koeppchen
deine Beobachtungen sind durchaus zu bejahen.
deine Schlussfolgerung, dass dazu im wesentlichen die Trainingsinhalte verantwortlich sind, kann ich dir nicht zustimmen.
sicherlich spielen sie eine Rolle, aber es gibt andere wichtigere Faktorn für mich.
Freizeitmannschaften spielen in unserer Region sogut wie keine nennenswerte Rolle mehr, Betriebssportmannschaften die regelmässig spielen ebenfalls nicht., Treffen zum Bolzplatzspielen so ab A-Jugend-Alter aufwärts, allerhöchstens
im Uni-Gelände, oder im Schwimmbad.
Trotzdem hören viele junge Fussballer mit dem Vereinsfussball auf, oder spielen nicht in den Klassen, die sie leistungsmässig spielen können.
3 Beispiele:
Studend geht freiweillig aus einer Verbandsligamannschaft ind die 2. Mannschaft des Vereins in die A-Klasse
Selbständiger, gleicher Verein, einer der Besten, geht den gleichen Weg
Auszubildender, kommt der der A-Jugend ist auf dem Sprung in die 1. Mannschaft, geht aber auch in die 1. Mannschaft
alle 3 sind begeisterte Fussballer, sie können aber, ob sie wollen oder nicht, die Zeit nicht aufbringen 4 mal die Woche (in der Vorbereitungszeit 5 mal ins Training zu gehen.
also gehen sie 1 oder 2 mal ins Training, spielen in der Zweiten, gehören dort noch zu den Besten und sind zufrieden.
viele Trainer haben Vorstellungen und Ansprüche, die nicht dem entsprechen auf welchem Niveau sie tätig sind.
da meinen Trainer selbst in den alleruntesten Klassen 3 mal die Woche Training ansetzten zu müssen,
A-Jugendtrainer in der Staffel ebenfalls 3 mal die Woche Training.
viele wollen spielen (siehe bei euch Freizeitmannschaften) können aber nicht die Zeit aufwenden, an den geforderten Trainingseinheiten teilzunehmen, also hören sie auf, oder werden unzuverlässig.
ist es erforderlich dass A-Jugendliche in der untersten Staffel zeitlich aufwendiges Training betreiben müssen?
ist es erforderlich, dass Aktiven-Mannschaften einen zeitlichen Trainingsaufwand haben, den viele gar nicht aufwenden können, oder auch nur wollen.
warum sind ab bestimmten Klassen, und das fängt schon ziemlich weit unten an, bestimmte Berufsgruppen kaum noch vertreten sind.
warum hat eine gute Bezirksligamannschaft (die Klasse unter Landesliga), die nur 2mal die Woche trainiert eine sehr starke
Trainingsbeteiligung, sowohl von der Anzahl der Spieler, wie auch deren Regelmässigkeit?
für mich wissen viele Trainer nicht, auf welcher Ebene sie sich bewegen, welche Ansprüche sie befriedigen müssen.
die Vorstellungen vieler Trainer und den Bedürfnissen und den Möglichkeiten der jeweiligen Mannschaft gehen oft weit auseinander.
Ich kenne viele junge Fussballer, die durchaus bei entsprechendem Trainingsaufwand 2-3 Klassen höher spielen könnten,
einige wollen nicht, aber die meisten können nicht den dort erforderlichen Aufwand betreiben.
wir haben das System der unterschiedlichen Klassenstärken, jeder hat die Möglichkeit seinen passen Weg zu finden,
aber die kleineren Vereine einschl. ihrer Trainer sollten mal einige Stufen mit ihrem Anspruch runterfahren.
Ich kenn viele Spieler die aufgehört haben, die gerne Sonntags gespielt hätten, auch gerne 1 oder auch 2 mal ins Training gehen wollten, denen aber alles mehr einfach zuviel war.
die auch kein hochqualifiziertes Training erwarteten, sondern ein Training, das so gestaltet ist, dass sie gerne hingingen.
gleiches ist sicherlich auch vielerorts im Jugendbereich, auch beim KIFU anzutreffen.
ich finde die Nachwuchsarbeit des DFB Top. mir ist bei dieser bekannten Pyramide jedoch allzuviel die Blickrichtung an dei Spitze ausgerichtet, viel zuwenig beachtet, dass eine sehr hohe Anzahl, sich einfach nur auf der unteren Ebene bewegen möchte.
dafür den DFB nun verantwortlich zu machen ist mir zu billig, ich sehe da eher die Verantwortung der Vereine und der Trainer, die sich auf der unteren Ebene bewegen. Mir wollen sich da allzuviele verwirklichen, da ihnen die Qualifikation für höheres abgeht.
Nicht durch hochqualifizierte Trainingsgestaltung sondern Reduzierung des Anspruchsdenken der Beteiligten beim Dorfverein erreichen wir weniger Abgänge.