GC, danke für Deine Erklärung.
Es ist ein Unterschied ob ich
a) methodisch zu Ausbildungszwecken Umgebungsbedingungen/Übungsformen schaffe, die den Kindern helfen schneller, besser zu lernen, z.B. gibt es das Überkorrekturprinzip bei Fehlern in der technischen Ausführung. Beispiel: Würde ein junger Spieler z.B. bei einer Ausfallschrittfinte die Gewichtsverlagerung nicht g'scheit hinkriegen, kann man sich als Überkorrektur was überlegen, wo er "zuviel des Guten" machen muss um zu "spüren" wie es ist, dass Gewicht richtig zu verlagern.
Oder ob ich
b) im Training Wettkampfbedingungen bzw. darüber hinaus gehende Anforderungen simuliere um in einem konkreten Wettkampf ("Spiel") besser zu sein. "Wettkampfhärte" wird oft in diesem Zusammenhang gebraucht. Das ist aber wie schon erwähnt ein Thema aus dem Leistungssport und ist im Breitensport (bis auf Graubereiche) nicht Zuhause. Beispiel: Ein Landesligist könnte in der Vorbereitung sowas wie ne "Leistungssportwoche" einlegen: 7 Einheiten auf dem Platz, 4 Konditionseinheiten und 3 Krafteinheiten. So ein "Trainingslager" kann ich mit zwei Wochen gesteigertem Training vorbereiten und mit einer Wochen regenerativ nachbereiten, insgesamt also einen 4 Wochen Block anbieten. Das ist dann eine deutliche Überbetonung des Gesamtumfangs wie die Mannschaft das normal gewohnt ist.
Meine Frage zielte darauf hin ab was von Beiden Du eigentlich meinst - ich bin mir da immer noch nicht sicher.
Meinst Du a), dann kann man aus meiner Sicht die Frage nur seriös an dem ganz konkreten Problem (Schwierigkeit des Spielers) beantworten. Individueller geht es kaum, denn was für das eine Kind passt, überfordert das andere völlig. Das ist eine Vor-Ort Angelegenheit.
Meinst Du b), dann kann man aus meiner Sicht die Frage nur seriös beantworten, wenn man über ein ganz konkretes Trainingsziel spricht.
Also die Stimmen die hier sagen: "Butter bei die Fische" haben schon nicht unrecht, denn Allgemeinplätze helfen ja keinem weiter.
Was man auf jeden Fall nicht aus den Augen lassen darf ist, dass solche "Überreize" im Fall b) unbedingt in die Periodisierung passen müssen, sonst ist der negative Effekt größer als der Positive.
