Beiträge von Steini

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    natürlich kann aus der Fremdmotivation auch eine Eigenmotivation werden (z.B. durch die Höhe des Trainergehaltes)

    Ich will den alten Thread nicht mehr aufwärmen, möchte ich so aber nicht stehen lassen. Auch wenn es nur als Beispiel aufgeführt ist.


    Man kann seine Motivation auch aus der Aufgabe heraus gewinnen. Das hat dann nur wenig mit der Höhe des Gehaltes oder der Aufwandsentschädigung zu tun.

    Nach besonders schlimmen Auswüchsen in der letzten Trainingswoche haben wir die beiden Jungs nun vom Trainingsbetrieb ausgeschlossen. Die Reaktion war bei beiden gleich: "Schon okay. Hatte eh kein Bock mehr."
    Bei einem dritten Kandidaten hatten wir mehr den Eindruck, dass er eher ein Mitläufer war und sich hat anstecken lassen. Beim ihm hatten wir deswegen die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Und siehe da: Nach kurzer Ermahnung aus der Mannschaft heraus, den Quatsch sein zu lassen, hat er sich sehr gut konzentriert und eifrig mitgemacht.


    Immerhin ein Teilerfolg, aber ein ungutes Gefühl bleibt bei der Sache.


    Jetzt naht die Hallensaison und wir haben drei Mannschaften gemeldet. Davon sind zwei auf dem Stand einer älteren F oder jüngeren E und dementsprechend handel ich auch. Ich bin schon sehr gespannt, wie sie für sie unbekannte Dinge wie Rotation umsetzen werden.

    Zwei dieser Experten hast Du auch schon kennengelernt. Auch wenn sie im Jugendfußball keine Funktion mehr ausüben und wohl auch nicht mehr werden, erzählen sie doch noch jedem, der es nicht wissen will, was sie von allem halten.

    Oh ja, ich erinnere mich. Leider eines der negativsten Erlebnisse während dieser Zeit. Es zeichnet Deinen Verein aber aus, dass sie keine Funktion mehr ausüben !!

    Ich finde es deshalb nicht ungefährlich (gerade für junge Trainer) wenn hier immer wieder die 100%igen Ziele des KIFU als das Einzig Wahre
    proklamiert werden und bei deren vollen Nichteinhaltung man dann als kinderfeindlich diffamiert wird.

    der Verlust vielen engagierter Trainer sollte schon mal zum Nachdenken anregen. Und nicht nur in einer Richtung.

    Diesen Rückschluss kan ich überhaupt nicht nachvollziehen !


    Aufhören aufgrund nicht zu erfüllender Erwartungshaltungen ist sicherlich oft ein Grund. Aber wegen der Ziele im KiFu ??? Erkläre mir doch bitte, was an diesen so unmöglich ist das man sie nicht einhalten kann. Meine momentane Situation habe ich doch im anderen Thread geschrieben. Das sollte doch wohl Warnung genug sein. Bring mir da doch Gegenargumente. Da bin ich aber mal gespannt.

    Andre


    Es gibt noch eine Steigerung an der man merkt, dass einen die Zeit überholt. Man hält dann von ganz allein die Klappe


    Ich hatte vor kurzem ein mittelschweres Fiasko im eigenen Garten. 1:1 gegen meinen Sohn. Der hat mich auf dem Bierdeckel schwindelig gespielt und hat auch keinen Hehl daraus gemacht, dass es ihm große Freude bereitet hat. Ich habe dann ( wirklich nur ganz kurz :rolleyes: ) überlegt, ob es so schlau war ihm in der Vergangenheit soviel Tipps gegeben zu haben. Die Erfahrung war ansich schon schmerzhaft genug. Als Steigerung habe ich jedoch noch das hämische Grinsen meiner Frau im Hintergrund im Kopf. Das tut weh ;(


    Wenn er mich fragt, bekommt er Antworten. Die Fragen werden aber immer seltener und das finde ich gut so !

    tobn


    Deinem Posting kann ich mich voll und ganz anschließen.


    Micha
    Wie gesagt: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Deiner Umgebung keine Vereine gibt, die Leute mit Deiner Einstellung nicht mit Kußhand aufnehmen. Also Akku aufladen und mit voller Energie in einem anderen Verein neu anfangen. Lass die Vergangenheit ruhen und sehe es als eine Erfahrung für die Zukunft.

    Um es abzurunden:


    Die TE besteht noch aus einem vierten Teil, den ich aber eher ab D empfehlen würde.


    Nach dem Abspiel von Neutral 1 auf den sich im Feld befindlichen Angreifer wird er ebenfalls zum Angreifer. Also Überzahlspiel 2:1. Schaffen sie es Neutral 2 auf der anderen Seite ebenfalls anzuspielen wird auch dieser zum Angreifer, also 3:1. Da es hierbei um das schnelle Ausnutzen der Überzahl geht und der schnelle Torabschluss gesucht werden soll und man daher ein Pass-Festival vermeiden sollte, müssen die Angreifer innerhalb von 10 Sekunden mit Ball das Feld Richtung Tor verlassen haben und zügig den Abschluss suchen. Idealerweise kommt es hier zur Dreiecksbildung, wodurch sie durch ein oder zwei Pässe den Abwehrspieler schnell ausschalten können. Oder aber sie entscheiden sich im richtigen Moment ( beide Mitspieler gut abgedeckt ) für das mutige 1:1 Dribbling.
    Wichtig dabei ist, dass sie die Grundlinie des Feldes dribbelnd überqueren müssen. Ansonsten kommen ständig lange Bälle aus dem Feld und einer sprintet hinterher. Ist nicht Ziel dieser Übung.


    Bei Balleroberung durch den Abwehrspieler:


    Erobert er ihn vor dem Anspiel auf Neutral 1 wird er zum Angreifer.


    Erobert er ihn beim Spiel 3:1 muss er versuchen, dribbelnd die dem Tor gegenüberliegende Grundlinie ( also vom Tor weg ) zu überqueren. Dies zählt dreifach !


    Erobert er ihn beim Spiel gegen den Angreifer und Neutral 1 ( 2:1 ), versucht er Neutral 2 anzuspielen. Jetzt müssen sie versuchen im 2:2 schnellstmöglich die Grundlinie vom Tor weg zu überqueren (= Umschalten ). Zählt zweifach.


    Diese Übung ist physisch und auch psychisch sehr intensiv. Idealerweise also zwei Teams bilden, die abwechselnd die Übung machen, während die anderen Spieler Pause haben. Später die Mannschaften durchwechseln.
    Als Trainer ist es hier besonders wichtig bei den ersten beiden TE'en nicht in die Korrektur zu gehen. Nach meiner Erfahrung kommen sie von ganz allein darauf, dass sie beim geschickten Freilaufen dem Abwehrspieler nahezu keine Chance geben an den Ball zu kommen. Und eigenartigerweise ergibt das immer ein Dreieck :rolleyes:

    @Schimi


    Kommt mir bekannt vor. Meine zwei Kandidaten haben sich jedoch was das betrifft wesentlich verbessert. Ganz weg ist es jedoch immer noch nicht. Hab also Geduld. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass sie nicht gesundheitliche Probleme haben und ihnen schlicht nicht nur die Puste fehlt.


    Ich habe damals, nachdem Gespräche und auch die Kritik der Mitspieler ( und die wird mit zunehmendem Alter immer lauter ) nichts geholfen hatten, eine spezielle Form der Rotation gewählt. Die hört sich auf den ersten Blick hart an, hat aber geholfen. Ich habe diesen beiden Spielern gesagt, dass immer nur einer von beiden spielt. Erwische ich einen beim Faulenzen vorne und die Mitspieler rackern sich ab, kommt er sofort raus und der andere spielt. Bei ihm dann dasselbe. Das ging zu Anfang tatsächlich im 5 Minutentakt. War nicht nur für sie nervig :rolleyes: Nach einiger Zeit reichte dann ein kurzer Blick von mir und sie spurteten nach hinten. Die Wechselintervalle und auch die Einsicht für den Grund der Maßnahme wurden im Lauf der Zeit immer größer.


    Vielleicht ist das ja auch was für Dich.

    Stella
    Anlehnend an @Daniels Posting: Achte darauf Deine Übungen so zu gestalten, dass sie nicht immer frontal zum eigentlichen Ziel ( = Tor ) stehen. Also meinetwegen dribbeln sie durch Stangen immer schon in Laufrichtung zum Tor.
    Deswegen immer verschiedene Bewegungen vor dem eigentlichen Abschluss. Beispiel: Zunächst nach vorne ein Hütchen berühren, dann schräg nach hinten rechts wo der Ball liegt, dann mit Ball wieder zum Hütchen berühren und dann gehts ab nach links wo das Tor steht.


    Zudem nicht ausschließlich aus dem Stand die Übungen beginnen. Immer auf Dein Kommando aus dem Sitzen mit Blick zum Tor oder mit dem Rücken zum Tor, aus dem Liegen bäuchlings oder aus dem Liegen auf dem Rücken usw. Wieder variierend schon mit Ball oder der Ball liegt schrägt links oder rechts vom Tor.



    Vielleicht sind sie ja auch so hüftsteif weils zuviel Harribo gibt 8)

    Hallo Steini (schöner Name :thumbup: )

    Och, Deinen find ich auch nicht übel :)

    dürfen sich die Anspieler entlang ihrer zugeteilen Linie bewegen?

    Unbedingt sogar. Auch sie sollen am Spielverlauf antizipieren und nicht wie die Salzsäulen stehen bleiben. Geht das Spiel in Richtung Neutral 1 spiele ich in der Zeit gerne Neutral 2 einen Ball zu, den er mir zurück spielen muss bevor sich das Spiel auf seine Seite zubewegt.

    wie sollen sich die neutralen verhalten , sofort wieder passen (direkt spiel erforderlich?) oder auf den geeigneten Moment warten, bleiben sie dann wirklich neutral?

    Da gebe ich keine Vorgaben und das ist ganz wichtig ! Sie sollen lernen die Situation als Passgeber richtig einzuschätzen und im richtigen Moment zu passen. Beim ersten Durchführen kommt es oft zu Doppelpässen. Raumgewinn gleich null. Ich habe die Übung mit meiner damaligen älteren E zwei Wochen hintereinander, also 4 Mal, gemacht. Ich fand es erstaunlich wie sie sich nacheinander selbst erarbeitet haben,
    - nicht dahin zu laufen, wo ich den Ball letztendlich hin haben will
    - Lauffinten ungemein hilfreich sind ;)
    - und sie versucht haben, hinter den Abwehrspieler zu kommen und den Pass in den freien Raum gefordert haben

    Unentschieden ist dann wenn beide Spieler je einen Neutralen angespielt haben oder zählt die erste Balloberung schon als Punkt.

    Gute Idee. Kann man als zusätzliche Motivation ruhig einbauen.

    Du möchtest ja ( wenn ich es richtig verstanden habe ) planvolles Zusammenspielen und gleichzeitig Zug zum Tor mit schnellem Abschluss. Bei vorgegebenen Passfolgen wirst Du feststellen, dass zwar der Wille zum Zusammenspielen erhöht wird, sich das Spiel nach vorne aber insgesamt verlangsamt. Ist bei diesem Schwerpunkt ein normaler Vorgang und daher sollten am Ende eines Trainingsblockes "Passen" ( nicht zu verwechseln mit Passspiel ) Übungen durchgeführt werden, wo zwar das Passen Grundvoraussetzung ist, die Motivation aber beim schnellen Abschluss liegen sollte.


    Beispiel hierfür für eine TE:
    Bilde ein Rechteck. In ca. 15 - 20 Metern Entfernung von einer Grundlinie ein Tor. Dies ist für den ersten Teil noch nicht erforderlich.


    Erster Teil:
    Auf den beiden Seitenlinien steht jeweils ein neutraler Anspieler. Zwei Spieler stehen nebeneinander hinten an der Grundlinie. Du ( oder ein fünfter Spieler ) spielst den Ball von der anderen Grundlinie ins Feld. Ziel ist nun nach Balleroberung beide neutralen Anspieler an den Seiten nacheinander anzuspielen. Sie lernen nach dem ersten Abspielen sich sofort wieder frei zu laufen, da sie ja schnellstmöglich den zweiten Neutralen anspielen müssen. Erobert der andere Spieler zwischendurch den Ball, muss er mindestens einen Neutralen anspielen und das Duell endet unentschieden ( da es eine sehr intensive Übung ist ). Du kannst zeitgleich mehrere Felder aufbauen und hast so pro Feld 4 - 5 Spieler beschäftigt. Postiere Dich in der Mitte der Felder und Du hast so für die Korrektur eine gute Übersicht.


    Zweiter Teil:
    Wie oben. Jetzt dürfen sie nach dem Anspiel auf einen Neutralen sofort den Abschluss auf das Tor suchen. Bei Balleroberung des Abwehrspielers versucht dieser sofort ( Umschalten ) einen Neutralen anzuspielen.


    Dritter Teil ( nur wenn es beim zweiten Teil schon funktioniert hat :(
    Wie oben. Jetzt müssen vor dem Abschluss beide Neutralen angespielt werden.


    So lernen sie in einer Übung: Ich spiele ab, laufe mich frei, bekomme auch den Ball wieder und kann dann schnell abschließen. Geht bei der Übung noch einiges mehr ab, aber Dein gewünschtes Ziel ist auf jeden Fall eines der Inhalte.


    Sollte dies technisch zu schwierig für Deine Spielerinnen sein: Ohne Gegenspieler. Auf den Seitenlinien jeweils zwei Hütchentore. Sie müssen den Neutralen durch das eine Tor anspielen und sich zum anderen bewegen aus dem dann das Anspiel ins Feld durch den Neutralen erfolgt. Dabei müssen sie vor dem Anspielen und beim Dribbling den Kopf heben um zu sehen, wo sich der Neutrale aufhält.

    MichaMittelfeld
    Die gleichen Gedanken sind mir beim Lesen des Threads auch gekommen. Schließe mich daher Deinem Posting voll und ganz an !


    Micha71
    Gibt es für Dich denn keine Möglichkeit in einem anderen Verein mit Deinen Vorstellungen ganz von vorn anzufangen ? Mit dem Engagement und der Einstellung kann ich mir nicht vorstellen, dass es in Eurer Umgebung keinen Verein gibt der Dich nicht gern aufnehmen würde.

    Verkehrt finde ich es, deren Verhalten deinem Vorgänger und dessen Trainingsinhalten anzulasten.
    Vorwerfen kann man ihm lediglich, dass er deinen Schritt jetzt nicht schon vorher vorgenommen hat.
    Unter Umständen, wären deine Neuen jetzt auch schon weiter.
    die 2 von 24 haben dein Training schon beeinflusst, wie stark war aber deren Einfluss bei 2 von 12.

    Sie sind in der Vergangenheit durch zwei Betreuerhände gegangen. Bevor ich mir ein Urteil bilde höre ich mir immer mehrere Meinungen an. Ich habe die älteren Jungs zwischen durch immer mal wieder ganz neutral über die Vergangenheit hinsichtlich des Trainings befragt. Einige Eltern haben mir, ohne das ich gefragt hätte, von Spielen berichtet. Die wollten offensichtlich was loswerden. Ich habe nichts dazu gesagt. Ich kann es ohnehin nicht mehr ändern.
    Glaubs mir guenter, es geht um Trainingsinhalte. Es geht um Kabinenansprachen nach dem Spiel. Es geht um Schreierei während des Spiel. Es geht um Einsatzzeiten. Es geht um Rotation. Und und und. Bevor Du fragst: Nein. Ich habe nicht mit den beiden Vorgängern gesprochen. Es ist zur Zeit besser, wenn ich sie nicht zu Gesicht bekomme. Eilt auch nicht, da sie eh keine Mannschaft mehr betreuen.


    Ich habe wie Du und viele andere User hier auch eine Mannschaft mit vielen unterschiedlichen Charakteren trainiert bzw. mache es noch. Sechs Jahre lang jetzt alleine und ich hab auch nicht nur Engel. Natürlich ist da nicht immer jeder gleich konzentriert. Meine Güte, es sind Kinder. Mit ein paar Disziplinarmaßnahmen kriegt man das wieder hin.
    Und siehe das Posting von maitre999. Wie er schon sagt: Man bekommt es irgendwie schon hin.
    Nein, es gibt keine Entschuldigung.


    Zu Deinen Fragen:

    Zitat

    24 Spieler bisher, jetzt 22
    ihr spielt doch D 9 oder?
    hast du 1 oder 2 Mannschaften gemeldet?
    wieviel Pflichtspiele habt ihr in der Vorrunde?
    wieviel Freundschaftspiel hast du bisher gemacht?
    wieviel Trainer seit ihr?

    Es sind nur noch 21 da einer nach Aussage seines Kumpels "kein Bock" mehr hat. Er war auch nur zu Beginn beim Training.
    Ja wir spielen 9er und in der D habe ich eine Mannschaft gemeldet ( dazu gleich unten mehr). Wir haben 9 Pflichtspiele in den PlayOffs. Freundschaftsspiele bisher insgesamt 5. Auch mal kurzfristig. Da kamen mir die Kontakte zugute, die man im Lauf der Jahre so sammelt.
    Wir sind drei Trainer, einer davon macht ausschließlich Torwarttraining.


    Mit einem sicheren Gespür hast Du aber meine weitere Baustelle angesprochen. Der Betreuer des abgebenden 2000er Jahrganges hatte mir gesagt, dass man zusammen mit den schwächeren '99ern eine C2 bilden könnte, welche dann am regelmäßigen Spielbetrieb teilgenommen hätte. Trainiert von mir und bei den Spielen betreut von ihm. Mit meinen jüngeren Spielern dann eine D und wir hätten alle am Spielen gehabt. Tja, hätten...
    Was er nicht gesagt hat war, dass einige der 99er schon länger nicht mehr beim Training waren und man hinterher telefonieren muss, damit sie zum Spiel kommen. Und am ersten Spieltag trotzdem nicht gekommen sind. Und das die 99er das gleiche technische Niveau haben wie die meisten meiner 2000er. Es kam wie es kommen musste: Im ersten Spiel waren mit Ach und Krach ausreichend Spieler da und sie haben eine fürchterliche Klatsche bekommen. Ich konnte nur die letzten 10 Minuten sehen und war echt geschockt. Nicht nur von der Technik her sondern auch was Spielverständnis und Einstellung betraf. Da es spielerisch schlicht und ergreifend keinen Sinn machte, da die meisten Jungs überfordert waren und wir wegen Nichtantritt keine weiteren Strafen riskieren wollten, haben wir sie wieder abgemeldet. Eindeutig auch mein Fehler, da ich mich vorher nicht über die Voraussetzungen erkundigt hatte und darauf vertraut hatte, dass das so auch klappen wird. Würde mir so nie wieder passieren.


    Jetzt haben wir für die Halle drei D-Mannschaften gemeldet und für die Feldsaison nächstes Jahr eine 7er in der untersten Klasse. Zur Zeit retten wir uns mit Freundschaftsspielen über die Runden.


    Ich werde wohl in meiner letzten Saison als hauptamlicher Trainer noch mal vor eine richtige Probe gestellt.


    tobn
    Es hat nicht nur von unserer Seite sondern auch seitens des JL Kontaktversuche zu den Eltern der beiden Spieler gegeben. Keine Rückmeldung. Die Gründe sind mir nicht bekannt.

    Zum zweiten Grund "Gleichbehandlungsfantasie in Verbindung mit Disziplinproblemen und wann kommt der Zeitpunkt jemand ausschließen zu müssen" schreibe ich später.

    Ich hatte oben den Ist-Zustand hinsichtlich des momentanen fussballerischen Ausbildungsstandes beschrieben und das wir deswegen die Mannschaft in zwei Trainingsgruppen unterteilt haben. Die eine Gruppe trainiert mein Co. mit normalen D-Jugendthemen. Die andere trainiere ich wie eine ältere F. Es ist nun mal so wie es ist. Im Grunde genommen trainieren wir zur Zeit zeitgleich eine F und D in der D-Jugendaltersklasse. Auch das ist eine Herausforderung und grundsätzlich kein Problem. Da ist z.B. ein "dicker Paul" dabei. Der ist aber bei jedem Training, hört zu und gibt sich richtig Mühe. Ich habe einen Anruf seiner Mutter bekommen, dass er eigentlich aufhören wollte. Jetzt hat er sich in seinem Kalender die Trainingszeiten eingetragen und würde sich wieder auf jedes Training freuen. Sie hat sich dafür bei uns bedankt. Das bestärkt uns in dem Willen keinen aufzugeben.


    Jetzt sind wir jedoch kurz vor der Entscheidung ob das so haltbar ist. Die Gruppe zwei erfordert unheimlich viel Aufmerksamkeit. Nicht nur was das Fußballerische angeht, sondern hier geht es auch um Stärkung des Sebstbewustseins. Mit Lob wurde in der Vergangenheit offensichtlich mehr als sparsam umgegangen. Ich versuche ihnen zu vermitteln, dass Fehler nichts schlechtes sind sondern der Verbesserung dienen.


    In meiner alten Truppe konnte ich mich mehr und mehr auf Feinheiten bei der Korrektur beschränken. Bei dieser Gruppe ist jedoch volle Konzentration gefordert und ich muss nahezu in jeder Aktion sofort in die Korrektur gehen. Mit dementsprechenden Vormachen und kurzen Erläuterungen. Und hinter meinem Rücken geht dann das Chaos los. Zwei Jungs sind dabei, bei denen habe ich mich schon gefragt was die auf dem Fußballplatz wollen. Null Interesse bei den Übungen. Null Interesse wenn Du ihnen was erklärst. Null Interesse beim Abschlussspiel einigermaßen mitzuwirken. Sie quatschen ständig, schubsen, schlagen anderen den Ball weg und und und. Man sieht den anderen Spielern an, dass sie das nachhaltig nervt. Auch im Vier-Augen Gespräch hatte ich den Eindruck, dass sie ihr Fehlverhalten weder einsehen noch ändern wollen. Es ist dann soweit gekommen, dass ich beide zeitgleich für eine Einheit vom Training ausgeschlossen habe. In dieser Einheit konnte man sofort sehen, dass die Jungs sich kontinuierlich verbesserten. Zwar langsam aber deutlich sichtbar.
    Kaum waren die anderen beiden Spieler wieder dabei, war wieder richtig Unruhe in der Gruppe.


    Ich habe mich mit einem Vater der Trainingswilligen darüber unterhalten.
    Wert auf Disziplin wurde nie gelegt. Meist wurde dies mit Geschreie und Runden laufen quitiert. Das Training war monoton ( Aussage seines Sohnes !! ). Spielen durften immer die selben. Der Rest war Füllmasse. Bereits ab F. Zu Anfang waren nach seinen Beobachtungen auch die beiden oben beschriebenen Jungs mit Eifer dabei. Das hat sich nach und nach geändert und sie wurden daraufhin links liegen gelassen. Auf meine Frage, was deren Eltern denn dazu sagen bzw. ob sich ein Gespräch mit ihnen lohnt: "Kann ich dir nichts zu sagen. Die habe ich nie zu Gesicht bekommen." Ich übrigens auch nicht.


    Jetzt naht die Hallenzeit, d.h. alle 23 auf engstem Raum. Mein Co. und ich haben stundenlang zusammen gesessen. Versucht alle Alternativen zu durchdenken. Wir mussten uns entscheiden: Die zwei auf Biegen und Brechen versuchen zu halten und damit zu riskieren, dass sich das auch auf die restlichen 21 auswirkt. Und das wird es.
    Oder aber den beiden sagen, dass es so keinen Sinn mehr macht.
    Wir haben uns im Sinne der anderen Spieler für letzteres entschieden. So leid es uns für die Jungs tut und es hat mich die ein oder andere schlaflose Nacht gekostet.


    Ein absolut besch... Gefühl. Wir löffeln die Suppe aus, die andere uns eingebrockt haben


    DAS kann dabei rauskommen, wenn man sich nicht an die Regeln hält :!:

    saschatoni
    Wenn ich meine Fehler der Vergangenheit im Bericht aufgeführt hätte, wäre er zu lang geworden ;) Aber ein Satz von Dir drückt in wenigen Worten aus, worauf es ankommt:

    ich kann nur jeden beherzigen:
    Trainiert in der F und in der E die Spieler , nicht so viel die Mannschaft

    @Don

    Das habe ich oft viel häufiger rotiert, meist sogar in der Halbzeit. Aber damit habe ich meineSpieler vermutlich überfordert. Das würde ich heute anders machen.

    Überfordert würde ich gar nicht mal so sagen und ich bin mir auch gar nicht so sicher, welche von beiden Möglichkeiten die bessere ist. Bei Deiner Variante lernen sie ja, sich in kurzer Zeit umzustellen. Technisch haben die unterschiedlichen Positionen unterschiedliche Anforderungen, die sie dann eben innerhalb eines Spieles abrufen müssen. Vielleicht ist es auch der goldene Mittelweg. Keine Ahnung. Hauptsache Du hast rotiert. Glaub mir, Deine Spieler ( und Deine Trainernachfolger ) werden es Dir später danken.