Beiträge von Sir Alex

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    Ergänzend noch:


    Ich habe hier ja schon häufiger mal die Wichtigkeit des "ersten Kontaktes", der Technik Ballan-und Mitnahme hervorgehoben und dass dies vielfach vernachlässigt wird.

    Die Bedeutung von Dribbling oder Passspiel, diekennen viele, aber schon beim Aufzählen der Techniken, nennen viele nur Passspiel, Dribbling und Schuß, vlt noch Kopfballspiel - das Ballverarbeitung dann einen großen Schwerpnkt im Training hat, das kann man dann folgend ausschließen.


    Für mich die wichtigste Technik, wenn die gut ist, falen auch alle Anschlußhandlungen viel einfacher.


    Und Ballverarbeitung beeinhaltet dann eben auch den Zeit- und Gegnerdruck: Kann ich den Ball trotz Körperkontakt so gut mit dem ersten Kontakt verarbeiten - vom Gegner weg, in den richtigen Raum, etc - ohne aus der Balance zu kommen und ohne den Ball meterweit "tropfen" zu lassen, so dass ich mit dem zweiten Kontakt alle Optionen habe.

    Gebe Dir in vielen Dingen recht..

    Aber zwischen Kampf und körperbetont und ich nehme Verletzungen meines Gegenspielers in Kauf ist schon ein Unterschied. Und diesen Unterschied muss man den Kids beibringen.

    Kenne aber leider auch Trainer denen das egal ist.

    Da wird nach dem gewollten umtreten gesagt: ist doch Fußball, dass gehört dazu...

    Das ist es doch.


    Körperbetont hat so gar nichts mit "Verletzungen des Gegenspielers billigend in Kauf nehmen" bz.w überharter, nicht mal harter Spielweise zu tun.

    Auch, wenn das gerne vermengt wird.


    Körpebetont bedeutet nur, der regelgerechte Einsatz des Körpers, den eigenen Körperzwischen Ball und Gegner zu bringen, aktiver Körperkontakt mit dem Gegner, wenn dieser den Ball hat, aber auch, wenn man selbst den Ball hat (denn wenn man aktiv den eigenen Körper gegen den des Gegners einsetzt, dann kann der Gegner einen schwer aus der Balance bringen.)


    Körperbetont meint OBERKÖRPER-Kontakt, weder Grätschen oder treten, auch keine Arme/Hände am Gegner. Der Oberkörper!

    Und das gehört zum Fussball dazu, das ist ab einer gwissen Niveaustufe unabdingbar.

    Ohne Körperkontakt kann jeder Kreisligaspieler den Ball gut verarbieten, jeder D5-Spieler ebenso. Es fehlt ja völlig der Zeit-und vor allem Gegnerdruck.



    Edit:

    Ist 20 Jahre hr oder so, als unser C-jugendtrainer im NLZ mal für ein Hallenturnier die U13 im Hallenturnier aushilfsweise gecoacht hat. Ich war Zuschauer und U9 Trainer oder so.

    Für mich sah das alles nach engem Decken aus, er aber meinte, dass eben das Gegenteil der Fall sei. Die waren halt alle nah dran, aber nie wirklich nah - nah dran ist Oberkörperkontakt bei der Ballannahme, nicht erst nach dem ersten Kontakt, später oder gar nicht.

    Das habe ich als Trainer danach mitgenommen, dass "eng decken, nah dran sein" was ganz anderes ist, als viele meinen. Und diese vermeindlich Nuance ist ein gewaltiger Unterschied.

    Man könnte sagen, Fussballer vs Schönwetterfussballer. letzterer sieht gut und talentiert aus, wenn nicht eng gedeckt wird,geht aber völlig unter, wenn es dch so ist. Viele meinen dann, dass dieser Spieler einen schlechten Tag hat , aber es ist fehlende Qualität.

    Technik definiert sich immer über Zeit-Und Gegnerdruck und eben nicht über die B-Note.


    Und längst sind niveauvolle U9-Spiele auch schon nicht mehr körperlos. Da wird auch schon viel enger bei der Ballannahme gedeckt, Körperkontakt mit und ohne Ball aktiv gesucht. In der U11 sowiso. Es ist alles schneller, aktiver, intensiver, körperbetonter je höher das Niveau ist. Viel höherer Zeit-und Gegnerdruck, aber deshalb noch lange nicht unfairer.

    Führt halt in dem Alter dazu, dass die Kräftigen das Spiel machen bzw. bestimmen. Die schieben den kleineren einfach weg, wenn es nicht ein ganz fixer ist. Gefällt mir nicht so.

    Ich sehe gerade bei der EM, dass viele Körperkontakte, die bei Kindern und in der Kreisklasse als normal angesehen werden, zwischen den Strafräumen als Foul gewertet werden. Umgekehrt war ich doch überrascht, wieviel nicht regelgerechtes Gerangel im Strafraum wiederum akzeptiert wird. Das Umarmen des Gegners scheint da ja ganz normal zu werden. Mir gefällt es nicht.

    Das ist einfach nur Quatsch.

    Sinnvoller Körpereinsatz hat nicht zwingend etwas mit Größe oder Masse zu tun.

    Wer gute Körperbalance und Gleichgewichtsfertigkeit hat, den kann auch ein doppelt so schwerer Spieler nicht einfach so wegschieben.

    Der muss auch nicht "fixer sein", der muss nur gekonnt gegenhalten und dabei stabil stehen.



    Kleine Spieler bekommen oft Freistöße, nur weil sie eben klein sind. Wem hilft das denn auf Dauer?

    Eine Grätsche ist aber auch aus taktischer Sicht nicht die beste Wahl.

    1) Es ist idR keine Balleroberung

    2) Wenn man den Ball nicht erreicht (oder den Ball unglücklich in des Gegners Fuß spielt), dann ist man ausgespielt, kann nicht mehr eingreifen, man liegt ja auf dem Boden.


    Und wenn er stets den Ball klar erwischt, gar ohne den Gegner (auch) zu erwischen, dann würde er wohl jeden dieser Bälle auch anders bekommen, erobern können.


    Es ist schon wichtig, dass man das im Blick behält und so coacht und trainiert.

    Ich gehe sogar noch weiter, dass B wichtig ist und ssgar traniert werden sollte, nicht nur "nicht abtrainiert".


    Fussball ist ein Kontaktsport und der richtige Einsatz des Körpers, diesen zwischen Ball und Gegner zu bringen, das ist so eine wichtige Komponente, die extreme Niveauunterschiede ausmacht.



    Mich hat es früher eher genervt, dass in der U9 bei absolut normalem "Körperreinstellen" manche Spieler hingefallen sind, geweint/gejammert haben und dafür oft einen Freistoß bekommen, obwohl das nicht mal nahe an einem Foulspiel war.

    Teilweise meckern Trainer/eltern dann sogar das Kind noch an, obwohl es nichts gemacht hat, nur weil dem Gegenüber Körperstabilität fehlt. Das dieser sofort weiterspielen konnte ist selbstredend.

    Je höher das Nievau auch in der U9, desto weniger passiert das, weil alle körperbetonter spielen.



    Ich habe sogar mal in ener U9, vlt U10 im Training bei jedem "auf dem Boden fallen" Freistoß für den Gegner gepfiffen. Primär, weil viele keine Körperstbilität hatten und sogar beim Passspiel oder Torschuß danach umgefallen sind - hatte das Team übernommen und das war mir deutlich zu extrem - , aber bei der Zweikampführung hat das auch geholfen.

    Das schnelle und idR falsch eiingesetzte Grätschen unterbindet man so auch.



    Viele wissen heutzutage, dass man auch Koordination trainieren muss, aber leider wird das vielfach auf Rhythmisierungsfähigkeit reduziert, so dass "Stangenlaufen" mit Koodination gleichgesetzt wird. Das ist aber nur ein kleiner Teil der Koordination, 1/7 um genau zu sein. MM nach dazu eher fast das, was am wenigsten Teil im Koordinationstraining sein sollte, maximal aber eben 1/7.

    Körperstabilität oder "Gleichgewichtsfähigkeit" sind mindestens genauso wichtig, eher wichtiger.

    Es ist ja leidernicht ersichtlich, wie alt der Spieler ist, alsoumm welche Altersklasse es geht.


    Aber für die Planung zur neuen Saison gehört - wenigstens ab einem bestimmten Alter - auch das von Trainer gesuchte Gespräch mit dem Spieler über die neue Saison.

    Dein Argument der Planung für die neue Saison impliziert mM nach nämlich zwingend auch das Gespräch des Trainers mit den Spielern.

    Da würde mich interessieren, ob das stattfand und ob man da dann von sicherem Verbleib gesprochen hat.

    Ich habe davon jedoch in der Praxis noch nie etwas mitbekommen, dass sowas gemacht wurde.

    Sogar ziemlich oft (zumindest bei uns in Bayern) - wird hauptsächlich von Leistungsvereinen genutzt. Probetraining und dann Probespiel.

    Ich habe auch häufig Gastspieler bei Turnieren dabei gehabt.

    Auch bei Turnieren zB in Bayern, die das da alles über offizielle Kanäle machen - weshalb man dort auch keine eigenen Regeln bei Turnieren machen kann, was ich zB absoluten Mukrs finde. Da gab es noch sehr lange (keine Ahhnung ob aktuell noch) zb nicht die Rückpassreegel in der E-Jugend, was alle NLZs außerhalb Bayerns schlecht fanden, aber die Veranstalter durften diese Regel nicht entgegen der bayrischen Regularien anders gestalten, weil sie dann sanktioniert worden wären (und aus Erzählungen auch schon wurden in der Vergangenheit).

    Und Bayern Münchens Jugendteams haben dann auch teilweise in der Halle 8 von 10 Minuten nur über den TW gespielt, wenn sie in Führung lagen...

    In anderen Landesverbänden laufen/liefen Turniere ja teilweise nicht mal über Fussball.de, also auch große Turniere. Da braucht es nur das Spielrecht des Spielers, ggffs eben des Heimatvereins bei der Passkontrolle vor Ort.

    Wenn er seit 4 Jahren vereinslos ist, dann bekommst du den jederzeit spielberechtigt, auf jeden Fall in der Hinrunde.


    Wenn er noch nicht ausgetreten ist, dann wird es vlt schwerer, weil der 30.6. vorbei ist.

    Wobei man länger als 6 Monate auch nicht gesperrt sein kann. Also 6 Monate ab dem letzten Pflichtspiel.



    Also ganz allgemein, kenne das reinland jetzt micht speziell diesbezüglch, aber der erste Satz müsste überall gelten in Deutschland.

    Das wäre für mich eh ein glasklarer Fall davon, dass man den Heimatverein verlassen sollte.

    Losgelöst davon, ob es beim NLZ reicht oder man einfach einen anderen Verein findet.


    Die Kinder (!) sind keine Leibeigenen des Vereins. Denen das Training in einem NLZ unter Androhung des Auschlusses untersagen zu wollen ist auf jeden Fall moralisch verwerflich, rechtliche Handhabe hin oder her.

    Finde ich auch nicht diskutabel.


    Wobei ich mir sehr sicher bin, dass man den Spieler eh nicht aus dem Verein ausschließen kann, allgemein bedarf es da sehr viel, um jemanden aus einem eV "rausschmeißen" zu können.

    Man kann ihn dann aber wie einen "Aussetzigen" behandeln, was dann eben dem Kind null hilft.



    Selbst NLZs können beim Aussortieren keinen Spieler aus dem Verein raussschmeißen, der sich sich weigert. Jedenfalls in den Mannschaften des eVs.

    Der Spieler hat aber keinen ANspruch auf Spielzeit,nicht mal auf eine bestimmte Mannschaft oder 2 oder 3 mal wöchentliches Training. Man kann ihn einfach in einer halbwegs passenden Mannschaft einmal alles 1-2 Wochen Training anbietenund ihm damit den Abschied doch sehr nahe legen, falls sich doch mal jemand weigert.

    Zumindest quasi alle herausragenden NLZs, die diesen "Status" über lange Zeit halten können, habenein großes Einzugsgebiet und liegen in Ballungsgebieten (wo eben auch ambitionierte und selektive Amateurteams agieren.)

    Klar, das kann daran liegen, dass die Topklubs auch alle eher in Ballungsgebieten oder Metropolen beheimatet sind.

    Ob das also Kausalität oder Korrelation ist, das ist schwer zzu bemessen.



    Ich persönlich finde diesen Diskurs überall immer diskutabel, es geht immer in extreme.

    Entweder die NLzs arbeiten nicht gut, oder der Breitensport tut dies nicht , oder Selektion ist falsch/zu früh, oder oder.

    MM nach muss es da eine Symbiose geben und es ist immer falsch, wenn man die "Schuld" nur bei einem Punkt sucht.


    Sowiso braucht es eine lange Zeitspanne, um etwas zu bewerten. Nehmen wir Belgien, machen die wirklich jetzt so besondere Jugendarbeit oder hatten die einfach ein paar wenige besondere Jahrgänge um deBreuyne, Hazard, Lukaku und co? Und das ja auch nur in der Spitze, die Bank der Belgier bei den letzten Turnieren fiel schon extrem ab.

    Von 2006 bis 2016 galt Deutschland als das nonplusultra, bei dieser Masse an absoluten Einzelkönnern.

    Hier ging es um G-jugend und die NLzs, die ich kenne, hatten bis einschließlich U8, was sogar F-Jugend ist (als sie noch so junge Jahrgänge hatten) nur zweimal Training pro Woche.


    Und ab U9 haben auch die meisten ambitionierten Nicht-NLZ Teams 3 mal die Woche Training.

    Ja, der klein Dorfverein wohl nicht, aber eben auch lange nicht nur die NLZs.


    Darauf wollte ich auch hinaus, dass es bezüglich Umfang der Trainingszeiten keinen Unterschied in diesen Alterklasse gibt.



    Dass man in U8 oder gar U6 viele Gründe gegen das NLZ findet, da bin ich ja absolut dabei, aber diese von dir genannten treffen mM nach nicht wirklich zu.

    Würde man früher, und damit meine ich ab dem G Jugendalter schon gezielter Talente fördern, würde es perspektivisch dem deutschen Fußball nicht schaden.

    Keine Ahnung, ob es dem deutschen Fußball Schaden würde, aber den Kindern würde es Schaden. Weniger freies Spielen in jüngerem Alter, weniger Sportarten in jüngerem Alter, einseitige Belastung und damit Folgeschäden usw. - und Sorry, ob das Kind ein Talent ist oder nicht, kann zu diesem Zeitpunkt noch niemand sagen.

    Ich finde ja auch, dass das G-Jugendalter zu früh ist, um die Spieler im NLZ zu fördern und würde davon aus verschiedenen Gründen abraten.

    Aber der Punkt "weniger" Sportarten, der trifft es mM nach nicht.

    Denn man kann ja das Training - gerade in so jungen Jahren - ja allgemeinsportlicher halten. Das passiert überall zu wenig und schon gar nicht im Breitensport, wenn ein Papa die Spieler trainiert.


    Ich habe zB in der U9-U11 einmal die Woche in der Hallensaison (nahezu) eine komplette Einheit auf andere Sportarten verwendet. Turnen, Gerätebrennball, Wrestling, Handball, Basketball, etc.

    Außerhalb der Hallensaion auch, aber nicht so regelmäßig wirklich jede Woche, wo eine der beiden Hallenzeiten wirklich dafür drauf ging.


    Und wie viel "freies Spielen" findet denn idR im Breitensport der G-Jugend statt? Ich sehe da noch viele Papa, wo es im Training doch viel Übungen gibt, die viel Standzeiten haben und Spielformen, wo es gar eine vorgebene Aufstellung des Trainers gibt. Da wird vielfach noch im 5gg5 oder 7gg7 gespielt mit Aufteilung der Positionen


    Man kann deine Kritikpunkte definitiv anbringen, weil die Inhalte mM nach wichtig in den jungen Jahren sind, aber mM nach findet das auch im Breitensportverein so kaum Einzug ins Training.

    Und die allermeisten Kinder machen auch nur einen Sport im Verein- also wo haben die da mehr Sportarten, als es in einem NLZ der Fall wäre? Das ist so oder so gleich mM.

    Eher machen die Bewegungstalente noch etwas parallel, aber das könnten sie ja auch im NLZ.

    Wer sich vom Spielbetrieb abmeldet, ist sofort nicht mehr spielberechtigt. Völlig klar.
    Abmeldung nach dem letzten Spiel und vor dem Stichtag (30.06. wohl bei euch).

    Eine Kündigung der Mitgliedschaft im Verein (nicht Abmeldung vom Spielbetrieb) ist was anderes, kann aber natürlich auch zur Folge haben, dass der Verein sagt, dass der Spieler dann natürlich auch nicht mehr an den Angeboten des Vereins teilnehmen darf, sofern die Kündigung sofort gilt und nicht erst zum Ende des Jahres.

    Was genau habt ihr veranlasst?

    Nein, du irrst.

    Wenn man aus dem Verein austritt, dann erlischt sofort das Spielrecht.

    Man kann nicht zu einem Zeitpunkt in der Zukunft austreten ohne dass das Spielrecht sofort erlischt.


    Deshalb muss man einen Austritt auch immer nach dem letzten Pflichtspiel abgeben, wenn man die Saison noch zu Ende spielen will und nur ab dem 1.7. wechseln will.


    Edit:

    Sehe, du meinest nur die Trainingsangebote. Ja gut, das ist was anderes, aber es geht ja um das Spielrecht, wenn ich den Ausgangspost richtig verstehe.

    (bin u.a. strikt dagegen, einem 5-Jährigen ständig vorzuschreiben, doch bitte den Ball dauernd abzuspielen). Das wird i.d.R. auch vorab mit dem Gegner besprochen.

    Das finde ich einen Punkt, der herausgehoben werden sollte.

    Und das nicht nur auf die 5jährigen bezogen, sondern auch auf die 9 oder 11 jährigen.


    Viele fordern auf der einen Seite individuell gute Spieler, aber schreien "Egospieler" "nicht mannschaftsdienlich", wenn jemand mal nicht abspielt. teilweise wird sogar direktes Abspielen gefordert.

    (Dass zum Mannschaftsspieler auch oder vor allem gehört, dass man zB 100% gegen den Ball mitmacht, etc. wird auch gerne unterschlagen, wenn man jemanden so verunglimpft.)


    Das ist so widersprüchlich, dass ich stets kaum glauben kann, dass die Leute nicht erkennen, dass sie sich selbst damit widersprechen.


    Abspielen des Abspielens wegen, das ist sowiso am Ziel vorbei, denn es ist nicht zweckgebunden. Wie eine Finte im leeren Raum, die sogar schlecht ist, weil sie Zeit/Raum kostet.


    Dazu ist es auch in jungen Jahren idR kein abspielen, sondern oft ein wegspielen. Für mich ein gewaltiger Unterschied. Jede Aktion sollte immer einen Zweck dienen, nämlich dem, die Situation zu verbessern und dazu auch so ausgeführt sein (beim Pass in den offenen Fuß, in die Bewegung, gute Schärfe, etc.) dass man die Spielsituation verbessert.

    Andernfalls ist das Wegspiel dann eben das Gegenteil von gut.


    Außerdem erlernt man das Zusammenspiel (Unterschied zurTechnik Passspiel) in D-oder C-jugend in wenigen Einheiten, wenn man in der Ballverarbeitung, dem Passspiel, dem 1gg1, etc. gut geschult ist.

    umgekehrt aber wird es schwer diese Techniken/Fertigkeiten zu erlernen, wenn der Zeit-und Gegnerdruck mit dem Alter und dem Niveau deutlich zunimmt, und die erlernten "Spielzüge" dann nicht mehr klappen, aber man die anderen Dinge eben nicht gut kann.


    Ich bin sogar ein klarer Verfechter, eben gerade nicht direkt zu spielen.

    Habe das in U9 oder U10, wenn ich da ein Team übernommen habe in der Hllensaison sogar oft "verboten". also den deffensiven wenn sie vom Fänger angespielt wurden.Wie oft sieht man das direkte "Klatschenlassen" zum Fänger zurück oä.

    Da wird dann aber überhaupt nicht mehr situativ selbst entschieden und dazu wird die Ballverarbietung (die wichtigste und unterschätzteste Technik) auch wirklich gar nicht trainiert. Geht bei diirektem Spiel auch nicht.

    Ich mache oft Spielformen/Übungen mit Mindestkontakten, aber eigentlich nie mit der Vorgabe direktes Spiel.



    Und wenn man sich die allerbesten Teams anguckt - ManCity, Leverkusen, Liverpool oä, dann spielen diese Spieler auch selten direkt. Aber die haben alle einen super ersten Kontakt. Auch die IVs, selbst der Fänger. Bei Pep zB muss jeder Spieler gut dribbeln können, das ist ihm wichtig.

    Sofortige Ballkontrolle, weg von Gegner, in den richtigen Raum, so dass man mit dem zweiten Kontakt alle Optionen hat (Abspiel, Dribbling, Torschuss, Ballbehauptung).

    Ballacks Zeit ist schon länger vorbei, für mich aber immer noch ein super Beispiel für einen Super-Techniker, der es am Stammtisch so nicht ist, weil er kein eleganter Dribbler ist. Aber dessen erster Kontakt war sensationell. Unter enormen Zeit-und Gegnerdruck hat der jeden Ball (auch auf Hüfthöhe) so verarbeitet, dass er mit dem zweiten Kontakt alle Optionen hatte.

    Und da er auch ein gutes Passspiel und eine sehr gute Schusstecchnik hatte, konnte er mit der Pass-/Schussfinte sensationell hantieren. Nochmal, gibt am Stammtisch keine Punkte für die B-Note, aber genau das kann dann ein Weltklassespieler.

    Bei Finten reichen die Körperfinte und die Schuß/Passfinte völlig. Man muss die natürlich super ausführen, da muss der ganze Körper mit und der Ball uss dank Ballverarbeitung auch super mitgenommen werden.

    Der Übersteiger zB, der keinen Spieler täuscht, weil er weder den ganzen Körper in die Bewegung integriert, noch zielgerichtet erfolgt, der hilft nicht nur kaum, eigentlich schadet er sogar. Auch, wenn es dafür oft "Applaus" gibt.


    Sorry, bin vlt ein bisschen abgedriftet.

    "Der Verein möchte..." - das klingt jetzt nicht so, dass es auch der Wunsch der anderen beiden war, dass du dazukommst und demzufolge, was die Aufteilung der Kompetenzen betrifft.


    Wer hat das letzte Wort bei der Aufstellung, bei der Taktik, etc.


    Ich kenne Dreiergespanne, die gut funktioniert haben, sogar eines, wo analog zu dir, ein dritter dazu kam und das bei der Männer in der Verbandsliga nach einer für den Verein guten Saison.

    Der dritte war selbst lange Zeit trainer einer Verbandsligamannschaft, ua. mit dem dritten damals als Co.

    Aber, das war der Wunsch aller Trainer, also wollten die beiden aktuellen sich unterordnen, zurücknehmen. Dazu kannten die sich ja schon über viele Jahre.

    Die hatten also eine harmonierende Idee von Fussball und dazu gab es beim Bereich Kompetenz keine Streitereien, weil da eben zwei sich bewusst unterordnen wollten.


    Das alles sehe ich bei dir aktuell nicht.

    Alleine schon, wie du über den aktuellen Trainer sprichst und was du nicht erwähnst (Spielidee, Mannschaftsführung, etc.)

    Kann mir kaum vorstellen, dass das gut funktionieren wird.


    Was sagt denn der aktuelle Trainer dazu, dass du ihm vor die Nase gesetzt wirst?

    Und was sagt er sonst so, als ihr euch ausgetauscht habt? Oder steht das noch aus?

    Weiß er überhaupt schon von der Idee? - Falls nein, fände ich das desaströs und ich würde an seiner Stelle hinschmeißen. Aus zwei Gründen, erstens, weil ich voon den Plänen nichts weiß und zweitens, weil es "irgendjemand" sein soll, der der neue Chef wird, keine eigene Wahl.


    Ich hätte aber auch an deiner Stelle keine Lust, in einem Team zu arbeiten, wenn diese die geplante Konstellation und Aufgabenteilung nicht selbst auch so wollen.

    Das kann ja kaum gut gehen.


    Edit:

    Und falls die Entscheidung noch nicht getroffen bzw. ausreichend kommuniziert wurde, worauf wartet man dann?

    Hoffentlich nicht auf den 1.7., weil dann niemand mehr wechseln kann.

    Das Duschen ist wieder so ein Sonderthema. Wird ja empfohlen, das im Verein zu machen. Aus kulturellen Gründen dann einige mit Unterhose in der Dusche, der Trainer muss raus (Jugendschutzschulung gerade gemacht), bei weiter entfernten Kabine tatsächlich auch für abholende Eltern ein Zeitfaktor. 10 Jährige müssen entsprechendes Equipment mitnehmen (ältere natürlich auch), zwei mal an- und ausziehen. Das nasse Handtuch dann mit der gerade geduschten Unterhose in die Trainingstasche, die neue Unterhose ist dann für den nächsten Tag schon mal vorgewärmt oder wird dann noch mal eine neue aus dem Schrank geholt?

    Meine Meinung: Duschen ist wichtig aber zuhause wird man genau so sauber wie in der Kabinendusche, spart Zeit und doppeltes Umkleiden. Springt man danach in den Pyjama wohl auch hygienischer, als wenn man die Tagesklamotten noch mal anzieht. Aber ja, ich weiß, es sollen alle duschen.

    Man kann das ja kontroves diskutieren, aber manche Gründe sind mM nach keine gegen das Duschen im Sortplatz.

    zB das Zeitargument, das ist ein vorgeschobener Grund, wahrscheinlich dauert das Duschen - wenn man nicht trödelt - direkt nach dem Training kürzer, als, wenn man zuhause duscht. Und dazu bezweifle ich, dass alle wirklich zuhause dann auch duschen.


    Auch das mit den den Kleidungsstück aus der Tasche.

    Ich sehe es im Gegenteil so, dass das eine gute Möglichkeit ist, den Kindern/Jugendlichen eine basale eigene Organisation und "Kümmern um eigene Dinge" anzulernen. Wichtige Dinge, auch für das Selbstbewusstein/den Selbstwert.

    Das fängt schon damit an,dass jedes Kind auf dem Vereinsgelände die Tasche selbst trägt. Und endet, dass man sein Tasche selbst packt/auspackt. "Hat Mama vergessen einzupacken", ist für mich kein Argument, wenigstens selbst überprüfen können das auch Kinder.

    Wie sollen Kinder selbstbewusst werden, ein gutes Selbstbild bekommen, wenn eltern den Kindern sogar nichts zutrauen und das ja mit ihrem Handeln auch vermitteln?


    Ich würde keinen zwingen am Platz zu duschen, aber es gibt mM nach viele Gründe, die das als Vorteil sehen.

    Nahezu alle Argumente dagegen sind mM nach vorgeschoben.



    Aber es ging hier ja um einheitliche Kleidung.

    Finde es diskutabel, wenn die Eltern alles komplett selbst kaufen müssen, dieses dann anzuordnen.

    und gerade bei den Jüngsten wollen diese auch mal Trikots ihrer Idole tragen.

    Leibchen muss man eh mM nach 4 Farben haben, um ausreichend ausgestattet für diverse Trainingsinhalte zu sein.

    Wenn die Vereine bei uns besseres Training anbieten würden, käme es auf so eine frühe Auswahl von Spielern durch den Verband vielleicht weniger an. Werf ich mal so als Gedanken ein. Außerdem wird m.E. Talent überbewertet. Zumal es in der Phase, in der die Auswahl von Spielern stattfindet schwer erkennbar ist, ob jemand höher talentiert ist oder eben durch gutes und schon längeres Training einfach weiter ist in seiner Entwicklung.

    Besseres Training, bessere Ausbildung, da bin ich bei dir.

    Wobei man nicht unterschätzen sollte, was das Niveau der Trainingsgruppe ausmacht. Du kannst das beste Training machen, wenn du aber dem Talent keine vernünftiigen Mit-und Gegenspieler im Training anbieten kannst, dann macht sich das meist schon auf Dauer bemerkbar.


    Dass Talent überbewertet wird, das finde ich aber diskutabel.


    Man kann sicherlich gut darüber streiten, was denn wirklich ein Talent ist, was also wichtige Talentkriterien sind. Denn da gehen die Meinungen ja extrem auseinander.

    Da habe ich früher auch anders gedacht, als heute.

    Das wäre für mich ein wichtiges Thema, das breiter zu vermitteln und dann mehr zu berücksichtigen. Aber, ich bin mir auch nicht sicher, ob sich da die Mehrheit der Jugendtrainer dem annehmen wird, viele haben und bleiben da doch gerne bei ihrer eigenen Meinung und wollen das gar nicht kontrovers diskutieren oder sich da Information von entsprechenden Leuten holen.

    Das erkennt man ja schon daran, wenn man sich am "Stammtisch über Bundesligafussball oder einzelne Spieler unterhält".


    Bestes Beispiel für mich Mesut Ozil 2013/14bis ca.2018, bis er wirklich deutlich abbaute. Was wurde der schlecht geredet, von der Masse, nicht vereinzelt, weil er nicht sichtbar gekämpft hat und weil es populistisch gut ankam.

    Aber es entsprach so gar nicht den Fakten. Deutschland hat bestimmt 2/3 Torchancen damals rausgespielt, weil genau Özil die entscheidene Szene kreeiert hat. Gerade in den knappen Spielen. Als Assist oder Presassist. Ohne seine Aktionen, das gewonne 1gg1 oä hatte Deutschland fast keine rausgespielten Torchancen. Das erkennt man auch leicht, wenn man sich mmehrere 2014erSpiele nochmal in voller Länge anguckt und nicht negativ konnotiert da reingeht. Und dabei hat Özil 2014 nicht mal im Zentrum gespielt, sondern auf RA, wo seine Stärken gar nicht so gut eingesetz wurden.


    Ich habe auch mal meine Trainerscheinverlängerung bei einem 2 tägigen Stützpunkt-Lehrgang der U12 gemacht. Mit mir ca. 6-8 andere Trainer.

    Am Ende hat der Verbandstrainer uns die Spieler einschätzen lassen, also nur in A,B und C.

    Und die Mehrheit hat den einzigen A-Spieler (für den Verbandstrainer und für mich, NLZ-Trainer) als B oder sogar C eingestuft. Maximal ein anderer hatte ihn bei A.

    Und die meisten As hatte genau der Spieler, der einer der weinigen klaren C-Spieler war.


    Knackpunkt war in meiner Erinnerung vor allem, dass es bei dem letzten an Effektivität, Dynamik sowie Trainierbarkeit richtig haperte. Wir haben ja zwei volle Tage intensiv trainiert.

    Bei ersterem stimmte die Eleganz nicht ganz so, aber er war im Gegenteil dynamisch in allen Aktionen, auch unter Gegnerdruck, hat die Dinge immer zielgerichtet gemacht (also zB keine Finte, die nur den Selbstzeck hatte) und er konnte Trainingsreize, -tips, -kritik, -anweisungen superund schnell umsetzten.



    Man kann mM sicherlich nicht aussagen, wer es mal in die Bundesliga schaffen wird. Das kann niemand, ich denke, das behauptet auch niemand.

    Aber man kann schon relativ gut einschätzen, wer es sicherlich nicht weit nach oben schaffen wird. Es gibt eben doch klare Ausschlussparameter.

    Kai aus der Kiste, der wie Briegel als 17jähriger plötzlich aus dem Nichts auftaucht, die gibt es längst nicht mehr.


    Wenn man sich die Nationalspieler der letzten 20-25 Jahre anguckt, dann wird man feststellen, dass quasi alle schon in jungen Jahren als Talente erkannt wurden, weil sie eben alle früh in mindestens ambitionierten Amateurvereinen gespielt haben.

    Ausnahmen gibt es meines WIssens nach nur bei den Saarländern, Hektor weiß ich und vlt noch einer.

    (Ich habe das für zwei Turniere der Vergangenheit mal hier am deutschen Kader dargelegt und das Alter genommen, wo alle bei einem NLZ oder ambitioniertem Amateurverein gelandet sind. Da war keine später als C-jugend, nahezu alle sogar deutlich eher.)


    Und RW Essen bei Özil, SC Staaken/Hertha Zehlendorf bei Mittelstädt oder SC Borgfeld/FC Oberneuland bei Brandt sind zwar keine NLZs, aber haben eben eine gute Jugendarbeit. Also SC Borgfeld hatte die nur in Brandts Jahrgang, weil Papa da Trainer war und sich die guten Spieler aus Bremen zusammengeholt hat. Die sind aber vor dem SV Werder mit dem Jahrgang dann Bremer Meister geworden in der U13 und haben auch von U9-U13 an Bundesligaturnieren teilgenommen - Brandt kannte man damals auch als Nicht-Bremer, weil er eine Rakete war und man den SC Borgfeld oft auf Turnieren getroffen hat. Oberneuland war regionalliga in der U15.



    Davon ab, finde ich auch nicht, dass wir in der Spitze in Deutschland zu schlechte Spieler haben.

    Wir haben vlt nicht die Masse, wie Frankreich, die sind aber aktuell auch Weltspitze diesbezüglich.

    Aber wir haben viele, viele Weltklassespieler.

    Da wird mir das Talent immer zu schlecht geredet, weil die Leistungen des Teams zu schlecht waren mit der N11. Aber daran hatten mM nach die Trainer auch erhebliche Mitschuld. Löw und Flick haben dain den letzten 10 Jahren einfach nicht gut gewerkelt. Nicht annähernd gut.

    Was ich beobachte ist die Tatsache, dass in den Sichtungstrainings für die Stützpunkte schon viel zu viel auf körperliche Attribute geachtet wird. Sprinttests sind ein wesentlicher Bestandteil. Dadurch werden systematisch schon zahlreiche Kids ausgeschlossen von der weiteren Förderung.


    ...

    Ich habe zwar Sprinttest in Stützpunkten als klares Kriterium noch nicht wahrgenommen, aber ich kann aus der Erfahrung sagen, dass Schnelligkeit eben auch ein ganz klares Ausschlusskriterium für Profifussball ist.

    Und Schnelligkeit entwickelt sich eben auch nicht mehr extrem, wer mit 10 langsam ist, der wird auch nie schnell (genug) werden.


    Das Spiel wird immer schneller und dynamischer, da kann man heutzutage nicht mehr langsam sein, um es ganz oben zu schaffen. Das kann man auch mit absurder Handlungsschnelligkeitnicht kompensieren.


    Und, wenn jetzt jemand damit kommt, dass ja auch manch Bundesligaspieler langsam sei,dann entgegne ich, dass er langsam in Bezug auf die Bundesligaspieler ist, aber nicht bezogen auf alle fussballspielenden Menschen.

    Bezüglich Dynamik wäre ein langsamer Bundesligaspieler in der Landesliga dann eben doch überdurchschnittlich.



    Ob man das im Stützpunkt als limitiernden Faktor nehmen muss, da habe ich auch meine Zweifel.

    Ja, der Stützpunkt hat im Grunde genommen das Ziel Spieler für die NLZ zu finden, auszubilden, diesen zuzuarbeten und danach eben für den Profifussball, aber idR läuft das defacto ja nicht so.

    Spieler werden auch ohne Stützpunkt gefunden und ambitionierte Amateurvereine bzw. Vereine eine Stufe unter den NLZ übernehmen meist die Aufgabe der Stützpunkte.


    Für mich sind Stützpunkte eigentlich rausgeworfenes Geld, wenn man es daran misst, wofür und wie sie gedacht sind.

    Abseits von sehr wenig besiedelten Gebieten vlt.

    Da fehlt es auch oft an Kompetenz und Willen (die Trainer sollen ja eigentlich nicht nur bei einem Sichtungstag sichten, sondern sich die Vereine regelmäßig angucken).

    Ich habe dabei schon mehrfach erlebt in verschiedenen Stützüpunkten, dass die besten Talente nicht genommen wurden. (und da war es auch so, dass teilweise die physisch kleinen und/oder langsamen genommen wurden.)

    Und das auch in der retrospektiven Sicht, von Jahrgängen 96- 99, sogar 91 zB. Also SPieler, die alle schon lange im Herrendussball angekommen sind.

    Da waren mehrffach Spieler dabei, die es nicht in den Stützpunkt geschafft haben, aber von einem Bundesligisten geholt wurde, dort dann Jahre verbracht haben, teilweise Jugendnationalspieler wurden und dann Regionalliga und höher gespielt haben, während die ausgeuchten, jetzt teilweise 3.Herren oder Kreisliga spielen.

    Ja, man könnte auch begründen, dass es auch einen Einfluss hatte, dass manche eben in der Jugend dann gut geffördert wurden, andere nicht, aber ich habe da Fälle vor Augen, wo sich die jeweiligen Vereinstrainer und die NLZ-Trainer schon damals einig waren, bei der Talentbewertung zum damaligen Zweitpunkt.


    War jetzt vlt ein bisschen lang und unstrukturiert.

    Lange Rede , kurzer Sinn:

    Der Stützpunkt funktioniert mM nach überwiegend nicht so, wie es n der Theorie geddacht ist und hat demnach wenig Nutzen.

    Das Geld sollte man mM nach anders investieren in den Breiten-/Amateursport. ZB in die Trainerausbildung oder die Bezahlung von Vereinstrainern (also Zuschüsse vom Verband für diese). Oder Materialien/Tore, etc. in den Vereinen.

    Ich finde das zwar auch sehr diskutabel, mir fehlt dabei aber dann der Blick auf viele andere Sportarten, in denen es viel krasser ist.

    Aber der Fussball wird verteufelt.

    Nicht von dir, di bringst das ja ins Gespräch.


    Wenn du zB als Mädchen im Turnen Ambitionen hast in die nationale Spitze oder gar Weltspite zu kommen, dann musst du spätestens mit 10 Jahren oder so ins Internat. Ich glaube, es war zur zweiten oder dritten Klasse, definitiv nicht erst zur fünften.

    Egal, wo du lebst in Deutschland.

    Das Trainingspensum und die Einbindung in den Schulalltag sind anders nicht machbar.


    Ich hatte mal einen Spieler, dessen kleine Schwester sensationell gut im Turnen war und deutschlandweit zur Spitze gehörte.

    Deren Eltern waren dann froh, dass ihre Tochter dann keine Lust mehr hatte, bevor es zu der Entscheidung kam, dass sie eben so früh ins Internat müsste. Die Eltern waren froh, dass ihnen diese Entscheidung (die sie in beiden Richtungen nicht treffen wollten) so abgenommen wurde.

    Und die wohnten am Rand eines Ballungsraumes, wo der passende Turnverein gar nicht ewig weit weg warvund der Vater Lehrer war. Trainingspensum und Schule kann man da aber nur mit Internat in Einklang bringen auf dem Niveau und/oder bei dem/den Vereinen in regionaler oder lokaler Nähe. Da gab es wohl nicht die Option zuhause wohnhaft bleiben zu können, egal, wie kurz der Weg auch sei.

    Finde den Ansatz aus Spanien absolut richtig. Nicht umsonst haben sie damit auch großen Erfolg und eine hohe Durchlässigkeit.

    Jeder Fußballer braucht Spielzeit und ein Talent braucht die Zeit um zu entwickeln. Höhen und Tiefengehören dazu. Fahre häufiger bei uns ins regionale NLZ und schaue mir z.B. U19/U17 Bundesliga-Spiele an. Es ist immer das gleiche Bild.


    In der Regel spielen dort die körperlich am weitesten entwickelten Spieler, wobei das nicht unbedingt die perspektivisch besten Spieler sind. Den Vereinen geht es doch am wenigstens um die Person sondern vielmehr um das hier und jetzt und den größtmöglichen Erfolg für den Club. Genau deshalb wird doch auch jedes Jahr aussortiert in großem Stil.

    Du suggeriest hier aber einiges:

    - dass kleine Spieler immer mehr Talent haben, als große.

    Das ist aber genauso Quatsch, wie das andere Extrem.


    Auch suggerierst du, dass in Spaniens NLZ keine Spieler aussortiert werden. Auch das ist schlicht nicht richtig. Wenn du dir Barcelonas Eigengwächse näher anguckst, dann wirst du bemerken, dass das auch viele Spieler erst im Laufe der Jugendzeit hinwechseln, was ja auch bedeutet, dass andere dafür gehen müssen.

    Nur mal am Beispiel Bacelona.

    Klar kann man sagen, das ist Leistungssport und gehört dazu (bestreite ich auch nicht). Muss mich aber dann auch nicht wundern, wenn 95 % nicht im aktiven Bereich ankommen. Der Fokus liegt auf der falschen Stelle.

    Es sind im Profisport deutlich wenigerPlätze vorhanden, als in den Jahrgängen der Jugend. Einfach mathematisch, weil da ca. 15 Jahrgänge zusammengefasst werden.

    Egal, wie gut die Jugendarbeit auch objektiv sein mag, es ist nicht Platz für mehr als 5%.

    Es werden auch nicht alle Abiturienten Professor oder Richter am Bundesverfassungsgericht. Nicht mal annährnd alle, die ihr passendes Studium erfolgreich beenden.