außer sich, rennt zum Chef ins Büro und legt los (zornesrot): "Was erzählst Du da für einen Sch.... von 'um den deutschen Fußball verdient gemacht'? Und dann krieg ich so eine Hundehütte, und der Overath hat ein herrliches Schloss!!??"


    Sagt der liebe Gott: "Wieso Overath, das ist mein Schloss"

    Hallo Günter,


    ich habe mit meiner D2 alle zwei Wochen eine kleine Halle für 1 h - bisher drei Trainingseinheiten, im ganzen Winter vermutlich nicht mehr als 6 oder 7.
    Zum Glück findet das Hallentraining parallel zum regulären Training (2 x/Woche) auf dem Platz statt, das in diesem Herbst/Winter noch nie ausfallen musste.


    Ich nutze das Hallentraining deshalb für 2-3 Dinge, die im laufenden Training zu kurz kommen: Mal ein bisschen Einwurftechnik, mal ein bisschen Kopfballtechnik, ggf. etwas Gymnastik. Ansonsten spielen wir viel: zum Aufwärmen z.B. Basketball, Völkerball, Handball oder Fußballtennis, danach viel Hallenfußball mit verschiedenen Provokationsregeln und unterschiedlichen Mannschaftszusammenstellungen sowie Futsal.


    Warum:


    Bisher kann ich im regulären Training den Trainingsplan verfolgen, nach dem wir jeweils über mehrere Wochen eine Basistechnik schulen und vertiefen. Das Hallentraining ist "on top", außerdem Samstags schon um 9.00 Uhr, deshalb möchte ich hier die Jungs auch möglichst viel spielen lassen, damit sie viel Spaß haben. Das Hallenspiel bei 5 gegen 5 in der kleinen Halle ist auch technisch anspruchsvoll genug, so dass ich da auch genügend "Trainingseffekt" sehe.


    Taktische Maßnahmen speziell für den Hallenfußball schule ich nicht, weil wir höchstens zwei Hallenturniere haben und mir die spielerische Anwendung der Technik sowie die Umsetzung verschiedener Provokationsregeln ohne große Diskussionen einfach wichtiger ist.


    Die Durchführung des Hallentrainings entspricht aber nicht meiner dogmatischen Meinung, sondern ist bedingt durch die spezielle Trainingssituation (milder Winter), die Hallenverfügbarkeit (nur alle 2 Wochen) und das Niveau der Mannschaft. Nächsten Winter kann das anders sein.

    Ich habe übrigens vor, mit einem Futsalball spielen zu lassen. Und evtl. noch einige andere Regeln aus dem Futsal zu übernehmen. Was haltet Ihr davon?

    Finde ich gut, gerade vor dem Hintergrund, dass das Turnier auch unter dem Fairplay-Gedanken stehen soll: Die stärksten Bolzer sind nicht automatisch die Erfolgreichsten, du minimierst das Risiko von Spielunterbrechungen durch Gesichtstreffer und der Fußball wird vermutlich auch ein bisschen schöner anzuschauen. Ob du Regeln des Futsals übernehmen kannst hängt von verschiedenen Dingen ab: Kannst Du zum Beispiel in Eurer Halle ohne Bande spielen? Habt Ihr schon eine Turnier- bzw. Spielordnung an die Mannschaften verschickt (dann ist es ein bisschen "blöd" wenn man noch Zusatzregeln hinterherkomunizieren muss).


    Ich wünsche ein schönes Turnier mit viel Spaß für alle Mannschaften und Besucher.

    Beim letzten Training? Das ist doch mindestens 2-3 Tage vor dem eigentlichen Turnier. Was soll denn da bei E1-Spielern hängen bleiben, das die dann auch tatsächlich am Turniertag umsetzen? Wenn Du Ihnen was zu den Ecken erklärst und sie erinnern sich am Spieltag tatsächlich noch gut daran, werden sie weniger Fußball spielen als auf die nächste Ecke warten.


    Ich sage meiner D2 drei Tage vor einem Spieltag oder einem Turnier nur: "Bis Samstag, bringt alle Bestform mit." Das war´s!


    Am Tag des Turniers:
    Wenn ich die Gelegenheit habe, ein bisschen Aufwärmtraining zu machen, achte ich darauf, dass die Jungs dabei das unterschiedliche Roll- und Springverhalten des Balles "erfahren".


    Ansprache
    Kurz die Besonderheiten: Tempo, Tempo, Tempo von Steini ist da ganz gut, damit die Jungs direkt wissen, hier geht es schnell, es gibt wenig Abwarten. Meiner Erfahrung nach ist kaum eine Mannschaft im ersten Spiel in der Lage, "ihren Fußball" umzusetzen, es sei denn, sie hat vor dem Turnier intensiv in der Halle für das Hallenturnier trainiert.


    Wie Steini weise ich auch darauf hin, dass kaum einer ein ganzes Spiel ohne Pause durchhalten wird und regelmäßig gewechselt wird. Ich informiere die Jungs in dem Zusammenhang auch darüber, nach welchen Richtlinien ich wechseln werde. Wenn ich doppelt so viele Feldspieler habe wie eingesetzt werden können, muss sich wirklich keiner schonen, um das Spiel durchzuhalten :)


    "Ball flachhalten" von Germancoach" ist auch o.k. als Erinnerung, aber nur wenn ich es bisher auch als Trainingphilosophie hatte, können die Kinder was mit anfangen.


    Aber nochmal: deine Frage war "Was dürfte da nicht helfen?" (bei einer "Theoriebesprechung" nach dem letzten Training vor dem Turnier ). Meine Antwort: Alles wird nicht helfen. Tut mir leid, so sehe ich das. Zumindest im Breitensport.

    Ich hatte die Auszeichnung als "bester Torwart" mit Absicht in den Thread "Fairplay-Preise" eingeführt, weil dieser Preis wie oben beschrieben auch "schlechtere" Mannschaften noch in den Genuss einer Auszeichnung bringen und damit etwas von dem Fairplay-Gedanken aufnehmen kann.


    Zitat von Don Quijote:
    Bester Torwart: Eine objektive Messmethode ist es sicher wie oben beschrieben, die Quote der gehaltetenen Schüsse zu ermitteln. Ist aber Aufwand, ausßerdem sollten beim TW auch noch andere Faktoren mitzählen: Verhalten bei Ballbesitz (Abwurf, Abstoß), Partizipation am Spiel...
    Zitat Ende


    Mindestens bis einschließlich E-Jugend (wahrscheinlich noch nicht mal D-Jugend) würde ich bei einem Torwart auf eine detaillierte Bewertung torwarttechnischer Details wie "Ausstrahlung", Fangtechnik, "Mitspielen" verzichten. Und ob die gehaltenen Schüsse nun schwer oder leicht zu halten waren würde ich auch nicht zu sehr analysieren - das führt einfach zu weit.



    Zitat von Coach Oliver
    Torwart hatte ich auch schon, da hast du das gleiche Problem. Wenn einer in einer
    guten Mannschaft spielt und kaum war darauf bekommt, wird er das auch nie.
    Zitat Ende


    Genau deshalb habe ich den Vorschlag ja im "Fairplay-Preis Thread" gemacht.: Es soll einen Spieler stellvertretend für eine Mannschaft treffen, die bei der Siegerehrung nicht so sehr im Vordergrund steht.
    Follkaos Einwand ist natürlich nicht ganz so leicht von der Hand zu weisen. Ich würde aber als Turnierorganisator den Preis nicht ankündigen.


    Wenn die Bewertung der Torwartleistung nicht zu dem von mir beabsichtigten Ziel führt, sollten wir die Diskussion um die Bewertung "bester Torwart" in einem anderen Thread weiterführen :) . Dann brauchen wir aber dringend auch einen Beitrag von TW-Trainer.

    Was ich mal sehr gut fand: Ich kenne ein Hallenturnier, da wird der beste Torwart gekürt. Die Turnierleitung notiert penibel die Quote der gehaltenen Schüsse .


    Das Tolle daran: Meistens "trifft" es einen Torwart einer Mannschaft, die in den Platzierungen eher weiter hinten landet, weil die ja besonders viel auf den Kasten bekommen haben.