Dani
zitieren funktioniert nicht, deshalb der Hinweis dass ich mich auf deinen letzten Abschnitt beziehe.
In diesem Satz steckt nicht nur viel Wahrheit, es liegt darin auch ein Grossteil der Ursachen der Probleme im Kinderfussball.
aktiveFussballer, die eine Trainerlizens machen, und eine Trainertätigkeit längerfristig anfangen gehen nicht in den Kinderfussball.
Trainerneulinge, die mal ins Trainergeschäft reinschnuppern wollen, oft noch ohne Lizens, teilweise so wieder zum Fussball kommen, beginnen oft beim Kinderfussball. Stellt sich heraus, dass ihnen die Tätigkeit liegt und sie Geschick mitbringen, bilden sie sich weiter, verbleiben dann aber nicht mehr lange im Kinderfussball, sondern steigen immer mehr nach oben auf.
verbleiben noch die Vatertrainer, die aber eh mit ihren Kindern immer eine Alterstufe höhergehen, also lediglich 2 Jahre in einer Kinderalterstufe verbleiben. diese müsen aber auch bei jeder Alterstufe von Neuem lernen.
das "Peterschen Prinzip" (wer will kann sich da im Internet genauer informieren) besagt nun, dass wenn sich jemand auf einer gewissen Stufe bewährt, befördert wird und eine Stufe höher steigt. er steigt aber nur so lange, bis er die Stufe der Inkopetenz erreicht hat und wird dort verbleiben.
dieses Peterschen Prinzip trifft nach meiner Einschätzung auch auf Trainer zu, die im Fussball weiterkommen wollen.
Beispiel, ein Trainer, der in z.B eine U10 trainiert, engagiert ist, und er weiterkommen will, wird wohl nicht lange bei einer U10 verweilen, es sei denn man traut ihm nicht mehr zu.
fass ich nun mal alles zusammen, und wer sich in seinem Verein mal entsprechend umschaut, wird feststellen dass es überwiegend so ist, natürlich gibt es auch die berühmten Ausnahmen, komm ich zu dem Ergebnis, dass speziell im Kinderfussball, bezogen auf die jeweilige Altersstufe (G,F,E,D) nicht unbedingt die fähigsten Trainer sind. Wohlgemerkt, um Missverständnisse vorzubeugen, in dem Bereich, in dem sie aktuell Trainer sind.
der D-Trainer, der von der G an hochgestiegen ist, egal ob als Vatertrainer mit seinem Kind hochgegangen, oder der Neuling, der aufgrund seiner Leistung aufgestiegen ist, wär sicherlich ein sehr guter F oder E Trainer, in der D fängt er aber eigendlich auch in vielen Dingen neu an.
Ich selbst habe das bei mir am eigenen Laib erfahren. bin 3 mal im Kinderfussball mit hochgegangen und bei jedem Neubeginn hatte ich ganz andere Vorraussetzungen, ein ganz anderen Wissenstand. eigendlich war ich erst beim 3. Mal ein Kindertrainer, der meinen eigenen Vorstellungen entsprach.
Und jetzt komm ich auf Dani zurück. Wäre ich kein Vatertrainer gewesen, aber gerne als Trainer weiterhin tätig gewesen, wäre ich sicherlich nicht im Kinderfussball gelandet, sondern im Aktiven-Bereich, oder einer entsprechenden B oder A-Jugend.
mag sein, dass ich einigen auf die Füsse getreten bin, aber es zeigt wo die Probleme im Kinderfussball auch ihre Ursache herhat, und wer hier den ein oder anderen Beitrag zwischen den Zeilen liest, muss das bestätigen.
Und für mich gibt es da nur einen Lösungsansatz, die von @TW schon öfters angesprochene verbesserte, modifiziertere Erstausbildung der Übungsleiter im Kinderfussball, und zwar vor Beginn, zumindest direkt zum Beginn beim Einstieg in ihre Tätigkeit, mit einer ständigen Weiterbildung bezogen dann auf die jeweilige Alterstufe.