Beiträge von penaten

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    Und, ist er gewechselt? Und haben die Modalitäten (3 Monate Sperre bei Wechsel) bei der Entscheidung eine Rolle gespielt?


    Grüße
    Oliver


    Nein, wir sind nicht gewechselt.. hatte mehrere Gründe
    1.) mein Kind ist erst 8 Jahre und hat alle seine Freunde im Verein und sehr viel Spaß
    2.) Auch wenn er gerne wie Ronaldo spielen würd, hat er eher keine Ambitionen Profi zu werden.
    3.) der besagte Verein hat in dem Jahr alle guten Spieler des Jahrganges geholt.. von den alten Spielern sind nur 7 geblieben, von den 14 geholten sind nach 6 Monaten auch nur noch 7 dort.. den Rest hat man wieder verliehen, bzw. zum Stammverein zurück geschickt.
    4.) Ich wollte ihm diesen Leistungsdruck, den er dort hätte, nicht aussetzen. Dort wird man schnell aussortiert und richtige Freunde im Team hat man auch nicht (weil wenn einer besser ist als man selbst muss man gehen- also sind es alle Konkurrenten). Er soll Spaß haben und nicht Angst vor Fehlern haben.

    Oh…. was heißt geben wird.. das gibt es schon..


    Selbst erlebt… mein Sohn wird nicht von mir trainiert… bei einem Spiel kommt ein Scout - von einem der drei großen Vereine in unserer Gegend - zu mir als Vater.. „ihm gefällt mein Sohn, er hat sehr viel Potential und glaubt, dass seine Individuelle Klasse bei ihnen durch gezieltes Einzeltraining viel besser gefördert werden kann. Da ich ja sicher schon meinen Jahresbeitrag im Verein gezahlt hab, wird er dafür sorgen, dass ich beim neuen Verein den Ausbildungsbeitrag in der Höhe von ½ jährlich 220,00 nicht mehr bezahlen brauch. Eine Erstausstattung Trainingswäsche, Trainingsanzug und Tasche ist auch drinnen… also hätte ich mir schon mal 300,00 Euro erspart…

    Wenn Kinder außerhalb der Übertrittszeit ohne Ablöse wechseln, hast innerhalb kürzester zeit Spieler die in einem Jahr bei 6 verschiedenen Vereinen sind. Die werden wegen jeder Kleinigkeit wechseln. z.B… Trainer hat Sohn ausgetauscht... wechsle am Montag sofort zu einem anderen Verein…
    bei mir (Großstadt) haben wir schon genug Kinder die mit 10 12 Jahren schon bei 4 verschiedenen Vereinen waren!!!!!…
    Auch wenn es vielen nicht gefällt, aber in gewisser Weise schützt eine Ablöse auch das Kind davor, von überehrgeizigen Eltern von einem zum anderen Verein geschleppt zu werden.

    Frag mal deinen verein wo er alles Kauft. werden ja was für die KM auch brauchen


    Trainingshilfen kaufe ich beim Teamsportbedarf.de. hab dort in den letzten jahen schon über 400 euro liegen gelassen, dank meiner eltern die brav gutscheine besorgt haben von dort.

    Du sagst ihnen: „das Runde“ – zeigst dabei auf den Ball – „muss ins Eckige“ – dabei zeigst du auf das Tor in das sie schießen sollen – und dann sagst du „und in der Halbzeit müssen wir dringend nochmal darüber reden“ :D


    Na ernsthaft.. lass sie spielen und schau was dabei rauskommt. Gelegentlich musst einen aufwecken aber es wird dir viel Spaß machen.

    Ich hab mir den "soccer creator pro" seit letzter Woche auch zugelegt.. Für meine Anwendung vielseitig und mehr als ausreichend. Bin ursprünglich den von "easy2coach" gewohnt. Der ist natürlich noch um einiges vielseitiger aber für mich reicht es. Es gibt auch noch „easy sport graphics“


    Hab lange überlegt welchen ich nehmen soll. Hab mich dann aber für den kostengünstigeren entschieden.

    Ich kann mir vorstellen, dass es eine sehr schwere Entscheidung ist. Aber wenn ich mir alles hier noch einmal durchließ, komme ich leider nur zu einem einzigen Ergebnis.


    Hör lieber auf!


    Denn wenn du ehrlich bist, es wird sich nichts ändern. Du wirst in regelmäßigen Abständen immer wieder damit konfrontiert werden. Du wirst nie wieder in Ruhe arbeiten können mit den Kindern.


    Mir wäre der ganze Ärger es nicht wert. Es ist ein Hobby und soll Spaß machen. Wo bleibt der Spaß, wenn du jedes Mal bevor du am Platz gehst einen mulmiges Gefühl im Bauch hast? Du verlierst dabei nur selber die Freude, und wenn du keine Freude mehr hast, wie sollen dann die Kinder bei dir Freude haben?

    Ich befasse mich selber mit der Jugendausbildung des FC Barcelona.Ich will kein Fan sein,sondern einer,der verstehen will,wie das "Imperium" FC Barcelona funktioniert.Hierfür war ich sehr oft in Barcelona um mir einige Jugendspiele anzuschauen.In der Tat ist es so wie es alle erwarten.Im Nachwuchs des FCB gibt es 3 klare Punkte in der Philosophie: Habe immer den Ball,Spielt alle mutig Offensiv nach vorne und schaltet schnell um nach Ballgewinn/Ballverlust.Selbst die Taktiken sind ganz klar aufeinander abgestimmt.Im Kleinfeldbereich,wo übrigens schon sehr früh mit Abseits gespielt wird,gibt es eine 3-2-1 Grundordnung,wobei die 3 Verteidiger Defensiv klar auf einer Linie agieren und Offensiv mit nach vorne stürmen.Deutlich zu sehen auch,das die Jugendteams so früh wie möglich den Ball gewinnen sollen und sich alle Spieler beteiligen müssen an den Offensiv-Aktionen.
    ...


    von der philsophie fast die gleich wie meine, nur das ich 3:3 spiele =)


    nur muss ich mich mit streiteren bei einem 3:3 befassen, mit Kindern die sich noch immer lieber die Flugzeuge am Himmel ansehen als auf den ball zu schauen etc... .

    Danke


    Ich steh heuer auch vor der Entscheidung meine 2003er nach 3 Jahre abzugeben oder noch ein Jahr zu machen. Ich weiß auch nicht was ich machen soll


    Auf der einen Seite reizt mich was Neues. Ich würd gerne wieder eine kleine G übernehmen und ihnen die Liebe zu dem Spiel vermitteln. Sehen wie sie sich freuen bei der kleinsten Verbesserung.


    Auf der anderen Seite hab ich jeden einzelnen meiner Jungs ins Herz geschlossen. Sie einem anderen anzuvertrauen wird nicht leicht sein.


    Ich hab mir bis zum Winter Zeit gegeben mich zu entscheiden.

    Also den Spitz bekommst du leicht weg. Lass sie ohne Schuhe schießen. Dafür ist die Halle gut geeignet.


    Angst vor den Ball nimmst du ihnen (zb. beim Kopfball) indem du einen weichen Ball nimmst. Volleyball oder Schaumstoffball.


    Viele koordinative Übungen mit dem Ball machen. Da empfehle ich die DVD der Münchner Fußballschule. Die kann man fast alle für die Jungs in abgespeckter Version machen.


    Viele Wiederholungen machen, Tannenbaumlauf, Zick Zack lauf sind Endlosübungen.


    Wirst sehen das geht dann relativ schnell

    überlegen, ob man zuerst jemand von sich runternimmt, oder doch die ein oder andere Vorgabe
    macht.
    Bis zu deinem Beitrag fand ich das mit den Vorgaben nicht schlecht, gebe dir aber für eine
    F Jugend Recht, dann lieber einen runter.
    .


    Ich hab das mal gemacht. Bei 6+1 in einer U8 hab ich beim Stand von 6:0 und eindeutiger Überlegenheit einen runter gegeben bei 7:0 hab ich Vorgaben verlangt. Bei 9:0 hab ich wieder einen runter gegeben und spielte 4+1 statt 6+1 und das in den ersten 8 Minuten.


    Als erster haben sich meine Kinder bei mir beschwert, ich sei unfair und sie wollen Tore schießen. Dann hat sich der gegnerische Trainer beschwert, dass ich seine Kinder nicht ernst nehme und mich mit der Aktion über die Spielstärke seiner Kinder lustig mache. Dann kam mein Jugendleiter zu mir auf das Feld und hat mir gesagt dass ich das nicht machen kann. Ich solle den Gegner respektieren und mit der ganzen Anzahl an Feldspieler spielen.


    Ok das hab ich dann halt wieder gemacht. Hab 30:0 gewonnen. .. ich hab von außen alles Mögliche gemacht um kein Tor mehr zu schießen. Aber wenn es einmal läuft, dann läuft es selbst beim kleinen dicken Pauli, der hat 6 Tore gemacht.


    Im Nachhinein betrachtet stimmt es. Die Kinder haben das recht viele Tore zu machen. Schießen halt die die Tore die normalerweise eher wenige schießen.

    Also ich würd das nicht weiter ansprechen und die Jungs in Ruhe lassen.


    Hab einen Spieler bei mir in der U10, der weit über jeden einzelnen zu stellen ist. Technisch 1A, sehr große Übersicht, tolles Spielverständnis, 100% Chancenverwertung, Verspielt mit dem Ball, kann Übersteiger im vollem Lauf, Matthew Finte, Weitschüsse aus 15 bis 20m ins Kreuzeck! Aber gewollt. Ich übertriebe nicht, der junge kann wirklich sehr viel.… im Training aber nur! Im Spiel hat er nicht mal 50% von dem gezeigt, dass er wirklich kann.


    Hab ihn seit der U8 halt immer wieder eingesetzt und einfach spielen lassen. Im Training sein können hervorgehet und ihm erklärt das er einfach alles kann und sich noch mehr trauen soll.. ohne ihn jetzt unter Druck zu setzen, in der Hoffnung irgendwann wird ihm der Knopf aufgehen.


    Gesagt getan. Ihm ist der Knopf aufgegangen oder sagen wir lieber, er hat eingeschlagen wie eine Bombe.


    Ich wollte ihn jetzt rauf in die u11 schicken, weil er selbst dort zu den Besten gehören würde. Vater und Kind wollen nicht. Vater –selbst Fußballer und Trainer- denkt nicht, dass er dort oben mehr lernen kann als bei mir. ist doch nett oder


    Also Geduld haben, einfach einsetzen, im Training für Erfolgserlebnisse sorgen und auf allen Positionen einsetzen.

    Ich finde nicht dass Günter so danebenliegt. Aber ich find auch nicht dass ihr anderen so danebenliegen.


    Die Art wie man Kinderfußball in der Praxis ausübt, hängt viel vom Umfeld, und natürlich von den Kindern ab.


    Vorweg: für mich ist das wichtigste, dass die Kinder Spaß haben. Ich will das möglichst vielen Kindern dem Sport lieben und im Alter dem Fußball treu bleiben, egal auf welche Art und Weise. Ob jetzt als Zuseher, Trainer, Spieler, Funktion oder Sponsor. Das ist die Hauptaufgabe eigentlich.


    Ich versuche möglichst gerecht die Spielzeiten auf alle gleich zu verteilen. Da ich 2 Mannschaften bei 23 Kindern habe, tue ich mir da natürlich sehr leicht Woche für Woche alle gleichviel spielen zu lassen.


    Ich finde, dass es wichtig ist für ein Kind, mit Kindern zusammen zu spielen und gegen Mannschaften zu spielen die auf demselben Leistungsniveau sind. Weil es da viel mehr Erfolgserlebnisse hat und dadurch das Selbstbewusstsein steigert. Es hat viel mehr Ballkontakte und muss viel mehr Verantwortung im Spiel übernehmen. Es entwickelt sich besser als wenn es sich hinter leistungsstärkere Spieler versteckt.
    Das bezeichne ich dann als Alibi Kinderfußball ein Kind einzusetzen nur damit es am Platz steht ohne die Möglichkeit eines Ballkontaktes, nur damit ich sagen kann: „ich habe alle eingesetzt“.


    Viele reden davon, es ist so wichtig das Kinder frei spielen wie früher im Park. Das ist im Grunde ja richtig, aber das muss man genauer definieren.
    Wie war es den früher im Park bei uns… Da hat es mal die echt guten Kicker gegeben. Die haben die Mannschaften eingeteilt. Warst nicht gut oder zu klein, haben sie dich ins Tor gesteckt oder du hast von draußen zusehen müssen. Gespielt hast nicht wirklich.
    Also hat man sich eine Gruppe gesucht mit kleineren, schwächeren Kindern wo man mitspielen konnte und wo man da eher einer der besseren war. Dort hat man dann selber die Mannschaften eingeteilt. Dort hat man aber auch gespielt und viel von dem ausprobiert, dass man bei den besseren abgeschaut hat. Lang genug hat man dort ja zusehen können. Und so ist man durch das viele Spielen mit Kindern in derselben Leistungsstufe besser geworden.


    Ja ich bin der Meinung: Kinder werden nur besser und haben Spaß wenn sie viel spielen und dabei viele Erfolgserlebnisse haben. Das werden sie aber nur bekommen wenn sie gegen Kinder spielen die in etwa auf demselben Niveau sind wie sie selber. Mit dem gewonnen Selbstbewusstsein steigert es sich und kann gegen Leistungsstärkere Kinder spielen und von diesen lernen. Ich halte nichts davon Kinder bei einem Freizeitsport zu überfordern.


    Wie definierst du "schwache" und "starke" Gegner? Welches sind die schwächeren Gegner, wo die schwachen Spieler eingesetzt werden? Meinst du nicht, dass die meisten Trainer einen "schwachen" Gegner nach dem Ergebnis einordnen, erwartetes Ergebnis 10:0 oder 6:0 oder 2:0? Wie oft spielt man denn gegen "schwache" Gegner und wir oft gegen "starke"? Was machen wir denn gegen Gegner auf Augenhöhe, spielen da auch nur die Starken? Das sind Vorlagen für gewinnorientierte Trainer, die das nicht so organisieren können wie du und ergebnisorientiert in "stark" und "schwach" einteilen.


    Bei uns gibt es ab der U8 spiele in Meisterschaftsmodus. Ergebnisse werden aber nicht gewertet. Da spielt man mit Hin und Rückrunde. Da weiß man schon nach 1 -2 Jahren wer in dem Jahrgang eine gut Mannschaft hat.


    Wer ist eine gute Mannschaft: Viel hängt einmal von den Kindern ab. Es gibt Kinder die in ihrer Entwicklung halt weiter sind als andere und welche die noch Zeit brauchen. Dann natürlich wie der gegnerische Trainer spielen lässt - Kick and rush oder mit spielaufbau.
    Da man sich auch oft bei Turnieren etc sieht, kann man es relativ gut einschätzen ob es ein Spiel auf Augenhöhe oder eher einseitig wird.


    Wenn ich z.b meine defensive verbessern will, spiele ich bewusst anders. Da spielen meine schwächeren eher gegen die Stärkeren und umgekehrt. Ich spiel seit heuer viel mit Vorgaben. Das ist aber kein Problem für die Kinder.


    Mit einigen Trainern bei uns kann man sich vorher telefonisch absprechen. Da wird auch mal schnell so umgestellt, dass das Spiel nur unentschieden ausgehen kann. Manche Trainer sind aber so erfolgsorientiert, der verweigert sogar den Händedruck wenn seine Mannschaft verloren hat.

    Frage: bin ich ein schlechter Kindertrainer wenn ich gegen starke Mannschaften eher nur mit meinen stärkeren Kindern und gegen schwächere Gegner eher nur mit meinen weniger guten Kindern spiele? Beide aber gleich viele Spielzeiten bzw. Spiele haben!


    Ich finde nicht, weil ich nichts davon halte schwache Kinder gegen Stärkere spielen zu lassen. Die werden von denen nur Vorgeführt und abgeschlachtet. Wie sollen die Selbstbewusstsein aufbauen. Kein Trick, kein Dribbling kein Tor.. nichts gelingt. Nein da kann man kein Selbstbewusstsein aufbauen. Kinder die kein Erfolgserlebnis haben, haben auch keinen Spaß und werden dem Sport verloren gehen.


    Ich bin auch der Meinung, dass Kinder gefordert werden sollen. Sie steigern sich mit der Aufgabe. Aber sie wie Lämmer zur Schlachtbank zu führen, davon halt ich auch nichts.


    Wichtig ist für mich nur, dass man Spaß hat, egal in welchem Alter. Ich werde es nie jedem recht machen können. Es wird immer jemanden geben der sich benachteiligt fühlt, aus verschiedensten Gründen.


    Ich kann nur meine Mannschaften für mich sprechen lassen.
    Hab 7 Jungs in der U7 auf U8 übernommen. Hab im ersten Jahr durch Mundpropaganda der Jungs in der Schule auf 18 Kinder aufgestockt, keine Abgänge. Im zweiten Jahr auf 24 aufgestockt, keine Abgänge. Im dritten Jahr 21 Kinder weil 3 Kinder zu Verbandsligisten abgewandert sind (die abgewanderten Spieler kommen aber noch immer zu unseren Spielen zuschauen und wollen auch am Training teilnehmen wenn sie zufällig am Platz sind). Seit dem zweiten Jahr spiele ich mit 2 Mannschaften jede Woche Meisterschaft ohne Wertung.


    Aber mein Meisterstück ist ein ganz besonderer Spieler, der in der U8 zu mir gekommen ist ohne vorher schon mal ein Fußballspiel gesehen zu haben. Der hat auch noch nie einen Ball getreten. Der ist einfach da gestanden, weil seien Eltern wollten das er einen Sport macht egal welchen.
    Den hab ich halt mitgenommen, weil ich der Ansicht bin, jeder hat das Recht Fußball zu spielen. Ich hab ihn halt immer wieder gelegentlich eingesetzt, viel mit ihm im Training die Grundlagen geübt usw. usw.. Von Training zu Training konnte man seine Vorschritte sehen. Ab dem zweiten jahr spielte ich ja mit zwei Mannschaften. Da wurde er regelmäßig in der schwächeren eingesetzt und hat viele Erfolgserlebnisse gehabt. Heute kann ich ihn problemlos auch in der starken Mannschaft einsetzen, weil er nicht mehr so abfällt. Er spielt voller Selbstbewusstsein und hat viel Spielintelligenz entwickelt. Die vielen Einsätze in zweiten Mannschaft, wo er gegen Kinder gespielt hat die seinem Leistungsniveau entsprechen haben ihm mehr gebracht als jeder Einsatz in der stärkeren Mannschaft.

    Meiner Ansicht nach, soll der eigene Spielaufbau durch den Tormann flach über die Seite erfolgen. Ein weiter Auswurf oder ein Ausschuss sollte nur erfolgen, wenn keine andere Möglichkeit für ein flaches Zurollen besteht. Spieler im Kinderfußball (bis ca. 10 Jahren) besitzen noch keine Tiefenwahrnehmung, ein kontrollierter Auswurf oder Ausschuss ist daher nicht möglich und kommt nur einen wegballern gleich. Die Kinder sollen lernen ein Spiel aufzubauen und daher sollte von hinten herausgespielt werden.


    Bei eigenem Spielaufbau eröffnet der Tormann durch ein flaches Zuspiel an die Seite das Spiel. Der Spieler hat nun die Möglichkeit offensiv zu werden, indem er durch einen Pass zu einem Mitspieler oder einem Dribbling den Ball nach vorne bringt. Je größer die Kinder werden, je besser sie das Spiel lernen um so mehr Möglichkeiten des Zusammenspiels und Dribblings werden sie haben offensiv den Ball nach vorne zu bekommen und mit einem Torschuss abzuschließen. Dafür muss man aber den Spielern die Möglichkeit geben herauszuspielen und durch Fehler auch Ballverluste hinzunehmen und daraus zu lernen.


    Lernen werden sie schnell, weil du extrem viele Tore deswegen bekommen wirst. Da wirst dann die Eltern haben, die dich deswegen in Frage stellen werden. Aber da muss jeder von uns durch :D

    Hy


    Micha muss sich die Frage stellen, ob er in diesem Umfeld weiter arbeiten möchte, weil an den Strukturen wird er nichts ändern können.


    Aber zurückgehen geht schwer, er hat sich schon verabschiedet! Er müsste jemanden vorschicken der das für ihn in die Wege leitet..


    Hast du einen Elternteil, mit dem du befreundet bist, der Lobbying für dich betreibt. Zurück können dich nur die Eltern bringen? dann kannst dich in Ruhe hinsetzen, im Hintergrund die Fäden spinnen und dann als Retter zurück kommen.

    Hi


    Das 3:3 spiele ich auch. Auch Jahrgang 2003. Wir spielen das System aber schon seit 2 Jahren


    Wie hab ich es ihnen beigebracht.. eine gute Frage.. Weiß es nimmer genau. ich hab damals gesagt da und da spielt ihr. Hab in den trainingsspielen auf Fehler aufmerksam gemacht und pro Spiel ist es halt immer besser geworden.
    Fehler machen wir noch immer reichlich. Vor allem wenn du Spieler auf Positionen stellst die sie nicht so gut spielen können wie andere. Aber es gehört für mich halt dazu, dass sie überall spielen müssen. Mittlerweilen muss ich aber sagen dass der Großteil der Kinder auf fast allen Positionen ohne großen Qualitätsverlust spielen kann.


    Für mich liegt der Vorteil am 3:3
    - In der Rotation ist man flexibler: bei positionswechseln der Kinder gibt es keine Umstellungsprobleme
    - Das System ist leichter zu verstehen: es gibt 3 vorne, 3 hinten, aufgeteilt in links/ mitte/ rechts
    - Es stürmen immer mindestens 3 Spieler und nicht 1er oder 2… ich erzeuge dadurch immer ein Überzahlspiel gegenüber anderen Systemen
    - Es erlaubt mir immer ein Überzahlspiel, da die Angreifer bei Ballverlust zu Mittelfeldspieler werden und die Verteidiger bei Ballgewinn zu Mittelfeldspielern werden.
    - Durch die flache und breite Anordnung wird das Umschaltverhalten gefördert
    - Die flache und breite Anordnung ist der erste Schritt zu einem ballorientiertem Spiel
    - Das Spiel geht mehr über die ganze Breite des Feldes
    - Das Spiel „kann und soll“ sich zerlaufen. Es wird variabler und fördert die Spielintelligenz
    - Der Spieler hat immer einen Anspielpartner –vor, hinter und neben einem
    - Alle Kinder kommen in Tornähe und damit zu einem Erfolgserlebnis
    - Alle Spieler müssen bei Ballverlust oder Ballgewinn schnell umschalten
    - Keine Bildung von Positionsspezialisten wegen der ständigen Rotation. Förderung der Spielintelligenz
    - Jeder Spieler ist aufgrund der 2 reihen gefordert Defensiv und Offensiv mitzumachen


    Hoffe das hat dir etwas geholfen. Ist aber auch nur meine Ansicht.