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Dessen muss man sich als Jugendtrainer bewusst sein. Ich gehe noch einen Schritt weiter. Wenn einem dies sogar egal ist oder zumindest nicht wichtig, hat man die Voraussetzung schlechthin um ein guter Jugendtrainer zu werden. Wer dies lange Jahre macht wird das Gefühl kennen bei einem Herrenspiel zuzuschauen und Freude am Spiel einzelner Spieler zu haben, die man trainiert hat, als sie noch nicht mal über die Bande gucken konnten. Man hört dann Kommentaren von anderen Zuschauern zu, wie "guter Techniker", "echt schnell am Ball", "verliert ja keine Zweikampf" usw. und schunzelt in sich hinein. Scheint er wohl mal gelernt zu haben -).
Spätestens wenn dir ein erwachsener Mann mit einem Kleinkind auf dem Arm auf der Straße entgegenkommt und dich anspricht: Ey, Trainer. Kennst mich noch ?
Und er dir dann in einem Gespräch erzählt, dass das Training und Spiel für ihn damals das Einzige war, wo er Freude und Spaß hatte und froh war, wenigstens für kurze Zeit von zuhause weg zu können, erkennt man, dass es wohl mehr ist was man als Jugendtrainer bewirkt bzw. leistet, als nur Fußball beizubringen. Diese Anerkennung kommt nur eben oft sehr viel später.
Wollte ich für alle mal hier mal erzählen, die vielleicht gerade eine Phase haben wo sie zweifeln, warum sich das alles eigentlich antun. Siehe oben.