Beiträge von Steini

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    bei 12 Spieler, wieviele Spieler hast du in der Regel in F und E beim Spiel mitgenommen, d.h. zum Einsatz gebracht.

    Max. drei Auswechselspieler. Selbst das wurde teilweise knapp, da aufgrund von Krankheit, Geburtstagen usw. ohnehin oft welche fehlten. War also nie ein großes Problem.

    von Spiel zu Spiel die Position rotiert, oder z.B. 3 Spiele auf einer Position einspielen lassen ,und dann wieder rotiert

    2 oder 3 Spiele hintereinander auf der gleichen Position. Dann mit ihm im Training kurz ein paar Dinge angesprochen. Meinetwegen Rechtsfuß spielt auf rechts außen und versucht ständig mit seinem starken Fuß rechts vorbei zu kommen. Habe ihm dann geraten, gerade seinen schwachen Fuß im Training zu benutzen und zu trainieren um mehr Alternativen im Spiel zu haben. Im nächsten oder übernächsten Spiel konnte er dann das anwenden oder aber zumindest versuchen. Also Prinzip: Fehler auf der Position machen, Alternativen oder Tipps geben, im Training festigen und dann beim nächsten Spiel unter gleichen Voraussetzungen (= selbe Position ) ausprobieren

    in jedem Spiel einen anderen TW, also von 1-12 durchrotiert, oder auch hier einen Spieler einige Spiele im Tor und dann wieder rotiert

    Genauso wie im Feld. 1-3 Spiele. Aus denselben Gründen.

    Keine Angst. Wird wesentlich kürzer. Ich möchte hier nur kurz beschreiben was passieren kann, wenn man sich eben nicht an die Regeln hält und glaubt, dass hätte keine Auswirkungen.


    Ich habe zu meinen 12 Jungs aus dem älteren Jahrgang 12 neue Spieler dazu bekommen. Gleich vorweg: Ich war geschockt ! Sowohl im Training als auch im Spiel. 3 davon hatten in etwa das technische und spielerische Niveau des Großteils meiner alten Truppe. In aller Kürze die wichtigsten Punkte:



    Technik / Spielverständnis / Rotation: Vom technischen Stand müsst Ihr Euch es so vorstellen, als hättet Ihr eine ältere F vor Euch !!! Ich weiß, klingt hart. Dann kann man sich in etwa vorstellen wie es mir ging.


    Im Spiel blieben einige stumpf hinten oder stumpf vorn. Umschalten war gar nicht. Zwei Gegner kommen auf den Spieler zu. Er steht zwar in der Nähe des Ballführenden läuft aber zum Gegner ohne Ball und lässt den anderen einfach laufen (= Manndeckung ). Die technischen Mängel im Spiel (= Druck ) waren logischerweise noch gravierender als im Training. Bei einigen konnte man sehen das die Ballannahme bei Blickrichtung zum Gegnertor einigermaßen sicher war ( =immer Abwehr gespielt ) bei der Annahme mit dem Rücken zum Tor jedoch sofort gegnerischer Ballbesitz bedeutete. Bei anderen genau das Gegenteil (= immer Sturm gespielt ). Ich habe mich dann mit einigen Eltern der Jungs über die Ursachen unterhalten. Um es kurz zu machen: Es geht hier genau um die Themen Trainingsinhalte ( Technik, Technik, Technik ), Rotation, Einsatzzeiten. Und deswegen ist jetzt meine innere Einstellung darüber wie fest zementiert: Hier darf es keine Ausnahmen geben. Jede Abweichung, die man sich da schön redet, ist eine zuviel ! Und nochmal zur Erinnerung: Ich rede hier nicht von einem oder zwei Spieler ! Das kommt dabei rum, wenn man sich nicht an die Grundregeln hält.



    Zudem haben einige auch noch ein Disziplinproblem. Das erschwert das Ganze umso mehr. Aber anderes Thema. Nun sieht es bei uns so aus: Im Training teilen wir in zwei Trainingsgruppen ein. Während Gruppe 1 zur Zeit im Trainingsblock Ballan- und mitnahme und sofortiger Übergang ins Tempodribbling mit hohem Gegnerdruck trainiert ( macht mein Co. ) trainiere ich mit Gruppe 2 die Ballan- und mitnahme in der Übungsform. Um dann langsam in der Spielform das Ganze zu festigen. Sprich im Grunde genommen nehme ich Übungsinhalte aus F !! Die Jungs können nichts dafür. Fortschritte sind auch schon zu sehen.



    Jetzt läuft mir wieder die Zeit davon, aber ich hatte zwei Gründe zur Erstellung dieses Threads: Ich wollte denjenigen anhand meiner jetzigen Situation verdeutlichen, was passieren kann, wenn man sich nicht an gewisse Grundregeln hält. Man muss sich nicht stur an Richtlinien halten. Jeder sollte seinen eigenen Stil entwickeln. Aber wenn man sich mal hier und da 'ne Ausnahme von den Grundregeln, gerade was die Einsatzzeiten betrifft, gönnt, nach dem Motto „Ist doch nicht so schlimm“ sollte bedenken, dass andere dafür später die Zeche bezahlen !!


    Zum zweiten Grund „Gleichbehandlungsfantasie in Verbindung mit Disziplinproblemen und wann kommt der Zeitpunkt jemand ausschließen zu müssen“ schreibe ich später.


    Reicht ja auch erstmal als Input, oder :rolleyes:

    Ich beschreibe zunächst mal die letzten sechs Jahre mit meiner Truppe. Dann kann sich jeder ein Bild zur Vorgeschichte machen und wie ich KiFu so definiere bzw. es selbst praktiziert habe. In einem zweiten Post möchte ich euch dann meine jetzige Situation in der D-Jugend schildern, damit ihr mal eine praktische Schilderung habt was eben passieren kann, wenn sich vorher einige nicht an die Regeln gehalten haben.


    KiFu ist für mich G-E. Ab D-Jugend werden die Regeln nicht hinfällig, aber hier beginnt der Übergang in den Jugendbereich und die Regeln gelten aus verschiedenen Gründen nicht mehr so in der Absolutheit. Ich bin selbst früher als Trainer nur im Jugend- und Herrenbereich tätig gewesen, daher weiß ich wovon ich rede und worauf es später ankommt. Ich bin durch meinen großen Sohn zum KiFu gekommen und ich habe meine Truppe jetzt das siebte Jahr. Nachbetrachtend viel zu lange, aber Nachfolger waren nicht in Sicht.


    Da ich vorher nie im KiFu aktiv war und mich da nicht auskannte, habe ich im Netz recherchiert und bin u.a. auf diese Seite gestoßen. Das Meiste, was ich so gelesen habe, hätte ich vermutlich ohnehin so gemacht. Was jedoch Rotation betrifft, so ist es wirklich einigen Usern hier zu verdanken das ich das bei meinen Jungs ( und am Anfang auch zwei Mädchen ) praktiziert habe. Und zwar von Spiel zu Spiel und nicht während des Spiels. Egal ob "leicht" oder "schwer"! Bevor wieder dieser Einwand kommt „bringt ja nichts, wenn der in einem Spiel im Tor steht wo er nichts auf die Bude bekommt“: Das sollte ein Trainer schon erkennen und dementsprechend aufstellen. Es waren im Lauf der Jahre aber genug Spiele, sodass jeder auf den unterschiedlichen Positionen gefordert war. Für mich ist das eine der goldenen Regeln des KiFu: Rotation. Man nenne mir Gegenargumente.



    Zweite goldene Regel: Gleiche Einsatzzeiten. Das muss am Ende der Saison nicht auf die Minute je Spieler passen. Hat man zu viele Spieler nimmt man eben nicht alle mit und wechselt. Dazu noch der ein oder andere Trainingskick mit der Mannschaft eines befreundeten Trainers oder ein oder zwei Turniere und schon sollten alle Spieler auf ihre Kosten gekommen sein. Ich habe dabei immer wieder Spiele beobachten können, in denen Spieler max. auf 10 Minuten Spielzeit gekommen sind. Und nein, es waren leider keine Einzelfälle ! Einen Betreuer habe ich in der E nach einem Spiel mal drauf angesprochen, weil es mir bei ihm schon ab der F aufgefallen war. Sinngemäß sein Kommentar: „Gegen euch sind das immer so knappe Spiele, wenn ich da meine Schwachen bringe ist ein totaler Bruch im Spiel.“ Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass bei mir alle gleich lang gespielt haben und meine Spieler auch nicht alle auf dem gleichen Niveau sind. Es würde sich demzufolge wieder ausgleichen. Seine Antwort: „Ne, nicht gegen euch. Ist mir zu gefährlich. Meine Jungs wollen schließlich gewinnen.“ Während wir uns unterhielten haben ein paar meiner Jungs mit ein paar seiner Spieler zusammen auf ein Tor gebolzt.


    Jeder der mir erzählt, man tue den Schwachen kein Gefallen sie bei „schweren“ Spielen nicht einzusetzen, redet sich was schön. Wir reden hier von G-E. Das sind 5-10jährige Kinder. Die wollen Fußball spielen. Es gibt keine Ausnahme oder Ausrede für einen Kindertrainer sie daran zu hindern ! Und nichts anderes ist das.



    Dritte goldene Regel: Die Mannschaft besteht aus Trainer/-n, Spielern und Eltern. Man kann sich noch soviel Mühe geben, noch so eine gute Einstellung zum Ganzen haben und tatsächlich auch ein sehr guter Trainer sein, wenn Du die Köpfe und Herzen der Eltern nicht gewinnst ist das zum Scheitern verurteilt ! Klingt hart, ist aber meine Erfahrung.



    Vierte goldene Regel: Technik, Technik, Technik. Links wie rechts. Und unter Technik verstehe ich nicht nur die Fußstellung. Betrachtet man alleine wie komplex die Ballannahme aus dem Stand ist ( Gewichtsverlagerung, Oberkörperhaltung, Fußstellung Standbein usw.) kann man erahnen wie lange es dauert, diese Technik so sauber zu beherrschen, dass sie auch im Spiel unter Druck sicher abgerufen werden kann. Ich runzle immer die Stirn, wenn hier ein Thread mit „richtiges System in der F“ usw. erstellt wird. Ich hatte genug zu tun in den sechs Jahren die Technikthemen einigermaßen gesichert abzuhandeln.


    Das mal so in aller Kürze als Beschreibung. Vieles hab ich falsch gemacht und würde vieles auch anders machen. An die o.a. Regeln habe ich mich aber immer gehalten und bis dato habe ich gedacht, dass das wohl normal ist und jeder so macht.


    Dann kam die D-Jugend

    Was mir aber nicht klar ist: Ist das nicht ein Schritt zurück zur Manndeckung? Will man die Spieler nicht eher zur ballorientierten Verteidigung bringen? Oder seht ihr da keinen Widerspruch?

    Ich habe es in dem Gesamtkontext nicht als Manndeckung heraus gelesen. Ansonsten wäre es in der Tat ein Widerspruch.

    Nach meinen Beobachtungen (bin jetzt seit 2 Jahren dabei und gucke mir neben den eigenen auch andere e- und d- jgd. Spiele an) liegt der entscheidende Unterschied auf dem Platz weniger in der Agressivität und Angriffsbereitschaft der Mannschaften begründet sondern in der Fähigkeit, sich den Platz vernünftig aufzuteilen und gut im Raum zu agieren. Wenn man dann noch Pässe spielen kann wird der Gegner auseinander gespielt. Erst wenn diese Fähigkeiten gleich verteilt sind, gewinnt wieder die Mannschaft mit den körperlichen Vorteilen. Ich glaube weiter, dass man in der d-jugend noch nicht sonderlich komplexe Spielsysteme trainieren sollte.

    Spielanalysen ( Spiele richtig lesen und deuten ) sind nicht allen gegeben. Insofern: Klasse, Dein Beitrag !!

    Was kann man also tun, damit sie die 'Grundregel' (= einen Gegenspieler suchen, sobald die andere Mannschaft den Ball hat, für mich der Schlüssel überhaupt um schwer zu schlagen zu sein auch für stärkere Gegner) verinnerlichen ? spielen, spielen, spielen, spielen, egal wie, 2:2,3:3,5:5, auf zwei Tore, auf vier Tore, ganz egal, es geht um die Orientierung im Raum und dazu brauchen sie viel Spielerfahrung.

    Dito !

    Aber ich finde es schön, das selbst alte Forums-Füchse nicht immer ein Rezept dafür haben, wie sie ihre Mannschaft verbessern können. Das tröstet mich etwas...........

    Man lernt nie aus. Wer glaubt, sich nicht mehr weiter entwickeln zu können, befindet sich schon auf dem Rückschritt.


    Toller Beitrag, thomasg :thumbup:

    Die teilweise hier offenkundige Schärfe ihm gegenüber halte ich für unangemessen und kontraproduktiv
    Nein, dazu muss ich mich rechtfertigen, denn hier wird mit zweierlei Maß gemessen.

    Schreibe ich dann "schlimm ... ganz schlimm", muss das doch erlaubt sein.

    Du warst auch gar nicht gemeint. Stimmt, hätte ich dazu schreiben müssen.
    Andre
    Nur so als Tipp:

    versuchen ihn anhand von praktischen Beispielen mit Argumenten zu überzeugen,

    Bringt doch wohl viel mehr als lediglich zu sagen, ist alles Scheiße. Dann hat man zwar Dampf abgelassen aber der Nährwert ist gleich null.

    Eigentlich hatte ich aufgrund der Formulierung ( von @Kicker ) "Gleichbehandlungsfantasie" vermutet, dass es guenter um diese Thematik geht. Zu seinen Darstellungen habe ich anhand meiner gemachten Erfahrungen meine Meinung gepostet und er daraufhin wieder seine. Die teilweise hier offenkundige Schärfe ihm gegenüber halte ich für unangemessen und kontraproduktiv. Ich würde auch weiterhin versuchen ihn anhand von praktischen Beispielen mit Argumenten zu überzeugen, wenn mich nicht zur Zeit etwas anderes stark beschäftigen würde. Ich erlebe nämlich in dieser Saison hautnah was passieren kann, wenn sich eben einige "Trainer" nicht an diese Regeln halten und man diese Jungs dann übergeben bekommt. Und zwar ausschließlich auf das Thema Einsatzzeiten ( egal ob "schweres" oder "leichtes" Spiel ) und Rotation in Verbindung mit altersgerechtem Training bezogen.


    Ich hatte auch immer den Vorsatz es allen Recht machen zu wollen. Ja keinen aufzugeben. Ich habe im Lauf der Jahre zwei Kinder übergeben bekommen jeweils mit der Bemerkung "der wird es nie lernen". Die beiden sind auch heute noch nicht auf dem Weg zum Nationalspieler, aber sie sind mit Feuereifer dabei. Und die waren auch bei "schweren" Spielen dabei. Auf dem Feld und nicht als Zuschauer. Ich habe meine Truppe jetzt seit über sechs Jahren. Keinen einzelnen Spieler davon möchte ich missen. Auch die Eltern sind fester Bestandteil der Mannschaft. Jetzt aber ist eine Situation eingetreten die ich demnächst in einem eigenen Thread insbesondere denjenigen schildern möchte, die sich abseits vom Weg bewegen. Vielleicht gar nicht mal mit böser Absicht. Egal, die Folgen bleiben die gleichen. Vielleicht kommen sie ja bei der Schilderung meiner Problematik ( im Grunde sind es mehrere Baustellen ) ins Grübeln.


    Jetzt rennt mir wieder die Zeit davon, aber das wollte ich noch zu diesem Thema hier sagen. Bleibt fair miteinander, denn im Grunde arbeiten wir alle an der selben Sache

    Es geht dann doch wohl nicht in die Richtung, die ich dachte. Eigentlich überhaupt nicht.
    Mein Ansatz beginnt nämlich erst ab D. Für mich der Übergang in den Jugendfußball.
    Kinderfußball hatte ich vorher keine Erfahrung mit. Da habe ich eine Menge gelernt. Wahrscheinlich ich mich mehr von den Kindern als anders rum. Man hat eine Menge gut gemacht, es gab aber auch viele Situationen wo man sich hinterher ( wenns denn die eigenen koordinativen Fähigkeiten hergäben ) mit Fug und Recht in den Hintern hätte treten können. Eines würde ich aber als KiFu-Trainer immer wieder so machen und da guenter, liegen wir so gar nicht auf der gleichen Welle: Gleiche Einsatzzeiten für jeden. Egal bei welchem Spiel und bei welchem Spielstand. In diesem Punkt bin ich auch kein Stück kompromissbereit. Und meiner Meinung nach redest Du Dir da was schön. Die Schwächeren sind schon glücklich wenn sie nur dabei sind. Sehe ich anders. Aber gut, sind wohl offensichtlich verschiedene Erfahrungswerte.


    Zudem bis jüngere E Rotation auf allen Positionen, dann in abgeschwächter Form. Du erzählst was von "kein Kind auf eine Position hin zwingen, weil es nicht will". Für mich ist ein guter KiFu-Trainer derjenige, der an dieser Stelle ergründet, warum das Kind nicht möchte und nicht einfach sagt "Na gut, dann nich". Und sich dann Gedanken macht wie man das Kind dazu bringt auch diese Position mal auszuprobieren. Hier sind wir nämlich im Bereich der Persönlichkeitsbildung. Stichwort Selbstbewusstsein stärken. Gutes Beispiel Torwart. Für mich die Position, die zur Entwicklung und Förderung der koordinativen Fähigkeiten geradezu genial ist. Keine andere Position im KiFu bietet das in dieser konzentrierten Form. Deswegen war es mein Ziel alle Kinder schon ab G für diese Position zu begeistern. Da ich auf diesem Gebiet absoluter Laie war ( nie selbst Keeper gewesen ) habe ich mir für ein altersgerechtes Torwarttraining Hilfe aus diesem Forum geholt ( an dieser Stelle nochmal besten Dank TW-Trainer).
    Ausnahmslos alle Kinder waren begeistert und ich musste dieses Training immer mal wieder auf Verlangen einbauen. Und bis zur älteren F haben alle Spieler mal im Tor gespielt und zwingen musste ich dazu keinen ! Aus welchen Gründen geht denn ein Kind vielleicht nicht gern ins Tor ?


    1. Es möchte Tore schießen. Okay, grundsätzlich 'ne gute Einstellung :D Möchten die anderen aber auch.


    2. Es hat vor Angst vor dem Ball. Die Gefahr besteht natürlich im Tor, den Ball aus nächster Nähe ins Gesicht zu bekommen. Das kann aber auch im Feld passieren, also ist es ein positionsunabhängiges Problem. Gibt es auch eine Menge Übungen für, würde hier aber zu weit führen.


    3. Es hat Angst Fehler zu machen, welche nun mal auf dieser Position fast zwangsläufig zu Toren führen. Und jetzt kommt der zweite entscheidende Punkt warum ich unbedingt wollte, dass jeder mal im Tor spielt: Das ist nun mal das Schicksal des Keepers. Bekommst kaum was zu tun und der entscheidende Ball geht in der letzten Minute rein. Und Ruck-Zuck bist Du die ärmste Sau auf dem Platz. Jetzt geht es drum, wie deine Mannschaftskameraden damit umgehen. Und dazu ein Beispiel aus der Praxis. Wir spielen diese Saison nur gegen ältere Jahrgänge. Find ich gut und freue mich auf die Saison. Letzte Woche alles gegeben und sie führen völlig verdient 2:1. Ordentlich Chancen versiebt, aber sie geben alles. In den letzten 10 Minuten fängt sich unser Keeper 4 Kirschen. Sorry, aber die gingen alle auf seine Kappe und man sah ihm an, dass er das auch wusste. Und was passiert ? Im Gegensatz zu vielen anderen Mannschaften, die ich in solchen Situationen schon erlebt habe ( und das war wenig kindgerecht ) meckert nicht ein einziger Spieler von mir über ihn. Nichts. Nicht ein Wort. Weil eben alle wussten wie das ist, wenn Du Dir so ein Ding fängst :!: Als sie später aus der Kabine kamen, haben die Eltern und ich spontan geklatscht, weil sie wie ein Team aufgetreten sind. Da bin ich ehrlich: Ich bin vor Stolz fast geplatzt und diesen Orden hänge ich mir an die Brust. Ich würde es jederzeit wieder so machen.
    Guenter, ich denke von Dir, dass Du ein guter Trainer bist und ich sehe Deine Posts auch nicht ganz so kritisch wie Andre. Aber die Sachen mit Spielzeiten und Rotation im KiFu kann ich aus oben genannten Gründen so nicht stehen lassen.


    Ich dachte eigentlich es würde um ein Thema gehen, dass mir zur Zeit schlaflose Nächte bereitet. Mir rennt aber jetzt die Zeit davon und ich werde bei Gelgenheit ein eigenes Thema dazu erstellen. Es geht z.B. darum, dass ich ( ganz wichtig: in der D ) den oben erwähnten Keeper aus dem Spielbetrieb genommen habe, um ihn zu schützen. Weil er auch im Spiel danach richtige Böcke hatte und einige Spieler leise ( aber für mich hörbar ) seine Auswechslung fordern, da sie kein Vertrauen mehr in ihn haben. Es geht darum wie man damit umgeht, wenn man 12 Spieler dazu bekommt, die eben in der Mehrzahl offensichtlich nicht altersgerecht trainiert wurden. Deren technischer Ausbildungsstand teilweise erschreckend ist. Deren Disziplin schwach oder gar nicht ausgeprägt ist und damit auch die trainings- und spielwilligen Spieler nerven und stören. Und noch einige andere Sachen.

    Feigling :D
    Schwierig das kurz zu umschreiben. Und dürfte hier zum Aufschrei führen. Geht darum es nicht allen recht machen zu können. Und darum, trotz aller ( wie Kicker es schön formuliert hat ) "Gleichbehandlungsfantasie" eben auch den "Starken" gerecht zu werden. Ich erlebe es gerade bei meiner D. Wunschvorstellung und Realität.
    Trifft es das ?

    TW-Trainer und Andre
    Ich habe von einem Forumsmitglied bez. VFL schon Hintergrundinfos bekommen wie es in der Praxis abläuft. Tja, Schein und Sein. Hört sich gut an, wird aber wohl tatsächlich anders gehandhabt. Schade eigentlich.


    Zur Talentförderung an sich. Ich erfahre es zur Zeit aus erster Hand, da mein großer Sohnemann daran teilnimmt. Meine Einstellung war von Anfang an neutral bis skeptisch. Ist mir ein bischen zuviel Hype nur weil DFB drauf steht. Meine bisherigen Erfahrungen:
    - die Trainingsmethodik unterscheidet sich nicht groß von meiner und ich vermute auch nicht von vielen anderer hier. Originalzitat Sohnemann: Der trainiert genauso wie Du. Wundert mich nicht, da ich regelmäßig an Fortbildungen teilnehme und so immer mal wieder neue Praxisübungen mitbekomme. Kann ich jedem nur wärmstens empfehlen.
    - beide Trainer halte ich sozial und fachlich für sehr kompetent
    - ist mit viel Fahrerei verbunden. Hat man noch ein zweites Kind ( was sich nicht zurück gesetzt fühlen sollte ) ist das manchmal organisatorisch gar nicht so einfach
    - der Kader für Funktionsspieltage, Sichtungen usw. wird immer erst kurz vorher bekannt gegeben. Daher muss der Junge unbedingt die richtige Einstellung zum Ganzen haben, sonst kann es oft zu Enttäuschungen kommen. Ist Gott sei Dank bei meinem kein Problem
    - Die Stützpunktspieler sind in ihren Vereinsmannschaften in der Regel herausragend. Und an diesem Punkt stimme ich Follkao voll und ganz zu. Das kann auch zum Problem werden. Diese Spieler müssen auch gefordert werden. In meiner Truppe waren ein paar auf dem Sprung. Insofern ist der Unterschied noch nicht ganz so krass. Beim Stützpunkttraining müssen sie aber in jedem Training bei jedem Zweikampf 100% geben. Das ist von der Dynamik her deutlich zu sehen und nicht zu unterschätzen. Von daher tut es Sohnemann ganz gut hier ordentlich gefordert ( und gefördert ) zu werden. Das kann ich ihm in meinem Heimatverein nur bedingt bieten. Eher im zweiten, aber da habe ich ja meine Hand drauf ;)
    - Abwerbungen !! Da geht es ja hier drum. Kaum auf der Homepage klingelt zuhause das Telefon. Das kanns nicht sein und kann ich ganz und gar nicht nachvollziehen. Aber das hatte ich bereits im anderen Threat beschrieben. Für mich eindeutig eine negative Begleiterscheinung die mich ank.....


    Mein Fazit ist daher bis hierhin: Mit der richtigen Einstellung der Spieler und Eltern eine gute Sache und macht Spaß solange es eben dauert. Die Hauptsache bei einem Hobby. Wenn es vorbei ist, ist die Hauptsache das die Jungs ihr Leben lang mit Freude daran zurück denken.
    Ansonsten für mich aber deutlich überbewertet !

    Meine Antwort ist, dass es mich in dem Augenblick -je nach innerem Zustand meiner Person/Tagesform- ÄRGERT...wenn ein Spieler einfache Vorsätze nicht umsetzt, obwohl ich von ihm fest glaube, dass er dazu in der Lage ist das umzusetzen. Z.B....schneller und lauffreudiger zügig stark auf den Ball zuzugehen, statt zu warten, das die dämliche Pille bei ihm ankommt ...oder....er nicht in den Vollsprint mit Ball zum Konter ansetzt und stattdessen noch mehr oder minder wartet, dass der Gegner an ihm dran ist....oder der verflixte lange Fuß in Richtung ballführendem Gegner, statt den Gegner locker gemütlich sorgenfrei zu stellen, um dann den Ball abzulaufen...da werde ich besonders ärgerlich
    (innerlich). Es ist nie das Ergebnis das mich dazu treibt, sondern einfach das fußballerische selbst! Ich denke hier liegt ein Unterschied zu vielen anderen Trainern. Ich bin so bei einem 5 zu 0 für uns und nicht mehr oder minder bei einem 0 zu 8 gegen uns.

    Andre, das kommt mir verdammt bekannt vor.
    Mit einigem zeitlichen Abstand muss ich dann zuhause selber drüber grinsen. Die Truppe hat gewonnen und alles kommt freudestrahlend auf Dich zu. "Super. Toll. Klasse. Ist ja gut gelaufen." Du drückst Dir mit Müh und Not ein Lächeln raus, weil die eigene Analyse des Spiels vollkommen unabhängig vom Ergebnis ist und eben ( fürs Trainerherz ) unbefriedigend verlief.
    Oder sie haben verloren und man sieht nur betretene Gesichter, während man sich selbst ein Pfeiffen unterdrückt, damit sich Spieler und Eltern nicht verarscht vorkommen.

    Roger
    Fernanalysen sind immer sehr schwierig wenn man so wenig Input hat. Es wäre daher gut, wenn Du mal zwei bis drei aufeinanderfolgende Trainingseinheiten beschreibst. Dann kann man anhand der Praxis gezieltere Tipps zur Trainingsgestaltung geben und das wird Dir wesentlich besser helfen. Ich vermute wie TomTom als einen Erklärungsansatz die angewandte Trainingsmethodik. Vielleicht zuviel in der Übungsform und zu wenig in der Spielform.
    Am Anfang sollte immer eine intensive Aufwärmübung in Wettkampfform stehen, dann ist der erste Druck schon mal weg. Ihr seid offensichtlich mind. zu zweit. Also Trennung des Teams in zwei Trainingsgruppen. Inhalt sind die gleichen aber eben räumlich etwas abgesetzt. Optimalerweise nach momentaner Leistungsstärke eingeteilt.
    Zu praktischen Tipps hast Du von TomTom und Stella (fangen Dich Deine Minis jetzt auch schon nach kurzer Zeit und futtern Dir die Harribos weg ? ;) ) schon gute Maßnahmen geliefert bekommen. Ich schätze, wenn Du davon einiges anwendest, wird schnell eine Besserung eintreten.


    Daher nur ein Tipp noch von mir:

    Vielleicht sollte man auch die Eltern mit einbeziehen um zu erklären was man für ein Ziel verfolgt.

    Ich komme eigentlich aus dem Jugend- und Herrenbereich. Den Kinderfußball muss man aber eindeutig als eigenständigen Bereich betrachten. Meines Erachtens stellt dieser wesentlich höhere Anforderungen an einen Trainer. Hier wird das Fundament gebaut. Fußballerisch sowieso. Und da kann man selbst in dieser kurzen Zeit bis zum Übertritt in den Jugendbereich ( beginnt für mich ab D ) vieles falsch machen. Ich habe jetzt, neben meiner Truppe, einige Altjahrgänge übernommen. Kurz gesagt kann ich mit zwei Ausnahmen mit denen bei den Basics wieder anfangen. Können die Jungs nichts für, aber es ist schon erschreckend, wenn Du mit den jüngeren Spielern lange Flugbälle mit links und rechts übst, während die älteren Passannahme mit links und rechts trainieren.


    Eines habe ich aber während dieser Zeit gelernt: Es gibt drei wichtige Mannschaftsteile, damit im Kinderfußball aus einer Vielzahl von Spielern ein Team wird.
    1. Der/Die Trainer. Fach- und Sozialkompetenz und die innere Einstellung sowie die Fähigkeit, dies auch vermitteln zu können.
    2. Die Kinder. Alle schon im jüngsten Alter mit physisch und psychisch unterschiedlich ausgeprägten Fähigkeiten. Sie beginnen alle mit viel Spaß und Begeisterung am Fußballspielen. Es kommt darauf an, was der Trainer daraus macht und wie sie dabei vom Elternhaus unterstützt werden. Du kannst Dir noch so viel Mühe geben, aber wenn die Eltern so gar kein Interesse zeigen hören sie irgendwann auf. Ist zumindest meine Erfahrung. Und daher
    3. Die Eltern :!: Diese gehören auch zum Team. Überzeugst Du sie von Deiner Philosophie und nimmst sie von Anfang an mit ins Boot ist das die halbe Miete. Wenn das also bisher bei Deinen Vorgängern nicht geschehen ist, rate ich Dir dringend das nachzuholen. Die Mühe lohnt sich.


    Viel Spaß mit Deiner Truppe. Wird schon.

    ich würde mir die Tabellen der anderen Staffeln anschauen und nachsehen wer dort ebenfalls nicht ganz soviele Punkte holt. Dann mal die Trainer kontaktieren, deine Situation erklären und nach einem Freundschaftsspiel fragen. Ihm geht es sicherlich ähnlich... eine Mannschaft wird dann sicherlich 5-3 oder so gewinnen... und beide haben ihre ersten Erfolgserlebnisse ;)

    Find ich sehr gut den Vorschlag.


    Raschfield
    Erstmal willkommen hier. In aller Kürze: Das Selbstvertrauen und die Motivation holen sie sich im Training, also seit ihr als Trainer gefragt. Aufwärmen immer mit spaßigen Teamwettbewerben. In der nächsten Zeit ( einschließlich ) Halle im Hauptteil in der Übungsform Technikgrundlagen trainen. Das ganze zur Nachhaltigkeit in Trainingsblöcken, also nicht so in den Schwerpunkten hin und her springen. Erst recht nicht während einer Trainingseinheit ! Dabei immer motivieren. Zum Schluss dann ein Abschlussspiel, bei der sie nach Herzenslust bolzen können. Eben mit viel Spaß und Motivation.


    Aber wir hatten hier doch schon die schöne Idee mit den Tagebüchern. Wie wärs denn mal 'ne Mannschaft online zu trainieren ? Schilder doch einfach mal was Du trainiert hast und was Dir dabei aufgefallen ist. Hier gibt es genug die euch helfen könnten bzw. Tipps geben können. Die für eure Truppe passenden suchst Du Dir dann raus.

    Zweitens zur Mail, die einige so positiv aufgenommen haben. Diese sollten sich einmal fragen, was sie denn denken sollten, wenn sie einmal nach vorherigem negativem Gespräch einen Termin von ihrem Arbeitgeber mit dem Titel: "Ihre Zukunft in unserem Unternehmen" bekommen...


    Hier wäre es nicht schlecht gewesen, wenn Du diese "einige" direkt angesprochen hättest. Ich vermute mal das Du auch mich meinst. Ich habe weder geschrieben das ich die Mail positiv finde noch das ich es positiv finde das er überhaupt eine Mail geschrieben hat. Das hast Du offensichtlich nur so heraus gelesen. Und das ist doch genau mein Ansatz. Die sollen sich in Ruhe unter Männern zusammen setzen und das Problem klären und Punkt. Scheint aber in heutigen Zeiten aus der Mode gekommen zu sein. Lieber 'ne Mail, SMS, Facebook usw. Und dadurch entstehen Missverständnisse die in einem Gespräch nach einer Minute geklärt wären.