Beiträge von Toto2

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    Hallo zusammen,


    ich sehe die Vorteile schon ein ( z. B. mehr Ballkontakte - darum geht´s ja schließlich - um das Spielen ). Allerdings werde ich den Eindruck nicht los, dass man die Umstellung nicht zuletzt wegen der demographischen Entwicklung vorgenommen hat ( Stichpunkt geburtenschwache Jahrgänge ). Was meint ihr?


    Hallo,


    wenn du unter Erfolg kurzfristig das Gewinnen von Begegnungen verstehst stimme ich dir zu. Da nehme ich was ich an Spielern habe und richte die Taktik danach aus. Allerdings befinden wir uns doch nicht im professionellen Fußball, sondern im "Kinderfußball" ( bzw. hier wohl eher Jugendfußball ).


    Sollte es nicht da die Aufgabe des Trainers sein die Spieler auszubilden? Wenn meine Spieler etwas nicht oder nicht so gut können, dann sollte ich sie verbessern. Und dazu gehört eben auch eine Menge Geduld. Ganz besonders in taktischen Angelegenheiten. Ich nehme also nicht das vorhandene "Material" ( blödes Wort in Verbindung mit Jugendlichen ), schaue was es jetzt so kann und bastel eine Taktik zusammen, sondern bilde die Jugendlichen möglichst vielfältig aus. Oder ich versuche es zumindest. Das sollte der Anspruch meiner Ansicht nach sein. Das wird aber unter Umständen dann schwierig, wenn man das Ergebnis der Ausbildung vorzieht. Darüber muss man sich als Trainer bewußt sein.


    Bei A/B-Jugend ist Taktik natürlich ein großes u. wichtiges Thema. Es sollte aber klar sein, dass die Spieler zumindest im Breitenfußball natürlich nicht schon alles mitbringen. Dafür bilden wir doch als Trainer aus. Das ist unsere Aufgabe.


    Ich habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen und auch noch nie eine A oder B-Jugend trainiert ( bin D-Jugendtrainer ). Aber das ist zumindest meine Einstellung zum Thema. Man darf mich gerne eines besseren belehren.


    Also weit vor dem Tor biete ich keine Außenlinie an. Ich biete die Mitte an und zwinge ihn in Richtung eines Mitspielers, der sich dann im besten Fall den Ball schnappt. Querpässe provozieren lautet da die Devise.

    Absolut richtig. Eigentlich macht man das auch sogar in relativer Tornähe, um die Überzahl für die Balleroberung herzustellen. Wenn ich aber in Unterzahl bin ( z. b. 2 Vs gegen 3 As ), dann sollte ich den Ballführenden auf dem Flügel nach Aussen drängen. Somit stellte ich zunächst wieder Gleichzahl her ( hier also 1 vs. 1 ) und gewinne für die nachrückenden Mitspieler Zeit für die Unterstützung.


    Also weit vor dem Tor biete ich keine Außenlinie an. Ich biete die Mitte an und zwinge ihn in Richtung eines Mitspielers, der sich dann im besten Fall den Ball schnappt. Querpässe provozieren lautet da die Devise.

    Absolut richtig. Eigentlich macht man das auch sogar in relativer Tornähe, um die Überzahl für die Balleroberung herzustellen. Wenn ich aber in Unterzahl bin ( z. b. 2 Vs gegen 3 As ), dann sollte ich den Ballführenden auf dem Flügel nach Aussen drängen. Somit stellte ich zunächst wieder Gleichzahl her ( hier also 1 vs. 1 ) und gewinne für die nachrückenden Mitspieler Zeit für die Unterstützung.

    Jepp....würde ich pers. auch als Kopfsache bezeichnen, an der die Schule nicht ganz unbeteiligt ist. Habe auch in der Woche nach dem Training schon oft mitbekommen, dass der ein oder andere noch Hausaufgaben erledigen muss.


    Das Thema hatte ich letzte Woche erst, als wir gegen einen vermeintlichen Favoriten innerhalb der Woche antreten mußten. Das Spiel wollte der Gegner selbst in die Woche verlegen. Ihr kennt das sicher; die Kinder kaspern beim Umziehen rum und es ist alles andere als leise in der Umkleide. Da sage ich auch eigentlich nie etwas. Die Kinder sind eben nicht in der Schule, sondern in der Freizeit. Vor diesem Spiel habe ich das auch explizit betont und erwähnte gut gelaunt, dass sie zwar nicht in der Schule sind, ich es noch gerne wäre ;) , aber mal um absolute Ruhe bitte. Dann sagte ich, dass sie mal ein paar Minuten vor dem Spiel in sich gehen sollten, ganz besonders vor der genannten Begegnung, und im Kopf vorab mal durchspielen sollen was sie gleich auf dem Spielfeld alles anstellen wollen. So richtig bildlich gesehen. Fußball beginnt im Kopf.


    Ich weiß es nicht wirklich, aber ich glaube es hat gewirkt. Wir haben gewonnen. Kann, muss aber nicht daran liegen.

    Hallo,


    der Link, den Zw3rG angegeben hat, ist auf jeden Fall schon mal sehr gut. Das Doppeln im Zentrum und auf den Flügeln anschaulich u. mit Tipps erklärt. Je nachdem was dein Ziel ist solltest du auf jeden Fall vorab das richtige Verhalten des Verteidiger im 1 vs. 1 trainieren (seitliche Stellung, schwache Seite zum Durchbruch anbieten ect. ). Was eigentlich noch fehlt ist das Doppeln nach hinten. Soll heissen, wenn nur ein Verteidiger im Zentrum oder auf dem Flügel zwischen Tor u. Gegner ist und die Unterstützung des Verteidigers sich noch zwischen Gegner und Ball befindet ( also hinter dem Gegner ).


    Findet der Angriff auf dem Flügel statt, dann sollte der Innverteidiger den Stürmer zur Aussenlinie lenken (in seitlicher Stellung). Die nachrückende Unterstützung sollte dann die Reaktion des Stürmers beobachten. Stellt die Unterstützung fest, dass der Angreifer trotzdem nach innen durchbricht, dann muss er natürlich ebenfalls den Weg nach innen suchen und den Ball möglichst ablaufen. Wählt der Stürmer den vom Verteidiger angebotenen Weg nach aussen, dann sollte der unterstützende Spieler ebenfalls entlang der Aussenlinie den Angreifer überholen und Körper zwischen Ball u. Gegner bringen, während der Verteidiger natürlich den Weg nach innen weiterhin versperrt.


    Findet der Angriff im Zentrum statt sollte der Verteider natürlich zuerst versuchen den Pass auf den Stürmer abzufangen. Häufig gehen die Stürmer dem Pass nicht entgegen. Das wäre, wenn das Tempo des V. stimmt, der richtige Zeitpunkt um den Ball abzufangen und den Körper zwischen Gegner u. Ball zu bekommen. Gelingt dies nicht, sollte der V. sich zunächst wieder fallen lassen, um besser auf die Aktionen des A. reagieren zu können u. Zeit zu gewinnen. Auf jeden Fall das Zentrum zustellen. Man sagt auch: den Gegner zunächst nur stellen, damit der nachrückende Mitspieler Zeit hat einzugreifen. Die Unterstützung sollte schnellstens nachrücken, eingreifen und durch eine seitliche Körperstellung den Gegner zum Innenverteider lenken.


    Aber wie eingangs schon geschrieben: wichtig ist, dass die Spieler zunächst das richtige Verhalten im 1 vs. 1 beherrschen. Sonst machst du den zweiten Schritt vor dem ersten. Wenn du im Internet nach solchen Übungen suchst, dann solltest du vielleicht mal in einer Suchmaschine den Weg über die Viererkette wählen ( ohne jetzt Werbung machen zu wollen ;) ). Da findest du sicher passende Links.

    Da liegt Germancoach wohl sehr richtig. Du schreibst sie spielen schön. Was heißt das? Kommen sie erst gar nicht bis vor das Tor oder landet der Schuß einfach nicht im selbigen?


    Wenn die Mannschaft seit Sommer 2010 exisitiert sehe ich aus der Ferne keinen Grund, warum du das Traineramt niederlegen solltest. Zumindest nicht aus zeitlicher Sicht.


    Die Situation kennst du selbst am besten. Wenn du Ahnung von Training hast kannst du dir selbst beantworten, wie du die Schwächen abstellen kannst.

    Vielleicht ist auch nur sein PC defekt.....oder er ist wieder aktive auf dem Platz unterwegs und hat daher für das virtuelle "Spielfeld" keine Zeit mehr......

    Wie wäre es mit Franz? Der überfordert die eh´ schon perfekt ausgebildeten Kicker nicht und sagt einfach: "Geht´s raus und spielt´s Fußball !" ;)


    Nee, mal ehrlich. Meiner Ansicht nach versucht man mit so wenig Mitteln wie möglich das Maximum zu erreichen. Und das widerspricht sich. Falsche Personalpolitik. Wenn irgendein Mannschaftsteil, hier die Defensive, Unsicherheit verbreitet, dann wirkt sich das früher oder später auf das gesamte Team aus. Ist schließlich ein Mannschaftssport. Mit der Verpflichtung des Hoffenheimers hat man versucht kurzfristig nachzubessern. Aber eben nur kurzfristig. Dieser Kader wird den Ansprüchen der Bayern nicht gerecht. In der Offensive schon, aber nicht in der Defensive.


    Toto2 du brauchst dich nicht zu entschuldigen, leider wird bei unserem Fußballverband nur das Grundwissen beigebracht. wie z.B Ausdauer u. Schnelligkeitstraining, oder was die aufgaben des Trainer sowie der umgang
    mit den Jugendlichen usw. Aber keine Schulungen jeglicher Übungen.


    Gruß Tombul

    Uh....das ist aber nicht so gut. Wenn ich mir die vom DFB vorgegebenen Inhaltsbausteine anschaue, dann sollte das doch Bestandteil sein. Da steht unter anderem:


    "Der Arbeitsschwerpunkt für den Trainer C–Breitenfußball ist das Training im Bereich Kinder- und Jugendfußball."


    Siehe auch hier: http://www.training-wissen.dfb.de/index.php?id=507547


    Keine Ahnung, warum dann bei euch so viel Zeit auf Ausdauer u. Schnelligkeit gelegt wird.



    Na gut - wie auch immer. Das hilft dir jetzt nicht weiter, dass dies offenbar ( aus Zeitmangel? ) in eurer Schulung vernachlässigt wurde.



    Ich denke aber, dass du gut beraten bist, wenn du dich auf der Seite des DFB zu diesem Thema umschaust. Schließlich sind das dann die Übungen, die der DFB ganz offiziell empfiehlt. Dann können die nicht falsch sein, oder?

    Hallo,


    sorry, aber da sprechen wir hier doch von grundsätzlichen Voraussetzungen. Ob nun 4-4-2, 4-2-3-1 oder 4-3-3 ohne Stürmer mit 3 OMs !! Das Ziel der ball/raumorientierten Spielweise ist es doch zunächst Überzahl in Ballnähe zu schaffen, um die Eroberung zu vereinfachen. Habe ich den Ball dann erobert nutze ich die Überzahl für den Angriff. Mal ganz grob umschrieben. Nur der Grundsatz.


    Wenn Renes Spieler das Prinzip mit 3 offensive Mittelfeldspieler u. ohne Stürmer jetzt besser umsetzen, als mit 2 Stürmern und einem zentralen oder offensiven Mittelfeldspieler, dann scheint mir das doch eine Kopfsache zu sein. Wenn man ihnen mitteilt sie seien Stürmer, dann scheinen sie ihre Aufgabe anders zu interpretieren, als wenn sie als OM eingesetzt werden. Die Bewegung auf dem Feld ohne Ball ist dann wohl eine andere - in den Köpfen der Spieler. Für mich daher keine Systemfrage.


    Manchmal ist es sehr gewinnbringend, sich einfach mal klar zu machen, warum und wie man eigentlich das macht, was man gerade macht.


    Und vielleicht schöpft jemand, der gerade ein Motivationstief hat, aus euren Posts wieder neue Kraft?


    Apropos "Kraft" ....... wo ist eigentlich Günter hin?

    Stimmt...ich vermisse ihn auch schon. Vielleicht ist er in "Trainertalk-Rente" gegangen ;) . Wir wollen es nicht hoffen.....

    Hallo zusammen,


    nach Leistung die Gruppen einteilen macht natürlich absolut Sinn. Die Anfahrtswege zu berücksichtigen eingentlich weniger. Ist sicher gut gemeint, aber für den "Wettbewerb" bzw. Entwicklung der Spieler eher unsinnig.


    Bei uns gab es vorher eine Qualifikationsrunde. Finde ich gut. Allerdings kann man auch da den Blick für die Realität verlieren. Es gab Vereine, die dann mal eben Ihre D1 gegen die D2 ausgetauscht haben, da die D2 die leichtere Quali-Gruppe hatte. Damit man auch ja ein Team in der höchsten Kreisliga melden kann. Da war es dann egal, ob die anschließend überhaupt mithalten können. Armseelig! Das sind dann die gewinndenkenden Trainer/Vereine, über die wir hier so oft diskutieren. Obwohl sie sich dann eventuell selbst ein Loch graben, wenn die Mannschaft eben nicht in der leistungsgerechten Liga spielt und die Hütte voll bekommt.


    AlexCarnica: was die Motivation deiner Mannschaft angeht...ist doch ganz einfach. Natürlich müssen sie im Training immer Vollgas geben. Sage ich meinem Team immer. Egal wie der nächste Gegner heisst. Es geht nämlich in erster Linie darum, dass sie sich verbessern. Und wenn man dann halbherzig trainiert wird das schwierig bis unmöglich. Wenn dann ein Team kommt, dass bisher in der Liga der Überflieger war ( unsere Jungs schauen natürlich auf die Tabelle und sind informiert ), dann bringe ich überzeugend rüber, dass da auch nur 11 Spieler auf dem Platz stehen. Wenn ich dem Team gegenüber eine gewisse Skepzis vermittel und Angst schüre, dann bringt das meine Spieler kein Stück weiter. So nach dem Motto: "Oh, der nächste Gegener ist soooo stark und hat alles gewonnen. Ob wir da eine Chance haben?" Da erhält meine Mannschaft den Eindruck, dass ich nicht besonders viel Vertauen in sie habe. Und Vertrauen und Motivation brauchen sie unbedingt. Das ist sehr wichtig. Erst im letzten Spiel hat das gewirkt. Wir spielten gegen ein Team, das zu den bisher zwei "besten" der Liga gehört. Kein Spiel verloren, ich glaube 20 Tore erzielt und nur 4 Gegentore erhalten. Und was war? Wir haben 4 : 2 gewonnen. Hätte sogar höher ausfallen können. Fußball ist eben auch zu einem ganz großen Teil Kopfsache. Er beginnt im Kopf.


    Natürlich ist jedes Team anders u. der Trainer muss den "Draht" zu ihm erst finden. Man muß merken, wie man das Team erreicht. Aber besonders wichtig ist dabei die Glaubwürdigkeit als Trainer. Die Kinder merken nämlich sehr schnell, wenn man ihnen etwas vorspielt. Die Motivation der Spieler im Training ist da von großer Bedeutung. Wenn du deinem Team vor dem Spiel wirklich sagen kannst: "Ihr habt sehr gut trainiert. Jetzt haben wir die Möglichkeit unsere Fortschritte im Spiel umzusetzten", dann ist das viel wert. Und darauf sollte man doch das Hauptaugenmerk legen.


    Ich argumentiere natürlich jetzt von meinem Standpunkt aus. Mein Team kann aktuell tatsächlich mit jedem Gegner mithalten und in der letzten Saison waren wir der "Überflieger". Ich kenne die Situation also nicht, wenn man die "Schießbude" der Liga ist. Und die gibt es leider immer wieder. Daher kann man sagen, dass ich leicht reden (schreiben) kann. Sehe ich ein. Allerdings ist es doch letztlich so, dass man wirklich immer auf besser u. auch schlechtere Teams trifft. Daher ist mir IMMER die Entwicklung das wichtigste. Wenn mein Team gewinnt, aber "Bauernfußball" gespielt hat, dann sage ich das auch so. Nicht böse und demotivierend, aber ehrlich und klar. Denn die Spieler fragen mich nachher immer, ob sie denn gut gespielt haben. Ich sehe es immer von dem Standpunkt aus was sie können und was sie tatsächlich gezeigt haben. Also hinsichtlich der Fortschritte, die die Spieler machen. Wenn ich also der Überflieger der Liga bin u. alles gewinne, aber trotzdem ein Stillstand in der Entwicklung herrscht, dann kann ich nicht zufrieden sein. Wenn ich die Schießbude bin, aber stetig Fortschritte mache, dann bin ich auf dem richtigen Weg.

    Na gut, dann fange ich mal an.....


    Zu 1) weil es Spaß macht


    Zu 2) habe keine festgelegte Methode, weil....


    Zu 3)....man lernt nie aus !!

    Zitat uzunbacak: "Was würdet ihr dann machen, wenn ein Kind für paar Monate mit Fußball aufhört und dann doch wieder zurückkommen will? Sind die Tore des Vereines dann zu? Wie handelt ihr dann?


    Auf gar keinen Fall sind die Tore dann zu. Warum auch? Habe so einen Fall sogar aktuell. Ein Junge, der zu Hause offensichtlich Schwierigkeiten hat, da die Eltern sich trennen. Der Vater ist im Verein tätig. Der Junge sagte mir, dass er keine Lust mehr auf Fußball hat und den Verein verlassen will ( D-Jugend ). Muss nicht an der Trennung liegen. Ich vermute aber, dass es damit zu tun hat. Ich sprach mit ihm und sagte, dass es ganz normal sei mal keine Lust zu haben. Ich empfahl ihm aber zunächst eine längere Pause zu machen und erst abzuwarten. Dann kann er sich immer noch entscheiden.


    Warum sollte man aus solchen und ähnlichen Gründen den Kindern nicht erlauben dem Verein wieder beizutreten? Mir fällt da nichts ein. Da muss schon gewaltig etwas vorfallen, damit ich dem Kind den Beitritt verweigere.


    Zum eigentlichen Thema: ich habe kürzlich erfahren, dass eine komplette F-Jugend eines benachbarten Vereins wechselt, weil im aktuellen Verein strickt nach Leistung eingeteilt wird. Eine komplette F-Jugend!!! Der neue, ebenfalls benachbarte Verein, hat sie bereits aufgenommen. Trifft das Thema hier doch auf den Kopf. Handelt der neue Verein denn da richtig? Handelt der alte Verein denn richtig, weil er keine Kompromisse eingegangen ist?


    Dazu einmal Auszüge aus den Empfehlungen des DFB: F-Junioren sollen die Basistechniken erlernen; alle sollen spielen ( auch die "Guten" mal draußen lassen; der Spaß am Fußball ist wichtiger als das Ergebnis.

    Ja, ja.....die D-Jugendlichen. Die machen echt eine Menge Spaß.


    Ein Spieler meines Teams heißt Phillip. Ich erklärte ihm, dass sein Vorname sinngemäß Pferdefreund bedeutet. Kommt, wie so oft, aus dem lateinischen. Er schaut mich an und sagt: "Ja, ich mag Pferde. Aber ein ganzes habe ich noch nie geschafft!!!"

    Hallo,


    solche Spielertypen sind auch mir bekannt. Man kann beobachten, dass sie mit ihrer Schnelligkeit die technischen Defizite ausgleichen wollen. Oft haben sie Probleme mit der Ballannahme und legen sich die Kugel immer recht weit vor. Sie vermeiden also viele Ballkontakte.


    Es ist aber, so glaube zumindest ich, einfacher die Technik als die Schnelligkeit zu verbessern. Wenn die Schnelligkeit also bereits vohanden ist kannst du dich voll auf die Technik konzentrieren. Und auf keinen Fall dabei die Beidfüßigkeit vergessen. Es gibt wohl in keinem Bereich so viele Übungen wie zur Verbesserung von Technik und Ballgefühl. Dribbelpacours sind da natürlich sehr gut. Auf viele Ballkontakte achten, rechter UND linker Fuß, Innenseite und Außenrist nutzen, auf enge Ballführung achten und den Schwierigkeitsgrad angemessen erhöhen ( z. B. Abstände der Hütchen verringern, kurze Sprintstrecken einbauen, Hütchen versetzt aufbauen, Koordinationsleiter einbauen ect. ).


    Die Nervotität kann natürlich von aussen erzeugt werden (Eltern, Trainer). Muss sie aber nicht. Es ist gut möglich, dass dieser Spieler nicht nur mit den Füßen, sondern auch mit dem Kopf sehr schnell ist. Vielleicht malt er sich gedanklich schon den zweiten vor dem ersten Schritt aus. Es kann ihm gar nicht schnell genug gehen. Fußball beginnt im Kopf und wird dann auf die Beine/Füße übertragen. Wenn die aber nicht fähig sind die Impulse entsprechend umzusetzen erlebt man häufig die allseits bekannte Situation: er hat den Ball vergessen. Kennt sicher jeder Trainer. Das kann man mit Koordinationsübungen verbessern. Wichtig ist, ob nun bei Technik oder/und Koordination, dass der Schwierigkeitsgrad behutsam angepasst wird. Zuerst muss der Ablauf im Kopf realisiert ( daher zunächst langsame Ausführung ) und dann die Geschwindigkeit gesteigert werden. Je nach Fortschritt.