Die kleinen sind alle nach der Vorrunde nach hause gefahren. Oder waren erst gar nicht beim Turnier.
Eine Nation wie Island hat mal eine sehr gute Generation und dann kommt man bei einer EM 2016 sehr weit.
Dafür sind sie bei der EM 2021 gar nicht dabei.
Deswegen gibt es dennoch weiterhin die "kleinen". Nur haben einige Nationen mal sehr starke Jahrgänge.
Ja, ABER:
Wir müssen trotzdem die beiden Beispiele Island und Schweiz trennen. Die Schweizer Spieler sind nun mal alle in Top-Ligen unterwegs und das ist durchgängig seit einigen Jahren so. Deshalb sind sie keine "Kleinen" mehr und haben Spieler, die Woche für Woche und im Training auf dem höchsten Niveau spielen.
Das ist bei einer guten Generation der Isländer nicht so, weil eben nicht nachhaltig.
Auf Dauer gesehen schließen viele kleinere Nationen und vielleicht auch traditionell weniger Fußballaffine Nationen zu den Top-Mannschaften auf und das kommt durch diese Globalisierung und den internationalen Transfermarkt. Auch wenn man es nicht wahrhaben will: Es gibt nicht mehr die 4 Top-Favoriten, die ins Halbfinale fliegen. Vermeintliche Außenseiter werden immer mehr zu Stolpersteinen - eben weil ihre Spieler auch auf dem Top-Niveau spielen und es nicht mehr heißt "Bundesliga gegen Schweizer Liga", sondern inzwischen "Bundesliga, Premier League gegen Bundesliga, Premier League und Ligue 1".
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Sehe ich anders.
In den 200er Jahren war das tatsächlich so. Da haben dazu dann auch alle gelernt, wie man gut verteidigen kann. Da ist alles dann enger zusammengerückt.
Das hat sich aber wieder gedreht, weil die Teams offensiv wesentlich besser geworden sind.
Wenn alles enger zusammenrücken würde, also wenn das so wäre, dann würde der Vereinsfussball nicht so diametral auseinander driften. Denn dort müsste ja dasselbe gelten.
Aber da geht die Kluft ja nun unstreitbar extrem auseinander.
Aber klar, auch hier gilt, nur herausragende Einzelspieler bringen wenig, den guten Matchplan, guten Trainer braucht es auch.
Und, wenn da jemand mit der Schweiz kommmt:
Man muss sich mal angucken, was bei denen alles zum Einsatz kam gegen Frankreich:
Widmer, Zuber (Ersatzspieler in Frankfurt), Gavranovic, Mbabu, Fassnacht, Vargas, Mehmedi...
Die Schweiz hat aber mit mehr Tempo, planvoller und offensiver gespielt. Es wirkte fast so, dass der Trainer die Taktik schon von Beginn an darauf ausgelegt hat, dass er 5 plus 1 Wechsel hat und das Spieltempo höher gestaltet werden konnte, weil man dann wechselt, wenn die sich augepowert haben.
Kleinere, die mal eine EM gut absolvieren, gab/gibt es immer. Das gab es auch schon 88 (Russland), 92 (Dänemark, Schweden, Schottland), 96 (Tschechien), 2000 (Rumänien, Türkei), 2004 (Griechenland, Schweden,Tschechien), 2008 (Türkei, Russland) .
Auch bei Weltmeisterschaften kommen idR 1-2 kleinere Teams ins HF, oder gar Finale.
Gewinnen tut aber am Ende immer (Einzige Ausnahme seit 80 Griechenland und vlt Dänemark, wobei die damals schon richtig gute Einzelspieler hatten) einer der Favoriten. Das wird auch dieses Mal wahrscheinlich so sein, obwohl in der einen Setzhälfte ja nur England drin ist.
MM nach war alles rund um 2000 zusammengerückt, inzwischen hat sich das alle wieder entfernt.
Damals war auch jedes Qualispiel gg Albanien, Georgien und co eng.
Das ist seit 10 Jahren ja nun längst nicht mehr so.
Die Qualität ist wieder auseinandergegangen, aber es braucht eben auch einen guten Trainer, eine sehr gute Taktik.
Und auf der Trainerposition und damit in Spieltaktik war Deutschland halt echt nicht vorne mit dabei.
Das muss man einfach so klar sagen.