Beiträge von Lubi

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    Für mich wiederspricht sich die Ausbildung von Persönlichkeitseigenschaften mit der nicht Ergebnisorientierten Denkweise. Ich glaube das es den meißten Trainern schwer fallen wird den Spielern die richtige Einstellung zu vermitteln, wenn er Ihnen jedes mal erzählt wie unwichtig doch Ergebnisse sind.


    Vor allem Herr Sammer hat in der Vergangenheit gesagt, wie wichtig die Psyche der Spieler ist...

    Das Problem was ich sehe, ist das wir als Trainern die Möglichkeit nehmen im Spiel zu gewinnen. Wenn ich in einem Turnier jedes Spiel einen anderen Torhüter aufstelle, ist es äußerst schwierig ein Spiel siegreich zu bestreiten. Ebenso spielen die meisten Mannschaften immer mit dem Selben Kader, daraus resultiert eine eingespielte Truppe und natürlich auch dementsprechend guter Fußball. Wir nehmen jedoch zu jedem Turnier andere Spieler mit, jeder spielt auf unterschiedlichen Positionen, ein Zusammenspiel wird aus meiner Sicht dadurch verhindert. Es ist aus erster Sicht nicht schlimm, möchte ich doch jedes Kind technisch für den höheren Bereich gut ausbilden. Doch wie oben schon erwähnt gehört zu der Ausbildung eines Fußballers auch zum großen Stück, die psychische Einstellung. Wenn Kinder immerwieder um die goldenen Bockwurst spielen, weil es im Turnier wiedermal zu 2 Punkten gereicht hat, frage ich mich ob ich dadurch nicht eventuell den größeren Schaden anrichte, den ich mit einer Leistungsorientierteren Aufstellung anrichte...


    Außerdem noch etwas. Vor knapp einem Monat habe ich einen Bewertungsbogen ausgeteilt. EIn Punkt darunter war, die Zufriedenheit mit der Spielzeit und die Gerechtigkeit der Spielzeit. Interessant war für mich, dass alle Kinder das System zwar als gerecht sehen, aber trotzdem alle eine 3/5 bei der Zufriedenheit der Einsatzzeiten angekreuzt haben. Bei uns spielen alle zu gleichen Zeiten, wir wechseln völlig unabhängig vom Ergebnis aus und beachten derzeit auch nicht das Talent oder die Leisutngsbereitschaft. Einige Kinder die geradeso vorwärts laufen können, sind aber trotzdem mit den EInsatzzeiten unzufrieden. Erinnere ich mich an meine Spielerzeit hätten diese Kinder im Punktspiel sehr wenige EInsatzzeiten bekommen. Nun geben wir aber auch diesen Kindern die Möglichkeiten zu spielen, aber Sie sind trotzdem nicht völlig zufrieden.
    Die Wertugn ist euch überlassen.


    Eine annähernd homogene Einteilung seitens des Vereins zu unternehmen, ist natürlich eine Möglichkeit, doch ich denke das auch diese Mannschaften ohne weitere Selektion schnell zur heterogenen Mannschaft wird. Wer unterscheidet denn wirklich welches Kind talentiert ist und welches nicht. Es wurde doch schon oft genug darauf hingewiesen, dass Kinder schnell riesige Leistungssprünge machen.

    Ist das Gewinndenken wirklich so falsch im Kinderfußball? Sind es nicht eher die Effekte die es auf den Trainer haben kann? Sicherlich verhindert das reine Ergebnisdenken eine gute Ausbildung.
    Positionsrotationen, Koordinationstraining u.a. würde der gewinnorientierte Trainer sicherlich vermeiden, da es kurzfristig keinen Erfolg bringt. Andererseits zeichnen Sportler doch auch ihre Persönlichkeitseigenschaften aus. Vermittle ich den Kindern durchweg, dass eine Niederlage kein Problem ist, gehe ich doch die Gefahr ein bei den Kindern einen Charakter auszubilden, der für den Leistungssport nicht förderlich ist. Die Unterscheidung von Breitensport und Leistungssport halte ich im Kinderfußball übrigens für unangebracht. Viele Vereine werden talentierte Sportler haben, die bestmöglich gefördert werden müssen.


    Kinder messen sich stetig am gewinnen, dieses Argument wird hier oftmals einfach so übergangen.
    Kinder sind auch nach Niederlagen traurig, nach kurzer Zeit haben Sie diese aber verdrängt. Was passiert aber wenn die Niederlage zur Gewohnheit wird? Eltern berichteten mir, dass Ihre Kinder zu Hause weinten. Ist dies alles nur durch die Eltern initiiert oder ist den Kindern ein Sieg einfach sehr wichtig?


    Sicherlich ist es nicht schön, dass einige Kinder auf der Bank sitzen. Aber müssen wirklich alle <Kinder die Gleiche Spielzeit bekommen? Strengt sich ein Kind im Training mehr an, als das Andere sollte es hierfür doch auch belohnt werden oder nicht?


    Die nächste Frage, entwickeln sich die begabten Kinder nicht besser wenn sie mit Gleichstarken spielen? Als Fußballer wissen wir alle, dass man gute Leistungen einfacher abrufen kann, wenn man Gute Mitspieler hat.


    Andererseits wer unterscheidet in diesem Alter überhaupt wer begabt ist und wer nicht? Einige Kinder machen einen riesen Entwicklungssprung.

    Ich denke aber auch hier gibt es wiedermal einen gesunden Mittelweg. Es gibt sicherlich manche Erfahrungen die man machen sollte, andere kann man aber vermeiden, indem man zum Beispiel Fachlektüre liest oder sich mit anderen unterhällt. Es klingt ja gerade so als sei die Ausbildung von Fußballern komplett dem Zufall überlassen. Die Erfahrung das eine glühende Herdplatte heiß ist, muss man nicht machen, es reicht wenn jemand einem das mal erzählt hat.


    Ansonsten wäre es wohl auch völlig unnötig als Lehrer knapp 7 Jahre ausgebildet zu werden. Soll der auch einfach seine eigenen Erfahrungen machen? Sollte man den Trainern nicht ein gutes Grundgerüst mit auf den Weg geben, so wie es der DFB macht und innerhalb dieser "Grundregeln" kann er sich frei entfalten?

    Ich denke das vor allem die angeprangert Fachliteratur oftmals so gut begründet ist, dass einem der "gute" Menschenverstand sagt das muss richtig sein.
    Daher verfällt man eventuell abundzu in die Richtung, so muss es gemacht werden.

    Ja ich sehe es auch so das jede Theoretische Annahme auf die eigene Mannschaft angepasst sein muss. Trotzdem bin ich der Meinung das man als Trainer wissen muss, was denn das Optimum wäre. Wenn ich mir dessen Bewusst bin kann ich anschließend immernoch sagen, nein für meine Mannschaften gelten andere Schwerpunkte. Weiß ich dies jedoch nicht, kann ich auch nicht bewerten ob eine Anwendung für meine Mannschaft in Frage käme.


    Ich kann den Kritikpunkt aber sehr gut nachvollziehen. Oftmals wirken Philosophien in Fachliteratur sehr sehr überzeugend. Wundervolle Argumente, alles logisch verpackt, wieso trainieren nicht alle so. Erst in der Praxis zeigt sich dann, wie groß die Differenz zwischen Theorie und eben dieser Praxis ist.


    Ich möchte nochmal dazu aufrufen eventuelle Taktikschwerpunkte im F-E Training anzugehen sind. Ansonsten kann auch gerne jemand den umgekehrten Weg gehen und schreiben was für Ihn auf gar keinen Fall dort hinein gehört.


    Auslassen würde ich zum Beispiel Gruppentaktik - HInterlaufen, Kreuzen

    Für mich habe ich jetzt mitgenommen, dass wir den Kindern die Erfahrung anbieten müssen, welche "taktischen" Grundregeln es gibt um ein gutes Fußballspiel zustande zu bekommen. Um sie später in Indivual, Gruppen und spter Mannschaftstaktik schulen zu können, müssen wir Ihnen ein ungefähres Grundgerüst mit auf den Weg geben, bzw. sich geben lassen.


    Dies versuchen wir vor allem durch Spielformen zu erreichen. Die Verhaltensweisen werden den Kindern durch offene Fragen nahegebracht, oder durch Lob von guten Aktionen. Macht ein Kind zum Beispiel das Spiel Breit, erhällt durch einen Seitenwechsel den Ball und schießt das Tore, ist dies herauszuheben.


    Grundregeln für ein "gutes Fußballspiel"


    korrekte Raumaufteilung bei eigenem Ballbesitz:


    - Spiel in die Breite
    } das Spielfeld groß machen
    - Spiel in die Tiefe


    bei gegnerischem Ballbesitz:


    - ballorientiert (Spiel eng machen)


    Diese Erklärung hallte ich vor allem durch eigene Erfahrung für sehr sinnvoll. Wenn wir unter Freunden ein Kleinfeldspiel machen, begreift trotz 15 Jähriger Vereinszugehörigkeit kaum einer das sich auch jemand in der Spitze anbieten muss.

    Begründungen für das Große Spielfeld:

    es stehen nicht 12 Mann in einer Hälfte---> der Ballführende hat mehr Platz
    dem Gegner fällt es schwerer den ball zu attackieren durch große Abstände
    das Freilaufen wird vereinfacht bzw. überhaupt erst möglich gemacht
    der Weg zum gegnerischen Tor wird kleiner


    eventuelle Spielformen: 3:3 auf 4 Tore

    Begründung enges Spielfeld:


    geringer Abstand zum Ballführenden---> schnellerer Zugriff einfacher Ballgewinn
    erhöhte Drucksituation für den Ballführenden


    Richtig geil wäre es, wenn jemand so einen Dialog zu den Themen entwirft, wie es bei kindgemäß trainieren von Horst Wein gemacht wurde.

    Nochmal ein paar weitere Intentionen meinerseits. Erstens und dies ist meinerseits ohne Wertung versehen, wurde mir beim Landesfußballverband gesagt, dass eine taktische Schulung in der G und F-JUnioren keinen Sinn macht.


    Dann eine Anmerkung zum Verhalten des Torhüters. Genau hier sehe ich das Ganze Problematisch. Zum einen halte ich sehr viel davon indem Alter jeden ins Tor zu stellen. Zum anderen gibst du deinem Torhüter eine Verhaltensvorgabe. Genau hier habe ich mich damals vertan. Ich achte sehr darauf das unser Torhüter sich vor allem bei der Ballbehandlung verbessert. Also sagte ich zu Ihm das er den Ball am Fuß behalten soll, wenn es möglich ist.


    Dann trat das ein, was ich in meinem ersten Post schrieb: Jede Taktische Vorgabe hat seine Ausnahmen, dies können die Kinder nicht erkennen und setzen somit die Vorgaben nicht situationsangepasst um.


    Unser Torhüter konnte nicht abschätzen, wann es möglich ist den Ball am Fuß zu lassen und wann er Ihn aufnehmen muss. So schoss er teilweise Bälle ins Aus, anstatt den Ball einfach in die Hand zu nehmen. Die Frage wäre nun, ob dieses Verhalten nicht auftritt, wenn man Ihm das Ganze durch offene Fragen näher gebracht hätte.


    Dann mein nächstes Thema. Wenn ich etwas über die Ausbildung vom FC Barcelona höre, dann schwingt jedes mal durch, dass den Kindern von Anfag an eine Spielphilosophie mit auf den Weg gegeben wird. Weiß jemand ein wenig mehr über die Ausbildung vom FC Barcelona oder hat eventuell einen Lektüretipp?


    Für mich ist das beeindruckenste am Spiel des Spansichen Meisters, die unglaubliche Ballzirculation. Durch Ihr geniales Freilaufverhalten
    schaffen sie es viele Situationen sehr einfach zu lösen. Für mich wäre das ein Ansatzpunkt im Kifu. Hier schreibt man den Kindern nichts vor, man versucht einfach nur die Kinder darauf zu bringen, wie wichtig das ständige freilaufen und anbieten ist.

    Ich denke im Bereich G - E Junioren macht es vor allem Sinn, wenn man die Kinder neu kennenlernt. Wer Fußball spielen kann, sollte dies den Kindern zumindestens auch mal zeigen. Dadurch steigt denke ich sofort der Respekt.


    Ansonsten spielen wir bei unserer E-Junioren auch desöfteren mit. Ich denke das hier vor allem das Wie entscheident ist. Der Trainer sollte lediglich Ballverteiler sein und keine schwierigenden Situationen durch seine Individuelle Klasse lösen.


    Im höheren Bereich bin ich zwar nicht tätig, aber meine aktive Zeit bei den Junioren liegt nicht allzu lange zurück.
    Ich persönlich halte es ab C-Junioren für Kontrproduktiv mitzuspielen. Auch hier kann natürlich nicht verallgemeinert werden.


    Im C - A Bereich, muss sehr viel im taktischen Bereich korrigiert werden. Ist man als Trainer auch gleichzeitig Spieler, kann einem eher etwas entgehen, was der Korrektur bedürfte. Alleinig die Position als Torhüter wäre für mich noch ein Kompromiss.

    Um den großen Text mal ganz kurz zusammenzufassen: Du bist der Meinung das auch Taktik im Kinderfußball eine Rolle spielt. Wir als Trainer bieten den Kindern weitere Handlungsmöglichkeiten für Ihr Fußballspiel. Es ist unsere Aufgabe die Kinder nicht zu instrurieren sondern hinzuführen.


    Ich bin definitiv in Erklärungen reingefallen, ich hatte es Anfangs mit offenen Fragestellungen versucht. Es ist aber denke ich wirklich eine der schwereren Aufgaben als Trainer, die Fragen kleinschrittig und somit auch verständlich zu formulieren.


    Ich hätte spontan zwei Anmerkungen. Ersten habe ich das Beispiel mit der Hand und der Faust auch schon versucht und finde metaphorische Ansätze auch ziemlich genial. Andererseits ist dein Beispiel eine Erklärung, sicherlich kindgerecht aber es wird den Kindern etwas vorgegeben. Eine Wertung dazu nehme ich nicht vor.


    Zweitens würde mich interessieren welche taktischen Aspekte du im F - E Juniorenbereich für Relevant hällst. Wir haben bisher das Thema Raumaufteilung genannt. Was haltet ihr davon den Kindern einen EInblick davon zu geben, was welche Position für Anforderungen hat. Oftmals erscheint mir diese Positionsrotererei etwas sinnfrei zu sein, wenn man nicht unterschiedliche Aspekte der Positionen vorgibt.


    Wir hatten im ersten E-Junioren Jahr, mal versucht zu klären wieso ein Dribbling in der Nähe des eigenen Tores nicht sinnvoll ist. Daraus leiteten wir ab, dass wir vor dem gegnerischen Tor risikoreicher spielen können, als vor dem eigenen. Ich habe dieses Thema versucht durch offene Fragen zu ergründen. Mitlerweile ist dies aber wieder in Vergessenheit geraten, sodass sich das Spielerverhalten eines Verteidigers kaum von dem eines Stürmers auf dem Platz unterscheidet.

    Individualtaktik sind für mich alle Trainingsziele dieser Altersgruppe (Dribbeln, der technische Pass, Ballannahme. -und Mitnahme, Ballstopp, Torschussvarianten, der Zweikampf ohne Erklärung des Ballablaufens und das Training in Spielformen, um u.a. den Technikteil verfestigen zu können.


    Den Teil habe ich wirklich anders in Erinnerung. Bisher sind Individualtaktiken zum Beispiel Verhalten im 1:1 defensiv, sowie offensiv; offene Stellung zum Ball usw. Die von dir oben beschrieben Fertigkeiten sind doch alle technischer Natur.Der DFB schreibt in seinem Konzept folgendes: Taktische Grundregeln für eine Raumorientierung und - aufteilung
    Das hat nichts mit Individualtatik zu tun.Haltet ihr es für sinnvoll den Kindern im Alter von 10 Jahren zu erklären, wie sie sich im Raum aufzustellen haben?


    Für mich wiedersprechen sich der oben genannte Punkt und folgender Punkt 1 : Fußballspielen lernen wie im Straßen - fußball in kleinen Teams und Feldern.

    Der Straßenfußball lebte aus meiner Sicht nicht hauptsächlich durch die Anzahl der Mitspieler, sondern durch das komplett uneingeschränkte Spielen. Nie wäre jemand im Alter von 10 Jahren, im Straßenfußball, auf die Idee gekommen zu reflektieren ob sein Handeln gerade Taktisch korrekt war. Man hat einfach gespielt und vllt. unterbewusst eine korrektur seiner Verhaltensweisen vorgenommen.Hier werden nun wieder einige kommen und von Provokationsregeln schwärmen. Ich möchte Fragen ob Ihr die Erfahrung gemacht habt, dass eure Kinder durch Provokationsregeln das Verhalten im Raum annähernd umgesetzt haben? Wenn dies der Fall sien sollte, würde ich mich über eventuelle Beispiele von Provokationsregeln freuen.

    Zum Thema Horst Wein: Aus dem Buch habe ich persönlich vor allem die Notwendigkeit von offenen Fragestellungen mitgenommen. Ich habe das 3:1 mit meiner E-Junioren versucht durch offene Fragestellungen durchzugehen. Im Endeffekt kam es mir total lächerlich vor, soetwas mit 10 Jährigen zu trainieren.Und ganz am Ende: Ich möchte hiermit in keiner Weise irgendjemanden Beeinflussen. Das hatte ich am Anfang und auch jetzt nicht vor. Ich möchte hier eine DIskussion zum Thema Taktik im Kinderfußball starten und die verschiedenen Meinungseinflüsse erfahren.

    Oder hast Du Angst, dass Dein Konzept prinzipiell falsch ist? Das hört sich für mich nicht so an.


    Doch genau hier besteht mein Problem. Ich möchte gerne beantwortet haben, ob Taktik im Kinderfußball überhaupt eine Rolle spielen sollte.
    Dazu habe ich verschiedene Argumente angebracht. Mein Hauptargument gegen die taktische Erklärung, ist das wir den Kindern Kreativität rauben und sie einschränken. Hierzu würde ich gerne Meinungen lesen, die diese These bestätigen oder wiederlegen.


    Deine Aussage wäre das perfekte Beispiel: Entsprechend versuche ich auch eher individual-taktische Verhaltensweisen zu vermitteln (z.B. wann angreifen, wann nicht).


    Aber ich frage dich wozu? Diese Erklärungen nehmen dir doch nur Zeit um technische Inhalte zu vermitteln. Das kannst du den Kindern doch auch noch in der D - A Junioren erklären. Viel zu oft sehe ich, dass Jugendliche in der C - A Jugend nicht dribbeln können und man sich als Trainer immernoch zum größten Teil um die Technikschulung kümmern muss. Ausserdem schrieb ich schon oben, dass ich das Gefühl habe, dass die Kinder deine Erklärungen nicht situationsangepasst umsetzen können (persönlicher Eindruck). Meinst du nicht das Kind wird sich Fragen, wie es sich jetzt richtig verhällt? Damit verhindere ich doch, dass die Kinder einfach befreit spielen.


    Es geht mir in meinem Thema um G - E Junioren. Dass ich in der D-Junioren Invidualtaktik vornehmen muss, stelle ich nicht in Frage.

    Taktik im Kinderfußball


    Ich weiß nicht wie oft wir schon über dieses Thema diskutiert haben, meist ist es aber beiläufig zu anderen Diskussionen entstanden. Ich möchte hiermit einen zusammenfassenden Thread eröffnen.
    Mich interessiert von jedem seine Meinung, vor allem auch um mir eine Eigene bilden zu können, die ich mit Überzeugung vertreten kann.


    Ich selber trainiere eine E-Junioren, aufgrund von Interpretationen von verschiedenster Fachliteratur und den Trainerscheinen, hatte ich mich entschlossen jegliche taktische Anweisungen beiseite zu schieben. Mitlerweile hinterfrage ich diese Einstellung. Hier meine Argumente gegen taktische Erklärung:


    1. Technik kann vor allem im jungen Alter trainiert werden, Taktik lässt sich jederzeit vermitteln.
    Daraus ergibt sich das jede taktische Erklärung Zeit raubt für die Vermittlung von Techniken.


    2. Der für mich wichtigste Punkt. Taktische Erklärungen bergen die Gefahr, die Kinder einzuschränken. Sie orientieren sich an den Vorgaben des Trainers und entwickeln keine eigene Spielidee. (Vgl. Handlungsanweisungen durch den Trainer) Auch die Entfernung vom so oft propagierten Straßenfußball ist hier sehr stark.


    3. Die Kinder verstehen die meisten taktischen Erklärungen noch gar nicht. Jede Taktische Vorgabe hat seine Ausnahmen, dies können die Kinder nicht erkennen und setzen somit die Vorgaben nicht situationsangepasst um.


    4. Welches sind grundlegende Taktik formen? Versuche ich mit den Kindern zu erarbeiten, wie wir uns bei ballbesitz Verhalten, muss ich auch vermitteln wie wir uns verhalten wenn wir nicht den Ball haben.
    Im Training viel mir aber vor allem in den Abschlussspielen immer wieder auf, dass sich die Kinder an einem Ort anbieten, das Spielfeld nicht groß machen und somit kein gutes Spiel zustande kommen kann.


    Immer wieder komme ich ins Grübeln. Der hier ansässige DFB Stützpunkt erklärt den Kindern das Spiel in Breite und Tiefe. Mein nächster Schritt war es zum Landesfußballverband zu gehen und einen aus meiner Sicht hochkompetenten Trainer nach seiner Meinung zu fragen. Auch dieser erklärte mir, dass er als damaliger Stützpunkttrainer den Kindern taktische Grundformen erkläre.


    1. Er meinte, dass wir nicht erst in der C-Junioren anfangen können den Jugendlichen zu erklären die sie das Spiel bei eigenem groß machen müssen und bei gegnerischem Ballbesitz eng.


    2. Auch in den DVDs der Münchner Fußballschule werden taktische Erklärungen propagiert. Aber lediglich durch Spiele. Hier würde ich doch deutlich hinterfragen, ob dies möglich ist. Wir spielen sehr viel im 3:3 auf 4 Tore. Ohne dazugehörige Erklärung würden die Kinder nie auf die Idee kommen das Spiel breit anzulegen.


    3. Auch beim DFB steht die Vermittlung von Taktischen Grundformen im Konzept. Daraufhin habe ich eingelenkt und in der Kreismeisterschaft versucht zu vermitteln, wie wir uns bei eigenem Ballbesitz verhalten. Mir war es bei den Erklärungen, welche ich teils durch offene Fragen versucht habe, aber auch durch zeichnerische und verbale Erklärungen, wichtig dass die Kinder meine Vorgaben verstehen. Das Endprodukt war die größte Katastrophe meiner noch jungen Trainerkarriere. Wir spielten schlechter denn je. Das erste Mal schied bei uns eine E1 in der Vorrunde der Kreismeisterschaft aus. Die Kinder trauten sich nicht hinter der Mittellinie anzubieten. Daher versuchte ich immer wieder zu korrigieren. Ich hatte mir nach dem Gespräch mit dem LFV vorgenommen, die taktischen Inhalte zu erklären, aber nicht auf ihre Einhaltung zu pochen. Im Endeffekt muss ich zugeben, dass ich mich auf genau diese Korrektur fokussiert habe. Nachdem die Kinder sich dann aufgrund meiner Angriffe in Briete und Tiefe anboten, fehlten ihnen Freilaufbewegungen um den Ball zu erlangen. Durch die große Grundaufstellung, wurden wir natürlich anfälliger für Angriffe und verloren somit viele Spiel haus hoch.


    Alles in allem interessiert mich eure Meinung zum Taktik im Kinderfußball. Schreibt mir eure Argumente. Ich war nicht in der Lage, das Thema kürzer zu fassen.

    hier ist der fertig entworfene Fragebogen


    Hinweise von mir/ meine Fehler


    Ich habe den Bogen auf der Weihnachtsfeier ausgeteilt und den Kindern gesagt, Sie sollen diesen zum neuen Jahr ausgefüllt mitbringen.
    Klüger wäre wohl gewesen, die Fragen sofort zu beantworten. Dadurch wird keine EInflussnahme durch die Eltern vorgenommen.


    Desweiteren habe ich durch gehörigen Zeitdruck versäumt den Bogen richtig zu erklären. Ich bin gespannt was herauskommt.


    Der Schreibfehler in der Überschrift ist mir bewusst.

    Nochmal zum Feedback der Spieler. Ich habe meinen Dozenten an der Uni freundlich gefragt, ob er mir ein paar Hinweise zu diesen Evaluationsbögen geben kann. Im Endeffekt hat er mich gebeten, ihm den Fragebogen rüberzumailen.


    Hier eine kurze Zusammenfassung seiner Kritik:
    Die Bewertungsskala von 5 Smileys ist nicht gut gewählt, 6 sind besser. Themenartige Sortierung der Fragen. Und meine Schwierigkeiten bestehen beim letzten Punkt, neutrale Formulierung des zu erfragenden.


    Ich hatte vorher Aussagen genommen, die meißt positiv für den Trainer formuliert waren. Nach der Kritik habe ich mein System über den Haufen geworfen und Wortgruppen gebildet. Einige Wörter und Wortgruppen sind aber schlecht formuliert. Ich wäre euch sehr dankbar, wenn jemand bessere Formulierungen findet. Sollte jemand darüberhinaus noch Punkte haben, die für Ihn unbedingt in einen solchen Fragebogen gehören, dann schreibt das bitte auch.


    Hier meine Kategorien:

    Zum Training


    Spaß und Freude


    Abwechslung

    Erschöpfung


    Möglichkeiten zum Ausprobieren


    Ernsthaftigkeit


    eigene Fortschritte

    Zum Trainer


    Umgang mit Lob


    Verständlichkeit der Erklärungen

    Einschätzung meiner Fähigkeiten


    Pünktlichkeit


    Ehrlichkeit


    Verlässlichkeit


    Fußballbegeisterung


    Hilfestellungen

    Interesse am eigenen Fortschritt





    Zu den Punktspielen


    Freude an Punktspielen

    Einladungssystem zu den Punktspielen
    Spielzeit in Punktspielen


    Die offenen Fragen:


    1. Frage: Wie gut gefällt es dir in deiner Mannschaft? Bitte gebe eine Note von 1 = sehr gut, bis 6 = sehr schlecht 2. Frage: Was gefällt dir besonders gut?
    3. Frage: Was gefällt dir überhaupt nicht?
    4. Frage: Welche Veränderung wünscht du dir für das Neue Jahr?
    5. Frage: Wieso üben wir im Training das Jonglieren?



    Ich habe jetzt alle Punkt die mir gar nicht gefallen mit einer anderen Schriftart makiert.

    Bei uns wird ebenfalls nach Jahrgängen eingeteilt. Das die Differenzierung im Individaultraining keine Rolle spielt, !empfinde! ich anders.
    Wie Tirus gerade beschrieb, einige Kinder spielen erst seit sehr kurzem Fußball. Genauso ist es derzeit bei mir. Wir haben Kinder, die jetzt mit dem 10 Lebensjahr das erste mal in einem Verein Fußball spielen. Andere dagegen spielen seit der G-Junioren. Denen kann man aus meiner Sicht nicht die gleichen Aufgaben stellen. Meißt würde der eine Unter und der andere Überfordert sein.


    An Tirus: Ich möchte einen anderen Weg gehen. Meine Intention war es den Kindern zu erklären warum wir im Training unterschiedliche Gruppen bilden und diese unterschiedliche Aufgaben bekommen. Die Kinder wissen dann was Phase ist. Ich denke im Normalfall werden sie es auch ohne Erklärung verstehen. Nur dann wird es dir von den Kindern negativ ausgelegt. Was hälst du davon?


    Zu den Jonglierzahlen. Die 100 Werte kommen Zustande, weil diese Kinder zeitgleich bei Hansa Rostock trainieren. Diese haben als Aufnahmetest unteranderem Jonglieren. Da dies einfach zu üben ist, verbringen die Kinder sehr viel Zeit damit. Ich wollte damit also nicht meine positiven EInflüsse als Trainer darstellen.

    In der letzten Zeit werden die Leistungsunterschiede zwischen unseren Kindern immer deutlicher. Bestes Beispiel Jonglieren.
    Wir haben 19 Kinder. Ich habe die Mannschaft in 3 Leistungsgruppe unterschieden. Die Besten sind 5 Kinder. Diese schaffen alle zwischen 80 und 105. Die mittlere Gruppe befindet sich zwischen 30 und 70. Und die dritte freut sich bei einer zweistelligen Zahl.
    Mit dem schwachen Fuß schafft der besten 28. Der schlechteste bekommt weiterhin nicht den Ball hoch.


    Wir trainieren derzeit das Dribbling. Die letzten 2 Wochen habe ich versucht abkappen zu trainieren. Mit den Leistungsstarken hat das auch wunderbar funktioniert. Aber die anderen 10 Kinder konnten diese Bewegung nicht ansatzweise umsetzen.


    Daher meine Fragen. Ist es sinnvoll und machbar die Mannschaft immerwieder aufzusplitten und den Kindern
    verschiedenen Aufgaben mit verschiedenem Schwierigkeitsgrad zu stellen.