Beiträge von Toto2

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    Ich denke schon, dass man in der F oder Bambinis die Fehler von Anfang an ansprechen sollte. Wichtig ist aber auch, dass man sie ausprobieren läßt und nicht jedes Mal unterbricht. Da die Kinder eben viel vom Zuschauen und nicht durch pures Erklären lernen muss man es natürlich demonstrieren können.


    Meine Logik sagt mir, dass es keinen Sinn macht, wenn die Kinder sich Dinge falsch antrainieren. Allerdings sollte man tatsächlich auch am Anfang anfangen und nicht z. B. das Passen trainieren ( jetzt lassen wir mal die Lernziele einer F aussen vor :) ) bevor die Ballführung nicht ordentlich funktioniert. Eben Schritt für Schritt und nicht überfordern. Ist für mich eigentlich logisch.

    parallel käme mir, bei einem Viertelplatz dann mit dem anderen Teil der Leute ein Kurzpasstraining in den Sinn, dass ich koordinativ gestalten würde. Der neue Trainer meines Sohnes (B Jugend) legte mit 12 Mann im 16 Meterraum ein Kurzpassdirektkoordinationstraining hin, das so schnell und zackig war, dass ich es ehrlich gesagt nicht verstanden habe, ...was da genau abging. War aber geil :thumbup: ?( 8) :) ;)

    Genau das meine ich. Solche Passübungen liebe ich, wenn sie dann noch mit kurzen Sprints bzw. Laufen überhaupt kombiniert werden. Übungen, wo sie den Kopf einschalten müssen, da die Passfolge nicht innerhalb von Sekunden abgespeichert und klar ist. Wo die Paßstationen immer im z. B. Uhrzeigersinn nach jeder Runde neu besetzt werden (Aufrücken), so dass für jeden Spieler sich die Abfolge auch immer wieder ändert. Da ist natürlich zunächst erst Geduld angesagt. Dann das ganze erst im langsamen Tempo, bis der Kopfe mitmacht und dann steigern. Das macht den Kids dann irre Spaß, wenn es dann mit Direktpässen irgendwann mit Tempo funktioniert. Ist ein echtes Erfolgserlebnis für die Spieler.

    Hallo Locutus,


    das Probelm kenne ich nur zu gut. Ich trainiere zwar keine A, aber eine D-Jugend. Auch die sollte man mit vielen Ballkontakten immer in Bewegung halten. Mir steht ebenfalls nur ein Viertelfußballfeld zur Verfügung. Zur Not auch noch ein Minispielfeld. Angenehm ist das nicht gerade, aber wohl die Realität in vielen Vereinen.


    Bisher hatte ich auch pro Training durchschnittlich 23 Kinder. Das Problem ist jetzt gelöst, da eine D2 gegründet wird und neue Trainer sich dieser annehmen.


    Aber nun zu deinem Thema: Runden habe ich da nie laufen lassen. Man kann jedes Thema ( Passen, Dribbling, Ballannahme ect. ) immer in einer Art "Endlosschleife" trainieren lassen, so dass alle immer in Bewegung sind und keine Wartezeiten entstehen. Selbst auf einem Viertelfeld. Da gibt es eine ganze Menge Übungen auf z. B. Soccerdrills, die man auch individuell auf deine Situation anpassen kann. Da solltest du dich mal umsehen. Einfach dann auch mal überlegen, wie du die jeweilige Übung optimal auf dem wenigen Platz gut umsetzen kannst. Da baut man einfach die ein oder andere Anspielstation oder Dribbelpacour mehr ein und schon haben alles was zu tun.


    Mein Problem waren also weniger die Übungen, als die "Rasselbande" unter Kontrolle zu halten ;) . Und auch auf jeden individuell einzugehen. Da gibt es eben immer welche, die "rumkaspern" und damit die Abläufe und die anderen Kinder stören. Das dürfe in deiner A-Jugend aber wohl weniger der Fall sein.

    DSV: um Gottes Willen - nicht, dass man mich falsch versteht.


    Ich will hier nichts gegen Erfahrung sagen. Im Grunde lernt man aus Erfahrung. Daher ist viel Erfahrung haben eine eher positive Angelegenheit. Das bedeutet aber auch nicht, dass man immer richtige gelegen hat. Ich wollte eigentlich nur zum Besten geben, dass ich die Forderung von Günther nicht für gerechtfertigt halte. Es klang eben einfach für mich danach, dass man dann die User, die erst seit kurzer Zeit Trainer sind oder keine "Erfolge" ( wenn sie denn tatsächlich meßbar sind ) vorweisen können, mit ihren Beiträgen eventuell dann nicht soooo ernst nimmt. So nach dem Motte: "Aha, hab´ ich´s mir doch gedacht. Erst seit einem Jahr F-Jugendtrainer und dann solche Beiträge schreiben, Tipps geben wollen und meine Meinung kritisieren....?!?!"


    Auf der anderen Seite werden Beiträge manchmal anders gelesen als sie vom Verfasser gedacht waren. Vielleicht habe ich Günthers Beitrag auch falsch interpretiert. By the way: ich stimme auch mit vielen Beiträgen von Günther überein. Ich wollte ihn also auf keinen Fall angreifen. Ich hoffe also, dass er meinen Beitrag auch nicht anders gelesen hat als ich ihn beabsichtigt habe.


    Und doch: vor 10 Jahren wurde vieles falsch gemacht. Aber auch vieles richtig. Das ist eine ganz normale Sache, dass sich die Dinge eben mit der Zeit entwickeln u. verändern. Sowohl im Fußball, als auch in anderen Bereichen. Aber irgendwie hast du schon Recht: ist eine Sache der Perspektive bzw. Ansicht/Meinung. Zunächst jedenfalls. Aber über längere Zeit betrachtet kann man die Dinge dann doch besser beurteilen. Kurzfristig ist das dann in den meisten Fällen schwieriger. Dafür hat z. B. der DFB auch einige Jahre benötigt und hat dann festgestellt, dass man etwas ändern muss, da man viele Jahre verpennt hat.


    Günther hat auch seinen Frust erwähnt. Davon war sein Beitrag in diesem Moment sich beeinflußt. Aber ich frage mich: was will er damit bezwecken? Ich erwarte auch nicht, dass meine Tipps und Beiträge als Allheilmittel gesehen werden. Der Sinn dieses Forums ist es doch, dass jeder sich hier Tipps holen, Tipps geben oder eben auch nur mitlesen kann. Jeder kann selbst entscheiden, was von den Beiträgen für ihn sinnvoll ist. Das hat auch mit dem Thema totdiskutieren zu tun. Das passiert immer dann, wenn jeder auf seine Meinung besteht. Ich kann sicher auch eine Meinung kritisieren wenn ich denke, dass ein Beitrag falsch ist und andere User in die falsche Richtung lenken könnte. Das sollte man sogar. Dann hat derjenige, der eine Frage gestellt hat unterschiedliche Ansichten und kann selbst entscheiden. Dann aber einen Streit vom Zaun brechen führt zur endlosen Diskussion.


    Wenn man, bei welchem Thema auch immer, aber vorher weiß mit wem man es zu tun hat ( Günthers Forderung zur Offenlegung der "Personalien"), dann bringt einen das doch trotzdem nicht weiter. Die Meinung des erst seit einem Jahr tätigen F-Jugendtrainer kann trotzdem auch richtig sein.

    Im Grundsatz hast Du recht, aber gerade wenn es um das Stellungsspiel geht, ist es unheimlich schwierig, das Kind vom Feld zu holen und ihm den Fehler zu erklären. "Da hast Du gerade eben wieder zu weit vor Deinem Gegenspieler gestanden". Wie soll das Kind die Situation dann noch nachvollziehen können? Wenn die Spieler, so wie bei uns, oft vor ihren Gegenspielern stehen, statt dahinter und daher nicht merken, wenn er in ihrem Rücken weg läuft, dann bemerken sie den Fehler in dem Moment, wo sie überspielt werden. Und dann brauche ich sie auch nicht mehr ranzuholen. Sie haben das ja schon tausendmal von mir gehört und wissen sofort Bescheid. Es dauert aber trotzdem noch lange bis sie es wirklich verinnerlicht haben. Ansonsten gebe ich Dir natürlich recht, dass eine solche Einzelansprache ein gutes Mittel ist, wobei es kaum 2 Minuten dauern dürfte. ;o)


    Und was Geduld angeht: ohne die geht im KiFu ja mal gar nix.

    Diese Situation kennt ganz sicher jeder Jugendtrainer. Manchmal dauert es einfach, meiner Ansicht nach, einfach zuuuu lange, bis sie es verinnerlicht haben. Das stellt meine Geduld oft auf die Probe. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen. Und ich muss es zugeben: da habe ich tatsächlich Nachholbedarf. Ich muss noch geduldiger werden. Oft ertappe ich mich selber dabei, dass ich gerade mal wieder ins Spiel rufen will und sage zu mir selbst: sei einfach ruhig. Du hast es ihm mindestens tausend mal gesagt. Zehn Minuten später rufe ich dann trotzdem rein. Anschließend denke ich mir: da hast du dich diesmal zu spät ertappt. Aber da ist man in einiger Hinsicht eben auch nicht besser als das Kind. Man entwickelt sich, hoffentlich, eben auch weiter.

    @Günther: zunächst mal zu deiner Forderung: bin erst im zweiten Jahr Trainer einer D-Jugend. Gleichberechtigt zusammen mit einem etwas älteren Kollegen, der seit mehreren Jahren im Kifu tätig ist ( F, E und D-Jugend ).


    Nun aber zu meiner Meinung. Erfahrung kann ich natürlich nicht viel vorweisen. Deshalb bin ich auch immer für Ratschläge dankbar und lese auch hier viel mit. Allerdings bin ich mit großer Motivation dabei und eigne mir Wissen über entsprechende Literatur und eben auch durch dieses Forum an. Ich wollte von Anfang an so wenig wie möglich falsch machen. Das, so denke ich, ist schon mal eine gute Basis, um dann immer mehr und mehr richtig zu machen. Übrigends bin ich kein Vatertrainer. Ich mache das einfach aus Spaß am Fußball. Selber war ich gerade einmal ca. 10 - 12 Jahre aktiv. Von der F-Jugend an gerechnet. Bis ich wieder zum Fußball kam lag eine längere Pause dazwischen. Bin im "typischen" Alter der C-Jugend aus dem Verein ausgetreten.


    Ich verstehe aber deine Forderung nicht ganz. Warum willst du wissen, wer wie lange mit welcher Erfahrung tätig ist? Ich halte es eigentlich so, dass ich mir z. B. hier die Beiträge durchlese und mir meine eigene Meinung bilde. Mit meinem, so hoffe ich zumindest, gesunden Menschenverstand. Das scheint mir schlüssig. Letztlich darf doch hier jeder, bis zu einer gewissen Grenze zumindest, seine Meinung abgeben. Die muss nicht immer richtig sein. Ich gebe zu, dass ich durch dieses Forum in einigen Punkten beeinflusst worden bin. Zum Beispiel bin ich hier schnell auf die Ausbildungsziele im Kifu aufmerksam geworden (wer hier schon länger tätig ist weiß was ich meine - Andres "Lieblingsthema" ;) ) Das wurde hier sehr häufig heiss diskutiert.


    Wie ich dich aus deinen bisherigen Beiträgen einschätze scheinst du über einen großen Erfahrungsschatz zu verfügen. Da frage ich mich: wieso willst du die Hintergrundinformationen von den ganzen Usern wissen? Was für dich richtig und wertvoll ist kannst du doch locker für dich selbst entscheiden. Und wenn jemand einen riesen Schwachsinn schreibt, der für die Mitlesenden, die weniger erfahren sind, gefährlich werden könnte kannst du doch einschreiten und deine Meinung abgeben. Verstehe mich nicht falsch, aber sollen alle User nach der Kategorie "Erfahrung" eingestuft werden, damit jeder weiss mit wem er es zu tun hat und wie ernst er ihn nehmen kann?


    Zu dem Thema Erfahrung. Während der WM haben wir bei uns im Verein ein Spiel der deutschen Mannschaft angeschaut. Der Angriff des Gegners kam über die linke Abwehrseite. Ein Trainer unseres Vereins, dem man ohne Zweifel eine Menge Erfahrung bescheinigen kann (seit seiner Kindheit aktiver Spieler, um die 50 Jahre alt u. später Trainer div. Mannschaften) sagt auf einmal: "Was ist das denn? Auf der rechten Seite steht schon wieder einer frei!" Ich habe ihn dann kleinlaut darauf hingewiesen, dass das bei der ballorientierten Verteidigung so gewollt ist. Nebenbei: er läßt auch heute noch mit Libero und Manndeckung spielen. Trotzdem halte ich viel von diesem Trainer. Er schaut nur einfach nicht über seinen Tellerrand hinaus.


    Das ist nur ein Beispiel. Deine Forderung macht auf mich ein wenig den Eindruck, dass du den ein oder anderen User entweder enttarnen oder bloßstellen möchtest. Aber warum? Damit hier nachher nur noch Kenner und Spezies unterwegs sind und die unerfahrenen Grünschnäbel vertrieben werden? Ich glaube, dass damit der Sinn dieses Forums verfehlt wäre. Gerade die Grünschnäbel sollen doch Ratschläge und Tipps erhalten, damit sie nicht ewig Grünschnäbel bleiben. Und Erfahrungen können eben auch mal falsch oder sagen wir mal nicht der Weisheit letzter Schluß sein. Man kann auch 20 Jahre lang falsch trainieren lassen.


    Und was ist denn eine Erfolgsquote? Mal ehrlich: wenn ich hier im Forum inkognito unterwegs bin und mir nur einen Spaß daraus machen will, dann kann ich hier das blaue vom Himmel lügen. Und zwar trotzdem noch so, dass ich glaubhaft erscheine. Wenn ich geschickt bin. Die von mir so bezeichneten Grünschnäbel können natürlich keinerlei Quote vorweisen, da sie doch noch nicht lange als Trainer tätig sind. Es sei denn sie sind dermaßen schlecht, dass bereits die Hälfte ihrer Mannschaft den Verein verlassen haben ;) . Aber das ist zumindest nicht das Ziel, das ich verfolge. Leider gibt es solche Leute tatsächlich, die andere nur auf das Glatteis führen wollen.


    Und: ich bleibe gerne inkognito. Das hat einen ganz bestimmten Grund. Ich halte das nicht nur in diesem Forum so, sondern im gesamten Internet. Es muss nicht die gesamte Welt wissen, wie ich heiße, wo ich wohne, was ich so mache, was meine Schuhgröße ist, wer meine Freunde sind oder wie meine politische Gesinnung ist. Das birgt nämlich eine Menge Gefahren, die der Großteil unserer Gesellschaft noch gar nicht oder zu spät erkannt hat. Das wird auch, und das gefällt mir ebenso wenig, kommerziell von vielen Internetplattformen genutzt. Und da zählt eben nicht der Mensch, sondern nur der Dollar. Deshalb kann ich viele von den Leuten verstehen, die keine Einzelheiten preisgeben wollen.


    Ich hätte es auch kurz und knapp halten können: ich halte deine Forderung für überflüssig.


    Aber zumindest wollte ich das begründen.

    Es ufert aus? Nenne es wie du willst! Wie du schon sagst, das Eine hat immer mit dem Anderen zu tun. Sich zu vermitteln hat mit Prinzipien zu tun und diese dienen zur Orientierung seiner eigenen Vorstellung von Fußball. Ob Vereinspolitik oder übergreifende politische Ansichten finden wir jede Woche auf den Spielfeldern. Zum Beispiel die aktuellen Themen - Outing. Ob es um schwere Depressionen oder Neigungen geht, sollte sich jeder Trainer damit beschäftigen und seine eigene Bildung im Bereich des Sports ergänzen.


    Schwierige Themen, die du da aufgreifst. Mit den Neigungen hätte ich pers. überhaupt kein Problem. Damit könnte ich umgehen ohne darüber nachdenken zu müssen. Aber z. B. Depressionen zunächst überhaupt mal zu erkennen....stelle ich mir schwierig vor. Ein Robert Enke war Profi, der jeden Tag mit Trainer und Team verkehrte. Da ist es wahrscheinlich einfacher so etwas zu erkennen. Aber wenn man "nur" zweimal in der Woche je 1,5 Stunden trainiert und Samstag ein Spiel absolviert wird es schon schwieriger.


    Aber letztlich kann zumindest ich das nicht beurteilen, da ich noch nie in so einer Situation war. Wenn ich eine Depression erkenne, dann würde ich wohl auf auf irgendeine Art tätig werden. Ich würde es aber Leuten überlassen, die sich damit auskennen. Mal in Hinsicht auf die eigene Bildung im Bereich des Sports zu ergänzen: kann man das von einem "Freizeittrainer" wirklich verlangen? Solche Angelegenheiten übersteigen wahrscheinlich dann die Kompetenzen. Irgendwo ist dann einfach die Grenze erreicht. Aber vielleicht habe ich dich auch nur falsch verstanden ?!?!

    Hallo,


    das ist eine üble und schwierige Geschichte. Optimal wäre natürlich, wenn du es schaffen könntest den besagten Spieler zu verbessern. Aber das wird sooo schnell wohl nicht funktionieren. Hat er denn überhaupt keine Freunde im Team, die ihn vielleicht unterstützen könnten? Oft treten Kinder einer Mannschaft bei, weil Kollegen auch dort spielen. Es ist eher selten, dass Einzelgänger auftauchen. Gibt es aber auch.


    Ich würde mir die anderen im Team auch mal Spieler für Spieler, also in kurzen Einzelgesprächen, "zur Brust" nehmen. Damit meine ich nicht, die Spieler unfreundlich anzusprechen. Unter vier Augen kann man jeden einzeln mal fragen wie er sich fühlen würde, wenn die anderen Teammitglieder ihn mobben.


    In meinem Team ist es wirklich mal vorgekommen, dass nach einem verlorenen Spiel in der Kabine in Abwesenheit der Trainer der schlechteste Spieler der Begegnung gewählt wurde. Und die meisten Spieler haben denselben Kandidaten gewählt. Wir haben das erfahren, da ein Spieler seinem Vater davon erzählte. Dieser informierte uns dann. Da gab es eine Ansprache und danach ist es nicht wieder vorgekommen.


    Man kann die Kinder durchaus für solche Situationen sensibilisieren.

    Hallo TYA,


    seltsames Problem, das du hast. Meiner Ansicht nach setzt man das um, was man trainiert hat. Meiner bisherigen Erfahrung nach sind E-Jugendspieler eigentlich recht unbekümmert. Also kann ich mir nicht erklären, warum sie sich beim Spiel zurückhalten. Fehlt ihnen das Selbstvertrauen?


    Da E-Jugendspieler von Grund auf eigentlich noch unbekümmert sind dürfte das dann nicht der Fall sein. Werden sie eventuell beim Spiel irgendwie beeinflußt? Vom Trainer oder den Zuschauern (Eltern) am Spielfeldrand? Ermutigst du sie auch das umzusetzten, was sie offensichtlich recht gut trainiert haben? Dürfen Sie Fehler machen? Greifst du vielleicht verbal zu oft ins Spiel ein? Werden sie eventuell als Person kritisiert, sobald sie einen "Fehler" gemacht haben.


    Sorry, ich weiß, dass du eigentlich lieber Antworten als Fragen lesen willst, aber vielleicht helfen die Fragen mehr weiter, als irgendwelche Tipps, die man aus der Entfernung ohne Hintergrundwissen eigentlich nicht geben kann.

    Sorry.....Moment.....es ufert aus. Geht es jetzt um die "Bildung" des Trainers oder darum, wie unsere Gesellschaft allgemein mit seinem Nachwuchs umspringt? Wenn das so ist, dann kommt man nicht um Politik herum. Irgendwer wollte hier nicht politisch werden.


    Okay - wenn man genauer hinschaut spielt das eine Thema ins andere immer mit hinein. Wie auch immer. Da finden wir wohl keine Lösung, sondern nur viele und unterschiedliche Meinungen.


    Hallo DSV,


    da hast du nicht Unrecht und ich pers. tue es auch nicht. Ich wollte hier lediglich auf die geschilderte Situation eingehen. Auf das eigentliche Problem. Ich wollte ihn nicht direkt für SEIN Verhalten kritisieren sondern nur Hilfestellung geben. Wenn ich allerdings etwas näher darüber nachdenke hätte ich das wohl doch besser getan, wie alle anderen hier.

    Ich zitiere:


    Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.


    Kann ja fast jeder unterschreiben. Nur wenn ich euch jetzt sage, dass diese Aussage ca. 400 Jahre vor Christus gemacht wurde, regt es doch zum Nachdenken an-hoffe ich zumindest.


    Wirklich sehr interessant.....mich jedenfalls regt es zum Nachdenken an.


    Ich finde Tom Bombadils Beitrag auch nicht verkehrt: Grenzen ziehen - je klarer, desto besser und nicht je härter, desto besser. Irgendwann hatten wir dieses Thema in einem anderen Zusammenhang schon einmal. Ich denke wo viele Menschen zusammen kommen schafft man sich Regeln/Grenzen, an die sich jeder zu halten hat. Ob nun Kinder oder Erwachsene. Das ist in einem Staat so ( Gesetze ), in der Familien und in einem Sportverein eben auch. Sonst funktioniert das Kollektiv eben nicht. Ausreisser oder Ausreißversuche wird es da natürlich immer geben. Das ist wohl in einer gewissen Hinsicht normal. Diese muss man aber zwangsweise maßregeln, da sie sonst die große Masse beeinträchtigen ( z. B. den Trainingsablauf ). Und da handelt man eben im Sinne des Kollektivs.

    Hallo SuperTrainer,


    bitte nicht falsch verstehen, aber das Problem hat wohl weniger mit Fußball zu tun. Hört sich für mich nach einer psychologischen Angelegenheit an. Also würde ich mich nicht wundern, wenn du nicht viele Lösungsvorschläge bekommst.


    Auf den ersten Blick denke ich, dass dieser Spieler nach Aufmerksamkeit und Kontakt sucht. Eventuell hat er ausserhalb des Fußballs nicht viele Freunde. Vielleicht kümmern sich seine Eltern auch nicht besonders um ihn. Sind nur Vermutungen. Ist halt aus der Distanz schwer zu beurteilen. Wenn es sich einrichten läßt und du bzw. die Mannschaftskollegen ihn mögen spricht doch nichts dagegen ihn mit zu nehmen ( z. B. ins Kino ). Wenn das aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist muß er eben ein nein akzeptieren. Man muss das ja nicht unfreundlich rüberbringen.


    Wenn er irgendwann merkt, dass du ihn nicht belügst ( durch sein Nachfragen, Telefonieren ect. ) wird er dieses "spionieren" wohl auch lassen. Das dürfte ihm dann nach einiger Zeit wohl auch zu aufwendig und dumm werden.


    Also - versuchen locker zu bleiben....auch wenn es zur Zeit nervt.

    Ich bin der Meinung, dass ein Trainer so viel Bildung wie nur möglich haben sollte. Nur welche Bildung? Voraussetzung ist auf jeden Fall, dass er sich im Fußball auskennt. Aber über welchen Trainer reden wir hier? Über den Trainer im Kinderfußball oder über einen Felix Magath? Das ist absolut entscheident.


    Für einen Trainer im Kifu sehe ich andere Voraussetzungen, als für eine Bundesligatrainer. Ein Kifu-Trainer muss Übungen demonstieren und mit Kinder bzw. Jugendlichen umgehen können ( mal grob beschrieben ). Ein Buli-Trainer hat einen Trainerstab ( TW-Trainer, Kondi-Trainer, Techniktrainer... ). Er ist praktisch "nur" noch der Taktiker und im besten Falle der gute Motivator. Im kommerziellen Fußball geht es um Geld und Leistung. Da ist eine soziale Kompetenz weniger gefragt als im Kifu und es werden andere Entscheidungen getroffen. Natürlich sollte man seine Auswechselspieler auch bei Laune halten. Aber in erster Linie geht es um Leistung. Hier geht es um Auslese. Zusätzlich sollte ein Buli-Trainer, weil er in der Öffentlichkeit steht, über ein gewisses Maß an Rhetorik verfügen. Macht sich in Interviews ganz gut. Soweit ich informiert bin erhalten in der heutigen Zeit sowohl Trainer, als auch Bundesligaspieler Rhetorikkurse. Fragt mich nicht wo ich das gelesen habe. Habe ich aber ;) .


    Aber wie ich eingangs schon geschrieben habe sollte ein Trainer sowohl schulisch, als auch fachlich so gebildet wie möglich sein. Sei es nun durch den DFB oder entsprechender Literatur. Was sollte dagegen sprechen? Natürlich kann ein Trainer, der über keinen schulischen Abschluß verfügt, trotzdem fachlich top sein.


    Nun zu der Frage: "Sollte der Trainerjob weiterhin ein Hobby sein oder möchte man höhere Ziel anpeilen"? Mir pers. würde es schon passen, wenn ich meinen Lebensunterhalt mit meinem Trainerjob bestreiten könnte, da es mir einfach Spaß macht. Ich wäre im Job dann wesentlich motivierter. Allerdings im Kifu. Das Haifischbecken professioneller Seniorenfußball reizt mich da eher weniger. Obwohl ich ehrlich gesagt nicht wirklich weiß, ob man im professionelle Kinderfußball, denn nur da verdient man wohl ausreichend, nicht auch im Haifischbecken schwimmt. Vielleicht weiß hier jemand mehr darüber.

    Hallo nochmal,


    für mich klingt das alles doch recht bodenständig und durchdacht, was du so schreibst. Daher mache ich mir keine Sorgen und bin sicher, dass du die Situation bald im Griff hast. Du scheinst mit Eifer und deinem Kopf bei der Sache zu sein.


    Daher bleibt mir nur noch die viel Spaß und Erfolg zu wünschen.

    Ich will ja nicht politisch werden, aber da sieht man mal wieder, wo unsere hochgelobte "soziale" Marktwirtschaft im Augenblick hinführt. Der Mensch wird immer weniger gesehen. Die Produktivität zählt. Wirklich schade.....