Beiträge von Sir Alex

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    So einfach kann man das aber auch nicht sagen, denn wenn man permanent das Problem der Unzuverlässigkeit hat, Spieler sogar während eines Turnieres einfach gehen, im Training teilweise nur 5 Spieler sind, oä dann wechseln vlt auch irgendwann Spieler den Verein, die eben zuverlässig sind.

    Dass man im Breitensport auch "leichter" mal absagen kann, andere Prioritäten setzt, das ist ds eine, aber nur bei passendem Wetter zu erscheinen, oder nur dann, wenn man spontan Lust hat, das funktioniert auch da nicht.


    Zu einer Gemeinschaft gehört zwingend Zuverlässigkeit, sonst funktioniert das nicht.

    Man kann in der G-Jugend gerne alles völlig frei handhaben, da soll jeder auch erstmal herausfinden, ob das das passende Hobby ist, in der F-Jugend schließt man sich dann aber mM nach einer Gemeinschaft an und die erfordert ben ein paar wenige grundlegende Regleln.

    Moin, einfach nicht ärgern und konsequent sein. Wenn die jetzt nicht mitziehen was soll dann im älteren Bereich sein wenn du Sie noch mehr brauchst da mehr Feldspieler. Einfach nicht nominieren und gut ist

    Sehe ich genauso.

    Ggffs hat man halt keinen Wechselspieler. In der F-Jugend und dazu Breitensport da ist das sowiso kein Problem, dann spielen eben alle durch.

    Zur Not halt einen jüngeren Jahrgang zum Spiel mitnehmen.


    Und das Argument, dass man Kinder nicht für die Eltern bestrafen sollte/kann, das klingt ja gut, aber man kann halt auch in einer Gemeinschaft nicht alles durcchgehen lassen, das funktioniert nicht.

    Davon ab ist es ja keine Bestrafung, sondern eine Konsequenz für das Kind, wenn es nicht nominiert wird, weil es eben nicht die Trainingsbeteiligung hat, die ausreicht.


    Das klingt wie eine Wortklauberei, das ist aber ein gravierender Unterschied.

    Erstmal Respekt,dass du dir die Meinungen und Antworten ergebnisoffen durchliest und zu verarbeiten versuchst und so eine gute Diskussion ermöglichst.


    Da du auch Trainer bist, wäre meine klare Empfehlung, dass du viel 1gg1 ins Training verarbeitest,

    Selbst 2gg2 bis 4gg4 hilft zumindest beim Thema Einsatzwillen, weil man sich da nicht rausnehmen kann.

    Dazu würde ich auch größere Spielformen auf (zu) kleinem Feld machen, da ist der Zeit- und Gegnerdruck dann per Bedingungen sehr hoch.

    Das seiht dann zwar - vor allem am Anfang - nicht nach dem Fußball von Leverkusens Profis aus, aber darum sollte es eh nicht gehen. Man schult so ungemein viele elementare Dinge.

    Wenn man dann nach Wochen/Monaten das Feld größer macht, dann kann man sehr gut die individuellen Verbesserungen erkennen und auch der Fußball sieht viel besser aus.

    Hey, danke für deine Antwort. Also wird er evtl. auch gesperrt, wenn wir uns im Sommer fristgerecht abmelden? Man kann das nur umgehen, wenn man sechs Monate nicht spielt?


    Und wenn man sich fristgerecht abmeldet, dann spätestens ab dann keine Spiele mehr für den alten Verein machen?

    Sobald man sich abmeldet, erlischt eh das Spielrecht. Dann darf er eh keine Pflichtspiele mehr macchen.

    Das gilt auch, wenn ihr jetzt euch zum 30.6. abmeldet. Das geht nämlich nicht, eine Abmeldung erfolgt immer unmittelbar.


    Wenn ihr vor dem 30.6. austretet, also nach dem letzten Pflichtspiel, dann muss der aktuelle Verein ihm trotzdem die Freigabe geben. Das kann er entweder einfach machen oder der aufnehmende Verein zahlt eine festgelegte Summe, die sich nach Spielklasse der Vereine, Zugehörigkeit im Verein, Alter des Spielers, etc. richtet.

    Wenn es aber nicht zu der Freigabe kommt, dann bekommt er das Spielrecht dann erst zum 1.11.


    Wichtig ist aber, dass man nicht nach dem 30.6. austritt, dann kommt die automatische Sperre des Verbandes von 3 Monaten oben drauf.


    Länger als 6 Monate kann eine Sperre im Jugendfussball bei einem Wechsel aber nie sein. Gerechnet ab dem letzten Pflichtspieleinsatz.


    Für Vertragsspieler ist das anders, aber ich gehe mal davon aus, dass es darum nicht gehen wird. Dann wäre die Begleitung/Beratung des neuen Vereins mit euch schon bisher ganz anders gewesen.

    Naja, eigentlich hättest du bis zum 31.12. austreten müssen.


    Rückdatieren ist halt auch ein illegaler Weg, auch wenn der manchmal gegangen wird.


    Wobei selbst das mit 5 Wochen nach dem 31.12. schon schwer wird, weil dann ja die automatische Freigabe (ohne Ablöse) erteilt wird und so der neue Verein den alten hätte hintergehen können.



    Ich würde aber jetzt versuchen eine Lösung für den Sommer zu finden.

    Mehr als 6 Monate nach dem letzten Pflichtspiel kann keine Sperre sein, was quasi die Freigabe zur neuen Saison wäre, wenn er nicht mehr spielt.

    Jetzt aber ein halbes JJahr nicht mehr zu spielen, sollte nicht die bevorzugte Wahl sein, aber den Dialog suchen, ob/wie er weiterhin fair behandelt wird und man vlt jetzt schon eine schriftliche Abmachung ausmacht, für den Wechsel und dessen Modalitäten im Sommer.

    Das gegebene Wort ist nichts wert, das kann ich aus Erfahrung sagen.

    Da auch den neuen Verein mitnehmen, diesen fragen, wie man am besten agiert.

    Wie viele Anfragen für ein Probetraining hat heutzutage ein NLZ bzw. LZ? Wie läuft die Vorauswahl?


    Normalerweise spricht man Talente an und lädt sie ein - dann kennt man sie schon aus ihrem Umfeld. Und sieht nach 2-3 Trainingseinheiten, ob es klappen wird bzw. kann. Dabei findet eine Kommunikation statt.


    Kommt heute überhaupt noch jemand aus dem Nichts? Falls ja, wird ein Spieler der überhaupt nicht in Frage kommt, nach einem Training wieder nach Hause geschickt. Die anderen bekommen doch sicher 2-3 Trainingseinheiten, um zu einer Bewertung zu kommen (v.a. bei einer persönlichen Eigenschaft wie dem Verhalten auf dem Platz (Einsatz) - Thema: Neuer in einer Gruppe bei einer U11 (ich wiederhole mich, das sind Kinder)).

    Also ich gebe eigentlich jedem Spieler mindestens 3 Einheiten.

    Wobei es eigentlich niemanden mehr gibt, der es schaffen könnte, der nicht von uns angesprochen wurde, sondern auf anderen Wegen ins Probetraining gekommen ist. Bzw. den man nicht eh schon kannte und angesprochen hätte.


    Aber manchmal tut man einem Trainerkollegen oä einen Gefallen oder muss auch über andere Beziehungen im Verein mal einen Spieler ins Probetraining nehmen.

    Da sind dann auch schon einmal welche dabei, wo man wirklich nach einen Training, eigentlich nach wenigen Minuten weiß, dass das nicht reichen wird.


    Habe da auch (mindstens) einmal nach einem Training einem abgesagt, der Junge war nicht einmal sportlich oder sportinteressiert, der stand in U10 oder u11 die komplette Spielform minutenlang teilnahmslos rum, bekam dann wirklich den Ball und dribbelte (wenn man das so nennen kann) aufs falsche Tor zu. Es war eiine einfache Spielform, also ein normales Spiel.


    Ein anderes Mal hatte ich einen Probespieler, irgendwie über Beziehungen von höheren Peersonen im Verein. Der war auch so offensichtlich weit weg, wirkte wie ein U8 Spieler in der U11, den habe ich aber dreimal mittrainieren lassen.

    Als dann das Gespräch anstand, da dachte ich, dass war so deutlich, dass das ein einfaches Gespräch werden würde, dass Papa das nicht anders gesehen haben kann. Das war wirklich wie ein schlechter U8 Spieler in einer Top-U11 Truppe. Beim 2gg2 tat mir dessen Mitspieler schon leid, obwohl ich ihm den besten 2gg2 Spieler zugeteilt habe und der wirklich alles versucht hat, den Probespieler mit einzubinden.

    Naja, der Vater meinte dann wirklich, dass sein Sohn genauso gut wäre, hätte er bisher die selbe Förderung wie die anderen Spieler erhalten. Da fehlten mir echt die Worte...

    Da bin ich bei dir.

    Ich denke auch, der Junge ist denen nicht gut genug und das sind die verbalisierten Argumente, die man dir mitgeben kann, da du ja scheinbar auch eher ehrgeizig den Sport deines Sohnes begleitest. Mehrfaches wohl selbstinitiertes Probetraining und du schreibst hier über die Liste der Fähigkeit zB x und y"können wir mitbringen".

    Ein freundlicher Rat, nimm dich ein bisschen zurück, es ist das Hobby deines Sohnes, es sollte nur um ihn gehen, nicht um dich oder euch.


    Defensivverhalten kann man Mm nach auch viel besser schulen, das war bei mir noch nie Kriterium, ob ich einen Jungen nehme bzw. habe ich keinen wegen eines Mangels diesbezüglich nicht genommen.

    Ich hatte überhaupt nur zweimal einen Zugang, der wirklich gut im defensiven 1gg1 war, da ich finde, dass das bis U13 eigentlich überall unzureichend oder zu schlecht geschult wird. Oder auch gar nicht. Da muss jeder Nuzugang, egal wie talentiert, dann erstmal einiges erlernen.


    Einsatzfreude/-bereitschaft - auch gegen den Ball - das sollte ein Spieler aber schon haben. In mehreren Probetraining besonders. Einsatzbereitschaft ist ja basale Grundvoraussetzung. Wer das nicht mitbringt, den nehme ich auch nicht mehr. Hae ich früher vereinzelt mal gemacht, das hat sie aber nie zum guten gewandelt.


    Edit:

    Der " klassische" Links-oder Rechtsaußen desKleinfeldes, der außen nur auf die von anderen geschaffene Überzahlsituation wartet, um dann offensiv eingesetzt zu werden, den würde ich auch nie holen. Dem fehlt es nicht nur an Einsatzbereitschaft, dessen offensives1gg1 ist idR auch nicht so gut, wie man meint, denn er agiert ja immer ohne Zeit-und Gegnerdurck und aus einer von anderen geschaffenen Überzahlsituaton heraus.

    Naja, es muss ja nicht jeder ein Musiala sein, aber wenn man gar nicht dribbeln kann, dann kann man vieles nicht mehr lösen.


    Virgil oder die City Verteidiger können auch dribbeln, nicht wie Messi, aber sie können es schon gut.



    Wenn in jungen Jahren nur gepasst wird, dann kann man später gar nicht dribbeln.



    Und: noch viel wichtiger:

    Die Ballverarbeitung, die unterschätzte Technik, wo sich die Spreu deutlich vom Weizen trennt.

    Wer immer nur direkt passt, der hat da dann nicht die Qualität. Wer viel dribbelt, muss den Ball ja immer erstmal verarbeiten.

    Aber die besten Talente sind quasi alle schon früh bekannt und bei guten Teams (NLZ oder wenigstens ambitionierter Amateurverein) untergekommen. Da gibt es in der N11 schon lange keine Briegels oder Kloses mehr, abgesehen vlt von Spielern aus dem Saarland, wie Hector.

    Da muss ich kurz widersprechen. Robin Gosens ist glaube ich noch ein aktueller Fall der es sehr spät und ohne NLZ Erfahrung in die Nationalmannschaft geschafft hat. Sind aber tatsächlich spärliche Ausnahmen.....

    Er hat in D und/oder C immerhin zB in Rhede gespielt.

    Die sind schon halbwegs ein ambitionierter Amateurverein, der in der C-Jugend in der Niederrheinliga gespielt hat.

    Was ich sagen will, auch er ist ja eine Selektion durchlaufen und hat sich sportlichen besseren Teams angeschlossen, wohnte nur scheinbar so in Timbuktu, dass es vlt deshalb nicht zum NLZ ging vor der A-Jugend. Und dann ist er auch zu Vitesse Arnheim, die in Holland sind, aber eben eine kurze Entfernung.


    Julian Brandt hat ja auch lange bei unbekannten Teams gespielt, aber die waren in dem Jahrgang/zu der Zeit eben trotzdem selektierte Teams. Brandt war mir als Nichtbremer schon in der U9 bekannt, weil er der beste Spieler Bremens war, aber nicht zu Werder wollte.

    Sir Alex:



    Ich weiß sicherlich nicht, ob ein Kind mit 14 Jahren Profi wird. Ich bin aber auch kein Experte, sondern nur jemand, der früher jeden Tag sehr mäßig selber gespielt hat, Kindern sehr gern das Fußball spielen beigebracht hat und nun das Glück hat, dass sein Sohn nicht nur Fußball liebt, sondern es auch recht gut macht.

    Das weiß niemand. Da gibt es ja alleine schon solche Einschränkungen, wie den Körper, es gibt Spieler die die zunehmende Belastung körperlich nicht hinbekommen und irgendwann nur noch verletzt sind und so den Sprung schon deshalb nicht schaffen.


    Aber die besten Talente sind quasi alle schon früh bekannt und bei guten Teams (NLZ oder wenigstens ambitionierter Amateurverein) untergekommen. Da gibt es in der N11 schon lange keine Briegels oder Kloses mehr, abgesehen vlt von Spielern aus dem Saarland, wie Hector.

    Wer von denen es dann aber wirklich schafft, das kann man nicht vorhersagen, aber eben schon die Masse, die es ziemlich sicher nicht schaffen wird.

    Hinsichtlich der Jugendarbeit weiß ich gar nicht, ob Freiburg da so gut ist. Habe mir nur mal Schade und Schlotterbeck angeschaut. Wenn Spieler erst in der U17 dazu stoßen, weiß ich nicht ob das Jugendarbeit ist. Aber das ist wahrscheinlich eine Definitionssache.

    Ich kann den Ansatz verstehen und nachvollziehen.

    Gerade bei absoluten Supertalenten, wie zB Kroos, dessen Weg zum guten Profis (damit will ich nicht sagen zum herausragenden Profi) beim Wechsel zu Bayern ja jedem klar war.


    Aber, es ist ja schon noch ein gewaltiger Schritt, auch sehr guten Jugendspielern aus dem eigenen Nachwuchs viel Spielzeit bei den Profis zu geben, diesen nochmal schweren Schritt hinzubekommen.

    Auch, wenn man sie erst spät holt.

    Freiburg holt da ja keine Musialas oder Kroos´ :

    Hertha hat zB Samardzis oder Netz eben nicht die Spielzeit gegeben...nicht einmal annähernd.

    Deshalb sind sie dann eben anderswo erst eingeschlagen.


    Broich halte ich aber auch für fähig. Aber er war ja nur kurz da, ist doch längst wieder weg.

    @Follkao: Ich bin da eigentlich bei dir. Die bestehende Statistik lässt sich nicht wegreden, ich wollte nur darauf hinweisen, dass es weitere Effekte und auch Ansichten gibt. Verbands- und DfB Auswahl sind in der Regel auch nur Momentaufnahmen. Dann gibt es den mit 14 Jahren 70 kg schweren IV, der den 10cm kleineren 50kg schweren IV verdrängt. Hier ist gerade die Frage, wonach stelle ich auf. Nach aktueller Leistung oder nach Leistungsvermögen in der Zukunft.

    1) Auch in der Nationalmannschaften bei der A-WM istder RAE deutlich sichtbar. Vlt nicht mehr ganz so krass, aber dennoch sehr deutlich.

    Ich hatte das mal für alle Teilnehmer bei der WM 2018? hier aufgedröselt.


    2) Woran machst du denn fest, wer mehr Leistungsvermögen hat in der Zukunft hat?

    Das kann man immer so einfach sagen, dass man das machen sollte, aber wenn du da bei einem NLZ Entscheidungsträger wärst, wie konkret würdest du dann das berücksichtigen und umsetzten? Angefangen davon, dass du dann ein riesiges Gebiet scouten müsstest, also alle Ligen, denn für hohe Jugendligen gilt das ja genauso, da werden schon gar keine aktuell schlechten aufgestellt

    Hertha hat den riesigen Vorteil ein gigantisches Einzugsgebiet quasi alleine zu haben. Da wirst du immer ausreichend wirklich gute Jungs finden/haben.

    Ich finde deren Quote für deren Bedingungen und deren Qualität der Profiteams sogar eher mau. Das sind fast alles immer nur Kaderauffüller, die 1-2 Kurzeinsätze bekommen,aberdamitfürdieStatistikzählen.

    Maza ist ein Ausnahmetalent, sonst spielen da seit bestimmt 10 Jahren kaum Jugendspieler wirklich eine Rolle. Bei anderen Vereinen (zB Freiburg) Kommen da mehr Stammspieler bei rum. Arne Maier war der letzte, der war in der Jugend aber mit Kai Havertz und Adrian Fein der Überflieger in Deutschland.


    Hertha stellt aber - anders als manch anderer,aber genauso wie viele andere es eben auch tun - für wichtige Spiele der Jugend sogar Spieler auf, die dem eigentlich entwachsen und schon fest bei U23 oder gar Profis sind.

    Sei es in den letzten Jahren, um ins DM-Halbfinale zu kommen bzw. diese Spiele dann selbst, aber auch diese Saison, nur um im oberen Tableu zu landen in der Vorrunde.

    Hertha jetzt anzufügen, dass Ausbildung vor Ergebnissen geht, das ist echt absurd. - aber gut, den Einblick hast du wahrscheinlich nicht.

    Selbst in deren U10 oder U11 spielen die besten Spieler bei jedem Turnier quasi jedes Spiel durch, dass nicht vorzeitig deutlich ist...

    Gib mal zB bei Youtube U10 Menden ein, da kann man alle Spiele sehen. Im Finale wechselt der BvB im Block, bei Hertha wird quasi gar nicht gewechselt., wie im ganzen Turnier.


    Ich finde Freiburg wäre da ein viel besseres Vorzeigebeispiel Zb. Bei wesentlich kleinerem Einzugsgebiet und höherem Niveau des Profiteams.

    Ergänzung:

    4) In alln NLZs wird der Schnelligkeit/Dynamik eine riesige Bedeutung beigemessen, die Fragee, ob er schnell ist, ist die erste.


    Ein Beispiel:

    In meinem Verein in der U15 spielte ein Junge aus Polen. Der kam erst da aus einem sehr kleinen Verein. Der Trainer hat dessen Verband angeschrieben und die 10 und 30 Meterzeiten auf Nachfrage beigelegt.

    Der Spieler wurde direkt zum nächsten Länderspiel eingeladen, ohne Sichtung, ohne Lehrgang, ohne alles, dem Trainer/Verband völlig unbekannt.

    1) die Höchstgeschwindigkeit ist nicht das relevante.

    Es geht vor allem um die 10-30 Meterzeiten.

    Die werden gemessen in den NLZs; Die sind das wichtige.

    Usain Bolt erreichte seine Höchstgeschwindigktei bei 67,90 Metern - diese Strecke ist im Fussball nahezu völlig irrelevant.

    9,58 Sekunden: Usain Bolts Fabel-Weltrekord wird zehn Jahre alt | leichtathletik.de


    2) Deine Auflistung macht auch deshalb nur bedingt Sinn - bzw. der Abstand von 10km/h - weil ja viele Spieler gar nicht auf ihre Höchstgeschwindigkeit kommen in einem Bundesligaspiel.

    Selbst, wenn man nur die nimmt, die wirklich viel Spielzeit hatten diese Halbserie, ein DM (wie Groß) macht ja mitunter gar keine Vollsprints über mehr als 10 Meter.

    Der Wert von zB Groß ist der gemessene Höchstwert in der Bundesliga diese Saison, aber ob das sein wirklicher Höchstwert ist, das ist diskutabel.


    3) Ja ,man kann Schnelligkeit natürlich trainieren. Aber man erreicht in diesem Bereich bei hohem Aufwand nur marginale Verbesserungen - das hat bei einem 100-Metersprinter einen Wert, klar, bei einem Fussballer ist das kaum spürbar. Und der Trainingsaufwand ist dazu enorm, aber man muss ja auch viele, viele andere Dinge trainieren/verbessern, die eben viel leichter einen Trainingseffekt sichtbar/spürbar machen.

    Das ist aber eben nicht voll richtig.

    Im Schulsport und Schulwettkampf gilt auch der Jahrgang, da haben diese Kinder dann sehr wohl Nachteile, die zurückgestellt oder Spätgeborene sind.

    Du schreibst Leistungsträger, nicht, dass er jetzt besonders schnell ist.

    Das ist schon ein anderer Punkt.

    Ist er denn wirklich besonders schnell?

    Leistungsträger im Breitensport oder gehobenen Amateurjugendfussball, das kann man auch ohne besonderes Tempo schaffen, es geht aber um die Elite, das höchste Niveau und da ist das (eigentlich) nicht möglich.

    Beim Fussball kommt s zwar mehr und mehr auch auf Physis an, aber nicht so extrem, wie zB Sprintern.

    Aber solche Test dienen dann schon als Ausschlußkriterium. Wer wirklich langsam ist, den wird man nicht holen, denn im heutigen Fussball kommst du damit nicht mehr aufs höchste Niveau und Schnelligkeit kannst du auch kaum durch Trainign verbessern, jedenfalls nicht im für Fussball wahrnehmbaren Ausmaß. Und es wird auch niemand mit 17 Jahren plötzlich schnell, wer nicht das passende Verhältnis der schnellen und ausdauernden Muskelfasern hat, der wird idR daran nicht mehr ausreichend was ändern mit fortlaufendem Alter. Wer mit 12 Jahren langsam ist, der wird es mit 19 nicht schnell, egal, wie er gewachsen ist. Ich kenne jedenfalls keinen. Der wird maximal nicht "ganz so langsam"sein.


    Aber, wie wir beiden schon gesagt haben, es macht bezüglich der Talentauswahl ja null Unterschied, wenn man eh nur die aktuellen Talente der NLZs oder Auswahlen testet.

    den RAE gab es auch schon früher.

    Als ich Jugendspieler war, da war der Stichtag noch der 1.8., wurde genau verändert, als ich in die Männer kam.

    Da waren die 30 besten in Deutschland auch alle dicht nach dem 1.8. geboren, quasi niemand im Juni oder Juni.

    Das kann ich dir mit Bestimmtheit sagen, weil ich erstens aus meinem -sehr selektiven Spitzenverein im Jugendbereich - die Daten meiner Mitspieler kannte, als auch an mehreren Maßnahmen des DFBs teilnehmen durfte und wir immer ein Teilnehmerliste mit Verein und Geburtsdatum mit der Einladung zugeschickt bekommen haben. Nur hatten alle halt kurz nach dem 1.8. Geburtstag, nicht nach dem 1.1.


    Der Stichtag International war auch nicht grundsätzlich anderswo der 1.1 vor 1996, die allermeisten hatten auch davor den 1.8. genau, wie wir.


    (es gibt ja auch aktuell noch Länder, wo der 1.8. gilt. Waren 2014 oder 2018 5 der WM-Teilnehmer, aber niemand aus Europa, wenn ich mich recht erinnere. Wobei England hatte den 1.8 auch lange oder hat ihn sogar noch?)


    Wenn du jetzt einzelne Jahre und nur einzelne Teams heranziehst, dann ist die Aussagekraft nicht vorhanden.

    Erstens kann es statistische Rausreißer geben. Zweitens ist in den Übergangsjahren natürlich das Verhältnis anders, weil Spieler, die in der Jugend dank ihres Alters/Vorteils eben bsser waren, die haben ein ganz anderes Selbstvertrauen, eine ganz andere Leistungssteigerung erfahren.

    Wenn du eine empirisch halbwegs brauchbare Aussage herstellen willst, dann musst du dir die Kicker-Sonderhefte nehmen und alle Teams 86, 2006 und 2018 zb durchgehen - und dann noch gucken, welches Land dann wirklich welchen Stcihtag hatte.


    Und zum rotierende Stichtag, was noch der beste Vorschlag ist:

    Änderst du das auch in genauso in Schule(Schulsport) und anderen Sportarten? Denn dieses Selbstvertrauen übder viele Jahre, was die Entwicklung eben beeinflusst, das ist ja ein ganzheitliches Ding.


    Und wie willst du das praktikabel umsetzten?

    Schon jetzt wollen viele Eltern gerade im Breitensport als Team zusammenbleiben.

    Nicht nur aus organisatorischen Gründen, wenn sich Fahrgemeinschaften oä bilden.

    Das Argument der sozialen Kontakte; Bindungen bringen ja auch viele an.

    Einen selbstbewussten, sozial-integrierten Menschen zu entwickeln, das sollte vor dem Ziel des Leistungssports stehen, oder?



    Und zum Testen:

    Natürlich musst du mehr, als die besten testen. Denn die besten sind halt die, die man aktuell ja eh hat. Die Dezemberkinder (von denen du meinst, dass sie diese Förderung erhalten müssten, aber aktuell nicht bekommen) müssen ja erstmal auffallen. Tun sie ja nicht, sonst wären sie in der Förderung.

    Im Fussball werden - anders als in den meisten anderen Sportarten nicht nur einige wenige gefördert, die Anzahl ist ja schon groß.


    Sorry, ein bisschen unübersichtlich, unstrukturiert.

    Wie findest du mit dem besten Potentia zB?

    Es läuft janiemand mit dem Geburtsdatum auf dem Trikot rum?


    Und wer beurteilt, dass xy mehr Entwicklungspotential hat?

    Das kann ja schon jetzt keiner sagen, vor allem, wenn es nicht um die besten 20 in Deutschland geht.


    Oder beim letzten Punkt, bei Sprintern oder Schwimmern, da geht es ja (fast nur) um physisches Potential. Das ist beim Fussball ja nur ein Faktor von vielen, alles andere kann man so objektiv nicht erfassen.

    Dazu wäre eh die Frage, wer bezahlt diese Untersuchung bei der Masse an Fussballspielern? Ist ja eine ganz, ganz andere Hausnummer, als 20 Nachwuchstalente der Sprinter zu untersuchen.


    etc.


    Klingt vlt alles nach tollen Ansätzen, es geht aber um die Praktikabilität; erst dann wird es ein konstruktiver Ansatz.