Trainerfrau
ich sehe deine Problematik schon, verstehe auch einen gewissen Fust, den du hast.
ich kenne das Problem aus dem Bekanntenkreis. Sohn spielt Fussball, der andere Tennis, das Mädchen geht reiten.
Mutter beschwert sich, dass sie nur noch Taxifahrerin ist.
wie sähe es denn aus, wenn dein Mann kein Trainer wäre. müsste halte einer mit der C, der andere mit der F zum Fussball gehen.
ich kenn das, jeden abends unterwegs, 2 mal Vatertraining, 2mal den anderen Sohn zum Tischtennis in den Nachbarort gefahren, mittwochs selbst Fussball gespielt und am Samstag dann auf den Sportplatz zum Spiel. da kam nicht immer Freude auf.
die Termine sind nun mal halt da. und die sind auch von den Jungs, folglich ihren Eltern einzuhalten. einfach mal abmelden oder zum Training, wenn es passt. geht ja wohl auch nicht, das ist nämlich eine falsche Einstellung zum Mannschaftssport.
dein Problem haben doch viele Eltern. Klagen wie du führen doch viele, die mehr wie ein Kind haben und ihre Kinder begleiten und nicht einfach irgendwohin abschieben.
die undankbaren anderen Eltern sind aber der falsche Adressat deines verständlichen Frustes.
Zusammensetzen und gemeinsam Lösungen suchen, Prioritäten setzen,vor allem Bedürfnisse alle Beteiligten berücksichtigen und dann Planen. Ist doch eine absolute Notwendigkeit in Familien mit mehreren Kindern.
Musste das auch machen, denn Frust kommt von irgendeiner Seite immer wieder auf, ich kenne das sehr gut.
Kinderfussball, Trainertätigkeit, eigenes Fussballspielen, Interessen der Frau, gemeinsames ausserhalb des Fussballes sind halt nicht immer unter einen Hut zu bringen, dienen nicht immer dem Interesse aller.
diese Problematik wird sicherlich nicht dadurch gelöst, dass die Ehefrau des Trainers zum Saisonende einen Blumenstrauss erhält. Frustverlagerung nenn ich sowas.
Frage so nebenbei: Hast du schon mal in der Elternschaft deines F-lings angeregt, der Trainerfrau deinses Jüngsten ein Dankeschön zu überreichen?