Beiträge von Toto2

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Hallo STORGE,


    meiner Ansicht nach haben Andre und TW-Trainer schon viele sehr gute Tipps gegeben. Ich sehe es eigentlich wie Andre, dass deine Vorgänger wohl nicht wirklich wußten, was sie zu tun haben. Ist nur eine Vermutung - liegt aber nahe.


    Somit musst du wahrscheinlich viel nachholen, was in der E oder sogar F-Jugend vernachlässigt wurde. Ich selber bin jetzt erst in meinem zweiten Jahr als D-Jugendtrainer. Als ich völlig unvoreingenommen Anfang der letzten Saison den Job übernahm habe bin ich wirklich Schritt für Schritt vorgegangen u. habe mir ein Bild davon gemacht was die Kinder eigentlich schon können. Die einfachsten Passübungen ( Paar bilden u. gegenüber stellen - passen mit links u. rechts - anschließend Entfernung vergrößern ect. ). Schon da sieht man schnell was alles bisher versäumt wurde.


    Gleichzeitig habe ich aber auch mal danach geschaut wo bei MIR eigentlich noch Nachholbedarf besteht. Weiß ich wirklich bescheid wie man eine Jugendmannschaft trainiert? Bin ich menschlich in der Lage ein Team zu motivieren? Lobe ich genug? Ich habe meinen logischen Verstand, Literatur und auch dieses Forum genutzt. Und was soll ich sagen - es hat Berge versetzt. Wir haben unwahrscheinlich schnell große Fortschritte erzielt, die Kinder haben sich sehr gut entwickelt und die Mannschaft hat bei weitem besser abgeschnitten, als man uns das am Anfang zugetraut hätte. Sie hätte gar nicht besser abschneiden können, was den Tabellenstand am Ende der Saison anging. Das ist aber nicht entscheidend, wie andere User hier schon geschrieben haben. Entscheidend ist die Entwicklung der Spieler. Erfahrerene Trainer hätten wahrscheinlich noch mehr aus den Kinder herausholen können. Die Endergebnisse der Begegnungen sind erstmal zweitrangig.


    Warum schreibe ich das? Weil ich dir damit auch ein wenig Mut machen will. Wenn du das mit Eifer anpackst wirst du zu 100 % Fortschritte erzielen. So unfähig können die Kinder niemals sein, dass sich sich nicht um einen Millimeter bewegen. Du bist in einer Situation, wo du eigentlich gar nicht verlieren kannst. Vorausgesetzt, dass du die Kinder weiterhin begeistern und im Verein halten kannst. Da ist schon auch eine Menge Psychologie gefragt. Ich würde jeden noch so kleinen Fortschritt loben. Das motiviert jeden einzelnen Spieler ganz sicher noch mehr zu geben und noch mehr Trainingseifer an den Tag zu legen. Und vergiss auch nicht, dass auch du eine Entwickling durchmachst. Hinterfrage dich immer selbst, ob du richtig handelst oder wo du noch etwas besser machen kannst. Nutze aber auf jeden Fall alle Hilfsmittel, die das Netz und die entsprechende Literatur dir geben kann. Daran ist nichts falsch und das ist kein kopieren. Du mußt den Fußball ja nicht neu erfinden ;) .


    Natürlich könnte ich jetzt noch viele Übungen nennen, die deine Spieler wahrscheinlich nach vorne bringen würden. Aber da halte ich es lieber wie z. B. TW-Trainer und verweise wirklich auf einige Stichpunkte und die vielen Übungen, die z. B. auf Soccerdrills zur Verfügung gestellt werden. Wenn ich mir vorstelle, dass ich in deiner Situation wäre, dann wären zu viele Tipps eventuell überfordernd. Du solltest vielleicht ein Konzept entwickeln, indem du dir zunächst Stichpunkte machst auf die du dann Schritt für Schritt genauer eingehst. Quasi Thema für Thema. Gestaffelt nach den Schwachpunkten deiner Spieler.


    Also: Schritt für Schritt vorgehen (siehe auch oben); von leicht nach schwer trainieren; bei jeder Übung möglichst viele Ballkontakte ( daher in kleinen Gruppen trainieren ); "Aufwärmen" mit Ball und ohne Dehnübungen ( kein stupides Rundenlaufen ); die Spieler immer in Bewegung halten ( daher in kleinen Gruppen trainieren - keine Wartezeit - keine Langeweile - damit keine Unkonzentriertheit ); viel 1 vs. 1; viele Zweikämpfe trainieren (das Verhalten bei frontalem Angriff u. im Rücken des Gegners demonstrieren (Kinder lernen vor allem auch vom Zuschauen); immer rechten u. linken Fuß trainieren; viele Spiele in kleinen Gruppen (schon wieder ;) ) z. B. 4 vs. 4 auf Hütchentore ( ggf. auch auf 2 Tore pro Mannschaft - Stichpunkt Spielverlagerung); den schnellen Antritt trainieren ( erst ohne - dann mit Ball ); Dribblings trainieren ( beim 1 vs. 1 trainierst du z. B. immer beides - Angriffsdribbling u. Abwehrverhalten ); Pass- und Ballannahmeübungen in allen möglich Variationen; niemals den Spieler, sondern immer die Sache "kritisieren" - und....VIEL LOBEN UND MOTIVIEREN.


    Sicher habe ich irgendetwas vergessen zu erwähnen, aber damit will ich eigentlich nur einige Anhaltspunkte für deine Konzeptentwicklung geben. Jeder findet letztlich einen anderen Weg, da jedes Team irgendwo auch unterschiedlich ist und aus verschiedenen Charakteren besteht. Aber irgendwie muss man schließlich anfangen und daher finde ich, dass du dir deinen eigenen "Plan" in Form von Stichpunkten schaffen solltest.


    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und vor allen Dingen auch SPASS, denn ohne Spass an der Sache geht gar nichts.

    Hallo zusammen,


    ich habe die Beiträge zu diesem Thema mit großem Interesse gelesen.


    Mir gehlt absolut die Erfahrung, die die meisten User, die bereits ihre Meinung geäußer haben, vorweisen können. Eine Meinung habe ich aber trotzdem ;) .


    Ich finde es zunächst gar nicht so verkehrt, dass die Mannschaft so selbstbewußt ist. Sie haben offenbar viel erreicht und sich die Erfolge erarbeitet. Wenn sie dann so gut wie jedes Spiel gewinnen ist es klar, dass sie sich vielleicht für die Überflieger halten. Man kann da zunächst auch ruhig mal loben, finde ich.


    Da ist jetzt wirklich der Trainer gefragt. Sie brauchen neue Herausforderungen, wenn die anderen Mannschaften ihrer Liga nicht mithalten können. Das kann man ihnen auch klar so sagen. Die sind ja nicht blöd und sehen, dass sie einfach besser als Ihre Gegner sind. Aber man kann ihnen doch die Frage stellen: "Seid ihr damit zufrieden? Wollt ihr euch nicht weiter verbessern?"


    Wenn sie im Training nicht weiter Gas geben werden sie sich wohl auch erfahrungsgemäß nicht verbessern und bleiben in der Entwicklung stehen. Dann ziehen ihre jetzigen Gegner vielleicht mal an ihnen vorbei.


    Eine kurzfristige Lösung ist ganz sicher die Vereinbarung von Freundschaftspielen, wie es hier auch schon viele erwähnt haben. Im Training selbst kann man doch vielleicht versuchen gewisse Konkurrenzsituationen zu schaffen. Die sollen sich mal gegenseitig messen. Pacours mit Ball und Spurts und das ganze Programm. Da kann man den einen oder anderen Spieler vielleicht mal ein wenig kitzeln, wenn der Kollege den Pacours schneller absolviert hat. Das ganze aber immer positiv gesehen. Immer die Sache und nicht die Person kritisieren, dann fühlt sich keiner pers. angegriffen. Ich denke mal, das ist in diesem Alter wahrscheinlich sehr wichtig.

    @NF: sehe ich aber anders.


    Zunächst denke ich nicht, dass das jeder weiß. Viele Beiträge von verschiedenen Usern beweisen, dass eben nicht jeder über die Ausbildungsziele informiert ist. Und es stimmt auch nicht, dass man die Einstellung von Menschen nicht ändern kann. Da gibt es hier im Forum ( Gott sei - oder besser einigen Usern sei Dank ) auch genug Beispiele.


    Richtig ist allerdings, dass jeder seine Meinung äußern darf. Und die muss nicht mit der Meinung der Mehrheit überein stimmen. Somit haben Andre, AlexCarnica, PaulBreitner, Zamorra und ich unsere Meinung dazu geäußert und stellen in dieser Diskussion sogar die Mehrheit. Wenn Fußballgott diese Hinweise oder Tipps für nicht sinnvoll befindet oder einfach ignoriert ist das dann seine eigene Angelegenheit. Ob er das tut wissen wir nicht, da er sich noch nicht dazu geäußert hat.


    Aber man darf von den Usern nicht verlangen, dass sie ihre eigenen Prinzipien über Bord werfen und fleissig Übungen mitteilen ohne darauf hinzuweisen, dass diese aber nicht für die F-Jugend geeignet sind.


    Wenn hier jemand Fragen stellt möchte er doch Hilfe. Das wäre so, als ob ich einem 10-jährigen, der mich fragt wie man Zigaretten raucht, ihm diese in die Hand drücke und ihm noch Feuer gebe ihm aber nicht sage, dass es schädlich ist und er es laut Gesetz auch gar nicht darf.

    Hallo zusammen,


    Fußballgott + NF: ihr müßt schon verstehen, wenn jemand etwas gereizt auf dieses Thema agiert, da diese Themen hier mehrfach und ausgiebig diskutiert wurden. In einer F-Jugend ist das nunmal kein Thema. Da ist anderes Training angesagt. Und wenn man im Titel jetzt nicht angiebt für welche Jugend man Trainingstipps sucht muss man damit rechnen, dass jemand danach fragt, da es unter Umständen für eine plausible Antwort relevant ist. Ich trainiere eine A-Jugend eben anders als eine F-Jugend.


    Und ihr wollt doch Antworten, die euch wirklich weiterhelfen. Natürlich könnten eine ganze Menge User hier euch jetzt Tonnen von Tipps geben, wie man das trainieren kann. Aber am Ende ist es doch hilfreicher, für euch und die Kinder, wenn man darauf hinweist, dass in der F-Jugend Wert auf andere Inhalte gelegt werden sollte.


    Nicht falsch verstehen - ich will nicht meckern sondern eher vermitteln und beschwichtigen.

    Hallo zusammen,


    mir stellt sich eine Frage, wenn ich den Eingangspost so lese. Rene läßt das zur Zeit so beliebte 4-2-3-1 spielen. Dann gehe ich mal davon aus, dass eine ballorientiert Verteidigung bzw. Raumdeckung gespielt wird. Hat die Mannschaft vorher schon dieses System gespielt? Ich frage nur, weil das eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Rene schreibt ja, dass da sehr viel Nachholbedarf besteht. Ist es da schon sinnvoll sich mit diesem System zu beschäftigen? Versteht mich nicht falsch. Grundsätzlich finde ich das spitze, wenn man sich so ab der C-Jugend damit beschäftigt.


    Aber zur Zeit scheinen es hier sinnvoll zu sein erstmal Sicherheit und Selbstbewußtsein aufzubauen. Da finde ich die Trainingstipps von Coach Coerver angebracht und förderlich. Viel Bewegung gepaart mit Passübungen und Ballsicherheit.


    Aber leicht ist so eine Situation sicher nicht. Motivation spielt da natürlich eine gaaaaannnnz große Rolle. Und die aufrecht zu erhalten, wenn man sehr viel verliert ist schwer.


    Ich pers. würde den Jungs auch sagen, dass sich die Situation mit der Zeit ganz sicher ändert, wenn man Trainingsfleiß und eben die erforderliche Zeit mitbringt. Und zwar Trainer und Mannschaft. Das ist immer ein gutes Argument. Dazu ist das nicht mal gelogen. Es wird mit der Zeit auch besser. Man muss Geduld aufbringen und die ein oder andere Niederlage gehört weiterhin dazu. Der Stichpunkt Mannschaftsgeist ist da immer richtig. Man ist ein Team. Man geht zusammen durch das Tal und nach einer gewissen Zeit geht es wieder bergauf. Aber alle müssen zusammenhalten und dabei bleiben, sonst kann es nicht funktionieren, da es ein Mannschaftssport ist.


    Eines ist auch ganz wichtig: Rene muss glaubhaft und überzeugend sein. Denn die Mannschaft scheint ja von den Vorgängern enttäuscht worden zu sein.

    Eigentlich wurde alles zum Thema geschrieben. Aber eines nicht - oder ich habe es überlesen.


    One-Touch-Football ist vor allem Kopfsache. Natürlich benötige ich die erforderliche Technik, aber wenn der Kopf nicht entsprechend mitspielt ist alles Essig. Ich muss verdammt schnell sein. Zuerst mit dem Kopf und dann mit den Beinen.


    Und ich sehe den One-Touch-Football auch nicht als Königsdisziplin. Zumindest nicht, was den Erfolg angeht. Da nehme ich die Ausbildung und den somit den Jugendfussball jetzt mal raus. Da halte ich es eh für überflüssig, solange alle anderen Ausbildungsziele nicht völlig erreicht sind. Und wann sind sie das im Breitenfussball schon?


    One-Touch-Football ist eine Art Fussball zu spielen. Letztlich nicht mehr und nicht weniger. Dass ich damit jedem Gegner überlegen bin glaube ich nicht.

    Hallo zusammen,


    als erstes muss ich sagen (oder besser schreiben), dass ich nun erst im zweiten Jahr als Trainer einer D-Jugend tätig bin. War also noch nie in einem anderen Verein. Somit fehlen mir Vergleichsmöglichkeiten.


    Ich kann aber eigentlich nur positiv über meinen Verein berichten. Die Trainer gehen alle respektvoll miteinander um und der Jugendvorstand kümmert sich, wenn man ein Anliegen hat. Ist es umsetzbar, vor allem finanziell, dann wird es auch umgesetzt. Ebenfalls gibt es alle drei bis vier Wochen eine Jugendsitzung, an der alle Jugendtrainer teilnehmen und sich austauschen können.


    Das liegt vor allem wohl daran, dass die meisten Trainer ebenfalls bei den "Alten Herren" aktiv sind. Daher kickt man einmal die Woche zusammen und kennt sich. Ich habe festgestellt, dass es äußerst wichtig ist eine Altherrenmannschaft im Verein zu haben. Mit vielen aktiven Mitgliedern. Denn fast alles, was außerhalb des Fußballs anfällt, wird in unserem Verein von Mitgliedern dieses Teams übernommen. Zum Beispiel die Überdachung unserer Terasse des Vereinsheimes, Pflasterarbeiten, Renovierungen bzw. der Bau einer eigener Kabinen für die Damenmannschaften wurden komplett in Eigenregie durchgeführt. Da spart man eine Menge Geld und kann Dinge umsetzen, die sonst wohl finanziell nicht möglich wären.


    Einzig die 1. und 2. Mannschaft sind naturgemäß ein wenig "isoliert". Ich denke, das ist wohl relativ normal. Untereinander kommen die beiden Teams gut klar, aber mit der Jugend haben sie eher wenige am Hut. Aber ein Spieler der 2. Mannschaft trainiert unsere C2.


    Als einziges Problem sehe ich eigentlich nur die Tatsache, dass wir "nur" zwei Plätze (Rasen u. Asche) zur Verfügung haben. Da wird es im Training schon mal etwas eng. Da wünsche ich mir mehr Platz für meine D-Jugend. Allerdings wurde jetzt ein Förderverein gegründet, der den Bau eines Kunstrasenplatzes in Angriff nimmt. Dafür wird dann aber wohl der Ascheplatz weichen. Somit ist immer noch das Platzproblem vorhanden. Aber das alles hat letztlich nichts mit dem Umgang der Trainerschaft untereinander zu tun.

    Hallo timasa14,


    einfach die Suchfunktion oben rechts nutzen. Das Thema wurde bereits mehrfach diskutiert. Auf der Homepage des DFB kannst du ebenfalls eine Menge Vorabinformationen über Voraussetzungen und Lerninhalte bekommen. Die Lerninhalte sind selbstverständlich auch prüfungsrelevant.


    Bleibt mir dir noch viel Spaß in der Community zu wünschen.

    L.M.: ich denke, dass ein Messi oder auch ein Maradona technisch so stark geworden sind, weil sie eben recht klein waren. Sie mußten Mittel und Wege finden sich durchzusetzen. Natürlich sind beide Ausnahmespieler und es gehört noch eine Menge mehr dazu.


    Dass viele hier ein freies Spiel für die Kinder fordern kann ich nur unterstützen. L.M., du darfst nicht vergessen, dass es hier um Ausbildung geht. Nicht um Erfolg, der sich unbedingt in Tabellen oder im Spielergebnis wiederspiegelt. Die Kinder stehen am Anfang ihrer Ausbildung und sollen sich so gut wie möglich mit dem Ball vertraut machen. Sie sollen dribbeln und Zweikämpfe annehmen. Das spiegel sich dann später in der Tabelle wieder. Nämlich dann, wenn man am Ball gut ausgebildete Spieler hat, mit denen man sich dann auf taktische Mittel konzentrieren kann. Darüber haben sich schon viele Spezies einen Kopf gemacht die wissen wovon sie reden.


    Das bedeutet natürlich nicht, dass man den Kinder nicht auch mal sagen soll, dass man auch Tore verhindern muss. Die ganze Mannschaft erzielt und verhindert Tore. In diesem Alter ist es schon klar, dass sie lieber Tore schießen als verhindern. Aber nach einer gewissen Zeit merken sie schon selbst, dass eine Art von Organisation notwendig ist.

    Interessant.....man könnte auch sagen: Gut Ding will Weile haben ;) - ist hier aber wohl weniger angebracht. Allerdings stelle ich mir die Anfänge durchaus problematisch vor. Wer bildet denn aus, wenn es bisher eigentlich keine Ausgebildeten gibt? Und das flächendeckend.


    Aber trotzdem: einen Anfang muss es geben. Sonst wird man in einiger Zeit wohl wieder sagen: da wurde was verschlafen. Man erinnere sich nur an das Thema ballorientierte Verteidigung.

    Ich muss zuerst sagen, dass ich als Mannschaftstrainer einer dieser Leute bin, die nicht wirklich was von Torwarttraining verstehen. Oder nach einem Gespräch mit mir würde TW-Trainer wohl sagen: "Der versteht gar nichts vom Torwarttraining!" Ich habe das Training unseres Keepers immer von unserem Torwart unserer Seniorenmannschaft machen lassen und ich hatte nach Beobachtung den Eindruck, dass er das ganz gut macht.


    Meine Meinung ist: ein Schritt in die richtige Richtung vom DFB. Auf der anderen Seite kann ich aber auch die Kritik, bzw. die Einwürfe von TW-Trainer nachvollziehen. Ehrlich gesagt wundert es mich eigentlich, dass man sich nicht schon viel eher darauf spezialisiert hat. In allen Bereichen versucht man seit einiger Zeit so professionell wie möglich zu sein, aber eine fundierte Ausbildung von Torwarttrainern hat man vernachlässigt. Der Profi-Fußball im Ausland hat schon seit längerer Zeit für alle möglichen Bereiche Spezialtrainer. In der BL holt man das jetzt nach.


    TW-Trainer: ist beim TWT-Trainer Leistung denn tatsächlich die herkömmliche DFB-C-Leistungs-Lizenz gemeint? Nicht speziell auf Torhüter gemünzt? Das wird sich dann wohl nicht wirklich durchsetzen. Wie du schon erwähnt hast wollen sich solche Trainer doch spezialisieren und nicht Mannschaftstrainer werden.

    Auch meine klare Antwort zum Thema lautet: nein ! Die Formation mit Libero und Manndeckern ( so habe ich Andres Dreierkette verstanden ) eignet sich nicht zur Vorbereitung auf die ballorientierte Verteidigung. Warum und weshalb haben andere hier schon richtig erklärt. Das sind zwei unterschiedliche Philosophien.


    Bei einer F oder E-Jugend brauchen wir meiner Ansicht nach nicht von Mannschaftstaktik reden. Das ist nicht Ausbildungsziel. Da gibt es mehr als genug andere Dinge zu trainieren. In der E-Jugend darf es schon mal ein toller Doppelpass sein (Gruppentaktik), aber mit so Dingen wie 4-er Kette sollte man die nicht belasten. Dafür ist die Zeit zu schade. Wie gesagt - das ist meine Ansicht.


    Aber ab der D-Jugend kann man, vorausgesetzt die Kinder sind ausbildungstechnisch in der E-Jugend vernünftig vorbereitet worden, schon mal mit taktischen Dingen kommen. Wenn sie die Voraussetzungen nicht mitbringen hat man so wie so zuviel nachzuholen und keine Zeit.


    Zitat Sir Alex: Warum lassen viele Herrentrainer, gerade in unteren Ligen, mannorientierte Systeme spielen? Ich behaupte, weil sie raumorientierte Systeme nicht verstanden haben, somit nicht lehren und vermitteln können, und somit mit "altmodischen" mannorientierten Sytemen mit Libero "einfacher" und kurzfristiger Erfolg haben.


    Das Thema Senioren-Trainer: richtig - ich glaube auch, dass die meisten Trainer das System nicht kenne, somit nicht vermitteln können und mit Libero dann einfach den kurzfristigen Erfolg haben. Schlimm genug. Die Senioren sind doch häufig das Aushängeschild der Vereine. Da wird viel investiert - anstatt mehr in die Jugend. Die Trainer können meist zunächst gar nichts dazu, weil der kurzfristige Erfolg vom Verein gefordert wird. Sonst sind sie weg. Ja, auch bei den Amateurfußballern. Wenn man aber irgendwann mal einen Schnitt in der Jugend vollzieht, sagen wir spätestens ab der C-Jugend, dann kann man von da an die 4-er Kette trainieren und bis in die Senioren fortsetzen. Man muss nur den Anfang wagen und vor allem vernünftige Trainer haben, die das vermitteln können. Dazu kann man sie schulen oder schulen lassen (Angebote des DFB bzw. des Kreises).


    Auf der anderen Seite sehen das wahrscheinlich viele Vereine als vergebene Mühe. Wenn man sich die Senioren mal so anschaut sieht das von Jahr zu Jahr aus wie Bäumchen wechsel dich. Wie viele Spieler aus der eigenen Jugend sind noch dabei? Jetzt schweife ich aber ein wenig zu weit ab.....hat nichts mehr mit dem Eingangsthema zu tun.

    Andre: sehe ich auch so. Das sind doch auch die Spieler, denen man gerne zuschaut. Die machen das ganze für den Durchschnittskonsumenten des Fußballs spektakulär. Taktikfüchse haben aber ihre Augen auch noch auf andere Dinge gerichtet.


    Deine Schlußfolgerungen sind meiner Ansicht nach soweit richtig. Allerdings kann man wirklich jede Formation auf unterschiedlichste Weise interpretieren. Wenn man mit Dreierkette spielt, nur ein Beispiel, könnte sich ein 6-er bei Ballbesitzt des Gegners auch in die Kette als vierter Mann fallen lassen. Wie geschriebe, ist nur ein Beispiel. Über Sinn und Unsinn kann man hier auf jeden Fall streiten.


    Aber die traditionelle Formation mit Libero und zwei Manndeckern kann nun wirklich nur schwer eine ballorientierte Verteidigung umsetzen, da sie nicht entsprechend verschieben können. Das ist letztlich auch nicht die Funktion dieser Taktik, da man mit Manndeckern spielt. Bei der Viererkette gibt es die traditionellen Manndecker nicht. Hier sind die defensiven Spieler für einen bestimmten Raum verantwortlich.

    Michl: ja, korrekt. Würde ich jetzt auch so beschreiben. Das Ziel der VK ist ja letztlich eine Überzahl zu schaffen und den vom Ball entferntesten Spieler zunächst mal unberücksichtigt zu lassen ( bzw. den ungefährlichsten Spieler ). Damit will man sich ja gegen technisch starke Spieler, die häufig ein 1 vs. 1 für sich entscheiden, schützen und vom 1 vs. 1 abhalten. Er hat dann im Grunde immer 2 Spieler gegen sich. Allerdings beziehe ich das jetzt eher auf die "Verteidiger-Viererkette". Ballorientierte Verteidigung findet ja nicht nur am eigenen 16-er statt.


    Aber eine Unordnung, dadurch das jemand auf Grund eines überspielten Teamkameraden seine Position verlassen muss, findet bei der VK weitaus seltener statt, als bei einem System mit Libero und Manndeckung. Durch das Doppeln habe ich doch bereits Unterstützung, wenn ich das 1 vs. 1 verliere. Als Manndecker schaue ich da erstmal in die Röhre, da, mal abgesehen vom Libero, keiner da ist, der mich unterstützen kann. Sollte mir da jemand zur Unterstützung eilen steht irgendwo anders jemand frei. Meist als direkte Anspielstation für den Angreifer. Deshalb hat die VK da ihre Vorteile. Wenn diese beschriebene Geschichte auf meinem rechten Flügel stattfindet steht halt auf dem linken Flügel ein Gegner frei, der mich aber erstmal nicht interessiert, da er mir nicht direkt gefährlich werden kann. Findet dann durch den Gegner ein Flügelwechsel statt muss ich halt schnell verschieben. Das ist aber auch läuferisch nicht so aufwendig wie eine Manndeckung.


    Wenn der Gegner allerdings jetzt so technisch starke Dribbler hat, die auch noch den zweiten Verteidiger platt machen.....dann sehe ich immer schlecht aus.

    Hallo Franz09,


    eine Frage: wie lange trainierst du diese Spieler schon? Wie gut kennst du sie?


    Wenn sie so ängstlich agieren scheint mir das wohl am Selbstvertrauen zu liegen. Sind sie vielleich zu schwach im 1 vs. 1 oder haben sie Angst Fehler zu machen? Da ist Ennos Tipp wohl angebracht. Schön viel 1 vs. 1 trainieren, dann geht es irgendwann automatisch besser. Ist ja eh´ in der E-Jugend angebracht. Ich habe hier unter "Meine Lieblingsübungen" eine sehr simple, aber meiner Ansicht nach effektive Übung gepostet. Weiß den Titel nicht mehr genau. Ich glaube es hieß "1 vs. 1 extrem" oder so ähnlich. Schnell aufgebaut, in mehreren Gruppen umsetzbar. Hat bei meiner Mannschaft sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive gute Erfolge gebracht, da mit dieser Übung letztlich beides geschult wird.


    Übungen, in denen sie nicht quer oder hintenrum spielen dürfen halte ich da auch nicht so für angebracht. Die Jungs sollen doch lernen im richtigen Augenblick die passende Entscheidung zu fällen ( Spielintelligenz entwickeln ).

    Hallo zusammen,


    das ewige Thema. Schon oft diskutiert. Ich bin der Meinung, dass sowohl Chris ( 4-er Kette ist im Moment das Non-plus-ultra ) als auch Michl Recht haben ( wenn alle nach ein paar Jahren auf 4:2:3:1 umgestellt haben... ).


    Dieses 4:2:3:1 ist im Augenblick echt in Mode. Aber jede Reaktion hat schon immer eine Gegenreaktion hervorgerufen. Um dieses Mittelfeldbollwerk eines 4:2:3:1 zu meistern wird sich der ein oder andere Mastermind zu gegebener Zeit sicher wieder was ausdenken. Deshalb haben sich die Formationen und Taktiken ja im Laufe der Fußballjahrzehnte auch immer wieder geändert.


    Das ist irgendwie vergleichbar mit den Hackern. Jemand denkt sich den anscheinend perfekten Schutz für Rechner und Server aus, damit ein anderer einen Weg findet diesen Schutz zu umgehen.


    Das sicherste Mittel im Fußball scheint daher immer noch der gut ausgebildete Spieler zu sein. Agiere ich mit dieser 3-er Kette bzw. Libero muss ich immer zusehen, dass der Libero eben nicht in die 1 vs. 1 Situation kommt. Er ist letztlich in der Defensive nur die Notlösung, bzw. in der Offensive die Überraschung. Das erfordert aber unter Umständen jede Menge Laufarbeit und Reaktionsvermögen/Antizipation ( das schöne Modewort ;) ) für die Mittelfeldspieler, die bei gegnerischem Ballbesitz schnellstens zwischen Ball und Tor kommen müssen. Auf der anderen Seite hängt das natürlich auch wieder davon ab, wie der Gegner sich überhaupt verhält. Wer nimmt tatsächlich an den Angriffen teil? Daher kann man auch mit Libero sehr entspannt Spiele gewinnen. Pauschal läßt sich das somit eigentlich nicht sagen.


    Das elegantere Mittel ist aber auch für mich eigentlich die 4-er Kette. Im Grunde weniger Laufarbeit und einfachere Balleroberung. Aber technisch starke Spieler ( z. B. Messi, Robben ect. ) stellen auch eine Viererkette immer wieder vor Probleme. Da kommen wir dann wieder auf die Ausbildung zurück, obwohl die genannten Spieler natürlich mehr oder weniger Ausnahmeerscheinungen sind.


    Dieses Taktikthema wird auch in den kommenden Jahren immer eine Diskussion wert sein. Daran wird sich wohl nie etwas ändern.