Beiträge von Sir Alex

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    Irgendwie kommt es mir vor, als hätten fast alle (mich eingeschlossen), das falsch verstanden. Als ich das Buch, das erste mal gelesen habe, hatte ich das Gefühl, dass es am besten sei, die Kinder möglichst viel spielen zu lassen, ohne selbst großartig einzugreifen.
    Ich habe das dann auch eine Zeit lang so praktiziert, kam dann aber relativ schnell zu dem Entschluss, dass das "zu wenig" ist. Ich glaube nach wie vor, dass es richtig ist, das Steuer durchaus den Kindern zu überlassen, aber die Richtung in die gefahren wird, gibt der Trainer vor.
    Jetzt nach nochmaligem Anlesen muss ich feststellen dass unser hochgeschätzter Hr. Wein durchaus der Meinung ist, das explizite Übungen und angemessenes Coaching durchaus essentiell sind. Es ist halt wichtig ständig den Bezug zum Spiel herzustellen und die Spieler mit "Problemen" zu konfrontieren, bei denen sie sich selbst die Lösung "erarbeiten" können.

    Mal unabhangig von diesem Thema:
    Wenn man sich mit etwas beschaftigt, aber schon im Vorfeld eine klare, felsenfeste Meinung dazu hat, dann wird man zwangsläufig selektiv lesen/wahrnehmen. Das lässt sich schwerlich verhindern. Man "sucht" ja - mindenstens unterbewusst - quasi nur nach Argumenten, die die schon vorhandene Meinung festigen.


    Deshalb finde ich es immer schade, wenn in Diskussionen erst die (extreme) Meinung kundgetan wird, bevor man sich den Pro- UND Contraargumenten widmet.
    Denn für eine wirklich fundierte Meinung braucht man die Kenntnis möglichst alle Argumente, die man dann erst gewichtet und sich seine Meinung bildet.
    Davon abgesehen, bringt die Zeit und der Austausch mitunter neue Erkenntnisse, neue Erfahrungen, neue Argumente, die eine Meinung verändern können, wenn man sich die Mühe macht, halbwegs offen für alle Argumente zu diskutieren.


    KLingt logischerweise einfacher, als es ist und das wird kaum jemand so klar umsetzten können.
    Aber aufgrund eines Argumentes oder nur einer Erfahrung sich sofort eine extreme Meinung anzulegen und so zu "diskutieren" finde ich nicht gut und hilfreich ist so etwas zumeist für niemanden.

    Mal unabhängig vom direkten Themenstrang, bin ich der Meinung, dass im "Punkt Coaching" die größten Unterschiede in der Qualität von Trainern zu finden sind.


    Das betrifft die reine Technik, genauso, wie alles andere, zB die Taktik.


    Um gut Coachen zu können, muss man erstens fachlich tief in der Materie stecken, man muss wissen, wie soll die Bewegung aussehen, man muss erkennen können, wo genau Verbesserungspotential ist, man muss wissen, wo wirklich die Ursache des Fehlers ist und man muss optimale Lösungsansätze finden und vermitteln können.
    ( analog auch bei anderen Inhalten, als Technik)


    Und hier trennt sich deutlich die Spreu vom Weizen.


    Wenn man bei uns den Trainerschein (alte C-Lizens) macht(e), dann war die Lehrproben auch das "schwierigste" ( also die durchschnittlich schlechtesten Noten) und da wurde seitens der Prüfer dem Coaching auch viel Bedeutung beigemessen.
    Es war fast besser, eine nicht optimale Übung zu wählen, aber dann in der Probe die RichtigenMaßnahmen zu ergreifen und bestens zu coachen, um den geforderten Schwerpunkt voll zu erreichen und somit herausragende Noten zu bekommen.



    Gute Übungen, damit vernünftiges Training, das kann man alles in der Literatur finden.
    Die gelungende Unmsetzung, vor allem an der Trainingsgruppe orientiert, das ist das viel mehr Individuelle Trainerqualität, fachlich, didaktisch und pädagogisch.





    Und zum Schluss mal eine provokante Aussage in den Raum gestellt, die gerne diskutiert werden kann.
    Ist nicht von mir, aber ich habe mit dazu auch schon Gedanken gemacht.


    " Wenn Trainer sich dogmatisch gegen jede kleinste Form der Ausbildung eines Bereiches aussprechen, zB in der Taktikschulung, dann liegt das oft auch daran, dass ihnen selbst in diesem Bereich die Fachkompetenz fehlt. "

    Sir Alex schrieb: Wenn ein Angreifer zB einläuft, dann hat er einen Bewegungsvorsprung, kann höher springen und ist im Raum schwer zu verteidigen.
    Meine Antwort: Wenn ein Angreifer zB einläuft, dann hat er einen Bewegungsvorsprung und ist am Mann schwer zu verteidigen.

    Das stimmt, bei einer mannorientierten Verteidigung ist der Angreifer, der einläuft schwer zu verteidigen, wenn der Ball gut getreten wird.


    Aber, im Raum ist der ABwehrspieler eigentlich chancenlos, wenn der Angreifer einläuft, damit deutlich höher springen kann. Wenn der Ball dann nicht "optimal" auf einen Verteidiger fliegt, sondern zwischen eben diese, hat der Angreifer leichtes Spiel.



    Und zum Punkt, der Abwehrspieler kann bei Manndeckung nur reagieren:
    Das ist zwar irgendwie schon richtig, aber genau hier gibt es diverse Niveauunterschiede, was wirklich eng am Mann verteidigen bedeutet. (nicht nur bei STandrstsituationen).
    Natürlich darf der Abwehrspieler nicht nur (wenn auch richtig positioniert) neben dem ANgreifer stehen und wenn dieser sich in Bewegung setzt, überrasscht sein, erst danach anfangen seine Bewegung zu starten, nur hinterlaufen.
    Er muss schon die ganze Zeit auf den Fussballen stehen, g Körperkontakt herstellen (damit er erstens den optimalen Laufweg versperrt, der Angreifer 2 Meter mehr laufen muss, um den Abwehrspieler zu umlaufen und zweitens auch haptisch die Bewegung des Angreifers wahrnimmt.) Das bedeutet vor der Ausführung permanentes Verändern der eigenen Position, volle Aufmerksamkeit, Aktivität, etc.
    Und dann ist es möglich, dass beide fast gleichzeitig zum Sprung ansetzten, der Verteidiger zumindest auch dann Körperkontakt hat und der ANgreifer beim Abscluss entscheidend behindert wird. Und das reicht zumeist ja aus. Wenn nicht, ok, dann ist es halt so, das ist dann auch einfach Qualität des Angreifers.


    Und es stehen ja auch ein paar Spieler zusätzlich im Raum, da man ja Überzahl hat. Vor allen Spielern, um einen zu flachen Ball vor das Tor abwehren zu können, steht immer ein freier Abwehrspieler, der muss da hin. Dazu zumeist noch am ersten Pfosten.
    Bei der Raumdeckung brauchst du jeden Mann, deshalb fehlen da zB auch oft die SPieler auf der Linie, zB bei Deutschland.


    Im Raum verteidigt, auch auf höchstem Niveau, kommt es regelmäßig vor, dass ein ANgreifer völlig frei zum Abschluss kommt. Und das ist dann meist auch ein Gegentor.



    Dieser Punkt, also Vor bzw. Nachteile ist doch eigentlich unstrittig, oder?
    Warum dennoch manche Teams mit Raumdeckung spielen, ist eben vor allem der Punkt des Blockstellens. Das ist die größte Gefahr bei der Manndeckung.
    Ein gutes Beispiel dazu ist Deutschlands 1:0 bei der Wm gegen Brasilien. Da wurde Müllers Gegenspieler von Klose(?) weggeblockt und Müller kam so völlig frei zum Abschluss.

    Raumdeckung vs Manndeckung bei Ecken ist ein Thema, das man allgemein diskutieren kann, eher nicht so spezifisch für eine Kleinfeldmannschaft.
    Beides hat Vor, aber auch Nachteile.


    Wenn ein Angreifer zB einläuft, dann hat er einen Bewegungsvorsprung, kann höher springen und ist im Raum schwer zu verteidigen.
    Raumdeckung hat vor allem ( eigentlich nur) den Vorteil, dass die Angreifer keinen Spieler wegblocken können, aber mal ehrlich, ist das in der Jugend von Bedeutung?
    Das ist dann doch eher etwas für das gehobene Niveau.



    Aber davon ab, halte ich in der Ausbildung von Raumdeckung deshalb weniger, weil erstens das echte gegnerorientierte Verteidigen ausgebildet werden sollte und zweitens Raumdeckung gerne alles genannt wird, was quasi Passivität bedeutet.mal ehrlich, die meisten Spieler stehen dann nur passiv rum.


    Den Gegenspieler wirklich eng zu verteidigen, ist extrem aktiv.

    Andre:
    Ganz offensichtlich gibt es mit dir auf der einen Seite und diversen Anderen auf der anderen Seite mitunter eklatante Mängel in der Kommunikation.
    Und Kommunikation ist und sollte eine wechselseitige Sache sein.


    Da ist es doch das beste, wenn man zur Verbesserung eben dieser, die Sache erstmal selbstkritisch angeht und die eigene Kommunikation mal überprüft. Denn da kann jeder selbst Veränderungen herbeiführen, die die gesamte Kommunikation verbessern.


    Das zumindest wäre ein konstruktiver Ansatz.
    Edit:
    Die Frage ist doch: Was ist deine Intention für deine Posts?
    Und weiter, erreichst du damit das, was du bezweckst?
    Ganz ehrlich, für deine Intention deines gesamten Auftretens hier, kann man einige Vermutungen haben.
    Ich glaube sogar, du musst dir selbst darüber mal wirklich klar werden, welche Motive dich zum Posten in diesem Forum verleiten.

    Nur kurz:
    Das Problem ist ja nicht das Kopfballspiel, sondern das richtige Verhalten/Bewegen in der Aktion.
    Vor der Ausführung stehen sie richtig zu Ball und Gegner, aber mit der Ausführung gucken sie scheinbar alle zum Ball und verlieren ihren Gegenspieler aus den Augen.
    Wahrscheinlich ganz besonders, wenn diese sich Richtung länger Pfosten im Rücken des Gegenspielers absetzten.


    Deine Spieler sollten vor allem ihren Gegenspieler verteidigen, ihn mindestens so stören/mitspringen, dass diese keinen einfachen klären Ball aufs Tor bringen können. Wenn da einer mit echten Gegnerdruck höher oder besser zum Ball geht, ok, ist dann halt gutgemacht.
    Aber frei darf keiner sein.


    Selbst wenn alle nur ihren Gegner verteidigen und der Ball deshalb komplett durch den Strafraum fliegt, dann ist es kein Gegentor.
    In der Regel wollen dann doch alle den Ball bekommen, verschätzen auch aber oder der Ball wird verlängert und dann kommt der frei stehende Gegner an den Ball.


    Ich bekomme mit meinen Teams eigentlich nie solche Gegentore, auch wenn wir körperlich oft unterlegen, da jünger sind.
    Einfach, weil jeder seinen Mann verteidigt.
    Umgekehrt schießen wir viele Tore durch Ecken. Viele Jungs können gute Flugbälle, diese auf den zweiten Pfosten und da steht oft einer frei, weil er sich dahin bewegt hat.
    Und ich trainiere nie Standardsituationen, sage nur obige Dinge ein paar Mal an.

    Es geht dir um taktische Anpassungen, um bestimmte Räume zu bespielen und/oder den gegnerischen Spielaufbau möglichst effektiv zu bekämpfen, wenn ich dich richtig verstanden habe.


    1) Die taktische Formation des Gegners lässt sich mM nach schnell und gut erkennen, schon beim Anstoß, wie oben angemerkt.


    2) Es ist aber auch so, dass - zB aufgrund der Spielertypen - solche Systeme selten symmetrisch sind , genauso, wie man zwischen offensiv und gegen den Ball mitunter erklatante Unterschiede sieht.


    3) zB ist es doch oft so - gerade auf niedrigerem Niveau, dass nicht alle Spieler gleich gut im Spielaufbau sind.
    Nicht selten macht es Sinn, dem Gegner den Spielaufbau über den linken IV oder AV "anzubieten", das gezielt zu provozieren, um dann die Spielfortsetzung von dieser Situation aus energisch zu attakieren.


    4) Gute Spieler/Trainer erkennen auch schnell, wenn einzelne Spieler meist ein bestimmtes Handlungsmuster abarbeiten, auch wenn sie das mitunter auf hohem Niveau machen.
    Dann kann man ein wenig Risiko gehen, und ihm genau das zustellen, auch auf die Gefahr hin, andere Räume eigentlich zu groß werden zu lassen. Peu a peu klarer, zB wenn ein Außenspieler eigentlich nur außen vorbei geht, was relativ oft zu sehen ist.
    Ich hätte da schon in U11-U13 Spieler, nicht die Norm klar, die das erkannt haben.
    Aber auch Mitspieler in der Vebandsliga Herren, die so etwas 90 min nicht geschnallt, geschweige denn umsetzten konnten.


    5) Je statischer ein Team spielt, desto hilfreicher ist das Erkennen der Formation, bei fluide agierenden Teams, hilft dir das nicht ganz so viel.


    Du solltest dabei defensiv und offensiv genauso unterscheiden, wie eine klare Symetrie im eigenen System nicht das Maß aller Dinge ist.


    6) schon kleine Dinge, zB bestimmte Spieler enger zustellen, andere bewusst offen lassen, kann gerade auf niedrigerem Niveau eine Menge Einfluss auf das Spiel haben.


    Offensiv ergeben sich Räume, nicht nur weil der Gegner diese durch seine Wahl der Formation bzw. der individuell unterschiedlichen Umsetzung dieser, sondern gerade auch dann, wenn du selbst fluide agierst. DH wenn Spieler durch Läufe ohne Ball Lücken reißen, die andere anlaufen/bespielen können.
    Das ist gar kein Hexenwerk.
    Bei mir gilt für alle offensiven , lieber - suboptimal - laufen, als gar nicht laufen, weil man damit eine passable Defensive nicht zu Fehlern/ Lücken/Räumen zwingt.

    Falkao hat recht, dass man die Dinge in D und in der Schweiz nicht vergleichen kann.
    In der Schweiz muss zB jede Hallennutzung bezahlt werden, wenn ich nicht irre. Hab da von saftigen Gebühren gehört, als wir mal zu Turnieren dort waren.

    Ich bin und war nie Funtionär.
    Aber ich frage mich schon, wie man bei 1.50 Euro im Monat die Kosten einer Mannschaft decken kann.


    ZB d-Jugend: Sagen wir 15 Spieler, also 22.50 Euro im Monat.
    Damit kann man ja nicht mal die Spielbetriebskosten zahlen, 2mal Schiedsrichterkosten im Monat zB.
    Trainingsmaterialien, Trikots und etwaige Aufwandsentschädigung für Trainer schon gar nicht.

    1.50 Euro ist ja echt nen Witz.
    Ist das wirklich der volle Vereinsbeitrag oder nur der Spartenbeitrag Fussball?


    Egal welches andere Freizeitangebot oder Sportart, mit 1.50 im Monat wird man nichts finden.


    Also bei mir in der Region muss man fast überall zwischen 10 und 20 Euro bezahlen.
    Und die meisten Vereine investieren das Geld auch in Trainingsmaterialien, Aufwandsentschädigungen für Jugendtrainer etc. und nicht überwiegend in die erste Herrenmannschaft.

    Es gibt noch Spielerplus.de, um sein Team zu verwalten, etc.
    Alle Termine etc., bei denen jeder individuell zu bzw. absagt.
    Und einiges mehr. Ist übersichtlich mM und ne App gibt es auch.
    Und das ist kostenlos glaube ich.


    Detailkenntnisse habe ich aber nicht.

    Klar, aus der Entfernung kann man hier schwer ein richtiges Bild bekommen.


    Aber, aus der Schilderung komme ich zu einem anderen Schluss (Tipp), als Danielano.
    Augenscheinlich seid ihr ja in einen besseren Verein, eine bessere Mannschaft gewechselt. Das war doch euer Wechselgrund, oder?
    Klar, aus Sicht der Eltern ist Danielanos Einschätzung, samt Tipp erstmal die angenehmste, impliziert sie doch, dass der Sohn aktuell "zu gut" für die Mannschaft ist und gar ein sofortiges Überspringen der Altersklasse als Option präferiert wird.



    Ich denke da eher anders.
    Ich denke eher, dass dein Sohn - aktuell - sich (noch) nicht an das höhere SPieltempo und höhere Niveau gewöhnt hat. Und besonders im Zentrum ist dieses ja besonders hoch - zumindest auf hohem Niveau.
    Das kann noch kommen, aber ein überspringen der Altersklasse.... puhh, kann mir nicht vorstellen, dass das beim Jugendleiter/Trainer/Mitspielern und deren Eltern gut ankommt, wenn er mit diesem Anliegen - und das kurz nach dem Wechsel - herantretet.
    Damit das eine sinnvolle Option ist, müsste er in seinem aktuellen Team leistungsmäßig oben rausgucken. Und ein Spieler, der klar besser sein soll, als der Rest, der tut das auch. Spielweise des Teams hin oder her.
    Der Satz des Trainers bzgl- Reinfall ist natürlich trotzdem großer Mist, wenn er denn wirklich so gefallen ist.
    Ich habe viele Jahre Erfahrung als Trainer in dieser Alterklasse, bei Kinder auf höchstem Niveau. Und mir ist dein Fall nicht unbekannt. Ich gebe den neuen SPielern immer ca. nen halbes Jahr Zeit, bis diese sich an das deutlich höhere Spieltempo und Spielniveau wirklich gewöhnt haben. Die allermeisten brauchen viele Wochen, um wirklich an ihr Leistungsmaximum zu kommen, auch die Spieler, die vorher bereits in guten Teams gespielt haben.
    Spieler, die von 0 auf 100 ankommen, sind klar die Ausnahme.
    Den Unterschied im Spieltempo und Spielneveau von Mit- und Gegenspielern (die Gegner sind ja meist auch bessere) können die wenigsten Eltern (und auch Trainer) wirklich einschätzen.


    Wie oft erlebe ich es bei Turnieren, dass Team x in einem SPiel gegen einen wirklich guten Gegner klar unterlegen ist. Da kommt kein Pass an, etc. Danach das SPiel gegen einen eher schwachen Gegner. Viel Platz und Zeit und jeder Pass kommt an, jedes Dribbling klappt. Das SPiel sieht aus, "wie bei den großen".
    Und dann die Einschätzungen der Eltern (und Trainer):
    Warum spielen die nicht immer so? Die können es ja? Gegen xy hatten sie zuviel Respekt! etc.
    Alles murks: Im ersten Spiel war der Gegner, das Spieltempo, der Zeit- und Gegnerdruck einfach zu hoch.



    Deshalb von mir ein anderer Tip.
    Lass deinem Sohn ein Halbjahr Zeit, sich zu "akklimatisieren". Unterstütze ihn dabei, baue ihn auf. Bringe ihn aber nicht in die Zwickmühle zwischen Eltern und Trainer.
    Und dann wirst du sehen, ob dein Sohn sich auf engerem Raum besser behaupten kann.
    Und dann, kann man so oder so, über Optionen nachdenken.

    DaSs Spiele mit viel Platz, also weniger Zeit- und Gegnerdruck Manches Mal"professioneller" oder weiter wirken, mag richtig sein.


    Aber das ist eben zumeist auch genau der Trugschluss, denn das Niveau ist abhängig eben von diesem Zeit- und Gegnerdruck.



    Mit viel Platz und Zeit ist alles leichter.
    Da wirken sich Ungenauigkeiten zB beim ersten Kontakt auch überhaupt nicht aus.

    Ich habe davon noch nichts gehört, allerdings würde ich es begrüßen.
    Ich habe diese Gedanken sogar schon - ich glaube auch hier im Forum irgendwo - schon selbst mal so formuliert.
    In Österreich ist die U18 zB schon lange der älteste Jugendjahrgang.


    Warum ich das begrüße:
    Nach der Altersumsrukturierung zum Stichtag 1.1. wurden ja alle Spieler quasi 8 Monate älter.
    Und tendentiell entwickeln sich Kinder/Menschen heute schneller, als vor 20 Jahren.
    Man hätte mit der Verschiebung also ungefähr die Einteilung, die es mal gab.


    Ich finde, dass U8 Spieler wesentlich mehr gemein haben mit U7 Spielern, als mit U9 Spielern.
    Genauso passen U9 und U10 Jungs besser zusammen, als U10 und U11.
    Etc.


    Entwicklungspsychologisch, körperlich etc. passen mM wirklich überall genau die anderen beiden Jahrgänge weit besser zusammen. - zumindest in Ballungsgebieten.
    Das ist jedenfalls meine Erfahrung.


    Und es ist ja auch fast schn die Regel, dass U19 Spieler in den Herren spielen.
    Und das nicht nur im NLZ oder Profifussball, sondern auf allen Niveaustufen.
    Das war vor 20 Jahren ganz anders.

    ich denke, da muss man mehr differenzieren.Reden wir über das Endergebnis, also die finale Anwendung der Finten im Erwachsenenfußball oder über den Sinn und Zweck von "Fintentraining" in der Fußballausbildung im Allgemeinen ?!
    Sogar positionsabhängig mag es Unterschiede im geeigneten Finten-Repertoire geben.
    Außerdem ist es Situationsabhängig. Am wichtigsten ist der Trick, der in der ganz speziellen momentanen Situation funktioniert. Viele Faktoren nehme Einfluß darauf (Gegner frontal, seitlich oder im Rücken, ein oder mehrere Gegner, u.v.m.)
    Zum genannten Bsp. "Messi" lassen sich im Gegenzug genügend andere berühmte Namen nennen, die eine ganz erhebliche Fintenbreite im Spiel zeigen, z.B Frank Ribery, Ronaldo, um nur mal 2 zu nennen.

    1) Klar gibt es auch genug Spieler, die ein großen Fintenrepertoir auch zielgerichtet einsetzten.
    Dem habe ich nichtwidersprochen, die Umkehrrung meiner Aussage ist nicht möglich.
    Denn meine Aussage ist:
    Man braucht - auch auf Weltklassenuveau - keine Vielzahl an verschiedenen Finten.
    Klar Schaden tun sie nicht, wichtig ist aber, dass man 1-2 Universalfibten richtig kann!
    Wenn dann noch genug Zeit im Training ist...


    2) eine Finte sollte immer so ausgeführt werden können, dass man auf beiden Seiten vorbei gehen kann.
    Man braucht also keine verschiedenen Finten für rechts oder links vorbei. Ggffs nimmt man das andere Bein!


    3) Fintentrainubg - auch nur in der Grobform- dient auch der Koordinativem Schulung.
    Zu diesem Zwecke setzte ich das auch im Training ein.


    Aber mir ist vor allem wichtig, dass meine Spieler die Körperfinte und die Schuss/Passfinte wirklich richtig gut können.


    MM kann man damit nahezu jede Situation lösen, also ganz gleich, ob seitlich, frontal, etc.


    Und außerdem, wenn diese wirklich richtig beherrscht werden und die Koordination gut ist, dann erlernen d-Jugendspieler andere Finten mühelos und schnell.

    Die wichtigsten ( und auch eigentlich einzig nötigen ) Finten sind mM nach die Körperfinte und die Pass-/Schußfinte.
    Die wirklich richtig zu können, dass der ganze Körper die Bewegung macht und man einen Gegner auch wirklich täuscht ( fintieret), um dann mit einem Tenpowechsel vorbei zu kommen, ist schon gehobenes Niveau.


    Fast Alle anderen Finten beinhalten ja auch, dass der Körper eben mitwirk, nicht nur die Beine.
    Wenn die Kinder koordinativ gut geschult sind und die Körperfinte wirklich gut beherrschen, dann erleben sie andere Finten m D-Jugendalter schnell.



    Messi zB nutzt fast ausschließlich Körper- bzw. Pass/Schußfinte, das aber auf unglaublich hohem Niveau.
    Der kann sicherlich auch Ubersteiger, Revelinho und co, aber sinnvoll einsetzen tut er die kaum.
    ( ein dreifacher Ubersteiger kostet zB auch mehr Zeit, als ne Körperfinte).


    Wichtig ist, dass man den Gegenspieler wirklich tauscht, dieser sein Gewicht auf dem falschen Fuß hat und man dann mittels Tempoverscharfung vorbei kommt.


    Fintieren hat ein Ziel, ist kein Selbsttweck.


    Darauf lege ich den Fokus und verwende somit nicht 3 Wochen für eine Finte. Zumal das meiner Erfahrung auch zumeist nichtvailane dauert, eine neue Finte halbwegs zu beherrschen, wenn die Körperfinte für ist und die Koordination ebenso.

    Ich spiele das analog zum Handball:


    Wenn der Torwart den Ball ins aus abwehrt (zur Ecke), wechselt der Ballbesitzt.
    Somit holt der verhinderte Torschütze den Ball und die Mannschaft des Torwarts bekommt den Ball.


    Erzeugt einen neuen Umschaltmoment.

    Finde ich eine gute Idee.


    Auch bei mir hat der Torwart bei dieser Spielform einen "Sonderstatus", dass idR ein Feldspieler für den Torwart den Ball holen darf/muss. In Spielformen, wo eh der letzte Mann hält oder es keinen Torwart gibt, kann dieser auch den Ball holen, wenn er einen Schuß pariert hat.


    Und zwar schon aus den Gründen, dass erstens mitunter der Torwart ständig am Ballholen ist und zweitens das eben, obwohl er eine gelungene Aktion hatte.
    Jeder Ball im Aus bedeutet ja eigentlich einen "Fehler" eines Spielers, denn der Gegner bleibt im Ballbesitz. Ziel ist aber die Balleroberung. Beim Fänger muss man das klar differenzierter sehen, wenngleich ein gefangener Ball besser ist, als eine spektaküläre Flugeinlage auf Kosten einer Ecke.

    @ Dirk Coerverfan


    Warum sprichst du in diesem Thread ausgerechnet (und nur) mich an?
    Gäbe es da nicht noch ein paar andere DInge, die du sagen willst, vielleicht auch mit echtem thematischen Bezug?



    Ja, ich habe meine Meinung zu Coerver, ich habe darüber in diesem Forum schon diskutiert, aber in diesem Thread habe ich doch eigentlich gar keine Aussage zu der Methode kundgetan.
    Ich wollte eben keine erneute "Diskussion" vor allem zwischen uns.



    Erfahrungsberichte haben doch gerade hier @Schimanski und @kicknrusch gegeben.


    Ja, die decken sich ganz gut mit meiner Meinung,sind keine Homage an Coerver und beiden kannst du das Argument, dass sie Coerver ja nicht richtig kennen, eben nicht entgegnen.
    Beide haben ja sogar Erfahrungen mit Coervertraining von Coervercoaches über einen längeren Zeitraum als Erfahrung aufzuweisen.


    Ich kenne btw. auch mehr, als das, worauf du meine Meinung reduzieren willst, um mir quasi die Legitimation meiner Meinung zu entziehen.



    Ich bin deshalb schon verwundert, warum bezüglich dieses Themas und der Beiträge hier, nun ausgrechnet und nur mich ansprichst.

    Ich will mich jetzt gar nicht einmischen, wenn es darum geht ein Fazit zu ziehen. Meine Meinung zu Coerver ist eh bekannt.


    Deshalb 2-3 grundsätzliche Anmerkungen, wenn man Trainingsmethoden bewerten will.



    1) Ich denke, das E-Jugendalter ist zu früh, um ein (Zwischen-) Fazit zu ziehen.
    Älterer D-Jugendjahrgang finde ich da dann besser geeignet.


    WIr alle kennen die "Zusammenspielmannschaften", bei denen weniger 1gg1, als vor allem Zusammenspiel, wie bei den großen die Prämisse ist.
    Zieht man hier in der E_Jugend ein Fazit, dann wäre das wohl positiv. Denn erst in der älteren D_Jugend, wenn die Spieler im defensiven individuktischen und eventuell gruppentaktischen Bereich geschult sind, kommt man mit diesr Art Fussball nicht mehr so weit, die Mängel im offensiven individualtaktischen Bereich der Gruppe werden nun deutlich.


    Auch Technik, wie zB Ballbehandlung und Dribbling muss man zwingend mit den Komponenten Gegner- und Zeitdruck bewerten. Und den gibt es in der jüngeren E-Jugend noch nicht in ausreichendem Maße.


    In der U13 bekomen "elegante Kappendribbler" oft Probleme, während andere, die "nur" wirklich gute Körpertäauschungen im Repertoir haben," plötzlich" auftauchen.



    2)

    Ich persönlich finde die Ballbeherrschungs-Aspekte der Coerver-Schule für die Ausbildung sehr sinnvoll, gerade auch weil koordinative Elemente enthalten sind. Das ist in meinen Augen sinnvoller als über Koordinationsleitern zu hüpfen, weil halt zusätzlich ein Ball am Fuß ist. Alle anderen Aspekte der Coerver-Pyramide finde ich jetzt nicht so spektakulär. Die Inhalte unterscheiden sich nicht groß von anderen Trainingsmethoden. Eine Inspiration sind aber auf alle Fälle.

    Ich denke, dass du das so nicht aussagen wolltest, will das aber nochmal festhalten, weil das ein häufiger Irrglaube vieler Trainer ist.


    Koordinaton ist nicht nur Kordinationsleiter/Stangenhüpfen. Das ist nur ein (kleiner) Teil der Koordination, die Rhythmisierungfähigkeit.


    Schult man wirklich alle Komponenten der Koordination, dann ist Koordination auch nicht langweilig und/oder ohne Ball.
    Rhythmusfähigkeit kommt selten zu kurz, im Gegenteil. Alle anderen werden dagegen meist stiefmütterlich trainiert.



    3) Grundsätzlich bn ich bei dir, dass Training spielnah sein sollte. Die Komponenten Gegner- und Zeitdruck sind eben wesentlich, wenn auch oft unberücksichtigt, wenn man die TEchnik eines Spielers bewertet.
    Es heißt aber nicht umsonst technisch-taktischer Bereich in der Sportwissenschaft, einen Bereich Technik gibt es nicht!

    Meines Wissens nach muß ebend nicht ein Proficlub dahinter stehen, sondern ...ein Verein, der einen Kunstrasenplatz hat, und -ich glaube- ab der D aufwärts ein Jugendteam der entsprechenden Altersgruppe stellen muß usw....Dazu kommen Honorartrainer mit entsprechendem Schein. Meiner Ansicht nach, könnten sich Vereine einer Stadt zusammensetzen, um ein Leistungszentrum aufzubauen. Das hat ...so meine ich...nichts mit Proficlub zu tun. Mag mich irren, dass ist mein derzeitiges Denken in dieser Sache. Im Prinzip ....kann jeder Verein der das Konzept für ein LZ erfüllt...ein solches beantragen und ggf. das Prädikat dafür erhalten und führen.
    Im weitesten Sinne ist das doch genau das, was ich immer für jeden Verein gefordert habe...Inhaltlich gibt ein LZ/NLZ genau das wieder....bezahlte Trainer/Konzept/Trainer die sich an das Konzept halten müssen/die Qualifiziert sind und und und


    Warum schafft ein Verein das nicht für sich...wieso nicht als Verbund der Heimatvereine...

    Um als lizensiertes NLZ zu gelten, gehört schon so einiges mehr, als nen Kunstrasenplatz und ein paar Honorartrainer.


    Fängt schon mit einer Anzahl an hauptberuflichen Funktionären an, ein Internat, ich glaube auch ne Kooperationsschule, etc.


    Das kostet alles ne Menge Geld, weshalb es kaum Nicht-Profivereine gibt, die sich das leisten können und wollen.
    Grundsätzlich hat das aber nichts mit der SPielklassenzugehörigkeit der Männer zu tun. Nur Profiteams müssen ein NLZ haben.




    DEine Einstellung zum DFB-Konzept habe ich in zahlreichen Themen hier aber anders wahrgenommen, wenn du zB von Vorgriffen der Inhalte sprichst, weil es im DFB Komzept deiner Meinung nach anders geregelt ist.Zumindest fürhst du das immer als Argument an.




    Außerdem hast du eine interessante Fragestellung Zodiaks und personalityxs unkommentiert gelassen.


    Wenn deiner Meinung nach alle NLZs und co fast zwingend zu Ergebnisdruck, Egotrainern und co führen, warum willst du dann vergleichberes bei kleinen VEreinen? Bzw. warum sollte dies deiner Meinung nach, dort dann anders laufen?